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Sigmar Salzburg
22.10.2020 11.39
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Fischer-Verlag

Die „Junge Freiheit meldete (in traditioneller Rechtschreibung):

Nach 40 Jahren Zusammenarbeit
Fischer-Verlag kündigt Autorin Monika Maron


BERLIN. Der S. Fischer Verlag hat die Zusammenarbeit mit seiner Stammautorin Monika Maron nach 40 Jahren beendet. Als Grund vermute sie ihre Äußerungen über den Islam und die Flüchtlingspolitik, sagte die 79 Jahre alte Schriftstellerin der Welt. Ihre Ansichten reichten aus, „um als neurechts oder sogar rassistisch zu gelten“.

Marons Verlag hatte die Veröffentlichung ihres Essaybands in einer „neurechten Edition“ mit dem Namen „Exil“ kritisiert. Dieser war von einer Dresdner Buchhändlerin herausgegeben worden. Der S. Fischer Verlag hatte beanstandet, daß auch der Verleger Götz Kubitschek den Essayband vertreibt.

Die Buchhändlerin sei eine Freundin, bei der sie seit über zwanzig Jahren Bücher vorstelle ...

Der S. Fischer Verlag habe bereits 2018 eines ihrer Bücher beanstandet. Bei „Munin oder Chaos im Kopf“ habe es „allerlei Bedenken“ gegeben. Ihr sei damals gesagt worden, man wolle sie vor sich selbst schützen, sagte Maron.

Sie sei mit einigen politischen Entwicklungen nicht einverstanden. Beispielsweise wehre sie sich gegen Gendersprache, weil ihr dieses „Kauderwelsch“ zusetze. Zudem störe sie das islamische Kopftuch, das sie als Zeichen der Unterdrückung, nicht als Symbol religiöser Freiheit betrachte, verdeutlichte die Autorin...

Maron hatte fast die Hälfte ihres Lebens in der DDR verbracht. Dort war 1981 auch ihr erster Roman „Flugasche“ veröffentlicht worden. Nachdem dieser in der DDR verboten worden war, hatte der S. Fischer Verlag das Buch im Westen veröffentlicht. Die Tatsache, daß ihr Verlag sie nun in eine Lage versetze, in der sie sich schon vor vierzig Jahren mit „Flugasche“ befunden habe, mache sie „traurig und fassungslos“...

jungefreiheit.de 19.10.2020
Monika Maron hatte, wie viele, die sich gegen die Rechtschreib„reform“ wehrten, schließlich beim S. Fischer Verlag klein beigeben müssen. Sie blieb aber widerständig in ihrer Ablehnung der genderischen Sprachverstümmelung und der neuen Political Correctness, darunter auch das Kontaktverbot zu allen, die die Merkelsche Linkswende und Islamisierung Deutschlands nicht mitmachen wollen.

Das erinnert an die einstige „Hallstein-Doktrin“ der Bundesrepublik von 1955 bis 1969: Jeder Staat, der diplomatische Beziehungen zur DDR aufnahm, sollte Ausgrenzung bis Erpressungsdruck erfahren. Heute ist es linke Strategie gegen alles, was als „rechts“ denunziert wird: Mit den Stimmen der AfD gewählte Ministerpräsidenten und Vorstände werden sogleich wieder abgesetzt, meist begleitet von öffentlichem Antifa-Terror – „Volksdemokratie“ eben.

Das gleiche wiederholt sich im Literaturwesen, wie man an der einfallsreichen Ausgrenzung „rechter“ Verlage auf den letzten Buchmessen sehen konnte. Und jetzt eben an Monika Maron. – Fischer-Verlagsleiterin Siv Bublitz:
Wir versuchten, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Aber das scheiterte letztendlich: Sie empfand unsere Fragen als Zumutung und war zu einer klaren Distanzierung nicht bereit. Wir entschieden dann, keinen Vertrag für ein neues Buch anzubieten...

faz.net 20.10.2020

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Sigmar Salzburg
13.02.2009 08.06
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Souveräne Lesbierinnen

el!es-Verlag

Geschrieben von Ruth Gogoll am Mittwoch, 17. Dezember 2008

… Da der Wettbewerb erst am 31. Januar 2009 endet, können die Geschichten natürlich erst danach veröffentlicht werden. Es kommt auch noch darauf an, wie gut die Rechtschreibung in den Geschichten ist. Wenn die Geschichten rechtschreibmäßig ziemlich fehlerfrei sind, brauchen wir sie nur online zu stellen. Geschichten, bei denen die Rechtschreibung erst mühsam korrigiert werden muß, brauchen natürlich länger – bzw. wenn die Rechtschreibung wirklich nicht beachtet wurde, dann veröffentlichen wir das gar nicht. …

el!les 17.12.08

Nach einem Hinweis bei FDS:

Der Unsinn der neuen Rechtschreibung
Geschrieben von: Ruth Gogoll
Donnerstag, 09. Oktober 2008
Wie alle wissen, verwenden wir im el!es-Verlag ausschließlich die alte Rechtschreibung und haben uns nie der neuen angeschlossen, weil von Anfang an zu erkennen war, was für ein Unsinn das ist. …
Tolle Situation. Ich bedauere alle Kinder, die in den letzten zwölf Jahren, seit der ersten Einführung der dummen, unüberlegten »Reform«, zur Schule gehen mußten und immer noch gehen müssen. Sie werden nie wissen, wie man wirklich richtig schreibt – und das ist nicht ihre Schuld….
Sogar die Reformer selbst haben mittlerweile den Überblick verloren, denn keines der Werke, die sie selbst schreiben, Schulbücher, Lexika, Sprachlernbücher etc., ist vollständig und richtig in den von ihnen selbst propagierten Regeln verfaßt. Sie halten sich also selbst nicht an ihre Regeln. Warum sollte es dann irgend jemand anderer tun? …
el!e 9.10.08

... aber schon:

Rechtschreibung für alle?
Geschrieben von: Ruth Gogoll
Montag, 20. August 2007
Wie Sie alle – da Sie erfahrene Leserinnen der el!es-Bücher sind – wissen, verwenden wir bei el!es immer noch die alte Rechtschreibung und ignorieren die neue.
Das wird auch in Zukunft so bleiben, denn einen größeren Unsinn als die deutsche Rechtschreibreform kann ich mir kaum vorstellen. …

el!es 20.07.07

... und:

RE: [de-users] Rechtschreibung und Silbentrennung OpenOffice.org
6. Sept. 2005 ... Ruth Gogoll Wed, 07 Sep 2005 01:32:09 -0700.

… in der alten Rechtschreibung wurde aus „ck“ bei der Trennung „kk“, und ich arbeite ausschließlich mit der alten Rechtschreibung, wie ich schon sagte.

Gogoll 06.09.05

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Karl-Heinz Isleif
20.06.2005 15.36
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Re: Demokratie im Rat – 33:4

Zitat:
... Hans Zehetmair, Vorsitzender des Rats für Rechtschreibung, hat an die sich sperrenden Zeitungen appelliert, die neue Rechtschreibung zu übernehmen. Diese Zeitungen sollten „wieder zum Common Sense zurückfinden“, sagte er dem „Tagesspiegel“...

Wenn alle Meldungen stimmen, dann hat Herr Zehetmair begeistert mitgeholfen, als der gesunde Patient krankoperiert wurde. Jetzt hat sich Herr Zehetmair bereiterklärt, dem Verstümmelten eine Prothese an den Stumpf zu nageln. Er gilt ob dieser Großherzigkeit nun als geläutert, als Mann von Ehre und als größter Hoffnungsträger im deutschen Kulturraum.

Karl-Heinz Isleif

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Detlef Lindenthal
20.06.2005 09.08
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Re: Re: Standbeine

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von glasreiniger
Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Detlef Lindenthal
... ohne Argumente- und Strategiepflege wird das nichts, denn dann kann der kulturpolitische Gegner seinen Angriff dreist aussitzen.

Nicht nur das, er geht auch zum Gegenangriff über, so heute auf der Leserbriefseite der Süddeutschen Zeitung. Steinfeld wird heute z.B. seine FAZ-Vergangenheit vorgehalten.
Können Sie vielleicht die lesenswerten Beiträge von der SZ-Leserbriefseite hier einstellen? Den Artikel von Thomas Steinfeld habe ich hier nochmals veröffentlicht.

Was macht eigentlich der Fall Sowein?
Den sehe ich insoweit als geklärt an, als ich, statt, wie von Herrn Sowein gewünscht, Herrn Riebes Beitrag Nr. 6166 zu löschen, Herrn Soweins drei Antwortbriefe veröffenlicht habe (Beitrag Nr. 29249). Das gehört, fand ich, zur Pressefreiheit. Daß Herr Sowein und Herr Lachenmann nichts wieder von sich hören ließen, sehe ich als ein Zeichen von etwas Lernfähgikeit an.
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Detlef Lindenthal

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glasreiniger
16.06.2005 09.32
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Re: Standbeine

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Detlef Lindenthal

glasreiniger schrieb:
... Grundlage, die Prof. Ickler im Rat legt.
Ja, gut: Herrn Prof. Icklers Arbeit im KM-RfdR ist ein Standbein, und als ein weiteres Standbein kommt der Kommentar von Thomas Steinfeld in der SZ hinzu.
...
Aber ohne Argumente- und Strategiepflege wird das nichts, denn dann kann der kulturpolitische Gegner seinen Angriff dreist aussitzen.


Nicht nur das, er geht auch zum Gegenangriff über, so heute auf der Leserbriefseite der Süddeutschen Zeitung. Steinfeld wird heute z.B. seine FAZ-Vergangenheit vorgehalten.

Was macht eigentlich der Fall Sowein?

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Detlef Lindenthal
12.06.2005 18.35
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Standbeine


glasreiniger schrieb:
... Grundlage, die Prof. Ickler im Rat legt.
Ja, gut: Herrn Prof. Icklers Arbeit im KM-RfdR ist ein Standbein, und als ein weiteres Standbein kommt der Kommentar von Thomas Steinfeld in der SZ hinzu.
Die Pflege und den Schutz unserer Sprache und unseres Denkens halte ich für so wichtig, daß ich ihm viele weitere Standbeine wünsche, wie bei einem Tausendfüßler. Und wenn ein Mindestmaß an Verständigung die Standbeine verbindet, kann auch Bewegung in die Sache kommen.
Wenn Herr Prof. Augst mal einen lichten Augenblick hat und sich die Augen reibt und feststellen kann: Hej, die RS„R“ ist ja immer noch da und weder in sich zusammengefallen noch zur Seite geschoben – dann liegt das nur daran (so meine Meinung), daß die spärlichen Standbeine unseres Tausendfüßlers sich untereinander nicht gut verständigen mochten oder konnten.

Argumente und strategische Ansätze sollten reichlich gepflegt, bevorratet und angewandt werden, und nicht nur spärlich und zaghaft.
Nicht kleckern, klotzen! Das beeindruckt einen kulturpolitischen Gegner, entmutigt ihn und macht ihn unsicher, gibt ihm Freiraum zum Nachdenken und bricht die Tabus seines Herdenzwanges auf. Aber ohne Argumente- und Strategiepflege wird das nichts, denn dann kann der kulturpolitische Gegner seinen Angriff dreist aussitzen.
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Detlef Lindenthal

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glasreiniger
12.06.2005 15.01
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Re: Demokratie im Rat – 33:4

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Detlef Lindenthal:
Lieber glasreiniger,

im Rat wird demokratisch abgestimmt; sonderbar, welch Unterschied dabei zu Abstimmungen im Volk entsteht.
– Gilt Ihr Lob auf die strategische Bedeutung des Zehetmair-Rates nach wie vor?


Wenn Sie vermuten, ich habe den Zehetmair-Rat gelobt, irren Sie. Ich stelle nur fest, daß von allen aktuellen Aktivitäten die von Prof. Ickler die ergiebigste zu sein scheint. Wie Herr Isleif richtig feststellt, kommt es eigentlich auf die großen Zeitungen an. Da ist es in der Tat ein Problem, daß Zehetmairs Rat den Vorwand liefert, nicht Farbe bekennen zu müssen. Leider kann man da wenig machen. Ich habe versucht, als im vorigen Jahr die Sache wieder ins Rollen zu kommen schien, mit sachlichen Leserbriefen und Forumsbeiträgen den vernünftigen Kräften in der Redaktion der SZ (welches diejenige ist, die ich abonniert habe) den Rücken zu stärken. Der Effekt ist aber im Getröte übereifriger Sektierer (vom VRS-eV) völlig verpufft, leider.

Man muß also sehen, was noch. Das wird aber immer weniger. Aber Artikel wie den von Th. Steinfeld in der SZ, auf den KH Isleif zu Recht verweist, verdanken wir der Grundlage, die Prof. Ickler im Rat legt.

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Karl-Heinz Isleif
12.06.2005 11.39
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Das beantworte ich gerne:

Alle diejenigen Zeitungen, die schlicht so zu schreiben beschlossen, wie es vor der großen Unordnungsverordnung Brauch war. Die FAZ zum Beispiel, aber nicht nur sie, hat ja schon vor Jahren gemerkt, daß der Patient nie krank war, daß das Operieren und Amputieren, das schier endlose und verstümmelnde, schlecht, unnötig und sinnlos war. Auch bei der Süddeutschen ist noch nicht alle Hoffnung verloren, solange Thomas Steinfeld solche Artikel schreiben kann wie den vom 3./4. Juni.

Um unverdrossen auf den Rat der Räte zu hören, die den großen Pfusch damals veranstalteten, muß man seinen Kopf schon ziemlich abschalten. Unsere Sprache braucht keinen guten Rat und keine Reformräte – sie hat ja nie eine Reform gebraucht.

Karl-Heinz Isleif

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Detlef Lindenthal
12.06.2005 06.38
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Re: Zeitungen


Karl-Heinz Isleif schrieb:
Die Zeitungen, bei denen mit dem eigenen Kopf gedacht werden darf, sind die einzige Hoffnung
Das ist ein wichtiger Punkt, denn Zeitungen (und überhaupt Medien) sind das Nervensystem einer Gemeinschaft.
Mit dem mir inzwischen eigenen Mißtrauen frage ich dazu: Welche Zeitungen kommen dafür in Frage, daß man sagen könnte: Die denken mit dem eigenen Kopf? Und was ist, wenn die bisherigen Denkleistungen unserer Zeitungen sich insgesamt als unzureichend herausstellen?

Zusatzfrage: Wie schätzen Sie das Mit-dem-eigenen-Kopf-Denken bei den Rechtschreibschützern ein?
__________________
Detlef Lindenthal

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Karl-Heinz Isleif
11.06.2005 22.27
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Zeitungen

Die Zeitungen, bei denen mit dem eigenen Kopf gedacht werden darf, sind die einzige Hoffnung, daß Selbstüberschätzer wie eben Herr Zehetmair sich am Ende nicht durchsetzen.

Karl-Heinz Isleif

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Detlef Lindenthal
11.06.2005 21.16
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Demokratie im Rat – 33:4

Hans Zehetmair (Foto: dpa) – Zeitungen sollen Rechtschreibreform akzeptieren
Hans Zehetmair (Foto: dpa)

N24.de   10. Juni 2005

Zeitungen solle Rechtschreibreform akzeptieren

Hans Zehetmair, Vorsitzender des Rats für Rechtschreibung, hat an die sich sperrenden Zeitungen appelliert, die neue Rechtschreibung zu übernehmen. Diese Zeitungen sollten "wieder zum Common Sense zurückfinden", sagte er dem "Tagesspiegel". Bisher erscheinen unter anderen die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die Blätter des Springer-Verlages mit der alten Rechtschreibung.

Zehetmair äußerte sich zuversichtlich, da auch offizielle Vertreter der Journalistenverbände und der Zeitungsverleger im Rat für Rechtschreibung seien, der jetzt erste Kompromissregelungen zum 1. August vorgelegt habe.

Die jetzt vorgelegten Kompromisslösungen in Einzelfällen seien "kein radikales Zurückschrauben, sondern ein moderates Angleichen der Unebenheiten und Ungereimtheiten". Es sei ein "entschiedenes Aufeinanderzugehen" gewesen, am Schluss mit "nur vier Gegenstimmen bei 33 Pro-Stimmen".

(N24.de, Netzeitung)



Mehr zum Thema:
Rechtschreibreform gilt, aber mit Ausnahmen
Neue Rechtschreibung ab August verbindlich


Lieber glasreiniger,

im Rat wird demokratisch abgestimmt; sonderbar, welch Unterschied dabei zu Abstimmungen im Volk entsteht.
– Gilt Ihr Lob auf die strategische Bedeutung des Zehetmair-Rates nach wie vor?

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Detlef Lindenthal

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Detlef Lindenthal
09.06.2005 08.04
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Zitat:
Ursprünglich eingetragen von glasreiniger
Aber es hat doch keinen Sinn, einen RfR zu postulieren, den es nicht gibt. Es war sicherlich ein massiver taktischer Fehler, erst einen eigenen Rat zu gründen, und dann: ward nix mehr gehört. Aber das liegt in der Vergangenheit und läßt sich weder verändern noch ignorieren.
Wo gibt es denn sowas: Ein „Rat für deutsche Rechtschreibung“, und der hat noch nicht einmal eine eigene Netzseite? – Grüße an Herrn Malorny :-) – Für jeden Tag, an dem der RfdR sich nicht arbeitsfähig zusammensetzt, sehe ich einen massiven taktischen Fehler.
Über das angesprochene VwG-Verfahren weiß ich nichts, weil darüber mich keine Nachrichten erreicht haben. – Richter gehören, das weiß ich seit dem SH-VwG-Urteil und dem BVerfG-Urteil, mit zum absurdistanischen Machtapparat. Strategisch gewonnen hat die Menschheit dann, wenn Leute, die für Absurdistan arbeiten, mit ihren Gehalts- und Altersbezügewünschen auch an Absurdistan verwiesen werden.
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Detlef Lindenthal

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glasreiniger
09.06.2005 06.55
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Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Detlef Lindenthal
Und daraus erlaubte ich mir zu schlußfolgern, daß die Rechtschreibfrage eine Strategie-, Macht- und Sittenfrage ist.


Sicher ist das so. Aber es hat doch keinen Sinn, einen RfR zu postulieren, den es nicht gibt. Es war sicherlich ein massiver taktischer Fehler, erst einen eigenen Rat zu gründen, und dann: ward nix mehr gehört. Aber das liegt in der Vergangenheit und läßt sich weder verändern noch ignorieren. Die von der RSR geschaffenen Fakten, nämlich die allgemeine Rechtschreibverwirrung, kann man doch auch nicht ignorieren.

Derzeit ist die Unterstützung des Weges von Prof. Ickler die einzig wirksame Strategie. Das könnte sich z.B. heute beim Niedersächsischen Verwaltungsgericht ändern, aber darauf wette ich keinen Pfifferling. Oder Sie?

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Detlef Lindenthal
09.06.2005 06.37
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glasreiniger schrieb:
Wir reden offenbar von verschiedenen Dingen.
Nun, das wäre schade. Dabei will ich nicht verhehlen, daß ich als Schriftsetzer und Lektor selbst an der Schaffung von Rechtschreibung beteiligt bin (auf dem hohem fachlichen Niveau der Druckbranche) und 1996 mit Traurigkeit und Wut sah, wie Nichtfachleute unser am Hochtechnologiestandort Deutschland wichtigstes Arbeitswerkzeug – die Schriftsprache – samt Nachwuchsausbildung zu verhunzen begannen. Überdeutlich war für mich zu erkennen, daß es den „Reformern“ unterm Strich überhaupt nicht um Fach- und Redlichkeit, sondern nur um vordergründige Machbarkeit und Macht ging. Und daraus erlaubte ich mir zu schlußfolgern, daß die Rechtschreibfrage eine Strategie-, Macht- und Sittenfrage ist.
Auf diese Herausforderung sehe ich als einzig angemessene Antwort, sich selbst mit Strategie- und Sittenfragen zu befassen. Strategie ist die Kunst, ein Ziel zu erreichen (hier zum Beispiel: Erhaltung und Weiterentwicklung bestmöglicher Verständigung).
Und dafür wäre uns mit eigenen Denkleistungen und Klarstellungen besser bedient als mit dem Schachern um Kompromisse und um das „Gesichtwahren“ (welch schauerliche Nichtsitte!). Wer solchen Bockmist verzapft wie die KMK, gehört bloßgestellt, wie durch Niedersachsens MP Christian Wulff einst begonnen. Faule Kompromisse mit der Macht sind immer verbunden mit der Gefahr, daß Verrat an der Redlichkeit geübt wird und überdies das Ziel nie erreicht wird.
__________________
Detlef Lindenthal

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glasreiniger
07.06.2005 07.24
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Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Detlef Lindenthal

glasreiniger schrieb:
natürlich haben Sie recht, wenn Sie Einrichtungen wie den Rat grundsätzlich für abwegig halten.
den RfdR halte ich überhaupt nicht für abwegig; im Gegenteil habe ich am 4.6.04, als Frau Ahnen über den Deutschlandfunk die Gründung des RfdR anregte, als erster hier den Vorschlag aufgegegriffen (siehe Beiträge Nr. 23317 f., 23325); und nach zäher Überzeugungsarbeit haben sich die Münchner dann erst am 22.8.04 zusammengesetzt.


Wir reden offenbar von verschiedenen Dingen. Wir brauchen aber nicht mehr über die Münchner Variante nachzukarten, da sie offensichtlich belanglos ist – warum auch immer. Es sind taktische Fehler gemacht worden, und, was schlimmer ist, es werden weiter welche gemacht. Auf die Situation, wie sie jetzt gegeben ist, sollte man sich aber schon einstellen. Dann kann man die darin immer noch liegenden Chancen am besten nutzen.

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