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Forum > Beispielsammlung über Sinn und Unsinn
Englisch, Anglisch und Njudeutsch
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Sigmar Salzburg
26.08.2007 11.53
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Einfache Erklärung

Der südafrikanische Jazzkomponist Abdullah Ibrahim (Dollar Brand) heute morgen in ZDFdoku (mit dt. Untertiteln):

In den meisten Sprachen enthalten die Wörter für Liebe den Vokal „a“. Nur im Deutschen heißt es „Liebe“. Deshalb singen die Deutschen auch lieber englisch.
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Sigmar Salzburg

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Karl-Heinz Isleif
12.09.2005 21.21
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Nichts ersetzt die Muttersprache

Ein Beitrag wie frische Luft!

Karl-Heinz Isleif

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Sigmar Salzburg
12.09.2005 20.10
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Leserbrief, FAZ v 12.9.2005

Nichts ersetzt die Muttersprache
Zum Artikel „Verrückt“ (F.A.Z. vom 19. August): Mit Interesse habe ich den Artikel vom Protest gegen die verordnete Einführung des Englischen in der Wissenschaft zum Beispiel bei Antragsverfahren für sogenannte „Exzellenzcluster“ bei der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) und dazu den kurzen Kommentar der Zeitung „Verrückt“ gelesen. Beidem stimme ich voll und ganz zu, also auch der Überschrift, die in solcher Form, wie ich als langjähriger Leser Ihrer Zeitung weiß, nicht leichtsinnig von der Redaktion gewählt worden ist.
Was ich auf Veranstaltungen an Reden und Referaten aus dem Munde deutscher Wissenschaftler gehört habe, ist oft ein mit Selbstbewußtsein vorgetragenes haarsträubendes Englisch gewesen, dem jegliche Geschliffenheit fehlte. Und dem soll nun abgeholfen werden, indem die Forschung auf englisch betrieben wird? Qualität von Lehre und Forschung werden notwendigerweise weiter sinken. Erfahrungen mit Studenten in Indien, die ihre Grundausbildung bis zum B.A. in einer der vielen indischen Landessprachen erhalten hatten, zeigten, daß sie so gut wie nie den Standard erreichten, den ihre Kommilitonen erzielten, die mit Englisch aufgewachsen waren. Soll es so der übergroßen Mehrheit der deutschen Studierenden ergehen?
Auch in meinem eigenen Bildungsweg habe ich die Probleme kennengelernt. Obgleich ich das Fach Anglistik wählte, mehr als anderthalb Jahrzehnte in angelsächsischen Ländern studierte, lehrte und forschte und in Oxford promovierte, blieben mir sprachlich große Bereiche des Lebens, der Wissenschaft und Technik im Englischen fremd, wobei unbescheiden erwähnt werden muß, daß ich mich nicht scheute, eine Reihe von Büchern und Aufsätzen auf englisch zu schreiben. Zu meinem Bedauern mußte ich vor vielen Jahren einmal die Bitte ausschlagen, den Söhnen Indira Gandhis Nachhilfeunterricht in Mathematik und Naturwissenschaften zu geben – weil mir schon die gewöhnliche und noch mehr die wissenschaftliche Begriffswelt auf jenen Gebieten unbekannt geblieben war.
Daß die DFG die jungen Forscher zwangsweise zu einem Weg auf englisch verweist, halte ich für höchst bedenklich, weil ein noch so gutes Englisch niemals die Muttersprache in den Wissenschaften ersetzen kann. Mir scheint es hier eine Parallele zur Politik zu geben: Versuchen nicht unsere Repräsentanten in Brüssel und anderswo bei ihren Reisen in die Welt mit ihrem angelernten Englisch zu brillieren? Wie wenig ihnen die deutsche Sprache wert ist, mag man dem Hin und Her in der Rechtschreibreform entnehmen. Diesem kümmerlichen „Vorbild“ scheinen die Bildungspolitiker und ihre ausführenden Organe und Institutionen zu folgen. Ausverkauf und Verschleudern der Werte der deutschen Sprache: ein Trauerspiel.
Professor Dr. phil. Johannes H. Voigt, D. Phil. (Oxon), Marbach am Neckar

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Sigmar Salzburg

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Detlef Lindenthal
05.05.2004 20.19
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Recht schön liegt es im Russischen:

rod: Sippe; Generation; grammatisches Geschlecht (naja, auch eine ziemliche Sammlung!)
roditj: gebären
rody: Geburt
roditelniza: Mutter (auch mat)
roditel: Vater (auch otjez)
roditeli: Eltern
roditsch: der Verwandte
rodnja: der/die Verwandte; die Verwandten
rodstwo: Verwandschaft(sgrad)
rodnoj: blutsverwandt
rodnoj brat: Bruder (im Ggs. zu brat: Bruder oder Vetter)
rodnoj jasyk: Muttersprache
rodom iz Moskwy: aus Moskau stammend
otkuda on rodom? Wo stammt er her?
rodonatschalnik: Ahnherr
rodoslownaja: Stammbaum
rodnik: Quelle
rodina: Heimat (’tschuldigung, dieses Wichtigste hatte ich vergessen!)

(y: offenes, stimmarmes i; z: stimmhaftes s)

Der große russische Wortschatz ist sauber zusammengesetzt und daher gut ableitbar.

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gestur
05.05.2004 10.04
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Alle romanischen Sprachen

erweisen sich hier als nationalistische Macho-Sprachen:
Heimat = Patria = Vaterland
Mensch = Mann

Im Polnischen ist Heimat = Vaterland

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Ruth Salber-Buchmüller
05.05.2004 08.43
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pays, l'homme, a la maison sagen gar nichts

Auch das Französiche hat kein
Wort für HEIMAT, MENSCH und auch
nicht für „mein Zuhause“, bezw.
zu Hause.
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Ruth Salber-Buchmueller

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Sigmar Salzburg
05.05.2004 03.17
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Das schönste deutsche Wort

Passend dazu finde ich heute in WELT online folgenden Artikel:

Schadenfreude
Das schönste deutsche Wort
von Hanns-Georg Rodek
Am Dienstag startete der Deutsche Sprachrat offiziell seinen Wettbewerb, in dem „das schönste deutsche Wort“ ermittelt werden soll. Auch die schönste Begründung will er prämieren. Hier nennen bekannte Persönlichkeiten ihren Favoriten.
Roland Emmerich, Kino-Regisseur („Independence Day“, „Godzilla“, „The Day After Tomorrow“) aus dem schwäbischen Sindelfingen, seit 15 Jahren auf Amerikanisch in Los Angeles arbeitend: „Ganz eindeutig ,Schadenfreude', denn dafür gibt es im Englischen keine Übersetzung. Das Englische, das sonst so kurz und präzise ist, muss dabei zu langatmigen Umschreibungen greifen: ,To take joy in other people's pain' (sich am Schmerz anderer Leute erfreuen). Dabei ist das ein Gefühl, mit dem man im Filmgeschäft viel zu tun hat. Ich sage dann immer nur: „Oh yes, Schadenfreude!'. Es ist eines jener Worte, die in den englischen Sprachgebrauch eingegangen sind, so wie ,Zeitgeist' und ,Kindergarten'.“

DIE WELT (online) am 5. Mai 2004

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Sigmar Salzburg

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Detlef Lindenthal
04.05.2004 20.52
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Mangelhaftes Englisch

Wenn ich das recht sehe, besitzt das Englische keine eigenen Wörter für die Begriffe
    Heimat,
    Mensch
und
    frei
– Wörter, die von der Kolonialmacht Nr. 1 offenbar nicht vermißt wurden. Viele wichtige Sätze kann man auf englisch nicht bilden, zumindest nicht einfach und eindeutig. Meine jetzige Meinung ist, daß man als Weltsprachen vor allem solche Sprachen haben sollte, die diese genannten Wörter enthalten.
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Detlef Lindenthal

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Detlef Lindenthal
04.05.2004 20.25
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Wortbildung

finde ich eines der spannendsten Sachfelder überhaupt. (Meinen allerersten Beitrag (und den ersten ernsthaften Beitrag überhaupt) in diesem Forum schrieb ich am 1.2.2001 über die Wortbildung.)

Vermute ich richtig, daß die RS„R“ in Sachen Wortbildung etliches Porzellan zu Boden befördert? – Vielleicht sollte man aufgrund des von Ihnen genannten Buches einige Fragen ausarbeiten und die Kultusminister und auch Sprachprofessoren um klärende Beantwortung bitten. (Müßte man für sowas nicht eine Deutsche Sprachakademie haben?)
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Detlef Lindenthal

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gestur
04.05.2004 12.30
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Verfahren der deutschen Wortbildung

Wer sich dafür interessiert, dem sei das Standardwerk: Fleischer/Barz, Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache, Niemeyer Verlag, damals 39,80 DM, empfohlen. Es ist das ausführlichste Buch und hat die Hauptkapitel: 1.) Grundsätze und Grundbegriffe, 2.) Wortbildung des Substantivs, 3.) Wortbildung des Adjektivs, 4.) Wortbildung des Adverbs, 5.) Wortbildung des Verbs.

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gestur
04.05.2004 10.05
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walken und to walk

Die deutsche Sprache ist in einer vergleichbaren Situation wie die altsächsische oder altenglische Sprache, deren inselgermanisches Wortgut von nordgermanischen, niederdeutschen und friesischen, hochdeutschen, keltischen, griechischen, lateinischen und französischen Fremdwörtern überflutet wurde, was zur Auslöschung vieler gleichlautender altenglischer Wörter führte. Die Folge ist die Auflösung der bis dahin konsoziierten altenglischen Wortfamilien und die totale Dissoziierung des englischen Wortschatzes, dessen Wörter nicht mehr ableitbar sind, sondern einzeln gelernt werden müssen. Die deutsche Sprache hat bisher ihr Baukastensystem bewahren können, deshalb ist sie sehr produktiv in der Wortbildung, die englische Sprache dagegen in der Wortgruppenbildung.

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Sigmar Salzburg
04.05.2004 08.11
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Gesundes Walken

Spazierengehen und Walken sind ideal zum Entspannen nach der Arbeit
Gesundheitstipp
von Ingeborg Bördlein

DIE WELT (online) 4. Mai 2004

…und Glückliche dürfen sich schon während der Arbeit entspannen:

Seit fünf Uhr sind auch seine Frau Hilde und der neunundsiebzig Jahre alte Vater Paul auf den Beinen, um beim Walken des Teigs zu helfen.
aus: Unser täglich Brot
http://www.lexi-tv.de/

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Sigmar Salzburg

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Walter Wittkopp
04.05.2004 07.30
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Englisch, Anglisch und Njudeutsch

Für die Wortbildungsfrage finde ich gEsturs Beitrag dermaßen gut, daß ich mir erlaube, letzteren in einen gesonderten Faden zu stellen in der Hoffnung, daß viele Beiträge diesen Betrachtungswinkel gut ausleuchten werden. – W.W.

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