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IGLU
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Sigmar Salzburg
11.12.2012 11.24
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IGLU 2012

Leistungsvergleich von 45 Staaten

Hongkong auf Platz eins, Russland, USA, einige europäische Länder, dann kommt Deutschland: Viertklässler hierzulande erreichen beim Lesen, in Mathematik und in den Naturwissenschaften erneut überdurchschnittliche Leistungen. Im internationalen Vergleich landen die Grundschüler im oberen Drittel. Damit liegt Deutschland laut Bildungsforscher Wilfried Bos auf Augenhöhe mit den Niederlanden, Tschechien, Schweden und Italien.
Das geht aus der aktuellen Iglu-Lesestudie und der Timss-Mathematikstudie hervor, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde…

An der Iglu-Studie hatten 45 Staaten teilgenommen. Erneut liegen die Schüler aus Hongkong bei Lesen und Textverständnis an der Spitze. Die Schüler sind dort ein gutes halbes Schuljahr weiter als deutsche Zehnjährige. Insgesamt erreichen zwölf Staaten deutlich bessere Testleistungen als Deutschland, darunter Finnland, Dänemark, Irland und England…

Beim Lesen haben sich die Grundschüler im Vergleich zu 2006 verschlechtert. Besonders Sachtexte fallen den Kindern schwer. Nach wie vor erreicht mehr als jedes sechste Grundschulkind in Deutschland ein nicht ausreichendes Kompetenzniveau im Lesen, dieser Anteil hat sich im Vergleich zu 2001 nicht verändert

spiegel.de 11.12.2012

In Hongkong stehen Chinesisch und Englisch auf dem Lehrplan, beides Sprachen mit einer Verschriftung, die zig- bis hundertfach schwieriger zu erlernen ist. Das muß man unseren Dasssatz-Reformierern und Verbildungspolitikern immer wieder um die Ohren schlagen:


Rechtschreibrat

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Christoph Kukulies
29.11.2007 07.05
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Re: IGLU 2007

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Sigmar Salzburg
Verständnistest für Grundschüler
mit kleinen Fehlern (nach neuesten Neuregeln falsch: unterstrichen)

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,520219-2,00.html

Eine Aufgabe aus dem Iglu-Test 2007

Die Nächte der jungen Papageientaucher

(von Bruce McMillan)



Man nimmt wohl gerne übersetzte Text nichtdeutscher Autoren. Die kann man dann ganz unverblümt in die neue Beliebigkeitsschreibung übersetzen, während beim Verwenden von deutschen Klassikern ja immer die Gefahr von Entstellung und Fälschung, und damit Bloßstellung dieses Kulturverbrechens lauern würde.
__________________
Christoph Kukulies

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Sigmar Salzburg
28.11.2007 16.26
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IGLU 2007

Verständnistest für Grundschüler
mit kleinen Fehlern (nach neuesten Neuregeln falsch: unterstrichen)

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,520219-2,00.html

Eine Aufgabe aus dem Iglu-Test 2007

Die Nächte der jungen Papageientaucher

(von Bruce McMillan)

Jedes Jahr besuchen schwarz-weiße Vögel mit orangefarbenen Schnäbeln die isländische Insel Heimaey. Diese Vögel heißen Papageientaucher. Wegen ihrer bunten Schnäbel und schwerfälligen Bewegungen sind sie als die „Clowns der Meere“ bekannt. Besonders beim Starten und Landen fliegen die Papageientaucher sehr ungeschickt, weil sie untersetzte Körper und kurze Flügel haben.

Hella wohnt auf der Insel Heimaey. Jeden Tag sucht sie den Himmel ab. Während sie von einer Klippe über dem Meer aus den Himmel beobachtet, entdeckt sie den ersten Papageientaucher der Saison.

Sie flüstert liese: „Lundi“, das heißt auf Isländisch 'Papageientaucher'.

Bald ist der ganze Himmel von ihnen bedeckt – Papageientaucher, überall Papageientaucher. Sie kommen gerade von hoher See zurück, wo sie den Winter verbracht haben. Nun kehren sie zurück zu Hellas Insel und zu den benachbarten unbewohnten Inseln, um Eier zu legen und ihre Küken aufzuziehen. Die „Clowns der Meere“ suchen jedes Jahr dieselben Nisthöhlen auf. Sonst kommen sie überhaupt nicht an Land.

Hella und ihre Freunde klettern über die Klippen, um die Vögel zu beobachten. Sie sehen, wie Männchen und Weibchen ihre Schnäbel aneinander tip-tip-tippen. Jedes Pärchen wird bald ein Ei tief in den Klippen ausbrüten. Wenn die Küken geschlüpft sind, werden die Eltern Fisch nach Hause bringen, um sie damit zu füttern. Jedes Küken wird zu einem Jungvogel heranwachsen. Wenn die Jungen ihre ersten Flugversuche unternehmen, sind die Nächte der jungen Papageientaucher gekommen. Obwohl bis dahin noch viele Wochen vergehen werden, denkt Hella schon jetzt daran, ein paar Pappkartons vorzubereiten.

Den ganzen Sommer über fischen die erwachsenen Papageientaucher und sorgen für ihre Küken. Im August sind die Nisthöhlen von Blumen bedeckt. Wenn die Blumen in voller Blüte stehen, weiß Hella, dass das Warten auf die Nächte der jungen Papageientaucher nun ein Ende hat.
Die Küken sind in ihren versteckten Nestern zu Jungvögeln herangewachsen. Jetzt ist es Zeit für Hella und ihre Freunde, ihre Pappkartons und Taschenlampen für die Nächte der jungen Papageientaucher bereit zu halten. Heute Nacht geht es los. Während der nächsten beiden Wochen werden die Jungvögel die Inseln verlassen, um den Winter auf hoher See zu verbringen.

Im Dunkel der Nacht verlassen die Jungvögel ihre Nisthöhlen und versuchen zum ersten Mal zu fliegen. Von den hohen Klippen aus flattern sie los, aber sie kommen noch nicht weit. Die meisten plumpsen unversehrt ins Meer. Aber einige lassen sich vom Lichtschein des Dorfes verwirren – vielleicht halten sie ihn für Mondlicht, das sich auf dem Wasser spiegelt. Jede Nacht machen Hunderte von jungen Papageientauchern eine Bruchlandung im Dorf. Vom Boden aus können sie nicht losfliegen, und so laufen sie umher und versuchen sich zu verstecken.

Hella und ihre Freund verbringen nun jede Nacht damit, nach den gestrandeten Jungvögeln zu suchen. Aber die Hunde und Katzen des Dorfes sind ebenfalls auf der Suche. Selbst wenn die Katzen und Hunde sie nicht zu fassen kriegen, können die jungen Papageientaucher von Autos oder Lastwagen überfahren werden. Die Kinder müssen die verirrten jungen Papageientaucher unbedingt als erste finden! Um zehn Uhr abends sind alle Kinder auf den Straßen von Heimaey unterwegs.

Hella und ihre Freunde beeilen sich, die Jungvögel zu retten. Mit Taschenlampen bewaffnet, ziehen sie durchs Dorf und schauen in alle dunklen Ecken. Hella entdeckt einen Jungvogel. Sie rennt hinter ihm her, schnappt ihn und setzt ihn sicher in einen Pappkarton.

Zwei Wochen lang schlafen die Kinder von Heimaey morgens lange aus, damit sie nachts noch unterwegs sein können. Sie retten tausende von jungen Papageientauchern.
Sie nehmen die geretteten Jungvögel für die Nacht mit nach Hause. Am nächsten Tag gehen sie mit Kisten voller junger Papageientaucher hinunter zum Strand.

Nun ist es Zeit, die Vögel freizulassen. Hella lässt als erste einen frei. Sie hält ihn ganz hoch, damit er sich daran gewöhnen kann, mit den Flügeln zu schlagen.

(aneinander tippen könnte auch falsch sein.)


– geändert durch Sigmar Salzburg am 29.11.2007, 07.02 –

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Jörg Metes
08.04.2003 11.01
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IGLU

Über die Bildungsstudie IGLU (Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung), deren Ergebnisse gestern vorgestellt wurden und, wie etwa die „Welt“ heute meldet, zufrieden stellend sind, kann man sich auf diesen Internetseiten informieren.

Die beiden Texte, mit denen die Lesefähigkeit der Kinder getestet wurde, folgten in der Zeichensetzung interessanterweise der bewährten Rechtschreibung: vor erweiterten Infinitiven und zwischen mit „und“ verbundenen Hauptsätzen waren Kommas gesetzt. In Schul- und Kinderbüchern werden solche Kommas seit der Reform bekanntlich meist weggelassen. Die Lesbarkeit der Texte wurde also eigens für diesen Test erhöht, um eine Lesefähigkeit nachzuweisen, die den Kindern im schulischen Alltag nichts nützt. Im Schulalltag bekommen sie es ja wieder mit Texten zu tun wie diesem, aus dem Herr Salzburg heute im Gästebuch zitiert hat:

»„Ich habe mich aber bedankt das verwilderte Wesen für einen andern herzustellen ... allein wir würden uns hüten dieselbe zu hoch hinaufzutreiben ...“ „Da könnte man eine schöne Geschichte anrichten!“, antwortete Manz, „wir haben so genug zu tun diesem Geiger das Heimatrecht in unserer Gemeinde abzustreiten, ...“«

(„Romeo und Julia auf dem Dorfe“ in der Fassung von „EINFACH DEUTSCH“, Schöningh 1999, Seiten 8 und 9)
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Jörg Metes

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