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Sigmar Salzburg
13.01.2013 12.22
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Raffiniert einsilbig

Zebramangusten kommunizieren über informationsgeladene Mini-Rufe

Welches Gruppenmitglied hat da gegrunzt und was macht es gerade? Zebramangusten wissen das, denn die unscheinbaren Laute der Tiere haben es offenbar in sich, wie ein Biologenteam berichtet. Mit einsilbigen Rufen können die putzigen Savannenbewohner demnach Gruppenmitgliedern ihre Identität und momentane Beschäftigung mitteilen. Obwohl die Laute nur 50 bis 150 Millisekunden dauern, sind sie klar strukturiert und daher sogar mit der menschlichen Sprache vergleichbar, sagen Marta Manser von der Universität Zürich und ihre Kollegen. […]

Die Tiere einer Gruppe können Mitglieder anhand des charakteristischen Rufs unterscheiden, beobachteten die Verhaltensforscher. Mangusten verfügen außerdem über ein breites Spektrum an Lauten mit denen sie Tätigkeiten koordinieren können und den Gruppenzusammenhalt aufrechterhalten. „Unsere Ergebnisse weisen nun darauf hin, dass das Eingangsgeräusch eines jeweiligen Rufes Auskunft über die Identität des rufenden Tiers gibt“, berichtet Jansen. Der zweite, mehr klangliche und einem Vokal ähnliche Teil der Lautäußerung informiere dagegen über die aktuelle Tätigkeit des Rufers, so die Ergebnisse der Biologen.

Damit zeigen sie nun erstmals, dass eine Tierart über Lautäußerungsstrukturen verfügt, die eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Vokal- und Konsonantensystem der menschlichen Sprache haben. Die Forscher sind allerdings überzeugt, dass Zebramangusten nicht die einzigen sind, die Silben strukturieren können. „Das Beispiel der Zebramangusten zeigt, dass sogenannte einfache tierische Lautäußerungen weitaus komplexer sein können, als man bisher für möglich hielt“, sagt Co-Autor David Jansen von der Universität Zürich.

wissenschaft.de 10.1.2013

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Sigmar Salzburg
02.01.2013 16.37
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Digitale Lernmethoden erschweren das Erlernen der komplexen Schriftzeichen

Chinesische Kinder verlernen das Lesen

Die chinesische Schrift existiert seit mehr als 3.000 Jahren. Doch die jüngste Generation von Chinesen hat immer mehr Probleme, die komplexen Zeichen zu entziffern. Schuld daran sind neue, digitale Lernmethoden, die an vielen Schulen das traditionelle Nachmalen der Schriftzeichen mit der Hand verdrängt haben...


In den im Rahmen der Studie durchgeführten Tests hatten ein Drittel bis über die Hälfte der rund 6.000 getesteten Schulkinder der dritten bis fünften Klasse schwerwiegende Leseschwierigkeiten. Das sei weit mehr als jemals zuvor festgestellt, sagen Li Hai Tan und seine Kollegen. Mitte der 1990er Jahre habe der Anteil von Kindern mit Leseproblemen nur zwischen 1,9 und 7,9 Prozent gelegen.

Den Hauptgrund für die zunehmende Leseschwäche der Kinder sehen die Forscher in der auf Computern basierenden sogenannten Pinyin-Lernmethode an Chinas Schulen. Dabei tippen die Schüler auf einer lateinischen Tastatur den Laut des gewünschten Worts ein – beispielsweise „li“ für Birne – und erhalten dann eine Auswahl chinesischer Schriftzeichen, die „li“ ausgesprochen werden. Aus diesen suchen sie dann das korrekte Zeichen aus.

„Durch diese Technik lernen die Kinder nicht mehr, die grafischen Formen, aus denen die komplexen Zeichen zusammengesetzt sind, zu schreiben und so visuell-räumlich zu analysieren“, sagen Li und seine Kollegen. Um den Kindern das Lesenlernen zu erleichtern, mussten sie früher jedes Zeichen wiederholt abzeichnen. Auf diese Weise sei die Verknüpfung der Formen mit der Bedeutung des Schriftzeichens im Gedächtnis der Kinder verankert worden…

Die chinesische Schrift habe zwar bisher die technologischen Herausforderungen des digitalen Zeitalters überstanden. Jetzt aber zeige sich, dass die computergestützte Kommunikation auch eine Schattenseite habe: Sie störe offenbar ein effektives Lernen der Jahrtausende alten Schrift.

wissenschaft.de 2.1.2013

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Sigmar Salzburg
18.12.2012 09.51
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Urte

Wie schon einmal erwähnt, stieß ich bei der Fahndung nach den Vorfahren meiner Kinder auf den weiblichen Vornamen „Urte“.
Wikipedia schreibt dazu:


Über Herkunft und Bedeutung des Vornamens Urte gibt es mehrere Theorien:
• kommt aus dem Baltikum und bedeutet die mit dem Schwert vertraute
• baskische Form von Ruth
• dänisches Wort: Kräuter
• Abwandlung von Urd
• Baltische Kurzform von Dorothea
• auch als Kurzform vom Ortrud

Im „Wiktionary“ dagegen wird die erste Deutung nicht erwähnt, eine mögliche Herkunft aus dem Baltischen nur angedeutet, aber ausgiebig eine Ableitung von „Dorothea“ ausgebreitet. Im Zuge meiner Nachforschungen fiel mir auf, daß der Name „Urte“ in den Adreßbüchern des Memelgebietes hundertfach vertreten ist, bei unseren Vorfahren auch vor 1800. Leider fehlt mir die Kenntnis des Litauischen und Lettischen, obwohl mir ein Lette versicherte, auch Gotisch wäre fast wie Lettisch – was ich kaum glauben kann. Vielleicht findet sich ja mal ein Experte, der darüber aufklären kann.

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Sigmar Salzburg
13.11.2012 08.22
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Spiegel-Phonetik

Chinas neue Bosse
Xi, Li und viele Zungenbrecher

… Doch wie spricht man die Namen der neuen Bosse aus? Ein kleiner Kurs in Phonetik…
Man stelle sich vor, US-Präsident Barack Obama würde von einem chinesischen Staatsgast wie ein ehemaliger deutscher Fußballstar angeredet werden: „Ballack“. Oder aus Kanzlerin Angela Merkel würde eine Angela „Murkel“ oder gar Angela „Ferkel“ werden. :-(

spiegel.de 13.11.2012

Die Stolperfalle ist eigentlich die künstliche Pinyin-Umschrift, die in der Volksrepublik eingeführt wurde. Es gab bessere Systeme, aber man wollte Digraphen vermeiden und ließ sie nur als sh und zh zu. Am befremdlichsten ist die Umdeutung des ursprünglich semitisch gutturalen q zu einem scharfen tj-Laut. Die Darstellung der Vokale ist nicht immer eindeutig. Bei „lü“ (Esel) nimmt man sogar die deutschen Pünktchen zu Hilfe, während im übrigen das u in Verbindung mit y wie ü ausgesprochen wird.

Daß die Töne (hoch, steigend, fallend, fallendsteigend) bedeutungsentscheidend sind und zu Mißverständnissen führen können, wird in dem Artikel gar nicht erwähnt.

Bekannt ist die Geschichte aus der britischen Kolonialzeit, nach der ein Gouverneur die Ausschmückung einer Festlichkeit mit vierzig Fahnen aller Nationen befahl und tatsächlich dann vierzig ebensolche Tänzerinnen vorgeführt wurden.

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Sigmar Salzburg
05.11.2012 12.21
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Blick ins 18. Jahrhundert

1946 wohnte ich mit Mutter und Schwester auf der Insel Fehmarn in einer verlassenen Militärbaracke, genau an der Stelle, wo heute die Fähren über den Belt nach dem dänischen Gjedser auslaufen. Vom Ufer aus konnte man bei guter Sicht die große Insel Laaland sehen. In Dänemark nutzten die Rechtschreibreformer in der allgemeinen Erschöpfung nach dem Kriege die Gunst der Stunde, um mit Hilfe der Presse ihre Obsessionen durchzusetzen. 1948 wurde die „ gemäßigte“ Kleinschreibung eingeführt, sowie unter anderem das Sonderzeichen å. Von daher hätte man eine Insel „Låland“ erwarten dürfen, aber der Name wurde zu „Lolland“ reformiert.

Sechzig Jahre später rudern nun manche Städte zurück. Århus will wieder Aarhus sein, um vorne im Alphabet zu stehen.

Von dort hat sich jetzt überraschend im Zuge meiner Familienforschung auf dem Umweg über die USA eine 82jährige Dame gemeldet, die einen gemeinsamen Vorfahren ausfindig gemacht hat. Er wurde 1752 im jütländischen Uth geboren.

Während der Durchforschung Tausender Kirchenbuchseiten in kalligraphischer bis unleserlicher Ausführung, deutsch wie dänisch natürlich in alten Schreibweisen, stößt man mitunter auch auf Skurriles. So gibt es im Kirchenbuch von Vojens ein „
Deprecanten-Register“, in dem die Abbüßung von Strafen bescheinigt wird, z.B. 1767 einem Peder Christensen. Dieser „Mand hende begaant Horerie med Else Pedersdaatter af Jægerup“. Oder „Daß Hans Nissen und Maren Hanses [daatter] aus Jægerup, die ihnen ob anticipatum Concubitum dictirte 3 tägige Gefängniß Strafe bey Wasser und Brodt gebüßet … Attestiret Hadersleben den 20 Februar: Anno 1786.

Bei der Suche, wo im Deutschen das Wort „Deprecation“ gebraucht wurde, zeigte mir das frakturschwache Google.books einen Satz aus einer Wiener Unterhaltungszeitschrift „Der Sammler“ von 1823 an:


»Aber wie vereinigt sich diese Sprache mit jener Deprecation ?“ sragre Laura , sich fanfr zurückbiegend. »Alfo auch hierüber soll ich beichten?“ rief Wefpe.

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Sigmar Salzburg
25.08.2012 20.55
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Warum nicht aus China?

Deutsch stammt aus der Türkei

Eine Studie im Fachmagazin „Science“ kommt nun zu dem Ergebnis, dass einige Wörter, die Menschen heute auch in Deutschland verwenden, ihren Ursprung in Anatolien haben…

Treibende Kraft war laut der Studie die Landwirtschaft: Archäologische Untersuchungen zeigten, dass sich Bauern in der Jungsteinzeit zunächst in Anatolien ansiedelten. „Unser Sprachstammbaum stimmt genau mit der Ausbreitung der Bauern über den Balkan bis nach Nordeuropa überein“, schreiben die Forscher.

Doch das Ergebnis stößt nicht überall in der Fachwelt auf Zustimmung: David Anthony, Archäologe vom Hartwick College in Oneonta (US-Bundesstaat New York), kritisiert in einem Begleitartikel zur Studie, dass Atkinsons Team seine Untersuchung auf einzelne Wörter gestützt, Grammatik und Sprachstruktur aber außer Acht gelassen hätte.

spiegel.de 24.8.2012

Mit ähnlicher Methodik, aber besserer Sprachkenntnis hat Tsung-tun Chang nachgewiesen, daß etwa die Hälfte des Alltagswortschatzes des Altchinesischen mit indogermanischen Wortwurzeln übereinstimmt. (Festschrift für Günther Debon, Heidelberg 1986, S. 49).

Beispiele:
Himmelsgott „deiuo“ altchin. „dei[g]“, heute „tì“;
Gans „ĝhand/s“ altchin. „gand“, heute „jèn“¹;
Pferd „mark-“ altchin. „mo:g“, heute „mã“.


¹) yàn Wildgans (in Rüdenberg Nr. 8719 雁 )

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Sigmar Salzburg
09.08.2012 03.53
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Chinesisch

Der Vatikan sandte an die Muslime der Welt eine Botschaft – sicher nicht uneigennützig.
Die deutsche Fassung wurde nur „reformiert“ veröffentlicht. Chinesisch sprechende Muslime dürfen den Text sowohl in traditioneller als auch in vereinfachter Schrift lesen. Das bietet eine Möglichkeit, die beiden zu vergleichen:


PÄPSTLICHER RAT FÜR DEN INTERRELIGIÖSEN DIALOG
BOTSCHAFT ZUM ENDE DES RAMADAN
‘ID AL-FITR 1433 H./2012 A.D.


Wir freuen uns mit euch über diese privilegierte Zeit, die euch die Möglichkeit gegeben hat, durch das Fasten und andere fromme Werke, den Gehorsam gegenüber Gott zu vertiefen...

我們與你們因這寶貴時期而共同歡欣喜悅,在此期間各位透過齋戒與其他祈禱方式加深了對主的服從 …

我们与你们因这宝贵时期而共同欢欣喜悦,在此期间各位透过斋戒与其他祈祷方式加深了对主的服从 …

vatican.va 6.8.2012

Das erste Zeichen, „wo“ (ich), ist unverändert geblieben. Es wird zu „women“ (wir) gemacht durch die folgende Pluralsilbe „men“ , die durch ein Tor („men“) dargestellt wird mit einem vorgesetzten schmalen Zeichen für „Mensch“ [řen]. Das traditionelle „Tor“ wird nach chinesischer Zählung mit sieben Strichen geschrieben. Unser Lehrer, Herr Lu, verglich es immer mit einer schönen alten zweiflügligen Tür und die auf drei Striche „vereinfachte“ Tür in der Zeile darunter mit der modernen gesichtslosen Leichtmetallkonstruktion. Das gleiche Zeichen folgt noch einmal kurz darauf für „nimen“(ihr, euch).

Zum Zeitunglesen braucht man annähernd zweitausend Zeichen, so daß die Chinesen dafür die genaue Lage von gut 14000 Strichen lernen müssen, vereinfacht etwas weniger. Unser Alphabet läßt sich auf ungefähr 70 Striche zurückführen. Ein geringer Lernaufwand entsteht durch die unterschiedliche Verwendung in der Verschriftung. Dennoch meinten unsere irren Reformfanatiker, hier noch unnütze und verwirrende „Vereinfachungen“ vornehmen zu müssen.


Nachtrag: Buchempfehlung – Cecilia Lindqvist:„Eine Welt aus Zeichen“ Droemer 1989, „men“ s.S. 287; wunderschöne Darstellung von Sinngehalt und Geschichte der chinesischen Schriftzeichen – noch in deutscher Kulturrechtschreibung!

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Sigmar Salzburg
27.07.2012 08.57
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Mine/Miene

In der Sommerausgabe der „Deutschen Sprachwelt” steht auf Seite 10 in der Spalte „Wortwelt“ neben dem „entbehrlichen Fremdwort to go“ auch das „richtig geschriebene Wort Mine/Miene“, die beide vom französischen „mine“ abstammen sollen, wobei das zusätzliche „e“ seit dem 18. Jahrhundert wohl zur Unterscheidung des Gesichtsausdrucks von der Bleistiftmine, der Landmine und der Silbermine beitragen sollte.

In meinem Etymologischen Wörterbuch wird eine Herkunft des altfranz. mine ‚Erzgang“ von einem gallischen *mina vermutet, das mit kymrisch „mwyn“ ‚Erz‘ und keltisch *meina ‚rohes Metall‘ verwandt sein soll.

Früher las ich einmal, „Mine“ sei das einzige aus dem Sumerischen stammende Fremdwort im Deutschen – wenn man denn hier eine Beziehung zur lateinischen ‚mina‘ herstellen dürfte, einer Gewichts- und Silberwährungseinheit, die über die griechische ‚μνᾶ‘ (434g) aus dem vorderen Orient stammt.

Nach neuerer Darstellung soll das Wort ‚manum‘ aus dem Akkadischen in die ältere Kultur der Sumerer eingedrungen sein. Es wurde dort mit den Zeichen MA.NA geschrieben. Es heißt im ältesten Gesetzestext: „Tukumbi luu dam indada, 1 mana kug babba iblae“. „Wenn ein Mann seine Ehefrau verlassen möchte, zahlt er eine Mine (ca. 500g) Silber“.

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Sigmar Salzburg
19.07.2012 18.27
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Ein Lesestück aus dem alten China

Die Schrift.

Die Kulturvölker haben alle eine Schrift. Mag sie auch in ihrer Struktur bei den einzelnen verschieden sein, so ist doch die Anwendung die gleiche. Die Schrift unseres Landes wurde schon sehr früh konstruiert. Als Herr P’ao-hi die 8 Diagramme zeichnete, war das tatsächlich der Anfang der Schrifterfindung. Ts’ang-kieh, der Historiograph des Gelben Kaisers hat in Anlehnung an die Fußspuren der Vögel und Tiere Dokumente angefertigt. Das war die ‚Alte Schrift‘, das Ku-wen.

Der Großhistoriograph Choù des Königs Süan der Chou schuf die große Siegelschrift, Chuan. Sie wich etwas von der ‚Alten Schrift‘ ab und hieß auch Chou-Schrift. Als Ts’in das Reich zusammenfaßte, wurde das (amtliche) Schriftwesen vereinheitlicht. Li Szě schuf die Kleine Chuan und Ch’eng Miao erfand die Kurialschrift, Li-shu; Wang Tz’ě-chung erfand die achtteilige Schrift. Darauf wurde die Schrift von Tag zu Tag schneller vereinfacht.

Aber erst als Shi Yu der Han-Zeit das Buch der Notizschrift schrieb, löste er die Form der Kurialschrift auf zur freien Handschrift, Grasschrift. In der späteren Han schuf dann Liu Têh-sheng wieder die Kurrentschrift. Also ist der Kleine Chuan einfacher als der Große Chuan. Und was die Schnellschrift (Grasschrift) und Kurrentschrift anlangt, so waren sie (an Einfachheit) noch einfacher.

Als in späteren Generationen die Amtssachen täglich dichter wurden, wurde auch die Anwendung der Schrift täglich verbreiteter. Daher wurden die Schriftzeichen, je mehr sie durch Weiterzeugung in ihrer Zahl wuchsen, in ihrer Form durch Änderung immer um so einfacher. Durch die Vereinfachung meisterte (begegnete) man ihre Menge, bis sie danach für den Gebrauch geeignet waren.

Übersetzung aus: Erich Haenisch, Lehrgang der klassischen chinesischen Schriftsprache, VEB Verlag Enzyklopädie Leipzig 1975; erstes Vorwort von 1931.

Umschrift nach Wade; heute üblich in der VR: Pinyin.

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Sigmar Salzburg
11.07.2012 08.16
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Sprachverbote

Das syrisch-orthodoxe Kloster Mor Gabriel im Südosten der Türkei hat am Dienstag einen jahrelangen Rechtsstreit gegen das türkische Schatzamt verloren. Bei dem Prozeß vor dem höchsten Berufungsgericht ging es um die Eigentumsrechte an etwa 28 Hektar großen Grundstücken, die jetzt auf den türkischen Staat übergehen…

Im Berufungsverfahren wurde dies aufgrund angeblich verlorengegangener Akten nicht mehr anerkannt. Das Kloster wird bereits seit Jahren von Kurden in der Umgebung bedrängt, die mit Unterstützung der islamischen Regierungspartei AKP Druck auf die Christen ausüben. Auch der Religionsunterricht auf Aramäisch wurde den Mönchen verboten.
jungefreiheit.de 10.7.2012

Sprachverbot also nicht nur für Kurden, sondern auch für andere aus(zu)sterbende Sprachgruppen:

Wikipedia: Seit Jahrzehnten werden aramäisch-sprachige Christen in der Türkei verfolgt und vertrieben (siehe Völkermord an den Aramäern). Heute leben nur noch einige Tausend Aramäer in der Türkei, um 1915 waren es weit über 100.000 in Ostanatolien. Seit dem 6. Oktober 1997 besteht in der Türkei ein offizielles Unterrichtsverbot für Aramäisch [der Sprache Jesu]. Selbst Klöstern, die mehr als 1500 Jahre nachweislich im christlichen Besitz sind, droht die Enteignung durch den Staat (siehe Kloster Mor Gabriel).

P.S.: Am gleichen 6. Oktober 1997 beschäftigte sich auch das bayerische Kultusministerium mit der Beschneidung unserer Sprache. Die dort vorgebrachte Betrugsstatistik wurde hier untersucht.

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Sigmar Salzburg
06.07.2012 10.35
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Der tschechische Sonderweg

Jan Hus – Reformator der tschechischen Rechtschreibung
06-07-2012 | Markéta Kachlíková

Willkommen bei Tschechisch gesagt, liebe Hörerinnen und Hörer. Auch unser heutiger Sprachkurs steht im Zeichen des Staatsfeiertages. Jan Hus war nämlich nicht nur ein bedeutender Kirchenreformator, sondern auch ein Reformator der tschechischen Rechtschreibung – pravopis.

Die Tschechen verdanken Jan Hus eben das, was für Tschechisch heute so typisch ist – die Häkchen – háčky und Striche – čárky. Einen Strich schreibt man über einem Vokal – samohláska, der lang ausgesprochen wird: á, é, í, ó, ú, ý. Ein Häkchen – háček steht wiederum über so genannten weichen Konsonanten – měkká souhláska – ž, š, č, ř, č, ď, ť, ň. Und außerdem noch über dem weichen e – ě. Ein spezifisches Zeichen ist ein kleiner Kreis – kroužek, der über dem langen u mitten im Wort geschrieben wird – ů.

Diese Zeichen heißen diakritische Zeichen – diakritická znaménka. Sie haben die so_genannten spřežky ersetzt, die im Tschechischen früher üblich waren. Die weichen Konsonanten wurden durch eine Zusammenrückung mehrerer Buchstaben zum Ausdruck gebracht, so wie man es bis heute im Deutschen, wie zum Beispiel bei sch, tut. Eine spřežka wurde im Tschechischen aber behalten, und zwar „ch“, geschrieben als „c“ plus „h“.

Die diakritische Rechtschreibung – diakritický pravopis wird in der lateinisch geschriebenen Schrift „De orthographia Bohemica“ Anfang des 15. Jahrhunderts zum ersten Mal vorgeschlagen. Dort stehen Striche über den langen Vokalen und Punkte über den weichen Konsonanten, aus denen sich später die Häkchen entwickelt haben. Diese Schrift wird eben Jan Hus zugeordnet, obwohl seine Autorschaft in der letzten Zeit in Zweifel gestellt wird. Sie wurde allerdings nicht widerlegt, und so gilt Jan Hus weiterhin als Reformator der tschechischen Orthographie. Auf Wiederhören in einer Woche! Na slyšenou za týden!

radio.cz 6.7.2012

Jan Hus (* um 1369; † 6. Juli 1415 in Konstanz), Theologe, Prediger und Reformator. Er war zeitweise Rektor der Karls-Universität Prag und wurde während des Konzils zu Konstanz, da er seine Lehre nicht widerrufen wollte, auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

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Sigmar Salzburg
01.07.2012 11.03
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Chinesische Schreibreformplanungen 1950

Im Gegensatz zum unsinnigen Putzfimmel der deutschen Schreibreformer waren die Bemühungen der chinesischen Kommunisten um eine Schriftreform Anfang der 50er Jahre durchaus begründet. Aber schließlich wurde die Zahl der Zeichen doch nicht, wie geplant, auf 800 vermindert, sondern nur einfachere aus schon vorhandenen gewählt oder geschaffen. Man braucht weiterhin 2000 Zeichen, um eine Zeitung lesen zu können und kann erst ab einer Kenntnis von 3-4000 Zeichen als gebildet gelten. Das hinderte die Chinesen nicht, die Deutschen mit ihrer dummen ss-Reform in der Raumfahrttechnik weit hinter sich zu lassen.

Spiegel 20.04.1950

CHINESISCH
Dem letzten Kuli


Nur wer mindestens 2000 Schriftzeichen kennt, konnte bisher eine chinesische Zeitung lesen. Wer aber etwa Stalin, Lenin und Marx studieren wollte – und diese drei haben jetzt ihre chinesische Konjunktur – , mußte selbst für die einfacheren Werke noch 3000 bis 6000 neue Zeichen dazu lernen. Etwa 40000 verschiedene Zeichen hat das Chinesische im ganzen. Mit solch einer Schrift ist keine Massenpropaganda – A und O kommunistischer Volksbeherrschung – möglich. Mao Tse-tung hat darum einen Sachverständigenausschuß eingesetzt, der die chinesische Schrift soweit wie möglich vereinfachen soll.

Die alte chinesische Schrift besteht nicht aus Buchstaben, sondern aus Zeichen und Zeichnungen, die Begriffe bedeuten. Ganz entscheidend für den Sinn der Zeichen ist außerdem der Betonungsstrich, der Akzent, der die Aussprache angibt. Das Schriftzeichen „Tschi“ kann beispielsweise, je nach seiner Betonung, „wissen“, „wollen“, „gerade“ oder „Finger“ bedeuten.

Schon zu Anfang des chinesischen Bürgerkrieges, in den Jahren 1928 bis 1935, versuchten die Kommunisten, ein aus 24 Buchstaben bestehendes ABC fürs Chinesische einzuführen. Der Plan fiel durch. Er scheiterte aus dem gleichen Grunde, aus dem die russischen Kommunisten trotz einer Empfehlung Lenins davon absahen, für die Sowjetunion die lateinische Schrift einzuführen: die Völker waren zu konservativ und traditionsgebunden.

Die Roten paßten sich an: sie kreierten eine neue 800-Zeichen-Schrift auf der Basis der alten. In den Provinzen, die schon länger rot sind, gibt es heute kaum eine größere Ortschaft, die nicht ihre 800-Zeichen-Zeitung hat.

Jeder Schüler in diesen Gegenden wurde verpflichtet, sich auf Straßen und Feldwegen mit einer Tafel aufzustellen, auf der eine Anzahl der neuen 800 Zeichen aufgemalt war. Die Passanten mußten stehen bleiben, die neuen Zeichen lernen und, falls sie noch einmal vorbeikamen, sich abhören lassen.

Aber selbst diese 800 Zeichen sollen nun vereinfacht werden. Sie sind für Maos Propaganda noch zu kompliziert und vielfältig. Auch dem letzten Kuli und dem letzten Reisbauern wird man dann unschwer kommunistische Ideen eintrichtern können.

spiegel.de 20.04.1950

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Sigmar Salzburg
09.06.2012 16.47
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Orthographische Anpassungen

Brasilien: Hunsrücker Platt wird zweite Amtssprache

In Brasilien sprechen fast zwei Millionen Menschen das Riograndenser Hunsrückisch, vor allem in Orten, die von deutschen Einwanderern gegründet wurden. Der Dialekt wird in Schulen gelehrt und ist teilweise als zweite Amtssprache anerkannt…


Im Hunsrückort Gehlweiler dreht Edgar Reitz seinen Film „Die andere Heimat“. Darin beschreibt der Regisseur, der mit seiner Heimat-Trilogie Filmgeschichte geschrieben hat, das Schicksal Hunsrücker Auswanderer nach Brasilien. Die Auswanderung nach Brasilien war für Tausende die einzige Möglichkeit, dem Elend zu entgehen. Heute ist Hunsrücker Platt in Brasilien teilweise zweite Amtssprache.

Hunsrück. „Hunsrickisch wód de énsiche chprooch, wo ich wust chpreche bis ich in di chuhl gang sinn“, erklärt ein junger Mann aus Brasilien. Riograndenser Hunsrückisch nennt sich sein Dialekt, der sich aus Teilen des um Morbach, Idar-Oberstein, Rheinböllen, Simmern und Kastellaun gesprochenen „Hunsrücker Platts“ zusammensetzt.

Dieser Dialekt hat mittlerweile eine ans Portugiesische angelehnte Schreibweise, wird in Schulen gelehrt und teilweise sogar als zweite Amtssprache anerkannt…

Um das Hunsrückisch zu unterstützen, bildete sich im Jahr 2004 die Initiative „Option für Hunsrückisch“ um Solange Hamester Johann, Autorin des Lehrbuchs „Mayn Eyerste 100 Hunsrik Werter“. Zusammen mit Professor Mabel Dewes lud sie 2004 deutsche Spezialisten und Wissenschaftler nach Brasilien ein, um an einer neuen Orthografie des Dialekts zu arbeiten. Diese sollte mehr an die Aussprache des Portugiesischen angepasst sein, um die Schreibweise des Riograndenser Hunsrückisch an die Art des Schreibens in den lateinamerikanischen Gebieten anzugleichen.

So sollte die Sprache gestärkt und für weitere Generationen erhalten bleiben, erklärt Dewes…

Unter dem Motto „Das ist unsere chprooch!“ gibt es auf http://www.hunsrickisch.blogspot.com einen Blog über Riograndenser Hunsrückisch zu lesen, mit kleinen Texten auf Hunsrückisch und Portugiesisch und Grammatikübungen.

volksfreund.de 23.5.2012

Im deutschen Mutterland sollte das Hochdeutsch ebenfalls stamm(e)lich „gestärkt“ werden – hier aber für weitere Generationen erhalten bleiben durch Anpassung an die englische Orthographie. „Cleverness“ geht ja neuerdings wundervoll mit „Wildniss“ zusammen.

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Sigmar Salzburg
18.12.2011 15.28
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Wikipedia-Unsinn

Die Khmer sprechen die Khmer-Sprache, die zur Familie der Mon-Khmer-Sprachen gehört. Die Khmer-Schrift leitet sich von den indischen Silbenschriften her.
wikipedia

Die indische Schrift, in der heute Sanskrit, Pali, Hindi u.a. geschrieben werden, ist keine Silbenschrift. Sie stammt, wie fast alle Buchstabenschriften, entfernt vom vokallosen phönizischen Alphabet ab und wurde durch Zusatzzeichen vokalisiert, wobei der häufige Vokal „a“ nicht bezeichnet wurde. Bemerkenswert ist die streng phonetische Anordnung der Buchstaben im Alphabet, die einen hohen Stand der altindischen Sprachwissenschaft erkennen läßt.

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Sigmar Salzburg
14.12.2011 17.56
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Arabisch und Deutsch

Mein Deutschland

Das innere Leben einer Sprache

Eine Kolumne von Aktham Suliman

In arabischen Ländern wird die Suppe getrunken, in Deutschland wird sie gegessen.

Es gibt auch Vorteile, wenn man eine Sprache erst im Erwachsenenalter lernt. Kinder lernen keine Sprache, sie sprechen sie, Erwachsene schon, und entwickeln dabei eine ganz andere Beziehung dazu, jenseits von Selbstverständlichkeiten. Wäre etwa der syrisch-stämmige und äußerst erfolgreiche deutsche Autor Rafik Schami in Deutschland geboren und aufgewachsen, hätte er sicherlich niemals sein besonderes Verhältnis zum "ß" entwickelt. Bei einem Interview nach der Rechtschreibreform klagte der Geburts- und Gefühls-Damaszener, dass ihm das reformbedingte Ersetzen von "ß" durch „ss“ seinen Lieblingsbuchstaben raube, „einen Buchstaben mit Nase und Bauch“. Eine Form- und Kurvenwahrnehmung, wie sie bei Muttersprachlern wohl kaum möglich wäre.

Die Beziehung zu einer später erlernten Sprache bleibt etwas Besonderes, und besonders schwierig, wenn es um die Aussprache geht. Wissenschaftler behaupten, dass man das, was man in den ersten sechs Monaten seines Lebens nicht gehört hat, später niemals vernünftig von sich wird geben können. Und wann sollte ein arabisches Kind Buchstaben wie "ü" und "ö" hören, wenn seine Mutter nicht gerade in der deutschen Botschaft entbunden hat? Ein arabischstämmiger Neudeutscher kann sich nur fragen, welcher Geist um alles auf der Welt auf die Idee kam, mit zwei Punkten über das „u“ und das „o“ die Araber über den jüngsten Tag hinaus zu ärgern? Denn wenn diese nicht über den ersten Punkt über dem "ü" oder "ö" stolpern, dann spätestens über den zweiten.

Noch interessanter als Form und Aussprache der Buchstaben ist aber das innere Leben einer Sprache, das nur mühsam ertastet werden kann und quantitativ nicht zu erfassen ist. Ein arabischer Kommilitone versuchte Anfang der 90er Jahre, jeden Tag 50 neue Wörter zu lernen, in der Hoffnung, in berechenbarer Zeit mit Deutsch „fertig“ zu werden. Doch fertig war er nur mit den Nerven. Denn ein Tisch ist auf Deutsch männlich, ein Stuhl auch. Auf Arabisch sind beide weiblich. Eine Suppe ist zwar in beiden Sprachen weiblich. Doch in arabischen Ländern „trinken“ wir Suppe; hier wird sie gegessen. Araber „trinken“ auch eine Zigarette; in Deutschland wird nicht einmal Wasserpfeife getrunken.

Eine Sprache zu beherrschen, heißt, deren Dichtung zu genießen, sagte einmal ein arabischer Übersetzer. Redewendungen zu verstehen, wäre auch ein guter Maßstab. „Vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen“ – das kann nur aus dem Land der Dichter und Denker stammen. Es ist nur verständlich, dass ein Araber vor dieser „Erfindung“ anfangs erstarrt und es ihm vor lauter Sinnhaftigkeit schwarz vor den Augen wird. Auch die Beschreibung „Jemand hat nicht alle Tassen im Schrank“ befasst sich mit Geist und Geistlosigkeit. Schrank für Hirn, Tassen für Ordnung? Schwierig für jemanden aus einer anderen Kultur, in der Tassen, Untertassen, Schränke und Schrankordnung im Wohnzimmer nur „beschränkt“ eine Rolle spielen.

Nur Tiere haben das Glück oder Unglück, keine neue Sprache später lernen zu müssen. Sicher ist das aber nicht, denn ein deutscher Hund bellt „wau wau“, ein arabischer Hund bellt „hau hau“. „W“ gibt es im Arabischen nicht. Ob beide sich dann trotzdem verständigen können? Vielleicht – wenn beide alle Tassen im Schrank haben und beim gemeinsamen Gassigehen den Wald vor lauter Bäumen nicht übersehen.

An dieser Stelle schreiben Auslandskorrespondenten über Deutschland. Aktham Suliman leitet das Berliner Büro des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera Network.

[Bild]

Der Schriftsteller Rafik Schami, aufgenommen in Dortmund (Archivfoto vom 09.12.2007). In seinem Roman „Das Geheimnis des Kalligraphen“ stellt der deutsch-syrische Autor zwei große Themen dar – die Erstarrung der arabischen Schrift und die verbotene Liebe zwischen Christen und Muslimen oder Männern, die sich zu ihresgleichen hingezogen fühlen.

Süddeutsche Zeitung 13.12.211

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