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Rechtschreibreform und Gruppendynamik
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Sigmar Salzburg
06.08.2021 13.53
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Impfungen gegen Rechtschreibfehler und Corona-Infektionen

Mit der Rechtschreibreform werden wir 90 Prozent unserer Rechtschreibprobleme los.
(Kultusminister Wernstedt ca. 1997)
Jeder kann aber weiter schreiben, wie er will oder es gelernt hat.

Corona-Impfstoff: Spahn macht Druck auf EU | tagesschau.de
Eine Wirksamkeit von 90 Prozent sei sehr hoch. (10.11.2020)
Eine Zwangsimpfung wird es nicht geben (18.11. 2020)
aber: Unionsfraktion hält Nachteile für Ungeimpfte für richtig (rp 5.8.2021)

„Tja, dat sünd de ʒungen Lüüd, de hebt keen Verantwortung“ wandte sich neulich ein alter Herr an seine Umgebung, als er erfuhr, daß ich noch nicht geimpft sei (... nur fünf Jahre älter als ich, aber schon Urgroßvater). Das habe ich inzwischen nachgeholt, wegen des gemeinsamen Altherrenturnens. Dabei dachte ich auch an meinen Ururgroßvater – 1823 von Dr. Roll in Hadersleben geimpft, um konfirmiert werden zu dürfen. Alles natürlich ohne Zwang.

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Sigmar Salzburg
27.05.2021 16.40
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Strukturähnliche Abläufe

„Ein historisches Experiment seit Entstehung des Homo Sapiens“

Der Virologe der Universität Halle-Wittenberg, Alexander Kekulé, hält es nicht für zwingend notwendig, flächendeckend alle Kinder ab zwölf Jahren gegen Covid-19 zu impfen...

Man solle auch nicht aus den Augen verlieren, daß man es mit einem experimentellen Impfstoff zu tun hätte, der noch nicht einmal eine reguläre Zulassung habe... Man habe noch nie einen neuen Impfstoff, der auf einem neuen Wirkprinzip beruhe, global in allen Altersklassen eingesetzt. „Das ist ein Weltexperiment, ein historisches Experiment seit Entstehung des Homo Sapiens“, warnte er. (hl)

jungefreiheit.de 27.5.2021

Jeder Vergleich hinkt, aber dennoch: Vergleichsweise harmloser Vorläufer war 1996 das historisch einzigartige Menschenexperiment, Schulkinder durch massenhafte ss-Impfung gegen Rechtschreibfehler zu immunisieren (bis 90 Prozent). Erst danach griff man auf die Erwachsenen zu – mit Hilfe der sich selbst gleichschaltenden (vor allem SPD-)Presse. Außer Kosten, Konfusion und Kulturbruch hat es nachweislich nichts gebracht.

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Sigmar Salzburg
09.04.2015 17.08
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Anpassungsdruck gegen gute Vorsätze

Auch in diesem Forum wurde der Aufruf der 22 Autorinnen und Autoren von 2006 zitiert:
Die Sprache kennt keine Kompromisse

Georg Hilscher hat, wie er bei Sprachforschung.org mitteilt, nachgeforscht, was daraus geworden ist:


... man kann sich als Freund der alten Rechtschreibung schon langsam einsam fühlen. 22 Autorinnen und Autoren haben 2006 den Aufruf „Die Sprache kennt keine Kompromisse“ unterzeichnet, in dem es heißt: „Wir jedenfalls werden unsere Bücher weiter in der Schreibweise drucken lassen, die wir für richtig halten.“ (Zu finden unter: Stirnemann, dritte Seite.)

Von diesen 22 haben inzwischen 15 auf die neue Rechtschreibung umgestellt (in Klammern habe ich immer das jeweils älteste Werk in neuer Rechtschreibung angegeben, das ich finden konnte):

Lukas Bärfuss (Hundert Tage, 2008), Klaus Böldl (Der nächtliche Lehrer, 2010), Ralf Bönt (Die Entdeckung des Lichts, 2009), Ulrike Draesner (Spiele, 2007), Julia Franck (Die Mittagsfrau, 2007), Ines Geipel (No Limit, 2008), Judith Hermann (Aller Liebe Anfang, 2014), Daniel Kehlmann (F, 2013), Björn Kuhligk (Bodenpersonal, 2010), Norbert Niemann (Die Einzigen, 2014), Thomas Palzer (Nachtwärts, 2014), Antje Rávic Strubel (Sturz der Tage in die Nacht, 2011), Lutz Seiler (Kruso, 2014), Tim Staffel (Jesús und Muhammed, 2008), Feridun Zaimoglu (Ruß, 2011).

Was ist passiert?

Kommentar: Entscheidend für den künstlich aufgebauten Druck auf die deutsche Literatur war die bei vollem Bewußtsein der Tragweite getroffene Fehlentscheidung des Bundesverfassungsgerichts – das ja nun schon mehrfach seine exorbitante Inkompetenz im Bereich der Kultur bewiesen hat:

Soweit dieser Regelung rechtliche Verbindlichkeit zukommt, ist diese auf den Bereich der Schulen beschränkt. Personen außerhalb dieses Bereichs sind rechtlich nicht gehalten, die neuen Rechtschreibregeln zu beachten und die reformierte Schreibung zu verwenden. Sie sind vielmehr frei, wie bisher zu schreiben. Auch durch die faktische Breitenwirkung, die die Reform voraussichtlich entfaltet, werden sie daran nicht gehindert. (Beschluß v. 14. Juli 1998)


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Sigmar Salzburg
23.03.2014 17.01
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Was in der Gesellschaftsmitte ankommt

Eine bissige Polemik von Wolfgang Röhl in der „Achse des Guten“. Ihr letzter Satz lautet:

So sieht’s aus, wenn gewisse Dinge in der Mitte der Gesellschaft ankommen: extrem blöde.

Das wird durch die Verwendung der „Missstandsortografie“ unterstrichen, die gleichfalls in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, obwohl sie regelmäßig von der Bevölkerung abgelehnt wurde – ein Erfolg der kultusministeriellen Erpresser und unserer„freien“ Presse. In Röhls Artikel finden sich allerdings als schreibliche „Erleichterungen“ nur ein „dass“ und sechs „ss“, von denen aber zwei von der „SS“ stammen. Zweifellos reicht das nicht aus, um die milliardenteure Reform und den Kulturbruch zu rechtfertigen.

Röhl beschäftigt sich jedoch mit einem anderen Bereich der Scharlatanerien. Zunächst polemisiert er u.a. gegen die Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Endlager ausgedienter SPD-Politiker, und stellt fest, was wir schon lange wissen:


Bei jeder ihm passender Gelegenheit lässt das Juste Milieu eine rhetorische Figur Pirouetten drehen. Es handelt sich um die „Mitte der Gesellschaft“. Dort soll längstens „der Rechtsextremismus angekommen“ sein. Das suggerieren Studien, die regelmäßig von Think Tanks wie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung bei einschlägigen Instituten in Auftrag gegeben werden. Die selbstredend von vornherein festgetackerten Ergebnisse werden von vielen Medien nachgeplappert. In Wahrheit ist der Rechtsextremismus, wie Wahlergebnisse aufzeigen, ungefähr so gesellschaftsmittig wie Katzen grillen, mit Eigenurin anstoßen oder sich vor Nacktfotos rumänischer Knaben einen runterholen. Die politische Bedeutung von stramm rechten, rechtsradikalen oder gar neonazistischen Positionen in Deutschland verhält sich umgekehrt proportional zur Sozialdemokratisierung und Muttisierung ehemals konservativer Kreise.

Was tatsächlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist: eine anschwellende Neigung zu Hokuspokus und Scharlatanerie; zu Aberglaube, Öko-Voodoo, Handauflegen, schamanischen Ritualen und anderen, schwerstspinnerten Heilungsversuchen. In den aus Steuergeld alimentierten Volkshochschulen tibetert, taichit und quigongt es mächtig...

Im Mittelstandsektor floriert eine Produkte- und Dienstleistungsindustrie unter dem Label „Alternative Medizin“. Gern wird dafür auch das Schmuseadjektiv „sanft“ eingesetzt. Von fernöstlichem good-for-body-and-soul-Geschwurbel à la Ayurveda über die aus England importierten Bach-Blüten-Zaubertropfen bis hin zum endemischem Verdünnungswahn namens Homöopathie hat sich ein irgendwelche Heilungen versprechendes Soziotop breitgemacht, das vor Jahrzehnten nur eine milde bespöttelte Randexistenz fristete ...

Und nun legt Röhl los und endet bei einer vergleichsweise unbekannten „Therapie“:

Was sind Schüßler-Salze? Sie gehen auf den Oldenburger Arzt und Homöopathen Wilhelm Heinrich Schüßler (1821 – 1898) zurück... Nach Schüßlers bündiger Annahme gründen alle Erkrankungen in einem Mangel an 12 von ihm identifizierten Mineralsalzen, den es abzustellen gelte – Heilung garantiert ...

Schüßlers Salze mussten lange auf Anerkennung warten. Selbst die klassische Homöopathensekte, mit der Schüßler irgendwann gebrochen hatte, nahm sie nicht ernst. Erst die Nazis, die von einer „neuen deutschen Heilkunde“ träumten, verhalfen ihnen zu spätem Durchbruch. Die Salzbeibringungen wurden nun staatlich gefördert, Schüßler-Laienbehandler durften sich Heilpraktiker nennen. Braune Eminenzen wie der Reichsführer SS Heinrich Himmler hatten an Grünem, Okkultem und Esoterischem bekanntlich einen Narren gefressen...

Das lief ähnlich wie bei der „neuen deutschen Rechtschreibung“, in die sich der Nazi-Erziehungsminister Rust verbissen hatte. Auch die wurde nach '68 von den später grünlichen Gesellschaftsveränderern bereitwillig aufgegriffen, da auch hier mit hochpotenziertem Blödsinn gearbeitet wurde.

Studien über Schüßler-Salze gibt es bis heute nicht...

Das ist allerdings bei der „Rechtschreibreform“ anders. Ihre Wirkungslosigkeit ist in Studien nachgewiesen.

Gleichwohl gibt es Weißbekittelte, die diesen Quark wärmstens empfehlen („Mit Schüßler-Kuren gesund durch das Jahr!“). In einer Kleinstadt im Norden, sicherlich auch an vielen anderen Plätzen der Republik. So sieht’s aus, wenn gewisse Dinge in der Mitte der Gesellschaft ankommen: extrem blöde.

Achse des Guten 22.3.2014

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Sigmar Salzburg
27.01.2014 10.48
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Die freiwilligen Blockwarte der „Reform“

Immer wieder finden sich Leute, die andere auf ihren „Fehler“ aufmerksam machen, nicht „reformiert“ zu schreiben. Oft genügt ein Buchstabe:

Faszination des Grauens:
Mehr als acht Millionen gucken das „Dschungelcamp“


Diskussion:
123tvtyp Von mir aus sollen die das gucken, aber muß in jeder blöden Zeitung darüber berichtet werden, heut las ich die FAZ, und dachte das ist eine Camp freie Zeitung, nein auch da wird über den angeblichen Dschungel berichtet! Schon nervig, wieviel Werbung die für ihre blöde Sendung brauchen!

CormacMcCarthy schrieb am 24.01.2014, 01.13 Uhr: via tvforen.de
Ok. Notiz 1: FAZ=blöde Zeitung. Notiz 2: Rechtschreibreform ist bei dir noch nicht angekommen (aber geschenkt, das kann man ja halten, wie man will). Warum? Wieso „angeblich“? Gibt es gar keinen Dschungel? Ist diese Sendung Fantasie? [...]

wunschliste.de 24.1.14

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Sigmar Salzburg
12.06.2013 08.12
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Soft Law

Vom Leistungs- zum Gewährleistungsstaat
Axel Burchardt Stabsstelle Kommunikation/Pressestelle
Friedrich-Schiller-Universität Jena

Matthias Knauff ist neuer Jura-Professor der Friedrich-Schiller-Universität Jena

… In seiner 2009 abgeschlossenen Habilitationsschrift „Der Regelungsverbund: Recht und Soft Law im Mehrebensystem“ untersuchte Matthias Knauff die Bedeutung und Wirksamkeit von „unverbindlichen Regeln, die eine faktische Steuerungsfunktion entfalten“. Als Beispiele nennt der neuberufene Jenaer Professor Mitteilungen der EU-Kommission, die Agenda 21 sowie die Rechtschreibreform, die nicht durch einen Staatsvertrag der Bundesländer zustande gekommen sei...

idw-online.de 11.6.2013

Anscheinend wird hier (unkritisch?) die neue Form der Durchsetzung von Zielen der Regierung am Parlament vorbei untersucht, die auf parlamentarisch oder juristisch aussichtslose Gesetzesvorhaben verzichtet und die die erstrebte Wirkung durch punktuelle Einzelmaßnahmen, etwa Schülergeiselnahme, durch gesellschaftliche Pressure-Groups und den folgenden Unterwerfungseifer führender Meinungsmonopole zu erreichen sucht und die auf den allgemeinen Untertanengeist setzt.

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Sigmar Salzburg
29.11.2012 12.40
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Milgram widerlegt?

Blinder Gehorsam erklärt nicht alles

Die Elektroschock-Experimente von Stanley Milgram gelten als Beleg dafür, dass normale Bürger zu brutalen Tyrannen werden können. Nun widerspricht ein Forscherduo: Menschen unterwerfen sich nicht einfach blind der Autorität – Gewalt entsteht, wenn Bösartiges als tugendhaft dargestellt wird…

Tyrannei ist nicht die Folge von blindem Gehorsam.“Vielmehr entstehen solche Verbrechen, wenn Menschen sich mit Autoritäten identifizieren, die bösartige Handlungen als tugendhaft darstellen“, sagt der Psychologe Alexander Haslam von der australischen University of Queensland. Die Täter sind nach ihrer Interpretation aktive statt nur passive Ausführer eines Befehls.

spiegel.de 29.11.2012

Wie in der „Weichwissenschaft“ Psychologie nicht anders zu erwarten, sind Ergebnisse von Experimenten kaum monokausal zu deuten. Deswegen ist die ursprüngliche Interpretation nicht falsch, sondern bedarf der Ergänzung. Dies hatten wir bei der Betrachtung der Rechtschreibreform im Lichte der Milgram-Experimente bereits berücksichtigt. Allerdings unterstellen die Autoren der neuen Studie nun eine bereits vorhandene Übereinstimmung mit den Befehlsgebern. Dies dürfte nicht immer zutreffen. Ein ukrainischer Trawniki identifizierte sich nicht mit den Naziautoritäten und ihren Zielen, sondern wollte nur durch besonders eifrige Mitarbeit sein Überleben sichern.

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Sigmar Salzburg
07.10.2012 12.44
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Blockwart oder New-Spelling-Nazi?

Gast: Tec
03.10.2012 19:03
Also laßt euch über den Tisch ziehen...
Für den Preis den diese „Phones“ kosten bekommt man
1. ein gutes Handy …

vain a. D.
03.10.2012 22:32
Re: Also laßt euch über den Tisch ziehen...
Sie scheinen offenbar ein älteres Semester zu sein, da Sie die Rechtschreibreform verschlafen haben. Daher werden Sie hier nicht ernst genommen.

"...laßt...“ – falsch
"..lasst...“ – richtig

diePresse 3.10.2012

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Sigmar Salzburg
22.02.2012 08.33
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Keine Macht den Doofen!

Der Aufstand der „Narren des Widerstands“ gegen die „Toren der Macht“ hat längst begonnen…
In „Keine Macht den Doofen!“ werden Argumente verschiedener Widerstandsbewegungen gegen den globalen Irrsinn aufgegriffen …

Die große Konfliktlinie unserer Zeit verläuft nicht zwischen Gut und Böse, sondern zwischen klug und blöde

Hier sammeln wir Belege und Beispiele für den globalen Irrsinn – aber auch für den Widerstand dagegen. Zum Mithelfen einfach den Knopf drücken und schon kann es losgehen! Am Ende des Jahres wollen wir aus den Beiträgen heraus die Nominierten für den „Homo demens-Award 2012“ generieren. Wer war der größte Religiot des Jahres, wer der größte Politiot? Wem verdanken wir den verheerendsten ökonomischen oder ökologischen Irrsinn? Wer hat in den Medien oder in der Bildungspolitik am erfolgreichsten zur Verblödung der Massen beigetragen?

dokumentationsstelle

Ein Projekt zum Buch von Michael Schmidt-Salomon – das („natürlich“) in der von Idioten für Idioten reformierten neuen Rechtschreibung verfaßt ist.

Wir sind uns hier einig, daß die Kultusminister seit 16 Jahren am erfolgreichsten und umfassendsten zur Verblödung aller Deutschschreibenden beigetragen haben – gegen den Willen der Mehrheit.

Aber gerade die Freidenker zeigen sich unterwürfig, wenn etwas als „fortschrittlich“ verkauft wird. Bestes Beispiel: Ein Artikel, der in Weimar in traditioneller Rechtschreibung erschien, wurde auf hpd nicht nur um Druckfehler bereinigt, sondern auch mit den neuen „ss“ und der Stotterversion „so genannt“ bereichert – dem Paradebeispiel für Reformidiotie.

Vielleicht sollten die ihre eigenen Einsichten ernster nehmen:


“Wir leben in einem Tollhaus”
Schwarmdummheit: Ameisen sind im Kollektiv intelligent, Menschen nicht…

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Sigmar Salzburg
12.01.2012 11.07
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Ein ungebräuchliches Wort

Die erstaunliche Wissenschaft einer Star-Murmuration

… Schwärmende Stare gehören zu den außergewöhnlichsten Anblicken, die die Natur zu bieten hat …

Was ermöglicht die verblüffende Koordination dieser Murmurationen, als die Schwärme von Staren (im Englischen) so bekannt sind? Bis vor kurzem war das schwer zu sagen. …
Schwärme von Staren werden, wie sich herausstellt, am besten beschrieben mit Gleichungen der „kritischen Übergänge“ – Systeme, die bereit sind zu kippen, um beinah sofort und komplett transformiert zu werden, wie Metalle, die magnetisiert werden oder Flüssigkeit, die sich in Gas verwandelt. Jeder Star in einem Schwarm ist mit jedem anderen verbunden. Wenn ein Schwarm gemeinschaftlich wendet, ist es ein Phasenübergang.

hpd.de 5.1.2012

„Murmuration“ von engl. „murmur“ murmeln (Gerüchte verbreiten?). Im Deutschen spricht man von Verbänden mit Schwarmintelligenz. In manchen Fällen, wie etwa lächerlichen Modeerscheinungen oder erfolgreichen Verschwörungstheorien, müßte man eher von gruppendynamischer Schwarmdummheit sprechen – so auch bei der Rechtschreibreform. Den Phasenübergang bewirkten hier weniger die Kultusminister mit ihrer Schülergeiselnahme, sondern die Pressemaffia, die unter Mißbrauch der Pressefreiheit auch dem Uninteressiertesten das Gefühl aufdrängt, in der falschen Richtung zu schreiben.

NB. Als Zehnjähriger konnte ich jeden Abend einen riesigen, Starenschwarm beobachten, der seinen Schlafplatz auf elf hohen Pappeln ansteuerte. Eine Handbewegung konnte ihn wieder aufscheuchen und kreisen lassen. Irgendwann ließ der Bauer alle Bäume fällen.

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Sigmar Salzburg
10.08.2011 16.24
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Milgram

Die „junge Welt“ bringt heute eine aufschlußreiche Darstellung der Milgram-Experimente (in traditioneller Kulturrechtschreibung):

Mechanismen der Anpassung
Psychologie. Vor 50 Jahren führte Stanley Milgram seine berühmten Experimente zum Autoritätsgehorsam durch

[…]

Er wandte sich ausdrücklich gegen das »typische Feld-Wald-und-Wiesen-Verständnis« in bezug auf seine Untersuchung, wonach darin »die Bestie im Menschen zum Vorschein« komme und sich ein »Ausfluß des finsteren und bösen Teils der Seele« bemerkbar mache. Die häufig gezogene Schlußfolgerung, daß »in (fast) jedem von uns (...) ein Folterknecht« stecke (Spiegel online, 19.12.2008), ist mindestens ungenau, wenn nicht falsch. […]

»Sie haben keine Wahl!«
[…]
Am 18. Juni 1961 erschien in der Lokalzeitung New Haven Register erstmals eine Anzeige, in der 500 Teilnehmer aus verschiedenen Berufsgruppen für ein Experiment über Gedächtnisleistungen gesucht wurden. Wer sich meldete, wurde in ein Laboratorium an der Yale-Universität eingeladen. Dort wurde der Interessent von einem Versuchsleiter im grauen Kittel begrüßt und einem weiteren Mann, dem späteren »Opfer«, vorgestellt. Beiden wurde mitgeteilt, sie nähmen an einem wichtigen Experiment teil, in dem der Einfluß von Strafe auf den Lernerfolg getestet werden solle. Ein fingiertes Losverfahren teilte dem Neuankömmling die Rolle eines »Lehrers« zu. Als solcher hatte er dem »Schüler« Elektroschocks mit steigender Voltzahl zu verabreichen, falls dieser einen Fehler bei der Wiedergabe gelernter Wörter machte.

Der Schüler wurde in einem Nebenraum auf einem Stuhl festgeschnallt und sein Körper mit Elektroden versehen. Der vom Lehrer zu bedienende Schockgenerator war mit einer Reihe von Kippschaltern mit Voltzahlangabe von 15 bis 450 ausgestattet. Die Versuchsperson erhielt vorab selbst einen leichten Probeschock, um sicherzustellen, daß sie an die Echtheit der Apparatur glaubte und sich außerdem darüber im klaren war, wie sich ein elektrischer Schlag anfühlt. Zwar seien die Schocks schmerzhaft, erklärte der Versuchsleiter, aber sie verursachten »keine bleibenden Gewebeschäden«. Der Schüler mußte Wortpaare lernen und daraus einzelne Begriffe in späteren Wortfolgen wiedererkennen. Dabei machte er genügend Fehler, um mit Stromschlägen von maximaler Spannung »bestraft« zu werden. Ab 135 Volt schrie das Opfer vor Schmerzen; bei 150 Volt rief es: »Versuchsleiter, holen Sie mich hier raus! Ich will bei diesem Experiment nicht länger mitmachen!« Mit höherer Voltzahl steigerten sich seine Proteste und seine Schreie, bis nach 330 Volt nichts mehr von ihm zu vernehmen war. Zögerte der Lehrer, drängte ihn der Versuchsleiter mit verschiedenen Sätzen, in seinem Tun fortzufahren: »Bitte machen Sie weiter! Das Experiment erfordert, daß Sie weitermachen! Sie müssen unbedingt weitermachen! Sie haben keine Wahl, Sie müssen weitermachen!«
[…]
Milgram beschreibt eindrücklich, wie schwer der Weg vom ersten inneren Zweifel über den Dissens bis zur wirklichen Verweigerung ist. Ungehorsam beende den Konflikt der Versuchsperson und trage die »Merkmale eines positiven Akts: gegen den Strom schwimmen«…

Gleichzeitig geht die Bedeutung der Untersuchungen darüber hinaus, insofern Milgram auch die USA in deren Licht betrachtet: »In Demokratien werden Menschen durch öffentliche Wahlen in ihr Amt eingesetzt. Doch sobald sie einmal installiert sind, besitzen sie nicht weniger Autorität als jene, die durch andere Mittel ihre Position erlangt haben…«

Michael Zander ist Psychologe und lebt in Berlin
junge Welt 10.8.2011

Der Autor und wohl auch Milgram haben in ihrer Untersuchung vor allem die Verbrechen der Nazizeit (des „Faschismus“) im Auge. Der Stalinismus bleibt, wie links nicht unüblich, ausgeklammert.

Selbstverständlich ist aber die Ausnutzung von Autorität und Autoritätshörigkeit nicht nur auf die finstersten Seiten des menschlichen Miteinanders beschränkt – im Gegenteil: Gerade wenn es um die Durchsetzung scheinbar völlig harmloser oder gar vorgeblich segensreicher Obsessionen der Herrschenden handelt, ist die Widerstandskraft der folgsamen „Untertanen“ besonders gering.

Milgram wurde hier schon erwähnt.

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Sigmar Salzburg
14.12.2010 11.30
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Pseudowissenschaften

Esoterische Medizin an deutschen Universitäten

09.12.2010 (GWUP): Stickstoff im Körper als Bindeglied zum Kosmos, ein todsicheres Roulette-System, Feenträume durch homöopathisch potenzierten Marmor: Was aussieht wie die Themenliste eines Esoterik-Workshops, kommt leider aus dem Umfeld einer deutschen Hochschule. Am „Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften“ (IntraG) der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder stehen esoterische Therapien auf dem Lehrplan, Schlüsselpositionen sind besetzt mit hochrangigen Vertretern der Homöopathie- und Anthroposophielobby.

Der Physiker und Homöopathiekritiker Prof. Dr. Martin Lambeck hat den Verbindungen zwischen IntraG und Komplementärmedizin minuziös nachgespürt. Die Ergebnisse seiner Untersuchung sind nun in der Zeitschrift Skeptiker (Heft 4/2010) nachzulesen.

Das IntraG ist nur eines von vielen Beispielen, wie die Alternativmedizin versucht, ihre pseudowissenschaftlichen Ansätze an den Universitäten zu etablieren. Seit einigen Jahren versuchen verschiedene Stiftungen und sogar ausländischen Regierungen mit Erfolg, vor allem im medizinischen Bereich Einrichtungen an Universitäten und wissenschaftlichen Instituten zu etablieren, deren Zielsetzung kaum mehr die wissenschaftliche Forschung ist. Vielmehr sollen bestimmte alternative Verfahren ohne Rücksicht auf ihre tatsächliche Wirksamkeit popularisiert werden… „Immer mehr bestimmt das Interesse von Ideologen und Finanziers nicht nur, was geforscht werden soll, sondern auch, was als Ergebnis möglichst herauskommen soll.“

Die GWUP kritisiert ferner, dass diese Lobbyarbeit auch die Berufsverbände erfasst hat. Professor Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer, gehört inzwischen zu den Förderern von pseudowissenschaftlicher Medizin und verlangt einen Zusammenschluss der wissenschaftlichen Medizin mit ihren pseudowissenschaftlichen Randerscheinungen. „Das ist eine Absage an jede wissenschaftliche Redlichkeit“, so Amardeo Sarma….

gwup.org 9.12.2010

Viele der Kennzeichnungen könnten fast wörtlich auch für die mit wissenschaftlichem Anspruch durchgesetzte Rechtschreibreform, für die parallele feministische Sprachrefom und die Gender-„Forschung“ gelten. Den gegenwärtigen Höhepunkt an pseudowissenschaftlicher Vernebelung von Unsinn stellt der 2. Bericht des Rates für Rechtschreibung dar.

Im Jahre 2006, als mit der reformierten Reform die abtrünnigen Großverlage „eingetütet“ wurden, begann man auch Paramedizin für kassenfähig zu erklären:

2006 schrieb der Mediziner Dr. Till Spiro im Ärzteblatt
:
„Irrationales Handeln wird kassenfähig“

Vor drei Wochen erinnerte der „Spiegel“ an 1992:

Rückfall ins Mittelalter
Die Homöopathie breitet sich an deutschen Universitäten aus. Ausgerechnet Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe macht sich jetzt für die skurrile Heilslehre stark...
In seiner Freizeit schreibt Rudolf Happle, 72, gern humorvolle Limericks. Doch 1992 war für den damaligen Chef der Uni-Hautklinik Marburg Schluss mit lustig: Damals sollte das Fach Homöopathie im medizinischen Staatsexamen geprüft werden – neben Chirurgie, Innerer Medizin und Kinderheilkunde.
"Der Fachbereich Humanmedizin der Philipps-Universität Marburg verwirft die Homöopathie als eine Irrlehre!", donnerte Happle damals in der „Marburger Erklärung“, die vom Fachbereichsrat ohne Gegenstimmen verabschiedet wurde…

spiegel.de 22.11.2010

Schon über einen Bericht im sonst angesehenen Spektrum v. 1.7.1993 wunderte ich mich. Ein Prof. Heine (Anthroposophen-Uni Witten-Herdecke) behauptete gefunden zu haben, was andere vergeblich suchten:

Anatomische Korrelate der Akupunkturpunkte
Vergeblich hat man an den klassischen Akupunkturpunkten nach dort vermuteten punktförmigen Ansammlungen von Nervenendigungen gesucht. Was aber in der westlichen Kultur als Punkt bezeichnet wird, entspricht im alten Mandarin-Chinesisch einem Loch; unter diesem Aspekt ließ sich das Problem anatomisch aufklären.

Mitnichten ist aber das Auffinden von Nervenendigungen ein Beweis für ihren Zusammenhang mit den Meridianen der chinesischen Medizin oder gar für ihre Wirksamkeit.

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Sigmar Salzburg
15.07.2010 12.30
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Noch zu abwegigen Heil(s)methoden

Glauben an Globuli

… Und dabei war es Lauterbach gar nicht vorrangig um Kostendämpfung im Gesundheitswesen gegangen. Sondern darum, Schaden von den Patienten abzuwenden, die glauben, daß das, was die Kassen zahlen, auch nachweislich hilft. …
Inhaltlich hat er völlig recht. Homöopathie stellt eine irrationale Pseudoheilslehre dar. …
Die Herstellung der Homöopathika unterliegt strengsten rituellen Vorschriften. Als Rohmaterialien werden Teile von Tieren, Pflanzen und Mineralien verwendet, aus denen in willkürlicher Konzentration sogenannte Ursubstanzen gewonnen werden. Etwa 1700 verschiedene Rohmaterialien sind heute in Gebrauch – gehäckselte Hoden eines jungen Stieres, Bindehaut des Schweineauges, zerdrückte Honigbienen oder auch Schleim einer mexikanischen Erdkröte. Sie sind verbindlich festgelegt in einer »Arzneimittelliste«. Rohmaterialien wie getrocknete Bettwanzen, faules Rindfleisch oder Tränen einer Jungfrau finden sich nur noch in älteren Ausgaben verzeichnet, inzwischen hat man die wunderlichsten Auswüchse herausediert. Excrementum canium, Hundekot, ist indes nach wie vor gelistet, wirksam angeblich bei »Schokoladensucht«. … [Colin Goldner]

jungewelt.de 15.7.2010

Als die Anthroposophen unsere Tochter heilen wollten, stand auch auf den Ampullen „Apis mellis“ (s. Nr.3).

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Sigmar Salzburg
10.07.2010 17.22
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Spekulative, widerlegte Konzepte

Krankenkassen sollen sich Homöopathie sparen

Deutschlands Krankenkassen wirtschaften am Rande des Bankrotts – kann sich dieses System noch Zuschüsse für homöopathische Behandlungen leisten? …

„Man sollte den Kassen schlicht verbieten, die Homöopathie zu bezahlen“, sagte Karl Lauterbach, SPD-Obmann im Gesundheitsausschuss des Bundestags, dem SPIEGEL. Dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller gesetzlichen Krankenkassen die Leistungen von Homöopathen erstatten, kritisiert der Experte: „Viele Patienten glauben, die Kassen zahlen nur das, was auch nachweisbar hilft. Deshalb adeln die Krankenkassen mit ihrem Vorgehen die Homöopathie.“

Auch der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses aus Ärzten und Krankenkassen, Rainer Hess, hält die jetzige Situation für „extrem unbefriedigend“. Es gebe nach Hunderten medizinischen Studien bisher keinen klaren Nutzennachweis für die Homöopathie. Trotzdem müssen die Krankenkassen sie bezahlen. „Es hat schon viele Anläufe gegeben, die Schutzvorschrift für derartige Mittel zu streichen, aber einflussreiche Politiker haben dies immer wieder verhindert", sagt Hess.

Jürgen Windeler, der zum 1. September seinen Job als Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) antritt, nennt die Homöopathie im SPIEGEL ein "spekulatives, widerlegtes Konzept". Bis heute sei nicht erwiesen, dass die Methode einen medizinischen Nutzen habe. „Dazu muss man auch gar nicht mehr weiterforschen, die Sache ist erledigt", sagt der künftige oberste Medizinprüfer im Land. …

Die Homöopathie basiert auf den Vorstellungen des deutschen Arztes Samuel Hahnemann. Ab 1796 argumentierte dieser, Krankheiten sollten[,] dem sogenannten Ähnlichkeitsprinzip folgend[,] am besten durch Medikamente geheilt werden, die bei Gesunden die gleichen Symptome hervorrufen könnten wie die Krankheit. Weil das teils nur mit Giftstoffen zu erreichen war, ersann Hahnemann die Potentierung genannte extreme Verdünnung der Wirkstoffe. …

spiegel.de 10.7.2010

Karl Lauterbach – ein Vernünftiger in der SPD!

Der Glaube an die Wirksamkeit der Homöopathie hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Glauben der entscheidenden Politiker an die Wirksamkeit der „Rechtschreibreform“. Und in beiden Fällen konnte bis heute kein realer Nutzennachweis geführt werden. Bei der Rechtschreibreform ist er auch aus ideologischen Gründen bewußt vermieden worden und die Rücknahme von „einflußreichen Politikern“ immer wieder verhindert worden. Nach aller Erfahrung und nach unabhängigen Untersuchungen ist sie ein „spekulatives, widerlegtes Konzept“.

Freunde der „natürlichen“ Rechtschreibung sind mitunter auch Anhänger der vermeintlich natürlichen Homöopathie. Deshalb zögere ich mit Kritik außerhalb des Themas. Ich vermute, daß Hahnemann das Prinzip der immunisierenden Impfungen, das gerade durch Edward Jenner entdeckt worden war, unzulässig auf nichtbakterielle Stoffe übertragen hat. Eigene Erfahrung: Ein anthroposophischer Arzt behauptete, mit homöopathisch verbleiten Kügelchen das Hirnwachstum unserer geistig behinderten Tochter anregen zu können. Ich erregte seinen Zorn, als ich fragte, wieso sein Blei positiv wirken sollte, während gleichzeitig die damals noch verbleiten Autoabgase ein Vielfaches an Blei in den Körper brachten und anerkannt schädlich waren. – Lit.: Irmgard Oepen: Unkonventionelle medizinische Verfahren; Otto Prokop: Mehrere Veröffentlichungen.


Nachtrag:
Aufregung auch in der Pharmaindustrie: Barbara Sickmüller, Vize-Chefin des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie, … Die Kassen böten die Wahlleistungen an, „weil Zehntausende mit der Homöopathie gute Erfahrungen gemacht haben – und dafür zahlen“, so Sickmüller in der „Frankfurter Rundschau“…. „Herr Lauterbach vertritt damit eine Einzelmeinung“, sagte Carola Reimann, SPD-Abgeordnete und Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, der Zeitung.

spiegel.de 13.7.2010

Zehntausende haben sicher auch gute Erfahrungen mit der Astrologie – oder der „Rechtschreibreform“ gemacht.

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Sigmar Salzburg
09.07.2010 07.52
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Mediale Reform-Anpassungshysterie

Die neuen Illustrierten – Tattoos bei der WM

Essen. „Der Kopf will vom Herzen und das Herz will vom Kopf nichts wissen.Wenn wir jemals Aussicht auf eine Zukunft schaffen wollen, werden sich die klugen Köpfe und die grossen Herzen besuchen müssen. Noch sind wir einander so fremd, daß wir uns vermissen. . .“. Kopf versus Herz, so steht es geschrieben, nicht in einem Buch, sondern auf den Rippen von Marcell Jansen. Philosophie, lebenslänglich – zwei Rechtschreibfehler inklusive. Das mit „ß“ – geschenkt, nicht jeder hat die Rechtschreibreform verinnerlicht. Das „grosse“ Herz sei Absicht gewesen, soll Janssen gesagt haben. Gut, es hätte schlimmer kommen können – mit einem p in „vermissen“ zum Beispiel.

derwesten.de 7.7.2010

So wird von den Medien Reform-Anpassungshysterie erzeugt: Nach traditioneller Regel ist nur ein Fehler zu verzeichnen, ebenso nach Schweizer Schreibweise, die der Kunde wohl wollte. Da die zwei-Fehler-Denunziation aber nicht zugkräftig genug erschien, sollte das Letzte noch der dümmliche Schlußsatz bringen.

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