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Forum > Beispielsammlung über Sinn und Unsinn
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Reinhard Markner
17.10.2003 12.40
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Propyläen

Für einen Bildband, der ergänzend zu Jörg Friedrichs in bewährter Orthographie gedrucktem Buch Der Brand erscheint, wirbt der Propyläen-Verlag in der heutigen F.A.Z. mit der Aussage, Friedrich »entreisse« den Bombenkrieg der Vergessenheit.

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RenateMariaMenges
16.01.2003 16.16
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In der Sache

Obwohl wir im Grundsatz anderer Meinung sind, würde ich das nicht zulassen und in alle gedruckten Bücher müsste ein Beilegeblatt hinein auf dem Ihre Meinung zur Reformierung Ihres Beitrages ( ss- Schreibung) steht. Das verlangt die Wissenschaftlichkeit und wenn man sich gegen so etwas nicht wehrt, kann man wirklich unglaubwürdig wirken. Das haben Sie aber nicht verdient, denn hinter Ihrem Unterfangen steht Ihre ehrlich Meinung, so wie auch meine ehrliche Meinung hinter jedem Beitrag steht. Sie können sich das nicht gefallen lassen und das Buch darf so nicht unter die Leute geraten.

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Theodor Ickler
16.01.2003 11.55
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Bevormundung

Soeben ist im Verlag Peter Lang ein Sammelband erschienen: „Fachsprachen und Hochschule“, hg. von Udo O. H. Jung und Angelina Kolesnikova. Es handelt sich um Vorträge von der Universität Bayreuth, Sprachenzentrum. Darunter befindet sich auch mein Vortrag „Verständlichkeit in der Verwaltungssprache“. Er ist, wie der ganze Band, ohne mein Wissen in Reformorthographie umgesetzt, allerdings extrem fehlerhaft, nämlich nur das Doppel-s. Ich habe sofort gegen diese Bevormundung protestiert. Da ich in dem Beitrag auch die Rechtschreibreform kritisiere und ihre verderblichen Folgen zeige, empfinde ich das Vorgehen der Herausgeber als besonders schändlich, weil es geeignet ist, mir einen lächerlichen Widerspruch zu unterstellen.
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Th. Ickler

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Theo Grunden
22.12.2002 07.03
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Nachgegooselt

Ich vermute mal – und eine bekannte Suchmaschine namens „Goosel“ (oder so ähnlich) bestätigt mich:
Die Schreibweise „tot zu kriegen“ an Stellen, an denen eigentlich „totzukriegen“ gemeint ist, ist einfach nicht totzukriegen.

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Detlef Lindenthal
22.12.2002 05.14
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Nicht tot zu kriegen

Wenn vor Weihnachten 2003 für meine Gänse die Zeit in meinem Garten zu Ende geht, kann ich auf eine Plakattafel an der Straße schreiben:
„Weihnachtsgänse; aber nicht tot zu kriegen“; denn schließlich will ich die doch nicht schlachten. Vor Weihnachten.

Damit kein Mißverständnis aufkommt: Nie habe ich behauptet, meine Gänse wären nicht totzukriegen.
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Detlef Lindenthal

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Theo Grunden
21.12.2002 15.46
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Nicht tot_zu_kriegen

John Milnes neuer Krimi (Deutsche Erstausgabe, Rotbuch Krimi Bd. 1119) heißt

- bei kaliber .38:
Nicht totzukriegen
http://www.kaliber38.de/neu/0901/rotbuch.htm

- bei Belletristik-Buchverzeichnis:
Nicht tot zu kriegen
http://www.belletristik-buchverzeichnis.de/-Nicht-tot-zu-kriegen.html

- auf dem Buch selbst:
NICHT TOT ZU KRIEGEN

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Thomas Paulwitz
01.04.2002 15.12
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Soeben bekam ich die Zusage, daß der Klartext-Verlag die Resolution zur Wiederherstellung der einheitlichen Rechtschreibung unterstützt.
__________________
Thomas Paulwitz
http://www.deutsche-sprachwelt.de

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Jörg Metes
01.04.2002 10.56
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Klartext-Verlag, Essen

Hier eine e-Mail, die ich von eben diesem Klartext-Verlag am 19.9.01 bekommen habe:

»Sehr geehrter Herr Metes,

vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich unserer Rechtschreibrichtlinien. Wir handhaben die Frage nicht einheitlich, maßgeblich sind unsere Autorinnen und Autoren. Bei zeitgeschichtlichen Quelleneditionen wird es dann ganz schwierig – kurz: Es gibt vom Verlag keine verbindlichen Vorgaben, ich persönlich halte es wie die FAZ, unsere Lektorin beherrscht beide Schreibweisen.

Schöne Grüße
Ludger Claßen
***********************************
Dr. Ludger Claßen
Klartext VerlagsGmbH
Dickmannstr. 2-4
45143 Essen
Tel.: +49-(0)201-86206-0
Fax : +49-(0)201-86206-22
eMail: classen@klartext-verlag.de«


- Soll ich dem Verlag noch einmal schreiben? Oder wollen lieber Sie, Herr Grunden?
– geändert durch Jörg Metes am 02.04.2002, 16.08 –
__________________
Jörg Metes

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Theo Grunden
01.04.2002 10.24
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Vorbemerkung: Die Rubrik „Bücher“ in der Hauptübersicht des Forums verstehe ich so, daß es dort nur um Bücher gehen soll, die für das Thema „Rechtschreibreform“ von Bedeutung sind oder dieses aufgreifen. Für solche Bücher, die von der Reform „nur“ betroffen sind, die aber nicht unter die schon vorhandenen speziellen Leitthemen wie „Schulbücher“ oder „Kinderbücher“ fallen, erlaube ich mir hiermit – aus gegebenem Anlaß – einen neuen Strang zu eröffnen.


Alles im Fluss ?

P(h)anta(stischer Nieder)rhei(n)

Bei der Wahl des Buchtitels hat er sich offensichtlich von Heraklit beeinflussen lassen, der stellvertretende Chefredakteur der NRZ (Neue Rhein Zeitung): „Alles im Fluss“ (Untertitel: Menschen am Niederhein) nennt Thorsten Scharnhorst die Sammlung von niederrheinischen Geschichten, für die er als Herausgeber zeichnet, und die er aus früheren NRZ-Beiträgen verschiedener Autoren zusammengestellt hat. Wer allerdings auf die darin enthaltene Rechtschreibung Einfluß hatte, bleibt wohl ein Geheimnis. Eigentlich wollte ich mir über die Feiertage nur ein wenig Lesevergnügen gönnen; daß ich dabei fast mehr Fehler (und „Fehler“) finden sollte als mein Sohn Ostereier, war so nicht vorauszusehen.

Beispiele (in Klammern vorweg die Seitenzahlen):

(9) ... über den Niederrhein dahin stürmen. / (10) Du mit Deinen Wiesen und Weiden ... / ... fühlen sich wieder wie zuhause ... (Anm.: Der Rhein verbindet bekanntlich den Niederrhein mit der Schweiz.) / (11) ... ein gutbezahlter Beamter ... / (13) ... keine tiefschürfenden Erklärungen ... / ... vorbei zu kommen und zu spielen. Das Mädchen war totgeweiht. (Anm.: Man kann das mit dem Weihen auch übertreiben!) / (14) Jörg Talarski ist Mitte Dreißig ... / Weil er eine Tradition aufrecht erhält ... / (16) Immer größere Entfernungen muß Talarski zurück legen ... / (21) Und jetzt ist es soweit. / (24) Nevrez könnte mit seiner Zeit besseres anfangen. / (28) H. M. hat noch jeden wieder wach gekriegt. / (42) „Rudolf, willst Du nicht schwimmen gehen“, fragte sie dann. (Anm.: Fragezeichen fehlt.) / (43) ... den ersten Auftrag entgegen nahm ... / (45) ... hat das Geschäft noch einige Jahre weiter gemacht. / ... die kriegen den Rhein nicht leergefischt ... / (47) „Trinkst Du einen bei mir, trinke ich einen bei Dir.“ / (48) Der niederrheinische Friede ward wieder hergestellt. / (65) ... dass auch die jungen Leute sich dort wohlfühlen. / (66) „Das will ich gar nicht auseinanderhalten ... “ / (67) ... kann der ganze Erdteil auseinanderbrechen. / „Sie ist mein ein und alles ...“ / (72) Abgehakt hat er die Erste Hilfe für ... / (75) Dann wieder ein Stop. / (77) ... da sie sich als Gleichgesinnte kennengelernt ... haben ... / Da darf auf den selbstgebauten Plastikmodellhäusern ... / (78) Soweit denkt hier noch niemand. / (93) Tja, Werner, was sagst Du nun? / (100) Knusprige Pommes Frites. / … zu den eingefrorenen Pommes Frites … / Als nächstes stellte sich die Frage …/ (102) ... die dem kri-spen Knollen-Snack ... (Trennung) / ... aus einer leichten May-onnaise ... (Trennung) / (102) „Josef, Du hast den Job.“ / „Übrigens, Du bist der einzige, der ... “ / (104) Schlapp machen braucht keiner ...

Nun ja, derartige Verwirrungen kennt man ja mittlerweile, und vielleicht stehen Mitarbeiter von Tageszeitungen auch oft unter Zeitdruck, wenn’s um den schnellen Beitrag für den nächsten Tag geht. Aber hier hätte man doch alles noch einmal in Ruhe durchsehen können. Hat man aber nicht, und so bleibt die Vermutung, daß sich selbst Leute, die sich tagtäglich mit Schreiben befassen, eigentlich gar nicht für die neuen Regeln der Rechtschreibung interessieren (für manche der altbewährten Regeln allerdings auch nicht).

Dann die Krönung auf der Rückseite (Kurzbeschreibung); an genau drei Stellen ging es um die Entscheidung zwischen „ss“ und „ß“: „Menschen am Fluß“, „Schloßbesitzer“, „Land am Fluß“. Und an allen Stellen gab es ein Wiedersehen mit dem „ß“, wohl nach dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“.

Mein Schluß- und Flußkommentar:

„Der Niederrheiner weiß nichts, kann aber alles erklären.“ Dieser bekannte Spruch von Hanns Dieter Hüsch stimmt m.E. nur zur Hälfte, nämlich in der vor dem Komma. Denn wenn die zweite Hälfte auch stimmen würde, könnte ich mir das dort oben beschriebene Durcheinander ja mal selbst erklären. Kann ich aber nicht.
Schade um das Buch, sehr schade!

Hoffentlich bleiben die Bemühungen um die Aufarbeitung und die Aufdeckungen der ganzen Rechtschreibungs-Irreführungen auch „im Fluß“; und hoffentlich geht nichts von der bewährten Rechtschreibung „den Bach runter“.
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Alles im Fluss : Menschen am Niederrhein / Thorsten Scharnhorst (Hrsg.) – 1. Aufl. – Essen : Klartext-Verlag, 2001

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