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Unsere Politiker und die RSR
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Fritz Koch
17.12.2004 15.48
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Wen meint Herr Zehetmair?

Herr Zehetmair warnt vor einem „ideologischen Kampf“.
Wer sollen die „Ideologen“ sein?
Die Anhänger von grammatischer Korrektheit und früherer Sprachqualität?
Die Anhänger einer vermurksten und sprachschädigenden Reform auf Hauptschüler-Niveau, die sie trotz der allgemein bekannten Fehler durchziehen wollen?
Die Schulbuchverlage, die sich nach eigener Aussage überhaupt nicht für die Einzelheiten der Reform, sondern nur für ihre Umsätze und Gewinne interessieren?

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Giesbert Rainhagen
17.12.2004 13.57
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Herr Lindenthal hat recht. Ich hätte mich auch liebend gern in den RfdR wählen lassen, dann säße ich heute Herrn Zehetmair gegenüber. Doch wäre es in meinem Fall besser, nicht mit meinem (in einigen Kreisen bereits bekannten Namen) öffentlich aufzutreten. So gern ich das täte! Aber warum unterstützen wir es nicht, wenn sich einer von uns bereiterklärt? Nun ist diese Chance vergeben.

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Theodor Ickler
17.12.2004 12.40
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Sachte!

Es geschieht vieles, wovon nicht jeder etwas erfährt, aber das ist kein Grund, über Untätigkeit der anderen zu klagen. Daß nicht alles an die große Glocke gehängt wird, muß doch auf Verständnis stoßen. Ich sage dies als einer, der keiner Gruppe unmittelbar angehört. Über Mangel an Beschäftigung konnte ich in letzter Zeit jedenfalls nicht klagen.
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Th. Ickler

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Detlef Lindenthal
17.12.2004 12.11
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Natürlich ist es viiiieeel zu spät, jetzt noch etwas zu ändern.

Lieber Herr Koch!

In diesem unserem Land sind sich 200.000 Deutschlehrer darin einig, in Sachen Wörterverbote und Abschaffung des Kommasetzungsunterrichtes schulter- und reihenschließend dichtzuhalten, und 200 Schreiber dieser unserer Rechtschreibseiten sind sich darin einig, solche in unserer Geschichte noch nicht dagewesenen Wörterverbote und Unterrichtsverbote nicht zu erörtern.
Da braucht es niemanden zu wundern, daß wir jetzt die nach 1933 ff. und 1945 ff. dritte (und von Mal zu Mal gigantischer gewordene) Bücherverbrennung erleben. (Ein Schelm, wer Böses beim Namen nennt.)

Dabei fällt mir ein: Schade, daß die Rechtschreibschützer nicht Herrn Reyer und mich in den RfdR entsandt haben. Und schade, daß die RfdR-Ortsgruppe München beschlossen hat, der Ortsgruppe Darmstadt keinen Kummer und keine Lernerlebnisse zu bereiten.
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Detlef Lindenthal

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Fritz Koch
17.12.2004 11.26
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Ich warte darauf, daß Zeitungen und Bücher in alter Rechtschreibung und das Ickler-Wörterbuch

von den Schulen auf den „Index“ gesetzt oder als „nicht empfehlenswert“ bewertet werden.

Das Zensurverbot nach Artikel 5 (1) Grundgesetz könnte nach Artikel 5 (2) durch „die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend“ von den Kultusministern ausgehebelt werden, indem sie die alte Rechtschreibung als „jugendgefährdend“, weil an den Schulen verboten, bezeichnen, denn sie könnte das Rechtschreibvermögen der Schüler gefährden.

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Karin Pfeiffer-Stolz
17.12.2004 07.42
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Aktuell

Guten Morgen allerseits,
vielleicht geht es auch andern so: Die aktuellen Verlautbarungen zum Stand der Diskussion verstören. Munskes Beitrag in der FAZ irritiert.
Denkt man oberflächlich darüber nach, so könnte sein Vorschlag tatsächlich eine Lösung sein. Malt man sich die Folgen jedoch plastisch aus, drängen sich Fragen auf.

Die Reformschreibung ist aus allseits bekannten Gründen gescheitert. Ob man will oder nicht, man wird sie ändern müssen. Die zwingend notwendigen Änderungen zielen auf die Substanz der Reform.
Nun soll das sichtbare Kleid, die ss-Schreibung, als Zugeständnis an die Reformer beibehalten werden. Welche Folgen hat das?
Meine Bedenken dazu habe ich schon vor einiger Zeit formuliert und in diesem Forum veröffentlicht. Aus aktuellem Anlaß noch einmal die ökonomischen und kulturellen Folgen der geplanten „Reform der Reform“:

Sowohl die seit 1996 in Reformschreibung erschienenen Lehrbücher der Orthographie und Grammatik wie auch alle Wörterbücher müssen überarbeitet und neugedruckt werden. Die alt-neuen Bestände sind wertlos.
Auf lange Sicht sind auch die in Reformschreibung verfaßten Literaturbände in Schulbibliotheken untragbar und werden nach einer Schamfrist erneut aussortiert. Das bedeutet, daß 100% des Buchbestands als nicht korrekt gelten muß.
Die Softwareprogramme müssen umgestellt, Mitarbeiter von Verwaltung und Wirtschaft geschult werden.

Die „Altbestände“ an Büchern in klassischer Rechtschreibung fallen weiteren Säuberungen zum Opfer. Fazit: Die Reform der Reform ist ihren Folgen nach eine neue Reform, also eine Neuauflage der Vorgänge von 1996.

Wenn Munske diesen Weg als gangbar für den Rechtschreibfrieden beschreibt: Hat er dies vielleicht doch zuwenig bedacht? Man kann es sich nicht vorstellen! Aber was denkt er dann?

Einigermaßen ratlos macht mich die Feststellung der Politiker, man müsse sich aus dieser Angelegenheit heraushalten. Das muß als Verantwortungslosigkeit und grober Zynismus aufgefaßt werden: Da schmeißt eine Gruppe von Männern ein Kind ins Wasser, dieses droht zu ertrinken. Man erkennt, daß man das nicht hätte tun dürfen und beklagt die falsche Entscheidung, aber für die Rettung des ertrinkenden Kindes erklärt sich ebendiese Männergruppe als nicht zuständig.

Meine unmaßgebliche Meinung und ein Vorschlag:
Der einzige Weg, der nun angesichts der Verbocktheit der Reformer und deren Angst vor wirtschaftlichen und Gesichtsverlusten aus der Krise führen könnte, wäre der, sowohl die Heysesche als auch die Adelungsche s-Schreibung für die nächsten Jahre gleichberechtigt nebeneinander stehenzulassen. Die Adelungsche, also klassische s-Schreibung aus Schulen, Amtsstuben und damit zwangsläufig aus der Literatur als „falsch“ zu verbannen, führt zu dem vielseits beklagten Bruch mit der Kultur. Es dürfen eben nicht alle so schreiben, wie sie wollen, und schon gar nicht die Schriftsteller.
Die Freigabe der s-Schreibung wäre ein echtes Friedensangebot und würde den Kulturbruch verhindern. Wie sich dann die Schreibung entwickelt, welches System sich am Ende durchsetzt, wird man sehen.

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Karin Pfeiffer-Stolz

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Dr. Konrad Schultz
16.12.2004 23.55
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10 gute Gründe - fast weg

Die fleißigen Beamten haben sofort aufgeräumt auf dem Bildungsserver Hessen wie auch auf der Ministeriumsseite(ich kam durch Googlen nach '„10 gute Gründe“ Rechtschreibreform Wolff' hin), aber der Bildungsserver hat noch eine interne Suchfunktion, und mit dieser kommt man ins Archiv http://portal.bildung.hessen.de/kommunikation/news/1093079329 .
Dort sind die Bezüge, von denen ich schrieb: ein toter Verweis auf eine PDF-Datei und eine ebenso tote Anschrift.

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J.-M. Wagner
16.12.2004 22.22
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Re: 10 gute Gründe gesucht!

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Dr. Konrad Schultz
Hat man der Ministerin oder ihrem Stillemunkes die 10 guten Gründe gestohlen, das Dokument ist nämlich gegenwärtig „nicht verfügbar“, oder sind die 10 Gründe plötzlich nicht mehr so gut?
Ich habe danach gesucht, aber rein gar keine Spur davon gefunden, nicht einmal einen Hinweis „nicht verfügbar“. Hatten Sie sich die direkte Internetadresse gemerkt?

Mit Google finde ich nur etwas im „Literaturnetz“: http://www.literaturnetz.com/modules.php?name=News&file=article&sid=2373
Dort gibt es einen Vermerk „Quelle: Klett“, aber auf den Seiten des Klett-Verlages findet sich auch nichts mehr.

Statt dessen habe ich bei meiner Suche auf den Ministriumsseiten eine (veraltete?) allgemeine Informationsseite zur Rechtschreibreform gefunden; bemerkenswert: die darin aufgeführten Verweise.
__________________
Jan-Martin Wagner

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margel
16.12.2004 21.24
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Semper idem

Es genügt doch aus der Sicht eines Kultusbeamten ein einziger Grund: Wir haben beschlossen, daß die Rechtschreibrefom gut ist. Weil sie gut ist, muß sie durchgesetzt werden. Wie früher der König so kann heute ein Kultusminister nicht irren.

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Fritz Koch
16.12.2004 21.04
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"Die Halbwertszeiten von Lügen"

waren vor einiger Zeit feste Begriffe.
Sie gelten auch für Reformen.

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Dr. Konrad Schultz
16.12.2004 19.02
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10 gute Gründe gesucht!

Die hessische Kultusministerin Wolff ließ sich vor ein paar Monaten „zehn gute Gründe für die Rechtschreibreform“ ausdenken. Eine aktuelle Suche danach in ihrem Ministerium (na ja, in dessen Internetportal) förderten diese Gründe nicht mehr zutage. Hat man der Ministerin oder ihrem Stillemunkes die 10 guten Gründe gestohlen, das Dokument ist nämlich gegenwärtig „nicht verfügbar“, oder sind die 10 Gründe plötzlich nicht mehr so gut? Sollten wir uns nicht Sorgen machen über die Haltbarkeit der überzeugt (nicht: überzeugend) vorgetragenen Meinungen unserer führenden Rechtschreibpolitikrepräsentanten?

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J. Teubel
27.11.2004 08.25
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Re: Re: Die Beeinflussung der Politik durch Verbände

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Christoph Kukulies
Und es es nicht so, daß die meisten der Abgeordneten aus dem Lehrerberuf stammen?


Dazu fällt mir ein: Der Bundestag ist mal voller und mal leerer, aber immer voller Lehrer.

Quelle unbekannt.

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Theodor Ickler
27.11.2004 04.57
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Zuchtmeister Müntefering

Wie zu erwarten war, hat die SPD-Abgeordnete Jelena Hoffmann ihre Unterschrift unter den Gruppenantrag zurückgezogen. Dies geschah auf Druck von Franz Müntefering, der auch den Ministerpräsidenten der Länder vor einigen Tagen zugesichert haben soll, daß die SPD-Fraktion sich im Bundestag nicht für ein Ende der Rechtschreibreform einsetzen werde.
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Th. Ickler

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Christoph Kukulies
24.11.2004 09.44
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Re: Die Beeinflussung der Politik durch Verbände

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Fritz Koch



Das deutsche Regierungssystem: Sachkenntnis stört beim Regieren. Die Bürger dürfen ab und zu wählen, aber die Politik bestimmen die Wirtschaftsverbände.


Und es es nicht so, daß die meisten der Abgeordneten aus dem Lehrerberuf stammen?

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Christoph Kukulies

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Fritz Koch
23.11.2004 13.38
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Die Beeinflussung der Politik durch Verbände

zum Nachteil der Bürger bzw. der Verbraucher ist mit der Rechtschreibreform kein Einzelfall, sondern hat schon Tradition:
Die Haftungsbeschränkung der Atomkraftwerkbetreiber,
die Verzögerungen beim Dieselrußfilter,
die Kennzeichnung der Gentechnikprodukte im Einzelhandel,
die Einführung gentechnisch veränderter Pflanzen in der Landwirtschaft,
usw. usw.
Den Verbänden kommt es gerade recht, daß nur sehr wenige Politiker Sachkenntnis haben. (Die, die Sachkenntnis haben, stören nur den reibungslosen Parlamentsbetrieb und werden hinausgedrängt.)

Das deutsche Regierungssystem: Sachkenntnis stört beim Regieren. Die Bürger dürfen ab und zu wählen, aber die Politik bestimmen die Wirtschaftsverbände.

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