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Sigmar Salzburg
14.04.2014 07.59
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Belles Lettres

Belles Lettres, das Webmagazin für Dichter und Denker,
bietet Artikel und Videotutorials zur deutschen Sprache, Grammatik und Stilistik.



Häufige Fragen

Seit wann gibt es Belles Lettres?

Seit dem 1. Januar 2010.

Wie viele Zuschauer und Leser hat Belles Lettres?

Der Podcast hat etwa 15000 Abonnenten in den drei großen deutschsprachigen Ländern und etwa 10000 im Ausland auf allen Kontinenten der Welt. Die Zahl der Besuche von echten Menschen beträgt zur Zeit 50000 im Monat. Die Zahlen stammen vom Oktober 2011; wir führen aus Datenschutzgründen nur einmal im Jahr eine Stichprobe durch.

Warum schreiben Sie daß mit Eszett?

Wir schreiben klassische Rechtschreibung, und jede Diskussion darüber ist sinnlos. Es hat nichts mit Überzeugung zu tun, sondern gründet allein darauf, daß wir selbst so schreiben und Belles Lettres in klassischer Rechtschreibung begonnen haben. Die Rechtschreibung in erschienenen Videos läßt sich nicht einfach konvertieren, deshalb ist ein konsequenter Wechsel ohnehin nicht möglich.

Da wir ein Sprachpodcast sind, können wir nicht einfach schreiben, wie es uns gefällt. Würden wir statt daß fortan dass schreiben, müßten wir die Amtsschreibung konsequent einhalten und würden damit wiederum anders als die meisten Deutschsprecher schreiben, die sich in der Mehrheit an den Duden halten. Dessen Empfehlungen weichen aber häufig von der amtlichen Rechtschreibung ab oder schlagen die schlechtere und amtlich nur geduldete Variante vor. Allein die Kommasetzung nach der amtlichen Rechtschreibung bei Belles Lettres würde zu einer Flut an Beschwerden führen.

Wir ziehen es vor, uns durch klassische Rechtschreibung deutlich im Schriftbild abzuheben als uneindeutig durch strenge amtliche Rechtschreibung. Darin gibt es außerdem Einzelregeln, die unter keinen Umständen stimmen und von einem Sprachpodcast nicht wider besseres Wissen angewandt werden dürfen.

Unser Schriftbild beeinflußt jedoch nicht die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Rechtschreibung. Wir beurteilen die beiden Rechtschreibsysteme sowie die Fantasy- und Underachieverorthografie von Duden mit derselben kritischen Distanz.

Impressum
Redaktion: Daniel Scholten (Podcast und Inhalt), Rúna Gísladóttir (Schreibfee).
Verantwortlich für Inhalt und Podcast: Daniel Scholten
mail@belleslettres.eu OpenPGP-Zertifikat.
℅ Verlagsagentur Lianne Kolf
Tengstraße 8, D–80798 München
Telefon: +49 89 39 90 59, Fax: +49 89 39 68 63

http://www.belleslettres.eu/about.php

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Sigmar Salzburg
12.03.2014 10.35
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Humanismus & Humanisierung als praktizierte Menschenwürde

Siegfried R. Krebs bespricht bei Freigeist-Weimar.de den von Horst Groschopp herausgegebenen Band:

WEIMAR. (fgw) „Eine humane Gesellschaft, die diesen Namen verdient, kann nur eine herrschaftsfreie Gesellschaft sein, in der nicht einige wenige sich auf Kosten der vielen bereichern. Nur in einer solchen Gesellschaft gäbe es keine soziale Armut.“ (S. 94) Mit dieser Schlußfolgerung faßt der Jurist und Philosoph Thomas Heinrichs seine Betrachtungen über die Humanisierung des Staates zusammen...
Horst Groschopp (Hrsg.): Humanismus und Humanisierung... Alibri-Verlag. Aschaffenburg 2014.
freigeist-weimar.de 12.3.2014

Die Rezension wurde auch von hpd.de (mit leichter lesbaren ss!) übernommen.

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Sigmar Salzburg
02.03.2014 09.46
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Hinweise auf Beiträge, ...

... die in bekannten Foren in traditioneller Rechtschreibung erschienen sind:

Im Forum „Freigeist Weimar“ bespricht Siegfried R. Krebs das Buch von
Gerhard Czermak: Problemfall Religion. Ein Kompendium der Religions- und Kirchenkritik. Marburg 2014
(26.2.2014) Das Buch selbst ist vermutlich in der „reformierten“ Rechtschreibung erschienen.

Auf der Achse des Guten stellt Burkhard Müller-Ullrich angesichts der Leistungen unseres Staatsapparates die Frage „Extremblödheit oder Hochintelligenz?“ und kommt zum Schluß: „Wir haben eine unfähige Regierung, eine unfähige Polizei und unfähige Geheimdienste. Und das ist auch gut so.“
(26.2.2014)

Bei FreieWelt.net verhackstückt Andreas Lombard die antideutsche Professorin Ute Sacksofsky unter dem Titel „Arschtritt aus dem Führerbunker“.¹
(24.2.2014)

¹) Der Titel bezieht sich vermutlich auf Hitlers Äußerungen v. 18. März 1945 (nach Speer): ... Es sei nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen... Denn das Volk hätte sich als das schwächere erwiesen und dem stärkeren Ostvolk gehöre dann ausschliesslich die Zukunft.

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Sigmar Salzburg
21.01.2014 12.30
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hpd erinnert an die 64. Wiederkehr von George Orwells Todestag

Orwell äußerte sich des Öfteren kritisch über das Christentum, bestand in seinem Testament aber auf einem Begräbnis nach dem Ritus der Church of England. Er gehört wohl zu den Vielen, auf die das Zitat von Lessing zutrifft:
„Der Aberglaub’, in dem wir aufgewachsen, verliert, auch wenn wir ihn erkennen, darum doch seine Macht nicht über uns.“
hpd.de 21.1.2014

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Sigmar Salzburg
08.12.2013 13.43
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Greuliche Politiker und gräuliche Eminenzen

Uns beschäftigen in diesem Forum die „Rechtschreibreform“ und die politischen und gesellschaftlichen Kräfte, die sie uns unterjubelten. Das Forum „Freigeist Weimar“ widmet sich in ähnlicher Weise der Religionskritik. Die Überschneidung der Themen ist gering, tritt aber mitunter doch zutage.

Siegfried R. Krebs, der Betreiber und häufige Rezensent, schreibt und zitiert bewährt, allerdings auch reformierte Texte, was mitunter verunsichert. Hier nur ein Gedanke aus dem Buch von Uta Griechen „Gibt es Gott, und wenn ja, warum nicht?“ („reformiert“ im Tectum-Verlag):
»Gleich im Vorwort geht Uta Griechen auf eine klerikale Aussage ein, daß der Atheismus auch nur eine Art Religion sei. In der ihr eigenen, humorvollen Art kontert sie: „Das ist natürlich Blödsinn, denn dann könnte man zum Beispiel 'Nichtbriefmarkensammeln' auch als Hobby bezeichnen.“ (S. 13/14) « ( freigeist-weimar.de 3.12.2013)

Interessanter für unser Thema ist die Beobachtung des Linken-Politikers Ralf Michalowsky über die (in diesem Fall religiöse) Gruppendynamik und die gegenseitige Anpassungsbereitschaft der gesellschaftlichen Kräfte:


Über die religiöse Inkontinenz bekannter Partei-Politiker
[Bild: Taufurkunde „Ein solches Dokument befördert in Deutschland politische Karrieren ganz ungemein.“] ...

Zunächst werden Politiker genannt, die mit ihrem Aufstieg demonstrativ auch eine plötzliche Neigung zu den Kirchen entdeckten:

Hannelore Kraft (SPD) , Bodo Ramelow (LINKE), Peer Steinbrück (SPD)
»kehrte nach 40jähriger kirchlicher Abstinenz in deren Schoss zurück. Zwischen den „religiös-tumpen“ Thierse und seine Kirche passt kein Blatt Papier. Der blamable Pippi-Langstrumpf-Verschnitt Andrea Nahles (SPD) meint gar, dass die Trennung von Staat und Kirche „weder eine hinreichende noch eine notwendige Bedingung von Demokratie“ sei.« Ferner Katrin Göring-Eckardt (GRÜNE), Manuela Schwesig (SPD), Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD)...

»Die Liste der Wiederkehrer aus der Politik läßt sich beliebig verlängern. Was aber reitet diese Menschen? Auf Facebook schrieb ein SPD-Genosse: „In der SPD¹ tritt einem Menschen, der in der Partei Karriere machen möchte, an einem bestimmten Punkt Gott in den Weg. Wenn man dann nicht glaubt, muss man dran glauben; dann wird man eiskalt abgesägt von den religiösen Seilschaften in den oberen Etagen.“

An den Seilschaften arbeiten Kirchenlobbyisten kontinuierlich; ganz hochoffiziell gibt es sogar „Bevollmächtigte bei Regierung und Parlament“. Beim Bundestag heißt der Mann Martin Dutzmann, er wechselte erst im Oktober vom Militärbischof zum „Seilschaftsbeauftragten“ der evangelischen Kirche. Als DIE LINKE im Mai 2010 in den Landtag von Nordrhein-Westfalen einzog, konnte ich als Parlamentarischer Geschäftsführer die Bemühungen des Kirchenlobbyismus hautnah erleben. Dort hieß der Beauftragte des „Evangelisches Büros“ Rolf Krebs. Evangelisches Büro ist die Kurzform für das Amt des Beauftragten der Evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung in den deutschen Bundesländern. Drei Wochen nach der Landtagswahl erreichte mich aus besagtem Büro die Anfrage, welchen Glaubensgemeinschaften unsere 11 Abgeordnete zuzurechnen seien. Fast täglich hielt der Mann sich im Landtag auf und eine seiner willigsten Helferinnen war die Parlamentarische Geschäftsführerin der GRÜNEN, Sigrid Beer. Ihr Studium der Theologie (Abschluß Dipl-Päd.) blieb nicht ohne Wirkung. Seit 2010 ist sie Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen. [...]«
Ralf Michalowsky
freigeist-weimar.de 4.12.2013

Was Wunder, daß bei solcher Verquickung auch die „Rechtschreibreform“ bei den Kirchen auf keinerlei Widerstand stieß, sie sich im Gegenteil mit dieser als besonders „fortschrittlich“ zu erkennen gaben, obwohl dadurch in Millionen Bibeln „greuliche Götzen“ zu „gräulichen“ werden mußten.

¹) ... der Partei August Bebels!


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Sigmar Salzburg
26.11.2013 10.50
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Akif Pirinçci

Der Wahlkampf ist seit zwei Monaten vorbei, die abgestrafte SPD kraxelt wieder an die Macht, und die Grünen sind am wohlverdienten Katzentisch gelandet. Der deutsch-türkische Schriftsteller Akif Pirinçci hatte letztere schon im Mai in H.M.Broders „Achse des Guten“ mit einem giftstrotzenden Pamphlet bedacht. Wenn es wohl nicht wahlentscheidend war, so ist doch lesenswert, wie er sich trotz der unanständigen Wortwahl noch um eine anständige deutsche Rechtschreibung bemüht:

Akif Pirincci 11.05.2013
Die Lügenpartei

... Die GRÜNEN haben dieses Land seit Jahrzehnten mit ihrem völlig frei erfundenen Schwachsinnigkeiten besamt wie Lachse auf dem Höhepunkt der Paarungszeit den Fluß. Nicht einmal eine Clownsarmee wie DIE PIRATEN, die mit noch schwachsinnigeren Parolen zur Felde zogen, konnten ihnen den Rang ablaufen, und mußten vor den Urvätern des Parasitentums kapitulieren. Tja, so sieht `s aus.
achgut.com 11.5.2013

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Sigmar Salzburg
08.10.2013 11.43
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Rechtschreibreform nicht erwähnt

Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 02.10.2013 um 05.53 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/index.php?show=news&id=690#9622
Auf dem Kieler Germanistentag beschäftigte sich eine Sektion mit Rechtschreibdidaktik. Im Programm wird die Rechtschreibreform nicht erwähnt, und nach den spärlichen Berichten kam sie auch in den Referaten nicht vor.

Das war zu erwarten. Selbst aus der Reihe der Kieler reformgegnerischen Germanisten hörte ich schon vor Jahren, man wolle sich zurückhalten, um nicht zur „skurrilen Truppe“ gezählt zu werden.

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Sigmar Salzburg
27.09.2013 07.07
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Aus der Achse des Guten

In Henryk M. Broders „Achse des Guten“ darf man auch in der traditionellen Kulturrechtschreibung veröffentlichen, und manche Autoren nutzen tatsächlich die Gelegenheit, dem ss-Geßlerhut den Gruß zu verweigern. Zu ihnen gehört neben Fred Viebahn auch Burkhard Müller-Ullrich. Er glossierte kürzlich den vom Bundesverwaltungsgericht entschiedenen Streit um den schulischen Schwimmunterricht für islamische Mädchen:

Burkhard Müller-Ullrich
Burkini: Wet-Look als Weg-Guck

Wer kennt nicht die erotisch aufgeladene Atmosphäre des schulischen Schwimmunterrichts?

... Es kommt aber noch etwas hinzu, das diese sogenannten Schwimmbäder zu wahren Sündenpfuhlen macht, und zwar der Anblick von Menschen in Badekleidung. Jeder weiß, daß solche Anblicke eine nachhaltig und unbeherrschbar sexualisierende Wirkung haben; viele Menschen, die in ihrer Schulzeit am Schwimmunterricht teilnahmen, entwickeln später ein Verlangen nach Geschlechtsverkehr.

Verantwortungsvolle Eltern lassen deshalb mit Berufung auf den Bart des Propheten ihre elfjährigen Töchter nicht in solche Naßgebiete. Sie verweigern sich der deutschen Schulpflicht und beschäftigen zwei Jahre lang die Verwaltungsgerichte in sämtlichen Instanzen. Denn da der Islam bekanntlich zu Deutschland gehört, muß sich die deutsche Lebenswelt der islamischen Blickpolitik mehr und mehr fügen. Erst das Kopftuch, dann der Niqab, dann die Burka ...

Es gibt nur ein Mittel, um die Gefahren allgemeiner Geilheit in den Bädern zu bannen, nämlich: Absenken der Wassertemperatur...

achgut.com 12.9.2013

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Sigmar Salzburg
07.05.2013 10.19
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ScienceBlogs

Zum Welttag der Genitalautonomie
Veröffentlicht von Cornelius Courts am Mai 7, 2013


Heute
jährt sich erstmalig das Urteil des Landgerichts Köln, das die medizinisch nicht indizierte Beschneidung von Jungen als Körperverletzung und damit als strafbare Handlung wertete. Quelle

Zugegeben, der Welttag der Genitalautonomie klingt etwas gestelzt. Dennoch ist es bitter nötig, daran zu erinnern und noch einmal darauf aufmerksam zu machen, daß das mutige und gute Urteil des Kölner Gerichts keineswegs zu einer Normalisierung der Verhältnisse, worunter ich den Schutz der Menschenrechte sogar für Kinder fasse, sondern dazu geführt hat, daß wir heute in einem Land leben müssen, welches die Erlaubnis für Jede(n), der/die aus irgendwelchen Gründen die Verstümmelung der Genitalien seines/ihres Sohnes im Säuglingsalter wünscht, gesetzlich verbrieft hat…

scienceblogs.de 7.5.13

Cornelius Courts ist Forensischer Genetiker am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bonn. Obwohl er beruflich vermutlich auf die Staatsorthographie verpflichtet ist, schreibt er ansonsten in der bewährten deutschen Rechtschreibung.

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Sigmar Salzburg
05.04.2013 08.13
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Achse des Guten

In Henryk M. Broders „Achse des Guten“ dürfen die Autoren die bessere Rechtschreibung verwenden, und manche nehmen das auch wahr:

Burkhard Müller-Ullrich
40 Jahre Rederei

Es ist gewiß kein Zufall, daß die erste deutsche Fernseh-Talkshow in Köln, der Stadt der Überkommunikation, stattfand. Die sprichwörtliche Redelust der Rheinländer, ihr manisches Mitteilungsbedürfnis ist tief in Religion und Mentalität verankert – so tief, daß man nicht weiß, was wovon kommt: ist das Gequassel eine außer Kontrolle geratene Form der Beichte oder ist es selbst ein Zeichen göttlicher Erleuchtung?
achgut.com 18.3.2013

Fred Viebahn
Deutsch auf Deutsch in Amerika

Kaum nähere ich mich dem Haltestrich, drängelt sich plötzlich, mit vollem Radeinschlag, ein drüben in zweiter Position dümpelnder Toyota Prius über die durchgezogene Linie in meine freie Bahn. Bei der Wahl zwischen einer Vollbremsung und aggressivem “Das-laß-ich-mir-nicht-gefallen” entscheide ich mich spontan für letzteres …
achgut.com 31.01.2013

Akif Pirincci
Das Schlachten hat begonnen

Charles Darwins These von „Survival of the Fittest“ in seinem epochalen Werk “Die Entstehung der Arten” bedeutet eben nicht “Das Überleben der Stärkeren”, wie oft kolportiert wird, sondern “Das Überleben der Angepaßten”. Aber selbst diese Beschreibung trifft nicht den Nagel auf den Kopf, denn nichts paßt sich in der Evolution irgendetwas an, sondern durch die Umstände wird “man” angepaßt. Es gibt weder einen individuellen Willen in dem Spiel noch eine alles lenkende (Natur-)Macht.
achgut.com 25.3.2013

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Sigmar Salzburg
27.01.2013 07.18
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Harald Pflueger, …

… ein linker Publizist und ‚Blogger‘, schreibt in seinem ‚Blog‘ http://haraldpflueger.com/
traditionell und unangepaßt, z. B. am 6. Dezember des letzten Jahres:


Hurra!! Merkel (98%) übertrumpft Honecker (97,5%)

Merkel, in Hamburg geboren, und kurz darauf mit ihrer Familie in die DDR übergesiedelt, hat sich, wie es sich als gute Deutsche gehört, grundsätzlich dem jeweiligen System angepaßt und untergeordnet. In der DDR machte sie eine bilderbuchhafte Blauhemd-Karriere. Als FDJ-Leitungs-„Sekretärin“ für Agitation und Propaganda hatte sie sich ihren Platz im System gesichert und konnte sich persönliche Vorteile verschaffen. So wurde sie „förderwürdiger“ Kader und schließlich zum „Reise-Kader“ befördert, so daß sie in die BRD reisen durfte. Oskar Lafontaine nannte sie folgerichtig eine „hervorragende FDJ-Sekretärin“.

[Sein folgender Link zu einem Blogger Jürgen Meyer war allerdings doch wohl zu heikel, denn dort ist er gelöscht worden.]

Merkels orthographische Anpassungsbemühungen waren dagegen nicht sehr erfolgreich.

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Sigmar Salzburg
08.12.2012 10.40
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Antike und Abendland ...

... eingestellt bei der FAZ

Eben wollte ich auf die hervorragenden, klassisch geschriebenen „Blog“-Beiträge des Althistorikers Uwe Walter hinweisen, u.a. „Antike und Abendland“, da lese ich sein Schlußwort vom 20. November:

postscriptum in eigener Sache: Dies ist der 244. und zugleich letzte Eintrag an dieser Stelle. Die Redaktion hat mich soeben informiert, daß „Antike und Abendland“ zum Monatsende eingestellt wird.

Dazu die Bemerkung eines Lesers:

Sehr geehrter Herr Walter,
als stiller Mitleser über mehrere Jahre darf ich Ihnen an dieser Stelle mein Beileid ausdrücken. Diese Entscheidung der Redaktion ist offenbar nur ein weiterer Schritt auf dem Weg der FAZ weg vom Qualitätsjournalismus. Wieso wundert mich das nicht? Bei keiner Zeitung (und ihrem Onlineangebot) hat der Verlust der Qualität in den letzten Jahren so viel System angenommen, wie bei der FAZ… Auch der sehr lesenswerte Blog „Zur Sicherheit“ wurde ohne weitere Kommentare zuerst eingestellt und dann komplett aus dem Netz gelöscht. Kritische Geister sind bei der FAZ wohl nicht mehr gefragt. Es wundert einen nicht.

Noch jedoch sind seine Beiträge lesbar, u.a. auch solche mit aktuellem Bezug: Beschneidungskritik seit 2200 Jahren und Nachtrag

Prof. Uwe Walter wurde bei uns auch hier schon erwähnt.

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Sigmar Salzburg
05.12.2012 10.44
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Freigeist in reformfreier Rechtschreibung

freigeist-weimar

Die Kirchen sind Teil des Systems!

Immer wieder, wenn laizistische Forderungen zur Vollendung des Verfassungsgebotes zur Trennung von Staat und Kirche(n) erhoben werden, immer wenn kirchenkritische Meinungen geäußert werden, hört man von tonangebenden Politikgrößen, auch der LINKEN, unisono stets diese Worte der Ablehnung: Die Kirchen sind doch unsere Verbündeten im Kampf gegen den Sozialabbau und für soziale Rechte, sie sind auch unsere Verbündeten im Kampf für den Frieden, Kirchenkritik und Laizismus kosten uns Wählerstimmen. Solche Forderungen sind unerhört und schaden uns nur. Also soll alles so bleiben wie es ist.

Vielleicht sollte zunächst einmal klar gestellt sein, daß sich Laizismus und Kirchenkritik nicht gegen die Gläubigen richten, auch nicht gegen die Gemeinschaft von Gläubigen, sondern ausschließlich gegen die (früheren Staats-)Kirchen als Machtinstrument …

freigeist-weimar.de 3.12.2012

Neben der spitzenmäßigen Klerikalisierung der GRÜNEN wird klar, daß auch die LINKE kaum eine Hilfe gegen die verfassungswidrige Verfilzung von Staat und Kirche sein will.

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Sigmar Salzburg
02.12.2012 13.21
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Der Israelit

Das Internet-Portal orthodoxer Juden hat sich anscheinend für die dauerhafte Verwendung der bewährten deutschen Rechtschreibung entschieden. Auch die Stellungnahme zur jüngsten Abstimmung in der UN-Vollversammlung ist unreformiert erschienen:

Wir teilen die Illusionen nicht, die von der Palästinensischen Autonomiebehörde und ihrem Präsidenten Abbas mit einem „Beobachterstatus“ in der UN-Vollversammlung offensichtlich verbunden werden…

Jeder noch so kleine Schritt zum Konstrukt einer „Zwei-Staaten-Lösung“ bedeutet nämlich auch – Verzicht! Verzicht auf arabisch-palästinensische Souveränität über das gesamte historische Palästina und Verzicht auf das Rückkehrrecht aller arabisch-stämmigen Heimatvertriebenen.

Andererseits ist die im Vorfeld der heutigen Abstimmung in der UN-Vollversammlung über eben diesen „Beobachterstatus“ insofern auch aufschlußreich, als daß man beispielsweise am angekündigten Abstimmungsverhalten der deutschen Bundesregierung erkennt, wie diese sich auch in dieser Frage an die Vorgaben des zionistischen Regimes und seiner Ableger in Deutschland orientiert.

Die palästinensischen Vertretungen können in dieser deutschen Regierung einfach keine verläßlichen Ansprechpartner für die Durchsetzung der elementaren demokratischen und politischen Rechte ihres geschundenen und unterdrückten Volkes finden. Noch nicht einmal für diesen eher symbolischen Akt.
...
derisraelit.org 29.11.2012

Inhaltlich ist allerdings ein Warnhinweis anzubringen: Eine solche erkennbar antizionistische Einstellung wird bei Normaldeutschen meist als antisemitisch und verfassungsfeindlich eingestuft – die Linke mußte es gerade im vorletzten Sommer erfahren.

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Sigmar Salzburg
14.08.2012 05.36
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Freidenker

Siegfried R. Krebs bespricht (in traditioneller Rechtschreibung) auf Freigeist-Weimar.de ein Buch mit fünfzehn Porträts von Freidenkern:

Heiner Jestrabek: FREIDENKERiNNEN – Lehren aus der Geschichte. Porträts und Aufsätze. 190 S. m.Abb. kart. edition Spinoza im Verlag freiheitsbaum. Reutlingen 2012. 14,00 Euro, ISBN 978-3-922589-52-1

… Freidenker – wer sind sie, was sind sie? Mit diesem Begriff kann heute kaum noch jemand etwas anfangen. Dabei war der Deutsche Freidenkerverband (DFV) in den 1920er Jahren mit nahezu 700.000 Mitgliedern eine wahre Massenorganisation, als Kulturorganisation Teil der deutschen Arbeiterbewegung.

Krebs stellt auch den Gegenwartsbezug des Buches heraus:

Verwiesen wird in diesem Porträt auf den Freidenker Karl Liebknecht, für den die Kirche keine religiöse Anstalt darstellte, sondern eine politische Organisation, eng mit dem Obrigkeitsstaat verbunden.

Hier kommt Jestrabek auf ein, nicht nur für ihn, leidiges Thema zu sprechen: Die Rechristianisierung der Linken nach dem II. Weltkrieg. Zwar deutlich gemünzt auf die SPD und ihr Godesberger Programm, aber dennoch die SED hier einbeziehend. Und seine Aussagen sind auch für maßgebliche Politiker der heutigen Partei DIE LINKE¹ zutreffend:

„Dieser Opportunismus findet sich weit verbreitet innerhalb der Sozialdemokratie, aber auch bei den KP's, die dem Bündnis mit der christlichen Friedensbewegung und einigen wenigen fortschrittlichen Pfarrern immer wieder höhere Bedeutung beimessen als der eigenen freidenkerischen Tradition. (...)
Schließlich äußert sich die Rechristianisierung der Linken in der völligen Aufgabe sogar von demokratischen Minimalforderungen wie der Trennung von Staat und Kirche und der Abwendung von jeglicher Ideologiekritik, bis hin zu offener Gegnerschaft zum Freien Denken.. Dies geht so weit, daß durch linke Parteien klerikale Politik² gefördert wird, laizistische Positionen von opportunistischen Politikern aufgegeben werden...“
(S.42)


Dieses Zitat scheint anzudeuten, daß auch das Buch selbst erfreulicherweise die Kultusminister-Rechtschreibung meidet.

Ich selbst hatte vor zwölf Jahren die Verbindung zum Freidenkerverband gesucht, um Unterstützung für meine Auseinandersetzung mit dem Kieler Kultusministerium in der Sache des Religionsersatzunterrichtes zu erhalten. Sie konnte leider infolge der heutigen Schwäche des Verbandes nur gering ausfallen.

¹) Siehe hier und ²) dort

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