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Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
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Kevin Kraus
12.06.2015 03.07
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Kiel: Demo von ca. 5000 SchülerInnen gegen Zustände am RBZ

Kiel: Demo gegen Zustände am RBZ

Mit maximal 1500 Teilnehmern hatten die Organisatoren ja gerechnet, dank bestem Wetter und bestens funktionierender Kommunikationswege in sozialen Netzwerken schlossen sich nach Polizeiangaben am Donnerstagmittag dann doch rund 2000 Schüler und Lehrer des Regionalen Berufsbildungszentrums I (RBZ) dem langen Demonstrationszug durch die Innenstadt an.

Von Jürgen Küppers

Etwa 1500 Berufsschüler demonstrieren am Donnerstag in Kiel für bessere Bedingungen an ihren Schulen.

[Bildquelle: Thomas Eisenkrätzer]

Kiel. Die Ratsversammlung widmete dem Protest gegen Enge, bauliche Missstände und schlechte Lernbedingungen an der größten Schule des Landes mit fast 5000 Schülern sogar eine aktuelle Stunde.

Immer wieder hatten vor allem Schüler versucht, auf die aus ihrer Sicht unhaltbaren Zustände aufmerksam zu machen
– vor allem in dem vom RBZ I zwangsweise genutzten Hochhaus am Westring (ehemalige Ludwig-Erhard-Schule). Wie mehrfach berichtet, klagten auch Lehrer dort über stickige Luft aufgrund der aus Sicherheitsgründen nicht zu öffnenden Fenster, über Kopfschmerzen durch vermutete Schimmelbildung, Pfützen im Gebäude nach starken Regenfällen oder über mangelhafte Ausstattung der Räume. Verschärft wurde die Lage noch vor etwa einem Jahr als sich ein weiteres Schulgebäude am Westring völlig unerwartet als einsturzgefährdet und damit als nicht mehr nutzbar erwies.

„Trotzdem ist in der Zwischenzeit so gut wie nichts geschehen“, sagt Vize-Schülersprecher Daniel Leon-Ihrecke, der die Demonstration mit seinen Kollegen der Schülervertretung organisierte. Man erwarte von der Stadt ja keine Wunder. „Aber zumindest Informationen, wie es denn nun weitergehen soll. So jedenfalls nicht.“ Schulleiterin Elke Grossmann freute sich „sehr“ über die Protest-Initiative der Schüler, um die „unglückliche Lage“ ihrer Schule der Kieler Politik und Verwaltung noch einmal zu verdeutlichen. Denn auch das Kollegium habe „ziemlich große Mühe, seine Geduld zu bewahren.“

Noch drastischer verdeutlichte die Misere eine in der Ratsversammlung verteilte und in einer aktuellen Stunde von Schülersprechern verlesene Resolution. Schüler und Lehrer klagten über Kopfschmerzen, Atembeschwerden oder allergische Reaktionen. Das Lüftungssystem im Hochhaus sei marode, durch Mängel am Sicherheitssystem musste das Gebäude zeitweise geschlossen werden (wir berichteten). Seitdem sei das Hochhaus nur bis zum sechsten Stock benutzbar. Selbst Bürgermeister Peter Todeskino habe es schon vor Jahren als „Feuchtbiotop“ bezeichnet, „in dem nie wieder Unterricht stattfinden sollte.“

Tenor der Fraktions-Reaktionen in der Ratsversammlung darauf: Ja, man nehme die Kritik ernst, sei sich der schwierigen Lage am RBZ I bewusst, obwohl die Kieler Berufsschullandschaft grundsätzlich deutschlandweit vorbildlich sei. Nein, man könne die Lage am RBZ I nicht von jetzt auf gleich komplett verbessern. Ja, man wolle trotzdem umgehend prüfen, welche Schritte möglich und finanzierbar seien.

FDP-Fraktionschef Hubertus Hencke wurde in seiner Kritik an Verwaltung und Mehrheitskooperation konkreter: „Warum ist es nicht gelungen, der Schule zumindest einen Zeitplan zu Verbesserungsoptionen vorzulegen? Wären Sie hier Ihren Verpflichtungen nachgekommen, hätte man sich so eine öffentlichkeitswirksame aktuelle Stunde sparen können.“

Bildungsdezernentin Renate Treutel stellte zwar Verbesserungen in Aussicht. Bis sie jedoch spürbar seien, könne es „aber noch einige Zeit dauern.“ Noch in diesem Sommer sollen „Verschönerungsarbeiten“ und ein „Übergangsmanagement“ erste Verbesserungen bringen.

In weiterer Zukunft plane die Stadt den Abriss und Neubau des unbenutzbaren RBZ-Gebäudes, ein weiteres soll komplett saniert werden. Außerdem ändere sich an der Größe der Schule trotz rückläufiger Schülerzahlen nichts.

kn-online.de 11.06.2015

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Kevin Kraus
08.06.2015 04.50
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

„Seien Sie mal nicht so empfindlich“, hieß es aus der Schulleitung
Lesenswert dazu auf derselben Seite: Kommentare: 29

Der Tagesspiegel

Antisemitismus in Berlin – „Du Jude!“


06.06.2015 16:34 Uhr
Von Hannah Kushnir

Nein, dies ist kein Zitat aus dem „Stürmer“, sondern eine verbreitete Beschimpfung auf Berliner Schulhöfen und Straßen. Unsere Autorin weiß, wovon sie redet: Sie ist Jüdin und Lehrerin in Charlottenburg-Wilmersdorf. Ein Brandbrief.

Die Angst im Nacken: Jüdische Lehrer fühlen sich in manchen Berliner Klassen unwohl. – Foto: Sebastian Kahnert/p-a

Ich bin gebürtige Jüdin, Lehrerin an einer Berliner Sekundarschule, ich lebe von Geburt an in diesem Land. Dies ist ein Frontbericht.

Jahrelang war ich die einzige Jüdin: die einzige Jüdin in meinen Seminaren an der Uni, die einzige Jüdin im Referendariat, die einzige Jüdin im Lehrerkollegium. Meist erfuhren die anderen eher durch Zufall, dass ich Jüdin bin. Ab da an glich ich eigentlich immer einem seltsamen Tier im Zoo, von dem Grauen und Faszination ausging. Von selbst habe ich mein Jüdischsein schon seit dem Gymnasium nicht mehr thematisiert. Zu lehrreich war mir der Geschichtsunterricht bei Herrn S., dessen Teil der Abiturvorbereitung darin bestand, uns einzutrichtern, Israel sei unrechtmäßig errichtet worden. Zu lehrreich auch die Kommentare: „Ach, du bist Jüdin? Das sieht man ja gar nicht so“ oder, genau entgegengesetzt: „Du bist Jüdin? Stimmt, das sieht man aber!“

Nun ist ein Wunder geschehen, und an meiner Schule arbeitet eine andere Jüdin. Zwei Juden! An einer Schule! Beide als Lehrer! Wir können unser Glück immer noch nicht fassen. In der simplen Tatsache, nicht mehr die Einzigen zu sein, erschöpft sich dann aber auch unser Glück.

Israel oder Judentum im Unterricht lieber aussparen

Für den Hintergrund muss ich kurz meine Schule schildern: extrem hoher Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund, hoher Anteil von Schülern aus sehr bildungsfernen Schichten, unter beiden Kategorien ein sehr hoher Anteil an arabischen Kindern.

Meine Kollegin vergaß eines Tages, dass sie noch ihren Davidsstern um den Hals trug. Fataler Fehler. Seither fallen permanent antijüdische und antiisraelische Sprüche im Unterricht. Auf der Straße wird ihr „Du Jude, verrecke“ hinterhergerufen.


Thema Israel oder Judentum im Ethik- oder Geschichtsunterricht? Besser nicht, da startet gleich eine kleine Intifada im Klassenraum. Da ist einer Christ? „Du Hund!“ Beliebtestes Schimpfwort auf dem Schulhof und im Unterricht? „Du Jude!“ Das ist ja inzwischen an vielen anderen Schulen auch so.

„Seien Sie mal nicht so empfindlich“, hieß es aus der Schulleitung


Ich frage mich: Hören nur meine Kollegin und ich das? Wo ist das Empfinden der „Anständigen“ (Zitat Angela Merkel), der anderen Lehrer, die auf die Verfassung der Bundesrepublik geschworen haben, wo das Empfinden der deutschen Schüler? Und was sagte die Schulleitung, der von diesen Vorgängen berichtet wurde? Sie sagte tatsächlich: „Nun seien Sie mal nicht so empfindlich!“

Wo soll das Aufbegehren der Bevölkerung gegen Antisemitismus herkommen, wenn nicht einmal Staatsorgane dagegen vorgehen? Wo ist hier die „immerwährende Verantwortung“ (Zitat Angela Merkel)? Und selbst wenn diese Anfeindungen an höherer Stelle gemeldet würden, selbst wenn ein Antisemitismusbeauftragter vor Ort erschiene, selbst dann frage ich: Was würde schon passieren? Die arabischen Jugendlichen jedenfalls würden sich kringeliglachen.

Den Deutschen, das ist mein Eindruck nach einem 35-jährigen Leben in Deutschland, sind Juden egal. Hauptsache, wir erinnern sie nicht an diese schlimme Sache damals. Hauptsache, wir sind schön unsichtbar. Hassen, nein, hassen tun sie uns nicht. Das übernehmen in diesem Land und in Europa die Araber, oder jedenfalls eine bedrohliche Vielzahl von ihnen. Und das deutsche Volk schaut zu. Jüdische Schüler gibt es an meiner Schule schon lange nicht mehr. Die waren dann offenbar doch zu „empfindlich“.

In einer Stadt und einem Land, wo ich mich nicht mehr traue, meinen Schülern die israelischen Vornamen meiner Kinder zu verraten, in einem Land und einer EU, wo ich mich nicht mehr trauen kann, meinen Davidsstern sichtbar zu tragen, wo Juden auf offener Straße und vor der eigenen Haustür krankenhausreif geschlagen werden, warte ich eigentlich nur noch auf grölende Horden. Wie damals.

Brandbrief an Merkel und Graumann blieb unbeantwortet


Grundlage dieses Textes – den ich aus nachvollziehbaren Gründen nicht unter meinem echten Namen veröffentliche – ist übrigens ein Brandbrief, den ich im November 2014 an Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, sowie mehrere Zeitungen schickte. Ich habe nie eine Reaktion erhalten.

Aber ach, was rege ich mich auf – ich Jude!

tagesspiegel.de 06.06.2015

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Kevin Kraus
04.06.2015 04.43
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Philologenverband Niedersachsen: Schulgesetz ist Absage an Schulfrieden – Rot-Grün will letztlich die Einheitsschule ...

Philologenverband: Schulgesetz ist Absage an Schulfrieden
Demonstration von Machtarroganz statt Berücksichtigung des Bürgerwillens
Rot-Grün will letztlich die Einheitsschule


Scharfe Kritik an der Verabschiedung des Schulgesetzes durch die rot-grüne Einstimmenmehrheit im Landtag und an der anschließenden „Siegesfeier“ mittels Auflassen roter Luftballons hat der Philologenverband Niedersachsen geübt.

Was Rot-Grün mit seiner geschmacklosen und provokanten Luftballon-Aktion feiere, sei ein Gesetz zur Demontage eines vielfältigen Schulangebots, zur Absenkung notwendiger Leistungsanforderungen und zur schrittweisen Abschaffung des Elternrechts auf freie Wahl der Schulform für ihr Kind, erklärte der Vorsitzende der Lehrerorganisation, Horst Audritz.

Die Art und Weise, wie SPD und Grüne ihr hauchdünnes Abstimmungsergebnis zelebrierten, sei Ausdruck einer provozierenden Politik und demonstriere eine bisher nicht gekannte Arroganz der Macht und eine Verhöhnung von weit über einhunderttausend Bürgern, die in Petitionen ihre Bedenken gegen den Gesetzentwurf vorgetragen hätten. Wer so auftrete, wolle keinen Schulfrieden, sondern die kompromisslose Durchsetzung seiner ideologisch geprägten Vorstellungen um jeden Preis.

Das Gesetz enthalte alle Instrumente zur Demontage eines vielfältigen Schulangebots und insbesondere des Gymnasiums
, führte Audritz aus. Die Privilegierung der integrierten Gesamtschule als eine alle anderen Schulformen ersetzende Schule, die Anbindung von Grundschulen an Gesamtschulen zwecks Verhinderung des Übergangs von Schülern an Gymnasien, die Abschaffung der Schullaufbahnempfehlung und die Abschaffung der Förderschule Lernen trotz massiver Elternproteste, all dies solle der Einheitsschule den Weg bereiten.

Auch die vermeintliche Garantie für den Besuch eines Gymnasiums in „zumutbarer“ Entfernung sei bei festgesetzten Wegstrecken von bis zu zweieinhalb Stunden täglich faktisch ein Täuschungsmanöver und Merkmal einer unseriösen Politik, wie sie Rot-Grün mehr und mehr charakterisiere. Lediglich die Wiedereinführung des 13. Schuljahrs an Gymnasien, die auf massiven Druck zustande gekommen sei, betrachte der Philologenverband als positiv.

Völlig verfehlt sei auch die rot-grüne Vorstellung, mehr „Bildungsgerechtigkeit“ durch eine Absenkung von Leistungsanforderungen schaffen zu wollen, betonte Audritz. So sei die Abschaffung der Schullaufbahnempfehlung am Ende der Grundschule nur als Signal zu verstehen, dass man für den Besuch des Gymnasiums keine den Zielen dieser Schulform angemessenen Leistungen mehr erbringen müsse. In die gleiche Richtung gingen die Abschaffung von Zensuren in der Grundschule, die Reduzierung schriftlicher Leistungskontrollen und die Absenkung von Anforderungen bei Versetzungen und Abschlüssen. Audritz: „Mit solchen Maßnahmen schafft man nicht mehr Bildungschancen, sondern man vernichtet sie.“

Den Versicherungen rot-grüner Politiker, sie wollten mit ihrem Schulgesetz nicht die Axt an ein plurales Schulangebot legen, können wir keinen Glauben schenken“, unterstrich Audritz. Ein Blick in die Programme von SPD und Grünen verdeutliche vielmehr klar, dass es letztlich um die Durchsetzung der IGS als alleinige Schulform gehe. Mit der Verabschiedung des Schulgesetzes habe Rot-Grün sich auch von der Chance auf einen Schulfrieden verabschiedet.

Hannover, 3.06.2015

Pressemitteilung als pdf

http://phvn.de/index.php/pressemitteilungen/830-philologenverband-schulgesetz-ist-absage-an-schulfrieden

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Kevin Kraus
22.05.2015 11.36
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Der Tagesspiegel, 19. Mai 2015

Pädophiliebericht des Berliner Landesverbandes – Bis zu 1000 Missbrauchsopfer bei den Grünen in den 80er und 90er Jahren

Von Gerd Nowakowski, Christian Füller

Bislang schlossen die Grünen Täter in der eigenen Partei aus, doch nun legt ein Bericht Erschreckendes offen: Im Berliner Landesverband der Alternativen Liste, der Vorläuferorganisation der Grünen, hat es massiven sexuellen Missbrauch von Kindern gegeben.


Der Berliner Landesverband der Vorläuferorganisationen der Grünen, der Alternativen Liste, sieht sich durch einen Bericht massiven Vorwürfen des Kindesmissbrauchs ausgesetzt. – Foto: dpa

In der Alternativen Liste, der Vorläuferorganisation des Berliner Landesverbands von Bündnis 90/Die Grünen, hat es massiven sexuellen Missbrauch von Kindern gegeben. Das ist das Fazit eines Berichts, den die Landesvorsitzenden Bettina Jarasch und Daniel Wesener am Mittwoch vorstellen wollen.

Ein Kommissionsmitglied spricht von „bis zu 1000 Opfern“ sexueller Gewalt. Der Bericht bezieht sich auf pädophile Aktivitäten von Parteimitgliedern und Funktionären der Alternativen Liste in den 80er und 90er Jahren. Im 2014 vorgelegten Bericht des Göttinger Politologen Franz Walter, der für die Bundespartei die Missbrauchsvorwürfe untersuchte, waren die Vorgänge in Berlin nicht enthalten.

Die Täter sind verstorben oder in Haft

Nach Informationen des Tagesspiegels beleuchtet die Untersuchung ein Missbrauchs-Netzwerk innerhalb der damaligen Alternativen Liste. Mindestens drei Täter, mehrfach verurteilt wegen Missbrauchs, waren damals im Berliner Verband aktiv. Sie gründeten eine eigene Arbeitsgemeinschaft „Jung & Alt“ innerhalb der Partei und richteten in Kreuzberg einen Freizeitladen namens „Falckenstein“-Keller ein. Dort missbrauchten sie nach Zeugenaussagen zahlreiche Jungen, die sie vorher in Grundschulen angeworben hatten.

Die Täter sind zum Teil verstorben oder sitzen mit Sicherheitsverwahrung in Haft. Ihre Namen sollen in dem Bericht genannt werden. Darunter sind Dieter Ullmann, der für die Grünen aus der Haft heraus für den Bundestag kandidierte, und Fred Karst, der die Berliner Partei- AG „Jung & Alt“ leitete und auch führender Funktionär des Deutschen Pfadfinderbunds war und dort noch als Bundesehrengerichtsvorsitzender geführt wird.

Thomas Birk, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, und einer der Autoren des Berichts der Untersuchungskommission, bestätigte ausdrücklich die hohe Zahl von Opfern. „Es ist schwer auszuhalten“, sagte Birk, „aber es gab Täter in den Reihen der Grünen“. Sie seien sowohl in die Partei hinein als auch zu gesellschaftlichen Gruppen gut vernetzt gewesen. „Wir hatten damit bis Mitte der 1990er Jahre zu tun. Die Schwulen-AG unserer Partei war bis 1993 mehr oder minder ein Pädo-Bereich“, sagte Birk.

Die Berliner Grünen stritten um den Bericht


Die Härte und Schonungslosigkeit des Berichts der Berliner Grünen stürzt die Bundespartei erneut in Verlegenheit. Eigentlich war mit dem Bericht des Parteienforschers Franz Walter, der im November vergangenen Jahres erschien, das Ende der Aufklärung erwartet worden. Die Führung der Bundespartei um Simone Peter hatte bisher stets davon gesprochen, dass sich Missbrauchstäter allenfalls durch grüne Beschlüsse ermuntert gefühlt haben könnten. Dass es Täter unter den Grünen gegeben habe, schloss die Partei bisher stets aus.

Nach Informationen des Tagesspiegels wurde bei den Berliner Grünen hinter den Kulissen um den Bericht gestritten. So sei das Kapitel über die Opfer zunächst so vage und zurückhaltend ausgefallen, dass sich wichtige Zeitzeugen geweigert hätten, weiter in der Grünen- Kommission mitzuarbeiten. Daher wurde die ursprünglich für den April geplante Präsentation verschoben, um diesen Teil neu zu schreiben.

tagesspiegel.de 19.05.2015

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Kevin Kraus
22.05.2015 05.07
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

„Für Gott“ und „Pro Noten“ – Unterschriftenaktion der CDU Heikendorf

Rund 70 Unterschriften für die Volksinitiative „Pro Noten in Grundschulen“ und noch einmal 50 für die Initiative „Für Gott in Schleswig-Holstein“ konnten Claus Asmussen und Tade Peetz trotz wenig Mai-hafter Temperaturen an ihrem Stand am Schmiedeplatz in Heikendorf innerhalb kurzer Zeit sammeln.

Vielen Bürgern ist es offenbar wichtig, diese beiden wichtigen Themen wieder in die parlamentarische Beratung zu bringen.
Vielen Dank an alle Unterstützer!
---

Mit freundlichen Grüßen
André Jagusch
Kreisgeschäftsführer
CDU im Kreis Plön
Lange Str. 12 / Stadtgraben
24306 Plön
[...]


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Kevin Kraus
19.05.2015 04.52
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Kita-Streik in SH – Olaf Scholz, SPD, Ehemann von Ministerin Britta Ernst, wirkt in SH nach : „Wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern“ ...

Was für ein Kreislauf.... erst wird den Familien und insbesondere den Frauen suggeriert, dass „nur“ ein Beruf mit Lohnerwerb das Nonplusultra ist und das Betreuen der eigenen Kinder hausbacken und unmodern ist. In der Folge müssen kostenaufwändige Kitas – wie auch Ganztagsschulen – eingerichtet werden, die mehr und mehr zu Verwahranstalten mutieren. Hauptsache: die Kinder sind von der Familie (wenn man sie noch so bezeichnen kann) getrennt. Die Abhängigkeit der Frauen von der Betreuung ihrer Kinder in den Kitas wird nun als Druckmittel wiederum für die Durchsetzung der Interessen der eigenen Mitglieder genutzt...

In dem Programm der GEW ist ganz klar verankert, dass eine ganztägige, staatliche Betreuung von Kindern ab dem 1. Lebensjahr das Ziel ist!

Irgendwo las ich vor kurzem einen Spruch, der in etwa so formuliert war: Betreust Du fremde Kinder gegen Entgelt, erntest Du Anerkennung. Betreust Du Deine eigenen Kinder – unentgeltlich – gilt das als hinterwälderisch.

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Kita-Streik
„Wir tragen das Ganze jetzt aus“
Von KN-online (Kieler Nachrichten) | 18.05.2015 13:32 Uhr

Der Kita-Streik geht in die zweite Woche: Gestern haben in der Innenstadt mehr als 1500 Erzieher aus allen Landesteilen sowie Mecklenburg-Vorpommern ihrem Ärger Luft gemacht. Sie fordern eine gerechtere Bezahlung, mehr Vollzeitstellen und bessere Arbeitsbedingungen. „Die Bereitschaft ist da, das Ganze jetzt auszutragen“, sagte DGB-Regionalvorsitzender Andreas Sankewitz...

Lübeck. Allein in der Hansestadt legten gestern 244 Erzieher die Arbeit nieder, 34 städtischen Einrichtungen oder Teams waren betroffen. 25 von ihnen – davon 20 Kitas – mussten ganz geschlossen bleiben.

Die Demo zog um 11 Uhr lautstark vom Gewerkschaftshaus am Holstentor vorbei durch die Innenstadt bis zum Koberg. Karin Hesse, Landesleiterin von Verdi Nord, kritisierte in ihrer Rede die massiven Lohnunterschiede im Land. Es gebe vor allem Teilzeitkräfte in der Branche, viele verdienen bloß 1400 bis 1500 Euro brutto im Monat. „Das ist ein eingebauter Zwang zum Zweit- und Drittjob“, rief Hesse in die Menge. Laut Matthias Heidn, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), seien in Deutschland Windräder und Autos „offensichtlich sehr viel mehr wert als die zukünftige Kita-Bildung und Erziehung unserer Kinder“.
[...]
15 000 Kinder sind nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vom landesweiten Kita- Streik betroffen, dazu etwa 140 Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdienstes. Die Schwerpunkte sind Lübeck, Kiel, Neumünster, Flensburg, Norderstedt und Heide.

Gestreikt wird für eine gerechte Bezahlung, den Ausbau der Vollzeitstellen und bessere Arbeitsbedingungen. Im Durchschnitt fordert die GEW zehn Prozent mehr Gehalt. Bei vielen reiche das Gehalt derzeit nicht zum Leben, 95 Prozent der Erzieher sind weiblich. Karin Hesse von Verdi Nord: „Wenn die Förderung der Kinder nicht nur schöne Sonntagsreden sein sollen, dann müssen die Rahmenbedingungen stimmen.“

Heute demonstrieren um 16 Uhr mehrere Eltern und Kinder auf dem Markt am Rathaus, die vom anhaltenden Kita-Streik in der Hansestadt betroffen sind.

Von Peer Hellerling

kn-online.de 18.05.2015
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Kommentare im Forum

ordolib | 18.05.2015

„Erzieher“ / Kindergärtnerinnen demonstrieren....

83 % der sogenannten ErzieherInnen sind stinknormale Kindergärtnerinnen die eine 3-jährige Ausbildung hinter sich gebracht haben und nach dem TVöD tarifgerecht bezahlt werden ! Und im übrigen hat eine bestreikte KiTa ja wohl nichts mit dem immer wieder von den Kindergärtnerinnen propagierten „stabilen, geregelten, vertrauensvollem Umfeld, wo die Kinder Zeit zum Spielen, Toben und Lernen haben“ gemein. Eine Phrase, die sich in Nichts auflöst wenn verdi mit gezinkten Karten zum Streik aufruft.
Öffentliche Arbeitgeber: HART BLEIBEN !!!

Anne! | 18.05.2015

Frechheit

Das Verdi auch noch meint, die Eltern befürworten diesen Streik, ist eine Frechheit! Neuerdings scheint streiken ja auf der Tagesordnung zu stehen.
Das Wohl der Kinder liegt in diesen Tagen auch den Erziehern scheinbar nicht am Herzen.....
Und wohin mit den Kindern??? Wie sollen alleinerziehende ihr Kind/ihre Kinder unterbringen? Welcher Arbeitgeber macht das dauerhaft mit? Dazu findet man keine freundlichen Worte mehr. Ich jedenfalls nicht.

Langkieler | 18.05.2015

Kindertageseinrichtungen gehören abgeschafft.

Die Entfremdung und Teilung der Familien von Gesetzes wegen verstößt gegen elementare Grundrechte und -pflichten von Kindern und Eltern.

Gerade die substanzlose Anmaßung, die Verdi gerade propagieren läßt, daß „Erzieherinnen“ so ziemlich alle elterlichen Pflichten und Handlungsbereiche übernehmen sollen, ist die Umsetzung der Parole des Ehemanns unserer Bildungsministerin, Olaf Scholz, der schon 2002 als SPD-Generalsekretär tönte: „Wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern.“

Den Anfängen zu wehren, ist es schon zu spät. Wir wollen keine Jugend nach Margot Honeckers Vorgaben!

Im Übrigen verdienen Erzieher(innen) heute schon deutlich besser als vergleichbare Berufe, haben aber weder Wochenend- noch Nachtdienste zu schieben, wie z.B. Krankenschwestern, u.v.m. .

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Kevin Kraus
18.05.2015 13.19
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] LESENSWERT! Kita-Streik: Geiselnahme im Kindergarten – oder „Die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern“ (Olaf Scholz)
Die Verstaatlichung der Familie zeigt ihr wahres Gesicht:
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17. Mai 2015
Der Wahlkampf hat begonnen – in den Kitas. Kleinkinder können sich nicht wehren, wie praktisch.

Kita-Streik: Geiselnahme im Kindergarten

Von
Roland Tichy

Eine gute Idee von Funktionären der Gewerkschaft Ver.di beim Kita-Streik in Osnabrück: Eltern sollen ebenfalls streiken, „indem sie ebenfalls die Betreuung der Kinder verweigern und sie zum Beispiel beim Bürgermeister abgeben.“ Das also ist das stabile, geregelte, vertrauensvolle Umfeld, in dem unsere Allerkleinsten gut heranwachsen können? Krabbeln zwischen Schreibtischen, Papierkorb und Gummibaum im Einwohnermeldeamt?

Aber das interessiert weder Ver.di noch die dort organisierten Erzieherinnen. Kita ist ein Geschäftsmodell, eines, das umso besser funktioniert, weil es öffentlich betrieben wird. Die Verstaatlichung der Familie zeigt ihr wahres Gesicht: Die Freiheit vom Kind wird gegen die Unfreiheit getauscht, die im Ermessen von Ver.di-Funktionären liegt.

Viele haben Verständnis für den Kita-Streit. Aber es ist auch die Geschichte eines großen Schwindels: Viel versprochen – wenig gehalten.

Der grosse Kita-Streik-Schwindel

Denn die Kosten für die vielen hunderttausend neuen Kita-Plätze sind enorm. Die Städte sind überfordert. Verantwortlich sind nicht geizige Bürgermeister. Jetzt, wenn es um’s Zahlen für ihre Versprechungen geht, verdrückt sich die große Koalition im Bundestag. Sonst gilt: Wer bestellt – bezahlt. In der Sozialpolitik wird bestellt – andere sollen bezahlen. Weil das nicht klappt, werden die Kitas zur Falle für Kinder und Eltern. Auch die Qualität ist oft schlecht – auch wenn jetzt immer die gezeigt werden, wo Babies Chinesisch lernen. In den meisten Bundesländern sind die Kita-Gruppen zu groß, um den Bedürfnissen der Kleinen gerecht zu werden. Auch das war zu erwarten: Hunderttausende neuer Betreuungsplätze gibt es nicht ohne Abschlag auf die Qualität, wenn nur Quantität zählt. Auf die versprochene Qualitätsoffensive warten Eltern vergebens. Jetzt geht´s erst mal um mehr Geld für die, die drin sind.

Und die Qualität wird noch schlechter, wenn nur noch weniger Erzieherinnen eingestellt werden, um die Kosten im Griff zu halten. Aber wen stört das schon in der Politik des Kita-Schwindels? In 20 Jahren werden wir wehleidige Artikel über eine verlorene Generation lesen, die ihrer Kindheit beraubt wurde. Vermutlich erscheint dann ein Bestseller “Generation Kita”. Dafür melde ich hiermit das Copyright an. Darin wird stehen, wie Kinder emotional verarmten, weil das Geld für die versprochene gute Betreuung fehlte, und dass diese Generation zur Bindungsarmut verdammt ist. Alles klar – Ausreden sind ja ein probates Mittel der Entschuldigung. Das Ziel der Familienpolitik ist, die Erwerbsbeteiigung von Frauen zu fördern. Dem wird alles untergeordnet – insbesondere die Kinder.


Besonders hübsch: In Baden-Württemberg und Bayern gibt es Beiträge der Eltern zu den Kita-Gebühren, in Rheinland-Pfalz und Berlin nicht. Die Eltern in den Zahlerländern des Finanzausgleichs zahlen also die Erhöhung der Löhne in den Empfängerländern mit. Das ist Föderalismus pervers. Aber so ist Deutschland: Nicht wirklich reformfähig, wenn es um den Sozialschwindel geht. Zahler und Empfänger, Draufzahler und Begünstigte werden vermischt. Bis keiner mehr durchblickt. So entsteht der undurchdringliche Dschungel der Umverteilung, in dem Politiker für die nächste Wahl mal wieder ein Opfer ausspähen und erlegen.

Erpressung mit Kindertränen

Jetzt ist aber erst mal Ver.di dran. Der gemeinste Schwindel: Ver.di erpresst uns jetzt mit dem, was uns am meisten schmerzt: Mit kullernden Kindertränen. Dabei wollen sie das Tarifgefüge im öffentlichen Dienst durcheinander wirbeln. Auch Polizisten und Müllmänner leisten wertvolle Arbeit, das Pflegepersonal in den Seniorenheimen ebenfalls. Die Erzieherinnen sind die Müllmänner der Gegenwart im Gewerkschaftskampf: 1974 erkämpfte der damalige ÖTV-Chef Kluncker mit dem Streik der Müllmänner über 10 Prozent Lohnsteigerung; der Sturz von Willy Brandt als Bundeskanzler liegt auch in den explodierenden Budgets begründet. Ver.di-Chef Bsirske argumentiert ja bei allen Berufsgruppen immer gleich: Gutes Geld für gute Arbeit, lautet seine Formel. Nur zu. Beim Wünschen nach Geld und Gerechtigkeit ist der Himmel offen. Es wird ein heißer Herbst, und dann streiken nicht mehr die Erzieherinnen – ihr Plus aber wird der Maßstab für weniger populäre Berufsgruppen sein.

Wer jetzt populistisch mehr Geld für die Einen fordert wie Sigmar Gabriel und Manuela Schwesig, der muss auch sagen: Wer zahlt dafür, und zwar für Alle? In der Industrie und Wirtschaft wissen die Gewerkschaften: Wenn unsere Autos oder Maschinen zu teuer werden – gehen früher oder später die Arbeitsplätze verloren. Diese Vernunft-Bremse fehlt beim öffentlichen Dienst. Er muss dafür aus Vernunft das richtige Mass halten; Politiker müssen auch mal hart bleiben. Mass hat Ver.di verloren und fordert vier mal so viel wie bei Auto, Maschinenbau oder Chemie: Die Rechnung ist einfach: Beim öffentlichen Dienst zahlen eben andere – nämlich wir, die anonymen Steuerzahler. Und Politiker? Applaudieren auch noch und knicken ein. Es ist peinlich, wenn insbesondere Gabriel und Schwesig durch die Lande tingeln und Verständnis äußern. Es ist der permanente Wahlkampf, der zu Lasten des Steuerzahlers ausgetragen wird: Alle nicken bei der Lohnerhöhung für Erzieherinnen; Schwesig macht Punkte bei Frauen. Wer zahlt? Ach so…. Andere! So irgendwie. Es ist das Festival des Populismus, was wir hier erleben und das der Verantwortungslosigkeit.

Die Entwertung der Selbsterzieher

Und der größte Schwindel: Angeblich wird die Arbeit der Erzieherinnen nicht gewürdigt. Doch, das wird sie. Ich kenne nur einen Berufszweig, der ständig schlecht gemacht wird, der verspottet und lächerlich durch den Kakao gezogen wird: Die selbsterziehende Mutter. Wer drei Kinder zu Hause aufzieht, wird um 100 € Betreuungsgeld beneidet und vor dem Bundesverfassungsgericht verklagt; Manuela Schwesig wird sich sichtlich freuen, wenn diesen bösen Muttis das Betreuungsgeld von den Richtern am Bundesverfassungsgericht verweigert wird. Wer drei fremde Kinder in der Kita versorgt, für den wird gestreikt. Wer sie zu Hause erzieht, muß bestraft werden. Ist das fair? Es ist nicht mal wirtschaftlich. Ein Krippenplatz mit allem drum und dran kostet an die 4.000 €. Er ist die teuerste denkbarste Form der Betreuung, Tendenz steigend. Die Akzente in der Familienpolitik werden notorisch fragwürdig gesetzt. Wir haben es ja. Haben wir es wirklich?

Wir haben nicht genug Geld. Gabriel will deshalb notfalls sogar das Grundgesetz ändern, damit er gut verdienende Eltern noch stärker besteuern kann, um damit weniger gut verdienende Eltern zu unterstützen. Richtig wäre ein anderer Weg – das Familiensplitting. Dabei wird das Einkommen auf die Anzahl der Familienmitglieder, Vater, Mutter, Kinder aufgeteilt und dann versteuert. Im Ergebnis wären größere Familien schnell steuerfrei. So funktioniert das in Frankreich – und zwar effizient. Großfamilien sind dort populär. Deshalb, Wirtschaftsminister Gabriel, kämpfe beim Finanzminister für das Familiensplitting, damit Kinderreiche bei Steuern endlich mal richtig besser gestellt werden. Und Familienministerin Schwesig muss lernen: Nicht nur an die Zielgruppe für den nächsten Wahlkampf denken. Wenn alles teurer wird, hat am Ende keiner was davon. Aber Gesamtverantwortung ist ein Fremdwort. Bekanntlich hat ja der Wahlkampf begonnen. Ausgerechnet in den Kitas. Die können sich ja nicht wehren. Und Familienpolitik ist das neue Thema der SPD.

rolandtichy.de 17. Mai 2015

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Kevin Kraus
15.05.2015 05.49
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

news4teachers.de 13.5.2015

Niedersachsen: 33.000 Bürger fordern Erhalt eines vielfältigen Schulangebots

HANNOVER. Eine Eltern-Lehrer-Initiative hat heute dem niedersächsischen Landtagspräsidenten Busemann eine Online-Petition mit 33.000 Unterschriften zum Erhalt eines vielfältigen Schulangebots in Niedersachsen und des Elternrechts auf freie Schulwahl übergeben. Darüber informiert die Initiative in einer Pressemitteilung.


„Mit dieser Petition an Landtag und Landesregierung wenden wir uns vor allem gegen die geplanten Bestimmungen des rot-grünen Schulgesetzes, dass bei Errichtung einer Gesamtschule andere Schulformen nicht mehr vorgehalten und damit zu einem Gymnasium zunehmend lange Schulwege in Kauf genommen werden müssen“, erklären die Sprecherinnen der Initiative: Petra Wiedenroth vom Verband der Elternräte der Gymnasien, Kirsten Radtke, Elternvertreterin Förderschule Lernen, und Helga Olejnik vom Philologenverband Niedersachsen. Diese Pläne stellten insgesamt einen großen Schritt auf die generelle Einführung der Gesamtschule für alle Schüler dar, was die bisherige schulische Vielfalt nach und nach beseitige und nicht dem Willen der Eltern- und Bevölkerungsmehrheit entspreche.

Die Eltern müssten auch in Zukunft das Recht haben, die aus ihrer Sicht bestmögliche Schulform für ihr Kind zu wählen. Dies gelte auch für die Förderschule Lernen. So sei es beispielsweise in keiner Weise nachvollziehbar, dass die Landesregierung auf öffentlichen Druck hin die Förderschulen Sprache jetzt erhalten, die Förderschule Lernen dagegen trotz massiver Elternproteste abschaffen wolle. Viele Eltern wünschten sich aber für ihre Kinder mit Unterstützungsbedarf weiterhin eine Förderschule mit ihren besonderen Möglichkeiten der individuellen und gezielten Förderung in kleinen Lerngruppen durch dazu besonders qualifizierte und erfahrene Lehrkräfte. Diesen Förderansprüchen könne eine „inklusive“ Schule – mindestens derzeit – nicht gerecht werden.


Die Sprecherinnen unterstreichen, dass die Petition ein in der Verfassung verankerter Akt direkt-demokratischer Bürgerbeteiligung an der Politik sei, der einen dringlichen Appell an die Parlamentarier beinhalte, den Bürgerwillen zu respektieren und umzusetzen. Die Landesregierung sei daher gefordert, auch gemäß ihrer eigenen Koalitionsvereinbarung, die „eine neue Kultur direkter Bürgerbeteiligung etablieren“ wolle, entsprechend zu handeln.

Die innerhalb nur weniger Wochen gesammelten 33.000 Unterschriften seien ein eindrucksvolles Zeichen dafür, wie sehr die schulpolitischen Pläne der Landesregierung die Bevölkerung mit großer Sorge erfüllten und daher abgelehnt würden. Die 2600 Kommentare, die den Unterschriften vielfach zur Erläuterung beigefügt wurden, spiegelten diese berechtigten Sorgen vieler Menschen wider. Insbesondere werde mit Nachdruck der Erhalt der Gymnasien und der Förderschulen gefordert, oft mit sehr bewegenden Worten, vor allem dann, wenn Eltern von Förderschulkindern persönlich betroffen seien. „Wir appellieren daher an die Abgeordneten von SPD und Grünen, diese Sorgen und Bedenken ernst zu nehmen und nicht leichtfertig abzutun“, so die Sprecherinnen der Initiative.

news4teachers.de 13.05.2015

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Kevin Kraus
14.05.2015 05.09
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

derwesten.de
Rot-Grün legt keinen Wert auf Latein
13.05.2015 | 00:10 Uhr
Weniger Latein, dafür mehr Sonderpädagogik, digitale Medien und die „Islamische Religionslehre“ als Regelfach: Die rot-grüne Landesregierung hat eine umfassende Reform der Lehrerausbildung in NRW auf den Weg gebracht. Das Kabinett beschloss gestern eine Änderung der Gesetzeslage von 2009, der nun noch der Landtag zustimmen muss.

„Wir richten die Lehrerausbildung behutsam und konsequent auf die Zukunft aus“, erklärte Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne). Als wichtigste Aufgaben nannte sie die Inklusion (Integration von behinderten Kindern in Regelschulen) und „den Umgang mit Vielfalt im Klassenzimmer“ sowie das Lehren und Lernen mit digitalen Medien.

Das Land schreibt künftig für alle angehenden Lehrer sonderpädagogische Basiskompetenzen verbindlich vor. Selbst wer Mathematik-Studienrat an einem Gymnasium werden möchte, soll sich in seiner Ausbildung mit Fragen der Wissensvermittlung an Schüler mit Handicap befassen. „Die zusätzlichen bildungswissenschaftlichen Anforderungen dürfen nicht dazu führen, dass in der fachlichen Ausbildung der Lehrer weiter Abstriche gemacht werden“, warnte der Vorsitzende des Philologenverbandes NRW, Peter Silbernagel.
Auch CDU-Fraktionsvize Klaus Kaiser sieht die Gefahr einer Überfrachtung: „Wir brauchen die richtigen und geeigneten Persönlichkeiten für das Lehramt. Dies gilt umso mehr, als sich heute die Hälfte der Lehrer im Beruf überfordert fühlt.“

Umstritten ist auch die geplante Verbannung der lateinischen Sprache aus der Lehrerausbildung. Fremdsprachen-Lehrer müssen mit Inkrafttreten des Gesetzes kein Latinum mehr nachweisen. In den Fächern Geschichte und Philosophie wird fortan nur noch das Kleine Latinum, also ein Basiswissen, verlangt. NRW passe seine Anforderungen lediglich denen anderer Bundesländer an, verteidigte das Schulministerium den Schritt. Bislang kamen Studenten an NRW-Unis in den Lehramtsfächern Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch nicht am Latinum vorbei.

Tobias Blasius
derwesten.de 13.05.2015

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Kevin Kraus
05.05.2015 07.40
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Druck zu groß: Riesen-Ansturm auf das neunjährige Gymnasium

Großer Druck schon in der sechsten Jahrgangsstufe


MÜNCHEN – Im Schnitt 60 Prozent, an manchen Gymnasien sogar gut 75 Prozent: Die Nachfrage nach der um ein Jahr verlängerten Mittelstufe ist enorm. An den 47 Pilotschulen in Bayern wollen im Schnitt rund 60 Prozent der Schüler die um ein Jahr verlängerte „Mittelstufe plus“ besuchen.

Das sagte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) am Montag auf Anfrage am Rande seines Prag-Besuchs. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Gymnasien sind allerdings enorm: An einzelnen Schulen hätten sich nur etwa 20 Prozent der Siebtklässler für die längere Variante entschieden, an anderen Schulen dagegen rund drei Viertel, sagte Spaenle in einem Telefonat mit der Deutschen Presse-Agentur.

Die Nachfrage übersteigt die Erwartungen der Staatsregierung damit um mehr als das Doppelte: Das Ministerium hatte wiederholt erklärt, dass man von einem Bedarf von rund 25 Prozent der Gymnasiasten ausgehe.

Der Schul-Experte der SPD-Landtagsfraktion, Martin Güll, sagte: «Die Abstimmung mit den Füßen zeigt, welches Gymnasium die Familien tatsächlich wollen.» Er selbst wisse von einer Modellschule in Dillingen, dass sich dort sogar 90 Prozent der Eltern für die längere Schulzeit ausgesprochen hätten.

Der bildungspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Thomas Gehring, sieht die Entwicklung als Zeichen großer Unzufriedenheit der Schüler und Eltern mit der momentanen Unterrichtssituation an den bayerischen Gymnasien. «Schon in der sechsten Klasse ist der Druck enorm, so dass an den 47 Pilotschulen eben doch die Mehrheit der Betroffenen versucht, in eine neunjährige Gymnasiallaufbahn zu wechseln.»
[...]

Mehr unter nordbayern.de 04.05.2015

Siehe auch br.de 04.05.2015

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Kevin Kraus
29.04.2015 16.35
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Dass „jünger“ nicht unbedingt „besser“ bedeutet, ist hinlänglich bekannt – wie oft schon wurde die mangelnde Reife der Abiturienten von Arbeitgebern, Universitäten und anderen Einrichtungen beklagt...
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URL: http://bildungsklick.de/pm/93632/abiturienten-sind-juenger-aber-mehr-schueler-wiederholen-eine-klasse/
Pressemeldung von: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

Abiturienten sind jünger, aber mehr Schüler wiederholen eine Klasse

DIW Berlin erweitert empirische Basis zu G8-Wirkungsstudien – Daten umfassen die Abiturjahrgänge 2002 bis 2013 – Anteil der Abiturienten stabil


Berlin, 29.04.2015

Jüngere Abiturienten, unveränderter Abiturientenanteil, aber mehr Sitzenbleiber: Das sind laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) Folgen der G8-Reform zur Verkürzung der Gymnasialschulzeit in Deutschland.

Demnach sind die Abiturientinnen und Abiturienten durchschnittlich rund zehn Monate jünger als vor der Reform, wenn sie ihren Abschluss erreichen. Dies sind weniger als die zwölf Monate, um die sich die Schulzeit infolge der Reform verkürzt hat. Ein Grund dafür: Mehr Schüler als früher wiederholen im Laufe ihrer Zeit am Gymnasium eine Klasse, insbesondere in der Oberstufe. Beim Anteil der Schüler, die ihre Schullaufbahn am Gymnasium mit dem Abitur abschließen, hat sich durch die Einführung der zwölf Jahre umfassenden Schulzeit bis zum Abitur im Vergleich zur 13 Jahre dauernden Schulzeit keine Änderung ergeben.

"Befürchtungen, dass die G8-Reform Schüler vom Abitur abschreckt, können ebenso wenig bestätigt werden wie Hoffnungen, dass die verkürzte Abiturschulzeit dazu führt, dass sich mehr junge Leute für ein Abitur entscheiden", sagen die Studienautoren Jan Marcus und Mathias Huebener. Die beiden Bildungsökonomen des DIW Berlin haben anhand amtlicher Daten des Statistischen Bundesamtes für die Abiturjahrgänge 2002 bis 2013 untersucht, wie sich eine der umstrittensten Bildungsreformen der vergangenen Jahre auf wichtige Kennzahlen für Bildungserfolg ausgewirkt hat. Mittlerweile drehen erste Bundesländer die Reform zurück. Marcus und Huebener raten, bei Änderungen der Schulzeit nicht in Aktionismus zu verfallen: „Man kann die Reform zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilen. Noch lässt sich nicht zuverlässig sagen, welche Wirkungen sie außerhalb der Schule hat, beispielsweise darauf, ob sich das Freizeitverhalten und das gesellschaftliche Engagement der Schüler verändert haben und ob Abiturienten tatsächlich früher in den Arbeitsmarkt eintreten.“

Zahl der Klassenwiederholungen steigt vor allem in der Oberstufe

Eine wichtige Frage ist, welche Effekte tatsächlich auf die Reform zurückgehen. So muss beispielsweise bei der Abiturientenquote der generelle – also von der Reform völlig unabhängige – Trend zu mehr Abiturienten berücksichtigt werden. Dafür, dass die Abiturienten heute jünger sind, könnte auch ein jüngeres Einschulungsalter verantwortlich sein. Um solche verzerrenden Effekte herauszurechnen, haben Marcus und Huebener einen sogenannten Differenz-von-Differenzen-Ansatz verwendet, der nicht nur allgemeine Veränderungen der Untersuchungsgrößen berücksichtigt, sondern auch den Einfluss anderer Bildungsreformen wie die Einführung des Zentralabiturs.

Die multivariaten Analysen ergeben, dass die G8-Reform das Durchschnittsalter der Abiturienten statt um ein ganzes Jahr nur um durchschnittlich 10,3 Monate reduziert hat, unter anderem, weil die Wahrscheinlichkeit, im Verlauf der Gymnasialschulzeit eine Klasse zu wiederholen, um drei Prozentpunkte gestiegen ist. Da unter G9 im Durchschnitt fast 15 Prozent der Schüler einer Jahrgangsstufe im Laufe ihrer Gymnasialschulzeit eine Klasse wiederholt hätten, entspricht der Anstieg einer Erhöhung der Klassenwiederholungsquote um rund ein Fünftel. Jungen sind von dieser Entwicklung stärker betroffen als Mädchen. Die meisten der zusätzlichen Klassenwiederholungen gab es in der Oberstufe – dies könnte auch darauf hindeuten, dass die betroffenen Schüler nicht unbedingt durch G8 überfordert sind, sondern freiwillig eine Klassenstufe wiederholen, um Kurswahlen anzupassen oder die Abiturleistung zu verbessern.

Auswirkungen der G8-Reform nicht nur kurzfristige Umstellungseffekte

Die Effekte der G8-Reform ließen sich anhand einer zusätzlichen Analyse zudem über einen längeren Zeitraum nachweisen. „Die steigende Zahl der Klassenwiederholungen ist kein kurzfristiges Phänomen, das nur im Umfeld der Einführung von G8 auftritt und mit zunehmender Erfahrung mit der neuen Schulform nachlässt“, erklärt Huebener. So blieb die Reduktion des Abiturientenalters in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern – jenen Ländern, die die Reform zuerst umsetzten – auch fünf Jahre nach dem G8-/G9-Doppeljahrgang hinter einem vollen Jahr zurück. Auch die Entwicklung der Klassenwiederholungsquote schwächte sich mit zunehmendem Abstand zur Reformeinführung nicht ab.

• DIW Wochenbericht 18/2015 PDF, 0.55 MB
• DIW Wochenbericht 18/2015 als E-Book EPUB, 2.25 MB
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Zur Veröffentlichung freigegeben – Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung / bildungsklick.de

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Kevin Kraus
22.04.2015 15.23
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Vielleicht habe die Lornsenschule seinerzeit einen Fehler gemacht, als sie sich für das Abitur nach zwölf Jahren entschieden habe, meinte Stegner. Um neues Chaos in der Bildungspolitik zu verhindern, sei ein Umschwenken auf G 9 aber ausgeschlossen.

Angesichts der aktuellen Berichte eben aus Schleswig drängt sich die Frage auf, ob das Beibehalten von G8 nicht für größeres Chaos sorgt...immer noch....
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Schleswig : Blattkritik mit Ralf Stegner
vom 21. April 2015

Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

SPD-Landesvorsitzender besucht SN-Redaktion – und mahnt die Stadt zur Eile in der Theater-Frage.
Angriffslustig, wie man ihn kennt, präsentierte sich Ralf Stegner gestern Abend beim Besuch in der SN-Redaktion. [...]
Klare Worte fand der SPD-Chef auch zum Thema G 8/G 9, das in Schleswig an Brisanz gewonnen hat, nachdem sich die Anmeldezahlen an der Lornsenschule (G8) im Vergleich zum Vorjahr halbiert haben, während sich die Domschule (G9) nach wie vor eines starken Zuspruchs erfreut. Vielleicht habe die Lornsenschule seinerzeit einen Fehler gemacht, als sie sich für das Abitur nach zwölf Jahren entschieden habe, meinte Stegner. Um neues Chaos in der Bildungspolitik zu verhindern, sei ein Umschwenken auf G 9 aber ausgeschlossen.
„Das ist der Preis der Demokratie und für mich politische Glaubwürdigkeit.“ Stegner kündigte an, der Lornsenschule bei Gelegenheit einen Besuch abzustatten, um sich die Probleme von den Betroffenen schildern zu lassen.

[...]

shz.de/lokales 21.04.2015
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Schleswig : Domschule darf alle Sextaner aufnehmen
vom 29. März 2015

Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Nach Eltern-Widersprüchen: Die Domschule richtet für Fünftklässler eine zusätzliche Parallelklasse ein. Die Kapazitätsgrenze ist aufgehoben.

Jetzt sind die Schranken gefallen: Die Domschule darf alle angehenden Fünftklässler aufnehmen. Damit wird das G9-Gymnasium in die Lage versetzt, keinen einzigen Sextaner, der sich dort für das kommende Schuljahr angemeldet hat, mehr abweisen zu müssen. Das hat das Kieler Bildungsministerium so entschieden. Die von der Stadt als Schulträgerin mit beschlossenen Kapazitätsbegrenzungen für die Domschule sind demnach außer Kraft gesetzt.
Nach aktuellem Anmeldestand wird die Domschule fünfzügig verfahren, bestätigte Direktor Georg Reußner gestern auf SN-Nachfrage.

Für die Lornsenschule hat diese Entwicklung möglicherweise harte Konsequenzen. [...]

Zum Hintergrund: Die Domschule hatte vom Schleswiger Schulträger eine Kapazitätsbegrenzung auferlegt bekommen, nach der sie nicht mehr als 116 neue Fünftklässler aufnehmen konnte. Tatsächlich war aber die Zahl der Eltern, die ihr Kind an der Domschule unterrichten lassen möchten, weitaus höher. Sie lag zuletzt bei 129 Schülern. Laut Kapazitätsregel also 13 zu viel – so musste die Domschule dieser Gruppe einen abschlägigen Bescheid erteilen.
Doch die Eltern von acht Kindern akzeptierten nicht – und legten Widerspruch ein.
[...]

shz.de/lokales 29.03.2015
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Gymnasium in Schleswig : Der Lornsenschule laufen die Schüler davon
vom 5. März 2015

Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Im neuen Schuljahr wird die Domschule mehr als doppelt so viele Fünftklässler aufnehmen als die Lornsenschule. Woran das liegt, scheint klar.

Mit diesem fast Erdrutsch-artigen Ergebnis hat an der Lornsenschule keiner gerechnet: Die Anmeldezahlen für die fünften Klassen sind dramatisch zurückgegangen. Nur noch 53 angehende Fünftklässler haben sich für dieses G 8-Gymnasium entschieden – das ist ein Schüler-Rückgang von etwa 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2014 waren es 104 Anmeldungen, siehe Grafik).
Dazu sagte Lornsenschul-Orientierungsstufenleiter Carsten Schmolling gestern auf SN-Nachfrage: „Wir haben heute am letzten Anmeldetag gehofft, dass noch mehr Eltern kommen, um ihr Kind bei uns anzumelden, aber leider vergeblich.“ Im Lehrerkollegium sei man „überrascht, entsetzt, aber auch sehr traurig“ über diese Entwicklung.

Wie soll es nun weitergehen?

Schmolling kündigt an: „An der Lornsenschule werden wir die neue Lage in den nächsten Tagen genau analysieren und besprechen. Dann werden wir sehen.“

Die Lage für die Lornsenschule, die im Jahre 2008 noch 172 Sextaner-Anmeldungen hatte und sechszügig agieren konnte, wird nicht gerade leichter beim Blick auf die benachbarte Domschule. Dort kann man mit einem wiederum satten Anmelde-Ergebnis aufwarten: 129 angehende Fünftklässler, die gern den neunjährigen Weg zum Abitur gehen wollen. [...]
Schleswig bietet die Alternative G 8 (Lornsenschule) oder G 9 (Domschule) an für alle Eltern, die ihr Kind aufs Gymnasium schicken wollen. Doch in keinem Jahr zuvor fiel die Wahl so eindeutig pro G 9 aus als dieses Mal.

Das erschüttert das Lehrerkollegium der Lornsenschule „schon sehr“, wie Schmolling gegenüber den SN einräumt. [...]

shz.de/lokales 05.03.2015

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Kevin Kraus
20.03.2015 14.05
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Pressemitteilung des Philologenverbandes Niedersachsen:

Lehrer und Eltern empört über Hasstiraden der grünen Fraktionsvorsitzenden
Piel spricht von „Zusammenrottung von Unternehmerkindern an Gymnasien“
„Grotesk unwahre und verleumderische Äußerungen“


Mit Empörung hat der Philologenverband Niedersachsen auf „antigymnasiale Tiraden der Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Landtag, Anja Piel, reagiert.

Frau Piel hatte nach einem Bericht der Deister-Weser-Zeitung Hameln vom 14.3. auf einer Kreisversammlung der Grünen in Hameln unter anderem gesagt: „Eltern mit hohem Einkommen wollen ihre Kinder immer noch von den Schmuddelkindern fernhalten." Kinder aus einkommensschwachen Familien müssten die gleichen Bildungschancen erhalten wie die Unternehmerkinder, „die sich jetzt an den Gymnasien zusammenrotten“.
Solche ebenso grotesk unwahren wie verleumderischen Äußerungen seien von Hass gegen die in der Bevölkerung beliebte und erfolgreiche Schulform Gymnasium geprägt, erklärte der Vorsitzende der Lehrerorganisation, Horst Audritz. Wer das Gymnasium heute noch als Schule für Kinder reicher Eltern wahrnehme oder gar als Schule von Unternehmerkindern beschimpfe, habe jeden Bezug zur Realität der heutigen Schule verloren. „Da paart sich pure Ideologie mit totaler Faktenignoranz in geradezu sträflicher Weise“, so Audritz.

Die Äußerungen von Frau Piel seien allerdings ernst zu nehmen als erschreckendes Signal für die wahren schulpolitischen Ziele der Grünen. Ihnen gehe offenbar die mit dem neuen Schulgesetz in die Wege geleitete Abschaffung aller Gymnasien und die Einführung der Zwangs-Einheitsschule für alle Schüler nicht schnell genug. Eine solche Einheitsschule für alle führe allerdings nicht zu mehr, sondern zu weniger Bildungsgerechtigkeit. Wie ein Blick nach Frankreich, Großbritannien oder die USA zeige, sei ein solches Schulsystem ein Konjunkturprogramm für teure Privatschulen.

Hannover, 17. März 2015

http://phvn.de/index.php/pressemitteilungen/812-lehrer-und-eltern-empoert-ueber-hasstiraden-der-gruenen-fraktionsvorsitzenden

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Kevin Kraus
14.03.2015 16.20
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Plädoyer für die Schreibschrift
Zwei Drittel der Bürger finden es wichtig, dass Kinder auch
weiterhin Schreibschrift lernen


http://www.ifd-allensbach.de/uploads/tx_reportsndocs/KB_2015_02.pdf
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Donnerstag, 12. März 2015

Ja zur Schreibschrift: Mehrheit der Deutschen will daran festhalten

Nur die Jüngeren äußern sich skeptisch

Zwei Drittel der Deutschen halten es für unverzichtbar, dass Grundschüler nicht nur Druckschrift, sondern auch eine Schreibschrift erlernen.

Allerdings zeigt eine heute veröffentlichte Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach auch einen schwindenden Rückhalt für die Schreibschrift unter jüngeren Bundesbürgern. So halten 43 Prozent der 16- bis 29-Jährigen das Erlernen einer Schreibschrift nicht mehr für wichtig. Zuletzt hatte es in einigen Bundesländern Initiativen gegeben, an Grundschulen künftig auf die Schreibschrift zu verzichten.


deutschlandradiokultur.de 12.03.2015

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Kevin Kraus
12.03.2015 06.06
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Mangelnde Bildung – Rechtschreibung lehren!

Mecklenburg-Vorpommern ist nicht das einzige Land, das immer mehr Grundschüler trotz massiver Rechtschreibdefizite in weiterführende Schulen entlässt. Die fatale Entwicklung begann in den siebziger Jahren.
Ein Kommentar.

11.03.2015, von Heike Schmoll, Berlin

Mecklenburg-Vorpommern ist nicht das einzige Land, das immer mehr Grundschüler trotz massiver Rechtschreibdefizite in weiterführende Schulen entlässt. Es gibt inzwischen kaum noch ein Land, das seine Grundschüler Diktate schreiben lässt. Rechtschreibung ist wie alle schriftlichen Leistungsfeststellungen in der Schule zugunsten der mündlichen Darstellungen in den Hintergrund getreten. Selbst beim Abitur spielen inzwischen Präsentationen und Powerpoints als Prüfungsgegenstand eine Rolle.

Diese fatale Entwicklung begann schon in den siebziger Jahren, als die hessischen Rahmenlehrpläne frech behaupteten, Rechtschreibregeln würden vor allem deshalb gelernt, um sie zu kritisieren. Das genügte, um das Interesse der Schüler zu lähmen. In der jüngsten Vergangenheit haben die Kultusminister viel getan, um einem Vergleich der Orthographiekenntnisse in den Ländern aus dem Weg zu gehen. Die letzten länderspezifischen Ergebnisse stammen aus dem Ländervergleich des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) im Jahr 2009. Damals standen aber nicht Grundschüler im Mittelpunkt der Studie, sondern die Frage, ob die Schüler die Mindeststandards für den mittleren Schulabschluss in Deutsch, Englisch und Französisch erreichen. Bezeichnenderweise lagen damals die durchschnittlichen Ergebnisse der Neuntklässler in Mecklenburg-Vorpommern deutlich unter denen des deutschen Mittelwerts.

Direkter Vergleich vermieden


Das ist ein Beleg dafür, dass es sich bei den Vergleichsarbeiten der dritten Klasse keineswegs um einen unrealistischen Wert handelt, sondern um ein Defizit, das mit dem vierten Schuljahr nicht behoben wird, geschweige denn mit den beiden darauffolgenden Jahren der sechsjährigen Grundschulzeit. Denn in allen Ländern mit sechsjähriger Grundschule konzentrieren sich die Lehrer auf den Fachunterricht und holen nicht mehr nach, was bis zum vierten Schuljahr an kulturellen Basistechniken nicht gelernt worden ist. Das ist in Berlin mit seiner sechsjährigen Grundschule nicht anders.

Auch im Ländervergleich 2011, der die Bildungsstandards für die Grundschule testete, haben die Kultusminister ein aussagefähiges Ergebnis zur Rechtschreibfähigkeit erfindungsreich vermieden. Einige sozialdemokratisch regierte Länder hatten Bedenken und verhinderten den Test; sie werden schon gewusst haben, dass das Ergebnis nur blamabel ausfallen konnte. Offiziell wurde als Grund vorgeschoben, dass die Lehrmaterialien noch nicht fertiggestellt seien.

Damals blieb es bei einer repräsentativen Stichprobe für ganz Deutschland. Auf die Rechtschreibkenntnisse in den einzelnen Ländern ließ sie keine Rückschlüsse zu. Insgesamt erreichten 64,3 Prozent der Viertklässler durchschnittliche Leistungen (Regelstandard), 12,6 Prozent aber nur das Minimum. Das glimpfliche Ergebnis haben die Kultusminister den Vorreitern Sachsen, Thüringen und Bayern zu verdanken. Sie heben den Durchschnitt. Der Gesamtbefund ist so nichtssagend wie politisch gewünscht.

Dumpfe Wissenschaftsfeindlichkeit


Im Herbst nächsten Jahres werden die Ergebnisse für die Sekundarstufe I an die Öffentlichkeit kommen. Dabei soll im Fach Deutsch auch die Orthographie eine Rolle spielen. Aber auch dann wird es sicher wieder Möglichkeiten geben, dem Ländervergleich für die Rechtschreibung aus dem Weg zu gehen.

Auf ihrer nächsten Sitzung entscheiden die Kultusminister darüber, welche Themenbereiche beim Ländervergleich im Jahr 2016 für die Grundschule getestet werden sollen. Dazu zählt auch die Orthographie. Sollten sie den echten Vergleich und das genaue Hinsehen wieder verweigern, wird die Öffentlichkeit empirischen Bildungsstudien noch weniger trauen als ohnehin schon. Das wäre fatal. Nach der Pisa-Hysterie ist die Abneigung gegen die Vielzahl von Studien und die empirische Bildungswissenschaft so gewachsen, dass die Propheten unter den sogenannten Bildungsfachleuten, David Precht etwa und Gerald Hüther, inzwischen wie Heilsbringer herumgereicht werden.

Ungetrübt von irgendeiner empirischen Forschung können sie so bizarre Thesen verbreiten wie diese: „Jedes Kind ist hochbegabt.“ Das kommt besonders gut an, weil dann eben alle hochbegabt sind. Der Erfolg der Bildungsgurus müsste die Kultusminister zutiefst beunruhigen, weil er ein Indiz für eine dumpfe Wissenschaftsfeindlichkeit ist, die sich ausbreitet. Ein vernünftiges Maß an empirischen Kenntnissen über die Schulwirklichkeit und vor allem das Können der Schüler ist dringend nötig.

Außerdem muss der muttersprachliche Unterricht dringend gestärkt werden. In anderen Ländern, in Frankreich und in China zum Beispiel, wird die Landessprache mit bis zu zehn Unterrichtsstunden gelehrt. Es ist ein Unding, dass Lehrstühle für Deutsch im Anfangsunterricht an Pädagogischen Hochschulen und Universitäten häufig mit Professoren besetzt werden, die weder ein Lehramtsstudium noch Staatsprüfungen, noch ein Referendariat, geschweige denn eine unterrichtspraktische Erfahrung vorweisen können. In jedem anderen ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Fach taugte das für einen Aufruhr, nur in der Pädagogik wird es einfach geduldet. So zufällig sind die Rechtschreibdefizite also nicht.

Quelle: F.A.Z.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bildungsvergleich-rechtschreibung-lehren-13473268.html?fb_action_ids=10202785335232759&fb_action_types=og.shares

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