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Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
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Kevin Kraus
06.09.2015 17.24
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Frankreich: Schulreform tritt in Kraft

Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem hat den Kampf für Gleichheit in den Schulen begonnen. Leistungsunterschiede soll beseitigt werden. Deshalb werden die Sprachen benachteiligt.

Najat Vallaud-Belkacem. 2015. Foto: ActuaLitté / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt) Veröffentlicht: 03.09.2015 – 09:20 Uhr |

In Frankreich hat das neue Schuljahr begonnen, und die Reform, die von Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem initiiert wurde, tritt nun in Kraft. Die Sozialistin will damit mehr Gleichheit schaffen und, wie sie sagt, den »Kampf gegen die Langeweile« aufnehmen. Auch für die Einführung eines neuen Fachs hat sie gesorgt, als Reaktion auf die islamistischen Attentate von Paris auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt: »Laizismus und Moral«.

Weil sich aber Leistungsunterschiede unter den Schülern trotz aller Bemühungen immer noch bemerkbar machen, hat Vallaud-Belkacem beschlossen, die Anforderungen zu senken und den starken Schülern die Möglichkeit zur Entfaltung zu beschneiden: Zweisprachige Klassen werden abgeschafft, die Einheitsschule bis zur Mittleren Reife wird eingeführt, dazu wird der Umfang des Latein-, Griechisch- und des Deutschunterrichts reduziert.

Gleichheit schafft man damit natürlich nicht, denn Eltern finden Wege, um ihre Kinder vor der schulischen Sackgasse zu bewahren. FAZ-Korrespondenz Jürg Altwegg schreibt: »Der Graben zwischen guten und schlechten Schülern wird tiefer, die soziale Ungleichheit wird größer.«


Sogar die traditionell eher links stehenden Lehrer begehren gegen die Reform auf; vor allem die Sprachlehrer sind bestürzt. Dramatisch warnt Deutschlehrer Alain Christophe: »Es geht um einen Kampf auf Leben und Tod. Am Ende der Reform steht das Ende des Deutschunterrichts.« Auch Lateinlehrerin Sabine Bollack kann sich mit der Reform nicht anfreunden. »Es geht nur noch um Gadgets. Lernen soll wie Spielen sein. Alles, was irgendeine Anstrengung voraussetzt, wird in Frage gestellt.«

Die Schüler fragt ohnehin keiner. Vor allem die, die Latein gewählt haben, sehen sich einer ungewissen Zukunft gegenüber. Ob sie den einmal eingeschlagenen Weg mit der alten Sprache fortsetzen können, ist mehr als ungewiss. Der Bildungsministerin kann das egal sein. Sie hat sowieso etwas gegen diese Aufmüpfigen, die sich nicht mit dem von ihr angestrebten Mittelmaß zufriedengeben wollen.

freiewelt.net 03.09.2015

Kommentare

Michael 03.09.2015 – 10:17

Sozialistischer Einheitsbrei!
Die Dummheit regiert! Hier Kann mann nur hoffen, dass diese Idee nicht auf Deutschland übertragen wird.

Auch kann hier beobachtet werden, wie weit die Nationalstaaten in Europas mit ihrem Gedankengut auseinandergehen.
Meine Tochter konnte auf einem bilingualem Gymnasium ihre Chancen, beruflich vorwärts zu kommen, wesentlich verbessern.

hans mohrmann 03.09.2015 – 10:25

Schulsozialismus heißt, wie leicht zu erkennen ist, nie, daß die schwächeren Schüler stark gemacht werden, sondern immer nur, daß die stärkeren Schüler bewußt behindert werden. Am Ende verlieren alle.

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Kevin Kraus
02.09.2015 09.08
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Obwohl Vera 3 bundesweit geschrieben wird, ist ein Ländervergleich nicht möglich, da die meisten Bundesländer ihre Ergebnisse – anders als Berlin und Brandenburg – nicht veröffentlichen.
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Tagesspiegel.de 31.08.2015

Berlins Schüler im Vergleich:
Schreiben ungenügend

31.08.2015 06:37 Uhr
Von Susanne Vieth-Entus

Bei Vergleichsarbeiten bleibt jeder zweite Schüler unter den Mindeststandards. Ein weiteres Problem: Lehrer sind nicht auf Kinder von Flüchtlingen vorbereitet.

Wenn Berlins Schüler an diesem Montag ihre Füller aus der Sommerpause holen und wieder versuchen, ohne Smartphone zu schreiben, dürfte bei den Lehrern die Urlaubsstimmung schnell vorbei sein: Die Schüler schreiben nämlich miserabel.

Dies ist zumindest das jüngste Ergebnis der Vergleichsarbeiten in den dritten Klassen. Demnach erfüllt die Hälfte der Drittklässler nicht einmal die Mindeststandards, die die Kultusministerkonferenz für die Rechtschreibung angesetzt hat: Sie können demnach maximal „lautgetreu“ schreiben, bringen also nur zu Papier, was sie hören. Der „Stuhl“ wird dann zum „schtul“, das „Fahrrad“ mutiert zum „varat“. Fachleute nennen das Ergebnis, das bisher nur verwaltungsintern diskutiert wurde, alarmierend“.

An der Vergleichsarbeit, „Vera 3“ genannt, hatten 2014 rund 23.000 Schüler teilgenommen. Ausgewertet wurde sie vom Institut für Schulqualität (ISQ) Berlin-Brandenburg. Dabei kam auch heraus, dass selbst von den deutschstämmigen Schülern 45 Prozent an der untersten Hürde hängen bleiben. Bei den Klassenkameraden anderer Herkunftssprachen sind es 64 Prozent.

Ergebnisse in Brandenburg besser

Obwohl Vera 3 bundesweit geschrieben wird, ist ein Ländervergleich nicht möglich, da die meisten Bundesländer ihre Ergebnisse – anders als Berlin und Brandenburg – nicht veröffentlichen.
In Brandenburg werden zudem keine separaten Zahlen für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund erhoben. Hier gibt es nur einen Gesamtwert für alle Schüler. Demnach schafften im Nachbarland 42 Prozent der Drittklässler die Mindeststandards nicht. Durch eine parlamentarische Anfrage der Linken in Schwerin war zudem herausgekommen, dass in Mecklenburg-Vorpommern 37,4 Prozent der Kinder auf unterstem Level schreiben.

Besser als bei der Orthografie steht es ums Lesen. Hier waren in Brandenburg nur 16 Prozent auf der untersten Kompetenzstufe, in Berlin wurden 26 Prozent ermittelt. Aber auch beim Lesen sind die Kinder anderer Muttersprachen extrem benachteiligt: 45 Prozent können nicht im Entferntesten mithalten.

Dass diese Befunde nicht von der Senatsverwaltung für Bildung veröffentlicht wurden, sondern auf der Homepage des ISQ abgerufen werden müssen, liegt daran, dass Vera 3 in erster Linie nicht für die Öffentlichkeit, sondern für die Schulen gedacht ist: Sie sollen erfahren, wie es um ihre Schüler bestellt ist, um gezielter nacharbeiten zu können. Denn zum Ende der Klasse 4, wenn die Kinder bundesweit üblicherweise die Grundschule verlassen, sollen alle wichtigen Grundlagen für das Lesen und Schreiben gelegt sein.

„Es hapert bei den Lehrern offensichtlich an der Methodik“

Weiter bei Tagesspiegel.de 31.08.2015

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Kevin Kraus
26.08.2015 12.49
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Deutsch für Ausländer :
Schulunterricht für Flüchtlinge in SH – „der alltägliche Wahnsinn“

vom 25. August 2015
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Jeder dritte Neuankömmling in SH ist ein Schulkind, viele sind traumatisiert – für die Lehrer eine Herausforderung.

Schleswig-Holsteins Schüler müssen sich nach den Sommerferien auf neue Klassenkameraden einstellen: Neben dem ein oder anderen Sitzenbleiber kommen auch Kinder und Jugendliche in die Schule, die nach Deutschland geflohen sind. Die allermeisten werden zunächst in den rund 100 Daz-Zentren (Deutsch für Ausländer) unterrichtet, die es inzwischen im Norden gibt. Sie sind quasi „Schulen in der Schule“, da sie ausnahmslos in vorhandenen Lehranstalten eingerichtet wurden. „Auch für Flüchtlingskinder gilt die Schulpflicht“, stellt der Sprecher des Kieler Bildungsministeriums Thomas Schunck klar – auch wenn über den Asylantrag noch nicht entschieden ist und die Kinder oft kein Wort Deutsch können.

Unterrichtet werden schulpflichtige Kinder bereits in den Erstaufnahme-Einrichtungen. Bis zum Jahresende wird dort die Zahl der Lehrer auf 30 ansteigen.
Zudem hat das Ministerium mit der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände einen Vertrag geschlossen. Sie bekommen zwei Millionen Euro in diesem Jahr, damit sie den Flüchtlingskindern am Nachmittag und in den Ferien Freizeitangebote machen, die der Sprachförderung dienlich sind. Erwachsene Flüchtlinge bekommen in Integrationskursen Deutsch-Unterricht. Gestern kündigte das Innenministerium 35.000 Euro Zuschüsse an die Volkshochschulen für die Ausbildung von 34 weiteren Lehrern an. Dort bestehe Handlungsbedarf, sagte Staatssekretärin Manuela Söller-Winkler (SPD).

Wie viele Kinder aus Syrien Afghanistan, Eritrea oder Serbien im September die Schulbank bei uns drücken werden, kann nicht exakt angegeben werden, erklärt Schunck, verweist jedoch auf eine Faustregel, wonach etwa jeder dritte Flüchtling, der im Norden landet, ein Schulkind ist. Bei geschätzt 25.000 Neuankömmlingen wären das in diesem Jahr gut 6000.

Hinzu kommen die „Altfälle“, die schon 2014 in Daz-Klassen unterrichtet wurden. In denen herrscht höchste Heterogenität. In Husum zum Beispiel saßen im Juli 13 Kinder aus neun Nationen vor ihren Büchern und übten mit ihrer Lehrerin die ersten deutschen Begriffe ein. Die besondere Herausforderung für die Pädagogen: Die Kinder sind nicht nur altersmäßig bunt gemischt, sondern haben auch höchst unterschiedliche Bildungsbiografien. Da sitzt dann der elfjährige syrische Gymnasiast neben einem 16-jährigen Eritreer, der noch nie die Schulbank gedrückt hat und deshalb auch in seiner Muttersprache nicht lesen und schreiben kann. Andere haben wegen der Kriegswirren mehrere Jahre lang keine Schule besucht und sind traumatisiert.

Weil die Kinder so verschieden sind, sollen sie im Unterricht individuell gefördert werden. Kriegserlebnisse, häusliche Gewalt, null Schulerfahrung oder Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf – „das ist der alltägliche Wahnsinn“,
sagte kürzlich ein Daz-Lehrer bei einem Schulbesuch von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) in Kronshagen bei Kiel. Für ihr Ministerium und die Schulräte ist die Organisation des Unterrichts auch deshalb eine Herkulesaufgabe, weil die Fluktuation enorm ist. Ständig kommen Neuankömmlinge in die Klasse, andere ziehen weg, weil die Eltern die Anerkennung und damit die Arbeitserlaubnis und einen Job bekommen.
[...]
Autor: Margret Kiosz

shz.de 25.08.2015

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Kevin Kraus
19.08.2015 11.20
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Silke Sommer-Hohl – Vorsitzende des Bündnis pro Bildung BW e.V.

Liebe Mitglieder, liebe Mitstreiter,

im Anhang übermittle ich Ihnen unsere Pressemitteilung August 2015 zu dem Gutachten „Gemeinschaftsschule“. Bemerkenswert finde ich die widersprüchliche Aussage von KM Stoch, das Gutachten liege dem Ministerium nicht vor, aber gleichzeitig äußert er sich das dies wahrheitswidrig wiedergegeben wird!
Da kommen doch Zweifel auf.

Mit besten Grüßen

Silke Sommer-Hohl
Bündnis pro Bildung BW e.V.


18.8.2015
Pressemitteilung

Es ist ein Skandal erster Ordnung. Erst setzt die rot-grüne Landesregierung alles daran, um ihr Prestigemodell der Gemeinschaftsschule durchzusetzen. Dabei nimmt sie die Zerschlagung eines sehr erfolgreichen Bildungssystems zumindest billigend in Kauf: die erfolgreich arbeitenden Hauptschulen verschwinden von der Bildungslandschaft, das Modell der berufsvorbereitenden Werkrealschulen wird zerstört, die Realschulen sollen zu Mini-Gemeinschaftsschulen umgewandelt werden, die Gymnasien werden misstrauisch beäugt. Und das alles gegen die Warnungen erfahrener schulischer Praktiker, die vor den verhängnisvollen Folgen einer solchen Politik schon seit Beginn dieser Kampagne warnen.

Und nun bestätigt eine unabhängige wissenschaftliche Studie der Universität Tübingen aus dem Hause von Prof. Dr. Torsten Bohl genau diese Skeptiker. Was aber macht Minister Stoch und seine Mannschaft? Sie verstecken die Analyse in der Schublade und wollen sie der Öffentlichkeit vorenthalten! Dies alles getreu dem Grundsatz: Kommen Sie mir nicht mit Fakten, ich habe meine Meinung.

Dabei wirft die Studie nicht nur ein bezeichnendes Schlaglicht auf die untaugliche Struktur der Gemeinschaftsschulen, sondern auch auf den praxisfernen Charakter des angeblichen Paradigmenwechsels in der Pädagogik mit den Schlagworten des individuellen Lernens. Dies ist der tiefere Grund, weshalb die Studie verheimlicht werden soll, denn gerade diese untauglichen Modelle sollen weiterhin in den noch bestehenden Schulen des baden-württembergischen Bildungssystems ideologisch durchgesetzt werden.

Wenn die Kritik von erfahrenen Schulpraktikern, Eltern und wissenschaftlicher Experten bekannt würde, zeigte sich das komplette Scheitern der ganzen verhängnisvollen Schulpolitik dieser Landesregierung. Deshalb wird die Analyse der Öffentlichkeit vorenthalten.

Es ist die Pflicht aller Demokraten und besonders auch der Medien als fünfter Macht im Staat, diesen Skandal aufzudecken. Kritische Analysen dürfen in einem demokratischen Rechtsstaat nicht vor der Öffentlichkeit versteckt werden!

Silke Sommer-Hohl
Vorsitzende des Bündnis pro Bildung BW e.V.
Tel: 0758-1527596
eMail: silke.sommer-hohl[et]web.de
Home: http://buendnis-pro-bildung-bw.de/

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Kevin Kraus
18.08.2015 05.41
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Verheerendes Urteil für Gemeinschaftsschulen

17 August 2015

Das Vorzeigeprojekt Gemeinschaftsschule des grün-rot regierten Baden-Württemberg wird in einem vom Kultusministerium unter Verschluss gehaltenem Gutachten als gescheitert bewertet. Die Gemeinschaftsschule gehöre zu den „bildungspolitischen Himmelfahrtskommandos”, die überstürzt eingeführt wurden.

Ideologisch motiviertes Bildungsprojekt der grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg entpuppt sich als “bildungspolitisches Himmelfahrtskommando” (Bild: blu-news.org)

In Baden-Württemberg genehmigte die amtierende Landesregierung aus Bündnis 90/Die Grünen und SPD in 42 Städten ihr Vorzeigeprojekt Gemeinschaftsschule. Im Schuljahr 2012/13 gingen die ersten Gemeinschaftsschulen an den Start, 2013/14 folgten weitere 87 ihrer Art.

Grün-rote Gesellschaftsmanipulation wieder einmal gescheitert?

Das hoch ideologisierte Konzept der gemeinschaftlichen Beschulung sieht vor, durch die Zusammenführung ganz unterschiedlich begabter Schüler in einer Schulart und in einer längeren gemeinsamen Schulzeit eine höhere Durchlässigkeit im Bildungssystem sowie eine effektivere Integration von Migrantenkindern und Kindern mit Behinderungen zu erreichen.

Im Endausbau sollen Lehrkräfte aller Schularten an der Gemeinschaftsschule unterrichten und dort prinzipiell in allen Lerngruppen eingesetzt werden können. Die Lerngruppen sind heterogen zusammengesetzt, sodass Schüler unabhängig vom jeweiligen individuellen Leistungsniveau primär gemeinsam unterrichtet werden. Durch das Abschaffen von Sitzenbleiben und numerischen Noten sollen bei gleichem Bildungserfolg weniger Kosten und Ausgrenzung entstehen.


Zusätzlich erhoffte sich die grün-rote Regierung angesichts der sinkenden Schülerzahlen durch die Einführung von Gemeinschaftsschulen den Schulstandort vor Ort zu sichern.

Vernichtendes Gutachten wurde unter Verschluss gehalten

Nun wurde, wie die FAZ berichtet, ein vernichtendes Gutachten über die Gemeinschaftsschule bekannt, das vom Kultusministerium bisher unter Verschluss gehalten wurde. Das Gutachten trägt, wie die Zeitung berichtet, den Vermerk „nur intern verwenden“ und liege der FAZ vor.

Laut dem 38 Seiten umfassenden sachlichen Beobachtungsbericht gelinge der neuen Unterrichtsform weder das selbständige Lernen mit Lehrern als Lernbegleitern noch die Inklusion oder die besondere Förderung der Schwächsten und Stärksten. Lernstarke Kinder werden so gut wie gar nicht gefördert. Lernschwache Schüler gerieten noch mehr ins Hintertreffen. Auch die Leistungsbeurteilung sei mehr als fragwürdig. In den Fremdsprachen komme das Sprechen zu kurz. Lernzeiten werden nicht effektiv genutzt, allgemein werde zu wenig gearbeitet. Ganz speziell in Inklusionsklassen gebe es keine zentrale Koordination. Die betroffenen Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf wie auch die hierzu eingesetzten Schulbegleiter würden nicht einbezogen werden.

„Bildungspolitisches Himmelfahrtskommando”

Alles Kritikpunkte, die vor der überhasteten Einführung bereits von verschiedenen Städten wie auch von Eltern und Lehrern vorgebracht wurden. Wie die FAZ schreibt, gehören mittlerweile ehemalige entschiedene Befürworter zu den Kritikern der Gemeinschaftsschule. Der Tübinger Bildungsforschung und Erziehungswissenschaftler Thorsten Bohl kritisiert, dass es zu dem Projekt „individuelles Lernen“ noch keinerlei Forschungsergebnisse gebe und die Gemeinschaftsschule somit „zu den bildungspolitischen Himmelfahrtskommandos, die überstürzt eingeführt wurden“, zähle.

Die Tendenz, weg von der immer schlechter werdenden staatlichen Schulbildung hin zu privaten Schulen, kann hier wohl als einzig positives Ergebnis aus dem ideologisch motivierten Schulexperiments der grün-roten Landesregierung resümiert werden. (BS)

blu-news.org 17.08.2015

Siehe auch Heike Schmoll in FAZ.net v. 16.08.2015

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Kevin Kraus
17.08.2015 06.22
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

news4teachers.de/2015/08

SPD-Bildungsminister eröffnet Qualitätsdebatte ums Abitur: Niveau der Reifeprüfung ist in Gefahr

SCHWERIN. Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) sieht das Niveau des Abiturs in Deutschland in Gefahr. In einem Interview des Nachrichtenmagazins «Focus» warnte er davor, die Leistungsanforderungen zu senken, um immer mehr jungen Menschen die Hochschulreife zu ermöglichen. «Wir diskutieren hierzulande aber nicht über das Niveau, sondern darüber, ob es 25 oder 40 Prozent Abiturienten geben soll», sagte Brodkorb. «Das ist absurd und Zahlenmystik.»


Brodkorb forderte, die Messlatte über ein bundesdeutsches Zentralabitur festzulegen. Brodkorbs Vorschlag für die Praxis: Für vier Ländergruppen sollten vergleichbare Abituraufgaben entwickelt werden. «Dann schreiben diese vier Ländergruppen zu verschiedenen Terminen das Abitur», sagte der Minister. Dadurch gebe es im Sommer wegen der Ferienzeiten keine Probleme auf den Autobahnen.

Die momentanen Abiturquoten seien nach Brodkorbs Einschätzung deutschlandweit so nicht aufrechtzuerhalten. «Wenn heute viel mehr Schüler auf dem Gymnasium sind als vor zehn Jahren, auch mehr leistungsschwächere, dann können es eben nicht alle schaffen.» Es könne niemandem etwas geschenkt werden, auch weil dadurch die Leistungen derer, die sich erfolgreich anstrengen, entwertet würden.

Erste Schritte zu einem einheitlicheren Abitur hatten die Kultusminister im Juni vereinbart. Von 2017 an können alle Länder einen gemeinsamen Aufgabenpool nutzen – sie müssen es aber nicht.

Beifall kam von der CDU. Der mecklenburgische CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg begrüßte Brodkorbs Äußerungen. «Endlich erkennen auch die Sozialdemokraten, dass in den letzten Jahren erhebliche Fehler in der Schulpolitik begangen wurden», sagte Rehberg in Rostock. Statt Kontinuität und Ruhe im Schulsystem zu wahren und Leistungsstandards sowie Zugangsvoraussetzungen zu belassen, seien Zulassungsbeschränkungen abgeschafft und Urteile von Lehrern zu Empfehlungen abgewertet worden. «In der Folge sank das Niveau an den Gymnasien in unserem Land», sagte Rehberg. Die Mahnung des Ministers, Leistungsnormen beizubehalten und ein bundesweites Zentralabitur zu schaffen, sei hilfreich und gut. Dpa

news4teachers.de/2015/08

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Kevin Kraus
03.08.2015 09.29
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] RECHTSCHREIBREFORM – Presse in der Schweiz berichtet reichlich... Meinung des SHEV

Zehn Jahre nach Inkrafttreten neuer Rechtschreibregeln an Schulen schlagen drei Reformgegner vor, „auch diejenige Rechtschreibung nicht als Fehler anzustreichen, wie sie vor der Rechtschreibreform 1996 in den Büchern allgemein verwendet wurde“.
________________________________________

Erstaunlich ist, dass in der Schweiz in zahlreichen Medien berichtet wird – in Deutschland offensichtlich nur in der „Rheinischen Post“ ( gekürzt).

Das ist auch deswegen unerklärlich, weil Hans Zehetmair sich immerhin in seiner Funktion als Leiter des „Rates für deutsche Rechtschreibung“ geäußert hat und die Rechtschreibreformen in Frage gestellt hat. Da wäre es eigentlich nur konsequent, wenn die Medien entsprechende Reaktionen von Reformkritikern wiedergeben würden – aber die Scheu vor den gravierenden Auswirkungen dieser Forderung scheint wohl zu groß zu sein...


http://www.zeit.de/2015/31/neue-rechtschreibung-reform-deutschland

rp-online.de 31.7.2015

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Kevin Kraus
02.08.2015 17.23
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Matthias Dräger an Kliegis, SHEV u.a.

http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/rechtschreibreform-kritiker-wollen-schuelern-die-alte-rechtschreibung-wieder-erlauben-aid-1.5278357

Von: Matthias Draeger
An: Ulrich Kliegis, Alexander Glück, Denk, sh-liste@9jetzt.de, eltern_in_sh@elternverin-sh.de

Lieber Uli,

hier der Text (Auszug) einer dpa-Meldung vom 31. 7. zum Thema. Daß man auch nach Eingeständnis der Beteiligten, daß das ein Flop war, daran festhält und – wohl wegen „Mittäterschaft“ (Zeitungen) – darüber am liebsten gar nicht mehr berichtet – d a s ist gespenstisch.

Am Tag nach der Aufhebung des VE durch den Landtag bin ich zum Lübecker Bahnhof gegangen, wollte mal sehen, wie die Presse das kommentiert. In der FAZ habe ich nach einigem Suchen einen 6zeiler dazu gefunden, sonst praktisch nichts.

D a s ist w i r k l i c h gespenstisch!

Zehetmair wurde von mir im Oktober 1995 (!) mit 5seitigem Brief vor der RSR gewarnt, das Schreiben lag auf seinem Schreibtisch (lt. Auskunft seiner Sekretärin).

Vielleicht auch deswegen versuchte er noch, Ende 1995 die Reform anzuhalten, wollte zurückrudern.

Sein Pressesprecher Toni Schmid – wegen seiner Beraterverträge mit Bertelsmann im Kultusministerium auch Bertelsmann-Schmid* genannt – machte seinem Chef dann in 1996 einen Strich durch die Rechnung, indem er (nicht Zehetmair, sondern sein Pressesprecher) ohne Absprache mit Z. der Presse gegenüber erklärte, BAYERN werde sich an der Rechtschreibreform beteiligen.

Z. erfuhr davon am nächsten Tag aus der Zeitung!

Bayern war das erste Bundesland, das sich dazu bekannte – der Dominoeffekt war wegen der Stellung von Bayern in der Bildung vorhersehbar.

Usw., usw, usw. – die Politik w i l l ja die Bildung in Deutschland gegen die Wand fahren, bisher ziemlich erfolgreich.

Liebe Grüße!
Matthias


* Bertelsmann wollte bekanntlich das umstrittene Duden-Monopol knacken, haben sie mit solchen Mitteln dann ja auch geschafft.

Strafrechtliche Verfolgung wegen Pressemitteilung – das ist doch lustig!
Ich wurde zu Beginn des Gesetzgebungsverfahrens vom Staatsschutz (hallo?) durchleuchtet – ich weiß das von einem Abgeordneten der CDU, dem damaligen Fraktionschef.

Ich habe nach der Initiative vom CDU-Spitzenkandidaten Volker Rühe (zur Aufhebung VE getitelt: „Alle Staatsgewalt geht von Volker aus“, eine geniale Schlagzeile, die die Landeszeitung – alle Mitarbeiter der Landeszeitung hatten zum Stop der RSR bei uns unterschrieben! – dann am nächsten Tag auch landesweit als Aufmacher gebracht hat!

Als Rühe Wochen später einer 80jährigen Dame (meiner Mutter) in Kiel bei einem Festakt vorgestellt werden sollte, drehte er sich wortlos um.
Feiner Kerl, feine Manieren.

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Kevin Kraus
01.08.2015 23.05
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Ulrich Kliegis an Eltern im SHEV

Von: „Astrid Schulz-Evers“
An: „landesweite Mailingliste der Initiative G9 jetzt!“
Datum: Sat, 1 Aug 2015 23:04:37 +0200
Betreff: [G9-SH] RECHTSCHREIBREFORM: Chaos im Schreiben und Denken – Kommentar von Heike Schmoll

> Wichtig zu wissen: In SH gab es einen erfolgreichen Volksentscheid gegen die Rechtschreibreform – für die der SHEV verantwortlich war:


Liebe Astrid,

da muß ich Dir leider heftig widersprechen – Für den Volksentscheid zeichnete einzig und allein Matthias Dräger mit seinen Vertrauensleuten verantwortlich, und Matthias Dräger war es, der unermüdlich (und mit einer Menge eigenen, zwar später großenteils erstattetem, aber doch erstmal altruistisch eingebrachtem Geld – und Jahren seiner Lebenszeit) für diesen Volksentscheid gekämpft hat.

Es wird auch immer wieder verschwiegen, daß der schleswig-holsteinische Landtag – viele der damals Beteiligten drücken auch noch heute die Abgeordnetenbank – ca. ein Jahr nach dem Volksentscheid dessen Ergebnis einstimmig annuliert hat – auf Betreiben und Initiative der CDU übrigens, die bei SPD und Grünen (und FDP !) damit offene Türen einrannte.

In der CDU dachte man damals allerdings sogar darüber nach, mich strafrechtlich zu verfolgen – wegen des Titels einer Pressemitteilung... (s. Anhang).

Also, nichts für ungut, aber Ehre, wem die Ehre wirklich gebührt!

Gruß,

U.

Anhang:

Schleswig-Holsteinischer Elternverein

Pressemitteilung


Kiel, 12. Juli 1999

Die CDU will die Schleswig-Holsteiner
verbarscheln !



Kiel – „Undemokratisch und von der Sache her vollkommen fehl am Platz ist die
Entscheidung der schleswig-holsteinischen CDU-Spitze, die mit eindeutiger, absoluter
Mehrheit der Wähler getroffene Entscheidung gegen die Rechtschreibreform
vom 27.September 1998 zu ignorieren und das Schulgesetz ändern zu wollen.
Herr Kayenburg, man möchte ihn Kayenböhrk nennen, hat eindeutig gezeigt, daß er
kein Volksvertreter ist. Volker Rühe ist schlecht beraten, sich von solchen Leuten
abhängig zu machen.
Wenn die Schleswig-Holsteiner eine andere Rechtschreibung wollen, werden sie
einfach anders schreiben als jetzt. Sie wollen hierfür aber von keinem Politiker eine
Vorschrift – im wahrsten Sinne des Wortes, " sagte Dr.Ulrich Kliegis, Vorsitzender
des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins, heute in Kiel.

" Im Volksentscheid vom 27.September letzten Jahres ging es nur darum, welche Rechtschreibung
in den Schulen des Landes gelehrt wird. Hätten die Wähler die Möglichkeit
gehabt, auch gegen die Einführung einer neuen Fremdsprache Amts- und
Behördendeutsch zu stimmen, hätten sie dieses genauso eindeutig getan – wie jeder
andere Bundesbürger es auch täte, wenn er denn die Möglichkeit dazu hätte. In Bremen,
Mecklenburg-Vorpommern und Bayern wird es sehr bald so weit sein. In der neuen
Rechtschreibung gibt es keinen Unterschied mehr zwischen „Politik schlechtmachen“ und
„Politik schlecht machen“ – beides heißt da nur noch „Politik schlecht machen“ – ein
Funken Wahrheit in der Reform?

Was will Herr Kayenburg? Wessen Interessen vertritt er mit dieser – mit der entsetzten
CDU-Basis sicher nicht abgestimmten – Entscheidung? Die Interessen des Volkes sind es
jedenfalls nicht.

Diese Sache ist mindestens so schlimm wie Barschels Ehrenwort-Pressekonferenz. Die
bildungspolitische Glaubwürdigkeit, die die CDU sich mit ihrer damaligen Sprecherin
Angelika Volquartz in der Schulgesetzdebatte und im Vorfeld des Volksentscheids mühsam
verdient hatte, haben Kayenburg und Gesinnungsfreunde mit einem Schlag zerschmettert.
„Die Sprache gehört dem Volk.“ So hat es der Bundestag am 26.März 1998
mit den Stimmen der CDU beschlossen.

Im Übrigen sind wir von einer einheitlichen reformierten Rechtschreibung weiter entfernt
denn je. Nicht weniger als 16 Spielarten sind derzeit zu zählen; Verlage, Redaktionen,
einzelne Autoren legen sich ihre privaten Rechtschreibregeln wie Wahrsager die Karten.
Auch in Norwegen sollte vor Jahren die Rechtschreibung reformiert werden. Mittlerweile
gibt es dort für einzelne Worte bis zu 40 verschiedene Schreibweisen.

Schleswig-Holstein ist keine Rechtschreibinsel, es ist Festland. Die Rechtschreibregeln
der anderen Bundesländer, von den Menschen dort in Umfragen nach wie vor mit mehr
als 80% abgelehnt, sind allerdings bildungspolitischer Treibsand, in dem das Kulturgut
Schriftsprache schnell unterzugehen droht,“ sagte Dr. Kliegis abschließend.

Zur redaktionellen Verwendung, keine Sperrfrist
Schleswig-Holsteinischer Elternverein
Geschäftsstelle
24106 Kiel

http://www.elternverein.de

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Kevin Kraus
01.08.2015 06.06
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Nahe Köln
Eltern sind empört – Kinder sollen Förderschule für Flüchtlinge räumen

Freitag, 31.07.2015, 10:13

Nordrhein-Westfalen weiß kaum noch, wo man die neu ankommenden Flüchtlinge unterbringen soll. Die Stadt Bergheim bei Köln greift jetzt zu einer Maßnahme, die jetzt schon umstritten ist: Die Stadt siedelt 75 lernbehinderte Kinder in eine andere Schule um. In ihre Förderschule sollen Flüchtlinge einziehen.

Die wachsenden Flüchtlingszahlen lassen viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen zu außergewöhnlichen Mitteln greifen. Nach FOCUS-Informationen will etwa die Stadt Bergheim nahe Köln die Helen-Keller-Schule für lernbehinderte Kinder zu Gunsten neu ankommender Flüchtlinge räumen. Die 75 Schüler sollen in die benachbarte Hauptschule umquartiert werden. Entsprechende Pläne bestätigte der Bergheimer Beigeordnete Klaus-Herrmann Rössler gegenüber FOCUS.

Kinder brauchen spezielle Therapieräume

Die Eltern der Schüler reagieren entsetzt: „Das kann doch nicht sein, dass unsere Kinder nun Flüchtlingen weichen müssen”, empört sich die Schulpflegschaftsvorsitzende Daniela Rösing. Zumal die Förderschule über spezielle Therapieräume und Werkstätten verfüge, um Kinder mit Lern- und Entwicklungsstörungen in den Arbeitsmarkt vermitteln zu können.

Er könne den Unmut verstehen, entgegnet der städtische Beigeordnete Rössler, „aber Bergheim steht am Rande der Kapazitätsgrenzen; und Flüchtlinge sind genauso Menschen wie die Schüler auch”. Vom Land habe man keine Hilfe zu erwarten. dpa

focus.de 31.07.2015

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Kevin Kraus
30.07.2015 14.55
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Ulrich Kliegis an Eltern im SHEV

[SHEV] Skurril! Ex-CSU-Kultusminister Zehetmair nennt Rechtschreibreform einen Fehler

Es ist schon skurril: Gerade Zehetmair, der als Vorsitzender des Rates für deutsche Rechtschreibung maßgeblichen Anteil an der Durchsetzung dieses Unfugs hatte, bekennt jetzt, daß er sich geirrt hat. Immerhin.

Nachfolgend der heutige Artikel aus Spiegel-online dazu.

spiegel.de 29.07.2015

Als Anhang füge ich außerdem die Stellungnahme des Deutschen Elternvereins e.V. bei, die ich seinerzeit, im Januar 2006, als deren damaliger Vorsitzender verfaßt und an Zehetmair geschickt habe. Interessant, daß der damalige Leitaspekt, daß die Rechtschreibung primär nicht für den Schreibenden, sondern den Lesenden relevant ist, in der Diskussion zum aktuellen Spiegel-Artikel nun mehrfach zum Tragen kommt.

spiegel.de/forum 29.07.2015

Hanebüchen auch immer noch, daß denen, die in der Schule, z.B. nach intensiver Lektüre der Werke des Literatur-Nobelpreisträgers Grass (sic!) „daß" schreiben, hierfür einen Fehler angestrichen bekommen. Von dem unseligen Krautwurstsalat neue Interpunktionsregeln mal ganz zu schweigen.

Günter Grass war damals der erste, der seine Unterschrift unter den Initiativenaufruf für eine richtige Rechtschreibung – und deren Respektierung auch im Unterricht – setzte. Unter vielen anderen folgten auch Walter Kempowski und der jüngst verstorbene Harry Rowohlt. Im Facsimile sehen Sie diese drei Voten hier:
http://www.richtige-rechtschreibung.de/

Bitte beachten Sie den Text im Anhang!

Beste Grüße, und weiterhin schöne Ferien! Aber bedenken Sie: Die Bildungskrise kennt keine Ferien, kein Wochenende, keinen freien Tag!

Daher:
Dranbleiben!
Und munter bleiben!

Ihr
U.Kliegis

Anhang:
http://www.richtige-rechtschreibung.de/StellungnahmedesDEVzuRatfdRechtschreibung0601.pdf

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Kevin Kraus
25.07.2015 16.49
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Die Verblödung

Von wegen „Früher war alles besser“: In der Heimat haben sich die Verhältnisse grundlegend verbessert. Zum Beispiel sind wir gescheiter geworden. Ja! Während sich früher der Ureinwohner mit Müh und Not durch „Volks-“ oder „Hilfsschule“ quälte, macht heute fast die Hälfte Abitur! Jeder dritte Abiturient bricht sein Studium später wieder ab und jeder siebte gilt als psychisch gestört. Das ist kein Witz! Sicher, in Südbayern liegt die Abi-Quote deutlich höher, in Großstädten sowieso, aber trotzdem sind wir irgendwie zu einer „Bildungsregion“ aufgestiegen.

Dank unablässigen Herumreformierens stieg das Niveau in jeder Hinsicht. Denken Sie an die groteske G8/G9-Debatte und die daraus resultierenden „Gelenkklassen“, die nichts mit der „Rheuma-Liga“ zu tun haben. Denken Sie an die Rechtschreibreform oder neuartige Lernmethoden wie „Schreib wie du sprichst!“, bzw. „– wie du willst!“ Sie haben in puncto Rechtschreibkompetenz bei unserer Jugend wahre Wunder bewirkt! Und die „Hauptschule“ heißt jetzt „Mittelschule“. Es wimmelt nur so von „Hochbegabten“.

Rund um unsere schöne Modellstadt tauchen seit einiger Zeit immer wieder Schilder auf, auf denen von einem Landkreis „Röhn-Grabfeld“ die Rede ist. So etwas könne schon einmal „durchrutschen“, entschuldigte man sich im Rathaus achselzuckend. Das glauben wir gerne! Durchgerutscht ist offensichtlich auch, dass der alljährlich mit großem Gedöhns zelebrierte „Irhönman“ ja eigentlich „Ironman“ geschrieben werden müsste. Aber Sportler sind eben eine „gut intrigierte Truppe“, wie es Lothar Matthäus einmal auf den Punkt brachte. Für jeden Spaß zu haben! Überhaupt: Lothar Matthäus: Wie kein Zweiter beweist dieser Fußballgott, der bekanntlich weit davon entfernt ist, das Ideal des Intellektuellen zu verkörpern, dass man nicht gut in Mathe sein muss, um „Kohle ohne Ende“ zu machen.

Mal ehrlich: In unserer Heimat galt „blöd“ schon immer viel weniger schlimm als „faul“. Der „fleißige Trottel“ wird dem „intelligenten Faulpelz“ in jeder Hinsicht vorgezogen. Er eignet sich viel besser fürs Hamsterrad! Das weiß auch die Wirtschaft. Welcher der Beiden mehr Unglück in die Welt gebracht hat, sei dahingestellt. Trotzdem: „Müßiggang“ stellt aus christlicher Sicht eine der sieben Todsünden dar. Die Dummheit nicht. Im Gegenteil! „Selig die Armen im Geiste“, lehrt uns die Bergpredigt. [...]

Dummheit kennt keine gesellschaftlichen Schranken! Eine promovierte Gleichstellungsbeauftragter/in des Staatsministeriums für Bildung monierte kürzlich über Twitter, dass im Zusammenhang mit der Mondlandung in bayerischen Schulbüchern immer nur die Fotos von Männern abgedruckt wären. Als daraufhin ein ehemaliger Mitarbeiter der NASA öffentlich zu bedenken gab, dass ja schließlich auch nur Männer auf dem Mond gelandet seien, wies sie den Einwand in scharfer Form als „typisch chauvinistische Ausrede“ zurück. Herrlich dämlich! [...]

Andreas Müller, rhoenundsaalepost.de 24.7.2015

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Kevin Kraus
23.07.2015 05.10
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Deutschtest überfordert Hamburgs Zehntklässler an den Gymnasien – Ursache: G8 ? „Lesen durch Schreiben“? [Rechtschreibreform?]

22.07.15
Bildungspolitik – Deutschtest überfordert Hamburgs Zehntklässler
Von Peter Ulrich Meyer

Ergebnisse der Vergleichsarbeiten der zehnten Klassen an Gymnasien sind erschütternd.
Hier können Sie den Test selbst durchführen.

Hamburg. Das Ergebnis der diesjährigen schriftlichen Überprüfungen in Klasse 10 muss in vielen Familien wie ein Schock gewirkt haben. Die Durchschnittsnote, die die Schüler aller 68 staatlichen und privaten Gymnasien im Fach Deutsch erzielten, betrug 3,7. Vier von fünf Schülern erreichten nur die Note Drei oder schlechter. An 17 Gymnasien lag die Durchschnittsnote bei 4,0 oder schlechter. Das Ergebnis in Mathematik war mit einem Schnitt von 3,6 nur unwesentlich besser.

Interessant ist die Erklärung für das schlechte Abschneiden der Schüler in Deutsch. "Ausschlaggebend war die Rechtschreibaufgabe", so Behördensprecher Peter Albrecht. Die Schüler mussten in einem Text des in Hamburg geborenen Schriftstellers Uwe Timm (u. a. „Die Entdeckung der Currywurst“) zwölf eingebaute Rechtschreibfehler entdecken. Die Benutzung eines Wörterbuchs war laut Albrecht erlaubt, ist aber offenbar häufig nicht realisiert worden. Das kann an der knappen Zeit gelegen haben oder auch daran, dass viele Schüler im Umgang mit einem Wörterbuch nicht mehr geübt sind.

„Es wurden im Schnitt nur 4,7 von zwölf möglichen Punkten erreicht, also nur 39,2 Prozent“, sagte Albrecht. Die Rechtschreibaufgabe sei deutlich am schlechtesten gelöst worden und habe den Durchschnitt insgesamt deutlich nach unten gezogen. „Es wird offensichtlich, dass ein Großteil der Schülerschaft der Klasse 10 die Rechtschreibung nicht sicher beherrscht“, räumt Albrecht ein. Deswegen habe Schulsenator Ties Rabe (SPD) bereits 2014 einen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Rechtschreibung präsentiert, der nun an den Schulen umgesetzt werde. Die Schüler sollen einen verbindlichen Basiswortschatz von 800 Wörtern am Ende der Grundschule sicher beherrschen. Regelmäßige verbindliche Rechtschreibtests sowie das Verbot von Lernmethoden wie „Lesen durch Schreiben“, bei denen die Schüler jahrelang nicht auf die korrekte Rechtschreibung achten müssen, gehören ebenfalls dazu.

Die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Karin Prien, die mit einer Kleinen Senatsanfrage die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten abgefragt hatte, fordert als Konsequenz insgesamt eine Stärkung der Basisqualifikationen...

Prien sieht es so: „Nur die in Hamburg besonders laxen Bedingungen zur Einbringung von Kursen, die Abschaffung der verpflichtenden Zweitkorrektur und die Ersetzung von schriftlichen Leistungen durch Präsentationen oder besondere Lernleistungen verhindern noch, dass die Hamburger Schüler im Ländervergleich beim Abitur völlig abgehängt werden.“ Die „inflationäre“ Vergabe des Abiturs unter der Verantwortung der SPD – ein Plus von fast 20 Prozent seit 2012 – werde mit einem „massiven Niveauverlust“ erkauft.
[...]

Die zwölf Fehler des Rechtschreibtests finden Sie hier.

m.abendblatt.de 22.07.2015

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Kevin Kraus
21.07.2015 15.49
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

CAU Kiel

Betreff: Bildungsforscher John Hattie am 23.08.2015 in Kiel

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
der weltweit wohl bekannteste Bildungsforscher John Hattie kommt nach Kiel.

Wir laden Sie herzlich zur öffentlichen Veranstaltung am 23. August 2015, 18 Uhr, ins Audimax der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ein. Weitere Informationen finden Sie unter: http://go.iqsh.de/hattie2015

Außerdem möchten wir Sie auf den gemeinsam von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und dem IQSH organisierten Weitbildungsstudiengang „Schulmanagement und Qualitätsentwicklung“ (Master of Arts) aufmerksam machen. Informationen und die Anmeldung zur nächsten Informationsveranstaltung am 31. August 2015, 16.45 – 17.45 Uhr, finden Sie unter: http://www.uni-kiel.de/schulmanagement

Wir wünschen Ihnen einen erholsamen Urlaub.
Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. Jens Möller und Dr. Thomas Riecke-Baulecke
-----------------------------------------------------
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Institut für Psychologie
Prof. Dr. Jens Möller
Olshausenstraße 75
D-24118 Kiel

Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein
Dr. Thomas Riecke-Baulecke
Schreberweg 5
D-24119 Kronshagen

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Kevin Kraus
12.07.2015 05.15
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Pressemitteilung der Schüler Union zur angestrebten Abschaffung der Noten an Grundschulen in SH

PR E S S E M I T T E I L U N G der Schüler Union Schleswig-Holstein zu den Mustervorschlägen des Bildungsministeriums für Berichtszeugnisse an Grundschulen (11.7.15)

Am 8. Juli hat die Landesregierung die Muster für Berichtzeugnisse für Grundschulen, die die fachliche und überfachliche Kompetenz der Schüler beurteilen sollen, vorgestellt. Dabei werden die Ziffernoten durch Bezeichnungen wie „Unsicher“, „überwiegend sicher“ etc. ersetzt.

Die Schüler Union Schleswig-Holstein hält Berichtszeugnisse für den falschen Weg, die Leistung der Grundschüler zu beurteilen, da sie für Schüler und Eltern unverständlich sind und sich keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Leistung eines Schülers ziehen lassen.

Der neu gewählte Landesvorsitzende der Schüler Union Felix Siegmon meint: „Aus unserer Sicht machen diese Maßnahmen keinen Sinn. Wir können in diesen Kompetenzrastern gegenüber Notenzeugnissen keine Vorteile sehen. Notenzeugnisse geben einen unmissverständlichen Überblick über den Leistungsstand, sind vergleichbar und eindeutig. Zudem denke ich, dass ein beschönigender Ausdruck für eine schlechte Leistung den Schüler weniger zum Aufholen seiner Lerndefizite bewegt, als eine eindeutige Ziffernote. Obwohl Berichtszeugnisse weniger über den Leistungsstand der Schüler aussagen, ist der Arbeitsaufwand für die Lehrer deutlich höher, als bei Notenzeugnissen.“

„Zudem könnten Probleme bei einem Schulwechsel sowohl innerhalb Schleswig-Holsteins als auch in ein anderes Bundesland entstehen, wenn Schüler sich mit einem Kompetenzzeugnis sich an einer Schule, die herkömmlich mit Ziffernoten bewertet, bewerben wollen, da Rückschlüsse auf den Leistungsstand des Schülers schwerer zu ziehen sind. Daher fordern wird die Festschreibung von Ziffernoten ab Klasse 3. Dabei soll es den Schulen freigestellt sein, ob sie Kompetenzzeugnisse ergänzend zu den Notenzeugnissen ausstellen, “ ergänzt der stellvertretende Landesvorsitzende Jan Plambeck.

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