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Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
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Kevin Kraus
29.09.2015 10.39
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Aber diese Rechnung geht nicht auf, weil der soziale Frieden aufs Spiel gesetzt und die Armen gezwungen werden, die Folgen jener ungesteuerten Einwanderung zu bewältigen, die die Wohlhabenden herbeigeredet haben.

Der externe Standpunkt
Deutschland verwandelt sich in eine Tugend-Republik

Wer die Migrationspolitik von Angela Merkel zu kritisieren wagt, wird herzlos genannt und von der Debatte ausgeschlossen. Dieses Vorgehen birgt längerfristig grösste Gefahren.


• NZZ am Sonntag
• von Jörg Baberowski
• 27.9.2015, 09:00 Uhr

Vor einigen Tagen erklärte die deutsche Kanzlerin, das Recht auf Asyl kenne keine Obergrenze. Und sie fügte hinzu: «Wenn wir jetzt noch anfangen müssen, uns dafür zu entschuldigen, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mehr mein Land.» Wer hat eigentlich verlangt, wir müssten uns für ein freundliches Gesicht entschuldigen? Deutschland ist ein freundliches Land, seine Bürger sind hilfsbereit. Aber haben sie nicht auch das Recht, die Regierung zu kritisieren und sich darüber zu wundern, was in ihrem Land eben passiert? Seit Wochen wird nur noch darüber gesprochen, wie die Integration illegaler Einwanderer bewältigt werden soll. Aber niemand stellt die Frage, ob wir diese Einwanderung überhaupt wollen. Stattdessen wird Kritikern, die ihre Stimme gegen den Tugendwahn erheben, von der Obrigkeit mitgeteilt, sie seien herzlos und dürften an der Debatte über die Einwanderung nicht beteiligt werden. Deutschland ist ein Land ohne Opposition, dessen Regierung wünscht, dass in ihm nur noch eine Sprache gesprochen und nur noch eine Auffassung vertreten werde. Aber diese Rechnung geht nicht auf, weil der soziale Frieden aufs Spiel gesetzt und die Armen gezwungen werden, die Folgen jener ungesteuerten Einwanderung zu bewältigen, die die Wohlhabenden herbeigeredet haben.

Besonnenheit und Vernunft aber sind im Reich der Moralprediger, in das die Leitmedien Deutschland verwandelt haben, verboten. Wer auf den gesunden Menschenverstand verweist, riskiert Ausgrenzung und Ächtung. Viele schweigen, weil sie nicht wollen, dass man ihnen vorwirft, sie seien rechts – und dürften deshalb am öffentlichen Diskurs nicht beteiligt werden. Wer gegen die Konventionen der Tugendrepublik verstösst, wird nach Dunkeldeutschland verbannt. Der Untertan soll schweigen und preisen, was ihm die Obrigkeit als Wirklichkeit präsentiert. Dagegen sollte er sich mit der Kraft des Arguments zur Wehr setzen. Denn die Probleme verschwinden nicht, nur weil man sie beschweigt. Der Besonnene hätte derzeit an die Politik viele Fragen zu stellen. Warum bricht die Regierung europäisches Recht, und warum setzt sie sich über Gesetze hinweg, die das Asylverfahren regeln? Warum soll eigentlich ein Einwanderer Sozialleistungen beanspruchen können, für die jene, die schon hier sind, jahrzehntelang gearbeitet haben? Menschen, die keine Wohnung finden, weil ihr Gehalt nicht ausreicht, verstehen nicht, warum das soziale Netz auch für jene da sein soll, die für seine Finanzierung keinen Beitrag geleistet haben. Sie wenden sich ab, weil die Politik sich für sie nicht mehr interessiert. Sie aber müssen die Folgen der Masseneinwanderung bewältigen. Davon wollen jene, die entschieden haben, dass Deutschland ein Vielvölkerstaat werden soll, nichts hören.

Die Regierung erklärt, es kämen Ärzte und Akademiker, die Deutschland bereicherten. Man könnte glauben, was uns als Gewissheit verkauft wird, wenn die Einwanderung gesteuert werden würde. In Wahrheit weiss niemand, wer kommt und ob jeder Einwanderer eine Bereicherung ist. Aber auf die dunklen Seiten der ungesteuerten Einwanderung wird der Mantel des Schweigens geworfen und das Gegenteil von dem beschworen, was Tag für Tag in unserem Alltag besichtigt werden kann.

Es liegt in der Natur des Asylverfahrens, dass man gar nicht weiss und auch gar nicht wissen muss, wer kommt. Wer Asyl beantragt, muss nur über die Gründe seiner Verfolgung, nicht aber über die berufliche Qualifikation Auskunft geben. Jeder kann kommen, und die meisten Einwanderer können bleiben, weil die Asylgründe nicht überprüft und die Abschiebung abgelehnter Bewerber nur selten erzwungen werden kann.

Deutschland hat seine nationale Souveränität aufgegeben und die Entscheidung darüber, wer kommen und wer bleiben darf, in die Hände illegaler Einwanderer gelegt.
Davon wollen die Nachbarländer im Osten Europas aus guten Gründen nichts wissen. Denn sie sind der Europäischen Union nicht beigetreten, um ihre nationale Souveränität aufzugeben, sondern um sie zu schützen. Nach Jahrzehnten der Bevormundung wollen sie sich nicht von der deutschen Kanzlerin belehren lassen, was moralisch geboten ist und was nicht. Deutschland muss nun die Rechnung für die unverantwortliche Politik seiner Regierung bezahlen: Es wird allein gelassen, weil es allein entscheiden wollte, was alle tun sollen.

Deutschland wird sich bis zur Unkenntlichkeit verändern. Der soziale Frieden und der Zusammenhalt stehen auf dem Spiel. Man kann nur hoffen, dass Deutschland an der Aufgabe, die unkontrollierte Masseneinwanderung zu bewältigen, nicht zerbricht. Die Kanzlerin aber verschliesst die Augen vor der Katastrophe, die sie angerichtet hat. Anderenorts sind Politiker schon aus nichtigeren Gründen zurückgetreten.

Jörg Baberowski
Jörg Baberowski, 54, ist Professor für die Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität in Berlin. In mehreren zum Teil preisgekrönten Büchern beschäftigte er sich mit dem Stalinismus. In seiner neusten Veröffentlichung ( Räume der Gewalt ) untersucht er den sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Umgang mit Gewalt.

Neue Zürcher Zeitung 27.9.2015

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Kevin Kraus
27.09.2015 05.30
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Geheimer Asylbericht – Sonderberichterstattung und Analyse

Öffentliche Ordnung bedroht? Interner Asylbericht aus Österreich sorgt für Aufregung
Samstag, 26.09.2015, 18:31 · · von FOCUS-Online-Redakteurin Linda Wurster

Er war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt: Ein interner Asylbericht aus dem österreichischen Innenministerium beschreibt ein wahres Horror-Szenario: Angesichts des Flüchtlingszustroms sei die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung in Gefahr – gesetzliche Strukturen könnten außer Kraft gesetzt werden.

Überschrieben ist das dreiseitige Papier mit „Sonderberichterstattung und Analyse der derzeitigen Migrationslage“. Ganz oben prangt das Logo des österreichischen Innenministeriums. Der Bericht war keineswegs für die Augen der Öffentlichkeit bestimmt – doch genau dort ist er nun gelandet.

Auf dem polizeilichen Dienstweg wurde er auch an die Kollegen in Bayern geschickt. Und inzwischen kursiert er auch im Internet. Was dort geschrieben steht, hat große Sprengkraft. Denn nach einer Analyse der Flüchtlingssituation in verschiedenen Ländern haben die Verfasser auch einige Schlagworte zur aktuellen Lage in Österreich notiert. Und die sind alarmierend.

„Konflikte unter Migranten – faktische Außerkraftsetzung gesetzlicher Strukturen“

Der Bericht verweist auf die Belastung durch den polizeilichen Einsatz und die „Bindung der exekutiven Strukturen“. Im Weiteren geht es um die Gefahr für die „Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, Ruhe und Sicherheit durch massive Bindung des Personales zur Abwicklung der exekutiven Tätigkeiten im Zusammenhang mit illegalen Einreisen nach Österreich“ sowie die „Überforderung des Asyl- und Versorgungssystems“.

Unter dem Stichwort Bedrohung heißt es: „Gefahr von interethnischen und interreligiösen Konflikten unter Migranten und faktische Außerkraftsetzung der gesetzlichen Strukturen“.

Die Vorstellung, dass die öffentliche Ordnung zusammenbrechen und die gesetzlichen Strukturen außer Kraft gesetzt werden könnten, hat allgemeine Bestürzung hervorgerufen...


Weiter in Focus.de 26.09.2015
________________________________________

Der besagte Bericht ist hier zu finden:

https://cryptome.org/2015/09/bmi-migration.pdf

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Kevin Kraus
26.09.2015 13.40
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Leserbrief aus den Kieler Nachrichten vom 25.9.15:

Plötzlich sind Milliarden vorhanden

Flüchtlinge

Es wäre wünschenswert gewesen, wenn die Landesregierung in den Jahren zuvor für die eigene Bevölkerung schon – Zitat Albig – ein „spürbares Bauprogramm“ in Angriff genommen hätte. Familien, Senioren, Studenten oder Notleidende wie Obdachlose wären begeistert gewesen. Auch mehr Kitaplätze, mehr Lehrer oder weniger Abstriche bei der Polizei zu Wasser und Land hätte die Zufriedenheit der schleswig-holsteinischen Bevölkerung gesteigert. Stattdessen wurde das alles mit dem „Wir-haben-kein-Geld-Argument“ sogar noch gekürzt.

Plötzlich sind Milliarden vorhanden, um von gleich auf jetzt im Flüchtlingschaos das alles und noch viel mehr doch zu leisten... Vorher kaum Geld da, jetzt reden dieselben Leute ständig von „diesem reichen Land“.

Wenn nun normale Bürger Bedenken, Ängste und ungute Gefühle darüber äußern, wenn sie das als Ungerechtigkeit empfinden, bekommen sie sofort den Stempel „ausländerfeindlich“ oder Schlimmeres auf die Stirn gedrückt. Beides – die empfundene Ungerechtigkeit sowie das Nichternstnehmen und Unterdrücken von Meinungen – wird sich als schwerer politischer Fehler erweisen, denn genau das wird nach hinten losgehen und zu dem Rechtsruck aus Unmut führen, den man vermeiden möchte.

Die DDR ist übrigens ebenso vorgegangen und gebar viel Rechtsradikalismus.

Hannes Friedrichsen
Kiel

http://epaper.kieler-nachrichten.de/#!page/KN_01000120/KN20150925/LUNVB2F

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Kevin Kraus
24.09.2015 07.59
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Tagesspiegel.de

Hartmut von Hentig zum 90. Geburtstag
Schule als Keimzelle der Demokratie


23.09.2015 08:29 Uhr
Von Christoph David Piorkowski

Hartmut von Hentig, der heute 90 Jahre alt wird, hat die deutsche Bildungsdiskussion mit theoretischen Impulsen und praktischen Reformen bereichert. Doch der Skandal um die Odenwaldschule traf auch ihn.

Man müsse die Menschen so erziehen, dass sie ein zweites 1933 erkennen und verhindern würden; dass sie es aushielten, mit einer Wahrheit alleinzustehen, anstatt sie für die Sicherheit, die das Aufgehen in der Gruppe garantiert, über Bord zu werfen. Ganz im Sinne Jean-Jaques Rousseaus komme es darauf an, die individuellen Potenziale eines Menschen von klein auf zu fördern. Die den herkömmlichen Belehrungsschulen eignende Kasernierung dagegen leiste dem Totalitarismus Vorschub. „In Gruppen über 20 Schülern“, so schrieb Hartmut von Hentig einmal, „beginnt allmählich das Militär.“

Eine Reformschule statt der klassischen Belehrungsschule

Wie kaum jemand sonst hat der Altmeister der deutschen Reformpädagogik, der an diesem Mittwoch seinen 90. Geburtstag begeht, den bundesrepublikanischen Bildungsdiskurs als theoretischer Impulsgeber und praktischer Reformer bereichert. Nach einem leidigen Studium in Göttingen, das der 1925 geborene Hentig kurz nach seiner Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft begann, und einer umso lohnenderen Promotion in den USA debütierte er zunächst als Lehrer. 1963 ereilte ihn dann der Ruf nach Göttingen, wo Hentig trotz ausstehender Habilitation als Pädagogikprofessor praktizierte. Ende der 60er Jahre kam er schließlich an die frisch gegründete Uni Bielefeld, wo er die zur klassischen „Belehrungsschule“ konträre Reformschule initiierte, der er bis zu seiner Emeritierung in den späten 80ern vorstand.

Eine Miniatur der attischen Polis sollte sie sein, gleichermaßen Lern- und Lebensstätte, ein „Embryo“ der Gesellschaft im Sinne John Deweys, wo die Schüler ihre persönlichen Vorlieben und Stärken profilieren und sich im demokratischen Miteinander einüben konnten.

Auch wenn sich in Bielefeld nicht alles verwirklichen ließ, was dem Reformpädagogen vorschwebte – dem rousseauschen Gedanken, die moralische und kognitive Kompetenz des Kindes nicht dozierend, sondern durch Erfahrung und Einsicht nach dessen eigenem Rhythmus zu entfalten, ist Hentig treu geblieben.

Keine Distanzierung von Odenwald und der Rolle des Partners

In den letzten Jahren aber wurde es stiller um den Erziehungswissenschaftler, der auch nach seiner Emeritierung als bedeutender Pädagogik- und Demokratietheoretiker die Debatte belebte. Im Zuge des Odenwaldskandals rang Hentig sich nicht dazu durch, zu seinem Lebenspartner Gerold Becker, dem pädokriminellen Haupttäter in den Missbrauchsfällen an der Odenwaldschule, auf Distanz zu gehen. Dass die Reformpädagogik – wie fortan zuweilen behauptet wurde – ob ihrer expliziten Zuwendung zum einzelnen Kind den Missbrauch befördert, ist sicherlich falsch. Richtig aber ist, dass sie pädophilen Trittbrettfahrern mancherorts einen gefährlichen Freiraum bot.

Hentigs mindestens naive Interpretation der Vorfälle rund um die Odenwaldschule warf einen hässlichen Schatten auf eine moralisch ansonsten hochambitionierte Biografie
. Seine epochale Leistung in Sachen Schulreform und die Bedeutung seines polit-pädagogischen Werkes sind gleichwohl unbestritten.

http://www.tagesspiegel.de/wissen/hartmut-von-hentig-zum-90-geburtstag-schule-als-keimzelle-der-demokratie/12354740.html

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Kevin Kraus
15.09.2015 05.42
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Dr. Ulrich Kliegis an Eltern im SHEV

Re: [SHEV] Ex-Innenminister: „Wir haben die Kontrolle verloren“ – SPD- ... [Gestern 16:03 Uhr]

[Astrid Schulz] > Insofern sollten wir rechtzeitig und klar diesen personellen Bedarf an Schulen deutlich machen um dem Risiko, die „Kontrolle zu verlieren“, vorzubeugen.

Sehr richtig. Wohlverstanden: Der Schleswig-Holsteinische Elternverein e.V. (SHEV) ist keine Elternvertretung i.S. des Schulgesetzes, sondern eine selbständige, unabhängige schulartübergreifende Interessenvertretung aller Eltern und Erziehungsberechtigten von Kindern, Jugendlichen, Lernenden.

Wir setzen uns dabei nach sorgfältiger Abwägung unsere Ziele durchaus selbst – hier ist die absolut sicher zu erwartende, teils ja schon real gewordene Entwicklung an unseren Schulen und anderen Bildungseinrichtungen ein Thema. Und zwar nicht im Sinne einer Xenophobie, sondern in Sorge um das Wohl und die Zukunftschancen aller Kinder im Lande, also auch der Kinder der nun zu uns gekommenen Menschen. Auch die haben einen Anspruch auf Bildung – und unsere Gesellschaft hat die Pflicht, ihnen die Prinzipien und Strukturen, aber auch die Wissensinhalte eines Kulturkreises nahezubringen, der ihnen zunächst mal sehr fremd sein dürfte.

Das beginnt mit dem Erlernen der Sprache, wo es letztlich endet, weiß im Moment noch niemand so recht.

Es ist bewundernswert, und ich maße mir an, das beurteilen zu können, was Astrid Schulz-Evers in diesem Feld an Wissen erarbeitet und weiterreicht. Im Zeitalter „sozialer“ Netzwerke und anderer neuer Kommunikationswege sieht der SHEV seine Aufgabe darin, Kondensationskern einer offenen und zielorientierten Diskussion sowie daraus erwachsender politischer Zielsetzung zu sein. In diesem Sinne wird der SHEV vom Landtag auch schon seit vielen Jahren z.B. immer wieder zu Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen, Verordnungen etc. eingeladen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen klaren Blick und eine wohlwollende, aber dabei nicht sorglose Begleitung dieser ungewöhnlichen Tage und möchte Astrid Schulz-Evers für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz, den sie seit Jahren nicht nur in diesem Gebiet leistet, danken.

Dranbleiben!

Gruß,
U.Kliegis

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Kevin Kraus
13.09.2015 06.29
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Nikolaus Fest: Kultursprengungen – Nur heißen sie hier Rechtschreibreform, Einheitsschule ...

Palmyra auch hier: Deutscher Kulturbruch

August 25, 2015 ~ Nicolaus Fest

Immer wieder der Verweis auf die Bevölkerungsentwicklung, welche die Einwanderung notwendig mache, wolle man Wirtschaftskraft und Sozialsysteme erhalten. Auch auf Seiten der Linken hat das kapitalistische Wohlstandsdenken vollständig triumphiert. Konsumkritik war gestern. Dass mit der Einwanderung von Menschen aus afrikanischen oder muslimischen Kulturkreisen auch ein irreparabler Kulturbruch stattfindet, will niemand wahrnehmen, auch wenn er schon jetzt vielerorts mit Händen zu greifen ist. Welches Kind von Einwanderern kennt die alten deutschen Lieder, die Heiligen in der Kirche, die Märchen von Grimm, Andersen, Hauff? In 50 Jahren wird Eichendorf so vergessen sein wie Jean Paul, wie Dürer oder Heckel, Schubert oder Brahms. Doch warum sie auch erinnern, wenn schon den Deutschen ihr Eigenes so gleichgültig ist?

Im Grunde erleben wir auch hier seit Jahren täglich die Kultursprengungen von Palmyra. Nur heißen sie hier Rechtschreibreform, Einheitsschule, Bologna oder frühkindliche Sexualerziehung. Und die Täter sitzen in der Schulbürokratie und bei der GEW.


http://nicolaus-fest.de/palmyra-auch-hier-deutscher-kulturbruch/

https://de.wikipedia.org/wiki/Nicolaus_Fest

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Kevin Kraus
12.09.2015 05.53
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

http://www.tagesspiegel.de/politik/fluechtlinge-in-deutschland-innenminister-wir-schaffen-es-nicht-mehr/12311324.html

Flüchtlinge in Deutschland
Innenminister: Wir schaffen es nicht mehr

11.09.2015 19:00 Uhr
Von Stephan Haselberger, Armin Lehmann, Ulrike Scheffer und Frank Jansen

Die Bundesländer stoßen an die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit, die Innenminister warnen vor dem Kollaps. Allein an diesem Wochenende werden 40.000 neue Flüchtlinge erwartet.

Ein Flüchtling wartet in Nickelsdorf, Österreich, eingehüllt in eine Rettungsfolie auf die Weiterfahrt. – Foto: Reuters

Der starke Andrang von Flüchtlingen stellt Deutschland vor immer größere Herausforderungen. Die Bundesregierung rechnet nach den Worten von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) allein an diesem Wochenende mit 40000 Neuankömmlingen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) versetzte 4000 Bundeswehrsoldaten in Rufbereitschaft. Sie sollen unter anderem bei der Registrierung der Flüchtlinge helfen. Die Bundesländer stoßen unterdessen an die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit; sie sehen sich vom Bund im Stich gelassen.

Nach Tagesspiegel-Informationen kam es bei einer Telefonschaltkonferenz der Innenminister der Länder mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Donnerstagabend zu lautstarken Auseinandersetzungen. Mehrere Teilnehmer erklärten, die Kapazitäten in ihren Ländern seien erschöpft. Sie warnten vor einem Kollaps und forderten den Bund auf, für die Flüchtlinge unverzüglich Bundeswehrkasernen zu räumen. Sonst müssten die Grenzen geschlossen werden.

Wie groß die Belastung der Länder ist, zeigt auch eine Auflistung des Bundesinnenministeriums (BMI), die den Landesinnenministerien vorliegt. Danach haben alle Länder mit Ausnahme von Bayern und Bremen seit dem 5. September insgesamt 43000 Flüchtlinge aufgenommen. Und auch diese Zahlen sind offenbar noch zu gering angesetzt. Der BMI-Liste zufolge nahm Nordrhein-Westfalen 7000 Flüchtlinge auf. Das Innenministerium in Düsseldorf spricht von bis zu 15000.

Die CSU macht Kanzlerin Merkel für die Entwicklung verantwortlich

Die CSU macht Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für die Entwicklung verantwortlich. CSU-Chef Horst Seehofer sagte zu Merkels Entscheidung, am vergangenen Wochenende Flüchtlinge aus Ungarn unregistriert nach Deutschland fahren zu lassen: „Das war ein Fehler, der uns noch lange beschäftigen wird. Ich sehe keine Möglichkeit, den Stöpsel wieder auf die Flasche zu kriegen.“ Deutschland werde bald in eine „nicht mehr zu beherrschende Notlage“ geraten, sagte er dem „Spiegel“. Der frühere Bundesinnenminister Hans- Peter Friedrich (CSU) sprach von einer „beispiellosen politischen Fehlleistung“. „Wir haben die Kontrolle verloren“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. Zehntausende Menschen würden sich unkontrolliert durch Deutschland und Europa bewegen. Man könne nur unzuverlässig abschätzen, wie viele IS-Kämpfer oder „Schläfer“ darunter seien.

Auch in der CDU gärt es. Ein hochrangiger CDU-Landespolitiker sagte, Merkel habe die Dimension des Flüchtlingszustroms „falsch eingeschätzt“. Aus „übergeordnetem nationalen Interesse“ müssten nun die Grenzen dicht gemacht werden. Geschehe dies nicht, sei mittelfristig „die Auflösung der staatlichen Verwaltung“ zu befürchten. Außerdem sei mit Ausschreitungen zu rechnen, wenn Flüchtlinge nicht mehr untergebracht werden könnten und schließlich in Fußgängerzonen campieren würden.

Kritik kam auch von der SPD. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte dem Tagesspiegel: „Es war zwar richtig, dass die Kanzlerin aus humanitären Gründen die Grenzen geöffnet hat.“ Mit der Entscheidung habe Merkel die Länder jedoch überrumpelt. „Das darf nicht wieder passieren.“ Merkel bekräftigte dagegen ihre Einschätzung, dass Deutschland die Aufgabe bewältigen könne. Die wirtschaftliche Lage sei gut, sagte sie der „Rheinischen Post“. „Die Kosten für die Aufnahme der Flüchtlinge können wir tragen.“
[…]

Weiter in Tagesspiegel.de 11.09.2015

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Kevin Kraus
07.09.2015 16.58
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Helge Limburg, MdL Niedersachsen

02.09.2015
Flüchtlingskinder gemeinsam unterstützen
Limburg: Guter Start ins neue Schuljahr mit dem neuen Schulgesetz

„Zum Beginn des neuen Schuljahres sorgt das neue von der rot-grünen Koalition beschlossene Schulgesetz für wichtige Verbesserungen“. Darauf wies Helge Limburg, Landtagsabgeordneter Grünen, hin.

„Das Turbo-Abitur wird endlich Geschichte“, so Limburg. Die Schülerinnen und Schüler, die im jetzt beginnenden Schuljahr die Jahrgänge 5 bis 8 des Gymnasiums besuchen, haben wieder neun Jahre Zeit bis zum Abitur. „Damit werden die Schülerinnen und Schüler an den Gymnasien von einem übermäßigen Druck entlastet und haben wieder Zeit für nachhaltiges Lernen.

Auch das Lernklima an den Grundschulen werde sich mit der Abschaffung der Schullaufbahnempfehlung deutlich weiter verbessern, sagte Limburg.

Eine große Herausforderung werde der erstmalige Schulbesuch einer großen Anzahl an Flüchtlingskindern sein. Limburg: „Ich bin erfreut, dass es bei den Lehrkräften, den Schülerinnen und Schülern und bei den Eltern eine große Bereitschaft gibt, die Flüchtlingskinder zu unterstützten, und ich bin optimistisch, dass wir diese Aufgabe gemeinsam bewältigen werden.“

Mit einem differenzierten Maßnahmenpaket, das neben Sprachlernklassen auch eine Reihe weiterer Sprachförderangebote umfasse, habe das Kultusministerium bereits eine gute Grundlage gelegt. Zum Beginn des neuen Schuljahres gebe es 299 Sprachlernklassen gegenüber 61 Sprachlernklassen im Jahr 2013. Zusätzlich gebe es differenzierte Sprachförderkurse und Sprachförderkonzepte.

„Wir werden die weitere Entwicklung der Zahl der Flüchtlingskinder genau beobachten und flexibel reagieren“, kündigte Limburg an.

helge-limburg.de 2.9.2015

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Kevin Kraus
06.09.2015 17.24
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Frankreich: Schulreform tritt in Kraft

Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem hat den Kampf für Gleichheit in den Schulen begonnen. Leistungsunterschiede soll beseitigt werden. Deshalb werden die Sprachen benachteiligt.

Najat Vallaud-Belkacem. 2015. Foto: ActuaLitté / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0 (Ausschnitt) Veröffentlicht: 03.09.2015 – 09:20 Uhr |

In Frankreich hat das neue Schuljahr begonnen, und die Reform, die von Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem initiiert wurde, tritt nun in Kraft. Die Sozialistin will damit mehr Gleichheit schaffen und, wie sie sagt, den »Kampf gegen die Langeweile« aufnehmen. Auch für die Einführung eines neuen Fachs hat sie gesorgt, als Reaktion auf die islamistischen Attentate von Paris auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt: »Laizismus und Moral«.

Weil sich aber Leistungsunterschiede unter den Schülern trotz aller Bemühungen immer noch bemerkbar machen, hat Vallaud-Belkacem beschlossen, die Anforderungen zu senken und den starken Schülern die Möglichkeit zur Entfaltung zu beschneiden: Zweisprachige Klassen werden abgeschafft, die Einheitsschule bis zur Mittleren Reife wird eingeführt, dazu wird der Umfang des Latein-, Griechisch- und des Deutschunterrichts reduziert.

Gleichheit schafft man damit natürlich nicht, denn Eltern finden Wege, um ihre Kinder vor der schulischen Sackgasse zu bewahren. FAZ-Korrespondenz Jürg Altwegg schreibt: »Der Graben zwischen guten und schlechten Schülern wird tiefer, die soziale Ungleichheit wird größer.«


Sogar die traditionell eher links stehenden Lehrer begehren gegen die Reform auf; vor allem die Sprachlehrer sind bestürzt. Dramatisch warnt Deutschlehrer Alain Christophe: »Es geht um einen Kampf auf Leben und Tod. Am Ende der Reform steht das Ende des Deutschunterrichts.« Auch Lateinlehrerin Sabine Bollack kann sich mit der Reform nicht anfreunden. »Es geht nur noch um Gadgets. Lernen soll wie Spielen sein. Alles, was irgendeine Anstrengung voraussetzt, wird in Frage gestellt.«

Die Schüler fragt ohnehin keiner. Vor allem die, die Latein gewählt haben, sehen sich einer ungewissen Zukunft gegenüber. Ob sie den einmal eingeschlagenen Weg mit der alten Sprache fortsetzen können, ist mehr als ungewiss. Der Bildungsministerin kann das egal sein. Sie hat sowieso etwas gegen diese Aufmüpfigen, die sich nicht mit dem von ihr angestrebten Mittelmaß zufriedengeben wollen.

freiewelt.net 03.09.2015

Kommentare

Michael 03.09.2015 – 10:17

Sozialistischer Einheitsbrei!
Die Dummheit regiert! Hier Kann mann nur hoffen, dass diese Idee nicht auf Deutschland übertragen wird.

Auch kann hier beobachtet werden, wie weit die Nationalstaaten in Europas mit ihrem Gedankengut auseinandergehen.
Meine Tochter konnte auf einem bilingualem Gymnasium ihre Chancen, beruflich vorwärts zu kommen, wesentlich verbessern.

hans mohrmann 03.09.2015 – 10:25

Schulsozialismus heißt, wie leicht zu erkennen ist, nie, daß die schwächeren Schüler stark gemacht werden, sondern immer nur, daß die stärkeren Schüler bewußt behindert werden. Am Ende verlieren alle.

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Kevin Kraus
02.09.2015 09.08
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Obwohl Vera 3 bundesweit geschrieben wird, ist ein Ländervergleich nicht möglich, da die meisten Bundesländer ihre Ergebnisse – anders als Berlin und Brandenburg – nicht veröffentlichen.
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Tagesspiegel.de 31.08.2015

Berlins Schüler im Vergleich:
Schreiben ungenügend

31.08.2015 06:37 Uhr
Von Susanne Vieth-Entus

Bei Vergleichsarbeiten bleibt jeder zweite Schüler unter den Mindeststandards. Ein weiteres Problem: Lehrer sind nicht auf Kinder von Flüchtlingen vorbereitet.

Wenn Berlins Schüler an diesem Montag ihre Füller aus der Sommerpause holen und wieder versuchen, ohne Smartphone zu schreiben, dürfte bei den Lehrern die Urlaubsstimmung schnell vorbei sein: Die Schüler schreiben nämlich miserabel.

Dies ist zumindest das jüngste Ergebnis der Vergleichsarbeiten in den dritten Klassen. Demnach erfüllt die Hälfte der Drittklässler nicht einmal die Mindeststandards, die die Kultusministerkonferenz für die Rechtschreibung angesetzt hat: Sie können demnach maximal „lautgetreu“ schreiben, bringen also nur zu Papier, was sie hören. Der „Stuhl“ wird dann zum „schtul“, das „Fahrrad“ mutiert zum „varat“. Fachleute nennen das Ergebnis, das bisher nur verwaltungsintern diskutiert wurde, alarmierend“.

An der Vergleichsarbeit, „Vera 3“ genannt, hatten 2014 rund 23.000 Schüler teilgenommen. Ausgewertet wurde sie vom Institut für Schulqualität (ISQ) Berlin-Brandenburg. Dabei kam auch heraus, dass selbst von den deutschstämmigen Schülern 45 Prozent an der untersten Hürde hängen bleiben. Bei den Klassenkameraden anderer Herkunftssprachen sind es 64 Prozent.

Ergebnisse in Brandenburg besser

Obwohl Vera 3 bundesweit geschrieben wird, ist ein Ländervergleich nicht möglich, da die meisten Bundesländer ihre Ergebnisse – anders als Berlin und Brandenburg – nicht veröffentlichen.
In Brandenburg werden zudem keine separaten Zahlen für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund erhoben. Hier gibt es nur einen Gesamtwert für alle Schüler. Demnach schafften im Nachbarland 42 Prozent der Drittklässler die Mindeststandards nicht. Durch eine parlamentarische Anfrage der Linken in Schwerin war zudem herausgekommen, dass in Mecklenburg-Vorpommern 37,4 Prozent der Kinder auf unterstem Level schreiben.

Besser als bei der Orthografie steht es ums Lesen. Hier waren in Brandenburg nur 16 Prozent auf der untersten Kompetenzstufe, in Berlin wurden 26 Prozent ermittelt. Aber auch beim Lesen sind die Kinder anderer Muttersprachen extrem benachteiligt: 45 Prozent können nicht im Entferntesten mithalten.

Dass diese Befunde nicht von der Senatsverwaltung für Bildung veröffentlicht wurden, sondern auf der Homepage des ISQ abgerufen werden müssen, liegt daran, dass Vera 3 in erster Linie nicht für die Öffentlichkeit, sondern für die Schulen gedacht ist: Sie sollen erfahren, wie es um ihre Schüler bestellt ist, um gezielter nacharbeiten zu können. Denn zum Ende der Klasse 4, wenn die Kinder bundesweit üblicherweise die Grundschule verlassen, sollen alle wichtigen Grundlagen für das Lesen und Schreiben gelegt sein.

„Es hapert bei den Lehrern offensichtlich an der Methodik“

Weiter bei Tagesspiegel.de 31.08.2015

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Kevin Kraus
26.08.2015 12.49
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Deutsch für Ausländer :
Schulunterricht für Flüchtlinge in SH – „der alltägliche Wahnsinn“

vom 25. August 2015
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Jeder dritte Neuankömmling in SH ist ein Schulkind, viele sind traumatisiert – für die Lehrer eine Herausforderung.

Schleswig-Holsteins Schüler müssen sich nach den Sommerferien auf neue Klassenkameraden einstellen: Neben dem ein oder anderen Sitzenbleiber kommen auch Kinder und Jugendliche in die Schule, die nach Deutschland geflohen sind. Die allermeisten werden zunächst in den rund 100 Daz-Zentren (Deutsch für Ausländer) unterrichtet, die es inzwischen im Norden gibt. Sie sind quasi „Schulen in der Schule“, da sie ausnahmslos in vorhandenen Lehranstalten eingerichtet wurden. „Auch für Flüchtlingskinder gilt die Schulpflicht“, stellt der Sprecher des Kieler Bildungsministeriums Thomas Schunck klar – auch wenn über den Asylantrag noch nicht entschieden ist und die Kinder oft kein Wort Deutsch können.

Unterrichtet werden schulpflichtige Kinder bereits in den Erstaufnahme-Einrichtungen. Bis zum Jahresende wird dort die Zahl der Lehrer auf 30 ansteigen.
Zudem hat das Ministerium mit der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände einen Vertrag geschlossen. Sie bekommen zwei Millionen Euro in diesem Jahr, damit sie den Flüchtlingskindern am Nachmittag und in den Ferien Freizeitangebote machen, die der Sprachförderung dienlich sind. Erwachsene Flüchtlinge bekommen in Integrationskursen Deutsch-Unterricht. Gestern kündigte das Innenministerium 35.000 Euro Zuschüsse an die Volkshochschulen für die Ausbildung von 34 weiteren Lehrern an. Dort bestehe Handlungsbedarf, sagte Staatssekretärin Manuela Söller-Winkler (SPD).

Wie viele Kinder aus Syrien Afghanistan, Eritrea oder Serbien im September die Schulbank bei uns drücken werden, kann nicht exakt angegeben werden, erklärt Schunck, verweist jedoch auf eine Faustregel, wonach etwa jeder dritte Flüchtling, der im Norden landet, ein Schulkind ist. Bei geschätzt 25.000 Neuankömmlingen wären das in diesem Jahr gut 6000.

Hinzu kommen die „Altfälle“, die schon 2014 in Daz-Klassen unterrichtet wurden. In denen herrscht höchste Heterogenität. In Husum zum Beispiel saßen im Juli 13 Kinder aus neun Nationen vor ihren Büchern und übten mit ihrer Lehrerin die ersten deutschen Begriffe ein. Die besondere Herausforderung für die Pädagogen: Die Kinder sind nicht nur altersmäßig bunt gemischt, sondern haben auch höchst unterschiedliche Bildungsbiografien. Da sitzt dann der elfjährige syrische Gymnasiast neben einem 16-jährigen Eritreer, der noch nie die Schulbank gedrückt hat und deshalb auch in seiner Muttersprache nicht lesen und schreiben kann. Andere haben wegen der Kriegswirren mehrere Jahre lang keine Schule besucht und sind traumatisiert.

Weil die Kinder so verschieden sind, sollen sie im Unterricht individuell gefördert werden. Kriegserlebnisse, häusliche Gewalt, null Schulerfahrung oder Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf – „das ist der alltägliche Wahnsinn“,
sagte kürzlich ein Daz-Lehrer bei einem Schulbesuch von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) in Kronshagen bei Kiel. Für ihr Ministerium und die Schulräte ist die Organisation des Unterrichts auch deshalb eine Herkulesaufgabe, weil die Fluktuation enorm ist. Ständig kommen Neuankömmlinge in die Klasse, andere ziehen weg, weil die Eltern die Anerkennung und damit die Arbeitserlaubnis und einen Job bekommen.
[...]
Autor: Margret Kiosz

shz.de 25.08.2015

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Kevin Kraus
19.08.2015 11.20
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Silke Sommer-Hohl – Vorsitzende des Bündnis pro Bildung BW e.V.

Liebe Mitglieder, liebe Mitstreiter,

im Anhang übermittle ich Ihnen unsere Pressemitteilung August 2015 zu dem Gutachten „Gemeinschaftsschule“. Bemerkenswert finde ich die widersprüchliche Aussage von KM Stoch, das Gutachten liege dem Ministerium nicht vor, aber gleichzeitig äußert er sich das dies wahrheitswidrig wiedergegeben wird!
Da kommen doch Zweifel auf.

Mit besten Grüßen

Silke Sommer-Hohl
Bündnis pro Bildung BW e.V.


18.8.2015
Pressemitteilung

Es ist ein Skandal erster Ordnung. Erst setzt die rot-grüne Landesregierung alles daran, um ihr Prestigemodell der Gemeinschaftsschule durchzusetzen. Dabei nimmt sie die Zerschlagung eines sehr erfolgreichen Bildungssystems zumindest billigend in Kauf: die erfolgreich arbeitenden Hauptschulen verschwinden von der Bildungslandschaft, das Modell der berufsvorbereitenden Werkrealschulen wird zerstört, die Realschulen sollen zu Mini-Gemeinschaftsschulen umgewandelt werden, die Gymnasien werden misstrauisch beäugt. Und das alles gegen die Warnungen erfahrener schulischer Praktiker, die vor den verhängnisvollen Folgen einer solchen Politik schon seit Beginn dieser Kampagne warnen.

Und nun bestätigt eine unabhängige wissenschaftliche Studie der Universität Tübingen aus dem Hause von Prof. Dr. Torsten Bohl genau diese Skeptiker. Was aber macht Minister Stoch und seine Mannschaft? Sie verstecken die Analyse in der Schublade und wollen sie der Öffentlichkeit vorenthalten! Dies alles getreu dem Grundsatz: Kommen Sie mir nicht mit Fakten, ich habe meine Meinung.

Dabei wirft die Studie nicht nur ein bezeichnendes Schlaglicht auf die untaugliche Struktur der Gemeinschaftsschulen, sondern auch auf den praxisfernen Charakter des angeblichen Paradigmenwechsels in der Pädagogik mit den Schlagworten des individuellen Lernens. Dies ist der tiefere Grund, weshalb die Studie verheimlicht werden soll, denn gerade diese untauglichen Modelle sollen weiterhin in den noch bestehenden Schulen des baden-württembergischen Bildungssystems ideologisch durchgesetzt werden.

Wenn die Kritik von erfahrenen Schulpraktikern, Eltern und wissenschaftlicher Experten bekannt würde, zeigte sich das komplette Scheitern der ganzen verhängnisvollen Schulpolitik dieser Landesregierung. Deshalb wird die Analyse der Öffentlichkeit vorenthalten.

Es ist die Pflicht aller Demokraten und besonders auch der Medien als fünfter Macht im Staat, diesen Skandal aufzudecken. Kritische Analysen dürfen in einem demokratischen Rechtsstaat nicht vor der Öffentlichkeit versteckt werden!

Silke Sommer-Hohl
Vorsitzende des Bündnis pro Bildung BW e.V.
Tel: 0758-1527596
eMail: silke.sommer-hohl[et]web.de
Home: http://buendnis-pro-bildung-bw.de/

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Kevin Kraus
18.08.2015 05.41
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Verheerendes Urteil für Gemeinschaftsschulen

17 August 2015

Das Vorzeigeprojekt Gemeinschaftsschule des grün-rot regierten Baden-Württemberg wird in einem vom Kultusministerium unter Verschluss gehaltenem Gutachten als gescheitert bewertet. Die Gemeinschaftsschule gehöre zu den „bildungspolitischen Himmelfahrtskommandos”, die überstürzt eingeführt wurden.

Ideologisch motiviertes Bildungsprojekt der grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg entpuppt sich als “bildungspolitisches Himmelfahrtskommando” (Bild: blu-news.org)

In Baden-Württemberg genehmigte die amtierende Landesregierung aus Bündnis 90/Die Grünen und SPD in 42 Städten ihr Vorzeigeprojekt Gemeinschaftsschule. Im Schuljahr 2012/13 gingen die ersten Gemeinschaftsschulen an den Start, 2013/14 folgten weitere 87 ihrer Art.

Grün-rote Gesellschaftsmanipulation wieder einmal gescheitert?

Das hoch ideologisierte Konzept der gemeinschaftlichen Beschulung sieht vor, durch die Zusammenführung ganz unterschiedlich begabter Schüler in einer Schulart und in einer längeren gemeinsamen Schulzeit eine höhere Durchlässigkeit im Bildungssystem sowie eine effektivere Integration von Migrantenkindern und Kindern mit Behinderungen zu erreichen.

Im Endausbau sollen Lehrkräfte aller Schularten an der Gemeinschaftsschule unterrichten und dort prinzipiell in allen Lerngruppen eingesetzt werden können. Die Lerngruppen sind heterogen zusammengesetzt, sodass Schüler unabhängig vom jeweiligen individuellen Leistungsniveau primär gemeinsam unterrichtet werden. Durch das Abschaffen von Sitzenbleiben und numerischen Noten sollen bei gleichem Bildungserfolg weniger Kosten und Ausgrenzung entstehen.


Zusätzlich erhoffte sich die grün-rote Regierung angesichts der sinkenden Schülerzahlen durch die Einführung von Gemeinschaftsschulen den Schulstandort vor Ort zu sichern.

Vernichtendes Gutachten wurde unter Verschluss gehalten

Nun wurde, wie die FAZ berichtet, ein vernichtendes Gutachten über die Gemeinschaftsschule bekannt, das vom Kultusministerium bisher unter Verschluss gehalten wurde. Das Gutachten trägt, wie die Zeitung berichtet, den Vermerk „nur intern verwenden“ und liege der FAZ vor.

Laut dem 38 Seiten umfassenden sachlichen Beobachtungsbericht gelinge der neuen Unterrichtsform weder das selbständige Lernen mit Lehrern als Lernbegleitern noch die Inklusion oder die besondere Förderung der Schwächsten und Stärksten. Lernstarke Kinder werden so gut wie gar nicht gefördert. Lernschwache Schüler gerieten noch mehr ins Hintertreffen. Auch die Leistungsbeurteilung sei mehr als fragwürdig. In den Fremdsprachen komme das Sprechen zu kurz. Lernzeiten werden nicht effektiv genutzt, allgemein werde zu wenig gearbeitet. Ganz speziell in Inklusionsklassen gebe es keine zentrale Koordination. Die betroffenen Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf wie auch die hierzu eingesetzten Schulbegleiter würden nicht einbezogen werden.

„Bildungspolitisches Himmelfahrtskommando”

Alles Kritikpunkte, die vor der überhasteten Einführung bereits von verschiedenen Städten wie auch von Eltern und Lehrern vorgebracht wurden. Wie die FAZ schreibt, gehören mittlerweile ehemalige entschiedene Befürworter zu den Kritikern der Gemeinschaftsschule. Der Tübinger Bildungsforschung und Erziehungswissenschaftler Thorsten Bohl kritisiert, dass es zu dem Projekt „individuelles Lernen“ noch keinerlei Forschungsergebnisse gebe und die Gemeinschaftsschule somit „zu den bildungspolitischen Himmelfahrtskommandos, die überstürzt eingeführt wurden“, zähle.

Die Tendenz, weg von der immer schlechter werdenden staatlichen Schulbildung hin zu privaten Schulen, kann hier wohl als einzig positives Ergebnis aus dem ideologisch motivierten Schulexperiments der grün-roten Landesregierung resümiert werden. (BS)

blu-news.org 17.08.2015

Siehe auch Heike Schmoll in FAZ.net v. 16.08.2015

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Kevin Kraus
17.08.2015 06.22
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news4teachers.de/2015/08

SPD-Bildungsminister eröffnet Qualitätsdebatte ums Abitur: Niveau der Reifeprüfung ist in Gefahr

SCHWERIN. Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) sieht das Niveau des Abiturs in Deutschland in Gefahr. In einem Interview des Nachrichtenmagazins «Focus» warnte er davor, die Leistungsanforderungen zu senken, um immer mehr jungen Menschen die Hochschulreife zu ermöglichen. «Wir diskutieren hierzulande aber nicht über das Niveau, sondern darüber, ob es 25 oder 40 Prozent Abiturienten geben soll», sagte Brodkorb. «Das ist absurd und Zahlenmystik.»


Brodkorb forderte, die Messlatte über ein bundesdeutsches Zentralabitur festzulegen. Brodkorbs Vorschlag für die Praxis: Für vier Ländergruppen sollten vergleichbare Abituraufgaben entwickelt werden. «Dann schreiben diese vier Ländergruppen zu verschiedenen Terminen das Abitur», sagte der Minister. Dadurch gebe es im Sommer wegen der Ferienzeiten keine Probleme auf den Autobahnen.

Die momentanen Abiturquoten seien nach Brodkorbs Einschätzung deutschlandweit so nicht aufrechtzuerhalten. «Wenn heute viel mehr Schüler auf dem Gymnasium sind als vor zehn Jahren, auch mehr leistungsschwächere, dann können es eben nicht alle schaffen.» Es könne niemandem etwas geschenkt werden, auch weil dadurch die Leistungen derer, die sich erfolgreich anstrengen, entwertet würden.

Erste Schritte zu einem einheitlicheren Abitur hatten die Kultusminister im Juni vereinbart. Von 2017 an können alle Länder einen gemeinsamen Aufgabenpool nutzen – sie müssen es aber nicht.

Beifall kam von der CDU. Der mecklenburgische CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg begrüßte Brodkorbs Äußerungen. «Endlich erkennen auch die Sozialdemokraten, dass in den letzten Jahren erhebliche Fehler in der Schulpolitik begangen wurden», sagte Rehberg in Rostock. Statt Kontinuität und Ruhe im Schulsystem zu wahren und Leistungsstandards sowie Zugangsvoraussetzungen zu belassen, seien Zulassungsbeschränkungen abgeschafft und Urteile von Lehrern zu Empfehlungen abgewertet worden. «In der Folge sank das Niveau an den Gymnasien in unserem Land», sagte Rehberg. Die Mahnung des Ministers, Leistungsnormen beizubehalten und ein bundesweites Zentralabitur zu schaffen, sei hilfreich und gut. Dpa

news4teachers.de/2015/08

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Kevin Kraus
03.08.2015 09.29
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] RECHTSCHREIBREFORM – Presse in der Schweiz berichtet reichlich... Meinung des SHEV

Zehn Jahre nach Inkrafttreten neuer Rechtschreibregeln an Schulen schlagen drei Reformgegner vor, „auch diejenige Rechtschreibung nicht als Fehler anzustreichen, wie sie vor der Rechtschreibreform 1996 in den Büchern allgemein verwendet wurde“.
________________________________________

Erstaunlich ist, dass in der Schweiz in zahlreichen Medien berichtet wird – in Deutschland offensichtlich nur in der „Rheinischen Post“ ( gekürzt).

Das ist auch deswegen unerklärlich, weil Hans Zehetmair sich immerhin in seiner Funktion als Leiter des „Rates für deutsche Rechtschreibung“ geäußert hat und die Rechtschreibreformen in Frage gestellt hat. Da wäre es eigentlich nur konsequent, wenn die Medien entsprechende Reaktionen von Reformkritikern wiedergeben würden – aber die Scheu vor den gravierenden Auswirkungen dieser Forderung scheint wohl zu groß zu sein...


http://www.zeit.de/2015/31/neue-rechtschreibung-reform-deutschland

rp-online.de 31.7.2015

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