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Spektrum der Wissenschaft
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Sigmar Salzburg
30.04.2022 08.53
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Genderkrampf und Urreform bei Spektrum

Die zunehmend modisch menschelnde Zeitschrift glänzt wieder durch linientreue Urreform und Genderredundanz:

... Der aktuellen Studie zufolge zahlen in Deutschland mehr Männer für Sex als in anderen europäischen Ländern. Das könnte mit den hier zu Lande vergleichsweise liberalen Gesetzen und Normen zusammenhängen... Das Risiko der Freier, sich ohne Kondomgebrauch eine Geschlechtskrankheit einzufangen, gehe auf die Partnerinnen und Partner über, warnen die Forschenden.

spektrum.de 28.04.2022
• „Zur See“ gilt wohl auf den Fördedampfern das skandinavische Verbot gewerblichen Geschlechtsverkehrs.
• Die „Freierinnen“ oder „Freienden“ sind bewußt außer acht gelassen worden.
• Die „Partner“ werden vielfaltsgerecht genannt, aber für ihre „diversen“ Varianten gibt es noch keinen Sammelbegriff.
• Die genderkrampfigen „Forschenden“ erzwingen in der Einzahl den sofortigen Offenbarungseid: „der“ oder „die“ „Forschende“.

Ob sich die Anglophonen irgendwann zu „researcheresses and researchers“ oder gar „the researchings“ breitschlagen lassen?

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Sigmar Salzburg
13.04.2022 11.33
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James-Webb-Weltraumteleskop:

Hat die NASA Beweise gegen James Webb zurückgehalten?

Das größte Weltraumteleskop soll anders heißen, fordern manche. Der Vorwurf: James Webb war homophob. Nun öffentliche E-Mails zeigen, dass die NASA über seine damaligen Handlungen mehr weiß als behauptet.
von Adam Mann

spektrum.de 12.4.2022

1760 Wörter hält das bislang wissenschaftlich angesehene „Spektrum” für nötig, um die 1560 Wörter des Berichts des amerikanischen Autors Adam Mann über die Anstrengungen der dortigen Schwulenlobby dem deutschen Leser in Übersetzung nahezubringen, das berühmte James-Webb-Teleskop doch noch umzubenennen. Die unbestreitbaren Verdienste James Webbs sollen nicht seine zeitübliche Ablehnung des Schwulismus aufwiegen.

Die Beflissenheit der korrekten Wissenschaftler erinnert an die aktuelle Unterwürfigkeit deutscher Tierparkbetreiber, den Namen des „russischstämmigen“ Ebers „Putin“ durch einen anderen saumäßigeren zu ersetzen. Naturgemäß erfordert die Übersetzung auch einige Akrobatik, um die Präzision der deutschen Grammatik gendergerecht zu übertölpeln. Und schließlich muß den dummen Deutschen zusätzlich auch noch das Plus(s) am LGBTQ erklärt werden, hier in
[...] gesetzt:

Traurig, enttäuscht, frustriert, wütend. So lassen sich die Reaktionen von LGBTQ+-Astronomen auf die Entscheidung der NASA zusammenfassen, das James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) nicht umzubenennen.

[LGBTQ+ steht für »lesbian«, »gay«, »bi«, »trans« und »queer«, auf Deutsch also lesbisch, schwul, bisexuell, trans, queer, und beschreibt verschiedene Formen für sexuelle Orientierungen und Identitätsformen. Das Plus bezieht dabei alle weiteren Richtungen und Identitäten mit ein, die nicht direkt aufgezählt werden.]

Viele LGBTQ+-Personen lehnen den Namen »James Webb« für das Teleskop ab, weil es Hinweise darauf gibt, dass der ehemalige NASA-Verwalter aus der Apollo-Ära in den 1950er und 1960er Jahren an der Verfolgung von schwulen und lesbischen Angestellten im Staatsdienst beteiligt war.
Die „LGBTQ+astronomers“ mit „LGBTQ+-Astronominnen und Astronomen“ zu übersetzen verbot sich, da dadurch das Plus(s) entkräftet worden wäre. Dafür wurden darauf folgend die „LGBTQ+astronomers“ noch einmal zu „LGBTQ+-Personen“ umbenannt – gleiche Endung wie „Astronomen“, aber Femininum, genial und (fast) gleichbedeutend!
Since early last year, four researchers have been leading the charge for NASA to alter the name of the $10-billion flagship mission, launched in December 2021, which will provide unparalleled views of the universe.
Die „Übersetzenden” lassen sich natürlich nicht die Gelegenheit entgehen, die „Forscher“ durch die alberne Gender-Partizipierung zu ersetzen:
Seit Anfang 2021 haben sich daher besonders vier Forschende dafür eingesetzt, dass die NASA den Namen der zehn Milliarden Dollar teuren Mission ändert....

»Wenn man sich manche E-Mails durchliest, bekommt man den Eindruck, dass wir LGBTQ+-Wissenschaftler und die von uns geäußerten Bedenken nicht von Belang sind«, sagt Yao-Yuan Mao von der US-amerikanischen Rutgers University, der die so_genannte »Astronomy and Astrophysics Outlist« pflegt, eine Liste mit Namen von LGBTQ+-Forschern auf dem Gebiet der Astronomie und Astrophysik, die sich auf diese Weise vernetzen und mehr Gehör verschaffen wollen.
... hieß ursprünglich:
“Reading through the exchanges, it seems that LGBTQ+ scientists and the concern we raised are not really what they care about,” says Yao-Yuan Mao of Rutgers University, who maintains the online Astronomy and Astrophysics Outlist of openly LGBTQ+ researchers.
Wie gehabt ließ sich der maskuline Plural wegen des Plus(s) nicht allgemeingültig gendern. Dafür wurde aber das gespaltene „sogenannt“ eingefügt, um staatsschreibliche Linientreue zu zeigen.
»Es hat den Anschein, dass die gesamte Forschungsarbeit von Anfang an durch die Tatsache beeinträchtigt wurde, dass das Ziel darin bestand, die aufkommende Kritik abzutun«, sagt Lucianne Walkowicz, eine Astronomin am Adler Planetarium in Chicago und eine der Wissenschaftlerinnen, die den Vorstoß zur Änderung des JWST-Namens anführten.
Im Original lautet der Text:
“It seems like, from the very beginning, the entire research effort was compromised by the fact that the goal was to dismiss the criticism they received,” says Lucianne Walkowicz, an astronomer at the Adler Planetarium in Chicago and one of the scientists leading the push to change JWST’s name.
Hier hätte es genderumständlich heißen müssen „eine der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“, und doch immer noch nicht umfassend genug, weil die Plus(s)-Menschen fehlen. So gibt es im Artikel noch zahllose Aussagen, die gegendert noch zerstörerischer im Deutschen als im Englischen wirken.

Man mag dem Unfug nicht weiter nachgehen. Was wird, wenn die Correctness auch andere verdiente Wissenschaftler erfaßt? Soll die berühmte Schrödinger-Gleichung umbenannt werden, weil ihr Entdecker hebe- bis pädophil war und junge Mädchen ins Unglück gestürzt hat? Bis vor kurzem galt das ja, vor allem bei den Grünen, als gesetzlich schützenswert. Aber wie schnell kann sich das ändern!

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Sigmar Salzburg
24.03.2022 08.08
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Kommunikation mit Außerirdischen

Wieder drängt mir mein „Brauser“, neben der Werbung für die linken „taz“ und „zeit.de“, ein Video „nach meinen Interessen“ auf: „Gibt es eine universelle Sprache?“ Ein wichtigschwätzender Jüngling ist damit in den „Spektrum“-Auftritt gelangt, daß er ein etwas abseitiges Thema reißerisch zur Selbstdarstellung aufbereitet. Die Frage, wer er denn sei, wird auch schon im Internet beantwortet:

Doktor Whatson (bürgerlich Cedric Engels) ist ein deutscher YouTuber und Filmstudent, welcher Videos in den Bereichen Wissenschaft, Physik, Philosophie, Technik und Zukunft veröffentlicht... (* 23. Juli 1998; bürgerlich Cedric, kurz Ceddo) ist ein deutscher Makro- und Key-Influencer und Webvideoproduzent.
Auch eine minderjährige Freundin o.ä. in modisch zerlumpten Jeans wird gezeigt. „Dr. Whatson“ persifliert hier (wie ähnlich benamste Foren) Sherlock Holmes‘ Partner Dr. Watson als „What’s on“ („was geht ab?“) und demonstriert seine politische Korrektheit, indem er gegen Schluß mehrmals von den „Forschenden“ spricht:
Doktor Whatson: Gibt es eine universelle Sprache?
Gibt es eine Sprache, in der wir mit jedem intelligenten Lebewesen im Universum kommunizieren könnten? Ein Video.
spektrum.de 18.3.2022
Unabhängig davon einige Gedankensplitter dazu:

Das biologische Leben selbst ist Kommunikation und Information, beruhend auf der Kohlenstoffchemie mit ihrer unvergleichlichen Fähigkeit zur Kettenbildung. Chemie ist daher die ursprünglichste Form der Kommunikation, innerhalb von Wesen und zwischen Individuen, wie staatenbildende Insekten bis zu hundeartigen Riechgenies zeigen.

In den Urmeeren bildeten sich dann die taktilen und optischen Empfindlichkeiten heraus, die schließlich evolutionär Hörsinn und Augen schufen. Der Hörsinn ermöglicht nur eindimensionale Signale (aber dreidimensionale Ortung), der Sehsinn könnte auch zweidimensional angesprochen werden. Tintenfische u.a. können flächige Farbsignale mit ihrer Haut aussenden, die noch nicht verstanden sind.

Die Weiten des Alls können nur getaktete elektromagnetische Signale überbrücken (kaum greifbare Neutrinos und Schwerewellen ausgenommen). Am einfachsten wäre es, wenn unsere „Hacker“ die Signale der außerirdischen Fernsehsender entschlüsseln könnten, die es dann ja in den fernen technischen Hochzivilisationen geben müßte – wenn man sehschwachen Fledermauskulturen derartiges nicht zutraut.

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Sigmar Salzburg
21.03.2022 13.40
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Schreib- und Gender-Tumordiagnostik

Trainierte Fadenwürmer erkennen Krebszellen

Wenn Fadenwürmer die Wahl haben, dann kriechen sie in Richtung von Lungenkrebszellen: Sie erkennen Tumoren am Geruch...

Seit Langem wissen Mediziner, dass eine Krebserkrankung sich auch durch Duftstoffe verrät: Mit ihrer feinen Nase können etwa Hunde oder Mäuse am Körpergeruch oder an Urinproben von Patienten erkennen, ob Tumoren im Körper heranwachsen. Für eine sichere Diagnose ... taugt dies allerdings nicht – schon allein deshalb, weil Hunde ... sich in der Praxis ... daran gewöhnen und oft ablenken lassen.

Bereits seit einigen Jahren arbeitet eine japanische Arbeitsgruppe daher an einer möglichst im Medizinbetrieb alltagstauglichen Alternative: der Krebsdiagnose mit auf Tumorduft abgerichteten Würmern...

Auch das Team aus Südkorea setzt dabei auf den in vielen biologischen Laboren gern gehaltenen Fadenwurm Caenorhabditis elegans. C. elegans erspürt mit einer Vielzahl von olfaktorischen Rezeptoren Duftstoffe und schlängelt sich dann in die Richtung höher konzentrierter Komponenten.

Die Erkennungsrate ließe sich aber leicht steigern, sagen die Autoren, indem sie Fadenwürmer auf die attraktive Duftkomponente trainieren. Dies ist bei C. elegans gut möglich, wie Forschende seit Langem wissen. Der Fadenwurm lernt zum Beispiel recht schnell, für ihn schädliche Bakterienkolonien am Geruch zu erkennen und zu meiden.

spektrum.de 21.3.2022

C. elegans mit seinen 302 Neuronen läßt sich also nicht erst „seit Gestern“ leichter auf nützliches Erkennen trainieren als die Schreibreform- und Genderpolitiker*innen mit ihren jeweils 86 Milliarden Neuronen.

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Sigmar Salzburg
22.02.2022 09.53
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Gruß aus der Reform-Steinzeit bei Spektrum:

Wer Fleisch fressende Löwen bei ihrer Mahlzeit überrascht, kann sie mit einem Narkosegewehr betäuben, um nicht selbst in Gefahr zu geraten.

Auf gleiche Weise kann sich auch schützen, wer gefährlichen fleischfressenden Pflanzen begegnet, wie „Spektrum“ jetzt mitteilt:

Man kann Fleisch fressende Pflanzen betäuben

Eine Narkose mit Ether wirkt bei der Venusfliegenfalle ähnlich wie bei Menschen. Hintergrund ist ein Rezeptor, der für die Weiterleitung von Sinnesreizen entscheidend ist...

Wie ein Team um Sönke Scherzer von der Universität Würzburg in »Scientific Reports« berichtet, reagieren die Fangblätter der Fleisch fressenden Pflanze nicht mehr auf Berührungen, wenn man sie mit dem Narkosegas behandelt...

spektrum.de 22.2.2022
Nun können sich auch Forscher*innen vor den Fangblättern schützen, falls die Pflanze sie mit anderen insektenhaften oder „etherischen“ Wesen verwechselt.

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Sigmar Salzburg
15.02.2022 05.43
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KATRIN (Karlsruhe Tritium Neutrino Experiment)

Seitdem man weiß, dass das Neutrino nicht nichts wiegt, suchen Fachleute nach seiner exakten Masse. Mit einem Wert von 0,8 Elektronvolt kommen sie ihr nun so nah wie nie zuvor... von Jan Dönges ...

Zeitweise hatten Fachleute sogar angenommen, dass Neutrinos gar keine Masse haben. Nobelpreisgekrönte Untersuchungen zur so genannte[n] Neutrino-Oszillation haben aber zweifelsfrei belegt, dass dem nicht so ist. Bei der Neutrino-Oszillation wandeln sich die drei Arten von Neutrinos, genannt »Geschmacksrichtungen« (englisch: flavour) ineinander um. Neben den Elektron-Neutrinos gibt es auch Tau- und Myon-Neutrinos. Das funktioniert nur, wenn die Neutrinomasse mindestens 0,01 eV beträgt.

spektrum.de 14.2.2022

Nobelpreisverdächtig ist auch die Entdeckung der Schreib„reformer“, daß man behende „behände“ und „sogenannt“ getrennt schreiben sollte – ebenfalls in Karlsruhe schon am 14.7.1998 bestätigt.

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Sigmar Salzburg
09.01.2022 19.09
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Solarkraftwerke im All:

Sonnenstrom von der Raumstation

1948 las ich in unserer damaligen Zeitschrift „Jugend“ über Raumflug und die Möglichkeit, Sonnenenergie im All einzufangen und zur Erde umzulenken. Die Raumfahrer aber könnten dann auch Götter spielen.– Obwohl die Sonne für Milliarden Jahre unerschöpflich Energie abstrahlen wird und die Atomenergie ersichtlich eine Sackgasse ist, tritt man erst jetzt der Sache näher. In „Spektrum“ schreibt Karl Urban:

In der Kurzgeschichte »Vernunft« des Autors Isaac Asimov von 1941 wird auf einer Raumstation fernab der Erde die Energie der Sonne aufgefangen und dann als konzentrierter Strahl zur Erde geschickt. Das Konzept klingt noch immer nach Sciencefiction, aber im Dezember 2021 brachte die Europäische Raumfahrtagentur Visionäre und Experten auf dem Feld der Solarkraftwerke im All zusammen ...

Warum orbitale Solarkraftwerke bis heute kaum in Erwägung gezogen wurden, hängt mit ihren Dimensionen zusammen. »Man kann sie nicht klein bauen«, sagt Leopold Summerer, »weil die Antennen im All eine gewisse Größe brauchen, um die Energie zu übertragen. Das ist einfach Physik.« ...

Die wohl größten Fragen wirft derzeit noch die Übertragung mittels Mikrowellen zum Boden auf. Nach Jahrzehnten der Laborversuche gelang es zwar 2008 einem Team von japanischen und US-amerikanischen Forschern, kleinere Energiemengen zwischen zwei Vulkanbergen von Hawaii über 148 Kilometer zu übertragen...

Dennoch plant Chinas Regierung, schon bis 2030 ein erstes Versuchskraftwerk im All zu errichten. Auch in den USA, Japan, Australien und Südkorea arbeiten Gruppen an einzelnen Komponenten der Solarkraftwerke. So weit ist Europa noch nicht...

spektrum.de 9.1.2022
951 Wörter: 1 dass, 6 müsste(n)
Und Deutschland muß erst noch die von Seenot-Rackete & NGOs „geretteten“ afrikanischen Raketenfachkräfte aus- und weiterbilden und das wird dauern.

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Sigmar Salzburg
04.01.2022 15.56
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Auch „Gender Studies“ brauchen Imaginäres

Die Mathematik ist eine menschliche Schöpfung, um die Welt besser zu verstehen. Dem Weltall ist es wohl ziemlich egal, ob die Zahl seiner möglichen Elemente gerade, ungerade oder prim ist. Rätselhaft erscheinen den bürgerlichen Realisten die imaginären und komplexen Zahlen. Nun sollen sie wirklich unentbehrlich sein:

Reelle Zahlen sind nicht genug
Schon der Name lässt erkennen, was der französische Gelehrte René Descartes von den Wurzeln aus negativen Zahlen hielt: »Imaginäre Zahlen« seien ebenso raffiniert wie nutzlos, äußerte sein Kollege Girolamo Cardano zuvor im 16. Jahrhundert, denn niemand konnte sich damals etwas darunter vorstellen. Inzwischen sind sie fest in die Mathematik und den Naturwissenschaften verankert, manche lernen sie sogar in der Schule kennen.
Unser Mathelehrer Herr Heyden belehrte uns Tertianer in den 50ern, daß das Zahlensystem dadurch eine gewisse Vollständigkeit erhalte. Ich meine, reelle und komplexe Zahlen sind je nach Perspektive austauschbar. Sie ermöglichen es z.B., jedem Punkt im Raum stufenlos wechselnd zwei gegensätzliche, sich quadratisch ergänzende Zustände zuzuschreiben, wie es in der Quantenphysik unerläßlich ist. Gleichwertig, aber komplizierter sind zweidimensionale Matrizen.
[Lange] schien es, als seien komplexe Zahlen auch in der Quantenmechanik nur ein erfolgreiches Hilfsmittel, das lange Berechnungen vereinfacht – auf das man aber notfalls verzichten könnte. Doch im Januar 2021 haben Physikerinnen und Physiker um Marc-Olivier Renou vom Institut für Photonenwissenschaften (ICFO) in Barcelona ein Experiment mit mehreren Teilchenquellen und Beobachtern vorgeschlagen, das ein für alle Mal den Zahlenraum der Quantenmechanik festlegen sollte. Wie sie herausfanden, unterscheiden sich in diesem Fall die Vorhersagen der reellen und der komplexen Formulierungen.
spektrum.de 28.12.2021
Die Arbeit zeichneten:
Marc-Olivier Renou , David Trillo , Mirjam Weilenmann , Thinh P. Le , Armin Tavakoli, Nicolas Gisin, Antonio Acín & Miguel Navascués.
Offensichtlich sind auch in der „Gendertheorie“ imaginäre Zahlen unentbehrlich, denn die „Physikerinnen“ bestehen hier nur aus Frau Weilenmann. Da sich Herr Thinh schon durch das h am Ende als maskulin zu erkennen gegeben hat, muß sich mindestens eine weitere Frau imaginär in einer der vielen Welten Hugh Everetts verbergen.

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Sigmar Salzburg
15.12.2021 13.04
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Das bleierne Genderdeutsch in Spektrum

„Spektrum der Wissenschaft“ begann als deutsche Ausgabe von „Scientific American“ – mit häufigen Beiträgen von Nobelpreisträgern über Elementarteilchen bis zum Urknall. Dann folgte die Redaktion dem Urknall der Schreibreformer und hält an dessen Urform bis heute fest, kenntlich am willkürlich getrennten „so_genannt“. Das Niveau sackte im übrigen auf trivial-menschelnde Themen der Weichwissenschaften ab wie Psychologie und Gruppendynamik, zuletzt „Deserteure der Wehrmacht“ unter den Nazis.

Da hatte man/frau wohl das Bedürfnis, diesem Eindruck eines Niedergangs mit einem umfangreichen Artikel über „Quantenfeldtheorien“ (14.12.21) entgegenzutreten. Der folgt nun aber, wie schon andere, der neuesten „Reform“ der feministischen Deutschverstümmler (und „-innen“), nach der in Kollektiven eine Doppelnennung Pflicht ist, wenn eine Frau beteiligt sein könnte. Die Durchsicht ergibt folgende Lage:


4196 Wörter:
Reform“: 22 dass, 31 sonst. Reform-ss; 9 so genannte, heisenbergsche, nähert man Ersteren, außer Acht, viel_versprechend, zu Grunde, aufwändig

Gender: 2 „Forscherinnen und Forscher“, 5 „Physikerinnen und Physiker“
(126 Anschläge mehr)

Selbst so selbstverständliche Bemerkungen wie „die meisten Physiker zeigten sich begeistert“ oder „um solche Systeme zu untersuchen, müssen Physiker auf leistungsfähige Rechner zurückgreifen“ werden nun verdoppelt – es könnte ja sein, daß einfältige Leser glauben, nur Männer würden die naheliegenden Reaktionen zeigen. Die weitergehende alberne Sternchen- oder Pünktchen-Schreibweise hat man noch nicht übernommen. Die ist aber, wie der in dieser Weise „vorbildliche“ Vertrag der neuen grün-bunten Koalition zeigt, die neue Zielvorstellung der „fortschrittlichen“ Kreise, der sich die Spektrum-Redaktion nach aller Erfahrung bei passender Gelegenheit anpaßt.

Die Gender-Irr*innen sind auf dem Marsch durch die Institutionen, um aus dem einstigen Deutsch eine bleischwere Sprachstörung zu machen, die zu Recht irgendwann aussterben wird.

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Sigmar Salzburg
19.10.2021 04.41
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Goethe auf Gender-Mission in Indien ?

Bei „Spektrum“, einst Ableger des berühmten „Scientific American“, häufen sich die Veröffentlichungen aus den nebulösen Weich- und Genderwissenschaften. Das ist offensichtlich der Leitung geschuldet. Jetzt darf ein Anton Benz, der tiefstapelnd als „Praktikant bei »Gehirn&Geist«“ vorgestellt wird, auf der Spektrum-Seite einen 2400 Wörter langen Text veröffentlichen mit dem Titel:

„Männlichkeit im Wandel
Viele Männer leiden unter einem traditionellen Rollenbild.
Um das zu ändern, sollten sie sich mit ihrer Identität auseinandersetzen.
spektrum.de 18.10.2021

Zusammengefaßt wird nahegelegt:
Deshalb empfehlen Sozialforscher und Psychologen, Männlichkeitsnormen zu hinterfragen – zum Beispiel im Rahmen von so_genannten »gender-transformativen Programmen«.
Sucht man nach einer Erläuterung dieser Programme, so findet man zum Stichwort jede Mange amerikanische Literatur, im Singular aber nur in einen einzigen Text auf deutsch – bei der Goethe-Gesellschaft in Indien. Für was alles doch der alte Goethe eingespannt werden darf! Nicht nur für das Bekanntmachen mit der deutschen Sprache und Kultur, sondern auch für die Gender-Mission.

In Indien ist religiöse Missionierung verboten. Daher verlegen die Religionen ihre Mission in scheinbar uneigennützige menschenfreundliche Hilfstätigkeiten, wie einst beispielhaft die nobelbepriesene Mutter Teresa. Ähnlich soll wohl die von der Bundesregierung unterstützte „Goethe-Gesellschaft“ wirken – nach deren Text „Gleichstellung“ bewirken:
Geschlechterungleichheit entstammt dem Patriarchat, das in fast jedes Gesellschaftssystem eingedrungen ist, sei es Religion, Nationalität, Ethnizität, Kaste, Schicht, o. Ä.
Das ist natürlich Unsinn. Das Patriarchat ist nicht „eingedrungen“, sondern hat sich aus den unterschiedlichen Aufgabenbereichen der Geschlechter schon bei unseren verwandten Primaten entwickelt. Indien sollte seine weitere zivilisatorischen Entwicklung eigenständig selber bestimmen.

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Sigmar Salzburg
15.08.2021 14.52
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Auch in Alltagstexten von Spektrum-Philosophen:

Das ist doch absurd!

Albert Camus zufolge kann das Absurde an jeder Straßenbiegung lauern. Historisch gesehen hat der Begriff aber vor allem mit Religion zu tun, erklärt unser Kolumnist Matthias Warkus...

Die Verehrung, die heutzutage viele Philosophinnen und Philosophen zum Beispiel dem Humor von Monty Python entgegenbringen, ist daher kein Zufall.

spektrum.de 14.8.2021

Wie schwere Eisenkugeln schleppt die deutsche Sprache seit Beginn der Gendersklaverei die obrigkeitlich und feministisch erwünschten Doppelnennungen in ihren Texten mit sich herum.

Die Leichtfüßigkeit ist hin, und allenfalls wird angeboten, die Wörter weiter verstümmeln und noch absurder zusammenketten zu dürfen. Sonst wittert der Wahn der Weiber überall Penisträger.

Auch die Engländer haben seit 1066 die Möglichkeit, bei Wörtern auf -er oder -or die Frauen durch -ess zu bezeichnen. Sie machen aber kaum Gebrauch davon:


1. "philosophers"
Ungefähr 30.500.000 Ergebnisse (Google)

2. "male and female philosophers"
Ungefähr 10.800 Ergebnisse (= 0.035 % v. 1.)

3. "philosopheresses"
Ungefähr 905 Ergebnisse (= 0.003 % v. 1.)

4. Keine Ergebnisse für "philosopheresses and philosophers" gefunden

5. "women and men philosophers"
Ungefähr 1.450 Ergebnisse

Dies meint wohl eine ganz andere Gruppe:

6. "women philosophers and philosophers of color"
Ungefähr 3.740 Ergebnisse

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Sigmar Salzburg
11.07.2021 06.58
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Unseren täglichen Seehund ...

Anfang Juli berichtete Spektrum.de vom dänisch-norwegischen Pfarrer Hans Egede, der um 1721 die seit Erik dem Roten auf Grönland lebenden Wikinger aufsuchen wollte – die aber schon vor über 200 Jahren unbemerkt ausgestorben waren. Statt dessen weckten die Eskimos, die diese Insel gleichzeitig von Amerika her entdeckt hatten, seinen Bekehrungseifer. Er soll dazu die Evangelien an die Begriffswelt der Eskimos angepaßt haben:

Wie etwa übersetzt man das Vaterunser für Menschen, die kein Getreide, mithin auch kein Brot kennen? Egede entschied sich für die Formulierung: »Unseren täglichen Seehund gib uns heute.« Sein 1741 erschienener grönländischer Katechismus stand am Anfang der Tradition einer Schrift- und Bildungskultur in der Inuit-Sprache.
Bedeutender aber wurde sein Sohn Paul. – Einblick in die noch recht ursprüngliche Welt erhielt ich als kleiner Junge durch das Buch „Mit Lisbeth nach Thule. Eine Hochzeitsreise zu den ganz guten Menschen“ (1941) des dänischen Arztes Aage Gilberg, das meine Mutter neben anderen aus der 1945 aussortierten „Naziliteratur“ der kleinen Wehrmachtsbücherstube auf Fehmarn gerettet hatte. In den 50ern las ich dann noch einen Roman, in dem auch die seltsame Sitte des Frauenverleihs vorkam, die ich aber nicht so recht verstand. Heute sind die Eskimos in Inuit umbenannt, und in ihrem Vaterunser müßte es nun wohl heißen; „Unsere tägliche Konservendose gib uns heute!“

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Sigmar Salzburg
20.05.2021 15.11
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Spektrum missioniert ...

... penetrant für das Gegender (Wiki: etwa „Vergeschlechtlichung“):

... Auf ihrem Weg ohne Endziel horcht die Sonde [Voyager 1 1977] ins All hinein, dort wo von unserer Sonne ausgesandte Materie auf galaktische Teilchen und Felder trifft... Die Gruppe um Studienautorin Stella Ocker von der Cornell University in Ithaca, New York, entdeckte die Wellen des interstellaren Plasmas,...

In der Vergangenheit hatten Astrophysikerinnen und Astrophysiker ähnliche Messungen von interstellaren Plasmawellen durchgeführt, die von Sonnenereignissen ausgelöst worden waren.
Den Deutschen wird zum Fluch, daß ihre Sprache präziser ist als das Englische, weil sie durch Anhängen einer Silbe das biologische Geschlecht andeuten kann. Die genannte Bachelorette (seit 2018) braucht für sich nur einmal auf ihrer Webseite anzugeben ...
Stella Koch Ocker
astrophysicist (she/her/hers)
... und darf nun, einzige Frau ihres Teams, fröhlich über alle „astrophysicists“ der Welt schreiben, ohne jedesmal, wie im Gender-Deutsch, 23 Anschläge hinzuzufügen zu müssen – nutzlos wie das fünfte Rad am Wagen, jeder natürlichen Sprachökonomie widersprechend.

Nebenbei: Während des 44jährigen Voyager-Flugs hat sich die Menschheit von 4,2 auf 7,8 Milliarden vermehrt. Nach acht Jahren Baerbock und Grünem Programm kann die Verdoppelung erreicht sein. Das ist die eigentliche, aus „Correctness“ unterschlagene Ursache des Klima„wandels“. Dann wird es hier noch enger und befremdender.

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Sigmar Salzburg
17.05.2021 04.23
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Scinexx ,wissenschaft.de, natur.de und DAMALS.de

NADJA PODBREGAR
Online-Redakteurin

Nadja Podbregar (*1968) wollte eigentlich Molekularbiologin werden, merkte aber schnell, dass es viel spannender ist, auch mal über den Tellerrand einer Fachdisziplin zu schauen. Nach dem Biologie-Diplom und einer Ausbildung zur Fachzeitschriftenredakteurin kam ihr das Schicksal zu Hilfe: Ein Praktikum lockte sie aus Berlin nach Düsseldorf zur Multimedia-Agentur MMCD und bescherte ihr ihren Traumberuf: Wissen vermitteln auf allen Kanälen – vom Filmdrehbuch über Interaktionen für Schule und Museum bis hin zu Büchern und Texten. Seit mehr als 15 Jahren [seit 1998 lt. Wiki] betreut sie zudem das Online-Magazin scinexx, seit 2012 als Chefredakteurin. Seit Januar 2013 gehört sie auch zum Team von wissenschaft.de, natur.de und DAMALS.de.
wissenschaft.de/redaktion

Kürzlich las ich von der verdienten Wissenschaftsredakteurin im selben Text neben „die Forscher“ gleich dreimal hintereinander „die Forschenden“. Es scheint auch anderswo Beschlüsse zur Anwendung des genderischen Falschdeutschs zu geben. Ob das auch ihrer eigenen Auffassung entspricht, war bisher nicht auszumachen.

„Spektrum“ hat außerdem nie aufgehört, sklavisch die Albernheiten der Ur-Reform von 1996 zu befolgen.


https://youtu.be/eCLp7zodUiI »Ministry of Silly Walks«,
(Bildqualität leider nur noch geringwertig zugelassen)

__________________
Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
16.05.2021 17.33
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Kündigung des Abonnements

Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 16.05.2021 um 12.07 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1040#45956

Die Gesellschaft und die Sprache entwickeln sich weiter. Bislang hatten wir in unseren Texten ausschließlich das generische Maskulinum verwendet. Im Spektrum Verlag haben wir beschlossen, von nun an auch eine geschlechtsneutrale und inklusivere Sprache umzusetzen. Das ist kein politisches Statement, sondern ein Tribut an die Fairness und Weltoffenheit. Wir reihen uns mit diesen Anpassungen in die Gepflogenheiten anderer Medien und Wissenschaftsorganisationen ein. (Sterne und Weltraum 6/2021)

Es klappt zwar nicht so richtig, aber mit den „Beobachtenden“ von Sternen möchte ich nichts zu tun haben. Ich habe mein Abo natürlich sofort gekündigt.

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