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Forum > Beispielsammlung über Sinn und Unsinn
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Sigmar Salzburg
15.04.2013 06.54
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„ … die Medien in Deutschland interessiert das wenig“ (junge Welt)

Ob Kramer Senior die Informationen auch mit seinen beiden Töchtern geteilt habe, konnte der Zeuge nicht sagen… Gestern hinterlegte der Zeuge neben einigen von ihm zusammen_getragenen Akten und Personen, mit denen er zusammenarbeitete, auch Familienfotos.
tageswoche.ch 11.4.2013

Die „junge Welt” brachte zu dem Thema (in bewährter Rechtschreibung) einen Bericht und ein Interview mit dem als Zeugen auftretenden Sohn, dem Historiker Andreas Kramer:

Legte BND die Bombe? … Sind deutsche Staatsbedienstete verantwortlich für 13 Tote und 211 Verletzte? ...
„Mein Vater war damals übrigens mehrmals in Donaueschingen. Er hat die Komponenten, die er brauchte, unter Mitwirkung des niederländischen Militärgeheimdienstes I & O zusammengestellt.“
jungewelt.de 13.04.13

(„Er hat die Komponenten mit dem Militärgeheimdienst zusammen gestellt und zusammen getragen“ hieße etwas ganz anderes.)

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Sigmar Salzburg
03.04.2013 19.47
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Die halbnackte Ursula Undress

Erfunden wurde das Handy vor 40 Jahren, aber vorher hatten es Fernsehen und Kino schon erträumt. Auch Adorno, Daktari und James Bond hatten Anteil an diesen Träumen. Eine kleine Kulturgeschichte. Von Matthias Heine

... Denn natürlich ist auch deren Grundidee schon in der uralten Science-Fiction vorweggenommen: Bereits 1967 schaute Agent 007 in der Parodie „Casino Royale“ auf eine Datenuhr, die ihm ein Live-Bild der halb_nackten Ursula Andress zeigt. Die Zukunft sieht manchmal so alt aus wie der späte Adorno... welt.de 3.4.12

Bis 2006 hatten die Reformisten das Wort „halbnackt“ verboten. Auch später wurde es vom Duden nicht mehr empfohlen – trotz des feinen Aussprache- und Bedeutungsunterschieds zur getrennten Schreibung.

P.S.: In Felix Meskes
Zukunftsroman „Sieg über die Entfernung habe ich schon 1949 die Entwicklung eines handyähnlichen Funkgerätes verfolgen können.

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Norbert Lindenthal
01.04.2013 21.18
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Re: Neue Fehlerquelle „zurzeit”

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Sigmar Salzburg
Zurzeit …

Inzwischen sickerte durch, daß ab 2014 die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) von den betroffenen Staaten auch im Sommer durchgehalten werden wird. Die Fehlerquelle „zursommerzeit“ fällt also sozusagen ersatzlos weg. Die Harmonisierung zu den zwei angrenzenden Zeitzonen ist allerdings nicht abgeschlossen.

Eltern betroffener Schulkinder, die die Schulen von Zeitzone zu Zeitzone wechseln werden, befürchten die zu hohe Umgewöhnungsschwelle, falls es bei 2 Stunden Zeitunterschied bleiben würde.

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Sigmar Salzburg
30.03.2013 07.53
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Neue Fehlerquelle „zurzeit”

Zurzeit Jesu war Golgatha der letzte stehen gelassene Felsklotz eines Steinbruchs, dessen Qualität für den Hausbau nicht mehr taugte, als ihn die Römer für ihre Hinrichtungen zu nutzen begannen. kath.net 29.3.2013

Hier ist das herkömmliche „zur Zeit“ Pflicht – wie erleichternd!

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Sigmar Salzburg
18.03.2013 07.50
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Ein Malig

Faultiere steigen nur ein Mal in der Woche vom Baum … zeit.de 18.3.13

... und manche Arten haben auch noch ein Mal auf der Stirn.

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Sigmar Salzburg
14.03.2013 06.43
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Staatsschreibe im Spiegel

Possum Pie aus Neuseeland
Staatsfeind in Blätterteig

Mit „Roadkill of the Day“ warb ein Pub in Neuseelands wildem Westen – und bot in großem Stil Possum an. Das meist gehasste Tier des Landes gab es in den Varianten „Scheinwerfers Liebling“ und „Errate den Matsch“…
spiegel.de 14.3.2013

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Sigmar Salzburg
13.02.2013 10.23
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Die elende Reform-Trennseuche

TV-Kolumne: „Wie gut ist Billig-Bio?“
Tiere lassen sich nicht totstreicheln

Am liebsten würden wir unser Essen nicht schlachten, sondern tot streicheln. Doch „Bio“ ist auch nicht die Lösung – auch wenn sich der Verbraucher das anders wünscht…
Und das glückliche Schwein-Huhn-Rind draußen auf der grünen Weide, das nicht geschlachtet wird, sondern tot gestreichelt: Das bleibt einfach eine romantische Sehnsucht des Verbrauchers, der gerne genießen will, das aber auch noch mit einem guten Gewissen.
focus.de 12.2.2013

Unsere Kinder hatten unseren gerade verstorbenen Kater noch ‚tot gestreichelt‘, aber nicht ‚totgestreichelt‘.

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Sigmar Salzburg
30.01.2013 19.41
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Entwickelte sich eine Bienenart aus der anderen?

Uraltes Erfolgsteam: Bienchen und Blümchen
Genetische Studie belegt: Vor 123 Millionen Jahren begann die gemeinsame Karriere der Blütenpflanzen und Bienen
Während die Entwicklungsgeschichte der sogenannten Bedecktsamer durch Funde gut belegt ist, verlieren sich die Wurzeln des Stammbaums der heutigen Bienen im Dunkel der Jahrmillionen, denn es gibt kaum Fossilfunde, die Einblicke in frühe Entwicklungsstadien dieser Insektengruppe gewähren.

Aus diesem Grund haben Cardinal und Danforth eine alternative Methode gewählt, um auf die Wurzeln des Stammbaums der Bienen zu blicken: die Genetik. Sie sammelten molekulargenetische Daten von insgesamt 152 heute lebenden Bienenspezies. Um herauszufinden, wann sich die Vorfahren dieser verschiedenen Arten auseinander_entwickelt¹ hatten, analysierten sie die Mutationsrate bestimmter Gene. Sie nutzten diese Informationen also gleichsam als eine Art molekulare Uhr, die evolutionäre Entwicklungen anzeigt…

wissenschaft.de 30.1.2013

¹) Seit 2006 ist diese Reformschreibung wieder falsch – sie war eine eindeutige Sackgasse der Zwangs-Evolution.

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Sigmar Salzburg
28.01.2013 18.29
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Nichts Neues

Spektakuläre These: Kamen die Kelten bis nach Amerika?

In der Antike segelten Mittelmeerbewohner über den Atlantik und ließen sich in den Anden nieder – sagt der Forscher Hans Giffhorn und präsentiert eine Fülle von Indizien. Doch andere Wissenschaftler sind skeptisch.
...
„Eine Zeit_lang hatten solche Ideen Konjunktur, doch inzwischen werden sie weniger und auch kritischer diskutiert“, sagt Ronald Bockius, Experte für antike Schifffahrt am Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz.
...
focus.de 28.1.2013

Neben den Schreibreformern wollen uns auch noch andere „Experten“ mit ihren skurrilen Einfällen bereichern. Schon vor vierzig Jahren behauptete ein vierfacher Doktor und Prof. der Uni Buenos Aires, daß die Herrscherschicht der Inkas von den Wikingern abstammte und dänisch sprach. Das wurde von Rechts natürlich gerne weiterverbreitet.

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Sigmar Salzburg
28.01.2013 10.39
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Zwangsgebührenfernsehen

Der Literaturkritiker, mit Jahrgang 1934 elf Jahre älter als FDP-Gesicht Brüderle, steht dafür, dass es Jauch an diesem Abend gelang, zu dem streitbaren Thema die so passend streitende Gästerunde zusammen zu stellen

Karasek ist es auch, der auf Jauchs Frage, ob man einer Frau überhaupt noch auf den Busen¹ schauen dürfe, ausruft: „Natürlich!“ Dazu sei das Dirndl schließlich erfunden worden…

An anderer Stelle meint Jauch, ebenfalls zu Schwarzer: Sie habe ihm einmal gesagt, eine Krawatte sei doch nur ein Penisersatz. Hätte er sich ihr gegenüber Ähnliches¹ herausgenommen, orakelt er, säße er heute nicht mehr hier. Sprich: Er hätte dann seinen Job verloren…

„Jetzt enteiern Sie mich wieder als Moderator“, wirft er einmal Alice Schwarzer vor ...

… als Jauch … sich auch deshalb von Alice Schwarzer rüffeln lassen muss: „Warum versuchen Sie immer wieder, das Thema klein zu reden?“

focus.de 28.1.2012

¹) Die Stern-Journalistin hatte bewußt „Brüste“ geschrieben.
²) Störende Großschreibung: Hier hat ‘ähnliches’ die gleiche Anschlußfunktion wie ‘dergleichen’.

Soll sich Brüderle entschuldigen, er nähme das mit dem ‘Dirndl ausfüllen können’ zurück?


Zum Thema auch Götz Wiedenroth.

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Sigmar Salzburg
24.01.2013 12.02
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Von der Reform lernen heißt humpeln lernen

Vom Westen lernen heißt hampeln lernen
Aerobic wurde zu Popgymnastik, Hot Dogs hießen Ketwurst … Ein Überblick über heiß begehrte West-Produkte – und ihre Ost-Kopien.
spiegel.de 24.1.2013

Der Unterschied von heiß ersehnten und heißersehnten Bratkartoffeln wurde schon von Erich Kästner klargestellt.

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Sigmar Salzburg
15.01.2013 22.49
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Viel Metall wurde vielleicht gestohlen …

aber wie?
Beamte der Wache nehmen Metalldiebe fest
Ob und wie viel Metall entwendet wurde, war vor Ort noch unklar. Der Sachschaden wird mit 1000,- Euro angegeben...
Südwestfalen-Nachrichten 15.1.2013

Die wieviel-Spaltung ist Unsinn, aber auch das vorreformatorische Duden-Verbot der Zusammenschreibung im Plural: wieviele!

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Sigmar Salzburg
21.12.2012 07.11
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Bundesstelle für 'So genannte Sekten'

Ein Artikel im Humanistischen Pressedienst erinnert daran, daß es in Österreich¹ eine Bundesstelle für jetzt „So genannte Sektenfragen“ gibt.

Die Bezeichnung „Sekte“ hat bekanntlich einen deutlich abwertenden Beiklang, ohne daß die Correctness-Blockwarte daran bisher Anstoß genommen hätten. Auch Versuche von Betroffenen, sich juristisch dagegen zu wehren, waren erfolglos.

Der Tätigkeitsbericht spiegelt die Betriebsamkeit dieser Stelle wider, die sich vor allem in der ständig wiederholten Beteuerung äußert, keine Wertung vornehmen zu wollen:

In diesem Zusammenhang wird explizit darauf hingewiesen, dass diese Auflistung keine Wertung oder Etikettierung als „So genannte Sekte“ oder konfliktträchtige Gruppe darstellt …

Die grundsätzliche Aufgabe der Bundesstelle ist die Dokumentation und Information über Gefährdungen, die von „So genannten Sekten“ oder sektenähnlichen Aktivitäten ausgehen können, sofern für deren Vorliegen ein begründeter Verdacht besteht und diese Gefährdungen bestimmte schutzwürdige Güter oder Interessen betreffen.

Damit zeigte sich auch im Berichtszeitraum 2008 und 2009, dass die Bundesstelle für Lehrerinnen und Lehrer, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende² eine gut eingeführte Anlaufstelle für Fragen zu dem Themenbereich „So genannte Sekten, Okkultismus, Satanismus, Esoterik und Weltanschauungsfragen“ ist.

Journalistinnen und Journalisten interessierten sich einerseits für bestimmte Aspekte zum Thema „So genannte Sekten“ wie Verbreitung, Werbemethoden oder Gefährdungspotenzial von Gemeinschaften, andererseits für spezifische Gemeinschaften und Bereiche wie Scientology oder Esoterik.

Der weitaus größte Teil der Anfragen bezieht sich auf die in den beiden o.a. Tabellen als so genannte „Andere Gruppierungen“ bezeichneten Organisationen.

Die Bundesstelle möchte in diesen Fachgesprächen zum Bereich „So genannte Sekten- und Weltanschauungsfragen“ einen Rahmen gestalten, in dem verschiedene Standpunkte bzw. Arbeitsweisen erörtert, wahrgenommen und differenziert erfasst werden.

Zur Zeit der Fußballeuropameisterschaft 2008 schien in Wien Scientology seine öffentliche Präsenz mit dem Anbieten von so genannten „Stresstests“ und dem Verteilen von speziell für dieses Ereignis produziertem Werbematerial zu verstärken.

parlament.gv.at …pdf

Die Herausnahme der katholischen Kirche aus der Beobachtung ist gewiß auch durch deren gemeinnützige Tätigkeit zu rechtfertigen, durch gezielte wissenschaftliche Teufelsaustreibungen Menschen zu heilen, die dem Satanismus verfallen sind.

¹) In der Bundesrepublik wurde 1996, zeitgleich mit der „Rechtschreibreform“, die Einsetzung einer Enquete-Kommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“ beschlossen.
²) „Lehrer, Multiplikatoren, Schüler und Studenten“ würde 60 Anschläge sparen.

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Sigmar Salzburg
21.12.2012 06.47
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Schon wach?

Air-Berlin-Maschine muss in Phuket notlanden
Süddeutsche.de-vor 8 Stunden

Alle 249 Passagiere sind wohl auf ... [nach dpa]

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Sigmar Salzburg
02.12.2012 10.36
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Dr. Eisenberg kuriert die Reform auf seine Art

Bei kathnews kam mir gerade die skurrile Eisenbergsche Reformreparaturschreibung unter die Augen:

Würde man seitens der Kommission Ecclesia Dei oder der Gottesdienstkongregation die gerade angemahnte Rücksichtnahme und Sensibilität vermissenlassen
kathnews.de 1.12.2012

Den ganzen Satz können nur Theologen verstehen. Der Verfasser, ein (pseudonymer?) Clemens Victor Oldendorf, erwähnt die Herausgabe der Ratzinger’schen Opera Omnia“ (bald wohl korrigiert von Rechtschreib-Gegenpapst Stang) und zitiert Ratzinger noch in der unverfälschten Rechtschreibung, ist selbst aber nicht rechtschreibsicher: „Man hat zurecht gesagt, dass das Pontifikat Benedikt’ XVI. einen Kairos bildet …“

Kathnews läßt vereinzelt auch Texte in traditioneller Rechtschreibung zu, wie gerade einen Kommentar von Felizitas Küble vom Christoferuswerk. Es geht um das „Radauportal kreuz.net“, das wegen der Falschmeldung, ein bekannter Komiker schmore nun in der Hölle, vorerst wohl stillgelegt ist.

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