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Forum > Beispielsammlung über Sinn und Unsinn
Politisch korrekte Sprache
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Sigmar Salzburg
28.02.2011 13.53
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Correctness-Wahn

In Schweden werden Kinderbücher nicht gedruckt, weil sich die Eigentümer der Rechte weigern, Eingriffe zuzulassen, die die Texte der herrschenden politischen Corectness-Ideologie anpassen:

„Die Ture Sventon Bücher sind eine Serie von schwedischen Detektivgeschichten, geschrieben von Åke Holmberg 1948-1973. Sie waren im Lande wohlbekannt und geschätzt, aber Ture Sventon i Paris (1953).wird nun wohl nicht mehr wiederveröffentlicht werden. Der Grund ist, daß der Verleger Rabén & Sjögren das Wort „Neger” aus dem Buch entfernen möchte, und daß die schwedische Schriftsteller-Vereinigung, die die Rechte an dem Buch besitzt, dieses untersagt, da es den Charakter des Buches verändern würde“ (nach Anders Sandberg)

log.practicalethics.ox.ac.uk

Der Titel des Artikels lautet: „Should we Bowdlerize children’s books?” und bezieht sich auf den englischen Arzt Bowdler, der Anfang des 19. Jahrhunderts entschärfte Fassungen Shakespearscher Werke „für Frauen und Kinder“ herausgab.

In anderen Fällen war die Correctness-Schutzstaffel erfolgreicher, bei uns mit „Pippi Langstrumpf“, in den USA bei Mark Twain.

Den Gipfel des Correctness-Infantilismus hat hier gerade der ansonsten wegen seiner demonstrativen Traditionsschreibung und fehlenden Untertänigkeit geschätzte Konkret-Verlag erklommen. In einem „Dichtwettbewerb“ war das Kinderlied von den zehn kleinen Negerlein politisch korrekt mit vorgegebener Anfangs- und Endstrophe neu zu erfinden:


Zehn Migrantenkinderlein
Die waren braun und klein
Eins kam unter den Sarrazin
Da waren's nur noch neun.
[…]
Ein klein Migrantenkind
Das blieb nicht lang aleene
War fruchtbar und vermehrte sich
Da waren's wieder zehne.

Die von links sonst gern gesehene Verhütungs- und Abbruchplanung soll also hier wohl nicht zum Zuge kommen. Der Sieger-Poet verändert die reimlich nicht ganz „dichte“ Schlußstrophe und läßt in allen übrigen Strophen Sarrazin als Kinderschreck oder Kinderfresser auftreten.

konkret-verlage.de

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Sigmar Salzburg
07.02.2011 08.52
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Amnesie

Die Gier der Popen

In Russland regelt ein neues Gesetz die Rückgabe enteigneter Sakralbauten. Die orthodoxe Kirche fordert jetzt Gebäude zurück, die ihr niemals gehörten.

DIE ZEIT, 3.2.2011 Nr. 06
http://www.zeit.de/2011/06/Kaliningrad


Die „Zeit” berichtet aus einer in der Bundesrepublik recht unbekannten Provinzstadt im russischen Machtbereich, die nach einem stalinistischen Funktionär benannt ist: Kalinin. Gegen Ende des langen, erhellenden Artikels erfährt man, daß es dort erstaunlicherweise auch ein „Königsberger Schloss“ gibt und daß die russische orthodoxe Kirche durchaus die „Rückgabe“ des gesamten einstigen Gebietes des christlichen Deutschen Ritterordens verlangen könnte. Hatte die Stadt einmal etwas mit Deutschland zu tun?

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Sigmar Salzburg
01.02.2011 16.14
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... selbst befangen in der Schreibdiktatur

Die neue Diktatur in Österreich

Der Autor Bernhard Lassahn nimmt zu Recht die Correctness- und Neusprech-Fibel des österreichischen Ministers für Arbeit, Soziales etc. aufs Korn.

(Er hat aber – wie viele – nicht mitgekriegt, daß u.a. „so genannt“ inzwischen auch bei uns wieder schlechter Stil ist. Schade vor allem für seine Kinderbücher:
„Als Deutschem ist mir sofort das „sogenannte“ aufgefallen, das in Österreich immer noch zusammengeschrieben wird, wie bei uns vor der Rechtschreibreform und zu Zeiten, als es noch die DDR gab.“ … )

freiewelt.net 31.1.2011

Die Broschüre findet man hier:
broschuerenservice

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Sigmar Salzburg
12.01.2011 12.20
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Südafrika ist weniger korrekt

Das Ende von Twitter
von Elena Beis
– Südafrikanischer Jugendführer droht mit Schließung!
… Floyd Shivambu, der Sprecher des ANCYL, schien sehr stolz auf seine sprachliche Meisterleistung zu sein – kein einziger Satz der Pressemitteilung war ohne Rechtschreibefehler – denn er mailte sie den südafrikanischen Nachrichtenhäusern und Korrespondenten gleich sechs Mal hintereinander zu…
Die südafrikanische Presse, Karikaturisten & Twittergemeinde stürzten sich anlässlich dieser Pressmitteilung dankend auf den kontroversen Jugendführer Julius Malema. Es hagelte tagelang Häme. […] Auf dem Newsportal ThoughtLeader.co.za spottete die Kolumnistin unter dem Titel “Auszüge aus Julius Malamas Tagebuch” :

“Liebes Tagebuch.
Heute war kein guter Tag. Mein Freund Floyd hat etwas über die bloody agents [Malemas Schimpfwort für Weiße] auf einem Interweb-Computer mit dem Namen „der Twitter“ herausgefunden. Der „Twitter“ ist ein neues Übel der kapitalistischen Hundemaschinerie. Es ist eine klip kliptocr Kleptokrassie. Diese Mlungus [Xhosa für „der weiße Mann“] und Coconuts [Ausdruck für Schwarze, die ihren Lifestyle den Weißen angepasst haben] mit ihren weißen Tendenzen [Lieblingsausdruck Malemas] haben das Twitter gehackt, und tun so, als wären sie ich! Floyd sagt, wir werden das Twitter schließen. Ich stimme ihm voll und ganz zu.“

blogs.taz.de 11.01.2011

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Sigmar Salzburg
12.01.2011 11.28
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Die Korrekten-Mafia am Werk

Huckleberry Finn „politisch korrekt“

Gut 100 Jahre nach dem Tode Mark Twains erscheinen seine beiden bekanntesten Bücher in den USA jetzt in einer „politisch korrekten“ Version. Die neue Auflage der Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn werde um zwei „schädliche Beiworte“ bereinigt sein, teilte der Verlag NewSouth mit. Welche Worte das seien, ging aus der Erklärung allerdings nicht hervor. Es ist aber bekannt, dass die Worte „Nigger“ und „Injun“, die als Schimpfwörter für Schwarze und für Indianer gelten, nicht mehr in den Büchern vorkommen. Statt der 219 „N-Wörter“ soll jetzt einfach das Wort „Sklave“ im Text stehen, statt der „Injun“, das man vielleicht mit „Rothaut“ übersetzen könnte, „indian“. Scharfe Kritik kam von dem schwarzen Schriftsteller und Bürgerrechtler Ishmael Reed. Statt auf Wörterjagd zu gehen, sollten die Zensoren die 130 Jahre alten Bücher lieber mal lesen.

welt.de 06.01.2011

Fundamentalisten wie die Taliban, die vor zehn Jahren 1300 Jahre alte Buddhafiguren sprengten.

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Sigmar Salzburg
22.12.2010 09.08
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Sprachkorrektes Affentheater bei Wikipedia

Jugend ohne Gott

ist der dritte Roman (Sechsunddreißig Stunden, 1929; Der ewige Spießer, 1930; Jugend ohne Gott, 1937) des österreich-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth ...

Inhalt
Ein Lehrer korrigiert gerade die Klassenarbeiten (Geographie) seiner Schüler. Dabei stellt er fest, dass der Schüler N sich sehr negativ gegenüber Schwarzen (im Buch nach damals üblicher Diktion noch rein deskriptiv „Neger“ genannt) äußert. Er bemängelt dies, streicht es jedoch nicht an, da er solche Vorurteile schon im Radio gehört hatte. Und was im Radio verkündet wird, darf nicht als falsch bezeichnet werden. Er denkt in dieser Zeit über vieles nach, besonders über Gott …

http://de.wikipedia.org/wiki/Jugend_ohne_Gott

Siehe auch hier

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Sigmar Salzburg
09.12.2010 08.45
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Nun setzt auch die LINKE auf sprachlichen Exorzismus

Die LINKE will (wie SPD und GRÜNE) das Wort „Rasse“ aus dem Grundgesetz tilgen ( bundestag.de 8.12.2010) – wegen seiner mißbräuchlichen Benutzung in der Vergangenheit und weil es für die „modernen Anthropologinnen/Anthropologen, Biologinnen/Biologen und Genetikerinnen/Genetiker kein wissenschaftlicher Begriff“ sei. Dazu ist zu sagen: „Würde“ ist auch kein wissenschaftlicher Begriff und steht doch unabänderbar in den Grundrechten. Meine Meinung zu dieser erneuten Sprachbastelei am Grundgesetz habe ich hier schon kundgetan. Wie sich die sprachbewußte „junge Welt“ dazu stellt, war noch nicht ersichtlich. Bei der Suche stolpert man aber über einen klugen Artikel von Moshe Zuckermann, der 28mal Rassismus und Rasse gebraucht (zugleich ein Beispiel für anständige Rechtschreibung):

Zionismus und Rassismus
Vor 35 Jahren verurteilte die Vollversammlung der Vereinten Nationen Israels Staatsdoktrin


Am 10. November 1975 geschah etwas, das man für entweder gravierend oder – gemessen daran, daß dies Gravierende späterhin annulliert wurde – für nichtig erachten kann. Die UN-Vollversammlung entschied: » (…) der Zionismus ist eine Form des Rassismus und der rassischen Diskriminierung«. Die Stimmverteilung für und wider das Verdikt darf sowohl beim Beschluß als auch bei dessen nachmaliger Annullierung außer acht gelassen werden; sie verdankte sich der jeweiligen, deutlich zeitgeistgeschwängerten politischen Konstellation …

Zu eilig darf man freilich nicht zu diesem (eh noch visionären) Urteil gelangen. Denn der israelische Alltag wie auch die gegenwärtig vorwaltende hohe Politik Israels setzen offenbar alles daran, dem UNO-Verdikt von 1975 noch im nachhinein Geltung zu verschaffen. … Offiziell sind Israels Araber gleichberechtigte Bürger des Staates; de facto leben sie aber seit Jahrzehnten (in nahezu allen Lebensbereichen) als Bürger zweiter Klasse. … Das hat mit biologistischem Rassismus nichts zu tun, sehr wohl aber mit einem ethnisch beseelten politischen Rassismus, der sich mit der faschistischen Brachialität Liebermans nur zu gut in Einklang weiß. …

Der Soziologe Moshe Zuckermann lehrt seit 1990 am Cohn Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas (Universität Tel Aviv) …

jungewelt.de 17.11.2010

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Sigmar Salzburg
25.11.2010 23.19
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Das Binnen-I ist ‚out’

Durch den wieder erstarkten Nationalismus im Zuge des Beitritts der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes, rassistisch motivierter Hetze von Demagog_innen gegen Flüchtlinge oder der völkisch-rassistischen begründeten, aggressiven Weigerung von größeren Teilen der Bevölkerung Migrant_innen an ihrem Wohlstand teilhaben zu lassen entstand Anfang der 1990er Jahre in der Bundesrepublik eine Grundstimmung, die in Städten wie Mölln oder Rostock, ausgehend von (Neo)nazis und unter Beifall der Bevölkerung, zu regelrechten Pogromen gegen Flüchtlingsunterkünfte sowie deren Bewohner_innen entlud.
de.indymedia.org – ‎21.11.2010‎

Es fehlen die „Flüchtling_innen“.

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Sigmar Salzburg
15.11.2010 18.11
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Entnegrifizierung

Von Joseph Conrad bis Pippi Langstrumpf:
Die meisten Bücher sind schon ‚entnegrifiziert’.
Nur antiquarisch finden sich noch Reste alter Sprache:


Musiklexikon in zwei Bänden
VEB Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1966
… ein modernes Musiklexikon … auf der Höhe der Zeit …

Bumbry, Grace, geb. 4.1.1937 St. Louis (Missouri);
Amerikanische Altistin, Negerin
Sie gilt als eine der besten Kräfte ihres Fachs …

Auch zahlreiche andere, vor allem Jazzmusiker, sind ohne
Abwertung als ‚Neger’ oder ‚Negerin’ gekennzeichnet.
Wer hatte ein Interesse an der Tabuisierung?

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Sigmar Salzburg
26.10.2010 09.54
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Deutschlandlied

Chiles Präsident entschuldigt sich für „Deutschland über alles“

Es war eine peinliche Panne – bei seinem Besuch trug sich Chiles Präsident Piñera mit der geächteten ersten Zeile des Deutschlandlieds im Gästebuch des Bundespräsidenten ein. Jetzt entschuldigte sich Piñera – er habe nicht gewusst, dass die Zeile „Deutschland über alles“ Erinnerungen an die NS-Zeit wecke.
… SPIEGEL ONLINE hatte Details über die peinliche Panne berichtet …
Bundespräsident Wulff soll erschrocken aufgehorcht haben, wollte den ausländischen Gast aber wohl nicht öffentlich düpieren. …

spiegel.de 26.10.2010

Am Deutschlandlied, 1841 von Hoffmann von Fallerleben gedichtet, 1922 von Friedrich Ebert zur Nationalhymne erklärt, ist nichts verwerflich. Zu Recht wurde 1952 nur die dritte Strophe „Einigkeit und Recht und Freiheit“ gesungen und 1991 beibehalten. Die erste Strophe ist unüblich, aber nicht verboten. Ein Mißbrauch durch die Nazis kann niemals den menschlichen Gehalt des Liedes entwerten. Erbärmlich ist es dagegen, wenn unsere politisch-kulturellen Geisteszwerge nun auch noch den chilenischen Präsidenten, der mit der ersten Zeile Deutschland seine Zuneigung bekunden wollte, durch affige Aufregung nötigen, vor der zur Schau gestellten Bußsucht der angemaßten besseren Deutschen seinen Kotau zu machen.

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Sigmar Salzburg
18.09.2010 08.52
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Neu-Denk durch gelenkte Begriffsumfälschung

Westerwelle und Mronz sind seit gestern offiziell ein Ehepaar.¹
bild.de 18.9.2010

Wieder kodifiziert der Staat, was ihn nichts angeht. Dabei ist in diesem Bereich seine einzige Aufgabe, Ehe und Familie zum Wohl der Kinder und ihrer Erzeugung zu fördern. Aber daran fehlt es:

Die Zahl der nichtehelichen Lebensgemeinschaften ist in den letzten Jahrzehnten kräftig gestiegen. Im früheren Bundesgebiet hat sie sich seit 1972 verzehnfacht, der Anteil derer mit Kindern unter ihnen ist jedoch nahezu konstant geblieben (ein Viertel).
cdu.de/projekt21

Wenn sich dies fortsetzt, werden bald nur noch gleichgeschlechtliche Paare die Segnungen staatlicher Vorteilsgewährung ausnutzen wollen, während die echten familienbildenden und kindererzeugenden Paare die staatliche „Fürsorge“ möglichst meiden.

¹) Im Partnerschaftsgesetz (LPartG) sind „Ehe“ und „verheiratet sein“ (noch) deutlich gegenüber dem Zustand der Lebenspartnerschaft abgegrenzt (n. Wikipedia):

Die Begründung einer Lebenspartnerschaft ist zulässig, …. 2. wenn keiner der Erklärenden bereits eine noch bestehende Ehe oder Lebenspartnerschaft mit einem Dritten eingegangen ist (Monogamie, § 1 Abs. 3 Nr.1 LPartG)

Warum in diesem Fall unnötigerweise die Monogamie (als Karikatur der christlichen Ehe) gefordert wird, bleibt unerfindlich.


Nachtrag – Süddeutsche 12.8.2011
Jedes dritte Kind, das 2010 geboren ist, hat Eltern ohne Trauschein. Das sind etwa 225.000 Jungen und Mädchen – mehr als je zuvor in Deutschland. Der Anteil unehelicher Babys hat sich in den vergangenen 20 Jahren damit mehr als verdoppelt.

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Sigmar Salzburg
06.09.2010 09.18
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Feministisch korrekte Rechtschreibung

[ Politiker u. Philosoph Frieder Otto Wolf] Dass übrigens „abendländisch“ geprägte Menschen, auch wenn sie selber oder auch schon ihre Eltern sich vom Christentum verabschiedet haben, mehr Probleme mit MuslimInnen als mit KatholikInnen oder ProtestantInnen haben, ist ganz verständlich. Nur sollten wir den Grund dafür nicht einfach auf der Seite der uns weniger vertrauten MuslimInnen suchen: Wir kommen einfach aus der gleichen Tradition, wie „unsere“ ChristInnen – deren Pendants aus dem Bibelgürtel der USA etwa uns übrigens schon sehr viel exotischer vorkommen dürften.
[wissenrockt.de 4.9.2010]

Wie liest man das bloß?

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Sigmar Salzburg
12.08.2010 06.02
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Neues aus der Anstalt – dem einstigen Lande Luthers!

Beispiel: Religionspädagogik an der PH Weingarten

II. Die Erschließung von Sinn-Strukturen des Urteilens und Meinens bei den Studierenden der Religionspädagogik in den ev. und kath. Sub-Stichproben: Faktorenanalysen und Factor-Score-Korrelationen zum Thema ’Religionsunterricht von morgen’

... Im Blick auf die Faktoren-Matrix, wie sie sich seinerzeit für die evangelische ReligionslehrerInnenschaft Baden-Württembergs gezeigt hatte, war folgendermaßen formuliert worden: „Die evangelische ReligionslehrerInnenschaft Baden-Württembergs hat mit den Faktoren 2, 3 und 5 klar formulierte und trennscharf abgrenzte Orientierungspunkte definiert. ... Die Zeichenbedürftigkeit für ’Glaube’ bzw. für das Glaubens-Geschehen ist im Bewusstsein der evangelischen Religionslehrendenschaft Baden-Württembergs überwiegend verankert.“ Der Blick auf die Faktoren-Matrix der evangelischen Studierendenschaft zeigt uns nun, dass die vorstehenden Formulierungen auch für sie Geltung beanspruchen dürfen.

Halten wir für die evangelische Studierendenschaft fest: Im Unterschied zum Themenkreis „Aufgaben der Kirche“ setzt sich bei diesem Themenkreis wieder die Übereinstimmung zwischen den Populationen der Studierenden und der Lehrenden fort. Die gefundene Konnotationen-Strukturierung konfrontiert uns mit dem Ergebnis, dass der Professions-Nachwuchs in seinen Reaktionen von der Religionslehrendenschaft in Baden-Württemberg kaum zu unterscheiden ist und unter diesen Gesichtspunkt deshalb in der Tat von einer außerordentlichen hohen Traditions-Kontinuität gesprochen werden kann. … In dieser Demonstration ihres Verständnisses zeigt sie Ü-bereinstimmung mit der bereits berufstätigen katholischen Religionslehrendenschaft und setzt sich zugleich von den evangelischen KommilitonInnen (und der evangelischen Religionslehrendenschaft) ab.

ph-weingarten.de

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Sigmar Salzburg
30.07.2010 09.56
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Das Wort „Gastarbeiter“ wieder zulässig?

Begrüßungsgeld für Gastarbeiter
Wirtschaftsminister Brüderle möchte ausländische Fachkräfte mit einer Geldprämie nach Deutschland holen ...
sueddeutsche.de 30.7.2010

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Sigmar Salzburg
28.07.2010 09.08
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Sprachliche Invasionen

Ein interessanter Artikel von Robert Fisk ist in der Neuen Rheinischen Zeitung – Online (einer Wiederbelebung der Marxschen Zeitung von 1848) erschienen:

Kampfsprache: Die neue Propaganda
Von Robert Fisk

Der Journalismus hat sich zu einem sprachlichen Schlachtfeld entwickelt – und wenn Reporter Begriffe verwenden wie: “ein Aufflammen der Gewalt”, oder “Surge”, oder “Siedler”, dann spielen sie weiter mit diesem schädlichen Spiel, argumentiert der englische Nahost-Korrespondnt Robert Fisk in „The Independent“. – Die Redaktion

[Aus diesem umfangreichen und polemischen Artikel nur einige Kostproben (in der nicht überprüften Übersetzung)]


… Wir Journalisten sind heute mehr und mehr zu Gefangenen der Sprache der Macht geworden. Ist es, weil wir uns nicht mehr um Linguistik oder Semantik kümmern? Ist es deshalb, weil die Notebooks unsere Rechtschreibung “korrigieren”, unsere Grammatik “verbessern”, sodass unsere Sätze mit denen unserer Herrschenden identisch sind?

[Das erleben wir gerade wörtlich. 2006 erzählte mir stolz der verstorbene KNA- und frühere DPA-Korrespondent Karl-Ernst Jipp, er schriebe immer noch nach der alten Rechtschreibung. Die Umwandlung mache sein Rechner. Stefan Aust berichtete 2004 von seinen Spiegel-Mitarbeitern ähnliches und nannte es „kafkaesk“. So wird das Volk wird durch Automaten zur Sprache der Regierenden zwangsbekehrt.]

Mittlerweile ist der „Friedensprozess“ zusammengebrochen. Deshalb versuchen unsere Anführer – oder „Schlüsselfiguren“ wie wir sie gerne nennen – ihn wieder in Gang zu bringen. Der Prozess musste wieder „zurück in die Spur“ gebracht werden. Sehen Sie, es war ein Zug. Die Wagons sind vom Weg abgekommen. Die Clinton-Regierung nutzte diese Phrase zuerst, dann die Israelis, dann die BBC. Aber es gab ein Problem, als der „Friedensprozess“ immer wieder „zurück in die Spur“ gebracht wurde – aber immer noch vom Weg abkam. Deshalb produzierten wir einen Fahrplan, eine „Roadmap“, – betrieben von einem Quartett und geleitet von unserem alten Freund Gottes, Tony Blair, den wir in einer Obzönität der Geschichte nun „Friedensbotschafter“ nennen. Aber der „Fahrplan“ funktioniert nicht. …

Hier ist ein weiteres Bruchstück medialer Feigheit, das meine 63 Jahre alten Zähne einander abschleifen lässt, nachdem ich 34 Jahre Humus und Tahina im Nahen Osten gegessen habe. Uns wird in vielen Analysebeiträgen erzählt, dass wir uns im Nahen Osten mit „konkurrierenden Schilderungen“ befassen müssen. Wie gemütlich. Es gibt keine Gerechtigkeit, keine Ungerechtigkeit, nur ein paar Leute, die verschiedene Versionen der Geschichte vortragen. „Konkurrierende Schilderungen“ tauchen nun regelmäßig in der britischen Presse auf. …

Der englische Originalartikel von Robert Fisk erschien am 21. Juni 2010 in „The Independent“. Übersetzung: Fabian Köhler & Fatma Derman (ISM)

nrhz.de 28.7.2010

[Der Artikel überschreitet den Rahmen des hier Darstellbaren. Nur noch eine nebensächliche Anmerkung: „Humus“ ist natürlich falsch und irreführend. Es muß „Hummus“ heißen (mit einem gutturalen „h“, einem deutlich doppelt verstärkten „m“ und einem emphatischen „s“), ein Kichererbsenbrei. „Tahina“ ist eine Sauce aus Sesammehl.]

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