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Forum > Beispielsammlung über Sinn und Unsinn
Politisch korrekte Sprache
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Sigmar Salzburg
01.07.2013 05.51
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Art. 5 GG „Eine Zensur findet nicht statt.“

Aktion (Tageszeitung junge Welt)
www.jungewelt.de/aktuell/rubrik/aktion.php
Zu wenig Linksextremisten. Nach Analysen des Innenministeriums ist der Fortbestand der jungen Welt ungewiss. Artikel lesen |. Von Dietmar Koschmieder …

jungewelt.de 1.7.2013

Schnell wieder verschwunden ist die Klage ihres Geschäftsführers über die Nennung der „jungen Welt“ als einziger Tageszeitung im Verfassungsschutzbericht – mit dem ungewohnt reformierten „ungewiss“ in der Überschrift. Verboten wurde die Zeitung jedoch nicht, obwohl sie die politischen Todesurteile der DDR rechtfertigen und einen DDR-Historiker die Verantwortlichkeit des Katyn-Massakers mit insgesamt 25000 Opfern vernebeln ließ. Für ähnliches im Fall Babi Jar wurde ein rechter Verleger zu einer hohen Strafe verurteilt.

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Sigmar Salzburg
17.06.2013 19.34
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Politisch korrekte Unterschlagung von Informationen

Bislang hat keine deutsche Zeitung vollständig berichtet:

Getöteter Linienrichter in den Niederlanden ...
Im Dezember hatten sie einen Linienrichter in den Niederlanden angegriffen und zu Tode geprügelt, nun wurden die Angreifer zu Haftstrafen verurteilt.
Wegen der tödlichen Prügelattacke auf einen Linienrichter sind sechs junge niederländische Amateurfußballer und ein Vater zu Haftstrafen verurteilt worden. Die Jugendlichen wurden wegen Beihilfe zum Totschlag zu ein bis zwei Jahren Jugendhaft verurteilt, der Vater zu sechs Jahren Gefängnis. Ein Gericht in Lelystad befand die 16 und 17 Jahre alten Amsterdamer und den 51-jährigen Mann am Montag für schuldig.
spiegel.de 17.6.20112

Selbst alte BILD-Berichte wurden „korrigiert“:

Neue Details zur Prügel-Attacke
5 Täter schlugen den Linienrichter tot +++ Klub der Schläger in Holland gefürchtet +++ Fußball-Verband unter Druck

Im holländischen Jugendfußball ist der Klub des Amsterdamer Vorstadt-Klubs Nieuw-Sloten, aus dem die Täter stammen, bereits für gewalttätige Übergriffe bekannt.
bild.de 5.12.2012

Nur Google zeigt noch Spuren umfassender Information:

Toter Linienrichter in Holland: Es waren wohl fünf Täter – Fussball ...
www.bild.de › Sport › Fußball
05.12.2012 – 5 Täter schlugen den Linienrichter tot +++ Klub der Schläger in .... Täter Marrokaner ( Nordafrikaner) welche den großen Teil im Verein stellen.

Orwells Vision der gedankenpolizeilichen Selbstkontrolle ist im politisch Korrekten schon allgegenwärtig!

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Sigmar Salzburg
10.06.2013 11.16
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Correctness auf links

Der Humanistische Pressedienst weist eben auf einen älteren Artikel zur linken Ausformung der Correctness hin. Nachfolgend einige Splitter daraus:

Politisch korrekt und moralisch orientierungslos

Die politische Korrektheit ist kein Instrument der Erkenntnis, sondern dient der Meinungspflege innerhalb einer Gruppe...

Seit einiger Zeit wird in der MIZ und auf anderen Kanälen über die rechten Tendenzen in der säkularen Szene debattiert. Dabei geht es jedoch nicht darum, inwiefern die Etiketten „rechts“ und „links“ relevante Kategorien bezeichnen, wenn es um die Trennung von Staat und Religion geht, sondern wie man sich am besten von den rechten, den „falschen Freunden“ distanzieren kann. Prämisse des Artikels von Malte Jessl ist also, dass jemand, dem Rechte zustimmen können, etwas falsch machen muss. Die Welt ist also weiß oder schwarz, links oder rechts....

Es gibt tatsächlich Leute in der „säkularen Szene“, die ein religiöses Recht auf Beschneidung befürworten, eben weil auch antisemitische und antimuslimische Rechte gegen Beschneidung sind, damit niemand behaupten kann, man sei Antisemit. Oder schlimmer noch: „islamophob“...

Wir schreiben das Jahr 1975. Edward O. Wilson hat gerade sein Buch On Sociobiology veröffentlicht. Das letzte Kapitel dieses Buches beschäftigt sich mit dem Menschen als biologischem Wesen. Die ungeheuerliche These: Die Biologie des Menschen hat Auswirkungen auf soziale Tatsachen. Was nun folgt, ist ein Shit-Tornado gegen Wilson, zu einer Zeit, als es das Wort “Shitstorm” noch nicht gibt. Die Thesen, die gegen ihn ins Feld geführt werden, könnten platter nicht sein: Die Biologie spiele keine nennenswerte Rolle. Es gebe keine biologisch relevanten Unterschiede zwischen Männern und Frauen, und schon gar nicht zwischen Menschen verschiedener …äh, regionaler Herkunft...

Linke tun oft so, als hätten sie den Humanismus im Sinne des Kampfes für Menschenrechte gepachtet. Das ist aber nicht der Fall. So akzeptieren etwa viele Linke stillschweigend die Ansicht, dass die Androhung der Vernichtung Israels durchaus legitim sei. Warum sonst ist Claudia Roth nach ihrem High Five mit dem iranischen Botschafter nicht politisch tot? Warum sonst ist Andrea Nahles nach ihrer Beteuerung der „gemeinsamen Werte“ mit der Terrororgansiation Fatah nicht politisch tot? Sind solche Leute die richtigen Freunde?...

evidentist.wordpress.com 13.2.2013

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Sigmar Salzburg
30.05.2013 17.27
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Spiegel-Online - auch nicht-linke oder katholische Autoren im Angebot

S.P.O.N. – Der Schwarze Kanal: Deutschland am Uno-Pranger
Eine Kolumne von Jan Fleischhauer

Alle Welt mag Deutschland, wie wir gerade gelernt haben. Alle Welt? Nein: Bei der Uno gelten wir als Land, in dem Rassismus allgegenwärtig ist...
Eine andere Erklärung für die eigenartige Fixierung auf Deutschland als Failed State wäre, dass in den zuständigen Gremien zu viele Leute sitzen, die beweisen wollen, dass nicht nur ihre Länder Probleme haben.
Dem Antirassismus-Ausschuss der Uno zum Beispiel sitzt ein russischer Politikwissenschaftler vor, der seinen Doktorgrad noch zu Zeiten des KPdSU-Generalsekretärs Konstantin Tschernenko erworben hat. Sein Stellvertreter ist ein algerischer Diplomat, der seit den Sechzigern „loyal den wechselnden Regimes seines Landes diente“, wie der Journalist Alexander Wendt für einen Blogeintrag auf der „Achse des Guten“ recherchierte: Weitere Mitglieder kommen aus Togo (regiert von einem Wahlbetrüger seit 2005), Burkina Faso (beherrscht von einem Putschisten seit 1987) und Niger.
spiegel.de 30.5.2013

Die letztgenannte Republik sollte schleunigst doch erst ihren negerischen Namen ablegen!

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Sigmar Salzburg
29.05.2013 13.45
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Gutmensch - Unwort, 2. Platz des Jahres 2012

„Europa ist ein Sanierungsfall“, sagte Oettinger gestern bei einer Veranstaltung der Deutsch-Belgisch-Luxemburgischen Handelskammer in Brüssel... Statt die Wirtschafts- und Schuldenkrise zu bekämpfen, zelebriere Europa „Gutmenschentum“ und führe sich als als „Erziehungsanstalt“ für den Rest der Welt auf.
bild.de 29.5.2013

An Oettinger hat die Unwort-Erziehungsanstalt offensichtlich versagt.

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Detlef Lindenthal
29.04.2013 15.35
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Äahhh – warum verstehe ich das nicht?

Welches N-Wort ist gemeint? Nazi, Nutte, Nixnutz oder was?
„Zwar bin ich nicht ausgesprochen dumm, aber manchmal etwas langsam in der Auffassung“, war ein fliegendes Sprüchlein meiner Schülerzeit.
__________________
Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
26.04.2013 09.19
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Korrektes Sprechen:

„Sag das Wort nicht“
Eine Kolumne von Jan Fleischhauer

Es braucht nicht viel, um linksfühlende Menschen in Aufregung zu versetzen. Wie wenig dazu ausreicht, zeigt der Eklat auf einem „taz“-Kongress. Manchmal genügt hierzulande schon ein einziges Wort.

... Moderator Deniz Yücel hatte den unverzeihlichen Fehler begangen, aus Texten vorzulesen, in denen das sogenannte „N-Wort“ vorkommt, darunter die berühmte Rede von Martin Luther King aus dem Jahr 1963.
Erst hielten sich Leute im Publikum die Ohren zu, ein Abwehrreflex, der Yücel an „katholische Nonnen“ erinnerte, „die versehentlich auf Youporn landen“, wie er später schrieb. Dann riefen die Teilnehmer immer wieder empört: „Sag das Wort nicht, sag das Wort nicht“, was der Moderator nur als „zwangsneurotisches Verhalten“ zu deuten wusste. Sein größter Fauxpas war allerdings ganz zweifellos der Satz „Geht bügeln“, mit der er die empörten Antirassismus-Aktivisten verabschiedete. Damit war der Skandal perfekt...

spiegel.de 25.4.13

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Sigmar Salzburg
20.04.2013 06.17
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Die Ehre der Zigeuner

Von Oskar Piegsa

Darf man Sinti und Roma als „Zigeuner“ bezeichnen? Ja, meint der Journalist Rolf Bauerdick und erregt nun mit einem Streitschrift-artigen Reportageband die Gemüter. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sieht darin einen „Amoklauf“…

Um zu verstehen, wieso Rolf Bauerdick auf das Wort „Zigeuner“ besteht, lohnt es sich, das achte Kapitel seines Buches zuerst zu lesen. „Plädoyer für einen ehrenwerten Begriff“ heißt es. „Um es klar zu sagen: Es ist respektlos, einen Sinto oder eine Sinteza 'Zigeuner' zu nennen, wenn diese nicht Zigeuner oder Zigeunerin genannt werden wollen“, schreibt Bauerdick dort. Doch ähnlich falsch sei es, darauf zu bestehen, dass „Zigeuner“ ein Schimpfwort sei.

Bauerdick berichtet von Menschen in Rumänien, die darauf bestehen, Zigeuner genannt zu werden, weil sie Roma für Kriminelle halten. Er verweist auf die Ausschwitz-Überlebende Philomena Franz, die sich in ihrer Autobiografie in erster Linie als Zigeunerin beschreibt und erst in zweiter als Sinteza. Und er zitiert mit einiger Irritation Journalisten, die stets „Sinti und Roma“ schreiben, statt zu unterscheiden – und die folglich auch Roma sehen, wo eigentlich nur Sinti leben, oder Sinti mit in die Pflicht nehmen, wo ausschließlich Roma gemeint sind. Bloß „Zigeuner“ durch „Sinti und Roma“ zu ersetzen, ist demnach nicht genug.

Bauerdick meint, „dass sich die Bundesrepublik ohne das kämpferische Auftreten des Zentralrats in den achtziger Jahren fraglos aus ihrer historischen Schuld und Verantwortung herausgeschlichen hätte.“ Das „Z-Wort“ und seine sozialen Zuschreibungen tabuisieren zu wollen, schieße aber übers Ziel hinaus…

spiegel.de 19.4.2013

Siehe auch hier und da.

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Sigmar Salzburg
23.03.2013 08.49
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N wie ...

Eigentlich soll ich ja möglichst nicht mehr aus der „Jungen Freiheit“ zitieren, aber dies ist einfach zu dumm, um nicht wahr zu sein:

Alle, die „N wie Nordpol“ buchstabieren, „tragen die Sprache der Nazis weiter“, verkündete kürzlich Anne Arend im NDR… Wer also gemäß DIN 5009 „N wie Nordpol“ buchstabiert, verwendet laut NDR die „Sprache der Nazis“.

Das war mir neu. Unter den Nazis gab es also nicht nur eine „Grußreform“, sondern auch eine Buchstabierreform: In der amtlichen Buchstabiertafel wurde „Nathan“ durch „Nordpol“ ersetzt und nur dieses (versehentlich?) nach 45 nicht wieder „rejudaisiert“. Thomas Paulwitz schließt seine Glosse:

In Kurt Tucholskys „Ferngespräch“ von 1927 verwendet der Berliner Paul noch die alte Buchstabiertafel. Als sein Telefonat unterbrochen wird, weil er nicht hochdeutsch und verständlich spricht, schimpft er: „So wie ick hier spreche – ach wat, Dialekt! Dialekt! Ick spreche keen Dialekt – ich spreche Deutsch, vastehn Se mir? So wie ick spreche: mir vastehn ja die Nejer. N wie Nathan … Wech.“ Herrje, da fiel ja ein weiteres N-Wort, das heute unter Zensur steht. Ob nun auch Tucholsky umgeschrieben werden muß? (jungefreiheit.de 23.3.13)

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Sigmar Salzburg
27.02.2013 20.42
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Geistige Armutskonferenz

Politisch korrektes Deutsch
Verbände wollen „soziale Unwörter“ zensieren

Die Armutskonferenz will „soziale Unwörter“ aus dem Sprachgebrauch verbannen. Das Bündnis hat dazu eine Liste mit 23 abwertenden Begriffen erstellt. Nach Ansicht der Sprachwächter sind selbst Worte wie „alleinerziehend“ oder „arbeitslos“ diskriminierend.

Die Nationale Armutskonferenz will die deutsche Sprache verarmen lassen – und letztlich Zensur üben. Gewöhnlich kämpft das Bündnis, dem Sozialverbände wie die Arbeiterwohlfahrt und die Diakonie angehören, gegen Ausgrenzung. Nichts und niemand soll ausgeschlossen werden. In der Sprache aber soll nun radikal aussortiert werden. Die Armutskonferenz hat nun eine „Liste der sozialen Unwörter“ veröffentlicht. Sie enthält „irreführende und abwertende Begriffe, mit denen Menschen in ihrer Lebenssituation falsch beschrieben, schlimmstenfalls sogar diskriminiert werden“.

Angesichts der 23 „sozialen Unwörter“ auf der Liste lässt sich den Autoren zumindest keine Armut an Ideen vorwerfen. „Alleinerziehend“ … „arbeitslos“ … „Person mit Migrationshintergrund“ … „Behindertentransport“ … „bildungsferne Schichten“. Besser sei „fern vom Bildungswesen“ oder „vom Bildungswesen nicht Erreichte“. Korrekterweise sei darauf hingewiesen, dass auch vom Bildungswesen Erreichte bisweilen an geistiger Armut leiden.

faz.net 26.2.2013

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Sigmar Salzburg
30.01.2013 10.36
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Aktueller Migrationsbericht

[Bild]
82 Millionen Menschen leben in Deutschland. Rekord – dank der Zuwanderer.

Deutschland ist ein Migrationsland. Der neue Migrationsbericht des Innenministeriums zeigt allerdings, dass auch die Zahl der illegalen Einwanderer wächst…
focus.de 30.1.2013

Bis etwa 2000 haben uns die Politiker vorgelogen, Deutschland sei kein Einwanderungsland. Nach der rot-grünen Machtergreifung wurden wir indoktriniert, daß wir uns glücklich schätzen sollten, daß es das seit vierzig Jahren doch schon war. Aber bald sprach man nicht mehr deutsch zu uns, sondern redete nur noch verschleiernd von „Migration“. Mein lateinisches Schulwörterbuch von 1956, der „Stowasser“ (noch in Fraktur), übersetzt das Wort mit „Auswanderung, Wanderung“, also beinahe das Gegenteil von dem, was heute gemeint sein soll.
Die Volksverdummung beginnt mit der Sprache.

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Sigmar Salzburg
22.01.2013 06.42
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Linkskorrekte Sprache

[DDR-Historiker Prof. em.] Dietrich Eichholtz:

Im April 1943 waren im Gebiet Smolensk bei Katyn die Leichen von über 4000 offensichtlich im Jahr 1940 erschossenen polnischen Offizieren von den Deutschen ausgegraben worden. Seitdem war die Urheberschaft dieser Untat umstritten; sie wird aber heutzutage den stalinschen Organen zugeschrieben.
jungewelt.de 15.1.2013

Wikipedia: Die Sowjetunion leugnete ihre Verantwortung, lehnte eine internationale Untersuchung ab und lastete das Verbrechen dem NS-Regime an. An dieser Geschichtsfälschung hielt sie bis 1990 im gesamten Ostblock fest. Ein US-Untersuchungsausschuss bewies 1952 die NKWD-Täterschaft … Nachdem neue Archivfunde veröffentlicht worden waren, räumte der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow am 13. April 1990 die sowjetische Verantwortung für diese Massenmorde ein …

Man stelle sich vor, es würde 2013 ein rechter Autor schreiben: „Die Urheberschaft der Untaten von Babi Jar war lange umstritten; sie wird aber heutzutage den hitlerschen Organen zugeschrieben.“

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Sigmar Salzburg
20.01.2013 09.43
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Ein Rom in Rom?

Als Villa-Massimo-Stipendiat schrieb Feridun Zaimoglu 2005 aus Rom Erlebnisberichte für die Kieler Nachrichten, ohne die Political Correctness zu beachten:

Zwei Zigeuner mit Krückstöcken unterm Arm gehen pfeifend spazieren, kaum sind sie an der Kreuzung angelangt, verwandeln sie sich in Schwerbehinderte, sie humpeln an die wartenden Autos heran und halten die Hand auf. (KN 24.12.05)

Er hätte lt. Duden 2004, S. 1095, nur schreiben dürfen:
„Zwei Sinti und Roma mit Krückstöcken unterm Arm gehen pfeifend spazieren …“

oder nach S. 820/895:
„Ein Sinto und ein Rom …“

oder besser(?):
„Zwei Sinti oder Roma …“

Mit dieser Regel dürfte die korrekte Anpassung klassischer Literatur, trivialen Liedgutes und beliebter Fleischzubereitungsarten unbefriedigend bleiben oder gänzlich undenkbar werden. Orwells 1984 läßt grüßen.

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Sigmar Salzburg
20.01.2013 07.34
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Schopenhauers Palindrom verboten?

Es soll angeblich von ihm stammen:

Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie.

Diese afrikanische Bauernregel (auf Deutsch formuliert von Arthur Schopenhauer) ist sowohl hinsichtlich ihres Wahrheitsgehalts als auch wegen ihrer palindromischen Lupenreinheit unsterblich. Gazellen sind, darauf hat schon Alfred Brehm hingewiesen, wetterfühlige Paarhufer. Bei bevorstehendem Landregen oder gar vor größeren Unwettern sind sie nicht zu halten und machen sich, jeden Begleiter erbarmungslos zurücklassend, aus dem Staub. Die bei beginnendem Nieselregen jedoch nicht im geringsten beunruhigte Gazelle festigt beim Reiter die Gewißheit, dass es sich nur um leichten Niederschlag handelt und dass kein Grund sei zu Klagen und zum Verzagen.

(In uni-protokolle.de nachlässig zitiert nach Franz Fühmann „Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel“ 1978, Kapitel 2 S. 18-36)

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Sigmar Salzburg
20.01.2013 06.46
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Ernst N***r

Achtung, Zensur

Aus den alten Kinderbüchern werden jetzt die Unwörter entfernt. Zuerst hat es den Vater von Pippi Langstrumpf erwischt, der bei Astrid Lindgren im Original ein „Negerkönig“ war und zum „Südseekönig“ umgeschrieben wurde. Als nächster ist Ottfried Preußler an der Reihe, in seinem Klassiker „Die kleine Hexe“ verkleidet sich ein Kind als „Negerlein“. Das wird umformuliert. Preußler und Lindgren selbst sind über jeden Zweifel erhaben, ihre Bücher sind, wenn man sie als Ganzes betrachtet, kein bisschen rassistisch. Damals redete man halt so.

Mir fällt da der Mainzer Fastnachts-Sänger Ernst Neger ein. Die Negers sind eine alte Mainzer Sippe, hellhäutig übrigens.

Ernst Neger war Dachdeckermeister, von ihm stammen Megahits wie „Humba Humba Täterä“ oder „Rucki Zucki“. Will man sich „Rucki Zucki“ bei iTunes im Internet herunterladen, akzeptiert Apple den Suchbegriff „Ernst Neger“ nicht mehr. Das Wort wird automatisch umgewandelt in „Ernst N***r“…
tagesspiegel.de 20.1.2013

… Und was ist mit dem „Struwwelpeter“? Wird der Mohr demnächst auch der Zensur zum Opfer fallen? „Es ist nichts weiter als eine Modernisierung“ Also ist der schwarze Jim Knopf als nächster dran...
hr-online.de 18.1.2013

PS. „als nächster” – vernünftige Schreibweise, seit der „Reform“ verboten.

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