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Forum > Beispielsammlung über Sinn und Unsinn
Politisch korrekte Sprache
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Sigmar Salzburg
14.09.2015 16.07
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Die Volkserzieher wählen das „Unwort“

„Asylkritiker“, „Gutmensch“: Das sind die Anwärter fürs Unwort des Jahres

Unwort des Jahres: Es soll auf undifferenzierten, verschleiernden oder diffamierenden Sprachgebrauch aufmerksam machen...

Für die Wahl zum „Unwort des Jahres 2015“ sind mehrere Ausdrücke zum Thema Flüchtlinge eingereicht worden. „Etwa ein Sechstel der Vorschläge bezieht sich auf dieses Thema“, sagt Linguist Martin Wengeler von der Universität Trier. Besonders häufig genannt wurden demnach „Gutmenschen“ und „Wirtschaftsflüchtlinge“...
Zum „Unwort des Jahres 2014“ war die vom Anti-Islam-Bündnis Pegida genutzte Parole „Lügenpresse“* gewählt worden
spiegel.de 12.9.2015

Spitzenreiter im Spiegel-„Voting“ ist derzeit „Gutmensch“ mit 27 Prozent der Stimmen.– Das Wort verliert deutlich, sobald man die Antriebe genauer benennt: Der einfache Gutmensch denkt naiv, der geschichtsbewußte Gutmensch denkt an die Nazi-Erbsünde, der linke Gutmensch denkt an eine grenzenlose Güte, notfalls in Mauern.

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Sigmar Salzburg
07.09.2015 05.56
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Für Stegner ist Wahrheit menschenverachtend

Ralf Stegner@Ralf_Stegner 6. Sep.
„Dieses Refugee-Welcome Gehabe ist mitverantwortlich für den toten Jungen am türkischen Strand“, sagt SHZ Kolumnist Wolfgang Bok. Widerlich!

Ralf Stegner@Ralf_Stegner6. Sep.
Was der nationalkonservative Kolumnist Bok da schreibt ist die kalte und menschenverachtende Sprache, die wir von Rechtsextremisten kennen.

Lt. „Welt“ kommen 46 Prozent der „Flüchtlinge“ vom Balkan, verdienen also kaum Willkommen. Die syrischen „Flüchtlinge“ sind zumeist junge Deserteure, die ihre Familien nicht vorm IS beschützen wollen. Der tote Junge wird von der Flüchtlingslobby zur Stimmungsmache „ausgeschlachtet“. Sein verantwortungsloser Vater hatte die Familie ohne Schwimmwesten in das defekte Schlepper-Schlauchboot gesetzt. Drei Jahre hatte er schon in der Türkei gelebt und konnte jetzt sogar in seine Heimatstadt Kobane zurückkehren. Nach zwei erfolglosen Asylgesuchen in Kanada zog ihn der Welcome-Sirenengesang¹ aus Deutschland an, wo er auch sein Gebiß umsonst machen lassen wollte ...

¹) z.B. Saalfeld ... Mehr als 200 Menschen singen dort auf Englisch „Flüchtlinge sind hier willkommen“ (n-tv.de)
Bearb 7.9.15

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Sigmar Salzburg
01.09.2015 15.05
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Der „Neger“-Aufstand ...

... der Korrekten bei Spiegel & Co.

„Neger“-Äußerung von Bayerns Innenminister: „Ich verwende das Wort sonst überhaupt nicht“
„Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger“: Mit seiner Äußerung in einer Talkshow sorgte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann für Empörung...
spiegel.de 1.9.2015

Joachim Herrmanns „Neger“-Äußerung: Der arme Schnapper
Ein Kommentar von Stefan Kuzmany
Jeder halbwegs gebildete Mensch weiß, dass „Neger“ eine Beleidigung ist – Joachim Herrmann (CSU), der bayerische Innenminister, weiß es offenbar nicht...
spiegel.de 1.9.2015

Roberto Blanco selbst:
„Ich fühle mich nicht von Innenminister Herrmann beleidigt. Ich bin ein stolzer Farbiger und ich wünsche mir auch, dass alle Farbigen, die das jetzt lesen, das auch so sehen“, sagte der 78-jährige Schlagersänger „Focus Online“. t-online.de 1.9.2015

Jeder halbwegs gebildete Mensch könnte wissen, daß das Wort genauso viel oder wenig beleidigend ist oder war wie „Ostfriese“ und „Appenzeller“. Erst die Correctness-Mafia hat die Verfemung machtergreifend aufgebaut, in Anlehnung an das verachtend gebrauchte amerikanische „Nigger“.

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Sigmar Salzburg
25.08.2015 16.30
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Flüchtlingspolitik: Es heißt jetzt Refugee

Im wesentlichen Abschnitt seiner Spiegel-Kolumne wundert sich der „aus Versehen konservativ“ gewordene Autor Jan Fleischhauer darüber, daß die einschlägige Unterstützerszene das Wort „Flüchtling“ zunehmend meidet:

Es heißt jetzt auch nicht mehr Flüchtlinge, sondern „Refugees“. Ich bin noch nicht ganz dahinter gekommen, was an dem Begriff „Flüchtling“ so problematisch ist, dass man meint, ihn ersetzen zu müssen. Angeblich ist die Endung „ling“ negativ besetzt, weshalb man auch von Rohling, Winzling und Fremdling spricht. Vielleicht will man auch einfach seine Weltläufigkeit unter Beweis stellen. In jedem Fall heißt es jetzt „Bündnis Refugees Welcome Leipzig“; auf die Bühne kommt das Asyl-Stück, „in dem Schauspieler*innen die Erlebnisse und Erzählungen der Refugees wiedergeben“; und der Aktivist trägt den „Fairtrade Hoodie Refugees Welcome“, erhältlich in vier Größen und den Farben Grau, Blau und Schwarz...

spiegel.de 25.8.2015

Vermutlich will man sich mit den meist nur englischsprachigen „Refugees“ auf eine Ebene stellen und zugleich in unehrlicher Absicht die allgemeinverständliche Genauigkeit der deutschen Bezeichnung vermeiden. Jemand, der ohne verfolgt zu sein, 12000 Euro für Schlepper ausgibt, um von Liberia bis ans Mittelmeer zu gelangen, ist kein Flüchtling, sondern allenfalls ein irregeleiteter Glücksritter.

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Sigmar Salzburg
25.08.2015 11.36
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Wording

Thomas Paulwitz macht in der „Jungen Freiheit“ auf einen Anglizismus aufmerksam, der die stattfindende Sprachlenkung bezeichnet, und bringt Beispiele für das Wirken der dahinterstehenden Ideologien.

„Wording“ – Die Bücherschnüffler

Nicht auf gute Wortwahl, sondern auf das richtige „Wording“ pocht das politisch korrekte Deutschland. Anglizismen tauchen vorzugsweise immer dann auf, wenn etwas aus dem Lot gerät. So ist es auch hier: Der Ausdruck „Wording“ soll dabei helfen, etwas zu verschleiern. Auf den ersten Blick könnte der Unbefangene denken, „Wording“ beschreibe das Trachten nach möglichst treffenden und verständlichen Wörtern. Weit gefehlt! Es ist vielmehr nichts anderes als ein schönfärberisches Wort für Zensur.

So verhält es sich auch in einem jüngst bekannt gewordenen Fall. Das baden-württembergische Regierungspräsidium Freiburg entsandte eine Bibliothekarin nach Bad Dürrheim. Einsatzort für Christina Kälberer, so heißt die Dame, war die Stadtbücherei. Der Auftrag der Bücherschnüfflerin lautete unter anderem, bei Jugend- und Kinderbüchern auf das zeitgemäße „Wording“ zu achten, berichtet der „Südkurier“.

Bücher werden vernichtet

Außerdem äugte die Bücherschnüfflerin nach der Orthographie, „wobei die richtige Schreibweise gerade für Kinder wichtig ist.“ Damit meint Kälberer, daß Kinder vor der traditionellen Rechtschreibung behütet werden müssen. Das Regierungspräsidium glaubt offenbar, die mißlungene Rechtschreibreform oder die orthographisch chaotischen Texte in Facebook und Whatsapp hätten mit der wachsenden Rechtschreibschwäche nichts zu tun. Möglicherweise liegt es auch nur daran, daß die Regierung die Rechtschreibung im Internet und in der Schule viel schlechter kontrollieren kann als in Stadtbüchereien.

Alles in allem kamen 40 Prozent des Büchereibestands in den Reißwolf, insgesamt rund 3.200 Werke. Daß eine Bücherei Bücher zerstört, die in besserer Rechtschreibung verfaßt sind, ist kein Einzelfall. Die Rechtschreibreform führte zur größten Büchervernichtung seit dem Zweiten Weltkrieg. Daß nun auch gezielt nach verfemten Wörtern geschnüffelt wird, ist weniger bekannt. Als Beispiel für Wörter, die dem „Wording“ zum Opfer fielen, nennt Kälberer „Neger“.

„Nutte“ erlaubt, „Neger“ nicht

Das Wort „Neger“ gilt als schlimm. So verurteilte das Amtsgerichts Barmbek eine 78jährige Radfahrerin wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 100 Euro. Sie hatte einen Schüler zurechtgewiesen, weil er den Radweg blockierte. Der antwortete bloß: „Nutte, was willst du von mir?“ In der folgenden Auseinandersetzung nannte die Rentnerin den Jungen „Neger“. Der Schüler zeigte sie an und bekam recht. Seine Beleidigung der alten Frau als „Nutte“ blieb hingegen straffrei. Der dunkelhäutige Junge hatte offenbar das richtige „Wording“.

Doch Negerfreunde können sich gelegentlich auch freuen: Der Thienemann-Verlag kündigte nun zum 55. Geburtstag von „Jim Knopf“ an, das Wort „Neger“ aus dem Kinderbuch-Klassiker Michael Endes nicht zu streichen...

Weiter bei JungeFreiheit.de 25.8.2015.

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Sigmar Salzburg
25.08.2015 09.33
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Die linke Elite darf das

Bei Roland Tichy hatte man Justizminister Heiko Maas schon zum Nachfolger von „Barockengel Sigmar Gabriel“ ausersehen, da geben die Krawalle in Heidenau dem verblaßten Vizekanzler Gelegenheit, sich wieder in Positur zu bringen. Als Arschengel Gabriel mit dem Flammenschwert stürzt er sich auf das „rechte Pack“, das nun weggesperrt werden müsse: „Diese Leute haben mit dem Land Deutschland, wie wir es wollen, nichts zu tun.” (Deswegen gibt es ja die Proteste).

Ihm sekundiert Gerwald Claus-Brunner, Berliner Piraten (J. Augstein: „die machen Hoffnung“), und wünscht sich die kollektive Ermordung dieser Leute:




Deuterium@RealDeuterium 21 Aug.
Einfach russische Panzer drüberrollen lassen und der Drops
wär gelutscht... #heidenau

und
[Bild: WKII-Bomber]
Immer wenn in einer Stadt #nazis und #besorgteBürger
aufmarschieren sollten die hier innerhalb 24h vorbeikommen


[Anm. 14.10.15: Bilder u. Eintrag wurden vor kurzem entfernt.]

... ganz wie seine ehem. Parteigenossinnen Anne Helm und „Deborah Anderson“, die 25000 Dresdener Bürger totbomben lassen wollten:

Auf einem Foto, welches die 23-Jährige beim Kurznachrichtendienst veröffentlichte, zeigt sie ihren nackten Oberkörper mit dem Schriftzug: „Bomber Harris do it again“..., inklusive dem Hashtag #nopegida. Unter dem Bild steht „Das Volk muss weg!“.
focus.de 21.1.2015

Rechtes Pack darf so etwas natürlich nicht:

34-jähriger Berliner zu 4800 Euro Strafe verurteilt
„Ich bin dafür, dass wir die Gaskammern wieder öffnen und die ganze Brut da reinstecken“, schrieb er nach Angaben der Berliner Polizei unter anderem.
tagesspiegel.de 21.8.2015

4500 Euro Strafe wegen Asyl-Hetze in Facebook
... beleidigte er die Menschen aus fremden Ländern, die in der Regel vor Krieg, Verfolgung und Armut ihre Heimat verlassen, nicht nur als „Gesindel“ und Schlimmeres (sondern wünschte sich angeblich auch ihre Ermordung).
sueddeutsche.de 30.7.2015

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Sigmar Salzburg
22.08.2015 06.55
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Spiegel-Online-Leser bleiben dümmer

Schüsse in Thalys-Schnellzug: US-Soldaten entwaffnen Schützen
... Innenminister Cazeneuve betonte, es sei üblich, dass die für Terrorismus zuständige Pariser Staatsanwaltschaft einen Fall übernimmt, wenn Taten „einen terroristischen Charakter“ aufweisen könnten. Im Hinblick auf erste Spekulationen zum Hintergrund des Mannes rief er zu Vorsicht und Zurückhaltung auf.
spiegel.de 22.5.2015 00:08

Leser anderer Nachrichtendienste wissen schon seit 12 Stunden:

Wie französische Medien berichten hörten die beiden Militärs in Zivil das typische Geräusch des Durchladens einer Waffe und reagierten blitzschnell. Noch bevor der 26-jährige marokkanische Moslem, der auf einer Terrorliste der Behörden steht, mit seiner Kalaschnikow um sich schießen konnte überwältigten die beiden Amerikaner ihn.

Nachtrag: SPON will es jetzt wieder „gut machen“, mit bekloppter Großschreibung: „Spencer griff den Mann als Erstes an ...“ spiegel.de 22.8.15, 8:42

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Sigmar Salzburg
05.08.2015 07.12
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Fundstück bei der „Achse des Guten“

Zuwanderung: Der linke Sieg beim Kampf um die Worte
Von Tim Tressel


... Aber man muss es den Linken lassen, in Deutschland gewinnen sie immer den Kampf um die Worte. So redet man in der Bundesrepublik immer über die Flüchtlinge, oder die Flüchtlingspolitik, was bei jedem Zuhörer sofort sympathische Gefühle auslöst und Beschützerinstinkte weckt. Hätte die CSU oder die AfD es geschafft, das Wort illegale Einwanderer durchzusetzen, dann wäre die Debatte wohl anders verlaufen. Die Wahl der Worte hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Richtung einer öffentlichen Debatte, so war in den USA immer eine Mehrheit gegen „gay marriage“ aber für „marriage equality“...
achgut.com 31.7.2015

„Flüchtlinge” genügt schon nicht mehr, jetzt sind alles „Schutzsuchende“, auch einfache Asylbetrüger.

Und Italienreisende sollen „Fluchthelfer“ spielen und sie im Auto illegal nach Deutschland schleusen, wie hpd.de und zeit.de nahelegen. Als ob die 600000 für dieses Jahr Avisierten nicht schon genug wären.


Nachtrag – gleiche Beobachtung: Vera Lengsfeld 05.08.2015 15:03
„Inzwischen werden aus Flüchtlingen immer häufiger „Schutzsuchende“. Das klingt noch dramatischer und hilfebedürftiger und macht aus allen, die kritische Fragen stellen, automatisch moralisch minderwertige Monster.“
Achse des Guten 5.8.2015


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Sigmar Salzburg
23.07.2015 16.13
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Wie sich die Zeiten ändern!

Otto Peltzer (1900–1970)

Konstanz (hpd) Am 12. September 1926 titelten viele Berliner Zeitungen: „Dr. Peltzer besiegt Wunderläufer Paavo Nurmi“. Eine absolute Sensation, die auch in der Weltpresse Erwähnung fand, denn zu jener Zeit galt Nurmi als unschlagbar. Peltzers Sieg in Weltrekordzeit über den Finnen über 1500 Meter vor rund 30 000 Zuschauern im Stadion Charlottenburg brachte die Arena zum Kochen. Die Zuschauer, darunter Georg Grosz und Bertolt Brecht, erhoben sich von ihren Plätzen und stimmten das Deutschlandlied an.
hpd.de 23.7.2015

Hofbräukeller wirft Studentenverbindungen Rufmord vor

MÜNCHEN. Der Münchner Hofbräukeller hatte Studentenverbindungen zu unerwünschten Gästen erklärt...
Alles begann im vergangenen Monat. Laut Angaben des Wirts Ricky Steinberg habe eine Studentenverbindung in dem Biergarten am Wiener Platz begonnen, die erste Strophe des Deutschlandliedes zu singen. Daraufhin hätten seine Frau und er sich entschlossen, Reservierungen von Studentenverbindungen künftig abzulehnen.
„Rechte Gesinnung“ wolle er in seinem Lokal nicht haben, sagte er der Süddeutschen Zeitung. Zur ersten Strophe des Deutschlandliedes meinte er zu Abendzeitung: „Das hat einen nationalsozialistischen Touch, und das dulde ich nicht im Haus. Wir sind ein offenes Haus, werden es immer sein. München ist bunt, und dafür stehen wir auch.“ ...
jungefreiheit.de 23.7.2015

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Sigmar Salzburg
14.07.2015 20.38
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Die neuen Regeln des Ministeriums für törichte Sprechweisen

Für ihre Neubestimmung der Avogadro-Konstante haben die Forschenden die Zahl der Atome in einer präzise hergestellten Siliziumkugel gezählt.... Die so neu ermittelte Avogadro-Konstante beträgt 6,02214082 x 1023 mit einer Unsicherheit von weniger als 20 Atomen pro einer Milliarde Atome. Dies berichten die beteiligten Forschenden aus Italien, Japan und Deutschland ... In ihrer vorangegangenen Messung kamen die deutschen Forschenden noch auf eine Unsicherheit von 30 Atomen pro einer Milliarde Atome.
spektrum.de 14.7.2015

Welch erfolgreiche Arbeit der deutschen Sesselfurzenden!

P.S.: Spiegel.de ist noch nicht so weit: Bei der Pressekonferenz einen Tag vor dem Pluto-Vorbeiflug posieren Forscher [nicht „Forschende“] mit Autoaufklebern vor den Kameras.

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Sigmar Salzburg
28.04.2015 06.43
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Lügenbegriffe werden „politisch korrekt“

Ralf Stegner @Ralf_Stegner · 20. Apr.
Zur Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer.
https://www.facebook.com/ralf.stegner/posts/870047393061465

Der bei BILD geschaßte Nicolaus Fest stellt in seinem lesenswerten „Blog“ klar:

Mit Blick auf die Zustände im Mittelmeer sprechen fast alle Medien von der „Flüchtlingskatastrophe“. Das ist Unsinn, der Begriff des Flüchtlings ist in Artikel 1 der Genfer Flüchtlingskonvention klar definiert: „Flüchtling ist eine Person, die sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt und wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung eine wohlbegründete Furcht vor Verfolgung hat und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen oder wegen dieser Furcht vor Verfolgung nicht dorthin zurückkehren kann.“ Nur, auf wen dies zutrifft, ist ein Flüchtling. Alles andere sind Eindringlinge – und somit fast alle, die aus Afrika übersetzen. Sie sind so wenig ‚Flüchtlinge’ wie die Deutschen, die auf RTL oder Pro7 ihr Glück im Ausland suchen.
nicolaus-fest.de 27.4.2015

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Sigmar Salzburg
30.03.2015 07.04
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Ein Correctness-Blockwart stellt weitere Verbotstafeln auf

Der Feuilletonredakteur der „Welt“, Matthias Heine, nimmt amerikanischen „Scheiß“ in den Mund, um ein schlagkräftiges deutsches Wort aus dem Verkehr zu ziehen:

Wer Gutmensch sagt, verdient sich seinen Shitstorm

Der lange Weg nach rechts: Vom alten mährischen Familiennamen ist Gutmensch zum Hasswort der Gegenwart geworden. Benutzen kann man es nicht mehr. Manche haben das allerdings noch nicht mitbekommen...
Heute ist Gutmensch ein Spottwort. Und zwar eines, das kein zurechnungsfähiger Mensch mehr benutzt. Durch übermäßigen Gebrauch der falschen Leute ist es unbrauchbar gemacht worden. Gutmensch sagen eigentlich nur noch Nazis und Idioten ohne sprachliches Feingefühl...
welt.de 23.3.2015

Entsetzen packt mich, und ich forsche nach, wo dieses doch so praktische und treffende Wort hier schon zitiert oder verwendet wurde:

Die „selbst ernannten“ Moralapostel von der Unwortjury (durchweg Neuschreiber) haben es wieder einmal geschafft, auf die erste Seite aller Zeitungen zu kommen... Nachdem nun der Fall Hohmann weidlich durchgekaut worden ist, kommt diese verschnarchte Gutmenschengruppe auch auf den Dreh: „Tätervolk“ gibt es nicht. ... Ickler 21.1.2004

„Humankapital“ soll Unwort des Jahres sein? ... Wirtschaftsferne Menschen, bei denen das Geld von der Bank kommt, ereifern sich gern über die Ökonomisierung aller Lebensverhältnisse. Zum Glück bestimmen nicht solche Gutmenschen über die wirtschaftlichen Grundlagen unserer Existenz, sonst wären wir arm dran. Ickler 18.1.2005

„Lustig ist das Rassistenleben, faria, faria, ho“ ... „Heute soll es um das Schnitzel gehen.“
[Hinweis: Der folgende Text enthält Beispiele rassistischer Sprache.]
... Sie werden es nicht glauben: Diese politisch korrekten Gutmenschen des 19. Jahrhundert nannten das Gericht doch tatsächlich… Paprika-Schnitzel... Anatol Stefanowitsch 29.8.13

Im Internetauftritt des Bundes Mittelständischer Unternehmer wurde 2008 ein Artikel des damaligen brandenburgischen Innenministers Schönbohm veröffentlicht zum Thema:

Das Schlachtfeld der Tugendwächter
POLITICAL CORRECTNESS
Der Amoklauf von Gutmenschen und Gesinnungsgouvernanten
BMU 29.6.2012

[zu Obama:] Ein Präsident, der diese Führungsrolle nicht annimmt, vor ihr flieht, nicht weiß, was er mit ihr anfangen soll, lieber ein Gutmensch sein möchte, dem die Schuhe zu groß sind ... Bettina Röhl 21.10.2014

Akif Pirincci erfand noch den „zum Gutmenschentum gezwungenen Doofdeutschen“ 10.3.2015

Auch ich verwende das Wort „Gutmensch“ gerne – in welchem Zusammenhang, mag die Correctness-Stasi selber herausfinden.

Nachtrag: Dagegen zeigt Claus Wolfschlag, daß Heines „Pesthauch der ekligen Gesinnung“ typisches Nazideutsch ist. Siehe auch dies und das.

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Sigmar Salzburg
15.03.2015 06.59
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Zuwanderung weltweit

Wettstreit um die besten Köpfe

Unter diesem politisch korrekt verhüllenden Titel beschreibt der emeritierte Bremer Soziologe Gunnar Heinsohn das, was ich schon im letzten Jahr aus den nicht zuende gerechneten Zahlenangaben der Süddeutschen extrapoliert hatte:

Die größte Wanderungsbewegung der Geschichte?
Nun ist eine Migranteninvasion leichter angekündigt als ins Werk gesetzt. Doch hat sie ihren Realismus darin, dass beispielsweise die afrikanische Subsahara-Bevölkerung von heute 900 Millionen auf 2,1 Milliarden im Jahre 2050 steigen soll. Wenn davon – wie von Gallup bereits für 2009 ermittelt – 38 Prozent wegwollen, könnten diese dann 800 Millionen – gegenüber rund 500 Millionen EU-Bürgern – für die größte Wanderungsbewegung der Menschheitsgeschichte sorgen.

Es gehört zum Charme des erschöpften Abendlandes, dass niemand aus seinen Kabinetten diese Zufluchtssuche unterbinden will. Christopher Hein, der Vorsitzende des Italienischen Flüchtlingsrats (Consiglio Italiano per i Rifugiati) verleiht dieser Haltung eine humane Poesie: „Zu entscheiden, wer kommt oder wie viele kommen, liegt nicht bei unsereinem. Was wir allein beeinflussen dürfen, sind die Umstände, unter denen diese Menschen zu uns finden.“
faz.net 12.3.2015

Heinsohn deutet mit seinem ins Positive gewendeten Titel an, daß Australien aufgrund seiner Lage die „Einwanderer“ besser wird auswählen können. Er sagt aber nicht, warum viele Europäer glauben, überhaupt keine Wahl zu haben: Gewisse Ideologien, die den von Richard Dawkins postulierten „Memen“ ähneln, schalten den natürlichen Selbsterhaltungswillen aus. Solche Mechanismen kennt auch die Natur. Irre Ameisen mit umfunktionierten Minihirnen klammern sich an Grashalme, um von Schafen gefressen zu werden, und wissen nicht warum.

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Sigmar Salzburg
13.03.2015 11.38
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Michael Klonovsky

7. März 2015 ... acta-diurna
Merke: Der Islam gehört zu Deutschland, Schlesien nicht.

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Sigmar Salzburg
05.03.2015 10.13
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Henryk M. Broder hat wieder einmal zugeschlagen

Die „weiblichen Freundinnen“ des Grünen Hofreiter

Verheddert im sprachlichen Gestrüpp der politischen Korrektheit: Der Ober-Grüne Anton Hofreiter gestand jetzt, er habe „viele weibliche Freundinnen“. Doch das war keine Casanova-Beichte.


Seit Claudia Roth vor einigen Jahren in einem Zustand, der sie sogar für die Teilnahme an einem Seifenkistenrennen disqualifiziert hätte, bekannte: „Die Türkei ist meine Freundin“, muss man bei den Grünen, was Freundschaft angeht, mit allem rechnen. Nun hat Anton Hofreiter, Co-Vorsitzender der grünen Fraktion im Bundestag, seine alte Parteifreundin regelrecht ausgebremst. Er habe, erklärte er bei Plasberg, „viele weibliche Freundinnen“.

Weibliche Freundinnen – das klingt erst einmal wie runde Kugel oder bewegliche Wanderdüne. Es ist aber kein Pleonasmus, wie er jedem unterläuft, der zum Beispiel von einem „brutalen Mord“ oder einer „attraktiven Schönheit“ spricht.

Hofreiter, der über die südamerikanische Pflanzengattung Bomarea zum Dr. rer. nat. promoviert hat, ist auch nicht der Prototyp eines bayerisch-barocken Casanovas, der mit seinen Amouren seine Wählerinnen und Wähler beeindrucken möchte. Er hat nur versucht, bis an die Schmerzgrenze der politischen Korrektheit zu gehen.

Das tut auch Horst Seehofer, wenn er sich an seine „Freundinnen und Freunde“ wendet, oder Gregor Gysi, wenn er daran erinnert, im Holocaust seien „Jüdinnen und Juden“ umgebracht worden, damit niemand auf den Gedanken kommt, die Nazis wären Kavaliere gewesen, die Frauen gegenüber immer auf gute Manieren achteten...

An solche Floskeln, die wie ein Automatikgetriebe funktionieren, haben wir uns inzwischen gewöhnt. Wir warten nur darauf, dass in einem Polizeibericht vor „Gaunerinnen und Gaunern“ gewarnt oder in einer Reportage aus Saudi-Arabien beschrieben wird, wie „Diebinnen und Dieben“ die Hände abgeschlagen werden.

„Weibliche Freundinnen“ ist freilich von einer anderen Qualität...

Eine Frau, die sich von Anton Hofreiter zur „weiblichen Freundin“ degradieren lässt, die freut sich auch über eine Burka als Geburtstagsgeschenk...

welt.de 4.3.2015

Siehe auch dies und das.

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