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Sigmar Salzburg
22.09.2012 10.02
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Eine Geißel, diese Rechtschreibflägel!

Apropos „ Dreschflegel“: Immer wieder stößt man auf Wörter, die von den Ä-Reformern aus taktischen Gründen verschont wurden oder die ihnen einfach entgangen sind. Tatsächlich geht der „Flegel“ auf das römische Flagellum (Geißel, Peitsche) zurück, wohingegen Professor Augsts „Quäntchen“ eine dreiste Fälschung des alten „Quents“ oder „Quints“ ist. Die Rüge „Sie Flägel, Sie!“ würde aber dann doch zu sehr an die „Feuerzangenbowle“ erinnern.

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Sigmar Salzburg
17.08.2012 14.32
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In der Diskussion nichts Wichtigeres als das Reform-Ä:

Nach sechs Tagen in Gletscherspalte
... „Er hat gesagt, er wird in seinem Leben keinen Gletscher mehr betreten“, sagte Volker Wenzel, der stellvertretende Leiter des Krankenhauses.
„Wir sind ein Krankenhaus und keine Bierschänke“
Auf die Frage, was er sich am meisten wünsche antwortete er, dass er eine „Halbe Radler“ wolle – also einen halben Liter des Biermischgetränks. Wenzel musste ihm dieses Anliegen jedoch verwehren: „Wir sind ein öffentliches Krankenhaus und keine Bierschenke.“

spiegel.de 16.8.2012

Leserdiskussion

Deutsche Sprache – schwere Sprache
seine-et-marnais heute, 07:49 Uhr
Ein Lokal in dem Bier ausgeschenkt wird ist eine Schänke, Schankwirtschaft oder auch Bierschänke. Wenn es eine Bierschenke waere, wuerde man das Getränk ausschenken und verschenken, in einer Bierschänke schenkt man es aus, aber verschenkt es in der Regel nicht.

Stone heute, 08:29 Uhr
Vielen Dank Herr Oberlehrer KS für diesen Hinweis. Vermutlich handelt es sich hierbei um einen Tippfehler, da in der Absatzüberschrift Bierschänke korrekt¹ geschrieben wurde. Aber schön, dass Sie sich auch einmal für wichtig halten wollen...

kkarpfen heute, 09:40 Uhr
Schenke ist schlicht und ergreifend alte Rechtschreibung, also nicht unbedingt falsch. Schänke schaut doof aus.

querulant_99 heute, 09:45 Uhr
In dem Lokal wird doch Bier ausgeschenkt aber keinesfalls ausgeschänkt. Es ist doch dann folgerichtig, wenn man von einer Bierschenke spricht. Es gab auch immer nur einen Mundschenk und nie einen Mundschänk. Im Spon-Artikel wurde der Begriff Bierschenke in einem wörtlichen Zitat verwendet. Der Arzt / die Krankenschwester hat das Wort offensichtlich mit „e“ und nicht mit "ä" ausgesprochen. Übrigens sind nach dem neuen Duden beide Schreibweisen zulässig. Also wozu die ganze Aufregung?

¹) Wieder die medial geförderte Meinung, daß nur die Neuschreibung „richtig“ sei!

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Sigmar Salzburg
03.08.2012 06.02
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Zum Hängker!

Zwei verurteilte Mörder in Japan gehenkt
Tod durch Erhängen: Die japanische Justiz hat das Urteil gegen zwei Männer vollstreckt, die wegen Tötungsdelikten verurteilt worden waren…

focus.de 3.8.2012

Die Stammschreibungs- und Ä-Reform wurde wieder nicht konsequent durchgeführt, vermutlich aus Sorge um ihre Durchsetzung: Es müßte doch „gehängt“ heißen oder besser „gehängkt“ – analog zu „Städte“ – damit auch der „Hängker“ richtig gesprochen werden kann.

P.S. Selbstverständlich ist die Todesstrafe grundsätzlich abzulehnen.

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Sigmar Salzburg
19.07.2012 09.55
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‚Aufwändig‘ gezeigte Bilder

Das Kunstunverständnis der Nazis wurde spätestens am 19. Juli 1937 in München offenbar, als Ziegler eine Ausstellung eröffnete, in der rund 700 dieser verunglimpften und beschlagnahmten Werke gezeigt wurden: eine aufwändig inszenierte Propagandaschau zur Verhöhnung vor allem des Expressionismus unter dem diffamierenden Titel „Entartete Kunst“…

Der Volksmund dagegen spottete über die pedantische Genauigkeit, mit der der schlagartig zum prominentesten deutschen Nacktmaler avancierte Kunstkammerpräsident biologische Details in Szene zu setzen wusste – und verpasste ihm den Spitznamen „Meister des deutschen Schamhaars“.

einestages.spiegel.de 19.7.2012

P.S. So ganz sattelfest sind die Texter der Fotos nicht: „Nolde, der sich freiwillig zum Ersten Weltkrieg gemeldet hatte, war 1916 bei der Schlacht von Verdun gefallen.“

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Sigmar Salzburg
01.07.2012 17.07
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Wie ,aufwändig‘! – Warum nicht?

„Madame Figaro“: Bloggende Lehrerin legt sich mit Verlägern an

derStandard.at – vor 5 Stunden
Namenstreit wird zum Kampf David gegen Golliath.

[Inzwischen korrigiert]

fuz
1.7.2012, 17:25
Verlägern?
Im Google News stand „Verlägern“ – dachte schon, das sei neue Rechtschreibung.

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Sigmar Salzburg
13.06.2012 16.33
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Neue orthographische Vielfalt

Ungereimtheiten mit Papstkreuz

WIEN. (hpd/irp) Einer detaillierten Sachverhaltsdarstellung, die die „Initiative Religion ist Privatsache“ gestern der Wiener Staatsanwaltschaft vorgelegt hat, sind gleich mehrere Ungereimtheiten zu entnehmen, die in Zusammenhang mit dem Bau sowie der aufwändigen Sanierung des Wiener Papstkreuzes stehen…

Der Rechnungshof wurde im Schreiben aufgefordert, die tatsächlichen von der Gemeinde Wien übernommenen – und bisher unter Verschluss gehaltenen – Kosten zu eruieren, die relevanten Entscheidungsabläufe zu durchleuchten und insbesondere die Rechtfertigkeit der öffentlichen Finanzierung eines aufwendigen katholischen Prestigeprojektes, das primär geeignet ist, die Religionsfreiheit der Mehrheit der Wiener Bevölkerung zu verletzen.
hpd.de 13.6.2012

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Sigmar Salzburg
29.05.2012 16.14
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Der Spiegel demonstriert (ein bißchen) Schreibfreiheit

Joachim Gauck in Jad Vaschem:

Sein Eintrag im Gästebuch endet mit dem Satz: „Und steh zu dem Land, das hier derer gedenkt, die nicht leben durften.“

Ein Quentchen Gauck-Emphase

… Ja, es gehört sich so für die Repräsentanten der Bundesrepublik. Aber dieses Staatsoberhaupt, und das merken die Teilnehmer der israelischen Delegation und die einheimischen Journalisten, packt eben auch noch das Quentchen Gauck-Emphase oben drauf.

spiegel.de 29.5.2012

Oder war es nur ein Versehen? Das kulturlose „Quäntchen” ist nach wie vor „amtlich“ Pflicht.

Gauck selbst schreibt in bewährter Rechtschreibung:


Siehe Spiegel-Fotostrecke

FAZ und WELT zitieren „Vergiß nicht“ korrekt – Spiegel und Süddeutsche fälschen im Text, ebenso BILD, Zeit, Stern, ARD und ZDF.

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Sigmar Salzburg
28.04.2012 08.58
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Treffendes in richtiger Rechtschreibung

Wenn man sie also schon nicht von Pfründen und Mandaten fernhalten kann, muß den Piraten wenigstens von Anfang an eingebleut werden: Wer an den Trog will, muß sich den Geboten des „antifaschistischen“ Staatskults unterwerfen. Michel Friedman exerzierte das an der Noch-Geschäftsführerin Marina Weisband trotz – oder gerade wegen – ihrer jüdischen Abstammung bis zum Kreislaufzusammenbruch.

Michael Paulwitz in Junge Freiheit 28.4.2012
Treffend auch Jan Fleischhauer in Spiegel.de 26.4.2012
:
„Einmal Hitler, und du bist raus“

Ansonsten ist der mediale Rummel um die Piraten schon peinlich – und verdächtig (Spiegel):
Wissenstest
Wie_viel Pirat steckt in Ihnen?
Sie wissen, wo sich Piraten zum virtuellen Murmeln treffen? Sie garnieren Ihre Tweets mit maritimen Sprachbildern? Vielleicht ärgern Sie sich auch nur über den Aufstieg der Polit-Neulinge. So oder so: Hier können Sie testen, wie nah Ihnen die Freibeuter sind…

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Sigmar Salzburg
27.04.2012 05.15
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Unsicherheit nun auch bei linken Schreibern

Gernika gedachte des 75. Jahrestages seiner Zerstörung durch Franco und Hitler.

Die „junge Welt“ – immer noch in (fast) richtiger traditioneller Rechtschreibung:

… Bis heute vergeblich fordert Gernika zudem, daß das weltberühmte Bild von Pablo Picasso mit dem in spanischer Sprache gewählten Titel »Guernica«, das die in dem kleinen baskischen Städtchen von den Faschisten angerichteten Gräueltaten in bestürzend eindrucksvoller Weise widerspiegelt, an dem Ort ausgestellt wird, den es thematisiert.

jungewelt.de 27.4.2012

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Sigmar Salzburg
17.04.2012 05.36
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Willkür bei der ä-Reform

Nach der überschwänglich-reformistischen Stängel-Logik müßte doch nun „Handschwängel“ geschrieben werden:

Treibstoff pumpen mit Handschwengel ...

Zurück zu Propeller und Handschwengel: Für Piloten kann das ein Sprung auf der Karriereleiter sein. Auf eine Lizenz für die 76 Jahre alte „Tante Ju“ bewerben sich 170 Flugkapitäne…

Pilot Benno Herrmann drückt auf den Starter und lässt die drei 3,33 Meter großen Propeller nacheinander durchlaufen. Mit einem Handschwengel wird Treibstoff in die 660 PS-Motoren gepumpt, erst dann zünden sie.

spiegel.de 14.4.2012

Siehe auch Th. Ickler bei Sprachforschung.org:

1985 schlug Augst, seinem damaligen etymologischen Wissensstand entsprechend, folgende Schreibweisen vor:

etzen, demmern, Ferse (Jungrind), hetscheln, Kefferchen, ketschen, Lerm, plenkeln, plerren, Schecher, schechten, Scherpe, Zerte (Fisch), dreuen, Reude, reuspern, Seule, streuben, teuschen

aufwändig, behände, belämmert, Bändel, Gämse, Hätze, hätzen, Kärner, käntern, kläckern, Krämpel, Quäntchen, Räps (süddt. f. Raps), Spängler, Spärgel, Stängel, strämmen (stramm sitzen), überschwänglich; Bäuche, bläuen, Gräuel, gräulich, Käulchen, schnäuzen

Wenn man das aus heutiger Sicht noch einmal durchgeht, fällt zuerst die Willkürlichkeit in der Auswahl auf, zweitens die Zufälligkeit bei den tatsächlich dann durchgesetzten Änderungen… Die ganze Aktion wirkt mit größerer Entferung um so verrückter, milder kann man es leider nicht ausdrücken…

Th. Ickler 9.6.2007

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Sigmar Salzburg
12.04.2012 21.48
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Grau ist alle Theorie …

Seit Ende der 1980er wurde die Integration der Vertriebenen in zahllosen lokalen Studien als Wirtschaftswunder verbucht. R.M. Douglas geht jetzt mit dem Band „Ordnungsgemäße Überführung“ dahin, wo es schmerzt …

Gräulich sind solche raren Zitate, etwa die Schilderung eines Arztes, der im Dezember 1946 im Zug von Breslau gen Westen einer Schwangeren helfen will und feststellt, dass sie „an ihrem eigenen Blut am Boden festgefroren“ ist.

Aus der Rezension des Buches von R.M. Douglas: „Ordnungsgemäße Überführung“: Die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg“. C.H.Beck Verlag, München, 560 S., 29,95 Euro

soester-anzeiger.de 3.4.2012

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Sigmar Salzburg
19.12.2011 10.37
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,Gräuliche' Greuel

Prozess gegen Rote Khmer
Prozessbeobachter fürchten sogar, dass die Angeklagten wegsterben könnten, bevor ein Urteilsspruch gefällt wird. Dem kambodschanischen Premierminister Hun Sen wäre das vermutlich gar nicht so unrecht. Hat er doch bereits öffentlich erklärt, dass er weitere Prozesse zur Aufarbeitung der Gräueltaten des Pol-Pot-Regimes nicht dulden will. "Die würden unser Land destabilisieren,“ fürchtet er.

Zwischen 1,7 und 2,2 Millionen Menschenleben sollen die drei Angeklagten auf dem Gewissen haben … „Wenn man die Gesamtbevölkerung in Beziehung setzt zu der Zahl derer, die ermordet wurden oder gestorben sind, hat die menschliche Katastrophe, die diese Angeklagten zu verantworten haben, keine Parallele in der Neuzeit,“ urteilen die beiden Chefankläger …
spiegel.de 18.12.2011

Uno-Kriegsverbrechertribunal
Ex-Armeechef von Ruanda zu 30 Jahren Haft verurteilt
Augustin Bizimungu gilt als einer der Hauptverantwortlichen für Massaker an den Tutsi im Jahr 1994 – 800.000 Menschen wurden damals getötet.
spiegel.de 17.5.2011

Unvergleichliche Massenmorde?
Bei hundert Tagen Dauer erreichte das teilweise nur mit Macheten ausgeführte Massaker in Ruanda eine beachtliche Mordrate von 8000 am Tag. Hitlers hochtechnisierte Massenmordaktion schaffte bei angenommenen 6 Millionen Opfern in knapp 1700 Tagen „nur“ durchschnittlich 3500 Morde pro Tag. Das französische Massaker im algerischen Sétif 1945 kostete 45000 Menschen das Leben, 3200 am Tag. Bei der armenischen Vertreibung 1915-1917 kamen 1,5 Millionen Menschen ums Leben, rd. 2000 pro Tag, allerdings nicht alle durch direkte Massaker. Pol Pots Schergen brachten es in vier Jahren immerhin auf 1500 Morde im Tagesmittel.

Unerreicht bleiben die Mordleistungen im Kriege: Die neuartigen Sekunden-Massenmorde durch die USA in Hiroshima und Nagasaki sind mathematisch Singularitäten und nicht vergleichbar. Zusammengenommen wurden 90000 Menschen innerhalb von drei Tagen getötet. Weitere Hunderttausende starben innerhalb eines Jahres an den Folgen ihrer Verletzungen und Verstrahlungen. Durch die Luftangriffe der Alliierten auf Dresden Mitte Februar 1945 wurden etwa 24000 Menschen getötet, in knapp zwei Tagen eine Tagesleistung von 15000.

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Sigmar Salzburg
26.11.2011 09.44
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Shakespeare's Diag-Nose!

Wenn es nach dem englischen Mediziner Kenneth Heaton geht, sollten Ärzte vor allen Dingen eines tun: Shakespeare lesen… Heaton, der an der University of Bristol arbeitet, hat sich die Mühe gemacht, Maläsen wie Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Ermüdungserscheinungen von William Shakespeares Charakteren genauer unter die Lupe zu nehmen...

Zudem beschreibt Shakespeare die jeweiligen Leiden viel detaillierter als seine Zeitgenossen. So erwähnt er nicht nur die Symptome, sondern auch die zugehörigen Gefühle seiner Figuren aus. So äußert König Lear, als er mit seinem treuen Narren in ein Gewitter gerät: „Der Sturm in meinem Gemüth nimmt meinen Sinnen alles andre Gefühl, als was in meinem Herzen schlägt.“ Übersetzt in die Sprache der modernen Neurologen: Lears Gehirn ist so mit seinen starken Emotionen beschäftigt, dass es nicht fähig ist, andere Botschaften des Körpers – wie die Kälte und Nässe des Gewitters – zu registrieren.

wissenschaft.de 25.11.2011

Laut Empfehlung auf zwei Sitzungen des vierzigköpfigen Rates für Rechtschreibung und nach Zustimmung der sechzehnköpfigen Kultusministerkonferenz ist „Maläse“ eine nicht mehr zulässige Schreibweise. Dies ist ein Ergebnis der fünfjährigen Arbeit des 40-Köpfigen. – Aber woher hat die Berichterstatterin die Schreibweise „Gemüth“? Kenneth Heaton wird doch nicht eine alte deutsche Übersetzung vorgelegt haben!

Jeder kann heute „Dia-gnose“ elektronisch richtig trennen, nur ein Reformist nicht.

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Sigmar Salzburg
22.11.2011 18.13
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Ein Fehler, den es vor der 'Reform' nie gab

TV-Moderatorin Mo Asumang
Ich wollte wissen, wie ein Neonazi tickt.

FOCUS Online: Was fiel Ihnen bei den Gesprächen auf?

Asumang: Die Inhalte, die ich gehört habe, kamen wir wie auswändig gelernt vor. Da merkt man, dass diese Leute rekrutiert und geschult werden. Sie geben zwar dieses auswändig Gelernte von sich, aber sobald ich als Migrantin vor ihnen stand, ohne wütend zu sein, waren sie nicht mehr in der Lage, in ihrem Programm weiterzumachen.

focus.de 22.11.2011

Nachtrag zur allgemeinen Verunsicherung:
18. November 2011 ... heute fahre ich nun seit noch viel längerer Zeit mal wieder zu einem Poetry Slam. Das ist so ein Wettbewerb für welche die Texte geschrieben haben und die dann auf der Bühne vorlesen oder manchmal können sie auch einen auswendig (ich weiß, dass es auswändig heißt, nach neuer Rechtschreibung und ich bin auch gar kein Gegner dieser Rechtschreibreform, aber auswändig sieht irgendwie nicht aus), den sie dort performen und performen bedeutet…, ach, das könnt ihr selber im Internetz nachgucken.
Ein Typ, der sich Ahne nennt.

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Sigmar Salzburg
17.11.2011 09.58
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Die Abscheuliche (Reform)

Die Forschungsgruppe deutsche Sprache bringt einen Hinweis auf die Schweizer Monatshefte und einen Aufsatz von Stefan Stirnemann mit bemerkenswerten literarischen Beispielen: FDS 15.11.2011

Ich erlaube mir hier, das Beispiel des auch von mir sehr verehrten Friedrich Rückert zu zitieren:

Friedrich Rückert: «Die Verwandlungen des Abu Seid von Serug oder die Makamen des Hariri»

Grau macht die Zeit, die greuliche;
Trau nicht auf die untreuliche!
Sie lacht dir einen Augenblick,
Und grinst dann, die abscheuliche.


Die «gräuliche» Zeit, wie die Reformer verlangen, ist eine «angegraute» Zeit, und das meint Rückert nicht.

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