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Frankfurter Allgemeine Zeitung, F.A.Z., FAZ, faz.de, faz.net, faznet.de und die Rechtschreibung
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Sigmar Salzburg
31.05.2016 06.10
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Denunzianten gegen die AfD

Nachdem die FAZ-Schreiber sieben Jahre lang orthographisch gegen den politisch korrekten Strom geschwommen sind, meinen sie nun wohl, das „verlorene Vertrauen“ der Regierenden wiedererlangen zu müssen, indem sie in den perfiden Kleinkrieg gegen die AfD mit einsteigen. Dazu haben sie in einem (eig. vertraulichen) Gespräch mit Alexander Gauland den Köder „Boateng“ ausgelegt, worauf er wohl zutreffend natürliche Vorbehalte der Bevölkerung gegen fremde Gesichter erwähnt hat. Es gehört schon einiges dazu, daraus den Titel „Gauland beleidigt Boateng“ zu machen und damit ein Rassismusgeschrei bis zur Merkel-Spitze loszutreten. Selbst Matthias Matussek (ex Welt u. Spiegel) kann da nicht mehr folgen:

Matthias Matussek 29.Mai ·
Unfassbar! Die FAS-Redakteure rudern zurück, nun gibt es wohl doch keine Bandaufnahme, sondern nur noch handschriftliche Notizen der umstrittenen Gauland-Äußerungen.
Auch ich rudere zurück. Ich hatte mich über Gauland empört, wie wahrscheinlich die halbe Nation. Jetzt empöre ich mich über den versuchten Rufmord zweier übereifriger Redakteure auf der Jagd. Ich hatte bisher felsenfest auf die Seriosität der FAS gebaut. Auch diese Gewissheit ist dahin.
Die AfD-Spitzenkraft vom Bodensee erkennt klar:
Alice Weidel 30.Mai ·
Gauland vs. Boateng: Lohse gibt im ZDF zu, dass Gauland selbst „Boateng“ nicht genannt hat. Und daraus wurde „Gauland beleidigt Boateng“ gedreht. Ohne Worte. Ab Minute 12.00 im heute journal vom 30. Mai, 19 Uhr.
http://webapp.zdf.de/page/be0itrag?aID=2751010&cID=166
Bemerkenswert ist die ZDF-Passage. Man hört noch vom Ende eines Mordprozesses „ein Teilgeständnis abgelegt.“ Dann folgt fast ohne Pause über Gauland: „War es Kalkül oder ein klassisches Eigentor? ... die Empörung war und ist groß.“ Das folgende Gerede des FAZ-Mannes läßt das Fragwürdige seines Faktenragouts deutlich erkennen. Obwohl Gauland das Beispiel Boateng unpassend nennt, konstatiert die ZDF-Sprecherin „an seinem Standpunkt hält er unbeirrt fest“ – er bleibt also auch für den Zwangsgebührensender Rassist.

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Sigmar Salzburg
24.01.2016 09.56
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Bevormundender Eiertanz bei der CDU

Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung gibt die Zeitschrift „Die politische Meinung“heraus.
Ihr Chefredakteur Löhmann bestellte mit Blick auf die Flüchtlings„krise“ beim Berliner Althistoriker Alexander Demandt einen Text zum Ende des römischen Reiches und verweigerte dann den Abdruck. Er schrieb:


„Aus meiner Perspektive besteht die Gefahr, dass isolierte Textstellen missbräuchlich herangezogen werden könnten, um allzu einfache Parallelitäten zur aktuellen Lage zu konstruieren ...“

Der lesenswerte, ungekürzte Text Demandts wurde nun von der FAZ veröffentlicht (anders als in seinen Büchern, mit sechs ss „angepasst“), Auszug:

Die regionale Ausdehnung des Römerreiches brachte es mit sich, dass die Römer keine ethnische Nation, sondern eine Rechtsgemeinschaft waren, verbunden durch Kaiser, Heer und Verwaltung, durch die Sprache und eine hochentwickelte Zivilisation...

Die bärtigen Germanen in ihren langen Hosen und Pelzen wurden das Odium des Barbarentums nicht los, ihr Aussehen grenzte sie als Fremde aus und ihr arianisches Bekenntnis galt als Ketzerei. Gesetze gegen Mischehen, fremde Tracht und falschen Glauben zeigen die Stimmung. Fremdenfeindliche Literatur, Massaker und Mordaktionen richteten sich gegen die Germanen, die man aber nicht mehr loswurde und auf die man auch nicht verzichten konnte, denn sie stellten die besten Kontingente. Die Regierung verlor die Kontrolle über die Provinzen, das staatliche Waffenmonopol war nicht aufrecht zu erhalten. Eine Unzahl an Verordnungen erging, aber sie wurden nicht mehr ausgeführt, die Exekutive versagte, die überkomplizierte Bürokratie brach zusammen.

faz.net 22.1.2016

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Sigmar Salzburg
19.01.2015 12.06
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Schreibenlernen

Arme Sprache

In immer mehr Grundschulen wird Druckschrift nicht nur als erste, sondern als einzige Schrift gelehrt. Für die Schüler soll alles einfacher werden. Tatsächlich werden sie dadurch dümmer.

17.01.2015, von Heike Schmoll

Jeder kennt die traumatischen Szenen des Schreibenlernens: ein m mit zwei Bögen, von denen der letzte mit schöner Regelmäßigkeit entgleitet. Generationen von Grundschülern haben ihre Erfahrungen mit Bögen und Häkchen gemacht. Davon hat sich nicht nur Hamburg verabschiedet. In immer mehr Grundschulen wird die Druckschrift nicht nur als erste, sondern als einzige Schrift gelernt, obwohl die Kultusministerkonferenz daran festhält, dass am Ende der vierten Klasse eine flüssige, lesbare Handschrift geschrieben werden soll.

Propagiert wurde die Neuerung vom einflussreichen Grundschulverband, der weniger eine Interessenvertretung ist als eine Lobbygruppe mit kommerziellen Absichten. Nicht zufällig vertreibt der Verband, der für das von ihm selbst beklagte Schreibchaos in Deutschlands sechzehn Ländern erst gesorgt hat, das zugehörige Lernmaterial. Der Arbeitskreis Grundschule, aus dem der Grundschulverband hervorging, hat der Lateinischen Ausgangsschrift, die 1941 von den Nationalsozialisten im Westen eingeführt worden war, in den siebziger Jahren eine vereinfachte Ausgangsschrift hinzugefügt. Der erwartete Durchbruch blieb aus, weil sie etabliert worden war, ohne vorher auf ihre Lerneffekte zu achten.

Vier unterschiedliche Schriften

So ist es auch mit der jetzt vom Grundschulverband propagierten Grundschrift, einer Druckschrift mit wenigen Verbindungen zwischen den einzelnen Buchstaben. Es gibt bisher keine oder nur unzureichende Erkenntnisse darüber, mit welcher Schrift Kinder besser Schreiben und Lesen lernen. Überzeugt hat der Verband Lehrer und Eltern sowie Politik und viele zeitgeistanfällige Erziehungswissenschaftler mit demselben fadenscheinigen Argument, mit dem auch die Rechtschreibreform aufgezwungen wurde: Für die Schüler sollte alles einfacher werden.

Grundschüler in Deutschland lernen vier unterschiedliche Schriften. Denn in den ostdeutschen Ländern wird häufig weiter die Schrift gelehrt, die 1968 von der DDR eingeführt wurde. Im Westen beginnen viele Grundschulen mit Druckschrift, um dann in der zweiten und dritten Klasse mit der Schreibschrift fortzufahren. Doch es gibt nicht einmal ländereinheitliche Regelungen, jede Schule, jede Schulkonferenz, ja, jeder Grundschullehrer entscheidet ganz nach Gusto.

Aufsehen erregt jetzt der Beschluss Finnlands, nur noch Druckbuchstaben zu lernen – und das Tippen auf Tastaturen. Wer Schreibschrift unterrichten will, kann das weiter tun, aber wichtiger ist es den Finnen, Virtuosität auf iPad und Computer zu entwickeln. Selbst die Schweiz verabschiedet gerade die Schnürlischrift, wie dort die Schreibschrift genannt wird. Die Begründungen lauten überall ähnlich: Das sei eine Erleichterung.

Die Kultusminister drücken sich

Spätestens seit den siebziger Jahren hätte es die Gelegenheit gegeben, zu untersuchen, ob das wirklich stimmt und welche Schriftart sich wie auf das Lernen auswirkt. Aber darauf wurde verzichtet.
[...]
Es wäre Sache der Kultusminister, das deutsche Erkenntnisdefizit zu beheben und eine einheitliche Ausgangsschrift zu beschließen. Sonst werden weiterhin einflussreiche Lobbyisten ihre Propaganda in die Schulen tragen.

Artikel vollständig in faz.net 17.1.2015

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Sigmar Salzburg
23.10.2013 14.38
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Kommentar: Weise Entscheidung

FAZ – Frankfurter Allgemeine Zeitung-von Jörg Bremer-vor 35 Minuten
Es geht in Rom nicht nur um Tebartz-van Elst und den Strafantrag, der gegen ihn wegen Falschaussage an Eides statt erging. Und auch nicht nur um die Schwindel erregenden Kosten für seine Residenz beim Limburger Georgsdom, die von drei auf 30, wenn nicht gar auf 40 Millionen Euro anschwollen...
faz.net 23.10.2013

„Statt“ ist eindeutig Substantiv, wie auch der 19. Duden angibt. Die reformierte Großschreibung bei Verdacht auf Substantiv ist hier seltsamerweise außer Kraft gesetzt worden, wegen an...statt? Die Spaltung von „schwindelerregend“ wirkt nur noch dilettantisch.

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Sigmar Salzburg
02.03.2013 20.34
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Frankfurt schreibt

Die Orthografie am Schlafittchen gepackt
01.03.2013 • Beim Wettbewerb „Frankfurt schreibt“ sind Fehler keine Schande, sondern Ansporn, es beim nächsten Mal besser zu machen. Oder beherrschen Sie die Rechtschreibung aus dem Effeff?
Von Julia Kern, Frankfurt

Dass beim stadtweiten Finale des Diktatwettbewerbs „Frankfurt schreibt“ niemand mit null Fehlern glänzen würde, war schon am belustigten Raunen zu erahnen, das während der Auflösung bei jedem Satz aufs Neue durch die Aula der Musterschule ging…

Koryphäen am Schlafittchen gepackt
Mit neun Fehlern ging der Gesamtsieg wie im vergangenen Jahr auch diesmal an eine Vertreterin der Eltern: Antje Freyberg trat für die Europäische Schule Frankfurt an und wird beim großen Hessen-Finale am 17. April als Favoritin ins Rennen gehen. Mit zehn Fehlern holte Anneke Thaler von der Max-Beckmann-Schule den Sieg in der Lehrer-Kategorie. Bei den Schülern errang Tilman Jacob von der Musterschule mit 19 Fehlern den Sieg für die Gastgeber des Stadt-Finales. Bei einem Durchschnitt von 33,23 Fehlern kann er sich nun zu Recht als Rechtschreib-Koryphäe bezeichnen…

faz.net 1.3.2013

Welch ein kümmerliches Ergebnis nach der alleserleichternden „Reform”!

„Schlafittchen“ hätte übrigens nach dem Augstschen Tollpatsch-Volksetümologiesystem auch als „Schlaffittchen“, „Schlafffittchen“ oder „Schlafffitchen“ vorgeschrieben werden können.


Siehe auch Th. Ickler 2.3.13

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Norbert Lindenthal
10.02.2013 11.00
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Statt dessen … Schavan

Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZ Archiv 06.03.2004, Nr. 56, S. 1
kostenpflichtiger Artikel (auf der Titelseite)

Politik

Kultusminister zweifeln an der Rechtschreibreform
Schavan: Gesellschaftliche Akzeptanz berücksichtigen / „Nuancenreichtum der Sprache erhalten“
Von unserem Redaktionsmitglied Heike Schmoll

BERLIN, 5. März. Die Konferenz der Kultusminister (KMK) hat in Berlin den vierten Bericht der Zwischenstaatlichen Kommission zur Rechtschreibreform nicht verabschiedet. Diesen Schritt hatte ursprünglich eine Arbeitsgrundlage der Amtschefkommission vorgesehen. Statt dessen haben die baden-württembergische Kultusministerin Schavan (CDU) und der brandenburgische Kultusminister Reiche (SPD) ein Gespräch mit Vertretern der Zwischenstaatlichen Kommission und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung geführt, das in „konstruktiver Atmosphäre“ verlaufen sei. Es habe sich gezeigt, daß der Bericht der Kommission auch einige Reformvorschläge der Deutschen ...
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Norbert Lindenthal

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Norbert Lindenthal
03.02.2013 17.06
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Doktorvater: „Die Arbeit entsprach damals absolut dem wissenschaftlichen Standard.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung 3.2.2013

Plagiatsvorwurf
Schavan wird wohl den Titel verlieren
03.02.2013 · Kurz vor der entscheidenden Sitzung des Fakultätsrates zum Doktortitel von Bildungsministerin Schavan (CDU) ist ein Heft mit Zitierregeln ihres Instituts aus dem Jahr 1978 aufgetaucht. Es soll offenbar beweisen, dass ein Gutachten über ihre Arbeit nicht mehr nötig sei.
Von HEIKE SCHMOLL, BERLIN

[Bild]
© DPA
Bundesbildungsministerin Annette Schavan Ende Januar vor einer Kabinettssitzung in Berlin

Kurz vor der entscheidenden Sitzung des Düsseldorfer Fakultätsrats zum Doktortitel von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) am kommenden Dienstag ist ein Heft mit Zitierregeln des Instituts für Pädagogik aus dem Jahr 1978 aufgetaucht. Der Verstoß gegen die Grundprinzipien der Zitierpflicht habe „schon manchen Wissenschaftler um Ehre und Karriere und manchen Prüfungskandidaten um den Erfolg seiner Bemühungen gebracht. Und das ist gut so“, zitierte die „Süddeutsche Zeitung“ am Samstag aus dem Heft. Geistiger Diebstahl sei kein Kavaliersdelikt. Deshalb wird in dem Heft schon für Thesenpapiere verlangt, alle wörtlichen und sinngemäßen Entlehnungen aus fremden Texten kenntlich zu machen. Auch wenn längere Ausführungen eines Autors zusammenfassend wiedergegeben werden sollten, komme an Stelle eines wörtlichen nur ein sinngemäßes Zitat in Frage, das man in eigene Worte fassen müsse, so steht es in dem 32 Seiten umfassenden Heft.

Verfasst wurden die „Hinweise zur Anfertigung von Seminararbeiten“ von dem 1983 verstorbenen Düsseldorfer Schulpädagogen Wolfgang Kramp, herausgegeben hat es unter anderen der Doktorvater von Bildungsministerin Annette Schavan (CDU), Gerhard Wehle, der 1974 von der Pädagogischen Hochschule in Neuss an die Universität Düsseldorf berufen worden war. Frau Schavan war zwei Semester auch studentische Hilfskraft Wehles. Der heute 87 Jahre alte Wehle hatte im vergangenen Jahr gesagt: „Die Arbeit entsprach damals absolut dem wissenschaftlichen Standard.“

Wie gelangte das Heft in die Redaktion?
Es stand nie zur Debatte, dass auch 1980, in dem Jahr also, in dem Frau Schavan ihre Doktorarbeit veröffentlichte, klar war, wie zitiert werden muss. Aufschlussreich ist jedoch, dass nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ nur ein Exemplar des Heftchens greifbar ist. Das Heft befindet sich in der Nachlassbibliothek der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Wehle selbst besitzt nach eigenen Angaben keines mehr. Wie gelangte es wenige Tage vor der entscheidenden Sitzung des Fakultätsrats plötzlich an eine Redaktion? Verbirgt sich dahinter eine Strategie?

Durch eine Indiskretion war das Gutachten des Vorsitzenden des Promotionsausschusses Stefan Rohrbacher an die Öffentlichkeit gelangt, woraufhin sich die Universität beklagte, sie sei bestohlen worden. Nach dem Bekanntwerden des Gutachtens, das der damaligen Doktorandin eine „plagiierende Arbeitsweise“ und eine „leitende Täuschungsabsicht“ vorwarf, kam die Empfehlung des Promotionsausschusses an den Fakultätsrat nicht mehr überraschend, er möge das Verfahren zum Entzug des Doktorgrades eröffnen.

Vorbereitungen für den Entzug des Doktorgrades?
Auf die danach entbrannte Diskussion über das Verfahren (kein Fachgutachten, keine Anhörung des Doktorvaters) reagierte die Universität wiederum wenige Tage vor der ersten Sitzung des Fakultätsrats mit der Veröffentlichung eines einschlägigen Rechtsgutachtens, das ihr die Korrektheit ihres Vorgehens aus verwaltungsverfahrensrechtlicher Perspektive bestätigte. So konnte auch die Entscheidung des Fakultätsrats, das Verfahren zum Entzug zu eröffnen, in den Augen der Öffentlichkeit nur noch logisch erscheinen.

Nun tauchen wenige Tage vor der zweiten Fakultätsratssitzung die Zitierregeln aus den Erziehungswissenschaften in Düsseldorf auf, die ganz offenkundig als Beweis dafür dienen sollen, dass ein Fachgutachten gar nicht mehr nötig ist. In der Logik der bisherigen Strategie wird die Öffentlichkeit jetzt darauf vorbereitet, dass der Fakultätsrat am Dienstag den Doktorgrad entziehen wird.
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Norbert Lindenthal

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Sigmar Salzburg
25.01.2013 08.01
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Nach dem Kotau der FAZ

„Frankfurt schreibt!“ Frankfurt sucht mehr als 200 Rechtschreib-Experten

24.01.2013 • Wie im vergangenen Jahr lädt die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Schüler, Eltern und Lehrer zum großen Diktatwettbewerb ein. Das Hessen-Finale findet im April statt.

Sonnyboy, Quarkkäulchen oder Damwild – Rechtschreibung ist manchmal verzwickt. Mehr als 200 Schüler, Eltern, Lehrer und Prominente stellen sich auf Initiative der Stiftung Polytechnische Gesellschaft den Herausforderungen der deutschen Sprache…

Bei dem Wettbewerb solle vor allem die Freude an der Vielfalt der Sprache im Vordergrund stehen, sagte gestern Roland Kaehlbrandt, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung. … Laut Kaehlbrandt haben 13 Millionen Deutsche große Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung.

„Wer die Schriftsprache nicht beherrscht, schadet sich selbst“, sagte Werner D’Inka, einer der Herausgeber dieser Zeitung, die außer dem Hessischen Rundfunk, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, dem Duden-Verlag, dem Frankfurter Schulamt, der Dr.-Marschner-Stiftung und der UBS-Stiftung einer der Kooperationspartner des Wettbewerbs ist. Bewerber mit Rechtschreibfehlern in den Unterlagen seien chancenlos. Zudem seien fehlerfreie Briefe und E-Mails Ausdruck des Respekts gegenüber Anderen, sagte D’Inka. „Ein fehlerfreier Brief bedeutet, dass sich jemand Mühe gegeben hat.“

faz.net 24.1.2013

Warum die Quäntchen-Reformer nicht auch Sunnyboy, Dammwild und Quarkeulchen gefordert oder zumindest zugelassen haben, bleibt ein Rätsel. FAZ-Herausgeber D’Inka macht den Kotau seiner Zeitung vor der Unfugsreform noch besonders deutlich, indem er ohne Not von den „Anderen“ schreiben läßt.

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Sigmar Salzburg
16.11.2012 10.54
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Anhörung im Landtag

Wahlfreiheit bei Abitur trägt Unruhe in Gymnasien

15.11.2012 • Ministerpräsident Bouffier will das schulpolitische Streitthema G8 abräumen. Doch die versprochene Wahlfreiheit verlagert den Streit in die Schulen. G8-Gegner hoffen auf einen späten Sieg.
faz.net 15.11.2012

Dazu eine Lesermeinung:

alois schneider (formal) – 15.11.2012 18:24 Uhr

solange unsere Bildungssozialisten unser Bildungssystem als private Dauerspielwiese und unsere Kinder als Laborratten betrachten, an denen man ein Experiment nach dem anderen verbrechen kann, G8 ist nur eines davon, erweitert sich das Chaos in großen Schritten.

Ob ein Land wie Baden-Württemberg das erfolgreichste Bildungsland der Welt ist, spielt keine Rolle.

Es muß zerstört werden und etwas neues „modernes“ muß her (Bildung als Modeartikel),
auch wenn sich das „moderne“ bei genauerem Hinsehen wie z.B nun in NRW, als das alte DDR Schulsystem entpuppt.

Auf „Rechtschreibreform“ und Bacheloritis will ich erst gar nicht eingehen.
Das staatliche Schulsystem geht den Bach runter.

Diejenigen, die es zerstört haben, empören sich dann darüber, daß die Kinder von Reichen besser abschneiden, weil sie sich dieser Zerstörung entziehen können, indem sie Privatschulen besuchen können.

Der Sozialismus in seinem Lauf produziert Ochs und Esel zu Hauf!

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Sigmar Salzburg
06.09.2012 05.48
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G8 Vorwärts immer, rückwärts nimmer

05.09.2012 • Vier Fünftel der Eltern wollen zurück zur neunjährigen Gymnasialzeit. Für die Bildungspolitiker aber wäre das ein Eingeständnis des Scheiterns.

Von Berthold Kohler

Es soll tatsächlich immer noch Bildungspolitiker geben, die die Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre für einen noch größeren Erfolg halten als die Abschaffung der einheitlichen Rechtschreibung. Schüler, Eltern und Lehrer, die die Folgen dieser in aller Regel miserabel vorbereiteten und ausgeführten Reform zu tragen hatten, kamen dagegen schnell zu einem anderen Urteil. Das Ergebnis einer Meinungsumfrage, wonach vier Fünftel der Eltern für eine Rückkehr zum G9 sind, kann daher nur in seiner Höhe überraschen.

Sollte diese Einmütigkeit daran liegen, dass die Babyboomer mehr Mitleid mit ihren (verweichlichten?) Kindern haben als die Elterngenerationen vor ihnen? Oder vielleicht doch eher daran, dass bei der Verwirklichung der (Lehr-)Pläne vom eigenen Reformeifer berauschte Kultusbürokratien versagt haben? Weil die Probleme unbestreitbar sind, aber auch Bildungspolitiker kein Zurück zum Status quo ante kennen (was ein Eingeständnis wäre), soll jetzt mancherorts ein zusätzliches „Flexibilisierungsjahr“ helfen. Vorwärts zu G8½! Offenbar gibt es immer noch zu viel Einheitlichkeit im deutschen Schulwesen.

faz.net 5.9.2012

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Norbert Lindenthal
01.04.2012 10.55
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Deutsche Gesellschaft für Sprache im Chinesischen Zeitalter DGSCZ

Zitat:
… Die Deutsche Gesellschaft für Sprache im Technischen Zeitalter (DGSTZ) …

Dieser gerade noch rechtzeitig in Angriff genommenen Reform der deutschen Sprache im Kontext internationaler Entwicklungen ist schneller und guter Erfolg zu wünschen. Schnell, weil es sonst passieren könnte, daß eine Volksinitiative über die beiden weiteren Stufen zu einem Nerven zehrenden Politikum heranreifen könnte. Man muß bei dem geänderten Zeitgeist mit allem rechnen. Schauen Sie sich an, wie Piraten alles mögliche entern. Telefongespräche sind nicht mehr so teuer wie 1996 bis 1998. Für Massenfaxe stehen genügend Rechner und aus dem Nichts geschulte Bediener bereit. Deshalb also schneller Erfolg!

Guter Erfolg: Es muß im zweiten Schritt sofort die sogenannte Chinesische Reform vorbereitet werden. Falls die nicht schnell genug alternativlos durchgesetzt werden würde, könnten sich traditionelle Deutsche darauf besinnen, wie einfach die Bedienung per scharf-s gewesen war. Da wäre es dann schwer kalkulierbar, ob die chinesische Zeichenvermehrung zu großen Widerstand erfahren würde.

Ich hoffe, in zwei Tagen mehr Einzelheiten in der FAZ lesen zu können.
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Norbert Lindenthal

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Sigmar Salzburg
01.04.2012 09.30
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Ein Aprilscherz – wie die laufende ‚Reform‘?

Internationale Anforderungen
Deutsche Rechtschreibung wird abermals reformiert


01.04.2012 • Die Deutsche Gesellschaft für Sprache im Technischen Zeitalter (DGSTZ) plant in Berlin zusammen mit den knapp zwanzig Kultusministerien eine Reform. Dabei wird das Deutsche an globale Gegebenheiten angepasst.

Von Fritz Jörn

Wir Deutschen aber fangen an mit QWERTZ und brauchen rechterhand um das P herum noch unsere Umlaute und das ß.
Nicht erst auf der Computermesse Cebit war es wieder einmal zu sehen [...]

Zwanzig Kultusministerien planen die Reform

Die Deutsche Gesellschaft für Sprache im Technischen Zeitalter (DGSTZ) plant in Berlin zusammen mit den knapp zwanzig Kultusministerien die Reform. Sie stützt sich dabei in erster Linie auf Erfahrungen bei der letzten Rechtschreibreform. Vor allen Dingen ist von Anfang an die rege Beteiligung der Schreibenden vorgesehen. Die Anpassung des Deutschen an globale Gegebenheiten soll mit dem Verzicht auf das „scharfe S“ beginnen, danach sollen aber auch zügig die Umlaute Ä, Ö, und Ü entfallen. Dass sie auch den internationalen Austausch behindern, etwa bei E-Mail-Adressen, ist offensichtlich. [...]

Weitere Vorschlege betreffen den im Deutschen allerumstendlichsten Laut, das sch. In keiner Sprache werden dafyr drei Zeichen verwandt, fyr den Laut tsch sogar ganze vier. Da Akzente wie der Hatschek in den sydslawischen Spraschen vermieden werden myssen, ist zunechst wie im Englischen eine Kyrzung des sch zu sh vorgesehen, also Shule statt Schule. Shuttle shreibt man ja shon heute so. Tsch wird man wahlweise Tsh oder Tch shreiben dyrfen, wie bereits bei Tchibo. Speter soll tch weiter gekyrzt werden, etwa zu einem blossen C, das heute im Shriftsatz bei original deutschen Wohrtern nur im Zusammenhang von ch vorkommt, reine Ressoursenvershwendung. Doch bis wir effizient Cule und Caclik schreiben werden, mag es noch manches Jehrchen dauern. Caun wir mal.

faz.net 1.4.2012

Anmerkung: Wie doch manche Ideen wiederkehren!

Bei FDS: Kommentar von R. M., 01.04.2012 sprachforschung.org:
Kommt hinzu, daß der Autor der öden Glosse, Fritz Jörn, sogar ein Freund des reformierten Schreibens ist.

NB. Text leicht gekürzt.

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Norbert Lindenthal
19.10.2011 08.07
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Kontrollverlust wird die Regel sein

FAZ 19.11.2011

Staatstrojaner
Außer Kontrolle
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ist in Gefahr, sich in Sachen Staatstrojaner um Kopf und Kragen zu reden. Auf eine Fundamentalfrage persönlicher Freiheit hat er zudem noch keine richtige Antwort gefunden. Heute wird die Regierung im Bundestag befragt.
Von FRANK SCHIRRMACHER 18.10.2011

[Bild]
© LÜDECKE, MATTHIAS
Geht ein hohes Risiko ein: Innenminister Hans-Peter Friedrich

Warum redet sich Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ohne Not um Kopf und Kragen? Die Hacker des Chaos Computer Club haben unwiderleglich gezeigt, dass der Staat die Kontrolle über einen mehrfach eingesetzten Staatstrojaner verloren hat. Hätte er es nicht, wäre das, was in Bayern in einen Laptop eingebaut wurde, ein bewusster Verstoß gegen das Grundgesetz. Das wollte eigentlich niemand glauben. Aber seitdem der CSU-Politiker redet, wie er redet, wachsen die Zweifel.

Der Innenminister behauptet, die Software sei maßgeschneidert und entspreche den gesetzlichen Anforderungen. Die Hacker haben gezeigt, dass der bayerische Trojaner über illegale Funktionen verfügt und von jedem Kriminellen hätte gekapert werden können.

Friedrich bestreitet diese illegale Funktion, die er selbst erst bedenklich fand, mittlerweile nicht mehr. Er hält sie aber für notwendig. Während ausgerechnet das Bundeskriminalamt (BKA) vor dieser Art Nachladefunktion warnte und sie deshalb nach eigenem Bekunden auch nicht einsetzte, stellt der Minister das Urteil des ihm unterstellen BKA und die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts in Frage. Die Meinung einer Regierung, so sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, sei halt manchmal anders als die Meinung eines Gerichts. Weiß er noch, was er sagt?

Man erlebt hier politischen Kontrollverlust angesichts komplexer technologischer Systeme in Echtzeit. Es ist ein Lehrstück. Friedrich kann nicht zugeben, dass die Komplexität digitaler Systeme den Staat ebenso kalt erwischt, wie sie schon vorher die Finanzmärkte erwischt hat. „Wir vertrauten Computern“, hatte Alan Greenspan während seiner denkwürdigen Anhörung vor dem amerikanischen Senat nach der Lehman-Pleite gesagt.

Angriffskrieg aus dem vergangenen Jahrhundert
Das tut auch Friedrich. Offenbar setzt er auf die Überforderung der Öffentlichkeit. Anders ist sein Satz nicht zu erklären, dass er nicht wisse, was für ein Trojaner dem Chaos Computer Club zugespielt wurde. Die Wahrheit ist, dass der Code des Spionageprogramms seit dem vorvergangenen Samstag im Netz steht und die Sicherheitsbehörden wenig später wussten, worum es sich handelt. Schon diese Behauptung allein zeigt, dass der Innenminister entweder nicht weiß, wovon er redet, oder dass er ein hohes Risiko eingeht.

Auf dem Gebiet der Überwachungssoftware führt Friedrich einen Angriffskrieg aus dem vergangenen Jahrhundert. Dabei ist sein Vorwurf an den Chaos Computer Club, dieser habe mit seiner Enthüllung, dass der Staatstrojaner gesetzwidrig programmiert sei, nichts als „Chaos“ verbreitet, alles andere als witzig. Denn Hacker haben gezeigt, dass zumindest bei Landesbehörden die Produktion amtlicher Spionageprogramme außer Kontrolle geraten ist. Es ist skandalös genug, dass eine Firma, deren Vorläuferin wegen Bestechung von Zollbeamten verurteilt wurde, immer noch für viele Millionen Euro die Instrumente für die heikelste aller Überwachungsaufgaben herstellen darf.

Nicht weniger skandalös ist das Niveau der Software, wie mittlerweile alle Fachleute bestätigen. Bis heute ist es ein Rätsel, ob sich die Firma selbst eine Hintertür in den Code offenhielt. Völlig unklar ist auch, ob die Beamten überhaupt wussten, was man ihnen an die Hand gab – alles Aufgaben für einen Innenminister, der nicht nur das Recht, sondern auch die Freiheit zu schützen hat.

Anstatt die neue Abhängigkeit des Rechts vom Code zu thematisieren, bekräftigt der CSU-Politiker Sachverhalte, die bisher niemand in Frage gestellt hat: Dass Terrorismus und schwerste Verbrechen auch digital überwacht werden müssen und dass Polizei und Justiz gesetzestreu sind. Es wäre zu wünschen, dass die Sicherheitsbehörden erkennen, dass sie gerade von ihrem Dienstherren angesichts der Herausforderungen der vernetzten Welt im Regen stehen gelassen werden.

Kontrollverlust wird die Regel sein
Der Innenminister redet sich ein, er habe noch die Kontrolle über die Systeme – und es ist diese Illusion, die am erschreckendsten ist. Politiker des digitalen Zeitalters müssen endlich erkennen, dass der Verlust der Kontrolle die Regel kommunikativen und politischen Handelns sein wird, so lange das Verständnis der Software quasi-magisch bleibt und die Institutionen im zwanzigsten Jahrhundert steckenbleiben. Die Grundtugend in einer Gesellschaft, in der Computer alles wissen, ist Skepsis.

Von einem Innenminister ist deshalb zu erwarten, dass er sich nicht zum flammenden Verteidiger einer Software macht, die auch er nicht versteht, sondern dass er transparente, nachvollziehbare Wege zeigt, wie in seinem Verantwortungsbereich die Integrität des Codes durch Fachleute und überprüfbare und logische Verfahren garantiert werden könnte. Das ist gar nicht so schwer: Eines dieser Verfahren ist die Umkehrung der Beweislast beim Richtervorbehalt. Bisher ist es für einen Richter einfacher, einer Überwachungsmaßnahme zuzustimmen, als sie abzulehnen.

Wir leben in einer Zeit, in der Politiker die Unwahrheit sagen müssen, weil sie die Erwartungen von Finanzmärkten nicht beeinflussen wollen, die aber selbst nur wieder Abbilder von Algorithmen hochkomplexer Computersoftware sind. Jetzt erleben wir einen vergleichbaren Fall bei der Fundamentalfrage persönlicher Freiheit.

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Norbert Lindenthal
27.08.2011 18.58
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nicht fahrlässig aufs Spiel setzen

FAZ 26.8.2004

Rechtschreibung
Loriot: Reform gefährdet Verständigung
Der Humorist Vicco von Bülow alias Loriot, Ehrenmitglied im Rat für deutsche Rechtschreibung, sieht durch die Reform die Grundlagen der Gesellschaft gefährdet: Man dürfe die Sprache nicht zu sehr vereinfachen.

[Bild]
Sprachliebhaber: Loriot

26. August 2004
Die Rechtschreibreform gefährdet nach Ansicht des Humoristen Vicco von Bülow alias Loriot die Grundlagen der Gesellschaft. „Wir sind auf dem Wege, unser wichtigstes Kommunikationsmittel so zu vereinfachen, daß es in einigen Generationen genügen wird, sich grunzend zu verständigen“, schrieb Loriot in einem Beitrag für die „Bild“-Zeitung (Donnerstag).

Keine Regierung dürfe es sich erlauben, „eine Kulturnation zu einer Klasse von Schülern zu degradieren, denen nicht die geringste Anstrengung zumutbar ist“. Die Behauptung, es gebe wichtigere Probleme als die Schreibregeln, nannte er „empörend“: „Das hat man vor einigen Jahren auch gesagt, als es um den Umweltschutz ging. Heute wissen wir, daß unsere Welt nur zu retten ist, wenn wir die Grundlagen unserer menschlichen Existenz nicht fahrlässig aufs Spiel setzen. Dazu gehört in erster Linie die Verständigung unter den Menschen durch Schrift und Sprache, die uns seit Jahrhunderten begleitet.“

Loriot ist Ehrenmitglied eines kürzlich in München gegründeten „Rates für deutsche Rechtschreibung“, in dem sich Gegner der neuen Schreibweisen um den als „Rechtschreib-Rebell“ bekannt gewordenen Deutschlehrer Friedrich Denk zusammengeschlossen haben. Weitere Ehrenmitglieder sind Günter Grass, Siegfried Lenz, Hans Magnus Enzensberger und Marcel Reich-Ranicki.

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Sigmar Salzburg
16.08.2011 08.02
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Duden – Geschichte voller Merkwürdigkeiten

F.A.Z., 10.08.2011

Die optimale Sprache dem Kint mit Leffeln eintrichtern

Vor hundert Jahren starb Konrad Duden, dessen Ansichten zur Rechtschreibung nicht viel mit dem zu tun haben, wofür der Name heute steht. Die Geschichte seines Reformwerks steckt voller Merkwürdigkeiten.

For hundert jaren starb Konrad Duden, ferert als fater der orthografie. Der Mann, dessen Name zum Synonym für buchstäbliche Korrektheit geworden ist, hätte diese Schreibweise nicht als Affront empfunden. Duden war ein Anhänger der „phonetischen Schule“, er träumte von einer Schreibung, in der jedem Laut nur ein Buchstabe entspricht und umgekehrt. „Schreib, wie du sprichst“ war das Prinzip dieser orthographischen Utopie, die freilich voraussetzt, dass alle Menschen ein standardisiertes Hochdeutsch sprechen.

Dass zu seiner Zeit noch die Dialekte den Alltag bestimmten, hielt Duden für ein bald überwundenes Hindernis. Seinem Ideal am nächsten kam die ziemlich lautgetreue italienische Orthographie, die er als Hauslehrer in Genua kennengelernt hatte. Als abschreckendes Gegenbeispiel dienten ihm die Unregelmäßigkeiten der englischen Rechtschreibung; das deutsche Schriftsystem verortete er zwischen diesen Polen. Es zu einer volksnahen, „demokratischen“ Rechtschreibung weiterzuentwickeln, die bildungsferne Schichten von den Mühen komplizierter Regeln erlöst, war sein Ziel.

Unter Arbeitern und Bauern wüte die herrschende Orthographie wie die Pest – das hat nicht Duden gesagt, sondern, in einem „Spiegel“-Artikel von 2005, der Kopf der jüngsten Orthographie-Reform, Gerhard Augst. Die soziale Begründung mit ihrer Gleichsetzung von Demokratie und Simplizität ist bis heute der Evergreen der Reformer. Außerhalb der Buchstabenwelt stand Duden selbst aber linken Neigungen durchaus fern. Als Student hatte er sich zwar für die Ziele der versuchten Revolution von 1848 begeistert, doch nach ihrem Scheitern setzte er, wie viele Nationalliberale, auf das autoritäre Preußen als Motor der politischen Vereinigung Deutschlands. Der Schuldirektor Duden war loyaler Monarchist, der seinen Liberalismus auf das Private beschränkte. Sozial engagiert, lehnte er die Sozialdemokratie zutiefst ab.

Zu Beginn der siebziger Jahre, als Duden zum Reformaktivisten wurde, stritten Germanisten und Lehrer schon seit Jahrzehnten über die Orthographie. Eigentlich waren diese Kontroversen überflüssig, denn es gab – ganz ohne amtliche Regelungen – eine leidlich funktionierende Schreibung, die trotz mancher Varianten schon weitgehend vereinheitlicht war. Sie hatte sich im Laufe der Jahrhunderte aus der Praxis der Schreiber, Drucker und Korrektoren entwickelt. Der Grammatiker Johann Christoph Adelung goss sie Ende des achtzehnten Jahrhunderts in Regeln. Sein Wörterbuch, „der Adelung“, war eine Art Duden vor dem Duden.

Dass die Orthographie trotzdem zum Zankapfel wurde, lag vor allem am „Vater der Germanistik“, Jacob Grimm. Er fand die Orthographie seiner Zeit „unrichtig, barbarisch und schimpflich“: Durchdrungen von den Ideen der Romantik, war Grimm überzeugt davon, dass die deutsche Sprache im Mittelhochdeutschen ihren Zenit erreicht hatte und sich seitdem auf dem Abstieg befand. Um ihn aufzuhalten und aus dem Geist der restaurierten Sprache die ersehnte deutsche Einheit erstehen zu lassen, entwarf er eine Orthographie, die nicht nur die Substantive klein machte, sondern die Wörter wieder klingen und aussehen ließ wie in den Zeiten Walthers von der Vogelweide: Mond, Licht oder Ereignis sollten künftig wieder mand, liecht und eräugnis heißen. Die Forderung, Löffel durch leffel zu ersetzen, trug Grimms Anhängern den Spottnamen „Leffel-Partei“ ein.

Diese „historische Orthographie“ fand viele Verfechter unter den Germanisten. Deutschlehrer experimentierten mit ihr, sie sorgte für Konfusion in den Klassenzimmern und behinderte über viele Jahre die Rechtschreibentwicklung, die eigentlich auf gutem Wege gewesen war. Erst durch die Irritationen, die von der „Leffel-Partei“ in der Lehrerschaft gestiftet wurde, geriet die Schule überhaupt in den Fokus der Orthographie-Diskussionen.

Von nun an wurde die leichte Erlernbarkeit und nicht die Leistungsfähigkeit des Schriftsystems zum Maßstab. Gegen Grimms „aristokratische Geheimwissenschaft“ formierte sich die phonetische Richtung, deren Ziel eine möglichst lautgetreue und zugleich gegenwartsorientierte Schreibweise war. Der Konflikt zwischen den Fraktionen bestimmte auf Jahrzehnte hinaus die Rechtschreib-Szene. Um die Schwankungsfälle, die es gab – wie allmählich und allmählig, deshalb und deßhalb oder Fluth und Flut –, zu bereinigen, hätte es eines solchen Grundsatzstreits nicht bedurft. Ebender aber unterminierte jetzt die bereits gewonnene Ordnung, ließ überwundene Unsicherheiten neu entstehen und schuf somit erst die Notwendigkeit einer amtlichen Regulierung.

Nach und nach gewannen die Phonetiker über die „Grimmschen“ die Oberhand. Ihre Ideen entsprachen dem wissenschaftlichen Zeitgeist. Phonetik und Lautphysiologie nahmen in diesen Jahren großen Aufschwung. Sprache bedeutete nun vor allem gesprochene Sprache, während der Eigencharakter des Schriftsystems aus dem Blick geriet. Zum Vordenker einer so inspirierten Orthographiereform wurde der Erlanger Germanistik-Professor Rudolf von Raumer, der bei Jacob Grimm studiert hatte. Für ihn wie für alle Kombattanten im Schriftstreit war die Regelung der Orthographie nicht nur eine schulische Angelegenheit, sondern auch ein Baustein der nationalen Einheit. Noch wichtiger als eine reformierte war Raumer deshalb eine einheitliche Rechtschreibung, die von der Bevölkerung im gesamten Sprachgebiet akzeptiert wurde. Dafür war er bereit, seine phonetischen Ideale zurückzustellen und an die tradierte Schreibweise anzuknüpfen.

Gibt es öffentlichen Verstand?

Diese ausgleichende Haltung, die darauf abzielte, zunächst nur variierende Schreibungen zu regulieren und den Einfluss der historischen Schule zurückzudrängen, verschaffte ihm die Sympathien der Kultusbehörden und vieler Lehrer, die nach einem Ausweg aus der festgefahrenen Orthographie-Debatte suchten. Bald nach der Gründung des Deutschen Reiches bekam Raumer den Auftrag, eine einheitliche Schulorthographie für ganz Deutschland zu entwerfen. Hier und dort verfassten Lehrer schon einmal auf eigene Faust Regeln, unter ihnen Konrad Duden, Gymnasialdirektor im thüringischen Schleiz, dessen Arbeiten die größte öffentliche Beachtung fanden. All diese Orthographien im Eigenbau gründeten auf Raumers Konzepten.

Duden schloss sich, obwohl er die herkömmliche Rechtschreibung als schlimmsten Hemmschuh unserer Volksbildung verdammte, auch Raumers Realpolitik der kleinen Schritte an. So verzichtete er auf die Substantiv-Kleinschreibung und war bereit, das Stammprinzip – man schreibt Kind, obwohl man Kint sagt – als Lesehilfe zu tolerieren, bis irgendwann das phonetische Prinzip sich endgültig durchgesetzt haben würde. Für den Karrierepädagogen war das Klassenzimmer der Transmissionsriemen der Reform, „weil wir niemals durch die Literatur, sondern nur durch die Schule zu einer einfacheren Rechtschreibung gelangen werden“.

Als 1876 auf Initiative des preußischen Kultusministers Adalbert Falk eine Konferenz in Berlin zusammentrat, um einheitliche Schreibregeln für ganz Deutschland aufzustellen, war Duden bereits prominent genug, um neben Raumer zum Kreis der vierzehn Teilnehmer zu gehören, der sich aus Germanisten, Lehrern, Kultusbeamten und Vertretern der Druckerei- und Buchhändlerbranche zusammensetzte. Alle Eingeladenen akzeptierten Raumers gemäßigte Linie wenigstens als Diskussionsgrundlage. Grimm-Anhänger blieben ebenso ausgeschlossen wie allzu radikale Fonetiker. Nur zwei Konferenzteilnehmer gehörten nicht zu Raumers Parteigängern: der Germanist Wilhelm Scherer und der Privatgelehrte Daniel Sanders aus dem mecklenburgischen Neustrelitz, ein erfolgreicher Lexikograph, dessen Name heute noch im englisch-deutschen Wörterbuch „Muret-Sanders“ fortlebt. Diese beiden Traditionalisten wollten die überlieferte Rechtschreibung im Wesentlichen unangetastet lassen, standen aber einer vorsichtigen Standardisierung wohlwollend gegenüber.

Zunächst beschränkten sich die Konferenzteilnehmer auch programmgemäß darauf, variierende Schreibweisen zu vereinheitlichen. Statt Thau sollte es künftig Tau heißen, gibt statt giebt, Klasse statt Classe oder tot statt todt. Derartige Vorschläge waren unspektakulär, eine schnelle Einigung lag in greifbarer Nähe. Zum Eklat kam es, als die phonetisch orientierte Reformer-Mehrheit unerwartet die Abschaffung der Dehnungszeichen auf die Tagesordnung setzte, um Schreibungen wie Har, Son, Hun, faren oder wülen einzuführen. Nur bei gleichlautenden Wörtern (mahlen/malen) sollten Dehnungskennzeichnungen bleiben, ebenso bei i und e (Lehrer, ihn). Duden gingen die Vorschläge nicht weit genug. Er plädierte auch für Mel, nemen oder stilt. Sanders und Scherer spotteten über die orthographischen Jakobiner, die die „Guillotine niederfahren“ und „die Dehnungszeichen in den Staub rollen“ ließen.

Die Konferenz endete im Fiasko, ihre Vorschläge, auch die maßvollen, fielen durch. Auf der Website des Duden-Verlages kann man heute lesen, Bismarcks Veto sei der Grund des Scheiterns gewesen, doch das ist bestenfalls die halbe Wahrheit. Zwar war der Reichskanzler ein grimmiger Feind aller orthographischen Veränderungen, aber es waren der preußische Kultusminister und seine Kollegen aus den anderen deutschen Bundesstaaten, die, verschreckt von Schreibweisen wie Lon und Sal, das Regelwerk in Bausch und Bogen ablehnten. Sie fürchteten eine Abspaltung der Schulorthographie von der Schreibweise der Verlage und der Mehrheit der Bevölkerung.

Auch die Presse reagierte mit Empörung, die von Scherer und Sanders durch gezielt gestreute Informationen und eigene Beiträge noch zusätzlich angestachelt wurde. Für die Reformer, die sich damals wie heute als Fackelträger der Vernunft sahen, steckte dahinter nichts als Demagogie und dumpfer Konservatismus. Doch für Sanders gehörte die Beteiligung der Medien und der Öffentlichkeit – der Duden das Urteilsvermögen absprach – zum Prinzip einer wirklich demokratischen Rechtschreibung.

Das Ende der Optimierung

Dudens lautgetreue Regeln fand Sanders täppisch und roh. Demokratisch war für ihn die gewachsene Schreibung als Spiegel des allgemeinen Sprachbewusstseins mit all seinen Nuancen. Er betrachtete die Schriftsteller und Journalisten, die Profis der Schriftsprache, als wichtige Stimmen in der Orthographie-Debatte. Dass sie nicht zur Konferenz eingeladen wurden, dass überhaupt keine öffentliche Diskussion stattfand und stattdessen Schulmeister die neue Orthographie hinter verschlossenen Türen diktieren wollten, kritisierte er scharf. Das Etikett des Rechtsaußen, das Duden und andere Reformer ihm nach der gescheiterten Konferenz anhefteten, widersprach dem Selbstverständnis des Revolutionärs von 1848, der seine Stelle als Direktor einer jüdischen Schule wegen demokratischer Umtriebe verloren hatte.

Zwar war die Reform havariert, doch Raumers moderate Prinzipien, die auf der Konferenz ursprünglich zur Diskussion gestanden hatten, setzten sich während der folgenden Jahre in den einzelnen deutschen Bundesstaaten trotzdem durch. Raumer selbst starb bald nach der Konferenz. Die Rolle des Cheftheoretikers übernahm jetzt der Germanist Wilhelm Wilmanns, dem sein Freund Konrad Duden, inzwischen Schuldirektor im preußischen Hersfeld, als tatkräftiger Praktiker zur Seite stand. Duden verzichtete auf weitere „Optimierungsversuche“ im phonetischen Geist und konzentrierte sich stattdessen auf sein zweites großes Ziel, die Vereinheitlichung der Rechtschreibung. Aufbauend auf seiner Schulorthographie, brachte er 1880 das „Vollständige Orthographische Wörterbuch der deutschen Sprache“ mit 187 Seiten und rund 28 000 Stichwörtern heraus. Dieser Urduden, der von Auflage zu Auflage erweitert wurde, erwies sich als Erfolgsmodell. Schon 1887 waren 220 000 Exemplare verkauft.

Im Juni 1901, ein Vierteljahrhundert nach dem ersten, gescheiterten Versuch, fand in Berlin auf Einladung des Reichskanzlers Fürst Bernhard von Bülow wieder eine Konferenz mit dem Ziel einer gesamtdeutschen Orthographie statt. Man wollte keine fachlichen Diskussionen mehr, sondern schnelle Beschlüsse. Vorbereitet von Duden und Wilmanns, schrieb die Konferenz im Großen und Ganzen nur noch die Regeln fest, die in den Schulorthographien der Bundesstaaten, der Schweiz und Österreichs faktisch schon galten. Was hier beschlossen wurde, war die Grundlage der bis 1996 gültigen Rechtschreibung. Die Vereinheitlichung war gelungen, aber die von den Reformern gewünschte Vereinfachung blieb weitgehend auf der Strecke. Duden fand, „daß die so entstandene ,deutsche Rechtschreibung' weit davon entfernt ist, ein Meisterwerk zu sein“. Ein solches zu schaffen, versuchten während des folgenden Jahrhunderts immer neue Reformergenerationen vergeblich.

Was Duden und andere Reformer bewusst herunterspielten, war, dass die Schrift sich gegenüber dem gesprochenen Wort schon längst emanzipiert hatte. Seit dem Mittelalter – als Texte grundsätzlich laut gelesen wurden – hatte sie sich vom reinen Laut-Code für das Ohr zu einem differenzierten System für das Auge entwickelt, das dem Leser durch grammatische und semantische Zusatzinformationen die Sinnzusammenhänge verdeutlicht. Viele scheinbar unlogische Regeln erleichtern die visuelle Verarbeitung, weil sie das Schriftbild stabil und ausgewogen halten und die silbische Gliederung der Wörter verdeutlichen. Da die meisten Menschen bedeutend mehr lesen als schreiben, hat sich diese Leselastigkeit der Orthographie immer mehr verstärkt. Der Preis dafür besteht in den Mühen des Schreibenlernens.

Wolfgang Krischke

F.A.Z., 10.08.2011, Nr. 184 / Seite N4,

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