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Sigmar Salzburg
01.08.2013 07.03
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Ein Stängel-Gegner

Ein Schriftsteller und Wortpolizist

Vor zehn Jahren starb der Greizer Autor Hansgeorg Stengel. Vor allem die Sachsen nahm der Kabarettist in seinen humoristischen Betrachtungen gern aufs Korn.

... 50 Bücher hat Stengel veröffentlicht, darunter Klassiker wie „So ein Struwwelpeter“.

Im Fernsehen der DDR vermisste man ihn allerdings, da er darauf bestand, sich nicht in sein Manuskript hineinreden zu lassen. Stengel galt als eigenwillig und auch mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein ausgestattet: „Ich bin mir sehr sympathisch“ oder „Ich hänge sehr an mir“ – solche Sätze gehörten zu den Lieblingszitaten des Autors. Bereits 1950 hatte er Greiz den Rücken zugewandt, um beim Magazin „Eulenspiegel“ zu arbeiten.

Seit 1959 war Hansgeorg Stengel dann als freier Redakteur und Kabarettist tätig. 150 Auftritte und 30.000 gefahrene Kilometer konnte der „Schriftsteller im besonderen Einsatz“ in einem Jahr nachweisen. „Er teilte gern aus, konnte aber auch damit umgehen, wenn man ihm einen einschenkte“, urteilte der Schriftsteller Peter Ensikat.

Besonders die Sachsen hätten oft im Fokus seiner humoristischen Betrachtungen gestanden. „Sie haben keine Sprache, lediglich ein Signalsystem“, wie es Stengel formulierte. Ein einziges „Signal“, das einem „Klingeln“ ähnlich sei, könne vier Bedeutungen haben. Beispielsweise „Lähm“. Es könne „Lehm, Leim, Leben oder Löwen“ bedeuten.

In den letzten Lebensjahren hatte der Wortpolizist der Rechtschreibreform den Krieg angesagt; schließlich betraf sie ihn selbst: „Ich lasse mich nicht verumlauten“. So wurde Hansgeorg Stengel nicht zum Stängel...

Die Stadt Greiz hatte Hansgeorg Stengel anlässlich seines 75. Geburtstages 1997 die Bürgermedaille in Silber verliehen; für die Ehrenbürgerschaft reichte es allerdings weder in Greiz noch in Berlin.

freiepresse.de 30.7.2013

Mehr auch hier, da und dort.

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Sigmar Salzburg
11.07.2013 07.02
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Transparency International:

Mehrheit der Deutschen hält Medien für korrupt

... Mehr als die Hälfte der Deutschen hält die Medien für korrupt. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung von Transparency International hervor. Demnach gaben 54 Prozent der Befragten an, dass Medien von Korruption betroffen seien. Schlechter schnitten nur politische Parteien (65 Prozent) und die Wirtschaft (61 Prozent) ab.
...
Dass die Deutschen die Medien für korrupt halten, ist nichts Neues. Neu ist allerdings, dass sie die Medien für noch korrupter halten, als die öffentliche Verwaltung und das Parlament.

zeit.de 9.7.2013

Der größte Korruptionfall in den Medien war bekanntlich die Übernahme der „Rechtschreibreform“ – gegen den Willen der Bevölkerung und gegen die meist vorhandene eigene Überzeugung, um vager wirtschaftlicher Vorteile willen:
Am 11. September 1996 schrieb der Chef der Deutschen Presseagentur, Wilm Herlyn, an die Zeitungsverlage, seine Kunden:


Wie zu erkennen ist, betrachtet die Deutsche Presse-Agentur die Reform als unabwendbar und legt ihren Kunden nahe, die Lage ebenso einzuschätzen. Daß die Schulen kaum bei einer Neuschreibung bleiben könnten, wenn sich die Presse verweigerte, kommt nicht in den Blick. Die Warnung vor dem Verlust der nachwachsenden Leserschaft tut ein Übriges...

Die besondere Perfidie der Medien lag auch darin, besondere Gesetzestreue und Rücksichtnahme auf die „Kinder“ zu heucheln, um die nicht notwendige Anpassung an den irren Einfall der Kultusminister zu rechtfertigen. Der folgende Niedergang der Presse und das Aufkommen neuer Medien verstärkten ihre Korrumpierbarkeit, so daß die Meldungen und Meinungen oft genug im Sinne der politischen und wirtschaftlichen Einflußgruppen frisiert werden.

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Sigmar Salzburg
23.05.2013 16.55
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Karlheinz Deschner 89

* 23. Mai 1924 in Bamberg;
Schriftsteller, Religions- und Kirchenkritiker.
hpd.de

Sein Bonmot
Der Glaube versetzt Zwerge
paßt ausnehmend gut auch auf die „Rechtschreibreform“. Ihre Abwehr hatte der frühere bayerische Kultusminister Zehetmair versäumt, weil er mit der Rettung des Kruzifixes in den Schulklassen beschäftigt war.

Deschners Hauptwerk ist in der klassischen Rechtschreibung verfaßt.

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Sigmar Salzburg
22.05.2013 18.51
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Das Deutsch der Zukunft bestimmen Übersetzungsautomaten

Extrem rechter französischer Historiker, 78-jähriges Dominique Venner, LEGT Selbstmord in Notre Dame im Protest gegen homosexuelle Ehe fest

admin May 21st, 2013 0 Comment

rechtsextremen Französisch Historiker schoss sich in den Kopf neben dem Altar der Kathedrale Notre Dame in Paris heute offenbar aus Protest gegen die Legalisierung der Homosexuell Ehe in Frankreich.

Dominique Venner, 78, ein ehemaliges Mitglied der nationalistischen terroristischen Bewegung, OAS, legte eine Pistole in den Mund und erschoss sich tot vor Dutzende von Touristen innerhalb der meistbesuchten Gebäude in Frankreich.

Herr Venner , Moderator einer katholisch-traditionalust Radiosender und umstrittene Historiker und Essayist, veröffentlicht einen Aufsatz über seine Website früher in den Tag fordert “neue, spektakuläre und symbolische Handlungen uns schütteln aus unserem Schlaf, zu betäubt Geist aufrütteln und zu wecken Erinnerung an unsere Herkunft “.

nachrichtenheutedeutschland.com 21.5.2013

Dies Deutsch und die „Rechtschreibreform“ sind auch schon fast ein Grund, sich zu erschießen!

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Sigmar Salzburg
17.04.2013 08.41
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Werbung für die Reform-FAZ und Duden

FRANKFURTER DIKTATWETTBEWERB
Deutsche Sprache, schwere Sprache

Der Diktatwettbewerb „Frankfurt schreibt“ geht am Mittwochabend in eine neue Runde. Schulteams aus 22 hessischen Städten treten an, um die Sieger der Vorentscheidung vom Februar herauszufordern.
Nein, fehlerlos kommt niemand bei diesen Diktaten heraus. Außer vielleicht Werner Scholze-Stubenrecht, der Leiter der Duden-Redaktion und maßgebend in allen Zweifelsfällen. Von denen gibt es freilich nicht gerade wenige, die Regeln und Ausnahmen sind ja auch nicht weniger geworden durch gewisse Rechtschreibreformen. [Ach nee!]

Als im Februar gut zweihundert Frankfurter Schüler und einige ihrer Lehrer in der Musterschule über Zettel gebeugt der Stimme von Moderatorin Constanze Angermann (Foto) lauschten, die Worte wie „Zierrat“, „Schlafittchen“ oder „bänglich“ formte, da war mehr als ein Schwitzen und Stöhnen zu hören. Ein gemurmeltes „Ey, Scheiße“ oder auch nur leicht dahingehauchte „Fucks“ waren allerorten zu hören…

journal-frankfurt.de 17.4.2013

Muß nicht das letzte nicht „Fuchs” geschrieben werden?

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Sigmar Salzburg
19.03.2013 08.29
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Frankenthal

Die etwas andere Schatzsuche – literarische Osterüberraschung in der Stadtbücherei

Frankenthal / Metropolregion Rheinneckar – Bereit für eine literarische Osterüberraschung? In der Woche vom 25. bis 30. März 2013 heißt es Überraschungsbuch statt Überraschungsei. In der Kinder- und Jugendabteilung der Stadtbücherei Frankenthal werden ausgesuchte Bücher in buntes Geschenkpapier verpackt und in den Regalen zwischen den anderen Medien versteckt. Dort warten sie auf neugierige Finder. Wer solch einen Schatz entdeckt, kann das verpackte Buch an der Theke ausleihen und am Ostersonntag öffnen.

Fernab von altbekannten Autoren und Bestsellerlisten soll den lesefreudigen Kids eher unbekannte und klassische Literatur nähergebracht werden. Es verbergen sich wahre Schätze in den Regalen, die es von den kleinen Lesern zu entdecken gibt…

mrn-news.de 15.3.2013

Natürlich wird die klassische Literatur nur in der kümmerlichen Auswahl geboten, die schon in die „leichter lesbare“ Reformschreibung übersetzt ist – wenn nicht gar ins „einfach klassische“. Alles Übrige ist sicher schon entsorgt worden.

Vorgestern noch hatte ich mit meiner Nichte telefoniert. Sie hat gerade, alleinerziehend, ihren Sohn durch die Schule gebracht. Auch sie klagte, daß in der Schule die klassische deutsche Literatur nicht mehr gelesen werde. Es wäre wichtig, diese alten Schätze zu bewahren. Dazu sei aber ein gewisses Nationalgefühl notwendig, meint sie – trotz ihrer afro-indianischen Abstammung.

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Sigmar Salzburg
19.02.2013 02.29
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Leider nur ein Ärgernis weniger

Region Dillenburg
Aufatmen: Johanneum geht zu G 9 zurück

Herborn (w). Seit Freitag ist es amtlich: Das Johanneum-Gymnasium in Herborn kehrt zum Abitur nach neun Jahren, zu sogenannten G 9 zurück

Die Leitung und die Schulgemeinde seien hocherfreut über ein entsprechendes Schreiben des Staatlichen Schulamts in Weilburg, teilte Schulleiterin Jutta Waschke erleichtert mit…

Aus einem Leserkommentar:

Es kommt nicht häufig vor, dass Politiker einmal getroffene und als
falsch erkannte Entscheidungen zurücknehmen…

Immer noch besser als gar nichts, auch wenn dieses Zugeständnis der kommenden Wahl geschuldet ist. Das Dogma der Unfehlbarkeit unserer Kultusbürokraten bleibt so weiterhin im Wanken, fällt aber noch nicht.

Immer noch unerträglich, sich daran zu erinnern, mit welcher Hybris diese Politikerkaste – durch keinerlei Kompetenzen dazu berechtigt – sich erstmals in der langen Geschichte Deutschlands mit der Rechtschreibreform die Oberhoheit über die deutsche Sprache angeeignet hat.

Martin Luther war gewiss ein von sich selbst überzeugter, hochgebildeter Mann, hatte es jedoch noch demütig vorgezogen, dem „Volke auf's Maul“ zu schauen, anstatt ihm seine eigenen Vorstellungen überzustülpen. Das Ergebnis des Kulturputsches ist, dass heutzutage eine Vielzahl von Rechtschreibungen existiert, bei denen sich jeder die ihm genehme heraussucht. Insbesondere die Groß-/Kleinschreibung und die Getrennt-/Zusammenschreibung weichen in den meisten Texten von der „amtlich“ verordneten Weise deutlich ab. Wenn Sie mal jemanden obszön lachen hören wollen, so können Sie mal einen älteren Deutschlehrer fragen, wie sich die Rechtschreibleistungen der Schüler seit der Reform verbessert haben…

von ginfizz53 17.02.2013, 17:13 Uhr

mittelhessen.de 15.2.2013

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Sigmar Salzburg
02.01.2013 08.50
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Lernstift vibriert bei Rechtschreibfehlern

Rechtschreibung ist für Viele ein großes und vor allem schwieriges Thema – selbst in den Ferien. Deutsche Schreibung, schwere Schreibung ... [trotz „Reform“?]

Eine Hilfe könnte da der Lernstift sein, der von einem österreichischen Start-up-Unternehmen entwickelt wurde und bei Rechtschreib- und Grammatikfehlern vibriert. Damit könnte man sich nicht nur selbst überprüfen, sondern auch systematisch eine richtige Rechtschreibung beigebracht werden…

spickmich.de 3.12.2012

… für notorische Altschreiber aufzurüsten als Elektroschocker?

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Sigmar Salzburg
23.12.2012 15.44
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Legendärer Germanist

Mittelalter-Spezialist Wapnewski gestorben

spiegel.de 23.12.2012

De mortuis nil nisi bene – aber leider war er uns im Kampf gegen den Reformunfug der Kultusminister trotz besserer Einsicht keine Hilfe.

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Sigmar Salzburg
07.12.2012 13.30
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Aus Prinzip gegen die Rechtschreibreform

Helga Weyhe ist Deutschlands älteste aktive Buchhändlerin

Deutschlands älteste aktive Buchhändlerin wird am nächsten Dienstag 90 Jahre alt…

Menschen, die sich mit Worten wichtig tun, mag die betagte Dame überhaupt nicht. Und weil Deutschlands älteste aktive Buchhändlerin die deutsche Sprache so mag, gefällt ihr der Ausspruch eines unbekannten Auto[r]s auch besonders gut:

„Es gibt keine Wahrheit, außerhalb der Sprache. Wer die Sprache missachtet, missachtet gewöhnlich auch die Wahrheit.“ Man könne mit vielen Worten nichts sagen oder mit wenigen die Wahrheit, ist die lebenserfahrene Salzwedelerin, die nächsten Dienstag 90 Jahre alt wird, überzeugt. Seit eh und je steht sie Tag für Tag in ihrer Buchhandlung an der Altperverstraße 11 – in jenem Haus, in dem sie am 11. Dezember 1922 geboren wurde.

Weimarer Republik, Drittes Reich, Sozialismus, soziale Marktwirtschaft – eine „richtig schlimme Zeit“, so sagt sie, habe sie aber nicht erlebt. Und schränkt ein: „Doch. Der Arbeitsdienst in Oberschlesien war hart, wenn man als so behütete Tochter plötzlich dorthin kommt ...“
Und die DDR-Zeit, die „war schlimm – dieses Eingesperrtsein“.

1941 legte Helga Weyhe das Abitur ab. Am damaligen Salzwedeler Lyzeum, das gerade zum Kunsthaus umgebaut wird. Es folgte der Arbeitsdienst, danach das Studium. Drei Semester war die junge Helga Weyhe in Breslau an der Universität, danach je ein Semester in Königsberg und Wien. „Das war damals so, da guckte man sich um in der Welt.“ Der Zweite Weltkrieg zerstörte ihre Studienpläne, die Salzwedelerin musste aufhören…

Im Krieg arbeitete sie in der Buchhandlung ihrer Eltern. Johann Dietrich Schmidt aus Gorleben hatte das Geschäft 1840 gegründet – „Gorleben im Königreich Hannover“, fügt Helga Weyhe schmunzelnd hinzu. Ihr Großvater kaufte die Buchhandlung 1871, seither ist sie in Familienbesitz…

Eine 90-jährige Buchhändlerin im Jahr 2012 – da geht es ohne Internet nicht. „Ja“, sagt Helga Weyhe, das stimme wohl. Für sie sei es selbstverständlich, die Kundenwünsche online umzusetzen: „Am nächsten Tag ist das gewünschte Buch da.“

Woran es liegt, dass sie sich so guter Gesundheit erfreut, das weiß Helga Weyhe nicht. „Ich lese viel. Wenn man nicht liest, kann man so einen Laden nicht machen.“ Biografien „von vernünftigen Leuten“ mag sie besonders, Geschichte interessiert sie, vor allem das Mittelalter. „Da gibt es hervorragende Sachen“, weiß Helga Weyhe. Historische Romane lese sie „nur quer, damit ich weiß, was drin steht“.

Mit der Rechtschreibreform hadert sie, damit habe sie sich „überhaupt nicht“ befasst. Aus Prinzip.
Ansonsten gehe sie viel an die frische Luft, „das ist gesund und gut“.

az-online.de 6.12.2012

PS. 9.12.: Jetzt berichten auch Spiegel/dpa, natürlich ohne die Rechtschreibreform zu erwähnen.

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Sigmar Salzburg
03.12.2012 09.34
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Ein umwerfend neuer Vorschlag

Auf gut Deutsch

Von Berufs wegen wusste der französische Pantomime Marcel Marceau: “Sprache ist im ersten Moment immer ein Hindernis für die Verständigung.” Der Bayreuther Philologieprofessor Gerhard Wolf würde möglicherweise zustimmen. Mitten ins vergangene Sommerloch platzten die “bestürzenden” Ergebnisse einer von ihm initiierten Umfrage unter 135 geisteswissenschaftlichen Fakultäten, der zufolge es um die Studierfähigkeit der Erst- und Zweitsemester alles andere als gut bestellt ist. Moniert werden insbesondere massive Mängel bei den Lese- und Schreibkompetenzen. Doch wird die Situation zurecht in düsteren Farben gemalt?...

Der Linguist Stein fordert, den Zusammenhang zwischen der grammatikalischen Form und ihrer Funktion deutlicher hervorzuheben. Es sei spannend zu sehen, “welche sprachlichen Effekte sich mit der Grammatik erzielen lassen.” Darüber hinaus könne man die Affinität zur Sprache mithilfe von Phänomenen des Sprachwandels stärken. Die Studierenden würden dadurch sehen, “dass es sich lohnt darüber nachzudenken, was mit der Sprache geschieht.” Sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Stumpf hat indes einen viel direkteren Vorschlag dazu: “Mittlerweile vertrete ich die Ansicht, dass die Substantivgroßschreibung ruhig abgeschafft werden kann.” Der nördliche Nachbar Dänemark sei 1949 diesen Weg gegangen, einfach so. Stumpf ist begeistert und verweist auf diverse Studien: “Seitdem ist in den Schulen viel mehr Zeit für andere Aspekte.”

Wem das alles nicht taugt, um das “Hindernis Sprache” zu überwinden: Ende der 70er Jahre hat Marceau in Paris eine Schauspielschule gegründet. Die hohe Kunst der Pantomimik lässt sich dort noch immer erlernen.

16vor.de 3.12.2012

Prof. Peter Eisenberg hält die Substantivgroßschreibung aber immer noch für eine „ganz gute Sache.“

Nebenbei – Goethe lesen genügt, um das einzusehen:

Die kirch allein, meine lieben frauen, kann ungerechtes gut verdauen.

„… kann Ungerechtes gut verdauen“ oder „… ungerechtes Gut verdauen,“ ?

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Sigmar Salzburg
19.11.2012 07.28
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Friedrichshafen

Sprache im Dauerstress

Rolf Waldvogel, Journalist im Unruhestand, hat sich auf eine Art Expedition begeben, um Merkwürdigkeiten der Sprache nachzuspüren...

Da sei zum einen das Dilemma mit den Fremdwörtern. „Die Heilkraft chinesischer Interpunktion“, statt „Akupunktur“?, „die Schwiegertochter lasse sich nicht intrigieren“, „integrieren?“, amüsieren das Publikum sehr. Zum anderen gehörten in dieses Minenfeld sprachlicher Unsicherheiten auch, inzwischen eingedeutschte, Anglizismen. „Public Viewing“ bedeute in Amerika „öffentliches Aufbahren“, in Deutschland bezeichne dieser Begriff die öffentliche Mitschau von Großereignissen auf dem Bildschirm.

Rolf Waldvogels Route durch sprachliches Dickicht streift viel „Sprachgestrüpp“, zum Beispiel die Rechtschreibreform. Euphorisch begrüßt [?], habe sie allerdings verlässliche Wegzeichen vermissen lassen …

suedkurier.de 19.11.2012

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Sigmar Salzburg
26.07.2012 07.58
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Ein Leser sagt es

Mit der Rechtschreibung hapert's

In den geisteswissenschaftlichen Fakultäten der Universitäten sitzen die Experten für den richtigen Gebrauch der Sprache. Und den fordern die Professoren auch von ihren Studenten. Doch diese Fähigkeit habe extrem nachgelassen, klagen Professoren…
Bayerischer Rundfunk 25.7.2012

Ähnliche Meldungen zur gleichen Feststellung wurden hier schon wiedergegeben. Ein Leser hat unter derselben Adresse zutreffend kommentiert:

Robert, Mittwoch, 25.Juli, 15:46 Uhr

1. Rechtschreibreform wohl gescheitert
Meines Erachtens belegen diese Erkenntnisse, daß die Rechtschreibreform gescheitert ist. Die Weichspülung der Regeln verringerte nicht die Fehlerquote, sondern erhöhte die Geringschätzung der Orthographie. Die Einsicht, es richtig lernen zu sollen, wurde noch geringer.

Wer schon vor der Reform nicht wußte, wann man „das“ mit s oder ß schreibt, der weiß auch heute nicht, wann er es mit ss schreiben muß. Allerdings hat er jetzt verinnerlicht, daß er eigentlich schreiben kann, wie er will, da inzwischen jeder sich seine Regeln selber auslegt.
Solange die Rechtschreibung nicht wirklich streng gelehrt und geprüft wird, wird sich an dieser Misere nichts mehr ändern.

Und in der Tat, wer heute die Sprache von Jugendlichen unter sich wahrnimmt, der muß tatsächlich feststellen, daß dort ein gravierender geistiger Verkümmerungsprozeß stattfindet hin zum einfältigen, wortschatzarmen Konsumenten „schneller Medien“.

Die ss-Katastrophe ist allerdings schlimmer als hier dargestellt. Nie zuvor hat es solch ein Chaos in der ß/ss-Schreibung gegeben. Daß es nicht noch schlimmer ist, verdankt die „Reform“ nur der Automatik-Korrektur der Computer.

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Sigmar Salzburg
24.07.2012 19.14
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Sonntag, den 22. Juli 2012 um 12:30 Uhr

Die folgenden Berichte von COMPACT-Korrespondent Andrea Ricci wurden gestern und heute per Email durchgegeben.
Mittlerweile ist Ricci wieder gesund und sicher in seinem Wohnort Beirut angekommen.


In Beirut, nach dem zweiten Arak, kamen wir zwei ins Philosophieren. Da waren also in dieser heißen Woche drei deutsche Journalisten in Damaskus, ganze drei! Ochsenreiter von der rechten Zuerst, Ricci von „Nicht links, nichts rechts, sondern vorn“-COMPACT, und Karin Leukefeld von der linken Tageszeitung junge Welt. Drei völlig unterschiedliche Ideologien, aber alle drei als Personen der Wahrheit verpflichtet. Die Kommentatoren vom Mainstream sitzen dagegen im fernen Kairo und schwadronieren über Syrien vom hohen Ross herunter... Nun muss ich erst Mal ausschlafen, meine Liebsten herzen. Ausführlicher Bericht dann in der September-Ausgabe von COMPACT.
http://www.compact-magazin.com/

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Sigmar Salzburg
11.07.2012 11.58
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Die gute alte Rechtschreibung

[Bild]
Zeitungsfrühstück im Globus Gera. Globus-Geschäftsleiter Heiko Weigert (von links) im Gespräch mit Rosemarie Herbst und Karin Treffkorn aus Berga.

… Die beiden 63-Jährigen lesen ihre Tageszeitung „schon ewig“. „Aber Sie müssen sich was einfallen lassen, dass sie nicht teurer wird“, meint Frau Treffkorn …

„Ich wünsche mir eine Zeitung, in der nur Lokales steht, alles andere hört man doch im Radio oder sieht es im Fernsehen“, erzählt sie. Ein Frühstück ohne ihre Zeitung kann sich Ursula Hoffman nicht vorstellen. Seit über 40 Jahren ist sie Abonnentin und vermisst nichts "außer einer guten Rechtschreibung", wie sie sagt.

OTZ 12.6.2012

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