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Sigmar Salzburg
27.03.2008 09.51
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„Spießer“ Bushido

Das war ein überraschender Auftritt! Rapstar Bushido (29), berühmt-berüchtigt für sein Image als „Bösewicht“, ließ bei „Kerner“ (ZDF) den Spießer raushängen.

Der Berliner Musiker, der nebenbei als Makler arbeitet, erzählte, dass er etwa SMS mit Rechtschreibfehlern prinzipiell nicht beantworte und auch „kein Freund der Rechtschreibreform“ sei. …

express.de 26.3.2008
http://www.express.de

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Sigmar Salzburg
02.02.2008 13.45
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Reformgezeugter Büchervernichtungseifer

JERXHEIM. Bereits im Dezember erhielt die Bibliothek der Grundschule Heeseberg neue Bücher. Der Förderverein der Grundschule konnte 70 aktuelle Bücher anschaffen.
In den Regalen stehen mittlerweile etwa 1200 Bücher, von denen gut die Hälfte noch aussortiert werden könnte. Die Rechtschreibreform und die aktuellen Lesewünsche der Kinder zwingen zum Handeln, meinen Förderverein und Schule….

newsclick.de 2.Februar 2008
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/7914679

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Sigmar Salzburg
28.01.2008 09.31
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Geldgrab Schreibreform

Haspa spendiert 100 neue Mathe-Bücher

WEDEL – Der Dank kam musikalisch. Im Kanon – und das sogar auf englisch – sagten Kinder der Wedeler Altstadtschule „Dankeschön“ bei Rene Penz, dem Filialleiter der Hamburger Sparkasse in der Stadt. Der Grund: Aus der Stiftung eines ehemaligen Haspa-Vorstandes flossen 1700 Euro an die Grundschule, damit gleich vier Klassensätze von Mathe-Büchern auf einen Schlag beschafft werden konnten.
Üblicherweise kann dieses Lehrmaterial nach Angaben der Rektorin Andrea Kühne aus dem normalen Schuletat angeschafft werden, doch der war in jüngster Zeit durch viele Neu-Auflagen reichlich strapaziert worden. „Wegen der neuen Rechtschreibung mussten viele Deutsch-Bücher auf einen Schlag gekauft werden. Ähnlich sah die Sache wegen der Euro-Umstellung bei den Mathematik-Büchern aus“, so die Pädagogin…

fr

erschienen am 25. Januar 2008

Hamburger Abendblatt
http://www.abendblatt.de/daten/2008/01/25/840627.html

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Sigmar Salzburg
27.01.2008 07.47
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Bildungspolitik „geht Pleite“

KOMMENTAR: Verkehrte Schulwelt
Von Michael Ahlers

Wenn es darum geht, Schülern, Lehrern und Eltern mit halbgaren Reformen das Leben zu versauern, macht Deutschlands Kultusministern und ihrer Konferenz niemand etwas vor.
Nach dem Chaos um die Rechtschreibreform hat auch das Projekt G-8 beste Chancen auf einen Spitzenplatz in der Pleiten-Pannen-Peinlichkeiten-Liste deutscher Bildungspolitik.
[…]
Newsclick, 23.01.2008

http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/472071/artid/7867996

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Sigmar Salzburg
18.01.2008 13.24
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Büchervernichtung III

Nagelneues zum Nulltarif

Förderverein der Johann-Heinrich-Schwalm-Schule sammelte 800 Euro für Bücher

Obergrenzebach. Madita, Pipi und Karlsson können sich die Schüler der Johann-Heinrich-Schwalm-Schule künftig mit nach Hause nehmen: Insgesamt 100 neue Bücher hat der Förderverein der Grundschule für die beiden Standorte Leimsfeld und Obergrenzebach angeschafft.

Den Wert schätzt die Vorsitzende Marion Blasius auf 800 Euro. Symbolisch überreicht wurde die Spende am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus Obergrenzebach.
Um eine kleine Bücherei aufzubauen, gingen die Mitglieder mit ihrer Idee >buchstäblich hausieren: Brief um Brief verfasste Schriftführerin Barbara Scharf und verschickte die Anfragen an Verlage, den örtlichen Buchhandel, an Institutionen und die Gemeinde. Während es von großen Verlagen Absagen hagelte, wuchs die Bereitschaft in der Region, der Schule zu helfen. Viele kleine Spenden machten schließlich den Kohl doch fett …

Altes wurde aussortiert

... Bei der Auswahl der Bücher verließ sich der Förderverein auf die Lehrer und auf Listen örtlicher Büchereien. Schulleiter Michael Seim, der vor kurzem die Literatur mit alter Rechtschreibung aussortierte, ist froh über die Idee des Fördervereins: „Ohne ihn könnte sich das unsere kleine Schule niemals leisten.“ ...


http://www.hna.de/schwalmstadtstart/00_20080117171148_Nagelneues_zum_Nulltarif.html

Hess/Nieders. Allgemeine online
18.1.08

>>> Wertevernichtung, obwohl das Bundesverfassungsgericht am 20.7.1999 im Hinblick auf die Schüler urteilte:

Die Unterschiede zwischen herkömmlicher und neuer Schreibung sind geringfügig und beeinträchtigen die Lesbarkeit und Verwendbarkeit geschriebener Texte praktisch nicht.
(Pressemitteilung v. 29.7.1999)



– geändert durch Sigmar Salzburg am 18.01.2008, 19.15 –

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Sigmar Salzburg
09.11.2007 10.07
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Niemand ... ist gehalten, die neue Rechtschreibung zu verwenden

ARTIKEL VOM 09. NOVEMBER 2007

SKURRILES / VIELE STRAßENSCHILDER ENTHALTEN RECHTSCHREIBFEHLER
Verfahren im Grammatikchaos
Von Stuttgarterstraße über Kronenbergstrasse bis Löchgauer-Straße


Der Teufel sitzt im Detail, der Fehlerteufel offensichtlich auf Straßenschildern. Was darauf zu lesen ist, entbehrt oft jeder Logik. Die Gefahr, sich im Buchstaben-Dschungel zu verfahren, ist zwar eher gering, das Risiko, vom rechten Grammatik-Pfad abzukommen, jedoch enorm.
„Hallo, wie komme ich denn von der Mühlwiesenbrücke in Bietigheim zum Behinderteneingang des Finanzamtes?“ „Sie biegen von der Stuttgarterstraße rechts ab, werden in die Kronenbergstrasse geleitet, und oben auf dem Berg angekommen biegen Sie in die zweite rechts, die Löchgauer-Straße, ab.“ Richtig? Gut erklärt auf jeden Fall, und grammatikalisch korrekt ist diese Route auch – wenn man den entsprechenden Straßenschildern glauben möchte. Diese kleinen Deutschsünden sind nicht erfunden, sondern lachen tagtäglich Autofahrern und Fußgängern von Hauswänden und Pfosten frech entgegen. Ins Orthografie-Nirwana, bitte hier entlang.

Zuständig ist für die Beschilderung die Stadt. Wird eine neue Straße nach einem Beschluss im Gemeinderat getauft, wird der Bauhof betrauftragt, die Bestellung an eine Schilder-Firma weiterzugeben. Bleibt die Frage, was das denn für eine Firma ist. Ein Wegweiser-Discounter nach dem Motto: Kaufe mehr Schilder, erhalte drei Zeichen umsonst? Auf den Buchstabensalat angesprochen, ist Anette Hochmuth, Sprecherin der Stadt Bietigheim-Bissingen, jedenfalls verdutzt: „Das dürfte es nicht geben. Irgendeiner hat da gepennt.“

Verunsicherung herrscht offenbar auch nach der Rechtschreibreform. Vordere und Hintere Schloßstraße in Untermberg sowie Freßäcker in Bissingen jedenfalls wehren sich bislang vehement gegen das schnöde -ss. „Wir haben schon versucht, im Laufe der Zeit alles nach und nach auszutauschen. Einige Schilder sind uns wohl durch die Lappen gegangen. Ich mache keine Markungsbegehung“, sagt Hochmuth hierzu.

Auch bei zusammengesetzten Namen aus Ort, dem Anhängsler -er und Straße herrscht Verwirrung. Zusammen, getrennt oder gekoppelt, was denn nun? Im Angebot gibt es jede Schreibweise, wenns ganz hart kommt – wie bei der Löchgauer Straße mit allen Straßen- und Bushaltestellenschildern – sogar alle drei auf einmal. Mit ähnlichen Schicksalen müssen auch Bewohner der Metterzimmererstraße und Geisinger-Straße leben. Vielleicht ist Verwirrung im Grammatikchaos ja die beste Verteidigung. Doch bei der Kronenbergstrasse muss Hochmuth zugeben: „Das war noch nie richtig.“ Außer... es handelt sich um die Kronenbergs-Trasse, was jedoch zu bezweifeln wäre.

Trotzdem führt Hochmuth im Bezug auf Schilder weiter Gutes im Schilde: „Wir legen schon Wert drauf, dass sie richtig sind.“ Man sei angewiesen auf Tipps aus der Bevölkerung. Allerdings müssen die Bietigheimer noch eine Weile auf einwandfreie Wegweiser warten. Derzeit ist man bei der Stadtverwaltung mit anderen Infotafeln beschäftigt. „Aktuell sind wir dran, die Deutsche Fachwerkstraße für Touristen auszuschildern. Das ist was Größeres, weil es ganz Baden-Württemberg betrifft“, erklärt Hochmuth. Und da die Schwaben bekanntlich alles können außer Hochdeutsch, sei ein kleiner Seitenhieb erlaubt. Gut merken: F-a-c-h-w-e-r-k-s-t-r-a-ß-e.
VON CAROLINE HOLOWIECKI
http://www.bietigheimerzeitung.de/bz/html/news/artikel_stadt.php4?artikel=3212600

( ... außerdem sind Eigen- und Ortsnamen bekanntlich von der „Reform“ nicht berührt. Hier verursacht subalterner Diensteifer sinnlose Kosten.)

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Sigmar Salzburg
03.08.2007 06.51
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Schreiben leichter geworden?

Da mir die Zeitung nicht vorliegt, zitiere ich vorerst nach Theodor Ickler von der FDS-Seite:

Die schleswig-holsteinische Kultusministerin Erdsiek-Rave im Nordfriesland-Tageblatt:

- Seit heute gilt an den Schulen nur noch die neue Rechtschreibung. Gibt es noch Proteste?
- Aus den Schulen habe ich in den letzten zwei Jahren keinen einzigen Protestbrief erhalten. Wenn ich Protestbriefe bekomme, dann von den alten Reformgegnern. Unter Schülern und Eltern sind die eher nicht zu finden.
- Unterm Strich hat die Reform also funktioniert?
- Ja. Es wird vielleicht noch ein paar Jahre dauern, aber dann wird kein Mensch mehr merken, dass wir eine Reform hatten.
- Erleichtert die Reform das Schreiben für die Schülerinnen und Schüler?
- Ich bin davon überzeugt. Rechtschreibung war im Deutschen schon immer schwierig. Sie ist jetzt leichter geworden. Aber leicht ist sie immer noch nicht. Man hätte sich eine noch größere Erleichterung vorstellen können.


http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=886

Dagegen eine weitere Agenturmeldung:
>>30. Juli 2007 | 12:10 Uhr
Philologenverband: Fehlerquote durch Rechtschreibreform nicht gesenkt

Berlin (ddp). Ein Jahr nach ihrer Einführung hat die Rechtschreibreform nach Ansicht des Vorsitzenden des Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, nicht zu weniger Fehlern der Schüler geführt. 95 Prozent der Fehler würden gar nicht in den Bereichen gemacht, in denen es Änderungen gegeben habe, sagte Meidinger der Nachrichtenagentur ddp.


Das Kieler Ministerium meidet seit zehn Jahren wissenschaftliche Erfolgskontrollen wie der Teufel das Weihwasser. Die Ministerin weiß, daß sie lügt. Deshalb gibt sie sich nur „überzeugt“, stellt dann aber dennoch das „leichtere“ Schreiben im übernächsten Satz als uneingeschränkte Tatsache fest.

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Norbert Lindenthal
01.08.2007 04.46
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So berichten Zeitungen über Volksentscheid

Klicken Sie hier für die heutigen Zeitungsmeldungen über Volksentscheid. Damit Sie erkennen können, daß über den Volksentscheid zur Rechtschreibreform nicht berichtet wird.
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Norbert Lindenthal

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Norbert Lindenthal
31.07.2007 14.52
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So berichten Zeitungen über die Rechtschreibreform

Klicken Sie hier für die heutigen Zeitungsmeldungen über die Rechtschreibreform. Über den Volksentscheid wird nicht berichtet.

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Sigmar Salzburg
30.07.2007 19.39
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Dummschwätzer Zehetmair in Aktion

„Rat für Rechtschreibung: Alltag wird Rechtschreibung beeinflussen“

Die Alltagsgewohnheiten der Bürger werden die Rechtschreibung in Zukunft entscheidend beeinflussen. „Wir gehen davon aus, dass die Sprache und die Schreibgewohnheiten eine Antwort darauf geben werden, welche Schreibweise sich durchsetzt“, sagte der Vorsitzende des Rates für deutsche Rechtschreibung, Hans Zehetmair, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in München.

Am 1. August gelten die neuen Rechtschreibregeln, die in vielen Fällen Varianten zulassen, verbindlich; die Übergangsfrist in den Schulen läuft dann ab. Politische Beschlüsse zu neuen Schreibweisen seien nicht unbedingt notwendig, meinte Zehetmair. Er glaube vielmehr, dass die Wörterbuchverlage im Dialog mit dem Rat Empfehlungen geben werden. „Da wird jede Auflage Neuerungen haben, weil man dem Volk aufs Maul schaut!“

Der bis 2010 bestellte Rat wird künftig Veränderungen in der Alltagssprache genau beobachten. „Sprache bewegt sich immer, weil sie lebendig ist“, sagte Zehetmair. Besonderes Augenmerk wird der Rat auf Worte wie „Gämse“ (alt: „Gemse“) und behände (alt: „behende“) richten sowie auf Bezeichnungen fremdsprachigen Ursprungs wie „Frisör“ (alt: „Friseur“).

„Es wird sich herausstellen, was sich durchsetzt“, meinte Zehetmair. „Als ich in die Schule ging, habe ich mir ein Paar Skier geleistet; heute schreibe ich natürlich auch Schi.“ Eine Vereinheitlichung der Rechtschreibung im gesamten deutschen Sprachraum hält er für verfehlt: „Das wäre eine Verarmung, wenn es nicht mehr Wörter gäbe, die Sie nur in der Schweiz kennenlernen.“

Zum Abschluss wird der Rat der Kultusministerkonferenz einen Bericht vorlegen. Die Zeit der großen Umwälzungen ist jedoch vorbei: „Nach den turbulenten ersten zwei Jahren gehen wir jetzt in ruhigeres Fahrwasser“, erklärte der Ratsvorsitzende. Jetzt müssten Ruhe und Beständigkeit einkehren.

Dem Rat gehören 40 Mitglieder aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, Südtirol und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens an.

Gespräch: Cordula Dieckmann (dpa)


http://www.dolomiten.it/nachrichten/artikel.asp?KatID=bf&p=5&ArtID=97452

Wie soll die „Beobachtung“ gehen, wenn alle Schreibprogramme in die politisch beschlossene Dummschreibung korrigieren (z.B. „behände“) und die junge Generation darauf dressiert wird? Die seltene Eindeutschung „Frisör“ war nie Bestandteil der „Reform“...

Wer Zehetmairs Pressekonferenzen in den letzten Jahren verfolgt hat, muß zu dem Schluß kommen, daß mit ihm einst (nicht zum ersten Mal) die geballte Inkompetenz Kultusminister geworden war.



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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
30.07.2007 19.05
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Unfug für 5 Milliarden

Deutschlandradio
KULTURNACHRICHTEN

Montag, 30. Juli 2007 15:30 Uhr

Philologenverband: Rechtschreibreform hat Fehlerquote nicht gesenkt

Die Ergebnisse der überarbeiteten Rechtschreibreform könnte man auch als ernüchternd bezeichnen. Die Fehlerquote sei nicht gesenkt worden, sagte der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger. 95 Prozent würden gar nicht in den Bereichen gemacht, in denen es Änderungen gegeben habe. Hauptfehlerquellen seien dagegen weiter die Groß- und Kleinschreibung sowie die Schreibung von lang und kurz gesprochenen Vokalen. In einigen Bereichen hat die Reform aber offenbar doch etwas gebracht. So soll es mehr Sicherheit bei der so genannten S-Schreibung und bei der Kommata-Setzung geben. Neun Jahre nach ihrer Einführung und diversen Änderungen tritt die Rechtschreibreform am Mittwoch endgültig in Kraft.


Auch das Mehr an Sicherheit bei der ss-Schreibung ist reiner Schwindel. Gerade erhielt ich einen E-Brief von einem Geschäftsmann:

... tut mir leid, dass da was schief gelaufen ist. … Muss ich besser machen! … Ich rechne täglich damit, das die Lieferung ankommt… Aber das ist ja eben auch die Crux, daß man ... immer wieder ... erst herausfinden muß, was das Beste für das Instrument ist, und man verschiedenen Stärken einfach testen muß.

Die Deutschen wurden durch die „Reform“ in ein Volk von Schreibstümpern verwandelt!







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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
15.05.2007 09.10
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Permanente Reform

Kauft mehr Bücher!
von Martin Kahl (Hamburg)

Wechselnde Vorgaben der Kultusminister und knappe Staatsbudgets erschweren den Schulbuchverlagen das Geschäft. Jetzt werben sie um Eltern als zahlungskräftige Kunden.
[…]

Hoffen auf steigende Umsätze durch Bildungsreformen

Die deutschen Schulbuchverlage kämpfen zwar mit dem Bildungsföderalismus, sie registrieren sinkende Schülerzahlen und verkürzte Schulzeiten, dennoch hoffen sie auf steigende Umsätze. Immer neue Bildungsreformen, die Einführung des achtjährigen Gymnasiums, Ganztagsschulen und Rechtschreibreform könnten die Zahl der Aufträge steigern.
[…]

In den meisten Bundesländern zahlen die Eltern inzwischen für Schulbücher

In den meisten Bundesländern müssen sich inzwischen Eltern an den Kosten für Schulbücher beteiligen. Die Lernmittelfreiheit, die garantiert, dass der Staat Bücher und Übungshefte bezahlt, um Bildung unabhängig vom Einkommen der Eltern zu ermöglichen, gibt es nur noch in sechs Bundesländern. In Hamburg beispielsweise zahlt eine Familie mit zwei schulpflichtigen Kindern bis zu 200 Euro im Jahr.

http://www.ftd.de/forschung_bildung/bildung/:Kauft%20B%FCcher/197176.html

Financial Times Deutschland, 08.05.2007

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Sigmar Salzburg
03.05.2007 09.29
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Die WELTWOCHE 18/07

Greuliche Zeiten

Von Stefan Stirnemann

Die neue Rechtschreibung stammt aus dem tiefsten 19. Jahrhundert.
Dritte Folge der Ermittlungen zur neusten Rechtschreibung

Wie schafft man eine missratene Rechtschreibreform vom Tisch? Indem man über sie berichtet. Die Weltwoche berichtete am 25. Juni 1954 über Pläne, welche mit der Kleinschreibung der Substantive und weiteren Eingriffen zu folgenden Erscheinungen geführt hätten: sensazion, wase, zilinder, si hat in der tat ser vil erzält. Unter dem treffenden Titel «Die neue ‹ortografi›» liess die Weltwoche einen Reformer auftreten, den Sprachwissenschaftler Hans Glinz. Dazu kam eine Umfrage unter Schriftstellern. Hermann Hesse schrieb wortkarg: «Die vorgeschlagene neue Orthographie lehne ich, wie jede Verarmung der Sprache und des Sprachbildes, vollkommen ab.» Thomas Mann antwortete: «Mich stösst die Brutalität ab, die darin liegt, über die etymologische Geschichte der Worte rücksichtslos hinwegzugehen.» Friedrich Dürrenmatt: «Ändert man die Orthographie, ändert man die Sprache. Gegen Sintfluten kann man nicht kämpfen, nur Archen bauen: Nicht mitmachen.» Das wurde im ganzen deutschen Sprachraum gelesen, und die Sintflut musste zurückgezogen werden.

Hatten die Reformer des Jahres 1954 etwas Neues versucht? Nein, 1869 hatte der Lehrer Jakob Bucher in der Schweizerischen Lehrer-Zeitung geschrieben: «Ich möchte meine ermanung zu rüstigem und unferzagtem forwertsschreiten hir widerholen. Bereits hat sich di lererkonferenz des kantons Luzern dafür ausgesprochen, es sei eine fereinfachung der ortografi anzustreben.»

So treten immer wieder die spintisierenden Veränderer auf, die sich nicht um die Sprache und die Sprechenden scheren. Erlitten sie 1869 und 1954 Schlappen, so hatten sie 1996 zu unser aller Pech Glück. Die neuen Reformer entstammen der Familie; Hans Glinz gab den Stafettenstab des 19. Jahrhunderts seinem akademischen Schüler Horst Sitta weiter, und Sitta versucht nun, unterstützt von eigenen Schülern, die neue Rechtschreibung durchzusetzen. 1996 wurde freilich nicht eingeführt, was die Reformer eigentlich wollten (ungefähr Lehrer Buchers Programm), sondern das, was die Politiker für vertretbar hielten. Weil man nichts erprobte, musste man laufend verbessern. Heute wird behauptet, der Rat für Rechtschreibung habe die Sache abgeschlossen – in Wahrheit hoffen die Beteiligten, dass nur ja keiner merkt, was alles noch geändert und zurückgenommen werden muss.

Ein Beispiel: Wollte Glinz tz durch z ersetzen (ersezen), so will sein Schüler Sitta die Unterscheidung der Wörter gräulich (ein wenig grau) und greulich (schrecklich) aufheben; es soll nur gräulich geben. «Es war ihm unmöglich», prophezeite der Aphoristiker Lichtenberg 1773, «die Wörter nicht in dem Besitz ihrer Bedeutungen zu stören.»

In der Grauzone

Wenn wir schreiben, um möglichst deutlich einen Sinn zu vermitteln, so ist Undeutlichkeit oder Zweideutigkeit die Katastrophe, die uns bedroht. Heute ist die Katastrophe amtliche Vorschrift. Tun wir, was die Reformer nicht tun: schlagen wir Bücher auf und prüfen die Sprachwirklichkeit. Thomas Hürlimann erzählt in seiner Novelle «Fräulein Stark», wie der St. Galler Stiftsbibliothekar und sein Stab nach der Arbeit ausschauen: «Der Onkel, gewandet wie ein Tropenmissionar, stürmte aus dem Saal, im Gefolge Vize Storchenbein und sämtliche Hilfsbibliothekare, alle verschwitzt, gräulich verstaubt.» Was meint Hürlimann? Ein wenig grau verstaubt oder schrecklich verstaubt? Nach dem Willen der Reformer bleibt das ein ewiges Geheimnis. Es sei gelüftet: Hürlimann schrieb gräulich im eigentlichen Sinn, er meint die Farbe.

Der Kabarettist Heinz Erhardt reimt reformiert so: «Eine gräulich schwarze Fliege / sitzt dort rechts auf der Tapete, / putzt die Flügel und das linke / Mittelbein. – Ich lese Goethe.» Man vergleiche eine Strophe Heinrich Heines, in der ein gräulich schwarzer Koboldhauf rumort. Auflösung: Erhardts Fliege ist gräulichschwarz, Heines Koboldhauf greulich schwarz. Friedrich Rückert dichtete: «Grau macht die Zeit, die greuliche; / Trau nicht auf die untreuliche! / Sie lacht dir einen Augenblick, / Und grinst dann, die abscheuliche.» Gräulich ist etwas anderes als greulich. Was vor der Reform auf den ersten Blick klar war, ist jetzt noch nach dem fünften unklar.

Die Reformer, die ihre Lesepflicht mit dem Räuber Hotzenplotz für erfüllt halten, regeln, was sie nicht kennen. Sie werden mit ihrem ruchlosen Unsinn noch so lange Erfolg haben, als die Öffentlichkeit nicht Bescheid weiss.

[Die WELTWOCHE, Schweiz, 02.05.2007 ]
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=16405&CategoryID=66

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Sigmar Salzburg
14.04.2007 10.52
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Kostenneutrale Reform – die Eltern zahlen

Kleine Leseratten erhalten reichlich Futter

Grundschule Hude-Süd eröffnet eine eigene Bücherei / Förderverein hilft mit Geld und Handarbeit

Mit über 600 Büchern startet das Angebot zunächst. Schulleitung und Eltern denken aber schon weiter.

Von Marco Julius

hude. 15 lange Jahre hat die Grundschule Hude-Süd gewartet. 15 Jahre ohne eigene Bücherei. Damals hatte die gut bestückte Leihbibliothek aus Platzgründen weichen müssen. Ab sofort aber gibt es wieder Lesefutter für junge Leseratten. Großen Anteil daran hat der Förderverein der Schule an der Glatzer Straße. Er hat mit verschiedenen Aktionen Geld gesammelt, einen Großteil der zum Start rund 625 Bücher finanziert und auch sonst Hand angelegt: „In über 100 Arbeitsstunden haben wir die Bücher mit Schutzfolie überzogen, mit einer Signatur versehen und gestempelt, damit die Ausleihe funktuionieren kann“, sagt Annette Krüger, zweite Vorsitzende des Fördervereins.

Mechthild Walk, Rektorin der Schule, freut sich über soviel Elternengagement. Bis zu zwölf Mütter haben geholfen, dass die rund 300 Kinder der Grundschule ans Lesen herangeführt werden können. Das sei eine besondere Motivation, sagt etwa Anke Janzen, die als Mutter mit angepackt hat. „Viele Kinder haben noch nie eine Bücherei von innen gesehen. Unser Projekt ist eine tolle Werbung für das Lesen.“

Das sieht auch der Vorsitzende des Fördervereins, Frank Otte, so. „Das Etappenziel des Vereins ist es, 1000 Bücher im Bestand zu haben.“ Rektorin Walk denkt noch weiter. Sie will bei 1000 nicht Halt machen und alle Regale füllen. Etwas betrübt sind die Bücherei-Macher, dass die Gemeinde „nur“ den Raum und die Regale stellt, sonst aber keine finanzielle Hilfe gibt. Deswegen will man weiter mit eigenen Aktionen die Werbetrommel rühren und Spenden sammeln. Am 23. Juni etwa ist ein Sponsorenlauf geplant, der Geld für weitere Bücher bringen soll.

Elke Janzen, Mutter zweier Kinder an der Schule, weiß, wie sehr sich die Grundschüler auf „ihre“ Bücherei freuen. Schon vor der ersten offiziellen Ausleihe, die in den Unterricht eingebunden wird, sind die Kinder heiß auf Bücher.

Und der Bestand kann sich schon jetzt sehen lassen. „Wir haben eine Mischung aus Sachbüchern und bunten Geschichten. Dabei haben wir darauf geachtet, dass für Kinder jeder Jahrgangsstufe etwas dabei ist“, sagt Annette Krüger. Eine umgangreiche Lexikothek ist ebenso dabei wie die beliebten Bücher aus der Reihe „Die wilden Hühner“. Auch Kinderbuchklassiker wie Pippi Langstrumpf und Kalle Blomquist fehlen nicht.

Bücher aus der ehemaligen Schulbücherei sind allerdings nicht zu finden. „Alle Bücher hier sind neu angeschafft. Das liegt an der Rechtschreibreform. Wir können den Kindern ja nicht zumuten, heute falsche Schreibweisen zu lesen“, erläutert Rektorin Walk.

Eine Konkurrenz zur Gemeindebibliothek am Huder Bach soll die Bücherei auch nicht sein, eher eine Ergänzung auf dem Weg von der kleinen Leseratte zum großen Bücherwurm.


Delmenhorster Kreisblatt 12.04.2007

http://www.dk-online.de/index.php?artikel=1345072

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Sigmar Salzburg
02.03.2007 07.00
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Immer wieder: Überflüssige Rechtschreibreform

Unverhoffte Flirts
Noch in diesem Jahr soll Thüringen nach den Plänen der Landesregierung ein Nichtrauchergesetz bekommen. Einzelheiten stehen noch nicht fest. Zumindest im Gespräch ist für Gaststätten aber ein absolutes Rauchverbot. […] Früher hatte der „Alte Kaiser“ 30 Stammgäste. „Heute sind es vielleicht noch zwölf.“ Kommt das Gesetz, könnte das das Ende für die Gastronomie in vielen Dörfern sein, steht für Bellstedt fest. Für ihn ist die Verordnung "überflüssig“. Wie das Dosenpfand und die Rechtschreibreform. Matthias SCHENKE

Thüringer Allgemeine
02.03.2007

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