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Sigmar Salzburg
23.07.2012 04.23
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Sportlich-Literarisches aus der ‚jungen Welt‘

... auch ohne Reformkleidung:

»Ich bin ein Mann mit Muskeln«
Nie war der Sport so beliebt wie in der Weimarer Republik – sogar unter Schriftstellern

… Der Skandalautor Arthur Schnitzler spielt leidenschaftlich Tennis, Vicki Baum paddelt, Bert Brecht boxt, Alfred Polgar steht an der Tischtennisplatte.

Aber nicht alle Literaten machen diese Mode mit. Rainer Maria Rilke etwa haßte Sport. Obwohl er längere Zeit an der Adria wohnte, ging er nie baden. Auch Lion Feuchtwanger saß lieber am Schreibtisch, wenn seine Frau Martha den Handstand probte. Ebenso Thomas Mann, der nur verhalten mitfieberte, als seine motorsportbegeisterte Tochter Erika 1931 an der 10000-km-Rallye nach Berlin teilnahm.

Daß Sport auch Mord sein kann, wußte schon Brecht: »Der große Sport fängt da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein.« Der Augsburger mußte es wissen, immerhin fuhr er, wie Erika Mann autobegeistert, aber im Gegensatz zu ihr nicht sonderlich fahrtauglich, kurz hintereinander zwei Autos zu Schrott. … Den größten Gewinn aus dem Sport dürfte allerdings Egon Erwin Kisch gezogen haben: Als der Torwart seiner Mannschaft zum sonntäglichen Spiel einmal nicht auftauchte, besuchte ihn der leidenschaftliche Fußballspieler Kisch und erfuhr dort, daß der Freund Polizisten die Wohnung des Oberst Redl aufbrechen helfen mußte. Kisch forschte nach und deckte den wohl größten Spionageskandal der Kaiserzeit auf – wodurch er über Nacht zu einem der bekanntesten Reporter überhaupt wurde.

Mehr in jungeWelt.de v. 23.7.2012

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Sigmar Salzburg
04.07.2012 08.35
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Linke wirft Stadtbibliothek Zensur vor

Greifswald (OZ) – Die Abbestellung der im eigenen Selbstverständnis linken Tageszeitung „Junge Welt“ durch die Stadtbibliothek verärgert die Bürgerschaftsfraktion Die Linke in Greifswald. Bibliotheksleiterin Angelika Spiecker begründet den Schritt mit der Position des Blattes, das eine extremistische Position vertrete und wohlwollend über Terrororganisationen berichte. Rudi Duschek, langjähriges Linke-Fraktionsmitglied und Leser der Jungen Welt spricht dagegen von Pressezensur übelster Sorte…
Ostsee-Zeitung 2.7.2012

Die „junge Welt” schreibt dazu:

Hoffen wir, daß Frau Spiecker konsequent bleibt. Als erstes wird sie jetzt wohl alle Springer-Zeitungen aus der Bücherei entfernen, bei denen die Aktzeptanz von Gewalt zur Umsetzung politischer Ziele schon in den Arbeitsverträgen der Redakteure festgeschrieben ist. Sie müssen nämlich positiv über die USA und Israel berichten …
jW 4.7.2012

Ein weiterer Grund dürfte nicht genannt worden sein: Die Bürger sollen nicht sehen, daß die „junge Welt“ noch in der bewährten Kulturrechtschreibung druckt, ebenso wie die „Junge Freiheit“. So müssen längst vergessene Beiträge an den Haaren als Begründung herbeigezogen werden, wie die Satire zum 13. August vor fast einem Jahr.

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Sigmar Salzburg
13.06.2012 07.33
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Die Klagen der Mittäter

Die „junge Welt“ berichtet – in traditioneller Kulturrechtschreibung – über Studien der GEW:

Kultur im Schwund
Musische und künstlerische Bildung spielt an Schulen eine immer geringere Rolle…


Kulturelle Bildung gerät an deutschen Schulen zunehmend ins Hintertreffen. Nach einer Umfrage der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sind entsprechende Angebote im Klassenzimmer und außerhalb desselben in den zurückliegenden Jahren vielfach zurückgefahren worden. Den stärksten Schwund verzeichnen demnach Hauptschulen und Gesamtschulen. … Eine zentrale Aussage der Studie lautet, daß die soziale Kluft zwischen den Heranwachsenden weiter zunimmt.

… Knapp 40 Prozent machten eine rückläufige Tendenz aus, an den Hauptschulen waren es 48 Prozent, an Gesamtschulen 46 Prozent. Grundschulen mit 35 Prozent, Gymnasien mit 33 Prozent und Gemeinschaftsschulen mit 30 Prozent schnitten zwar besser ab, sind aber ebenfalls vom Abwärtstrend erfaßt. An allen Schulformen zeigt sich, daß bei strukturellem Lehrermangel oder akuten personellen Engpässen zuerst bei der musischen und künstlerischen Bildung gekürzt wird…

Das Ende Mai zum zweiten Mal vorgelegte »Jugend-KulturBarometer« untersucht, in welchem Maße Jugendliche ihre Freizeit mit kulturellen und künstlerisch-kreativen Aktivitäten ausfüllen. Dabei zeigt sich, daß für immer mehr Kinder der einzige Kontakt zur Kultur über die Schule hergestellt wird. »Viele junge benachteiligte Bevölkerungsgruppen kommen ohne Schule überhaupt nicht in den Genuß kultureller Darbietungen und Bildungsangebote«, zitiert die dpa die Direktorin des Zentrums für Kulturforschung, Susanne Keuchel. Die Untersuchung belegt eine starke Abhängigkeit der kulturellen Erziehung junger Menschen vom Bildungsgrad ihrer Eltern. Deshalb sei die Schule »unverzichtbar« …

»Zudem ist es seit 2004 noch nicht gelungen, die Chancengleichheit im Primarbereich zu verbessern«, moniert Keuchel. Das könnte folgenschwer sein. Denn je früher ein Kind zum ersten Mal ein Theater, ein Museum oder ein Musikkonzert besucht, desto eher hält es der Kultur auch später die Stange...

Laut GEW-Umfrage liegt derweil auch an den Schulen noch vieles im argen… Ingesamt hält die Bildungsgewerkschaft die äußeren Bedingungen für die kulturell und musisch-ästhetische Bildung an vielen Schulen für »völlig unbefriedigend«.

junge Welt 13.6.2012

Das deckt sich auch mit den eigenen Erfahrungen. Dabei muß man aber darauf hinweisen, daß die GEW nicht nur in dieser Zeit mit fanatisch-missionarischem Eifer bei der Durchsetzung der nichtsnutzigen Rechtschreibreform mitgewirkt hat – eine Energie- und Mittelvergeudung, die auch zur Entfremdung gegenüber der traditionellen Kultur und zu deren Mißachtung beigetragen hat. Allein die Vernichtung des überlieferten Jugendbuchbestandes zeigt das Ausmaß der von der GEW mitzuverantwortenden Kulturzerstörung. Auch der Austrocknung der „elitären“ klassischen Musikkultur standen viele Genossen wohlwollend gegenüber.

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Sigmar Salzburg
12.05.2012 06.24
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Hans Paasche

In der „jungen Welt“, die weiterhin in bewährter Rechtschreibung erscheint, erinnert Helmut Donat an Hans Paasche und seine »Forschungsreise des Afrikaners Lukanga Mukara ins innerste Deutschland«, dessen fiktiver Reisebericht vor hundert Jahren in Briefform erschien:

Alles, was die Deutschen damals als besonders wertvoll und selbstverständlich ansahen, stellt Lukanga in Frage. Der Hurrapatriotismus, die Heuchelei und Großmannssucht, der Korpsgeist und die Vergötzung der Macht, der Pflicht- und Ehrbegriff, das Erbrecht und die soziale Ungerechtigkeit, die Organisation des Arbeitslebens, der Volkswirtschaft, des Verkehrs und Geldwesens, die Eß- und Trinkgewohnheiten, das »Rauchstinken«, die sinnlose Geschäftigkeit und Bierseligkeit, die »Unsitte des Bekleidens«, die Reklame und Buchstabengläubigkeit, die Schmutz- und Schundliteratur, die alltäglichen Lebenslügen und Verrücktheiten der Weißen: All das und mehr wird von Lukanga Mukara staunend betrachtet und anschaulich und geistreich, spöttisch und verabscheuend, aber auch mitfühlend für das Leid der Betroffenen geschildert...

In Ostafrika war er [Hans Paasche] 1905 an der Niederwerfung von Aufständen beteiligt und wandelte sich vom Marine- und Kolonialoffizier zum Ankläger des Militärwesens und »Freund Afrikas«. Er trat für Frieden und soziale Gerechtigkeit, für Umwelt-, Tier und Naturschutz ein, bekämpfte den Militarismus und Nationalismus, die Todesstrafe und den Alkoholismus, wirkte für Vegetarismus, Bodenreform, Frauenstimmrecht und »natürliche Lebensweise«. Wegen seiner Kriegsgegnerschaft wurde Paasche im Oktober 1917 inhaftiert und in ein Berliner Nervensanatorium gesteckt. Rosa Luxemburg, Carl von Ossietzky, Kurt Tucholsky und Friedrich Wilhelm Foerster bewunderten ihn... Im Mai 1920 erschossen ihn rechtsradikal gesinnte Reichswehrsoldaten auf seinem Gut »Waldfrieden« in der Neumark. Hans Paasche hat den Erfolg seines »Lukanga Mukara« nicht mehr erlebt.
jungewelt.de 12.05.2012

Ich besaß während meiner Schulzeit den „Papalagi“ von Erich Scheurmann und war erstaunt, als ich erfuhr, daß dieser nur ein wenig später erschienenes Ideenplagiat von Paasches Brieftexten war. Als der „Papalagi“, neu aufgelegt, im Zuge der Alternativwelle 1977 zu einem ungeahnten Erfolg wurde, kam es zu einem bemerkenswerten Rechtsstreit mit bundestypischem Ausgang – siehe ZEIT v. 24.11.1989, noch in „unverzimmerter“ Rechtschreibung.

Paasche wäre ein würdiger Namengeber für Straßen u.ä. Anscheinend hat das aber noch niemand erfolgreich vorschlagen können.

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Sigmar Salzburg
10.05.2012 05.21
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die macht der presse – das macht die presse

Umfragen zufolge liegt die Linkspartei in der Wählergunst derzeit bei rund vier Prozent. Damit verpaßte sie zwar den Wiedereinzug in den Landtag, jedoch sind noch knapp 40 Prozent der Stimmberechtigten unentschlossen, welcher Partei sie ihre Stimme geben wollen. … Verschiedene Zeitungen verzichten mittlerweile komplett darauf, die Linkspartei zu erwähnen. Einige retuschierten Spitzenkandidatin Schwabedissen weg aus Fotos, die zur sogenannten Elefantenrunde der Spitzenkandidaten beim Westdeutschen Rundfunk gemacht wurden.
junge Welt.de 10.5.12 (in Traditionsschreibung)

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Sigmar Salzburg
23.04.2012 08.13
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Vom politischen Rebellen zum angepaßten Erneuerer (der Rechtschreibung)

[Kai Degenhardt im Interview in der „jungen Welt“ (nicht angepaßt):]

[Kai Degenhardt] Der gleiche Schreiber, der das engagierte Lied rückblickend als naiv bezeichnet, will ja nicht als jemand dastehen, der sich politisch angepaßt hat und einfach nur mitmacht.

Auf Ihrer neuen Platte »Näher als sie scheinen« tauchen Figuren auf, die ebenfalls Elemente solcher Biographien mitbringen. Sie zeichnen Charaktere, die sich vom politischen Rebellen zum angepaßten Erneuerer im Rahmen neoliberaler Arbeitswelten entwickeln. Warum interessieren Sie sich für diese kleinbürgerlichen Auf- und Abstiegskarrieren?

[Kai Degenhardt] Das hat sicher damit zu tun, daß ich diesem Milieu sehr nahe bin. Ich komme aus diesen Jahrgängen und den Milieus, wo so etwas stattfand. Der Mainstream in meiner Altersstufe wurde linksradikal sozialisiert, sogar in den Schulen. Ich war auf einer Gesamtschule, von der ich den Eindruck hatte, daß die Hälfte des Kollegiums in K-Gruppen organisiert gewesen war…

junge Welt 21.4.2012

»Wenn du wegrutschst jetzt an dem hellichtgrünen Tag / Auf dem schwarzen Boulevard und dich der Ekel packt / vor allen Gegenständen und der Ratte Zeit, die frißt und nagt«.

junge Welt 23.4.2012

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Sigmar Salzburg
25.03.2012 07.43
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Gute Rechtschreibung macht aufmerksam …

Der Riß
Rauhes Klima auf der Sonneninsel Hiddensee: Ernst Busch im Abseits, Bürgermeister im Zwiespalt …


junge Welt 24.3.2011

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Sigmar Salzburg
31.01.2012 12.29
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… ändern Sie doch die Gesetze

In der aktuellen „jungen Welt“ steht ein aufschlußreicher Artikel zu einem bekannten Staatsorgan (in bewährter Rechtschreibung) – daraus nur ein Zitat:

Meine Akte
50 Jahre vom Geheimdienst überwacht: Das Amt führt Kalten Krieg gegen das Grundgesetz
Von Wolfgang Gehrcke

… Auf meine Argumentation, daß Staatsakten in der Regel für 30 Jahre gesperrt sind und dann öffentlich werden und zumindest für meine Akte das auch gelten müsse, ich also bis 1980 die Akte einsehen können sollte, antwortete der Richter: »Sie sind Abgeordneter, ändern Sie doch die Gesetze.«

jungewelt.de 31.1.2012

So etwas ähnliches haben wir als Mitstreiter der Bürgerinitiative gegen die Rechtschreibreform auch des öfteren von Amtsträgern hören müssen. Nun – wir haben die Gesetze durch die Volksabstimmung geändert. Doch nach wenigen Monaten wurde das vom Volke Beschlossene wieder annulliert – durch den bekannten Parteienklüngel, ohne vom Volk dazu ermächtigt worden zu sein: Real existierende „Demokratie“.

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Sigmar Salzburg
28.11.2011 12.47
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Heute wird Tomi Ungerer 80

Die „junge Welt“ schreibt (in traditioneller Rechtschreibung) u.a.:

... Seine recht eigenartige Kindheit verbrachte Ungerer als das jüngste von vier Geschwistern im elsässischen Logelbach, nahe Colmar, wohin sich seine Mutter zurückgezogen hatte, nachdem ihr Mann, der ein Künstler, Historiker und Büchersammler war und sogar die Astronomische Uhr des Strasbourger Münsters gewartet hatte, verstorben war. Ungerer kam erst einmal nicht mit Gleichaltrigen zusammen, da seine Mutter überfürsorglich agierte und in der Familie auch nur Französisch sprechen ließ. Elsässisch galt als Sprache des einfachen Volkes. Wie auch das Deutsche lernte er es erst in der Schule, was er regelrecht als befreiend empfand. Das Abitur verfehlte er, der in seinem Abschlußzeugnis sogar als »pervers« und »subversiv« bezeichnet wurde…

8.12. 2011 – 18.3.2012 Ausstellung: Tomi Ungerer: Satiricon – Das satirisch-komische Werk, caricatura-Museum Frankfurt/Main

jungewelt.de 28.11.2011

Aber warum diese politische Korrektheit? „Straßburg“ ist der seit Jahrhunderten anerkannte deutsche Name der Stadt.

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Sigmar Salzburg
21.11.2011 20.57
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Heinrich von Kleist

Die „junge Welt“ brachte heute zu Heinrich von Kleists 200. Todestag eine Würdigung von Kai Köhler, z.Zt. Professor für Germanistik in Seoul (in richtiger deutscher Rechtschreibung):

Diese Werke zeigen bereits alle Charakteristika von Kleists Dramen: eine Vorliebe für aufs äußerste gesteigerte Paradoxien; eine Behandlung, die den Vers an die Grenzen seiner Möglichkeiten treibt und doch das metrische Grundmuster stets erkennen läßt; eine Sprachbetonung, die gleichsam gestisch die Haltungen der Figuren zueinander vorschreibt …

jungewelt.de 21.11.2011

Siehe auch die neue Kleist-Gesamtausgabe
und Anmerkungen von Norbert Schäbler.

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Sigmar Salzburg
21.10.2011 22.06
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Rechtsgedanken in richtiger Rechtschreibung

Daß die Aufständischen mit ihrem Gefangenen »kurzen Prozeß« machten, dürfte seinen Grund darin haben, daß sie sich dem Risiko eines ordentlichen Gerichtsverfahrens, in dem auch ihre Greueltaten und die ihrer massakererprobten ausländischen Helfer zur Sprache hätten kommen können, nicht aussetzen wollten.

junge Welt 22.10.2011

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Sigmar Salzburg
05.05.2011 09.27
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'Bewußtsein'

»Er weiß, daß er über sich nachdenkt«

Über neoliberale Hirnforscher im allgemeinen und das Hirn Gerhard Roths im besonderen. Ein Gespräch mit Alexander Braidt


Interview: E-Mail-Interview: Reinhard Jellen

Alexander Braidt, Privatgelehrter aus München, hat im Oktober bei Pahl-Rugenstein eine »Streitschrift zum Menschenbild der jüngeren Hirnforschung« mit dem Titel »Bewußtsein. Der Abgrund zwischen Mensch und Tier« veröffentlicht (355 S., 26 Euro)

Sie schreiben in Ihrem aktuellen Buch, daß Geistes- und Naturwissenschaften in bezug auf das Bewußtsein konträre Positionen vertreten. Welche sind das?

Die Philosophie hat seit Kant und Hegel keine überzeugenden Aussagen über die Welt mehr hervorgebracht, während die Naturwissenschaft mit immer neuen, aufregenden Teilergebnissen glänzen kann. …
… Es läßt sich kein spezieller Ort für das Ich im Gehirn finden, aber die Allerweltsvorstellung vom Ich suggeriert einen zentralen Steuermann im Kopf. Daraus schließen sie, daß es ein Ich nicht gibt.

… spätestens seit dem Cro-Magnon-Menschen denkt, spricht und handelt der Mensch radikal anders als das intelligenteste Tier; seitdem vergrößert sich der Abgrund immer mehr, obwohl sich das Gehirn des Menschen nicht relevant verändert hat. Als entscheidendes Ingrediens, als Zusatzqualität, hat das Gehirn des werdenden Homo sapiens das Bewußtsein gewonnen.

... Der Mensch denkt nicht nur »über sich selbst« nach, sondern er tut dies auf exquisite Weise: Nämlich vor seinem »inneren Auge«, er weiß, daß er über sich nachdenkt. …

Am Ende eine Frage, die schon Kant umgetrieben hat: Wie frei ist der freie Wille?

Das eigentlich Skandalöse an der Debatte über den sogenannten freien Willen war, daß endlos schwadroniert wurde, ohne den Freiheitsbegriff zu klären. Die Deterministen in der Hirnforschung – vorneweg Gerhard Roth und Wolf Singer – polemisierten gegen die weltfremde Vorstellung einer absoluten Freiheit. Nur: Was kann überhaupt absolut frei sein? Außer einem eingebildeten Gott, der genau aus diesem Grund nicht real existieren kann, fällt mir partout nichts ein. …

junge Welt 5.5.2011

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Sigmar Salzburg
08.04.2011 07.43
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Warum schreibt Gehrke nicht gleich richtig?

Verhandeln statt bomben

Offener Brief an Uri Avnery: Krieg wird die Welt niemals besser machen


junge Welt dokumentiert einen offenen Brief Wolfgang Gehrckes, außenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, an den israelischen Publizisten und Friedensaktivisten Uri Avnery...

Lieber Uri,

da wir in den vergangenen Jahren in der wirklich schwierigen, unglaublich vertrackten Nahost-Problematik gut und auch mit Sympathie zusammengearbeitet haben, bin ich mir sicher, daß Widerspruch Dich nicht verletzt, ...

jungewelt.de 8.4.2011

Wolfgang Gehrke (Linke) schreibt an Urs Avnery in Reformschreibung, die „junge Welt“ veröffentlicht in deutscher Kulturrechtschreibung. In der Eile wurde einiges übersehen.. Die traditionellen „ß“ schafft der Automat, vereinzelte unhöfliche „du“, „dir „ und „deine“ blieben, das hypertrphe „aufs Neue“ wurde gefunden und durch traditionelle Kleinschreibung ersetzt, das falsch reformierte „Recht“ blieb, „vielleicht hast du Recht“ „ich gebe dir hundertmal Recht“, nur die Anrede wurde traditioneller Höflichkeit angepaßt. „Gaddafi“ erhielt die bessere Umschrift „Ghaddafi“; allerdings herrscht da im Deutschen Chaos. Richtiger schreiben die anglophonen Agenturen „Qaddafi“, obwohl das Qaf in Nordafrika nicht klassisch klingt.

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Sigmar Salzburg
24.02.2011 12.14
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Extrempädagogik

Mein Kind kann Mandarin

Brauchen wir das Gymnasium für Babys? Einwurf zum Förderwahnsinn


Von Colin Goldner

Eine der fatalsten Folgeerscheinungen von Neoliberalismus und PISA-Studie ist der Wahn vieler Eltern, ihren Kindern mit ausgetüftelten Frühförderprogrammen einen »Vorsprung« vor allen anderen verschaffen zu müssen. Und zwar schon ab dem dritten Lebensjahr. In besonderen Kursen malen sie ägyptische Hieroglyphen und chinesische Schriftzeichen, ….

Die Eltern aber glauben, was ihnen von selbsternannten Frühförderpädagogen und Neurodidaktikern eingeredet wird, daß nämlich die schwierigen Begriffe sich »irgendwo« in der Großhirnrinde des Kindes verankern würden … Private Frühfördereinrichtungen, in die finanziell bessergestellte Eltern ihren Nachwuchs parallel zum meist ebenfalls privaten Kindergarten schicken, haben Hochkonjunktur: »Enrichment Education for Tomorrow’s Leaders!« Die Kosten für einen 24-Monate-Kurs bei einem Berliner Anbieter – zwei Stunden pro Woche – liegen bei 2 880 Euro.

Knapp 25000 Kinder besuchen derzeit eines der Helen-Doron-Zentren, in denen sogenanntes »Early English« bereits für drei Monate alte Babys angeboten wird. Die Zahl der Anmeldungen verdopple sich jährlich, so der Deutschland-Koordinator des US-Franchiseunternehmens. Säuglingen werden in den Kursen englische Lieder vorgesungen, Kleinkindern werden Bildkärtchen mit englischen Begriffen gezeigt, die sie oft noch nicht einmal auf deutsch kennen. Die Kinder werden mit englischen Begriffen regelrecht überflutet, in der Annahme, irgend etwas werden schon im Neokortex hängenbleiben und die Investition bezahlt machen.

Derlei Programme sind, wie Lern- und Gedächtnisforscher kritisieren, absurd: Es gibt keinerlei Anhaltspunkt, daß Babys oder Kleinkinder irgendeinen Vorteil daraus bezögen, außerhalb ihres gewohnten Lebenszusammenhanges englischen – wahlweise auch russischen, chinesischen oder japanischen – Lauten ausgesetzt zu werden. Ganz im Gegenteil: Kinder, denen von ehrgeizigen Eltern und Lerntrainern eingetrichtert wurde, daß sie anderen immer zumindest eine Nasenspitze voraus seien und sein müßten, können massive Probleme bekommen, wenn sie erkennen – sprich: im wirklichen Leben erkennen müssen –, daß sie einfach nur durchschnittlich und ganz normal sind.

jungewelt.de 24.2.2011

Das andere Extrem bildet die Erleichterungspädagogik, die mit viel „Stuss“ und „ss“ angeblich Lernvorteile erzielt. Das wird in dieser Zeitung vorteilhaft vermieden.

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Sigmar Salzburg
01.12.2010 07.33
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„jW“ – in regierungsunabhängiger Rechtschreibung

Ja zur Mappus-Show
[Foto]
Nach Geißlers Schlichterspruch schallen laute Proteste durch das Stuttgarter Rathaus: »Oben bleiben« und »Mappus muß weg«

Mehr Bürgerbeteiligung, mehr Transparenz, für den Tiefbahnhof – auf diesen kurzen Nenner läßt sich der Schlichterspruch im Streit um das Projekt »Stuttgart 21« bringen. »Ich halte die Fortführung des Baus von ›Stuttgart 21‹ für richtig«, sagte der als Vermittler zwischen Befürwortern und Gegnern eingesetzte CDU-Politiker Heiner Geißler ...

Die Aufgabe des milliardenschweren Prestigeprojekts oder auch nur ein Baustopp werden von den »S21«-Protagonisten aber weiterhin kategorisch ausgeschlossen.
Statt dessen planen sie nach Informationen der »Parkschützer«, bereits am Freitag weitere Bäume am Nordausgang des Stuttgarter Hauptbahnhofs zu fällen. Die Organisation ruft zu Blockaden dagegen auf. Am 30. September hatte die brutale Räumung des Schloßgartens zur Durchsetzung der ersten Baumfällarbeiten zu heftigen Kontroversen und der Einrichtung eines Untersuchungsausschusses im baden-württembergischen Landtag geführt. Neben den Blockaden ist für kommenden Samstag (14 Uhr, Hauptbahnhof) eine weitere Großkundgebung geplant. Am 11. Dezember findet in der Landeshauptstadt eine Demonstration statt, zu der bundesweit mobilisiert wird...

jungewelt.de 1.12.2010

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