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Focus
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Sigmar Salzburg
10.01.2013 19.21
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Der Focus heuchelt Mitgefühl mit den AbGEZockten

System GEZ: So kommt die Gebühren-Krake an Ihr Geld

focus.de 10.1.13

Dazu ein Leserkommentar (10.1.13):

Wird das nicht langsam langweilig?
von Martin Schmücker

Jeden Tag gibt es einen neuen „Enthüllungsartikel“ zur GEZ, pardon: Zum Rundfunkbeitrag. Und wenn es mal keinen gibt, werden Leserkommentare unter dem Motto „Kampf dem Öffentlich-rechtlichen Fernsehen“ zusammengestellt. Dem Focus muss das Wasser (Verringerung der Werbeeinnahmen) bis zum Hals stehen, wenn er so unter der Gürtellinie agiert ...
__________

Hätte doch der Focus auch bei der von der Mehrheit des Volkes abgelehnten „Rechtschreibreform“ diese Solidarität und diesen Einsatz gezeigt! Sie wäre wohl sang- und klanglos untergegangen:

Als treibende politische Kraft gilt dabei Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner. Mehrfach hatte Döpfner in den vergangenen Monaten Vertreter anderer Verlage nach Hamburg geladen, um ein möglichst breites Medien-Bündnis gegen die seit 1998 an den Schulen eingeführten neuen Schreibregeln zu schmieden…
Doch bis Freitag blieb es nur beim Schulterschluss von Springer und Spiegel. «Focus»-Chefredakteur Helmut Markwort – dem bei der Aktion die weitere Schlüsselrolle zugedacht war – gab Döpfner einen klaren Korb:
«Deutschland hat derzeit wichtigere Probleme als neuen Streit um die Rechtschreibreform»
(Merkur 6.8.2004)

Und als einige Ministerpräsidenten wagten, die alte Rechtschreibung neben der neuen bis zur weiteren Klärung noch nicht als Fehler anrechnen zu lassen, ließ Markwort in seinem Magazin den üblen, wahrheitsverdrehenden Satz einrücken:
»Eins aber haben die Schreibrevoluzzer erreicht: Deutschland ist wieder geteilt.«
(Focus 16.8.2004).

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Sigmar Salzburg
03.12.2012 11.44
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Gewalt verändert die Gene von Kindern

Wer als Kind Gewalt erlebt, leidet als Erwachsener eher unter psychischen Problemen. Eine Studie zeigt nun: Traumatische Erlebnisse hinterlassen auch Spuren im Erbgut – jedoch nur, wenn zusätzlich eine genetische Veranlagung dazu gegeben ist. Das konnten internationale Wissenschaftler in einer Studie nachweisen…

Die Forscher fanden heraus, dass diese Betroffenen sich durch eine spezielle Variante im FKBP5-Gen von den nicht erkrankten Trauma-Opfern unterschieden. Bereits bekannt war, dass das FKBP5-Gen in Folge traumatischer Erlebnissen eine veränderte Aktivität zeigt.

Erstmals wurde nun aber die konkrete Sequenz gefunden, die dafür verantwortlich ist, ob ein Trauma dauerhafte Spuren auf dem Gen hinterlässt. Denn nur wenn diese bestimmte Genvariante vorliegt, kann es zu stressvermittelten molekularen Veränderungen an der DNA kommen. Dadurch erhöht sich die Aktivität des Gens und das Stresshormonsystem wird falsch reguliert, wie die Max-Planck-Forscher in Experimenten an Nervenzellen nachweisen konnten…

Ob diese Schwächung des Stresssystems auch an die Kinder der erkrankten Trauma-Opfer vererbt wird, konnte noch nicht untersucht werden. Die Veränderung ist bei den Betroffenen aber dauerhaft.

focus.de 3.12.2012

NB: „Stresssystem” wurde in die Liste der sss-Greuel aufgenommen.

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Sigmar Salzburg
03.10.2012 15.26
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Zum Tag der (orthographisch wieder verspielten) Einheit

„Fern von der Macht ließ es sich in der DDR ganz gut leben“

Am Mittwoch zeigt die ARD den ersten Teil der Bestseller-Verfilmung „Der Turm“…

Uwe Tellkamps Roman „Der Turm“ schildert [in unreformierter Kulturrechtschreibung] das Leben der Bildungsbürger-Familie Hoffmann in den letzten sieben Jahren des DDR-Regimes…

FOCUS Online: Herr Schubert, Uwe Tellkamps Buch „Der Turm“ galt bis jetzt als unverfilmbar. Wie gut ist die Umsetzung gelungen?

Götz Schubert: Sehr gut. Man darf nur nicht erwarten, das ganze Buch zu sehen. Natürlich muss etwas weg_gelassen werden. Der Film legt das Augenmerk deshalb auf sechs Hauptfiguren, zeigt also nur einen Teil des Romans. Ich finde aber, dass er damit mehr ist, als eine bloße Literaturverfilmung. Er ist ein eigenes Kunstwerk.

FOCUS Online: Wodurch zeichnet sich das aus?

Schubert: Der Film ist in sich extrem stimmig. Ich muss kein Literaturstudium abgeschlossen haben, um ihn zu verstehen.

FOCUS Online: Mussten Sie als Schauspieler auch etwas weglassen?

Schubert: In gewisser Weise schon. Ich habe Vieles gelesen, das im Film nicht auftaucht. Das nutze ich als Hintergrundwissen. …

FOCUS Online: Wie ist Ihre Familie damit umgegangen, als Bildungsbürger in der Diktatur des Proletariats zu leben?

Schubert: Sehr entspannt. Sie sind mit uns oft zu Konzerte, ins Theater und Ausstellungen gegangen. Ich durfte früh selbst Theaterspielen, hatte Klavierunterricht. Es war durchaus nah an dem, was in „Der Turm“ dargestellt wird: keine revolutionäre, aber eine sehr humanistische Weltanschauung…

focus.de 3.10.2012

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Sigmar Salzburg
25.07.2012 06.44
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Qualitätsunterschied: SPIEGEL - FOCUS

Esogeschnatter im Sommerloch
Horoskope, Handlesen, Tarotkarten: Beim Fernsehtalk von Sandra Maischberger herrschte das Sommerloch – auf allertiefste Weise. Nur ein Gast erwies sich als solider Gegenpol zum Aszendenten-Geschnatter von Hella von Sinnen, Uwe Ochsenknecht und Co.
[Pastor Fliege]
[…]
Gab es einen heimlichen Star?
Michael Salomon erwies sich als solider Realist und Gegenpol zu dem Aszendenten- und Tarot-Geschnatter, das sich in der Maischbergers Runde ausgesprochen raumgreifend erhob. Der Autor und Sprecher der religionskritischen Giordano-Bruno-Stiftung erklärte, dass „Barnum-Sätze“ wie „bei aller Impulsivität sind sie doch ein sehr romantischer Geist“ irgendwie immer stimmen und brachte bisweilen gar Hella von Sinnen mit seinem etwas irritierenden Dauerlächeln zum Schweigen. Und er warnte vor der „sanften Verblödung“ durch Esoterik, wenn „Spitzentechnologie und Spitzenidiotie aufeinandertreffen“. ¹)

spiegel.de 25.7.2012

Dieser eine Gast wird bei Focus nicht einmal erwähnt:

Geständnis im Fernsehen
Uwe Ochsenknecht lässt sich die Karten legen

focus.de 25.7.2012

¹) z.B: Die Computer-Korrektur trennt gemäß Rechtschreibreform:
Inter-nationales Inte-resse


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Sigmar Salzburg
08.08.2011 10.21
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Focus – dumm, aber reformgläubig

Der auch hier nicht unbekannte Reformkritiker „RPostwendend“ hat bei RP-online wieder treffende Beobachtungen gemacht, diesmal in den peinlich fehlerhaften Schreibbelehrungen der Focus-Autorin im Duden-Gedenkartikel, den wir auch schon mal verlinkt hatten:

Deutsche Rechtschreibung
FOCUS ONLINE und seine Fehler-Fehler

von RPostwendend | Hamminkeln |

Verwirrendes zur deutschen Rechtschreibung – ausgerechnet am 100. Todestag Konrad Dudens. Mangelnde Recherche?
Aus Interesse an deutscher Rechtschreibung suchte ich am 1. August 2011 besonders gründlich im Internet nach Bezügen zu Konrad Duden. An diesem Tag gedachte man seiner bei besonderen Veranstaltungen, mit Berichten und Erwähnungen an vielen Orten und in vielen Medien, genau hundert Jahre nach seinem Todestag.

Ich stieß dabei unter anderem auf diesen Beitrag von FOCUS ONLINE. Darunter stand zu lesen: „Wir haben in dem Text 10 orthografische Fehler versteckt. Haben Sie sie gefunden? Auf der nächsten Seite finden Sie die Korrekturen mit Erklärung.“

Nachdem ich den Text gelesen hatte und besonders das, was dort als diese Korrekturen angekündigt worden war, war mein Erstaunen groß.

[…]

Fassen wir zusammen:

Zehn Schreibweisen wurden von FO als Fehler bezeichnet. Wertete man gemäß den Regeln vor der Reform von 1996, wären nur vier dieser zehn Schreibungen falsch. Wertet man – was FO vermutlich vorhatte – nach dem Reformregelstand, den wir seit 2006 haben, trifft die Einstufung „falsch“ aber auch nur auf fünf (also genau die Hälfte) der Fälle zu.

Was mag die Ursache für diese Desinformation sein? Die letzte amtliche Änderung der deutschen Rechtschreibung erfolgte im Jahre 2006. Hätte FOCUS da nicht jemanden mit der Ausarbeitung beauftragen könne, der sich auf der Basis dieses letzten Standes auskennt? Auf welche Quellen bezieht sich die Autorin? Wieso bemerkt niemand der Verantwortlichen diese Fehleinschätzung? Was soll mit einem derartigen Beitrag erreicht werden?

Die Verwirrung hält an

Ein ähnlich krasser Fall wie der obige war mir vor zwei Jahren bei der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung aufgefallen, bei der ich damals schon eine weitere, eine „Süddeutsche Reform“ vermutet hatte.

Dem Phänomen des fehlenden bzw. oberflächlichen Recherchierens hatte übrigens auch vor einigen Jahren mein Einstiegsbeitrag bei OPINIO gegolten: „Recherchieren? Korrektur lesen?“ Auch darin hatte sich FOCUS ONLINE schon eine Erwähnung verdient.

rp-online.de 8.7.2011

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Sigmar Salzburg
02.08.2011 06.11
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Deutsche mögen weder NPD noch Schreibreform

Der Focus schweigt sich über die selbst beauftragte Emnid-Umfrage aus, nach der die Deutschen weiter die Rechtschreibreform ablehnen. Gerne hätte man wohl im Kasper-Artikel zum Duden-Gedenken die allgemeine Akzeptanz verkündet!

Stattdessen bringt Focus eine Emnid-Umfrage, nach der die NPD noch unbeliebter ist als die Rechtschreibreform. Demokratie-Schwätzer Gabriel strebt ihr Verbot an – nicht der Schreibreform, nur der NPD:

Focus 1.8.2011

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Norbert Lindenthal
01.08.2011 12.47
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Umfrage sickert nur diffus durch

Die von Focus bei Emnid in Auftrag gegebene Umfrage bei 1001 repräsentativen Bundesbürgern sickert zwar durch (62% lehnen nach wie vor die Rechtschreibreform ab), aber die Untersuchung im Wortlaut wird nicht veröffentlicht. Emnid läßt sich anrufen, hat sich aber gegenüber Focus verpflichtet, dichtzuhalten. Die Untersuchung und das Ergebnis gehöre dem Focus.

Wer weiß mehr?

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Norbert Lindenthal

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Sigmar Salzburg
10.05.2011 04.07
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Lehrer

Auf Kriegsfuß mit der Rechtschreibung

Dienstag, 10.05.2011, 06:14 • von FOCUS-Online-Autorin Melania Botica

[Bild] Experten klagen, dass sich die Rechtschreibkenntnisse von Schülern immer weiter verschlechtern

Sind es nun die Ewiggestrigen oder die ewig Gestrigen, die Fehler im Deutschunterricht machen? Experten monieren, dass die Rechtschreibreform bei manchen Lehrern noch nicht angekommen ist – mit fatalen Folgen für die Schüler.
„Leerer prauchen wier nicht!“ Diesen Satz schrieb der Deutschlehrer eines Gymnasiums in Baden-Württemberg auf eine Wortliste. Ironisch wollte er sein, dabei blamierte er sich nur. Was der Lehrer einer siebten Klasse nicht bemerkt hatte – die von ihm verfasste Liste mit Wortbeispielen zur Groß- und Kleinschreibung und Getrennt- und Zusammenschreibung strotze auch sonst nur so von Fehlern. Die Orthografie war weder der neuen noch der alten Rechtschreibung entsprechend korrekt. Das ist keine Ausnahme, sagen Experten wie der Potsdamer Sprachwissenschaftler Peter Eisenberg und der Deutschdidaktiker Jakob Ossner.

„In der Lehrerausbildung muss sprachliche Bildung – insbesondere in den Bereichen Grammatik und Orthografie – dringend verstärkt werden“, fordert Ossner. Bei Pisa-Studien und Vergleichsarbeiten werde fast nur über Schülerleistungen und Schulsysteme diskutiert, dabei hätten viele Untersuchungen bestätigt, dass auch in der Schule Organisationsfragen nachrangig und die Kriterien für guten Unterricht bei den Lehrern zu suchen sind.“ Ossner fordert einen Eignungstest für künftige Lehramtstudenten: „Lehrer, die sich in ihrer Hilflosigkeit nur noch selbst karikieren könnten (‚Leerer prauchen wier nicht!‘) brauchen wir nicht.“

Lehrer rasseln durch Test

Schuld an der Misere geben viele der Rechtschreibreform von 1996. Sie missglückte und musste zum Teil wieder zurückgenommen werden. „In der ersten wurde zu sehr auf die Schreibweise geachtet, die Semantik ist jedoch zu kurz gekommen“, sagt Kerstin Güthert vom Institut für deutsche Sprache. Die Kultusministerkonferenz reagierte auf den heftigen Widerstand vieler Sprachforscher und setzte den Rat für deutsche Rechtschreibung in Mannheim ein. Dieser sorgte dafür, dass 2006 eine Reform der Reform in Kraft trat. Die Neuerung sollte es ermöglichen, die Getrennt- und Zusammenschreibung je nach Bedeutung unterscheiden zu können: „Sitzen bleiben“ schreibt man auseinander, wenn jemand im wörtlichen Sinne auf einem Stuhl sitzen bleibt. Bei übertragener Bedeutung („in der Schule sitzenbleiben“) ist dagegen Zusammenschreibung möglich.

Trotz der – nach Auffassung der KMK – verbesserten Neuerungen, kamen die Feinheiten bei den Lehrern nicht an. Ein Jahr nach der Reform der Reformen machte FOCUS-SCHULE-Autorin Antje Dohrn auf der Kölner Bildungsmesse Didacta einen Test. Sie baute alle Tücken der neuen Rechtschreibung in einen kurzen Text ein. 177 Lehrer erklärten sich zur Korrektur bereit. Das Ergebnis: nicht einmal die Hälfte der 28 Fehler erkannten die Pädagogen. Ein Lehrer strich zwar 28 Fehler an – es waren jedoch die falschen. „Es ist kein Geheimnis, dass die neue Rechtschreibung nicht in der Schule ankommt und der Rechtschreibunterricht noch immer an vielen Orten vernachlässigt wird“, sagt Eisenberg.

Kreativität geht vor Rechtschreibung

Die Orthografie von Schülern ist so schlecht wie noch nie, klagen viele Sprachdidaktiker. Diverse vergleichende Studien scheinen dieses Argument zu untermauern: Wissenschaftler der Universität Siegen fanden 2004 heraus, dass sich die Fehlerquote in freien Texten von Viertklässlern zwischen 1972 und 2002 verdoppelt hat – von durchschnittlich 6,9 auf 12,9 Fehler pro 100 Wörter. Diese Entwicklung beruht Bildungsforschern zufolge jedoch nicht gänzlich auf der Rechtschreibreform. In den Grundschulen steht das Lesen und das kreative Schreiben im Vordergrund. Vielen Pädagogen geht es darum, bei den Kindern die Lust an der Sprache zu wecken, indem sie sie dazu animieren, phantasievolle Texte zu schreiben. Kontext wiegt dann mehr als die Orthografie, was fatale Folgen haben kann. Denn gerade auf die orthografischen Kenntnisse kommt es an, wenn ein Kind für die weiterführende Schulform empfohlen wird. Auch wenn ein Schüler noch so gute Texte schreibt – ist er durchzogen mit Rechtschreibfehlern, wird er vermutlich für die Hauptschule und nicht fürs Gymnasium empfohlen.

Mit Material von dpa

focus.de 10.5.2011

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Sigmar Salzburg
10.08.2010 16.15
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Die eigentlichen Versager sind die Kultusministerien

Rechtschreibung so schlecht wie nie
Dienstag 10.08.2010, 10:22 • von FOCUS-SCHULE-Redakteurin Simone Scheufler

Hauptsache kreativ: Im Deutschunterricht der Grundschule bleibt die Rechtschreibung oft auf der Strecke – mit fatalen Folgen für die Schulkarriere.
Die Rechtschreibung von Kindern und Jugendlichen ist so schlecht wie nie. Laut einer neuen Studie der Universität Siegen verdoppelte sich der Anteil der Rechtschreibfehler in freien Texten von Viertklässlern zwischen 1972 und 2002 von durchschnittlich 6,9 auf 12.9 Fehler pro 100 Wörter. …

focus.de 10.8.2010

Ohne „Rechtschreibreform“ wäre das Ergebnis zweifellos nicht so miserabel ausgefallen – auch wenn man der „Kreativität“ mehr Raum gegeben hätte.

Nachtrag: Noch eine Beobachtung von anderer Stelle:

Wie erschreckend die Lage ist, zeigt der Eignungstest des Chemieriesen BASF. Seit 1975 müssen angehende Azubis ihn absolvieren. Das Ergebnis: Die Leistungen der Jugendlichen in Mathematik und Rechtschreibung sinken von Jahr zu Jahr.

focus.de 11.8.2010

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Sigmar Salzburg
02.08.2010 03.16
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Rückkehr zur Vernuft

Technische Hochschulen
Rückkehr zum Diplom

Zehn Jahre nach Einführung der Bachelor-Studiengänge wollen die neun führenden Technischen Hochschulen in Deutschland zum Diplom-Abschluss zurückkehren. Nach FOCUS-Informationen soll dies zunächst in den Ingenieursfächern gelten.
„Es besteht Einigkeit darüber, dass jeder, der ein entsprechendes fünfjähriges Studium absolviert hat, den Titel `Diplomingenieur´ führen darf“, sagte der designierte Rektor der TU-Dresden, Hans Müller-Steinhagen, zu FOCUS. Der akademische Grad des „Diplom-Ingenieurs“ genieße im Ausland einen hervorragenden Ruf, auf den man nicht verzichten dürfe, so Müller-Steinhagen. Dafür gebe es auch „starke Unterstützung“ von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU).

Die führenden Technischen Hochschulen, die „TU9“, wollen Müller-Steinhagen zufolge auch in anderen Fächern die Rückkehr zum Diplom prüfen. Entscheidend sei, ob der traditionelle Abschluss den Absolventen Vorteile verschaffe.

focus.de 1.8.2010

Rückkehr der Vernunft – sogar bei Ministerin Schavan? Als sie noch in Baden-Württemberg wirkte und Christian Wulff in Niedersachsen die Rückkehr zur Rechtschreibvernunft anstrebte, stellte sie ihrem Partei- und Glaubensgenossen lieber ein Bein, als eine Rückkehr zur Vernunft zuzulassen.

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Norbert Lindenthal
04.07.2010 08.15
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„Wenn Bayern fällt, fällt Deutschland“ (Tabaklobby)

Focus, 4.7.2010


„Wenn Bayern fällt, fällt Deutschland“, hat die Tabaklobby schon apokalyptisch angekündigt.


Mehr Zeitungsartikel:
Heute Volksentscheid in Bayern
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Norbert Lindenthal

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Sigmar Salzburg
06.04.2010 14.39
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Der Umgang mit reformierten Grafen und Grafien

Leutheusser-Schnarrenberger attackiert CSU
Die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) kritisierte die CSU aufgrund ihrer Haltung zum Sperren von Internetseiten mit kinderpornographischem Inhalt. Sperren seien kein wirksamer Schutz der Opfer, weil man sie technisch leicht umgehen könne, so Leutheusser-Schnarrenberger im Radio. … In der schwarz-roten Koalition habe man sich noch für das Sperren kinderpornografischer Seiten ausgesprochen, sagte die Ministerin. …
focus.de 6.4.10

Kinderpornographie im Netz:
… Die CSU und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger streiten offen über die richtigen Maßnahmen gegen Kinderpornografie. Der CSU-Politiker Hans-Peter Uhl warf der FDP-Politikerin „Scheinaktionismus“ vor, weil sie einseitig auf das Löschen solcher Porno-Seiten setze.
stern.de 6.4.10

Erstmals offenbar wurde die schreibliche Konfusion über die Pornografen/graphen anläßlich der Polizeiaktion gegen den Schreibreformkämpfer und selbsternannten Pornographie-Undercoveragenten Tauss (damals SPD).

Die CSU sekundiert anscheinend mit ihren Angriffen auf Leutheusser-Schnarrenberger der katholischen Kirche, der sie Vertuschung des jahrzehntelangen Kindesmißbrauchs vorgeworfen hatte. In einer Retourkutsche denunzierte darauf der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller die Ministerin mit dem Vorwurf, sie sei Mitglied der „Humanistischen Union“, einer Art „Freimaurervereinigung, die Pädophilie als normal ansieht“.
[ BILD 12.3.2010] Tatsächlich jedoch hatte sich die freidenkerische Vereinigung schon vor zehn Jahren von den (rein theoretischen) sexualrechtlichen Erörterungen einiger Mitglieder distanziert.

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Sigmar Salzburg
06.04.2010 11.44
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Bangkok

Thailand: Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten in Bankok
FOCUS Online – ‎Vor 2 Stunden‎
Bis zu 1000 Demonstranten und ebenso viele Polizisten standen sich am Dienstag in Bankok gegenüber.

... nie gesehen! Wieder eine Reform?

Nachtrag am 7.4.: Im Text wurde in Bangkok geändert, die Überschrift blieb unverändert. Grotesk!

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Detlef Lindenthal
29.07.2008 15.15
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http://www.focus.de/schule/lernen/lernatlas/ rechtschreibung/rechtschreibreform-schueler-machen-doppelt-so-viele-fehler_ aid_321008.html
>>Rechtschreibreform
Schüler machen doppelt so viele Fehler
Sind es nun die ewig Gestrigen oder doch die Ewiggestrigen, die so viele Fehler im Deutschunterricht machen? Die erste Bilanz um die Rechtschreibkenntnisse der Schüler kommt einer Bankrotterklärung gleich.


Auch zehn Jahre nach der Einführung
vewirrt
[!] die Rechtschreibreform viele
Schüler

Der Forscher Uwe Grund von der Universität Saarland hat die Auswirkungen der Rechtschreibreform unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist katastrophal: Auch noch zehn Jahre nach der Einführung kämpfen Deutschlands Schüler mit der Orthografie. Grund verglich Diktate und Aufsätze aus den Jahren 1970 bis 2006. Demnach hat sich die Fehlerquote durchschnittlich mehr als verdoppelt. Hat ein Schüler im Jahr 1970 noch 3,5 Fehler im Diktat gemacht, waren es im Jahr 2006 im Schnitt schon 7,4 Fehler pro Schüler.

„Die Fehler haben sich gerade in den Bereichen vermehrt, in denen die Reformer regulierend in die Sprache eingegriffen haben“, sagte Grund. Dies entspreche bei gleichen Bewertungsmaßstäben einer Absenkung um eine ganze Note. Die größte Fehlerquelle ist demnach die Interpunktion. Aber auch die Groß- und Kleinschreibung macht den Schülern zu schaffen. Die erste Bilanz zeige offenbar, dass die[-] hier keine Rede von einer „Vereinfachung der Schreibung“ sein kann, bilanziert Grund. Eine leicht verständlichere Orthografie war damals jedoch das Argument schlechthin für die Reform gewesen.

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Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
11.03.2008 16.52
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Focus-Deutsch

Orthographische Unterwerfung
Ausgerechnet der Anwalt der Eltern von Julie und Melissa [Fall Dutroux] wurde jetzt wegen des Besitzes von Kinderpronografie angeklagt. Laut Polizeiangaben hat der Jurist Victor Hissel, 52, gestanden, „privat regelmäßig und seit Langem“ Kinderporno-Web-Seiten zu besuchen. (Focus 9/2008, 25.2.08)

So nur in Focus.

Orthographische Täuschung
Die Scheiben scheinen sich sich drehen. Der Effekt verschwindet, sobald der Betrachter eine Figur fixiert. Wie die Illusion zu Stande kommt, ist nicht eindeutig geklärt. (Focus 9/2008, 25.2.08)

Die Scheiben kommen optisch doch zur Rotation.

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Sigmar Salzburg

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