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Rat für deutsche Rechtschreibung
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Norbert Lindenthal
13.07.2010 16.19
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Ein Täter höchstens

Zitat:
Zehetmair:
„… so was schaut man sich höchstens an …“

Wenn es für Hans Zehetmair am höchsten ist, ein Dekolletee anzuschauen, könnte er vielleicht jetzt schon gehen …
__________________
Norbert Lindenthal

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Sigmar Salzburg
13.07.2010 15.41
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Ein Täter – aufopferungsvoll

Zehetmair gibt Chefposten im Rechtschreibrat zum Jahresende ab

München – Der frühere bayerische Kultusminister Hans Zehetmair (CSU) will das Amt als Vorsitzender im „Rat für deutsche Rechtschreibung“ zum Jahresende abgeben.


Zehetmair steht dem Rat seit Dezember 2004 vor, im Dezember dieses Jahres geht seine sechsjährige Amtszeit zuende. Für eine Verlängerung will er sich nach eigenem Bekunden nicht zur Verfügung stellen: "Sechs Jahre Opfer reichen", sagte der 73-Jährige der Zeitung in Anspielung auf die Kritik, die das Gremium immer wieder einstecken musste. In der noch verbleibenden Zeit als Ratsvorsitzender sagt Zehetmair Eindeutschungen den Kampf an, die bei der Rechtschreibreform 1996 eingeführt wurden, seither aber kaum Anwendung finden.

So ist er dafür, dass deutsche Schreibweisen wie Varietee (für Varieté) und Exposee (für Exposé) aus dem amtlichen Regelwerk „Deutsche Rechtschreibung“ gestrichen werden. „Dekolleté mit Doppel-E hinten – so was schaut man sich höchstens an, aber so schreibt doch keiner“, erklärte Zehetmair.

hna.de 12.7.2010

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Sigmar Salzburg
01.07.2010 16.35
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Noch eine nichtsnutzige Sitzung

17. Sitzung des Rates für deutsche Rechtschreibung in Vaduz

Vaduz (ots) – Vaduz, 1. Juli (pafl) – Am Freitag, 2. Juli, treffen die Mitglieder des Rates für deutsche Rechtschreibung in der Hochschule Liechtenstein zu ihrer 17. Sitzung zusammen. Der Rat konstituierte sich am 17. Dezember 2004, um einen Kompromiss zwischen Befürwortern und Kritikern der Rechtschreibreform auszuarbeiten und somit für die Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung Sorge zu tragen. Der Rat ist seither die massgebende Instanz in Fragen der deutschen Rechtschreibung und gibt mit dem amtlichen Regelwerk das Referenzwerk für die deutsche Rechtschreibung heraus.

Die Mitglieder des Rats für deutsche Rechtschreibung sind ehrenamtlich tätig. Sie üben Berufe aus, die sie im besonderen Masse für die Arbeit im Rat für deutsche Rechtschreibung qualifizieren: Neben fachlich ausgewiesenen Wissenschaftlern sind im Rat Sprachpraktiker aus dem Verlagswesen, der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, aus dem pädagogischen sowie aus dem journalistischen und schriftstellerischen Bereich vertreten. Insgesamt gehören dem Rat 40 Mitglieder an: 18 aus Deutschland, je neun aus Österreich und der Schweiz und je eines aus dem Fürstentum Liechtenstein, aus der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Liechtenstein wird durch Renate Gebele Hirschlehner vertreten. Den Vorsitz hat Staatsminister a.D. Hans Zehetmair inne.

Der Rat tagt üblicherweise im Institut für deutsche Sprache in Mannheim, hat im Laufe der letzten sechs Jahre aber auch alle Mitgliedsländer einmal besucht und trifft sich nun auf Einladung des Ressorts Bildung zu seiner 17. Sitzung in Liechtenstein. Für die Mitglieder des Rates gibt es am Vorabend des Sitzungstages die Gelegenheit, auf Schloss Vaduz mit Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein zusammenzutreffen.

Kontakt:
Schulamt
Guido Wolfinger, Leiter
T +423 236 67 50

presseportal.ch 30.6.2010

... um einen Kompromiss zwischen Befürwortern und Kritikern der Rechtschreibreform auszuarbeiten.
Welch eine Frechheit! Im vierzigköpfigen Rat war kein einziger Kritiker anwesend. Prof. Ickler war vorzeitig ausgeschieden, weil er für diesen Schwindel nicht auch noch seinen Namen hergeben wollte!

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Sigmar Salzburg
15.05.2010 14.33
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Rat für deutsche Rechtschreibung

02.07.2010: Sitzung des Rats für deutsche Rechtschreibung

http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/

NB.: Auf der Homepage prangt als Foto-Ausschnitt ein Streifen aus dem „Regelwerk“.
Am deutlichsten ist die bedeutendste Glanzleistung der „Reform“ zu erkennen:
„Dasssatz“

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Sigmar Salzburg
27.04.2010 15.38
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Mutmaßungen über die Ratssitzung

Thomas Paulwitz

Neues zur Rechtschreibreform

Welche Änderungen bringt die nächste Rechtschreibreform? Allmählich zeichnet sich ab, wie sie aussehen werden. Ausnahmsweise ist nämlich die Öffentlichkeit in der vergangenen Woche über die Arbeit des Rechtschreibrates ein wenig unterrichtet worden. Allerdings berichtete so gut wie keine deutsche Zeitung darüber. Am 23. April tagte der Rechtschreibrat in Bern. Bundeskanzlerin Corina Casanova eröffnete sogar höchstpersönlich die Sitzung.

Aus diesem Grunde gab es eine Medienmitteilung der Bundeskanzlei. Die Kultusministerkonferenz, die den Rat eingesetzt hat, hüllt sich hingegen seit Jahren schon in Schweigen. Auf Pressekonferenzen verzichtet der Rat meistens. Das hänge „mit der Langfristigkeit der Aufgabe zusammen, die der Rat wahrnimmt“, heißt es auf Nachfrage. Ohne die Beobachtung durch die Öffentlichkeit und ohne lästige kritische Fragen läßt es sich wohl auch angenehmer arbeiten.

Daß die bundesdeutsche Öffentlichkeit die Sitzungen des Rechtschreibrats nicht wahrnimmt, mag möglicherweise auch damit zusammenhängen, daß diese seit einiger Zeit meist in anderen Staaten stattfinden: 2007 war man in Österreich (Wien), 2008 in Belgien (Eupen), im Oktober 2009 in Südtirol (Bozen), jetzt in der Schweiz (Bern), und im Sommer dieses Jahres geht der Rat nach Liechtenstein (Vaduz).

Die vierte Rechtschreibreform seit 1996

Weitgehend unbeachtet bereitet der Rat also die vierte Rechtschreibreform nach 1996, 2004 und 2006 vor. Obwohl es erst im Juli 2009 Neuauflagen der Rechtschreibwörterbücher Duden und Wahrig gab, werden diese schon bald wieder veraltet sein.

Denn nach seinem Statut muß der Rechtschreibrat mindestens alle fünf Jahre der Kultusministerkonferenz einen Bericht mit „Vorschlägen zur Anpassung des Regelwerks“ vorlegen. Die nächsten Wörterbücher gibt es also allerspätestens Mitte 2011.

Spannend ist dabei die Frage, ob Duden und Wahrig, die sich in ihren Empfehlungen widersprechen, aber seit einem Jahr beide unter dem Dach der Schulbuchverlagsgruppe Cornelsen sind, zu einem Einheitswörterbuch zusammengefaßt werden.

„Streichung bestehender und Zulassung neuer Varianten“

Ende dieses Jahres läuft die Amtszeit des gegenwärtigen Rechtschreibrates ab. Dann übergibt der Rat seine Vorschläge für die nächste Reform. Grundlage dafür sind die Textsammlungen von Duden, Wahrig und dem Institut für deutsche Sprache, wie die Bundeskanzlei mitteilt.

Ob sich in diesen Sammlungen auch genügend Texte in traditioneller Rechtschreibung – so wie etwa dieser hier – befinden, ist zu bezweifeln. Die 2006er-Reform hatte zahlreiche bewährte Schreibungen wieder zugelassen, die reformierten Schreibweisen allerdings daneben weitergelten lassen.

Dies ermöglichte den Wörterbuchmachern, unterschiedliche und willkürliche Empfehlungen zu geben. Von dieser Möglichkeit machten Duden und Wahrig reichlich Gebrauch, was jedoch zu weiterer Verwirrung führte. Zur Zeit beschäftigt sich der Rat also damit, die „Streichung bestehender Varianten und die Zulassung neuer Varianten“ vorzubereiten, wie es heißt.

Keine „Spagetti“ mehr?

Gestrichen werden soll eine Reihe von Fremdwortschreibungen, die die Reformer erfunden hatten: „Die Beobachtung des Schreibgebrauchs hat ergeben, dass verschiedene stark eingedeutschte Schreibungen wie Fassette zu Facette zumindest von den professionell Schreibenden kaum oder gar nicht verwendet werden.“ Es ist anzunehmen, daß diesem weiteren Rückbau der Reform auch die „Spagetti“ und der „Tunfisch“ zum Opfer fallen.

Der Rat stellt außerdem in Aussicht, weitere traditionelle Schreibungen wieder zuzulassen: „In anderen Fällen … werden Schreibungen verwendet, die das amtliche Regelwerk nicht bzw. nicht mehr zuläßt. Hier gilt es zu entscheiden, ob diese gebräuchlichen Schreibungen als Varianten zugelassen werden sollen oder nicht.“ Der Retter der Rechtschreibreform, Peter Eisenberg, hat zudem für die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, die im Rechtschreibrat vertreten ist, Teile des Regelwerks umformuliert. Das betrifft zum Beispiel die Großschreibung von Hauptwörtern. Eisenberg brachte einen Text ein, „der einige unhaltbare Fehlschreibungen ausschließt“, wie er meint.

Außerdem schlägt Eisenberg vor, den Rat von derzeit fast vierzig auf höchstens neun Mitglieder zu verkleinern, um das mangelhafte Regelwerk schneller weiterreparieren zu können. Daß es ihm glückt, damit die Nutznießer der Dauerreform aus dem Rat zu drängen, dürfen wir bezweifeln. Im Schneckentempo nähert sich die Schulrechtschreibung jedenfalls wieder den traditionellen Schreibweisen an. Wer schlau ist, macht diesen Reformzirkus gar nicht erst mit und wartet, bis die Reform endgültig auf der Müllkippe der Sprachgeschichte angekommen ist.

jungefreiheit.de 27.4.2010

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Sigmar Salzburg
24.04.2010 05.30
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Der Rat für Rechtschreibung tagte

Aus Bern, dem Tagungsort des Rates für Rechtschreibung, liegen noch keine Meldungen vor.

Offensichtlich hatte die internationale Presse kein großes Interesse an der Frage, wie die Empfehlung des Rates z.B. für die reformierte „Fassette“ aussieht, die der 40köpfige Ausschuß von Schreibexperten erarbeitet hat – die dann noch zur Erlangung von Gültigkeit allein für Deutschland von 16 Kultusministern und 16 Ministerpräsidenten akzeptiert und bestätigt werden müßte.

Auch die unnachahmlichen Statements des Vorsitzenden Zehetmair haben sich die Journalisten anscheinend entgehen lassen. Unvergeßlich sind seine früheren tiefschürfenden Erkenntnisse, etwa zur (gar nicht reformrelevanten) Trennung von „Urinstinkt“, den man nicht hinter „in“ abtrennen sollte.

Die wichtigen multiplen Aktivitäten des Dr. mult. finden anscheinend in anderen Regionen statt, wie das Internet meldet:


München Kompakt
20. April 2010, 04:00 Uhr
Raubüberfall auf Bäckerei ++ Zehetmair bleibt im Amt

Raubüberfall auf Bäckerei
Mit vorgehaltenem Messer hat ein maskierter Mann …

Zehetmair bleibt im Amt
Der frühere bayerische Kultus- und Wissenschaftsminister Hans Zehetmair bleibt Vorsitzender der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung. Gestern wurde Zehetmair einstimmig im Amt bestätigt, …

welt.de Muenchen-Kompakt 20.4.2010

Auch aus Tuntenhausen gibt es Meldungen:

Männerwallfahrt pflegt Verbindung zwischen Kirche und CSU – Tuntenhausen bleibt trotz Kirchenkrise Bastion der Konservativen
Die innige Verbindung zwischen Kirche und Staat war immer ein Hauptanliegen des Männervereins, dem seit kurzem als Nachfolger von Ex-Kultusminister Hans Zehetmair (CSU) der CSU-Politiker Marcel Huber vorsteht. Auch der studierter Tierarzt, im Hauptberuf Staatssekretär im Kultusministerium, will daran nicht rütteln lassen. …
ad-hoc-news

„Oft muss man nur am Altbewährten lange genug festhalten, um plötzlich wieder hoch aktuell zu sein.“ Ein beliebter Spruch von Staatsminister a. D. Dr. h. c. mult. Hans Zehetmair, Vorsitzender des Katholischen Männervereines Tuntenhausen. Der Satz zeigt auch, dass es hilfreich ist, eine Meinung zu haben, dahinter zu stehen und sie nach außen zu vertreten. …“

http://www.kmvt.de/

Wenn Zehetmair doch nur immer seinen besseren Einsichten gefolgt wäre!

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Sigmar Salzburg
22.04.2010 16.30
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Der Rat für Rechtschreibung tagt wieder

Zehetmair und die vierzig Räuber

Am Freitag, den 23. April, tritt in Bern der Rat für deutsche Rechtschreibung zusammen – eine absurde Veranstaltung, mit der fast vierzig Leute gehobener Gehaltsklassen sinnlos beschäftigt werden.

Der Rat soll die „Einheit der deutschen Rechtschreibung bewahren“ – die dem Volk zu rauben die meisten Teilnehmer gerade geholfen haben. Es gibt nichts zu bewahren, sondern nur zurückzugeben und wiederherzustellen.

Der Rat soll die Entwicklung der Schreibpraxis beobachten. Die wenigsten können es und werden es wirklich tun. Und die sehen hauptsächlich nur das Funktionieren geistloser Korrekturautomaten, die bei Verlagen und aktuellen Medien die Reformschreibung dürftig durchsetzen. Daß die Deutschsprechenden durch die „Reform“ zu einem Volk von Schreibstümpern herabgesunken sind, müssen sie nach ihrer Interessenlage verschweigen.

Der Rat soll das orthographische (neue) Regelwerk „im notwendigen Umfang“ weiterentwickeln. Tatsächlich aber gibt es nichts „weiterzuentwickeln“. Die traditionelle Rechtschreibung ist am weitesten entwickelt. Es kann nur darum gehen, die in der „Reform“ exhumierte Uraltschreibung wieder zu beerdigen, vor allem die ss-Regel und die hypertrophe Großschreibung.

Wir brauchen keinen Rat von vierzig nach Gutdünken der Kultusminister handverlesenen Reformanhängern. Der „40-Köpfige“ könnte durch drei beherzte Fachleute ersetzt werden, die in wenigen Stunden den Rückbau organisieren könnten:

1. Abschaffung der Heyse-ss/ß-Regel.
Das würde aber die „Reform“ zusammenbrechen lassen und dürfte keine Zustimmung der gesichtswahrenden Kultusminister finden.

2. Abschaffung des Anwendungszwangs der Augstschen „Volketymologien“
Die kulturbanausischen Wortfälschungen dürfen nicht länger verpflichtend sein. Es muß an den Schulen wieder geschrieben werden dürfen: Quentchen, Tolpatsch, belemmert, rauh …

3. Abschaffung des Dreifachbuchstabenzwangs bei allbekannten, gewöhnlichen Wörten wie: Schiffahrt, Brennessel, Rolladen …

4. Abschaffung der Großschreibung bei „Verdacht auf Substantiv“, etwa bei: des öfteren, als erster, seit langem, …

5. Abschaffung der Reste der Zwangstrennschreibung und der neureformierten Zusammenschreibung, Zulassung von: wieviel, zuviel, jedesmal, leid tun …

6. Abschaffung des Worttrennunfugs am Zeilenende, Abtrennung nur sprachrichtig, also nicht: hi-naus, vol-lenden, fli-cken, Metas-tase (aber nicht Metas-prache lt Duden)

Diese bescheiden wenigen Maßnahmen könnten der deutschen Rechtschreibung wieder Anmut und Würde verleihen. Noch wirksamer wäre: Einfach die alte Rechtschreibung in vollem Umfang in den Schulen und Behörden wieder zuzulassen. Die Medien könnten dann, wie gewohnt, unterwürfig folgen.

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Sigmar Salzburg
21.04.2010 06.38
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Es kreißen wieder die Berge ...

Deutsche Rechtschreibung

Fachgremium tagt in Bern

Wörterverzeichnis von 1968 soll bereinigt werden.

Der Rat für deutsche Rechtschreibung tritt am Freitag in Bern zu einer Arbeitssitzung zusammen. Dabei beugt sich das Fachgremium über das Wörterverzeichnis von 1968 [!!?]. Gegründet wurde es 2004 im Gefolge der Querelen rund um die Rechtschreibreform von 1998. Diese Reform wurde weitherum als nicht praktikabel und voller falscher Wortherleitungen angesehen. 2004 wurden teilweise weitreichende Änderungen gutgeheissen, seit August 2009 ist diese revidierte Fassung des amtlichen Regelwerks in der Schweiz in Kraft. Seither herrscht Ruhe an der Rechtschreibefront.

Das Fachgremium folgt einer Einladung der Bundeskanzlei nach Bern, wie diese am Dienstag mitteilte. Es besteht aus 39 Mitgliedern (Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Schweiz, Deutschsprachige Gesellschaft Belgiens, Autonome Provinz Bozen-Südtirol). Sie vertreten öffentliche Verwaltungen, Schulen, Medien, Verlage und Schriftstellervereinigungen.

Der Rat trifft sich zweimal jährlich, üblicherweise an seiner Geschäftsstelle in Mannheim. In den letzten Jahren führte er aber immer eine Sitzung auf Einladung auswärts durch. Nun hat ihn die Bundeskanzlei als Mitglied eingeladen. Der Rat soll die Einheitlichkeit der Rechtschreibung wahren, die Schreibpraxis beobachten und das orthografische Regelwerk weiterentwickeln. Seit der Revision des Regelwerks beobachtet der Rat, ob sich die neuen Schreibweisen bei den professionellen Schreibern durchsetzen oder nicht. Auch die Schulen stehen unter Beobachtung.

An der Sitzung in Bern diskutiert der Rat über die Aktualisierung des Wörterverzeichnisses im amtlichen Regelwerk. Es stammt von 1968 und enthält darum veraltete Ausdrücke wie „Gelichter“ und „behufs“. Zudem gelten einige Wörter unterdessen als politisch nicht mehr korrekt, etwa „Neger“ oder „Kaffer“. Modernere Wörter wie „Alufolie“ und „bloggen“ hingegen fehlen.

Diskutieren will der Rat auch Varianten vor allem bei Fremdwörtern. Stark eingedeutschte Fremdworte wie etwa „Fassette“ für „Facette“ konnten sich kaum durchsetzen. Darum stellt sich die Frage, ob diese Varianten nicht gestrichen werden sollten. In anderen Fällen werden immer noch Schreibweisen verwendet, die das Regelwerk nicht mehr zulässt. Hier prüft der Rat, ob er sie nicht als Varianten zulassen will. (sda)

20.04.2010

PERSOENLICH.COM
Online-Portal der Schweizer Kommunikationswirtschaft
persoenlich.com

Eine ausführlichere amtliche Mitteilung findet sich hier:
Schweizer Eidgenossenschaft

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Sigmar Salzburg
23.02.2010 04.14
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15. Sitzung der Rechtschreibrates

Theodor Ickler ist es gelungen, das bisher geheimgehaltene Protokoll der 15. Sitzung der Rechtschreibrates (am 30.10.2009 in Bozen) ans Tageslicht zu befördern:

http://www.fds-sprachforschung.de/ickler/index.php?show=news&id=1280

Die sachliche Kritik dort ist ausreichend, wenn auch nicht erschöpfend.

Angemerkt sei nur:

Erschienen (ohne Zehetmair): 20 Mitglieder, nicht erschienen: 17 Mitglieder – d.h. 46 Prozent.

Rechnet man für die Erschienenen für drei Tage nur Spesen, Aufwandsentschädigungen etc., dann kommt man schon auf über 50.000 Euro. Dafür präsentierten die teilweise multiplen Doktoren ihre vermutlich ergoogelten Erkenntnisse über die angebliche Akzeptanz reformierter Albernheiten wie Tollpatsch, belämmert oder Quäntchen und gaben „Normabweichungen“ von 40-50 Prozent zu (offensichtlich die Mittelwerte von Google und Google News) – und das natürlich unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Es ist irgendwie verständlich, daß wirkliche Fachleute wie Eisenberg solchem Zirkus fernblieben.

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Sigmar Salzburg
25.11.2009 20.06
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Rechtschreibung wieder in Geheimdiplomatie?

Vor einem Monat wurde groß angekündigt:

Am Freitag, den 30. Oktober 2009, werden die fast 40 Mitglieder des Rates in Bozen zusammenkommen. …
Nach der Sitzung am kommenden Freitag, 30. Oktober, wird der Vorsitzende des Rates für deutsche Rechtschreibung, der ehemalige Staatsminister Hans Zehetmair, um 13 Uhr den Medienvertretern im „Brunnenzimmer“ des Hotel Laurin für etwaige Fragen zur Verfügung stehen.
(jw)
Presseamt Bozen 23.10.09

Seitdem hört man nichts mehr. Selbst der sonst so redselige Ratsvorsitzende hat sich in Schweigen gehüllt. Die Presse hat nichts berichtet. Pressemitteilung und Pressekonferenz sind anscheinend unterblieben. Werden die Bürger wieder als Menschen mit „beschränktem Untertanenverstand“ behandelt?

Was ist geschehen? Ist überhaupt etwas geschehen?

Spekulationen gibt es zuhauf:

1. Man tagt wieder insgeheim, um neue Unruhe zu vermeiden.

2. Die Sitzung ist wegen zahlreicher Abmeldungen abgeblasen worden.

3. Es waren nur wenige Ratsmitglieder erschienen. Diese Peinlichkeit will man nicht an die Öffentlichkeit bringen.

4. Die Kultusminister haben den Rat stillgelegt, da das Ziel, das „Eintüten“ der Zeitungsverlage, erreicht ist.

5. …

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Detlef Lindenthal
25.10.2009 21.11
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Ist doch gelogen


... so dass die Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung wiederhergestellt wurde.
Einheitlichkeit der Rechtschreibung? Deutschlands Zeitungen und Verlage schreiben nicht einheitlich. Die Schweiz auch nicht: Zeitungen schreiben mit ss, Verlage mehrheitlich mit ß (weil sie nach Österbergdeutschland und Flachdeutschland verkaufen wollen).

Seither besteht der Rat für Rechtschreibung aus 18 Mitgliedern aus der Bundesrepublik Deutschland, je neun Mitgliedern aus Österreich und der Schweiz und je ein Vertreter aus Südtirol, Liechtenstein und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.
Kann es sein, daß Hochdeutsch nicht des Tirolers Stärke ist?
__________________
Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
23.10.2009 18.05
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Für eine einheitlich belämmerte Tollpatsch-Volksverblödung

Schule / Kultur | 23.10.2009 | 15:12
Rat für deutsche Rechtschreibung trifft sich am 30. Oktober in Bozen
LPA – Der Rat für deutsche Rechtschreibung hält seine diesjährige Herbstsitzung in Südtirol ab. Am Freitag, den 30. Oktober 2009, werden die fast 40 Mitglieder des Rates in Bozen zusammenkommen. Das Land Südtirol ist seit 2005 im Rat für deutsche Rechtschreibung vertreten und zwar durch den Direktor des Pädagogischen Instituts, Rudi Meraner.

Der Rat für Rechtschreibung wurde 2004 von der deutschen Kultusministerkonferenz, dem österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren eingesetzt. Ein Jahr darauf wurde er auf Antrag des damaligen Bildungslandesrates Otto Saurer durch einen Vertreter Südtirols erweitert. Woraufhin auch das Fürstentum Liechtenstein und die Deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien denselben Antrag gestellt haben. Seither besteht der Rat für Rechtschreibung aus 18 Mitgliedern aus der Bundesrepublik Deutschland, je neun Mitgliedern aus Österreich und der Schweiz und je ein Vertreter aus Südtirol, Liechtenstein und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.
Der Rat für Rechtschreibung hat die Aufgabe, die Einheitlichkeit der Rechtschreibung im deutschen Sprachraum zu bewahren und die Rechtschreibung auf der Grundlage der Rechtschreibreform von 1996 weiterzuentwickeln. Mit dem in den Jahren 2005 und 2006 im Rat für Rechtschreibung ausgehandelten Kompromiss konnte der Streit um die Rechtschreibreform im Wesentlichen beendet werden, so dass die Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung wiederhergestellt wurde. Heute hat er die Aufgabe zu beobachten, wie die Regeln angenommen werden.
Nach der Sitzung am kommenden Freitag, 30. Oktober, wird der Vorsitzende des Rates für deutsche Rechtschreibung, der ehemalige Staatsminister Hans Zehetmair, um 13 Uhr den Medienvertretern im „Brunnenzimmer“ des Hotel Laurin für etwaige Fragen zur Verfügung stehen.
(jw)
Presseamt Bozen 23.10.09

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Sigmar Salzburg
20.05.2008 14.33
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Geschichtsschreibung wie in „1984“

Der „Rat für deutsche Rechtschreibung“ hat eine „Zeitleiste“ der Reformgeschichte seit 1996 veröffentlicht.

Die für ganz Deutschland repräsentative 71prozentige Ablehnung der „Reform“ durch die Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 27.9.1998 kommt darin nicht vor.

http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/download/zeitleiste.pdf
__________________
Sigmar Salzburg

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Norbert Lindenthal
14.12.2007 13.46
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ß ist schon gut

ß ist auch Schweizer Buchstabe, mit dem die Schweiz alle Bücher setzt, die nach Deutschland verkauft werden. Die mit Feder geschriebene Schrift ist weitverbreitet. Und also auch ß. Das hat mit Deutschland wenig zu tun, außer daß es das ß auch in den runden Druckschriften wie selbstverständlich gibt.

Nach dem Grund fragte ich mich mal während der arbeitsreichen Zeit zum Volksentscheid. Meine Buchstabenzählerei ergab den Buchstaben s (und S) an 4. bis 6. Häufigkeit überhaupt. Als Anfangsbuchstabe rückt er weiter nach vorne, wie die Register zeigen, die regelmäßig auch Laschen für Sch und St zeigen.

Dazu kommt der große Funktionsumfang, den das s leistet. Da wundert mich das ß nicht. Eher anders: Warum gibt es nicht für sch (Sch) einen Verbundbuchstaben, oder für st (St)?

In Unicode-Zeiten, in denen uns und den Schweizern das Schreiben von allen chinesischen und japanischen Zeichen einfach so möglich wird, gibt es für ß auch Platz. Das Deutsche Institut für Normung möchte sogar um der Klarheit willen einen solchen Großbuchstaben.

Die digitale Welt wird sich Namen von ß-Schlechtredeideologen merken können. Und von wachen Geistern gibt es eigentlich auch eine ganze Menge. Auf diesen Seiten dürfen sie sich zu Hause fühlen.
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Norbert Lindenthal

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Sigmar Salzburg
14.12.2007 12.36
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Die Sprachnachrichten bringen in ihrer Nr. 34/2007 vom Dezember folgende Notiz:

Kommt das Aus für „ß“?

Nachdem die deutsche Rechtschreibung fast hundert Jahre lang eindeutig, wenn auch nicht immer einsichtig geregelt war, haben 1996 – die seither mehrfach geänderten und teilweise wieder aufgehobenen – Empfehlungen des Rates für deutsche Rechtschreibung zu allgemeiner Verunsicherung geführt. Derzeit wendet kaum ein Verlag die „neuen Regeln“ ohne hausinterne Ausnahmen an. Dadurch ist ein Zustand eingetreten, der etwa der verwirrenden Situation am Ende des 19. Jahrhunderts gleicht. Lehrer, die sich nicht alle seit 1996 erschienenen und voneinander abweichenden Wörterbücher leisten wollen, unterrichten nach verschiedenen Revisionsstufen der neuen Rechtschreibung und tragen zu weiterer Verunsicherung bei. Aus zuverlässig informierter Quelle war zu erfahren, daß inzwischen im Rat für deutsche Rechtschreibung Diskussionen stattgefunden haben, in einer weiteren „Nachbesserung“ den Buchstaben „ß“ auch in Deutschland ganz abzuschaffen. Die derzeit vorliegende Neuregelung der ß-Schreibung hat immerhin dazu geführt, daß alle großen Tageszeitungen von der WELT bis zur taz ebenso überfordert sind wie der SPIEGEL und sich Fehlschreibungen leisten. MB



Kommentar:

Die Abschaffung des „ß“ ist ein altes Ziel der Reformafiosi. Das aber war gegen den Willen der Deutschen aussichtslos. Deshalb nahm man zwei Etappen in Kauf:
1. Stufe: Verminderung der ß durch Einführung der Heyse-Stussschreibung mit der Begründung der angeblich leichten Erlernbarkeit und ihrer extremen Nützlichkeit für die Aussprache.
2. Stufe Abschaffung der Rest-ß: Nun sind vorgenannte Gründe auf einmal völlig unwesentlich.

In der Fernseh-Diskussion bei „Sabine Christiansen“ am 8.8.2004 hat der Reformer Karl Blüml das recht deutlich gesagt:

„Natürlich wäre es möglich gewesen, auf das ß insgesamt zu verzichten. Dies wäre aber gegen den ausdrücklichen Wunsch einer großen Bevölkerungsmehrheit gewesen, weil sie diesen Buchstaben als typisch deutsches Zeichen betrachten.“

Zur Übertölpelung hat man daher dem Volk noch einige „ß“ gelassen, obwohl gerade dies zu einer Fehlervermehrung um bis zu 22 Prozent führt – entgegen den vorgeblichen Zielen der „Reformer“.

Der Wunsch der Bevölkerung war aber, die ß-Regel nicht anzutasten. Am 20.8.1998 hatte der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag, um die Bürger von der Harmlosigkeit der „Reform“ zu überzeugen, die ersten Seiten seiner Zeitungen in Reformschreibung gedruckt. Das hervorstechende Merkmal waren die „neuen“ ss. Im Volksentscheid vom 27. September 98 war jedoch im Verbreitungsgebiet der Zeitungen des sh:z keine signifikant erhöhte Zustimmung zur „Reform“ der Regierung zu verzeichnen gewesen.
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Sigmar Salzburg

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