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Sigmar Salzburg
02.03.2011 18.41
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Neuer Innenminister

Der CSU-Mann Hans-Peter Friedrich hat das Zeug, ein würdiger Nachfolger von Schily und Schäuble zu werden. Er setzt die Garde der Hardliner im Innenamt fort…

Jene, die den bisherigen Innenminister Thomas de Maizière (CDU) für seine Besonnenheit lobten, könnten bald ein neues Feindbild haben. Hans-Peter Friedrich ist verglichen mit seinem Amtsvorgänger ein Hardliner. Ob Einwanderung, Überwachung oder Bürgerbeteiligung – der CSU-Mann vertritt bei all diesen Themen die Haltung seiner Partei…

Bei den Protesten in Gorleben sagte er beispielsweise, eine weitergehende Beteiligung der Bürger an der Endlagersuche bringe nichts. Er habe den Eindruck, Bürger seien schon genug daran beteiligt worden. Die Anwohner Gorlebens im Übrigen seien ja sowieso aus Prinzip dagegen. …

Auch bei den Protesten gegen das Projekt Stuttgart 21 war er vor allem dadurch aufgefallen, dass er diejenigen, die dort protestierten, als "Zukunftsverweigerer" tituliert hatte, die nur Angst vor Neuem hätten.

zeit.de 2.3.2011

„Zukunftsverweigerer“, das kommt uns doch bekannt vor!

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Sigmar Salzburg
18.07.2010 12.43
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DIE ZEIT – konfus

SCHULREFORM IN HAMBURG
Die Gegner des Volksentscheides rechnen mit einem Sieg
zeit.de 18.7.2010

P.S.: Inzwischen ist der Text geändert, aber etwas anderes tritt zutage: Auch hier wird mit einem verwirrenden Stimmzetteltrick gearbeitet – wie 1998 in Schleswig-Holstein.

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Sigmar Salzburg
02.03.2010 12.38
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Bei der Rechtschreibreform hat man es versäumt ...

Eine schallende Ohrfeige für den Gesetzgeber
ZEIT ONLINE – Vor 37 Minuten
Karlsruhe hat die Vorratsdatenspeicherung gekippt, um die Politik zum Nachdenken zu erziehen….

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Detlef Lindenthal
21.11.2009 18.10
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Die Zeit, die Praktikanten und die Fehlereinsparung

Zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer, sei die Bundesrepublik „normaler“ geworden – ... In Halifax ging es um fast alles, was die Welt heute unsicher macht: um Nordkorea und den Mittleren Osten, um internationalen Drogenhandel und die Angst vor einer Pandemie namens Schweinegrippe. .... Kein Wort verlor Obamas Konkurrent aus dem Wahlkampf allerdings darüber, dass der Blutzoll möglicher Weise noch höher ausfallen könnte, sollte der Präsident McCains Rat folgen und mindestens 40.000 weitere Soldaten nach Afghanistan schicken. ... Die Idee einer freiheitlichen Demokratie am Hindukusch, gestanden Gates und Guttenberg sowie Kanadas Verteidigungsminister Peter MacKay, in Halifax ein, habe man längst zu den Akten gelegt. ...

http://www.zeit.de/politik/ausland/2009-11/guttenberg-halifax-usa-nato-afghanistan
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Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
02.10.2009 12.53
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Harry Rowohlt – reformfrei in der ZEIT

HARRY ROWOHLTS KOLUMNE
Pooh's Corner
Der Kolumnist vertritt hier die Meinungen eines Bären von sehr geringem Verstand. Diesmal sinniert er über Szenen im Park und einen Verlag im Kreis Stormarn.

[1.10.2009]
http://www.zeit.de/2009/41/Poohs-Corner

Harry Rowohlt schreibt wieder in der ZEIT – reformfrei.
Das gilt auch für die vorherigen Fortsetzungen seiner legendären Pooh-Texte:


http://www.zeit.de/2009/20/Poohs-Corner

http://www.zeit.de/2009/29/Pooh

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Sigmar Salzburg
23.06.2009 06.51
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Mißbrauchte Jugend

DIE ZEIT, 10.06.2009 Nr. 25

http://www.zeit.de/2009/25/Schriftsteller-25

Vor Kurzem bekam der Schriftsteller Dieter Wellershoff, 83, einen Brief des Bundesarchivs in Berlin: Man habe, ausgelöst durch eine Recherche des ZEITmagazins, eine auf seinen Namen ausgestellte Karte in der Mitgliederkartei der NSDAP entdeckt – Dieter Wellershoff, … Könnte er verdrängt haben, dass er als 17-Jähriger einen Zettel mit seinem Namen versah, als man ihn aufforderte, in die Partei einzutreten? …
„Ich war nicht Mitglied der NSDAP! Ich hätte ja verrückt sein müssen, am Ende des Krieges einzutreten. Wem hätte ich damit gefallen wollen können? Wir Jungen wurden verheizt für die Fantasiepolitik der NSDAP“…. Laut Karteikarte wurde die Parteiaufnahme des Dieter Wellershoff, geboren am 3.November 1925 in Neuss, am 20. April 1944 beantragt … Hatten nicht auch Walser, Hildebrandt und Henze beteuert, ihre Aufnahme sei schlicht ein „Geburtstagsgeschenk für den Führer“ gewesen – zum 20. April, Hitlers Geburtstag? …

Mir ist dieser Tag trotz meiner damals fünf Jahre unvergeßlich: Am Vorabend gab es bei uns eine heftige Auseinandersetzung. Meine Mutter wollte nicht flaggen, weil wir keine Fahne hätten; meine Großmutter hatte Angst, erschossen zu werden. Als ich am nächsten Tag aus dem Haus trat, wehte in der Morgensonne aus ihrem Giebelfenster ein roter Lappen: Sie hatte die ganze Nacht über aus Stoffresten eine Hakenkreuzfahne zusammengenäht.

Ist es möglich, dass ein junger Mann, der jeden überlebten Tag als existenziell empfinden musste, die Aufnahme in die Partei der Nazis als so nebensächlich empfand, dass er sie vergaß? … Ehrgeiz, Opportunismus, Anpassung – diese Haltung war typisch für viele Erwachsene im „Dritten Reich“. Und die Jugend damals? …

“Wer die Jugend hat, hat die Zukunft.“ Diese Strategie des „Führers“ und seiner Paladine wird gerade wieder in dem etwas harmloseren Zusammenhang der „Rechtschreibreform“ verwirklicht.

In der bundesrepublikanischen Gerichtssprache sieht das so aus:

„Die Rechtschreibreform ziele nicht nur auf eine Änderung der Schreibweise im Unterricht und in der Amtssprache. Reformiert werde zum 1. August 1998 die Schreibweise der deutschen Sprache überhaupt. Dies ergebe die Wiener Absichtserklärung, nach der das neue Regelwerk Vorbildcharakter für alle haben solle. Eines Gesetzes aller Bundesländer oder des Bundes habe es dazu nicht bedurft.“ (Urteil des OVG Schleswig im Zitat des Bundesverfassungsgerichtes v. 14.7.98) Das ist die schönfärberische Darstellung des Mißbrauchs der Jugend zum Zwecke der allgemeinen Schreib- und Sprachveränderung. Was über die Reichweite dieser Repression hinausgeht, wird durch allgemeinen Ehrgeiz, Opportunismus, Anpassung und die Willfährigkeit der Presse ausgefüllt.

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Detlef Lindenthal
10.06.2009 20.54
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Deppenblatt.

Jetzt habe ich mir den Quiz-Quatsch auch noch durchgelesen.


DIE ZEIT schrieb (Frage 6):
Seiner Freude darüber verleite er Ausdruck mit den Worten ...
Wenn schon, dann verleitet oder verleiht. Gemeint vermutlich: verlieh.
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Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
10.06.2009 17.20
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ZEIT-Quiz-Quatsch

Willkommen beim Rechtschreibquiz von ZEIT ONLINE!

Wie gut kennen Sie sich mit der neuen Rechtschreibung aus?

http://spiele.zeit.de/rechtschreibquiz/rechtschreibquiz.php

Das meiste sind gar keine Fragen zur Rechtschreibung, sondern zur Sprachrichtigkeit. Es wird aber nicht versäumt, dem Leser unterzujubeln, daß „wieviel“, „zuviel“, „soweit“ und ähnliches falsch sei. Besonders wird natürlich von den selbsternannten ZEIT-Obergefreiten auf dem Reformexerzierplatz zur Schikane ausgenutzt, daß „es ist so weit“ nicht mehr nur die große Entfernung ausdrücken soll, sondern auch die zeitliche Nähe.

Daß man bei der ZEIT selber keinen klaren Durchblick hat, zeigt der nächste Quiz-Quatsch: Da hat doch tatsächlich jemand zu Prinz Philips rauhen Jokes zwei Dutzend ähnliche erfunden und verkauft das Ankreuzen der richtigen Bemerkung als Wissens-Quiz
:

DIE ZEIT 12/2009: Quiz
Testen Sie Ihr Wissen zu aktuellen Themen auf ZEIT ONLINE

http://www.zeit.de/online/2009/24/quiz-prinz-philip

Hier fehlen nun wieder die einfachsten Grundkenntnisse der neuesten Rechtschreibung:

Richtige Antwort: „Are you Indian or Pakistani? I can never tell the difference between you chaps.“ (Sind Sie Inder oder Pakistaner? Ich kann euch Burschen einfach nicht auseinander halten.)...

Richtige Antwort: „Ich wollte Cowboys sagen, aber ich habe Cowboys und Indianer durcheinander gebracht....“

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Sigmar Salzburg
16.08.2008 06.58
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Parteiliches Abwiegeln bei der ZEIT

ZEIT ONLINE 34/2008 S. 65 http://www.zeit.de/2008/34/C-Seitenhieb

Dummer s-Laut

[Bild: Schleichwerbung mit Dudenbänden]
Die Auseinandersetzungen mit der Reform waren lange und ermüdend. Vor allem Schüler waren die Leidtragenden

Sprachschützer klagen die Rechtschreibreform an. Doch die Belege sind schwach


Von Jan-Martin Wiarda

Derzeit sind die ehrenamtlichen Sprachschützer der Forschungsgruppe Deutsche Sprache e. V. (FDS) gewaltig am Trommeln. Vor ein paar Wochen hat der Verein seine Jahrestagung abgehalten, Höhepunkt war ein Vortrag des Germanisten Uwe Grund, demzufolge deutsche Schüler seit der umstrittenen Rechtschreibreform deutlich mehr Fehler machen. Seitdem schreiben sich die Orthografie-Aktivisten die Finger wund, schicken Pressemitteilungen, Briefe und Mails an die Zeitungsredaktionen der Republik. Ihre alarmierende Botschaft: Die Missgriffe bei der Groß- und Kleinschreibung hätten sich verdreifacht, »Verstöße gegen die korrekte Schreibung des s-Lautes« kämen doppelt so häufig vor wie vor der Umstellung.

Das triumphierende, obgleich unausgesprochene »Wir haben es doch gleich gewusst« spricht dabei aus jeder Zeile. Womöglich etwas voreilig. Zwar sind die Unzulänglichkeiten der Rechtschreibreform unübersehbar, doch die von der FDS vorgelegten Zahlen und deren Interpretation beweisen eigentlich nur eines: wie leicht wissenschaftliche Objektivität dem Wunsch, recht zu haben, zum Opfer fallen kann. Die Vergleichszahlen, die die von der FDS zitierte Studie heranzieht, stammen zum Teil aus Gymnasien der frühen siebziger Jahre. Von einer Zeit, in der nur 10 bis 20 Prozent der Schüler das Abitur anstrebten, kann man bessere Durchschnittsleistungen der Gymnasiasten erwarten als heute, wo – auch dank der in jenen Jahren begonnenen Bildungsexpansion – vielerorts an die 50 Prozent auf die Hochschulreife hinarbeiten. Vollkommen ins Spekulative gleitet die FDS dann ab, wenn sie für den unbestreitbaren Leistungsabfall ein singuläres Ereignis wie die Rechtschreibreform verantwortlich machen will. Mit dem gleichen Recht könnte man behaupten, die zunehmende Luftverschmutzung oder zu viele heiße Sommer hätten die Schülerhirne zur Erweichung gebracht.

Und was ist mit der Feststellung der Studie, gerade in den Bereichen, wo die Rechtschreibreform eingegriffen habe, sei die Fehlerhäufigkeit noch dramatischer angestiegen? Auch sie sagt nichts anderes aus, als dass es sich offenbar um besondere Stolpersteine handelt – die die Rechtschreibreformer ja gerade beseitigen wollten. Ob ihnen das gelungen ist oder nicht, ob heutige Schüler also ohne die Veränderungen besser oder womöglich noch mieser abschneiden würden, kann keiner mit Sicherheit sagen. Sicher aber ist: Die Auseinandersetzungen um die Reform waren lange und ermüdend, Leidtragende waren die Schüler, die Jahre mit der Ungewissheit leben mussten, ob sie nicht doch wieder umlernen müssen. Noch sind nicht alle Wunden verheilt. So hehr die Absichten der Sprachschützer sind, so vorsichtig sollten sie künftig mit ihren Schlussfolgerungen sein.

DIE ZEIT, 14.08.2008 Nr. 34

http://www.zeit.de/2008/34/C-Seitenhieb

Es ist nicht die Pflicht der Reformgegner, die Wunden der „Rechtschreibreform“ verheilen zu lassen, sondern das, was diese Wunden hervorruft, immer wieder zu bekämpfen.

„Und was ist mit der Feststellung der Studie, gerade in den Bereichen, wo die Rechtschreibreform eingegriffen habe, sei die Fehlerhäufigkeit noch dramatischer angestiegen? Auch sie sagt nichts anderes aus, als dass es sich offenbar um besondere Stolpersteine handelt – die die Rechtschreibreformer ja gerade beseitigen wollten.“

Für die traditionelle s-Regel ist diese Bemerkung reiner Unsinn. Sie war nie ein ernsthafter Stolperstein. Seit Jahren suche ich Belege für die anzunehmenden massenhaften Forderungen der Pädagogen, die „neue“ Heyse-Regel von 1800 endlich einzuführen, um einem dringenden Schreibnotstand abzuhelfen. Es gibt sie nicht. – Nur der Nazi-Erziehungminister Rust hatte u.a. einen solchen Vorschlag in der Schublade.

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Norbert Lindenthal
25.06.2008 19.41
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Das ß gibt es nun auch als Großbuchstabe [ISO-10646 und Unicode 5.1]

© ZEIT online, Tagesspiegel | 25.06.2008 11:34

Schriftzeichen: Großes "ß" bekommt Platz im Alphabet

Es wird seit der Rechtschreibreform sträflich vernachlässigt und ins Abseits gedrängt: das "ß". Nun könnte dem Buchstaben eine Renaissance bevorstehen, denn es wurde mit einer neuen Version geadelt – dem Großbuchstaben.

Die letzte Lücke im deutschen Alphabet ist geschlossen – zumindest technisch. Das ß gibt es nun auch als Großbuchstabe erstmals verankert in den internationalen Zeichensätzen ISO-10646 und Unicode 5.1. Es hat dort den Platz mit der Bezeichnung 1E9E. Das bestätigten das Deutsche Institut für Normung (DIN) und die Internationale Organisation für Normung (ISO). Die Änderung werde in Kürze veröffentlicht, sagte ein ISO-Sprecher. Damit hatte ein Antrag der DIN-Leute, eine Norm für das große ß zu schaffen, teilweise Erfolg.

Die Rechtschreibregeln sind davon zunächst nicht betroffen. Sie sehen vor, dass das ß weiterhin in Großschreibweise als SS dargestellt wird. Obwohl dies der Logik der Groß- und Kleinschreibung widerspricht, wollten die internationalen Normungsgremien nicht daran rütteln und haben sich – wie zu hören ist nach kontroverser Diskussion – aus der deutschen Rechtschreibung lieber diplomatisch herausgehalten.

Schwierigkeiten mit der Tastatur

Seit 130 Jahren war immer wieder darüber diskutiert worden, dem ß wie allen anderen Buchstaben eine große – sprich versale – Variante zu verschaffen. Eine neue Rechtschreibreform für das große ß schließt der Rat für deutsche Rechtschreibung – wohl nach den Erfahrungen mit der letzten Reform – zwar aus, aber: „Die Menschen werden entscheiden, ob sie es verwenden“, sagt Geschäftsführerin Kerstin Güthert.

Das hängt aber auch nicht zuletzt davon ab, wie leicht sich der Buchstabe auf den Tastaturen erzeugen lässt. Inzwischen sind bereits die ersten Tastaturtreiber auf dem Markt, die das große ß mit Hilfe einer Tastenkombination auftauchen lassen.

Der Durchbruch als internationale Norm kommt zu einem Zeitpunkt, da dem ß mit der Rechtschreibreform ein erheblicher Teil seiner Anwendung genommen wurde. Aber ganz ausmerzen, wie im Schweizerdeutsch, konnten die Sprachregler den Buchstaben nicht. Mit der Version als Großbuchstabe könnte ihm nun ein Comeback gelingen, auch wenn kein einziges Wort mit einem ß beginnt und das Fehlen der Variante nur bei der Großschreibweise des kompletten Wortes zum Problem wird.

DDR war Vorreiter

In den 1950er Jahren zierte das große ß bereits den GROßEN DUDEN der DDR. Dann verschwand es wieder. „Bisher hat die Sprachgemeinschaft nicht die Notwendigkeit für ein großes ß gesehen“, sagt Güthert. Dabei konnte die kleine Lücke im großen Normenkatalog durchaus Verwirrung stiften: Ist bei der MASSE die Masse gemeint oder sind es die Maße? Wenn Herr WEISS eine Rechnung erhält, muss diese dann auch von Herrn Weiß bezahlt werden? Es soll Steuerzahler gegeben haben, die die Forderungen des Finanzamts mit dieser Begründung verweigerten.

Der Typograph Andreas Stötzner begrüßt den neuen Buchstaben mit einer Sonderausgabe der Fachzeitschrift „Signa“. Schrift-Designer haben für die gängigen Schrifttypen Versionen des großen Esszett entwickelt. Dabei muss es dem kleinen ähnlich sein, ohne dem großen B zu ähnlich zu werden. Mit mehreren Varianten für gängige Schriftarten haben die Designer das Problem zu lösen versucht.

Ob nun im nächsten Schritt die Tastaturen-Hersteller bereit sind, das ß aus seinem Schattendasein unter dem Fragezeichen zu erlösen, ist offen. Eine eigene Taste als vollwertiger 27. Buchstabe des Alphabets ist keine Kleinigkeit: „Das wäre ein erheblicher Eingriff in das Standard-Tastatur-Layout“, sagt eine Sprecherin von Cherry, Marktführer bei Tastaturen in Deutschland. Ohne eigene Taste ließe sich die Tastatur zwar relativ leicht anpassen, eine Folge hätte dies aber für die beruflichen Schnellschreiber: „Das Maschineschreiben müsste dann teilweise neu gelernt werden.“ (ut/dpa)
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Norbert Lindenthal

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Sigmar Salzburg
06.05.2008 07.59
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Schnäuz-Gefahr

Innerhalb der dummdreisten „Rechtschreibreform“ zählt die „Schneuz-Reform“ zu den allerdümmsten Schnapsideen.

Ein Vergleich mit anderen von Körperteilen abgeleiteten Tätigkeiten zeigt:

Sie äugt – sieht mit den Augen …
Er schultert – nimmt auf die Schultern …
Es zahnt – kriegt Zähne …
Er brüstet sich – zeigt die Brust …

Und nun …
Er schnäuzt – zeigt, benutzt oder kriegt die Schnauze
… in der Bedeutung „Befreiung von Rotz“?

Vergleichbar sinnverfälschend wäre nur noch:
Er verarmt – von Arm

Nun hätte „schnäuzen“ schulisch kein Fehler sein müssen, wenn es nicht die übliche sprachrichtige Schreibung „schneuzen“ („sniuzen“, verwandt mit „snott“, „Schnodder“) hätte verdrängen sollen. Aber nein: Nachdem 12 Reformkommissionsmitglieder beschlossen hatten, „schneuzen“ von der tierischen vorderen Kopfpartie abzuleiten, befahl 1996 eine geballte Streitmacht von 16 Kultusministern und 16 Ministerpräsidenten, daß Schüler mit „schneuzen“ einen Fehler machen und Staatsbedienstete ihre Dienstpflichten verletzen.

Dies wurde nach über 40 Gerichtsprozessen bisher bestätigt, weil das parteiische Bundesverfassungsgericht solches für verfassungsgemäß erklärte. Endgültig in Kraft gesetzt wurde es im Jahre 2005 von 16 inzwischen größtenteils schon wieder ausgewechselten Kultusministern und 16 ebensolchen Ministerpräsidenten.

Einem eigens eingesetzten 37köpfigen „Rat für deutsche Rechtschreibung“, Ersatz für die unsägliche Kommission, wurde die Bearbeitung des Falles untersagt und das Schneuz-Verbot im März 2006 „endgültig“ über Deutschland verhängt – wiederum von 32 höchsten Landespolitikern.

Die unterwürfigen Medien hatten die Politiker seit 1999 schon durch vorauseilenden Gehorsam zu dieser Machtanmaßung ermutigt – standhaft blieben fast nur Außenseiter wie die „Junge Welt“ und die „Junge Freiheit“. – Und am vorauseilendsten war wieder einmal – abgesehen von der eingegangenen „Woche“ – die „ZEIT“:

Schnäuz-Gefahr
© DIE ZEIT 15/2002
Amerikanische Ärzte, so wurde mir berichtet, empfehlen, die Nase im Bedarfsfalle (entgegen den Geboten der guten Kinderstube) hochzuziehen, anstatt ins Taschentuch zu schnäuzen. Letzteres sei für die Nebenhöhlen schädlich. Stimmt’s? Wolfgang Binal, Darmstadt
Auf einer internationalen Medizinerkonferenz erregte der Hals-Nasen-Ohren-Arzt Jack M. Gwaltney von der University of Virginia vor drei Jahren Aufsehen, als er in einem Vortrag tatsächlich davon abriet, die Nase zu schnäuzen. …
Gwaltney und seine Kollegen hatten in einer klinischen Studie den Innendruck in der Nase beim Schnäuzen gemessen. … Wohlgemerkt: Es geht um das starke, trompetende Schnäuzen der Nase. … Das übermäßige Schnäuzen sei eine „mitteleuropäische Unsitte“. Christoph Drösser


http://www.zeit.de/2002/15/200215_stimmts_nasehoch.xml
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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
19.03.2008 09.03
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ZEIT-Spiele

Scrabble
[…]
– Es gelten nur Wörter, die im Duden, Die deutsche Rechtschreibung, 24. Auflage, verzeichnet sind, sowie deren Beugungsformen. Scrabble-Regeln unter http://www.scrabble.de

© DIE ZEIT, 19.03.2008 Nr. 13


http://www.zeit.de/2008/13/Spiele-Scrabble-13

Zulässig sind danach auch „behende“, „Quentchen“, „Tolpatsch“ … u.s.w.

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
29.11.2007 10.19
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DIE ZEIT

Volksverdummungsspiele:

http://spiele.zeit.de/rechtschreibquiz/rechtschreibquiz.php

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Detlef Lindenthal
12.11.2007 18.50
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Kriminellenschreibung

http://blog.zeit.de/brasilien/2007/11/12/rechtschreibung-fur-rauber_100

>>Montag 12.11.2007

Rechtschreibung für Räuber
Von wollowski

Eigentlich konnte gar nichts schief gehen. Schliesslich waren die Männer Profis. Hatten kürzlich einer Sicherheitsfirma flott mal zehn Millionen abgenommen, und davor den Geldtransporter einer Bank um eine noch höhere Summe erleichtert – noch bevor das Geld überhaupt in den Transporter gelangen konnte. Die gesammelte Beute hätte locker für eine Rente auf Lebenszeit gereicht. Für alle. Doch da gab es noch diese unfehlbare Idee.

Am letzten Donnerstag sollte der neue Coup laufen. Alles war akribisch geplant. Die Männer hatten bei einem der edelsten Feinkostläden von Sao Paulo Weihnachts-Geschenkkörbe bestellt, ordentlich bezahlt und abgeholt. Dann hatten sie sich einen weißen Fiat-Kastenwagen gekauftgenau so einen, wie der Lieferservice der Edelnahrungsmittel ihn benutzte. Schliesslich hatten sie einen Aufkleber mit dem Firmenschriftzug auf den Wagen geklebt und sich selbst T-Shirts mit der gleichen Aufschrift bedrucken lassen. Im exakt richtigen Grün-Ton, in exakt der richtigen Größe und Schrift und überhaupt sehr professionell gemacht.

Damit wollten sie sich Zugang zu einem der wie Hochsicherheitszonen geschützten Wohnblock der besseren Sorte verschaffen: Als harmlose Lieferanten von Panettone und Co. Sie waren überzeugt, dass die Investition in die italienischen Kuchen sich lohnen würde, um an die Safes der wohlhabenden Wohnblockbewohner heran zu kommen.

Bis vor den Wohnblock kamen die Männer. Dann hielt sie eine Polizeistreife an. Verlangte, das Wageninnere zu sehen. Und fand dort neben Panettone und anderen Leckereien zwei Gewehre, ein MG, zwei Pistolen, Werkzeug zum Safe-Aufbrechen, zwei schußsichere Westen, zwei nachgeahmte Polizei-T-Shirts, sechs Funkgeräte, eine extrem leistungsstarke Taschenlampe und acht Handys.

Das waren Beweismittel genug: Statt in die Luxussuite kamen die Männer allesamt in den Knast. Mehreren von ihnen war die Polizei schon länger auf der Spur gewesen. Ein einziger Buchstabe hat ihnen letzte Woche den Coup und die Zukunft verpatzt. Beim Klonen des Lieferwagens war ihnen ein Fehler unterlaufen. Statt „Emporio“wie der Original-Firmenname lautet, hatten sie „Imporio“ auf ihrem Wagen stehen. Und wie um zu beweisen, dass es sich nicht um einen Flüchtigkeitsfehler handelt, sondern um echtes Unwissen, steht konsequent auch auf T-Shirts und in der Internetadresse das verflixte I. Der Polizeichef meint dazu: „Operational sind die Jungs wirklich gut. Aber grammatikalisch dafür entsetzlich schlecht.“<<

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Sigmar Salzburg
18.02.2007 10.06
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Späte Einsicht

Die ZEIT hat seit einigen Wochen das schöne alte Wort Handvoll wiederentdeckt.
Festgestellt von Dr. Manfred Ickler in http://www.sprachforschung.org/

Die blasierten Unwichtigtuer und hämischen Klammeraffen aus dem ZEIT-Lager konnten das Bessere nicht zugeben. Lieber haben sie andere als Don Quijote denunziert. Aus den letzten drei Jahren im ZEIT-Forum (Christoph Drösser verfaßt u.a. die Zeit-Kolumne „Stimmt’s?“):

Sigmar Salzburg – 20. May 2004 8:00 (#1637 of 1637)
Absurde Reformschreibung (113):
Der Selbstmordattentäter sprengte sich in die Luft.
In der Nähe wurde noch eine Hand voll Sprengstoff gefunden.


Syntax – 20. May 2004 8:39 (#1638 of 1639)
for man is a giddy thing, and this is my conclusion
und wieder ringen wir, wenn es denn sein soll, einem satz eine unerwuenschte lesart ab. hurra. […]


Christoph Droesser – 20. May 2004 9:24 (#1639 of 1639)
Non modo, sed etiam.

In der Nähe wurde noch eine Hand voll Sprengstoff gefunden.

So macht die neue Schreibung dem Schreibenden klar, dass er auf manche Formulierungen vielleicht besser verzichtet und sich eine andere sucht. Vorgelesen hat er nämlich immer die unfreiwillig makabre Bedeutung.

hjm – 21. Oct 2004 18:35 (#794 of 796)
.... und überhaupt!
Eigentlich muss ich mich ja bei Sigmar bedanken. Er hat es jetzt so oft wieder und wieder wiederholt, dass mir inzwischen „eine Fleisch fressende Pflanze“, „ein Blut saugendes Insekt“ und „eine Hand voll schwachköpfiger Bürokraten“ völlig normal und natürlich vorkommt und ich mich frage, wie es denn jemals anders hätte geschrieben werden konnte sein.

hjm – 2. Jul 2004 13:52 (#1957 of 1960)
.... und überhaupt!
[…]
Er wehrt sich vehement gegen die Schreibweise „eine Hand voll“ statt „eine handvoll“, weil dadurch die Sprache unendlich verkompliziert, weil mehrdeutig wird. Er setzt sich aber genauso vehement gerade nicht für die Wortschöpfung „eine seitevoll“ oder „ein eimervoll“ ein, obwohl dadurch die Sprache doch unendlich vereinfacht, weil eindeutiger würde […]

Sigmar Salzburg – 17. Jun 2004 9:39 (#1852 of 1855)
Gerade der frühere Kultusminister Werncke ging, um die „Reform“ schmackhaft zu machen, damit hausieren, daß auf Grundschulniveau nur 32 Wörter geändert seien.
Ich muß mich korrigieren: Der niedersächsische Kultusminister hieß natürlich Wernstedt. Ich hatte seinen Namen in der Nähe der „Wernicke-Aphasie“ abgespeichert, […] Wichtige Wörter bleiben weiterhin zerschlagen: „immerwährend“, „zuviel“, „fertigstellen“ … und schließlich „Handvoll“.
Als Wernicke-Aphasie kann durchaus durchgehen, wenn z.B. in einem schreibreformierten Text von Arno Schmidt die Dämmerung eine „Hände werfende“ wird:
* „Die Dämmerung warf eine Hand voll bleicher taumelnder Tauben ...“
… während das Original doch wohl hieß:
Die Dämmerung warf eine Handvoll bleicher taumelnder Tauben hoch über’s Teerband.

Christoph Droesser – 17. Jun 2004 9:41 (#1853 of 1855)
Non modo, sed etiam.
Wie nach dem Zusammenbruch der DDR wird der SSStacheldrahtverhau über Nacht verschwinden.
Und weiter im Text mit den Geschmacklosigkeiten. Get a life.

Sigmar Salzburg – 17. Jun 2004 9:48 (#1854 of 1855)
Geschmacklosigkeiten
„Geschmackvolle Satire“ ist fast schon ein innerer Widerspruch.

Christoph Droesser – 17. Jun 2004 9:51 (#1855 of 1855)
Non modo, sed etiam.
„Geschmackvolle Satire“
Die Schuhe sind Ihnen denn doch eine Nummer zu groß. Zwischen Geifer und Satire gibt es noch einen Unterschied.

Sigmar Salzburg – 17. Jun 2004 10:45 (#1856 of 1856)
Das „G“ in „Geifer“ ist zuviel, pardon „zu viel“.

Sigmar Salzburg – 17. Jun 2004 22:22 (#1858 of 1858)
Bekloppte Reformschreibungen (712)
Fortsetzung „Handvoll“ zu „Hand voll“
Die „Reform“ fördert überlebensnotwendige Exhumierungen:
Intensivkurs survival-abenteuer.de
„Abgerundet wurde die vegetarische Suppe
mit einer Fleischbeilage, einer Hand voll Maden.“


Sigmar Salzburg – 27. Jun 2004 12:15 (#1903 of 1903)
Schwachsinn „neue“ Rechtschreibung, Nr. 917:
Das Schleudern von Händen
In George Bernard Shaws „ARMS AND THE MAN“,
2. Akt, heißt es ...
It's like slinging a handful of peas against a window pane...
... und in der Übersetzung:
Gerade, als ob man eine Handvoll Erbsen gegen eine Fensterscheibe schleuderte...
... in „neuer“ Rechtschreibung (bisher noch nicht gesichtet):
... als ob man eine Hand voll Erbsen gegen eine Fensterscheibe schleuderte...

Denis – 27. Jun 2004 12:38 (#1904 of 1906)
Pauschalierungen sind grundsätzlich Scheiße.
(Ist ja grauenhaft.)

Pallas – 27. Jun 2004 12:42 (#1905 of 1906)
Man ist stets gerne zu Diensten
(Völlig unverständlich!)

hjm – 27. Jun 2004 12:49 (#1906 of 1906)
.... und überhaupt!
(Neulich hat jemand einen Eimer voll Wasser über mein Blumenbeet geschleudert. Die ganzen Rosen waren hin. Hab den Typ natürlich angezeigt. Wegen Sprachmissbrauchs und wegen des unlauteren Gebrauchs von Leerzeichen. Wo kämen wir da hin!)

Sigmar Salzburg – 27. Jun 2004 15:29 (#1912 of 1912)
Waugh, Evelyn A Handful of Dust/Eine Handvoll Staub, Roman (1934).
(www.lyrikwelt.de/autoren/waugh.htm)
Waugh, Evelyn, Eine Hand voll Staub, Details, Rowohlt Verlag,
(www.erich-kaestner-bibliothek.de/)
Lernt Sprachen! Das Reformdeutsche ist zur präzisen Darstellung nicht mehr geeignet.

Pallas – 27. Jun 2004 15:31 (#1913 of 1915)
Man ist stets gerne zu Diensten
Auswandern?

Denis – 27. Jun 2004 15:32 (#1914 of 1915)
Pauschalierungen sind grundsätzlich Scheiße.
Das Reformdeutsche ist zur präzisen Darstellung nicht mehr geeignet.
Also ich finde, das rechtfertigt Selbstmord.
Eindeutig.

Giesbert Damaschke – 2. Jul 2004 12:45 (#1953 of 1956)
lebt & arbeitet in München
[Bild Buchtitel Lina Haag „Eine Hand voll Staub“]
Handvoll oder Hand voll. Egal. Kaufen. Lesen.

Christoph Droesser – 2. May 2005 23:05 (#1073 of 1087)
Fast war ich versucht, mich auf die Seite von Sigmar S. zu schlagen, als ich heute in der ZEIT den Satz las:
In Fraktionen und Parteien beschäftigt sich nur eine Hand voll Frauen mit Sicherheitspolitik.
Irgendwie hab ich mir das zu bildlich vorgestellt.

Pallas – 3. May 2005 14:04 (#1074 of 1087)
Man ist stets gerne zu Diensten
Das wäre Sigmar nicht passiert.

Sigmar Salzburg – 4. May 2005 10:59 (#1077 of 1087)
Disloziertes Wenighirn oder nur neue Rechtschreibung?
Die Truppen laufen rückwärts in Richtung sichere Schutzwälle oder retten sich schon mal per Rolle seitwärts ins sichere Abseits. Dinosoid-Truppen schlagen Haken und lassen das Zielen zu einer reinen Glückssache verkommen. Auch Scharfschützen wurden mit einer Hand voll Gehirn bedacht: Nachdem sie gefeuert haben, suchen sie oftmals ein erfolgversprechenderes Örtchen um von dort Tal'Set wieder unter Beschuss zu nehmen.
http://www.mag64.de/ngc/turok/turok.htm

Giesbert Damaschke – 4. May 2005 12:15 (#1078 of 1087)
Lebt & arbeitet in München
tertium datur: bescheuerte Formulierung in einem bescheuerten Text.

Pallas – 4. May 2005 12:45 (#1079 of 1087)
Man ist stets gerne zu Diensten
bescheuerte Formulierung in einem bescheuerten Text.
Aber hier ist doch das Sammelbecken dafür!

fora – 4. May 2005 22:16 (#1080 of 1087)
Das Wesen der Mathematik ist die Freiheit
Sigmar durchsucht das Internet nach „Hand voll“.

Sigmar Salzburg – 6. May 2005 6:58 (#1081 of 1087)
Nein, mein Sohn nach Spielen.

Sigmar Salzburg – 7. Oct 2006 16:20 (#2745 of 2745)
DIE ZEIT, 21.09.2006 Nr. 39
Opferung einer Hand
Wir rennen auf die andere Straßenseite, wo ein Schrein mit fünf mannshohen Nat-Statuen steht – jenen animistischen Geistern, die verflixt unangenehm werden können und an die viele Myanmaren glauben, auch wenn sie eigentlich dem Buddhismus anhängen. … Wir bringen ihnen mit dem geziemenden Respekt eine Hand voll duftender weißer Blumengirlanden und ein Sträußchen Go-Blätter dar. Man weiß ja nie.
Das wäre doch nicht nötig gewesen! Man darf sich auf Beschluß der deutschen Länderministerpräsidenten auch wieder mit einer „Handvoll“ Blumengirlanden begnügen!

Giesbert Damaschke – 18. Oct 2006 23:22 (#2755 of 2755)
My mule is sick, my horse is blind
also es sieht ja wirklich blöd aus – und wenn dann noch ein Tippfehler dazu kommt:
von einer Hand voll Journalisten geründet,
wird's vollends albern.

Sigmar Salzburg – 30. Nov 2006 9:50 (#2779 of 2779)
Wieder ein Denkmal der Dummschreibung

Die ZEIT verwendet immer noch die überholte Primitivstform der kultusministeriellen Schreibung für Deppen und solche, die es werden sollen. Die Besprechung des antiken Antikythera-Mechanismus bietet wieder ausgiebig Gelegenheit, dies zu demonstrieren.
Mechanische Kunsthand:
… bis in byzantinische Zeiten konnten Mechaniker nicht mehr als eine Hand voll Zahnräder zusammenschalten, so jedenfalls dachten die Altertumsgelehrten vor dem Fund von Antikythera…
„Hand voll“ schreibt noch nicht einmal mehr unsere reformunterwürfige nördliche Provinzzeitung.

Sigmar Salzburg – 12. Dec 2006 23:01 (#2795 of 2795)
Da kommt wie von selbst eine andere Frage auf: Wie lange will eigentlich die ZEIT noch mit der veralteten Zimmerschen Reparatur-Deppenschreibe nerven?
Mit den Fingern greift er hinein, mischt, knetet, schiebt sich eine Hand voll in den Mund. Die Männer essen schweigend, nur hin und wieder lässt einer einen ...
http://www.zeit.de/2006/08/In_80_Tagen?page=5

Sigmar Salzburg – 6. Feb 2007 9:06 (#2841 of 2843)
[…] Im zweiten Teil steigert sich Regenauers Programm deutlich, wird politischer, bissiger. Er klärt die Zuschauer über die Vorteile der Globalisierung auf. Die Arbeit wird in Billiglohnländer verlagert, sogar die Reden im Bundestag würden von polnischen Gelegenheitskomikern geschrieben. Selbst die Rechtschreibreform sei nur das Ergebnis von Übersetzungsfehlern, denn mit der Verfassung des Dudens sei ein Billig-Usbeke beauftragt worden. Bernd Regenauer bringt Licht ins Dunkel und schaut mit den Zuschauern hinter das Brett vor dem Kopf der Politiker. […]
http://www.frankenpost.de/nachrichten/regional/fichtelgebirge/resyart.phtm?id=1083043
[…]

Christoph Droesser – 6. Feb 2007 9:29 (#2842 of 2843)
... polnische Gelegenheitskomiker ... Billig-Usbeken ...
Ja, echt bissig, der fränkische Provinzkabarettist! Irrungen und Wirrungen ...

Giesbert Damaschke – 6. Feb 2007 10:31 (#2843 of 2843)
Extremspørtler in spe
Und das ganze im fränkischen Dialekt. Ungefähr so stelle ich mir die Hölle vor.

Sigmar Salzburg – 6. Feb 2007 15:02 (#2844 of 2844)
In der Hölle des täglichen Wahnsinns herrscht eher der Neuschreib-Dialekt vor, z.B.:

Das Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe, das der jeder esoterischen Schieflage unverdächtigen Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches (DVGW) untersteht, hat bereits einer Hand voll Geräten bescheinigt, dass sie die Kalkablagerungen um mindestens 80 Prozent reduzieren.
http://www.zeit.de/archiv/2002/19/200219_stimmts.xml

Eine Schieflage als Camouflage von „Reform“.
Stimmt’s?

Christoph Droesser – 6. Feb 2007 15:12 (#2845 of 2850)
Nö.

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