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Weserkurier
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Sigmar Salzburg
27.09.2016 04.13
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Was passierte vor 25 Jahren im Landkreis Diepholz?

Vieles hat sich seither getan, doch viele Themen und Menschen begleiten die Region bis heute oder haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Redaktion blättert deshalb regelmäßig in ihrem Archiv und veröffentlicht in der Reihe Damals Auszüge aus ausgewählten Artikeln. Wer beim Lesen über die eine oder andere ungewöhnliche Schreibweise stolpert, sollte sich übrigens nicht wundern. Denn vor der Rechtschreibreform von 1996 war es zum Beispiel richtig, Wörter wie muss und dass mit ß zu schreiben.
weser-kurier.de 27.9.2016

Claudia Ihmels wird sich wundern: Auch heute noch ist die bis 1999 in ganz Deutschland üblich gewesene Rechtschreibung richtig. Hätten sich nicht die Zeitungen dem Reformputsch der Kultusminister angeschlossen, dann wäre die „Reform“ längst mausetot.

Und was passierte vor genau 18 Jahren?
Am 27. September 1998 stimmten die Schleswig-Holsteiner
stellvertretend für ganz Deutschland gegen die Rechtschreibreform!

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Sigmar Salzburg
09.04.2010 11.42
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12 Jahre „leichteres Schreiben“

Debatte um mangelhafte Bildung
– 08.04.2010
Bremer Firmen geben Azubis Nachhilfe
...
Bremen. Es hapert schon bei den grundlegenden Fähigkeiten: Rechtschreibung, Rechnen, Gesprächsführung und Umgangsformen. Deutsche Unternehmer halten jeden fünften Schulabgänger für nicht ausbildungsfähig. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor. Inzwischen helfen die Unternehmen sich selbst: Mehr als jeder zweite Betrieb organisiert mittlerweile Nachhilfe für die eigenen Auszubildenden. …
www.weser-kurier.de 8.9.10

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Sigmar Salzburg
07.02.2009 14.26
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Richtig kompliziert

Weser-Kurier: Weser-Kurier (Bremen) kommentiert das Scheitern des Umweltgesetzbuches
Bremen (ots) – Nach dem Scheitern des Umweltgesetzbuches droht nun ein neuer Flickenteppich. Das würde irgendwie passen. Wenn in Deutschland etwas vereinfacht und entbürokratisiert werden soll – man denke an die Hartz-Gesetze oder an die Rechtschreibreform –, dann kommt am Ende meist etwas richtig Kompliziertes dabei heraus. Originaltext: Weser-Kurier Digitale
PresseEcho.de (Pressemitteilung) – 2. Febr. 2009

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Norbert Lindenthal
11.08.2004 05.55
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Weserkurier

Worte zwischen Ekel und Reform

Rechtschreiben bedeutet auch, Recht behalten zu wollen

Von unserem Redakteur Stephan Cartier

Bremen. Dem Delfin wird es mittlerweile egal sein, ob man ihn mit humanistischem “ph“ oder nüchternem “f“ schreibt. Die Gegner der Rechtschreibreform haben indes nie in ihrem Bemühen locker gelassen, die alte Orthographie wieder in ihr seit 1901 ausgeübtes Recht zu setzen. Mit dem Entschluss des “Spiegels“, des Springer-Verlages sowie in deren beider Windschatten auch der “Süddeutschen Zeitung“, wieder auf alte Rechtschreibung umzustellen, können sie ihren größten Erfolg seit dem Umschwenken der “FAZ“ feiern.
Trotz der Hitze sei es ein “wunderbarer Tag“, kommentierte Walter Kempowski gestern die Nachricht in seinem Haus in Nartum. Dies sei der Anfang vom Ende der “ekelerregenden Reform“ (nach neuer Rechtschreibung würde diese übrigens “Ekel erregend“ geschrieben). So wie Günter Grass und Martin Waiser hatte Kempowski seine Texte weiterhin in alter Rechtschreibung drucken lassen. Auch Gabriele Ahrens, die mit ihrem Mann die Initiative “WIR gegen die Rechtschreibreform Niedersachsen“ gründete, glaubt, dass das Reformwerk gestern seinen “Todesstoß" erhielt. Selbst der Deutsche Journalistenverband (DJV) gibt dem Regelwerk nur noch wenig Uberlebenschancen.
Ob die Folgen der überraschenden Verlagsentscheidungen in Hamburg und Berlin tatsächlich so weit reichend sein werden, hält aber schon “Spiegel“-Sprecherin Eva Wiemke für “gewagt“. Klar sei an der Vielzahl von Reaktionen aus der Politik und den
Medien jedoch abzulesen, dass die Frage vielen auf den Nägeln brenne.
Worin der eigentliche Furor auf die neue Rechtschreibregeln wie das Ersetzen des “ß" durch “ss“ nach kurzen Vokalen oder der Wandel von “Stengel“ in “Stängel“ liegt, wissen indes selbst Rechtschreibprofis nicht abschließend zu beantworten. Das blanke Chaos in der Sprache, das die Erklärung von “Spiegel“ und Springer nennt, kann der Leiter der Duden-Redaktion Matthias Wermke jedenfalls nicht erkennen. “Wenn man die Sprachberatung als Indikator nimmt, dann gibt es keine Anzeichen für
ein chaotische Stimmung unter Schreibern und Lesern.“
Auch der Bertelsmann-Lexikon-Verlag gibt Entwarnung. Redaktionsleiterin Sabine Krome schätzt die Akzeptanz der Reform besonders unter Jugendlichen als “relativ gut“ ein.
Ohnehin seien 98 Prozent des Wortschatzes durch die Reform gar nicht betroffen, erklärt Wermke. Dass unter den verbleibenden zwei Prozent auch missverständliche Regelungen seien, gesteht er zu: “Aber der Streit um die richtige Rechtschreibung ist so alt wie die Rechtschreibung selbst.“ Es bestehe nun aber die Hoffnung, dass sich die Parteien durch die Initiative der Großverlage bewegen müssten. Die seit sechs Jahren herrschende Sprachverwirrung im Blätterwald sei das eigentliche Ärgernis, meint Wermke. Sogar der Deutsche Börsenverein in Frankfurt sieht sich außer Stande, einen Überblick zu geben. “Jeder Verlag hält es wie er will, und meist gibt es in ein und demselben Haus Publikationen in unterschiedlichen Orthographien“, so eine Sprecherin. Einer der größten Textlieferanten, die Deutsche Presseagentur (dpa), ist angesichts der Entwicklungen entsprechend verunsichert. Der Vorstoß von “Spiegel“ und Springer bringe die Agenturen in eine “hochsensible Situation“, urteilt Harro Müller, Chef vom Dienst bei der dpa. Man warte ab, aber wenn eine Mehrheit der Kunden es wolle, “werden wir wieder auf alte Rechtschreibung umstellen“.
Jo Groebel vom Europäischen Medieninstitut in Düsseldorf sieht denn auch keine große Chance mehr, dass sich die Widersacher im Detail noch über einzelne Schreibregeln einigen wollen und werden. Er ver
mutet den Grund für die vehemente Abneigung gegen die Rechtschreibreform eher in deren Entstehungsprozess. Mancher “Alt“-Schreiber fühle sich durch den bürokratischen Akt in seiner kulturellen Identität gegängelt und bevormundet. “Die Einstellung mancher Experten, dass man Sprache im Labor bauen kann“, habe sich damit nicht bewahrheitet. Auch die alte Rechtschreibung habe viele Inkonsequenzen – aber es seien eben gewachsene Irrtümer, die viele Leser logischen Konstruktionen vorzögen.
Dass mit der gestrigen Entscheidung von “Spiegel“ und Springer eine selbst ernannte “informelle Meinungselite“ erneut Sprachpolitik betreibe, gehöre allerdings zu den merkwürdigen Strukturen dieses Kulturkampfes um die rechte Schreibung, findet Groebel.

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Norbert Lindenthal
11.08.2004 05.51
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Weserkurier

Kommentar
Spiegel und Springer kehren zur alten Rechtschreibung zurück

Ein einziges Kuddelmuddel

Das ist ein Donnerschlag, der noch lange nachhallen wird. Er kommt zwar nicht aus heiterem Himmel, aber so hatte ihn keiner erwartet. Die Entscheidung von Spiegel und Springer, zur alten Rechtschreibung zurückzukehren, wird den ohnehin schwelenden Streit gewaltig anfachen.
Bisher hatte das Thema mehr die Qualität einer typischen Debatte im nachrichtenarmen Sommerloch. Ein Politiker, in diesem Fall Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), will sich profilieren, empört sich vielleicht auch aufrichtig und zieht ein paar Mitstreiter auf seine Seite. Wulff fordert bei der Rechtschreibung die Rolle rückwärts. Er hält die neuen Regeln für baren Unsinn: In sich unlogisch und so verquer, dass am Ende jeder schreibt, wie er will.
Ein Urteil, dem kaum jemand widersprechen kann. Was da ausgebrütet wurde, ist oft nur Murks. Groß oder klein, getrennt oder zusammen – selbst Journalisten und andere Profis im Umgang mit der deutschen Sprache haben damit immer noch Schwierigkeiten. Ein Politiker zum Beispiel, der viel verspricht (richtig, weil getrennt), ist deswegen noch lange kein vielversprechender Politiker (falsch, weil zusammen).
Wird das Chaos aber nicht noch viel größer, wenn alles zurück auf Anfang geht? Viele Jahre ist in den Schulen nun schon nach den neuen Regeln gelernt worden. Sollen die Lehrer sagen: Vergesst das alles, war nicht so gemeint?
Und was ist mit den Zeitungen und Buchverlagen? Auch sie haben ja, von Ausnahmen abgesehen, längst umgestellt und ihre Leser an die veränderten Schreibweisen gewöhnt.
Darum, weil das Neue fast schon wieder alt ist, wurden der Wulff-Initiative auch von Parteifreunden des Ministerpräsidenten nur wenig Chancen eingeräumt. Schon gar nicht gegen SPD und Grüne, die an der Reform festhalten wollen.
Seit gestern aber, nach dem Vorstoß von Spiegel und Springer, stehen die Dinge anders. Es sind ja nicht irgendwelche Verlage, die sich von den neuen Regeln verabschieden wollen. Es sind die ganz Großen. Sie erreichen mit ihren Publikationen mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland.
Gegen diese Macht kommt keine Rechtschreibkommission an und auch keine Kultusministerkonferenz. Schriftsprache ist so, wie die Menschen schreiben. Das setzt sich durch – und nichts anderes.
Jürgen Hinrichs

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