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Sigmar Salzburg
31.03.2002 09.35
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Berühmte Fälschungen und Scharlatanerien

1.   Die Konstantinische Schenkung
sollte den gesamten Westen dem Diktat des Papstes unterwerfen.
2.   Der Runenstein von Kensington
verriet sich durch altertümliche oder nie dagewesene Schreibweisen.
3.   Die Vererbungslehre des Agrarbiologen Lyssenko
versprach eine Steigerung der Ernteerträge um 50 Prozent.
4.   Der Piltdown-Schädel wurde 1996
als Machwerk des Scherzbolds Martin Hinton vermutet und 2016 des „Finders“ Charles Dawson erkannt.
5.   Sokal’s Hoax übertölpelte 1996
die Zeitschrift „Social Text“ zur Verbreitung einer Nonsense-Theorie.

6.   Die Rechtschreibreform
• soll den gesamten deutschen Sprachraum dem Diktat der Reformpäpste unterwerfen,
• verrät sich durch altertümliche oder nie dagewesene Schreibweisen,
• verspricht eine Senkung der Rechtschreibfehler um 50 Prozent,
• wurde 1996 als zusammengebasteltes Machwerk der Reformkommission erkannt –
• und übertölpelte Presse und Medien zur Verbreitung der Nonsense-Änderungen...

neu 23.11.17 erg. 23.6.19
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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
11.03.2002 07.31
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Zusammenhänge

Die Bertelsmannsche Rechtschreibreform
und Bertlmannsche Socken

Fragen zur Kohärenz korrelierter Elementarteilchen erklärte der Physiker John Bell mit Hilfe der Bertlmannschen Socken. Der Mathematiker Bertlmann, dessen Existenz vielfach bezeugt ist, trägt immer eine rote und eine grüne Socke. Wer bei ihm auf dem einen Fuß eine rote Socke beobachtet, weiß mit Sicherheit, daß auf dem anderen Fuß eine grüne sitzt. Es findet aber durch die Beobachtung keine instantane Signalübertragung von einem Fuß zum anderen statt.

Die Fragwürdigkeit der Inkohärenz inkorrelierter Schreibveränderungen in der Belletristik dagegen zeigt die Bertelsmannsche Rechtschreibreform. Während man früher bedenkenlos von „behenden Füßen“ schreiben konnte, findet „heut zu Tage“ beim Lesen von „behänden Füßen“ nicht nur „hier zu Lande“ zwischen Autor und Leser eine augenblickliche Blödsinnsübertragung statt.

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Sigmar Salzburg

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Elke Philburn
21.02.2002 14.53
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Irgendwo bin ich dem Begriff 'Perle' für einen besonders guten Beitrag hier im Forum schonmal begegnet. In der Zeit-Debatte gibt's dafür ein Perlen-Forum.

Die entsprechenden Kommentare lassen sich hier nachlesen.

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Reinhard Markner
21.02.2002 12.39
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»Verperlen« ?

Was heißt das ? Im Ickler steht's noch nicht. Wolfsburger Platt ?

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Elke Philburn
21.02.2002 10.58
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Re: Enorm breit

Danke für den Link, Reinhard.


Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Theodor Ickler
Die gesammelten Äußerungen von Frau Popp über mich haben mich sehr amüsiert (so boshaft bin ich) und auch ein bißchen überrascht, weil ich nie geglaubt hätte, daß außer meiner Frau irgend jemand sich so leidenschaftlich mit mir beschäftigt. Also vielen Dank, Herr Salzburg!


Was für ein Lacher! Sowas müßte man verperlen.

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Reinhard Markner
21.02.2002 10.38
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In eigener Sache

Zitat:
Vielleicht gibt's was dazu im Netz ?
Ich verweise immer wieder gerne auf
http://www.jungewelt.de/2001/04-03/016.shtml

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Theodor Ickler
21.02.2002 02.55
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Enorm breit

Die gesammelten Äußerungen von Frau Popp über mich haben mich sehr amüsiert (so boshaft bin ich) und auch ein bißchen überrascht, weil ich nie geglaubt hätte, daß außer meiner Frau irgend jemand sich so leidenschaftlich mit mir beschäftigt. Also vielen Dank, Herr Salzburg!

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Th. Ickler

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Elke Philburn
21.02.2002 00.11
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Nee, aber Sinn scheint diese These auf jeden Fall zu machen.

Vielleicht gibt's was dazu im Netz? Habe jetzt auf die Schnelle nichts gefunden.

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Reinhard Markner
20.02.2002 23.53
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Re: Realsatire

Zitat:
dass die Schreibung die eigentliche Sprache, nämlich die gesprochene, nicht zu verändern vermag.
Erinnert sich noch jemand an die »Rezension« eines gewissen Clemens Knobloch, in der behauptet wurde, es sei längst Gemeingut in der Linguistik, daß die Schrift ein sprachliches System eigenen Rechts sei ?

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Sigmar Salzburg
20.02.2002 22.45
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Realsatire

Aus den Spiegel und Zeit-Foren:
In der heilen Welt der neuen Rechtschreibung der Frau Dr. Popp hat das Böse einen Namen: Ickler!

„Ihre einseitige Informiertheit: Aus Ihnen spricht weitgehend die Polemik von Theodor Ickler, Die sogenannte Rechtschreibreform, 1997, die unverdient eine enorme Breitenwirkung gehabt hat (ich will Ihnen nicht unbedingt unterstellen, dass Sie nun gerade dieses Buch gelesen haben)...“ (15.7.1998)

„Aber ich habe gestern lange in dem verheerend unsachlichen Schildbürgerstreich von diesem Ickler gelesen, der wegen der Rechtschreibreform den Untergang der deutschen Kultur auf jeder zweiten Seite beschwört; ich war gerade so richtig gegen diese Art von Kritikern aufgehetzt!..“ (7.8.1998)

„Auf ein typisches sachliches Missverständnis in Ihrem vorigen Brief wollte ich aber doch noch eingehen, nämlich den Mythos von der angeblichen Wort-Vernichtung durch die Rechtschreibreforrn, der auch von Ickler zärtlich gepflegt worden ist...“ (28.9.1998)

„Selbst wenn Ickler in S-H nicht bekannt ist, erkennt man seine Argumente zB in den Ihren 10 m gegen den Wind; die haben sich ja über so manche Kanäle ohne Nennung von dessen Namen fortgepflanzt...“ (12.10.1998)

„Das mit der Wortvernichtung ist eine der typischen Schwachstellen bei Ickler, der von der starken Homonymie und Homografie allenthalben in der natürlichen Sprache entweder nie gehört hat oder beides absichtlich ignoriert.“ (15.8. 1999)

„Ickler ist ein engstirniger Polemiker, der offenbar sein ganzes ferneres Leben dem Geschrei gegen die neue Getrenntschreibe-Regelung widmen will. Wenn er die nicht hätte, dann hätte sein weiteres Leben wohl keinen Zweck mehr...“ (28.1.2000)

wie schlimm muß es dann sein

„es? Er. Der unentwegt alarmistische Ickler.“ (13.2. 2001)

unsere historisch gewachsene Rechtschreibung

„Schon diese Ausdrucksweise bedeutet unsachliche Propaganda. (Ickler, ick hör dir trapsen. Der ist aber Germanist und müsste es besser wissen.) Rechtschreibung ist nix, was aus den Untiefen des menschlichen Gemüts hervorkommt und wächst und wächst und wächst...“ (3.8.2001)

„Wenn Ickler immerhin eingesteht, dass die Schreibung die eigentliche Sprache nicht beeinflusst, dann hat er die Tür zur richtigen Erkenntnis schon so weit aufgemacht, dass ich drin bin.“ (14.12. 2001)

âmar nâvâl belîbû: "ên älôhîm!“
[Die Welt soll wissen, daß Frau Dr. Popp begonnen hat, Hebräisch zu lernen.]
„Es war Shakespeare mit Sicherheit und Goethe nach meinen Beobachtungen ziemlich wurscht, wie ihre Werke orthografiert waren. Grund: Sie gebrauchten (praktisch) keine Sprachspiele, bei denen die Rechtschreibung eine Rolle spielte.
[...]
Ickler ist mir nicht sehr sympathisch, weil er er sich der verschwindenden bzw praktisch nicht vorhandenen Rolle der Orthografie für die Stilisitk als Germanist eigentlich bewusst sein müsste und sie trotzdem bis zur Unkenntlichkeit aufpustet. (Wenigstens Goethes Nonchalance auf diesem Gebiet müsste ihm vor Augen stehen und zu denken geben; und er weiß auch, dass die Schreibung die eigentliche Sprache, nämlich die gesprochene, nicht zu verändern vermag.) Dennoch reitet er unentwegt polemisch auf dem Unsinn herum, dass die Rechtschreibung bzw die minimalen Unterschiede zwischen der alten und der heutigen Rechtschreibung für das kreative Schreiben weltbewegend seien.
Das ist falsch, schlicht und einfach.“ (19. 2. 2002)

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Sigmar Salzburg

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Elke Philburn
31.01.2002 17.10
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Nochmal Jensen:

Zitat:
Deskriptiv heißt heute in der Tat: Wie wird die
aktuelle Rechtschreibung umgesetzt?

Aha, und dann soll entrümpelt werden, oder wie stellt man sich das vor?

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Sigmar Salzburg
31.01.2002 12.58
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Klistier

Am 30.1.2002 in den Kommentaren:
Ich finde es sehr amüsant, dass Herr Ickler dieses Argument bringt („...annehmen, daß dabei die gewaltsam reformierten Schreibweisen reproduziert und als weitgehend akzeptiert nachgewiesen werden.“). Das zeigt, dass sein Wörterbuchprojekt ein Auslaufmodell ist.

Michael Jansen bevorzugt das Einlaufmodell: Doch weder als Kleidung noch als Klistier hat man es gerne.

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Sigmar Salzburg

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Elke Philburn
27.12.2001 05.38
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Falscher Strang - gelöscht.

(E. P.)

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Elke Philburn
27.12.2001 05.32
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Falscher Strang - gelöscht.

(E. P.)

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Theodor Ickler
25.12.2001 08.56
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Am Hotelfach liegt es nicht

Der Arbeitskreis, der für die Reform verantwortlich ist, lieber Herr Salzburg, wurde vom humanistisch gebildeten Kultusminister Hans Maier einberufen und wäre ohne die Tatkraft des humanistisch gebildeten Kultusministers Hans Zehetmair nicht eingeführt worden.
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Th. Ickler

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