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Sigmar Salzburg
23.03.2008 13.06
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4. Rechtschreibreform

ARD-MULTITALENT PLASBERG

Talkmaster, Showmaster, Superstar

Er kann harten Talk. Jetzt kann er noch mehr: Frank Plasberg beweist mit einer neuen Quizshow rund um Schulwissen und Pisa-Peinlichkeiten, dass er auch Lehrer werden könnte –
… Von Tjado und Gerhard Ihmels zum Beispiel. Die beiden nehmen als erste in zwei Schulpultimitaten mit integriertem Touchscreen Platz. Zehn Fragen aus zehn Fächern müssen sie beantworten – vom Ursprung des Globus über die vierte Strophe eines Volkslieds bis zur Funktionsweise von Geysiren. Der Zwölfjährige zieht dann den Joker, als die Deutschfrage kommt: Heißt es handbemahlt, Hand bemalt oder handbemalt? Der Joker ist die anwesende Lehrerin, und Plasberg zeigt Schlagfertigkeit: Die wisse nach der vierten Rechtschreibreform auch nicht mehr, wo es lange gehe.

Spiegel online 23.3.2008

NB.: Reformkonformer Trennvorschlag:Schulp-ultimi-tate

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Norbert Lindenthal
04.03.2008 16.12
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vermißt mit -ss- geschrieben

Der Spiegel 4. März 2008

Ein X für ein ß vormachen
Von Sven Siedenberg
Es sollte eine Hommage an einen ungewöhnlichen Buchstaben werden – dafür hat Frank Müller für sein Buch "ß. Ein Buchstabe wird vermisst“ aus zahlreichen Quellen geklaut. Nach einem Proteststurm betroffener Autoren stoppte der Eichborn-Verlag die Auslieferung in letzter Minute.

Schuld ist die Rechtschreibreform. Ohne sie wäre das "ß" nicht dem Untergang geweiht und niemand wäre auf die Idee gekommen, eine Abschiedshymne auf diesen bedrohten, auch das „scharfe S“ genannten Buchstaben anzustimmen. So aber fühlte sich der Frankfurter Werbetexter Frank Müller berufen, ein Buch zu schreiben, und weil es sein erstes eigenes Buch werden sollte, wollte er nicht bloß von der grausamen Verstümmelung berichten, die etwa der ökologisch korrekt vor sich hin dümpelnde „Fluß" erleiden muss, wenn man ihn zum „Fluss“ begradigt.

[Bild]
(ß Ein Buchstabe wird vermißt*
*mit ss geschrieben)
Geplantes Cover von "ß. Ein Buchstabe wird vermisst“: Zusammenkopiert aus unterschiedlichen Quellen

Er wollte seine tief empfundene Bewunderung kundtun für diese „kühn nach oben schnellende Gerade“, an die sich „ein sanft herniedergleitender Mäander“ schmiegt, und die die meisten anderen Mitglieder des Alphabets überragt und somit den „Wortinnenraum“ gliedert.

Bei soviel Begeisterung für Typographie und Design kann selbst einem geübten Sprücheklopfer schon mal die kritische Distanz abhanden kommen. Und so notiert er in seinem Erstlingswerk zwar viele kluge Sätze über die historischen Wurzeln des „Eszett“, die bis zu einer Urkunde Karls des Großen zurückreichen. Und auch über Majuskeln, Minuskeln und den bis in die Nazizeit anhaltenden Antiqua-Fraktur-Streit ist allerlei zu erfahren.
Nur leider stammen zahlreiche Formulierungen nicht aus der Feder von Frank Müller: Sie sind geklaut. Mal aus dem Buch „Falsch ist richtig“ des renommierten Sprachwissenschaftlers Theodor Ickler. Dann wieder aus der Zeitschrift „Signa“, deren kenntnisreichen Beiträge Frank Müller offenbar besonders gut gefallen haben. Eifrig kopiert hat der Buchverfasser auch Wikipedia-Artikel. Dabei hat er ganze Sätze und ganze Passagen wörtlich übernommen, manchmal sogar ganze Seiten.
Aufgeflogen ist der Schwindel durch Martin Z. Schröder. Der Schriftsteller, Journalist und Betreiber einer kleinen Druckerei in Berlin war beim Blättern in einem Rezensionsexemplar über Texte gestolpert, die er selbst teilweise erst vor wenigen Monaten verfasst hatte. Schröder offenbarte seine Entdeckung in seinem Weblog „Schreiben ist blei“ und bat Eichborn um eine Stellungnahme. Der Frankfurter Verlag reagierte prompt mit einem Rechtfertigungsversuch, der sich zwischen Selbstlob und Schadensbegrenzung bewegte. Was fehlte, war eine Entschuldigung und die Worte „Diebstahl geistigen Eigentums“ und „Betrug“. Dabei ist es doch gerade die Verlagsbranche, die sich über Musik-, Video- und Softwarepiraterie gar nicht genug aufregen kann.

Erst nach heftigen Protesten ebenfalls betroffener Autoren (bislang wurden sieben Abschreibopfer ausfindig gemacht), dämmerte dem Verlag das eigene Versagen und die drohende Blamage. Er entschloss sich, das Buch noch vor seinem Erscheinen zurückzuziehen. In der offiziellen Erklärung, veröffentlicht auf der Eichborn-Homepage, heißt es: „Der Eichborn Verlag hat den für März angekündigten Sachbuchtitel "ß – Ein Buchstabe wird vermisst“ von Frank Müller zurückgezogen. Nach mehreren Beanstandungen wegen nicht kenntlich gemachter Zitate und fehlender bzw. unvollständiger Quellenangaben, haben wir uns unverzüglich zu diesem Schritt entschlossen. Der Eichborn Verlag und der Autor Frank Müller entschuldigen sich ausdrücklich bei den Autoren der nicht kenntlich gemachten Quellen.“

Trotz der Rückrufaktion erschien in der aktuellen Ausgabe des „SZ-Magazins“ eine großformatige Besprechung des Buches, geschrieben vom Betrüger selbst. Das ist peinlich, erklärt sich aber durch den mehrwöchigen Vorlauf des Heftes. Unbeantwortet bleibt die Frage, wieso der zuständigen Eichborn-Lektorin die Stilbrüche, die der Text so üppig aufweist und die auch einem ungeübten Leser hätten auffallen müssen, nicht bemerkt haben will. Und unbeantwortet bleibt vorerst auch die Frage, wieso der Autor, durchaus der deutschen Sprache mächtig und ein studierter Germanist, es nicht geschafft hat, aus eigener Kraft heraus das selbst gewählte Thema zu bewältigen. In einer E-Mail an Martin Z. Schröder hat Frank Müller, auf den möglicherweise erhebliche Schadensersatzforderungen zukommen, lediglich lapidar mitgeteilt, dass sein Plagiat durch „technisches Versehen“ und „unter Zeitdruck“ entstanden sei.

Für eine Stellungnahme gegenüber SPIEGEL ONLINE ist der Autor derzeit nicht erreichbar. Auch seine Homepage hat er inzwischen sperren lassen. Darauf war zu lesen, dass er momentan seine Dissertation vorbereite. Titel: „Das Erzählen der Apokalypse“. Als hätte er alles geahnt.

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Detlef Lindenthal
04.03.2008 11.19
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haubsache kapot

>>Schon Anfang 2002 stufte die US-Bundespolizei ELF als eine "Ernst zu nehmende terroristische Gefahr“ ein. <<

http://www.spiegel.de/fotostrecke/0,5538,PB64-SUQ9Mjk1MTgmbnI9Mw_3_3,00.html
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Detlef Lindenthal

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Christoph Kukulies
16.01.2008 17.52
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General von Vornherein

Textschnippsel in Spiegel-Online:

sobald eigene Truppen in Bedrängnis geraten. „Man muss davon ausgehen, dass es solche Situationen geben wird. Und man kann nicht von Vornherein darauf vertrauen, dass das ohne Opfer abgeht.“

Ist das jetzt „regelkonform“? Oder ein Kollateralschaden?

P.S. Es wurde inzwischen korrigiert.
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Christoph Kukulies

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Detlef Lindenthal
13.01.2008 21.21
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>>Kurz vor den Wahlen in Hessen und Niedersachsen wird der Ton immer rauher ...<<

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,528349,00.html
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Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
22.11.2007 14.46
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So sieht es die taz

16.11.2007

… Der Spiegel hat in einer immer ausdifferenzierteren Gesellschaft, in der etliche Lebensstile nebeneinander existieren, unbeirrbar ein zu großes Raster angelegt und immer neue Trends ausgerufen, die in Wahrheit nicht nur haarscharf an der Realität vorbeigingen. Der Kampf gegen die Windkraft, das Gerede vom „neuen Bürgertum“, der nicht nachlassende Furor gehen die politischen Gutmenschen, die es in der Zahl, wie sie der Spiegel bekämpft, ja nie gegeben hat – wen interessierte das denn noch? Was hatte das mit der Realität außerhalb des Restaurant Borchardt zu tun, in dessen Sesseln Aust, Schirrmacher und Springer-Chef Mathias Döpfner einst den Sturm auf die Rechtschreibreform planten. Dass sich Aust in dieser Situation zum Büttel von Bild-Chef Kai Diekmann und dem Springer-Verlag hat machen lassen, ist eigentlich der größte Sündenfall in seiner Spiegel-Karriere. Mit dieser Männerbündelei, die sich um eine eigenständige publizistische Haltung nicht mehr scherte, hat er dem Ansehen des Blattes nachhaltig geschadet.

http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/es-war-nicht-alles-schlecht/?src=AR&cHash=0e4a2041ee

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Sigmar Salzburg
16.11.2007 11.33
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... zu schwach, nicht nur in der Rechtschreibfrage

Das Ende des Stefan Aust beim „Spiegel“

Monatelang rangen Chefredakteur und Geschäftsführer beim „Spiegel“ um die Macht. Jetzt fiel die Entscheidung: Chefredakteur Stefan Aust muss gehen. Verloren hat er die Auseinandersetzung, weil mächtige Mitarbeiter sich gegen ihn stellten.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ trennt sich zum 31. Dezember 2008 von seinem langjährigen Chefredakteur Stefan Aust. Das haben die Gesellschafter des Spiegel-Verlags einvernehmlich beschlossen. Die Initiative zu der Trennung ging laut einer Pressemitteilung des Hauses von der Spiegel Mitarbeiter KG aus, die Hauptgesellschafterin des Spiegel-Verlags ist. Die weiteren Gesellschafter sind das Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr („Stern“, „Geo“) sowie die Erben von „Spiegel“-Gründer Rudolf Augstein. Gründe für die Trennung von Aust werden nicht genannt. […]
Als mögliche Kandidaten für die Nachfolge gelten Thomas Kleine-Brockhoff, 46, einst Leiter des Ressorts Dossier und USA-Korrespondent der „Zeit“ in Washington, jetzt beim German Marshall Fund tätig, in Kombination mit Matthias Müller von Blumencron, dem Chefredakteur von „Spiegel Online“. Im Gespräch sind auch Austs Stellvertreter Martin Dörry sowie „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo.


16. November 2007, 09:11 Uhr
Von Kai-Hinrich Renner

WELT online

http://www.welt.de/wirtschaft/article1369437/Das_Ende_des_Stefan_Aust_beim_Spiegel.html

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Norbert Lindenthal
02.12.2006 10.17
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FAZ kippt um, alle stehen auf:

Wir schreiben wieder •N•O•R•M•A•L•

Spiegel online wieder in normaler Rechtschreibung:

Aber nur über diesen Normalfilter

Immer aktuell, immer mit der Fehlerliste unten.
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Norbert Lindenthal

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Norbert Lindenthal
01.08.2006 09.34
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„Willkürlich und unerlernbar“

Der Spiegel, 31. Juli 2006

RECHTSCHREIBREFORM

„Willkürlich und unerlernbar“

„Allgemeinbildend“, aber nicht unbedingt „allgemein verständlich“: Von morgen an treten die Änderungen der umstrittenen Rechtschreibreform endgültig in Kraft. Doch deren Gegner kritisieren das „Durcheinander“ im neuen Duden.

Frankfurt/Main – Mit einem Jahr Verspätung wird am 1. August die überarbeitete Rechtschreibreform verbindlich für Schulen und Behörden eingeführt. Von Dienstag an müssen Schüler dann beispielsweise wieder mit „Blauen Briefen“ statt „blauen Briefen“ rechnen. Acht Jahre nach der ursprünglichen Einführung der Änderungen beteiligen sich nun alle Bundesländer an der Reform, auch Bayern und Nordrhein-Westfalen, die 2005 zunächst ausgeschert waren. Um Schülern genug Zeit zu geben, sich an die Regeln zu gewöhnen, werden die Neuerungen in einer einjährigen Übergangsfrist bei der Notengebung noch nicht berücksichtigt werden.

[Bild=Or-tho-gra-phie]
AP: Duden mit neuer Rechtschreibung: Ständiger Ärger beim Schreiben und Lesen?

Reformgegner wie Springer- und SPIEGEL-Verlag haben dagegen entschieden, sofort wieder in den reformierten Schreibweisen zu erscheinen. Lediglich die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) will zunächst weiter an der „klassischen“ Rechtschreibung festhalten. Man werde einige Monate abwarten und die unterschiedlichen Wörterbücher vergleichen, bevor eine Entscheidung gefasst werde, hieß es bei der Tageszeitung.
Nachdem der nach jahrelangem Streit eigens dafür eingesetzte Rat für deutsche Rechtschreibung Änderungsvorschläge an der Reform ausgearbeitet hatte, hatte die Kultusministerkonferenz im März deren Inkrafttreten zum 1. August beschlossen. Die Änderungen betreffen Bereiche der Groß- und Kleinschreibung, der Getrennt- und Zusammenschreibung, der Zeichensetzung und die Worttrennung am Zeilenende. Keine Änderungen gibt es dagegen in den Bereichen Laut-Buchstaben-Zuordnungen sowie bei der Schreibung mit Bindestrich. Ab sofort schreibt man nun beispielsweise wieder „abwärtsfahren“ und „eislaufen“ statt bisher „abwärts fahren“ und „Eis laufen“; feste Verbindungen aus Adjektiv und Substantiv können wieder groß geschrieben werden („Gelbe Karte“ statt bisher „gelbe Karte“), und in Briefen darf es wieder „Du“ und „Ihr“ heißen. Bei der Reihung von Nebensätzen, die durch „und“, „oder“, „beziehungsweise“, „entweder – oder“, „nicht – noch“ oder durch „weder – noch“ verbunden sind, ist es erlaubt, kein Komma mehr zu setzen. Die Abtrennung von Einzelvokalen am Wortanfang oder -ende – wie E-sel, Feiera-bend, Bi-omüll – wird in Zukunft prinzipiell ausgeschlossen.

Gegner monieren „gravierende Mängel“

Trotz der teilweisen Rücknahme der neuen Regeln, sind die Gegner der Reform alles andere als zufrieden: „Die Rechtschreibreform hat in zehn Jahren nichts gebracht als Milliardenkosten, dauerhafte Verwirrung und ständigen Ärger beim Schreiben und Lesen“, sagt Friedrich Denk, Deutschlehrer aus Weilheim und Initiator der „Frankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform“ vom Oktober 1996. Die Reform entwerte alle Bücher in der bisherigen Rechtschreibung, die Schülern ab jetzt verboten sei.

Auch die Forschungsgruppe Deutsche Sprache (FDS) kritisierte den Rat für deutsche Rechtschreibung. Ihm habe es „an Mut und Willen gefehlt“, unbrauchbare Regeln aufzuheben. „Die neue Orthografie des ‚Sowohl-als-auch‘ kann allenfalls in einem langwierigen Lernprozess wieder zu durchgängig sprachrichtigen, intuitiv beherrschbaren und damit auch allgemein akzeptierten Schreibweisen führen“, erklärte die FDS, der Schriftsteller wie Walter Kempowski, Adolf Muschg und Reiner Kunze angehören.

Auf massive Kritik bei den Reformgegnern stoßen auch die neuen Wörterbücher, in denen das Regelwerk umgesetzt wurde. Bei der FDS hieß es nach deren Prüfung: „Auf dieser Grundlage ist der vorschnell ausgerufene Rechtschreibfrieden nicht zu gewinnen“. Die Empfehlungen der Duden-Redaktion trieben die sprachliche Verunsicherung auf die Spitze, so die FDS weiter. Sie seien „willkürlich und unerlernbar“. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt begrüßte zwar die Überarbeitung der Reform, monierte aber, dass das Ergebnis noch „so viele gravierende Mängel“ enthalte, dass auf ihrer Basis die Wiederherstellung einer überwiegend einheitlichen Schreibung nicht gelingen könne. Reformgegner Denk empfahl, „die unendliche Geschichte Rechtschreibreform nach Möglichkeit zu ignorieren“ und bei der klassischen Rechtschreibung zu bleiben. Sie sei viel stabiler und brauchbarer als das „Reformdurcheinander“.

hoc/AP/dpa

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Norbert Lindenthal
14.07.2006 09.22
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mehr Fehlern in Schulaufsätzen



Spiegel online Kultur 14. Juli 2006


Dankwart Guratzsch zitiert mit einiger Genugtuung Studien, die belegen, dass die Rechtschreibreform zu mehr Fehlern in Schulaufsätzen geführt hat.

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Sigmar Salzburg
30.03.2006 13.42
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Spiegel-Online

30. März 2006

RECHTSCHREIBREFORM

Länderfürsten beschließen Korrekturen

Zehn Jahre und ein Ende? Die seit 1996 umstrittene Rechtschreibreform wird zum hoffentlich letzten Mal geändert. Die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen heute einstimmig die vom Rat für deutsche Rechtschreibung durchgesetzten Korrekturen.


Berlin – Ab 1. August, mit Beginn des neuen Schuljahres, sollen nun wieder bundesweit einheitliche Schreibregeln im Schulunterricht gelten. Für die heute von den Länderfürsten einstimmig abgesegneten Änderungen der Rechtschreibreform gilt eine einjährige Übergangsfrist. Abweichungen von den neuen Schreibweisen sollen von den Lehrern als falsch markiert, nicht aber als Fehler gewertet werden.

Der Rat für deutsche Rechtschreibung hatten die letzten Korrekturen der heftig umstrittenen Reform in einjähriger Arbeit zusammengestellt und Anfang März der Kultusministerkonferenz vorgelegt , die den Vorschlägen zustimmte. Mit dem heutigen Beschluss der Ministerpräsidenten könnte der zehnjährige Streit nun endlich beigelegt werden.

Den Gegnern der Rechtschreibreform gehen die Korrekturen allerdings immer noch nicht weit genug. „Mit diesem angeblichen Kompromiss kann kein Rechtschreibfriede erreicht werden“, hieß es heute in einer Erklärung des Vereins für deutsche Rechtschreibung. Auch nach der Reform der Reform blieben „innere Widersprüche“, die umfassendere Korrekturen verlangten. Der 1997 gegründete Verein plädiert deshalb für eine " Rückkehr ins vertraute und vor allem funktionsfähige Heim der bewährten Schreibweisen“, die vor 1996 gegolten haben.

bor/dpa


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Sigmar Salzburg

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Detlef Lindenthal
29.01.2006 06.39
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http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,397677,00.html

>>Andreas Renner zog die Konsequenz und trat gestern Abend zurück. ... Vergebliches Warten auf kärendes Gespräch<<

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Weiß jemand, warum der Spiegel gestern nicht groß schreibt?
Und gibt es eigentlich noch die Unterscheidungen wegen/Wegen, trotz/Trotz, dank/Dank usw.?
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Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
03.01.2006 09.40
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Zitat von Spiegel Nr.1

Mehr Liga live im Free-TV?
Fussball-Fans dürfen darauf hoffen, dass sie im frei empfangbaren Fernsehen demnächst noch mehr Bundesliga-Fußball als gewohnt sehen können. Die Münchner Firma Arena erwarb für insgesamt 1,26 Milliarden Euro …


Kaum zu glauben bei der heutigen findigen Software … Spiegel Nr.1/2.1.06, S.76

Da hatte sich wohl wieder jemand ohne Seilsicherung in den Neuschreibsumpf gewagt – siehe das vorige Aust-Zitat.

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Sigmar Salzburg

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Detlef Lindenthal
01.01.2006 12.24
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„Der Spiegel“ setzt Empfehlungen des Rechtschreiberates um

>>„Der Spiegel“ setzt Empfehlungen des Rechtschreiberates um

Hamburg – Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ will von diesem Montag an die Empfehlungen des Rates für deutsche Rechtschreibung umsetzen.

Der „Spiegel“ folge insbesondere den Änderungen in der Getrennt- und Zusammenschreibung. „Sie sind eine Rückkehr zur Vernunft“, sagte „Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust.

Die von dem früheren bayerischen Kultusminister Hans Zehetmair (CSU) geleitete Kommission hat die seit dem 1. August 2005 in den meisten Bundesländern als verbindlich geltende Reform in Teilen korrigiert, einige Empfehlungen wie die zur Groß- und Kleinschreibung stehen aber noch aus.

Der größte Teil der Printmedien und die Nachrichtenagenturen in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben 1999 die wesentlichen Teile der neuen Rechtschreibung eingeführt, allerdings mit einigen Besonderheiten. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ kehrte ein Jahr später zur alten Rechtschreibung zurück, 2004 folgte der Axel-Springer-Verlag diesem Beispiel. Andere Zeitungen und Magazine wie der „Spiegel“ und die „Süddeutsche Zeitung” hatten erklärt, die Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung abzuwarten.

Bildunterschrift:
„Einige deutsche Verlage machen mit, Springer und die FAZ nicht, der „Spiegel“ ein bisschen. Die Rechtschreibreform hat die Situation zu einem Desaster werden lassen.“
<<
http://rhein-zeitung.de/a/news/t/rzo209682.html

_______

Bemerkenswert ist, was Sigmar Salzburg dazu schreibt:
>> Der Chefredakteur der Wochenzeitschrift „Der Spiegel“, Stefan Aust, sagte in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ v. 8.8.2005 anläßlich der angekündigten (aber bisher nicht vollzogenen) Rückkehr zur alten Rechtschreibung:
„Wir haben bei uns im Haus Umfragen durchgeführt, und es stellte sich heraus, daß fast alle SPIEGEL-Redakteure die alte Rechtschreibung verwenden! Sie schreiben ihre Texte, und der Computer übersetzt die alte in die neue Rechtschreibung. Kafkaesk!“ <<

Hierzu von mir eine dringende Bitte an alle Demokraten, Gutmenschen, Kulturschützer und Rechtschreibfreunde:
Halten Sie inne und verabschieden Sie sich von dem Gedanken, die Rechtschreibung würde von vielen, vielen Menschen gemacht. Das war nicht einmal früher, vor 1996, so: Da war es zwar eine Schicht von Berufsschullehrern (von denen z.B. ich als Setzer in Rechtschreibung geprüft wurde), Lektoren, Schriftsetzern, Schreibkräften, Lehrern, Wörterbuchmachern, Sprachprofessoren, Politikern – ungefähr in dieser Reihenfolge –, die die Rechtschreibung bestimmten; aber eben auch nur eine Schicht.

Nach 1996 waren es viel weniger Menschen: Am nachhaltigsten der Rechtsanwaltssohn William („Bill“) Gates, reichster Mann der Welt, der in seinem Schreibhelfer Windows samt Word Neuschreib voreinstellen ließ und deshalb die große ss-Umwälzung in der schreibenden werktätigen Bevölkerung schaffte (wie er auch den Niedergang der Zeichensetzung bewirkte, siehe „ “ “ ” , ‘ ’ ´ ` .)
Des weiteren waren es 16 Kultusminister, welche 16 Ministerpräsidenten und 200.000 Deutschlehrer am Nasenring führen konnten, und es war eine klitzekleine Dudenredaktion (gestützt von Bertelsmann) und eine kleine Hundertschaft von Zeitungsverlegern (die (Chef-)Redakteure hatten nichts zu sagen) und eine winzige Spitze von Parteibonzen (Simonis, Rühe, Kubicki, ...), die das alles durchgezogen haben.

Entsprechend wird nicht die Rechtschreibung von Volksentscheiden, Parteien, Leserbriefen usw. bestimmt werden, sondern von denen, die was machen. Macht hat der, der macht. Dies Thema hatten wir schon mal.

Um eine gute Rechtschreibung wiederherzustellen, braucht man 5 Leute, die in der Lage sind, sich mit Verstand zu verständigen und sich vom Individualisten-Stadl nicht verwirren zu lassen. Es ist physikalisch leichter, bei einem riesigen, häßlichen, unrechtmäßigen, schädlichen Fesselballon die Luft abzulassen, als einen solchen Ballon steigen zu lassen.
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Detlef Lindenthal

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Karl-Heinz Isleif
03.11.2005 19.48
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taz und rechts

Wer es nicht besser weiß, gelangt durch die Lektüre dieses Artikels zu der Ansicht, der Spiegel sei auf unserer Seite. Das stimmt nicht: Der Spiegel schreibt reformiert.

Die Strategie hinter derartiger Dreherei an der Stellschraube der Wahrheit ist einfach und sie funktioniert in Deutschland ziemlich leicht: Stellen wir den Spiegel, und, damit es sich lohnt, auch die ganzen Reformkritiker, eben alle Andersdenkenden, in die 'rechte' Ecke, stigmatisieren wir sie... Damit lenkt man nicht nur pfiffig vom eigentlichen Thema ab, sondern isoliert die anderen (uns!) moralisch, quasi. Wir sind die Reaktionäre, die Gestrigen, wir stehen dem Aufbruch im Wege.

Einmal in der 'rechten' Ecke abgestellt, kommt man so schnell und aus eigener Kraft nicht wieder heraus. Es ist unser (der Reformkritiker) größtes Versäumnis, daß wir dieser Kampagne nicht früh und energisch genug Widerstand entgegengesetzt haben. Die Meinungsmache der Reformer war erfolgreich, denn die jungen Generationen sind mehrheitlich nicht für uns. Das kann ich nicht beweisen, aber so ist mein Eindruck: ich habe ihn hier schon einige Male geschildert. Aber wenn es ihn gibt, den Trend, was kann man gegen ihn tun?

Karl-Heinz Isleif
Tokyo, Japan

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