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Norbert Lindenthal
19.09.2010 09.37
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… durch Volksentscheide rückgängig gemacht …

Spiegel, 19.9.2010

Umstrittenes Mammutprojekt
Bahn-Chef bittet „Stuttgart 21“-Gegner zum Gespräch

Bahn-Chef Rüdiger Grube … warnt davor, den Bürgerprotesten nachzugeben: „Wenn Beschlüsse, die in Parlamenten, Gemeinderäten, im Bundestag gefasst werden, nicht mehr zählen, sondern alle Entscheidungen durch Volksentscheide rückgängig gemacht werden können, dann werden Sie in Deutschland keine Investoren mehr finden.“
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Norbert Lindenthal

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Norbert Lindenthal
12.07.2010 13.41
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Ob sich das der Spiegel nochmal durchliest?

Spiegel, 12.07.2010

Das ein solches Mittelchen wirken kann, halten Naturwissenschaftler schlicht für Aberglauben.

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Norbert Lindenthal

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Norbert Lindenthal
05.07.2010 08.55
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es hat recht

Spiegel, 5.7.2010

Ministerpräsident Horst Seehofer … : „Wenn das Volk entscheidet, hat es recht.“

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Soll ich mich heute von Horst veralbert fühlen, oder soll ich in seinem Satz das Dämmern erkennen? Werden Horst und Christian womöglich in den kommenden Tagen deutlicher?
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Norbert Lindenthal

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Norbert Lindenthal
15.06.2010 18.31
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BP hat Dienst

Der Spiegel, 15.6.2010


An diesem Diensttag (sic!) hat nun die Rating-Agentur Fitch bereits zum zweiten Mal in diesem Monat die Bewertung der Kreditwürdigkeit des britischen Energiekonzerns gesenkt – und zwar kräftig um sechs Stufen.

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Norbert Lindenthal

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Norbert Lindenthal
26.05.2010 08.53
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dass Bürger

Spiegel, 26.5.2010



Nürnberg – Öffentliche Schulden galten bislang nicht als Problem, dass Bürger unmittelbar betrifft. Die Milliarden, inzwischen gar Billionen, die Deutschland seinen Gläubigern schuldet …

Zwischenzeitlich hat Spiegel sein Original geändert/verbessert/berichtigt. Gut, daß das originalere Original hier als Ausschnitt in Kopie vorliegt.

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Sigmar Salzburg
28.04.2010 11.16
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Sick

Bastian Sick läßt wieder Sprach- und Schreibstilblüten sammeln, um darüber herzuziehen. Dabei schreibt er selbst solchen Unfug – den „amtlichen“:
Tollpatsch (von toll!), belämmert (von Lamm!) …

Wenn die phonetische Riege der „Reformer“ noch erfolgreicher gewesen wäre, würde er ebenso unterwürfig „Boppbahn“ schreiben, vielleicht sogar „Schuppkarre“, die er jetzt leicht überheblich aufspießt. „Schtrickjacke“ entspricht der neuen Frühlernmethode und „Schembalo“ könnte eine Eindeutschung werden wie jetzt „Büro“ (1926 lt. Duden (wörtlich) „nicht gestattet“ anstelle von Bureau).


spiegel.de 28.4.2010

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Sigmar Salzburg
04.03.2010 08.33
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Allmonatliche „Sickness“

Der „Zwiebelfisch“ Bastian Sick zwiebelt uns schon wieder in seinem „Germantertainment“, diesmal mit dem Prekariatsdeutsch „auf Arbeit sein“ und so weiter. Dabei schiebt er seinen Lesern unauffällig die Reformgroßschreibung von „auf deutsch“ unter, obwohl es gar nicht so recht dazu paßt. Aber er will eben die Normalität der „Reform“ suggerieren:

Wer immerzu auf Arbeit ist, der muss auch mal auf Urlaub sein. Denn wer zu viel auf Achse war, ist irgendwann auf Kur. Und wer zu oft auf Koks war, ist irgendwann auf Entzug. Das ist nicht unbedingt auf Linie, und ist es überhaupt auf Deutsch?

Auch später mischt er ungekennzeichnet Reformstoff unter:

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die Freiburger Vorzimmerdamen bereits eine beachtliche Abstraktionsleistung vollbringen, wenn sie einem Anrufer auf Hochdeutsch erklären, der Chef sei „auf Termin“. …
Es gibt zahlreiche Formulierungen, in denen „auf“ vor einem Hauptwort ganz selbstverständlich ist: auf Wunsch, auf Verlangen, auf Befehl, auf Kredit, auf Ehrenwort, auf Rezept. Aber nur in wenigen Fällen lässt sich das Ganze noch mit „sein“ verbinden: Geschäftsleute können auf Reisen sein, Musiker sind gern auf Tour …

Ob Sick neben „er sagt auf Deutsch“, „der Text ist in Deutsch“ auch schreiben würde:
„Sie macht auf Keusch – er zahlt in Bar“?
Es folgt eine ganze Fotostrecke mit Sick als Hauptperson „auf Diät“, „auf Entzug“, „auf Partnersuche“, „auf Entdeckungsreise“, „auf Sylt“, „auf See“ … nur Sick „auf Deutsch“ fehlt. Stattdessen amüsiert er sich über die Rechtschreibkenntnisse auf einem Schild
„Wir bringen Ihr Immunsystem auf Trapp“, wobei er unterschlägt, daß der reformierte „Tollpatsch“ genau solche, sogar befohlene Dummschreibung ist.

… Mich interessiert auch nicht, ob ihre Vorzimmerdamen „auf Zack“ oder „auf Trab“ sind. Solange sie nicht „auf Trapp“ sind, wie man auch immer wieder mal lesen kann. Hauptsache ist doch, dass niemand „auf 180“ ist, denn das wäre nicht gut für sie oder ihn und schadete nur unserem Gesundheitssystem, das ohnehin ständig auf Reform ist.

Das ist Sick wohl auch.

spiegel.de 3.3.10

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Norbert Lindenthal
16.02.2010 18.03
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… und empfehle ausdrücklich den Verzicht auf Anglizismen

Spiegel.de 16.02.2010

Schalter statt Counter
Deutsche Bahn will Anglizismen abschaffen

[Bild] dpa
Kunde beim Fahrkartenkauf: Die Deutsche Bahn will mehr deutsche Begriffe verwenden
Schluss mit „Call a Bike“ und „Kiss and Ride“: Bahn-Chef Rüdiger Grube hat angekündigt, künftig weniger englischsprachige Ausdrücke bei Angeboten der Deutschen Bahn zu verwenden. Lang etablierte Begriffe wie „Intercity“ bleiben jedoch erhalten.

Berlin – Die Deutsche Bahn will künftig weniger englische Ausdrücke verwenden. Das hat Bahn-Chef Rüdiger Grube in einem Brief an den CSU-Bundestagsabgeordneten Ernst Hinsken versichert. Dieser hatte sich über die Verwendung des Begriffs „Kiss & Ride“ für eine von ihm angeregte Kurzzeitparkzone am Bahnhof der niederbayerischen Stadt Straubing beschwert.

Grube zeigte Verständnis für den Einwand: Das Unternehmen habe den Handlungsbedarf erkannt und empfehle inzwischen ausdrücklich den Verzicht auf Anglizismen, heißt es in seinem Schreiben von Mitte Januar, das der Nachrichtenagentur DAPD vorliegt. So würden Handzettel oder Broschüren nicht mehr als „Flyer“ bezeichnet, Schalter nicht mehr als „Counter“ und herausragende Leistungsaspekte nicht mehr als „Highlights“. Aus „Hotlines“ seien „Service-Nummern“ geworden.
Ausgenommen sind nach Angaben des Bahnchefs lediglich etablierte Markenbezeichnungen wie „BahnCard“ oder „Intercity“. Der Service „Call a Bike“ werde künftig als „das Mietrad-Angebot der Deutschen Bahn“ bezeichnet, heißt es in dem Brief. Und auch die „Kiss & Ride“-Zone am Straubinger Bahnhof sei mit der deutschen Bezeichnung „Kurzzeitparken“ hinreichend beschrieben.

sto/apn

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Sigmar Salzburg
29.01.2010 11.39
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Zwiebelfisch – Sick

Dem Kaiser seine neuen Kleider

Bastian Sick hat wieder zugeschlagen – bei der Genitiv-Dativ-Frage. Die Kasus sind sein Erfolgsthema – sozusagen die „Kasuistik“, um dieses Wort einmal unüblich zu gebrauchen (üblich sonst nur für juristische und medizinische Fälle, aber auch für „Haarspaltereien“).

Natürlich demonstriert Sick, daß er fest auf dem schlüpfrigen Boden des „Regelwerkes“ steht. Er schreibt „von Neuem“, von den „überschwänglichen Worten“ seines Veranstalters in Köln (analog ä-inspiriert schrieb die FAZ gerade, daß „Chemie-Ali“ im Iraq „gehänkt“ wurde. „Überschwenglich“ aber ist verwandt mit „schwenken“, „schwingen“ und „Schwengel“).

Und Sick hat „ganz Glück“, daß er Unterwerfung auch vorführen kann, wo es gar nicht mehr gefordert wird:


„Das Kind hat [ganz] Recht! … Der Kaiser ist völlig nackt!“

Als Aufhänger für seine „Kasuistik“ wählte Sick nämlich Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider“.

Der Spiegel-Korrektor erwähnt – natürlich – mit keinem Wort, daß dieses Märchen wie kein anderes eine Metapher für die innige Verbindung von Scharlatanerie, Dummheit, Eitelkeit, Macht und Rechthaberei ist, die 160 Jahre später auch zur „Rechtschreibreform“ der Kultusminister geführt hat. Er beschränkt sich darauf, die Folgen der Abschaffung des Genitivs in der Kölner Umgangssprache zu zeigen. Aber anstatt nun für die Schulen die vermehrte Lektüre guter klassischer und klassisch geschriebener Literatur vorzuschlagen, fällt ihm nur ein:


So endete das Märchen. Und der Geschichte ihre Moral? Genitiv oder Dativ – mir ist inzwischen alles egal! Denn ob nach dieser oder jener Art – ist letztlich ein Streit um dem Kaiser seinen Bart.

spiegel.de 27.01.2010

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Sigmar Salzburg
06.12.2009 07.51
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Kinder-Reporter und Politiker

„Spiegel“-Kinder-Reporter

Seit ein paar Wochen hat Deutschland einen neuen Umweltminister: Norbert Röttgen, 44, von der CDU. …

Dein SPIEGEL: Herr Minister, was machen Sie persönlich für den Umweltschutz?

Röttgen: Als neuer Umweltminister habe ich jetzt die Chance, sehr viel zu bewegen. Die nächsten Generationen sollen eine saubere Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden vorfinden.

Dein SPIEGEL: Halt, halt! Wir wollen wissen, was Sie ganz privat tun.

Röttgen: Da strenge ich mich an, zum Einkaufen nicht mit dem Auto zu fahren, Müll zu trennen und das Licht auszuschalten, wenn ich als Letzter aus einem Zimmer gehe.

Dein SPIEGEL: Fahren Sie in Berlin mit dem Fahrrad von Ihrer Wohnung ins Büro?

Röttgen: Ich will mir nach dem Winter ein Fahrrad anschaffen und dann manchmal damit ins Büro kommen statt mit dem Auto.
deinspiegel.de 1.12.09

(Peinlich, diese Anbiederei „Dein Spiegel“, „Mein Focus“ usw. …)

Dabei fällt mir ein: „Kinderreporter“ des ZDF interviewen 2002 in der Vorweihnachtszeit den Verteidigungsminister (Struck) und animieren ihn, „Stille Nacht, heilige Nacht“ mitzusingen. Er sucht nach Verstärkung, sieht Michel Friedmann (damals Zentralrat der Juden), ruft ihn heran und legt ihm den Arm um die Schultern: „Komm, mach mit.“ Der singt aber nicht, sondern feuert die Schüler mit abgründigem Lächeln zum Singen an: „Chrihist, der Retter ist da ...“ Ob Strucki wohl was gemerkt hat?

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Sigmar Salzburg
14.10.2009 08.15
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Der Philosoph Peter Janich

Essay
Die unreflektierte Sprache der Hirnforschung
Der Debatte um die Hirnforschung mangelt es an einer umfassenden Sprachkritik, meint der Marburger Philosoph Peter Janich. Ohne diese seien viele der diskutierten Fragen aber nicht zu klären. Die Erforschung der Denkvorgänge werde nicht zu einem neuen Menschenbild führen....

Der Essay ist in traditioneller Rechtschreibung verfaßt – nur einmal auffällig kontaminiert mit einem neuen „muss“.

spiegel.de 14.10.09

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Sigmar Salzburg
10.08.2009 09.52
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Sicks Halbwissen

Safran, öffne dich!
Von Bastian Sick
Sofa, Matratze, Kaffee und Zucker – ohne das Arabische wäre die deutsche Gemütlichkeit nur halb so gemütlich. …

[…] Nehmen wir nur das Lautenspiel. Das berühmte Saiteninstrument des Mittelalters hieß nicht etwa deshalb so, weil es besondere Laute von sich gegeben hätte oder besonders laut gewesen wäre, sondern weil es aus Holz ist. Die Laute geht auf das arabische Wort für Holz, al-'d, zurück. Lange bevor sich die Minnesänger hierzulande auf der Laute begleiteten, erklang sie bereits am Hofe Harun al-Raschids, des sagenumwobenen Kalifen von Bagdad.

spiegel.de 17.6.09

Das arabische Wort ist „al-‘ud“ – mit den Buchstaben ‘ain ( ‘ = etwa stimmhaftes gutturales h) und waw am Anfang – und bedeutet Holz, Stange, Stengel und eben Laute. Diese war im Mittelalter nur ein Instrument unter vielen. Die Minnesänger haben sich nie auf einer Laute begleitet, sondern allenfalls auf der Fiedel. Erst in der Renaissance, nachdem das Plektrumspiel dem Gebrauch der Fingerkuppen wich, konnte die polyphone Musik der Zeit nachempfunden und die Laute zum berühmten Virtuoseninstrument werden. 1523 schreibt Hans Judenkünig: Es ist menigclich wissen / das in kürtzen jaren bey manß gedechtnüß / erfunden worden ist die Tabalatur auf die Lautten / vnd das zwikhen / daruor haben die alten mit der federn dürchaus geschlagen / das nit also khunstlich ist.

Zu arabischen Wörtern im Deutschen kann man hier mehr finden.

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Sigmar Salzburg
26.03.2009 07.18
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Inkorrekt

Harry Rowohlt und Gregor Gysi lesen aus dem Briefwechsel von Karl Marx und Friedrich Engels.


Zitate aus Marxschen Schriften und Briefen haben wir hier bereits wiedergegeben als Beispiel für die Unterwürfigkeit von Verlagen, Originale gemäß dem Diktat der Kultusminister zu fälschen oder zu unterdrücken. Auch der vielgerühmte Vorleser Harry Rowohlt ist hier des öfteren zitiert worden, weil er es sich in seinen Veranstaltungen nicht nehmen ließ, über die „Rechtschreibreform“ herzuziehen.

Nachtrag: siehe auch dies.

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Sigmar Salzburg
13.03.2009 18.25
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Wieder ein Quiz ...

... mit Fragen nach überflüssigem Wissen

Ein Fall im Spiegel-PI-Quiz ist jedoch bemerkenswert:


Frage 4 von 9

Die Indiana Pi Bill war ein Gesetzentwurf aus dem Jahr 1897. Darin sollte ...

... das Memorieren der ersten 100 Nachkommastellen von Pi zum Pflichtprogramm im Mathematikunterricht gemacht werden.
... Pi zum offiziellen Wappen des US-Bundesstaats erhoben werden.
... eine Methode zur Quadratur des Kreises verbindlich festgeschrieben werden.

Richtig! Der Amateurmathematiker Edwin Johnston Goodwin glaubte, ein Verfahren zur Quadratur des Kreises mit Zirkel und Lineal entdeckt zu haben. Mal gab er den Wert für Pi mit 3,2 an, mal mit 4. Er wollte dem US-Bundesstaat Indiana eine kostenlose Nutzung seiner Arbeit ermöglichen. Das Gesetz wurde aber durch den Mathematikprofessor Clarence A. Waldo verhindert.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,k-7487,00.html

Dieser Fall wurde auch in der Gerichtsverhandlung v. 6.2.2008 im VG Schleswig angesprochen, da er in der Klage als Beispiel für unsinniges Staatshandeln, vergleichbar mit der „Rechtschreibreform“, angeführt worden war. Die Richterin Nordmann bestand jedoch auf dem vermeintlichen Recht der tragenden Staatspartei(en) auf uneingeschränkte Volksverdummung, so daß sinnrichtige Schreibweisen wie „Quentchen, Tolpatsch, belemmert“ nicht zugelassen zu werden brauchen. –
Die Partei hat eben immer noch „Recht“.

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Sigmar Salzburg
18.06.2008 17.29
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Der Aust-Rausschmiß im Focus

Der Fall Stefan Aust

… Aust hätte noch weitere Anregungen, wenn man ihn fragen würde: Das Blatt ist ihm politisch zu korrekt geworden. Streckenweise so angepasst, dass es wehtut….

Aust beteuert, er sei nicht verbittert, aber grenzenlos enttäuscht. Er habe in den Wochen, nachdem er entmachtet worden war, viel über die Deformierbarkeit der menschlichen Seele dazugelernt. „Wie Leute, mit denen ich gut zusammengearbeitet hatte, von heute auf morgen illoyal wurden, wie sie sich anderen vor die Füße warfen oder wie sie sich duckten, um in Demut einen neuen Machthaber zu erwarten. Das ist schon eine interessante Erfahrung.“ …

… Es wurde schnell klar, dass Frank für den Spiegel kein Glücksgriff war. Seine Geschäftspolitik weckte den Verdacht, dass er sich seinem ehemaligen Arbeitgeber, Gruner & Jahr, mehr verpflichtet fühlte als dem Spiegel-Verlag, an dem G&J mit 25,5 Prozent beteiligt ist.

… Ob Frank vor allem aus geschäftlichem Kalkül agierte oder in Anlehnung an die Interessen von Gruner & Jahr oder an die der Sozialdemokraten, ist offen. Jedenfalls kann Sozifresser Aust der SPD im Wahlkampf 2009 nicht mehr schaden. Wie sagte SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier aus anderem Anlass: „Auch dort, wo wir nur 30 oder 40 Prozent haben, läuft nichts ohne uns.“ Bei der „Druck und Verlagsgesellschaft“ in Dresden hat sie 40 Prozent.

Focus online
18.06.08

Focus

So „frei“ ist die Presse: Deswegen durfte Aust mit seiner Abkehr von der Reformschreibung auch keinen Erfolg haben.

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