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Sigmar Salzburg
14.09.2021 13.20
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Neuer Rassenwahn und „Weißseinsforschung“

Zu weiße Gipsskulpturen lösen Rassismus-Debatte aus

Die Universität Cambridge löst mit einem Aktionsplan Verwunderung in Großbritannien aus. Die Statuen sorgen für einen „irreführenden Eindruck von Weißheit“.
von Georg Szalai

Das Museum für Klassische Archäologie der Universität Cambridge will noch heuer zur Diskussion über Statuen und Rassismus in Großbritannien beitragen. Dass es aber erklären will, warum Gipsabgüsse weiß sind, sorgt schon jetzt für Debatten.

Denn die etwa 600 Abgüsse von antiken Skulpturen, die es in einer der größten Sammlungen dieser Art zur Schau stellt, geben „einen irreführenden Eindruck von Weißheit und Abwesenheit von Vielfalt in der griechischen und römischen Welt“, wird in einem Aktionsplan der zuständigen Fakultät für Klassische Philologie erklärt. Man wolle aber „dieses Problem in eine Chance umwandeln“.

Welche Erklärungen die Schilder genau beinhalten werden, ist noch nicht bekannt, aber das Museum hofft, „auf die Vielfalt der Abgebildeten“ und „die Rolle klassischer Bildhauerei in der Geschichte des Rassismus“ hinzuweisen...

kurier.at 24.8.2021

Wer in der Bildhauerei oder der Orthopädie gearbeitet hat, weiß, daß Gips weiß ist.

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Sigmar Salzburg
14.09.2021 09.53
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Umgekehrter Rassenwahn

Mehr Diversität: Englisches Opernensemble entläßt weiße Musiker

LONDON. Die English Touring Opera (ETO) hat die Hälfte ihrer Musiker entlassen, um die Diversität in seinem Ensemble zu erhöhen. Bei den Betroffenen handelt es sich um 14 Weiße im Alter von 40 bis 66 Jahren, berichtete die Zeitung The Daily Mail. Ihnen wurde demnach mitgeteilt, daß sie für die neue Spielzeit ab Frühjahr 2022 keine neuen Verträge erhalten werden.

„Die English Touring Opera hat sich verpflichtet, alle Arten von Vielfalt in ihrem Team zu fördern, und während es auf der Bühne in diesem Bereich spürbare, stetige Fortschritte gegeben hat, haben wir einer größeren Vielfalt im Orchester Priorität eingeräumt. Dies steht im Einklang mit den strengen Vorgaben des Arts Council, des Hauptfinanzierers der Tourneetätigkeit der ETO, und der meisten Stiftungsfonds, die die ETO unterstützen“, zitiert das Blatt aus dem Schreiben von Direktor James Conway an die betroffenen Musiker...

Derzeit gebe es keine nicht-weißen Musiker im Orchester, das im kommenden Monat seinen Konzertbetrieb wieder aufnehmen soll. (ag)

jungefreiheit.de 14.9.2021 (unreformierte Rechtschreibung)

Nun fehlt bloß noch die Auflage, nur Opern- und Operettennummern zuzulassen, die von farbigen Komponisten geschaffen wurden. Aus den letzten 420 Jahren sind keine bekannt. Vielleicht bieten Nummern der chinesischen Oper einen Ausweg, sofern deren Schöpfer den POC-Test bestehen.

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Sigmar Salzburg
07.09.2021 02.20
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Vom Entziffern verkohlter Schriftrollen

Im Wissenschaftsportal Scinexx schloß Nadja Podbregar kürzlich ihren Bericht über die Entzifferung unentrollter, verkohlter Buchrollen des Philosophen Philodemos mit den Worten:

Vielleicht entschließt sich Italien ja doch noch zu weiteren Ausgrabungen in Herculaneum. Wissenschaftler vermuten, dass in anderen Räumen der Villa dei Papiri weitere literarische Schätze verborgen sind. Im Würzburger Institut für Klassische Philologie würde man dies sicherlich begrüßen – neben griechischen ist nämlich auch mit verlorenen lateinischen Texten zu rechnen.
Denkbar wäre auch, daß sich unter den Texten Fragmente der wissenschaftlichen Arbeiten des Kaisers Claudius (reg. 41 bis 54 n. Chr.) finden lassen. Er hat sich Gedanken über eine Schreibreform des Lateinischen gemacht und 20 Bücher über die Etrusker geschrieben. Gerade letzteres wäre von Interesse, besonders, falls er auf die heute noch nicht richtig verstandene Sprache eingegangen wäre.

Ehe wir mit der Rechtschreib„reform“ belästigt wurden, habe auch ich mich damit beschäftigt. Ausgangspunkt waren die Goldbleche von Pyrgi, deren Paralleltexte auf punisch leicht verständlich waren. Damals hatte ich, wie wohl andere schon, vermutet, daß das Wort „pulumχva“ dem punischen „kkbm“ (Sterne) entspricht. Jetzt gibt es in der englischen Wikipedia eine fortgeschrittenere Deutung des Textes, die Hand und Fuß hat, aber auch einige Unstimmigkeiten nicht erklären kann.

Vor 40 Jahren stieß man unweigerlich auf die Arbeiten des Etruskologen Ambros Josef Pfiffig (1910-1998), die mitunter reichlich phantasievoll waren. Erst jetzt erfuhr ich seinen biographischen Hintergrund: Er war Prämonstratenser Mönch, oft verfolgt pädophil und zuletzt Honorarprofessor in Wien.
.

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Sigmar Salzburg
02.09.2021 20.44
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Zum Tod von Mikis Theodorakis

Ein freier Mann

Von Giorgos Christides

Griechenland trauert um Mikis Theodorakis, den legendären Komponisten...

»Heute haben wir einen Teil von Griechenlands Seele verloren. Mikis Theodorakis, Mikis, der Lehrer, der Intellektuelle, der Radikale, unser Mikis ist von uns gegangen«, sagte Kulturministerin Lina Mendoni...

Der Balsam auf die ideologischen Wunden, den Theodorakis verteilte, war die passende Hinterlassenschaft eines großen Griechen für seine Landsleute – in diesen turbulenten, rau[h]en, gespaltenen Zeiten für eine Nation, der Theodorakis stets zu dienen versuchte, und dabei Trennendes und Parteilinien ignorierte. Er selbst sagte mal: »Ich bin kein Kommunist oder Sozialdemokrat oder irgendwas anderes. Ich bin ein freier Mann.«

spiegel.de 2.9.2021

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Sigmar Salzburg
30.08.2021 08.54
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Wiederherstellung alten Kulturguts

Jan Vermeer

Nach einem spektakulären Fund muss die Geschichte des weltberühmten Bildes „Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster“ von Johannes Vermeer (1632-1675) umgeschrieben werden. Im Zuge der Restaurierung des Kunstwerks in der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister haben Fachleute herausgefunden, dass die ursprüngliche Komposition mit dem Bildnis eines nackten Cupido (Amor) erst mehrere Jahrzehnte nach dessen Entstehung verändert wurde...

[Viel Arbeit mußte der Restaurator aufwenden, um die Übermalung zu entfernen:]

Restaurator Christoph Schölzel entfernt die nicht mal einen Millimeter dünne Schicht extrem vorsichtig – mit winzigem Skalpell unter dem Mikroskop. „An einem guten Tag schaffe ich ein bis zwei Quadratzentimeter.“ ...


Zwischenzustand der Restaurierung

Schölzels Präzisionsarbeit macht die seit Frühjahr 2017 laufende Restaurierung des 83 mal 64,5 Zentimeter großen Gemäldes aufwändiger als gedacht, sie wird noch mindestens ein Jahr dauern.
monopol-magazin.de 7.5.2019

... Gut zwei Jahre nach der als Sensation gefeierten Entdeckung eines nackten Cupido (Amor) auf dem Bild „Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster“ Johannes Vermeer (1632-1675) ist die spätere Übermalung komplett entfernt.... Die Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) feiern ihren „neuen“ Vermeer mit einer Ausstellung „Johannes Vermeer. Vom Innehalten“ (10. September bis 2. Januar 2022).
monopol-magazin.de 24.8.2021

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Sigmar Salzburg
22.05.2021 04.45
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Christlich-musikalische Tradition gegen „Gleichberechtigung“

Der Staats- und Domchor Berlin ist ein reiner Knabenchor.

Das allerdings will die Rechtsanwältin Susann Bräcklein nicht hinnehmen. Sie hat eine elfjährige Tochter, die seit vielen Jahren singt, musiziert und Stimmbildung erhält. Das Mädchen war an der Domsingschule in Frankfurt, derzeit singt es im Chor der Komischen Oper in Berlin. 2016 las das Mädchen in einem Flyer vom Staats- und Domchor Berlin, und weil es alte Musik mag, wollte es sich dort bewerben. Die Mutter schrieb dem Dekan der Berliner Musikfakultät der Universität der Künste (UdK), die den Chor betreibt, eine E-Mail und erhielt zur Antwort: „Ihr Wunsch ist aussichtslos. Niemals kann ein Mädchen in einem Knabenchor mitsingen. Genauso wie eine Klarinette nicht in einem Streichquartett spielen kann.“...

Vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg stellt der Vorsitzende Richter am Freitag erst mal viele Fragen zu den aktuellen Kulturdebatten. Darf ein Ballett eine schwarze Ballerina vom „Schwanensee“ ausschließen, weil Schwäne in einer bestimmten Inszenierung zwingend weiß sein müssen? Darf ein weißer Tenor den Part des Othello singen? Soll die Übersetzerin der Lyrikerin Amanda Gorman eine ähnliche Person sein wie sie, also eine junge schwarze Frau? Die Fragen bleiben unbeantwortet ...

Am Ende verliert Susann Bräcklein abermals vor Gericht. Das Oberverwaltungsgericht weist die Berufung ab...

sueddeutsche.de 21.5.2021

Der Knabengesang war ursprünglich eine Notlösung, um dem Gebot des Christentum-Erfinders Paulus entgegenzukommen: „EWer Weiber lasset schweigen vnter der Gemeine“. Dann entdeckte man die Kastraten, „Evnuchis“, wie Praetorius 1619 schreibt, mit der Stimmkraft von „zween oder drey Knaben“. Das bewirkte die Entstehung einer Entmannungsindustrie für kleine Jungen, besonders in Italien, wo arme Familien für ihren Nachwuchs eine musikalische Karriere erhofften.

PS: Echten Juden untersagte „Gott“ Kastrationen, bestand aber doch unnachsichtig auf der Opferung eines Stückchens ihrer männlichen Neugeborenen.

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Sigmar Salzburg
18.05.2021 06.12
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Gert Fröbes Anfänge

Gestern abend sah ich, nach Vorschlag von Google, das mein Interesse ausspioniert hatte, die selbst erzählten Anekdoten des Schauspielers Gert Fröbe von seinen Anfängen als Bühnenmaler:

»Als wär’s heut gewesen«
https://youtu.be/MyDhWo-ASJ8

Ganz zum Schluß erzählte er, wie er zur Dresdener Uraufführung von Mark Lothars Oper „Münchhausen“ (1933) den Kanonenschuß zum Mond durch eine besondere Schwarzpulvermischung darstellen wollte. – In dem Augenblick fiel, wie auf höhere Regieanweisung, in unserem Dorf der Strom für acht Stunden aus, so daß ich den großen Knall bei der Generalprobe, der „aus technischen Gründen“ eine Verschiebung der Premiere um drei Tage erzwang, erst heute morgen erleben durfte.

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Sigmar Salzburg
13.05.2021 21.34
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Himmelfahrts-Gedanken

Die Himmelfahrt einer Gottheit nach einer Grablegung war in der Antike nichts Ungewöhnliches. Den Göttern verschiedener Kulturen widerfuhr das häufig, z.B. Ischtar bzw. Astarte im alten Babylonien. Auch vergöttlichte Heroen fuhren zum Himmel auf. Der Sonnengott tat es täglich.

Vor über 40 Jahren beschäftigten mich die auf drei Goldplättchen eingravierten Weiheinschriften in etruskischer und punischer Sprache, die 1964 in den Überresten eines Tempels in Pyrgi in der Nähe Roms gefunden worden waren. Der Tempel war der etruskischen Göttin Uni (Juno) geweiht, der die phönizische Göttin Astarte gleichgesetzt wurde. Der gleichzeitige punische Text in der Sprache Karthagos zeigt die enge (Handels-)Beziehung zu den Etruskern.

Das war vielleicht auch ein Grund für Hannibal, 200 Jahre später die Römer von Norden anzugreifen (der benutzte Alpenpaß wurde kürzlich durch Pferdeäpfel der Zeit identifiziert). Neben Astarte wird die Sonne oder der Sonnengott genannt. Der Text lautet im übertragenen punischen Alphabet (Worttrennung zugefügt, ʻAin nach IPA):

l rbt l ʕštrt ʼšr qdš ʼz
ʼš pʕl w ʼš ytn tbryʼ wlnš mlk ʕl kyšryʼ
b yrḥ zbḥ šmš b mtnʼ b bt
w bn tw k ʕštrt ʼrš b dy l mlky šnt šlš
b yrḥ krr b ym qbr ʼlm
w šnt l mʼš ʼlm b bty šnt km h kkbm ʼl


Für die Herrin, für Astarte (ist) dies der heilige Ort; den machte und den übergab Tiberius Velianas, König von Caeseria, im Monat Opfer der Sonne(ngottheit?) als Geschenk für den Tempel, und er baute (ihr darin) die Kammer, weil Astarte ihre Hand über sein Königreich drei Jahre lang gehalten hatte, im Monat Churvar am Tage der Grablegung der Gottheit. Und (es seien) die Jahre der Statue der Gottheit in ihrem Tempel ebensoviele wie die Sterne am Himmel.
Die Etrusker, deren Sprache nur mühsam erraten werden kann, waren ein sehr gläubiges Volk. Kaiser Claudius soll mehrere Bücher über sie geschrieben haben, die verloren sind. Von ihnen stammte wohl die Wahrsagerei aus Vogelflug und Eingeweiden von Opfertieren. Bronzene Nachbildungen von Lebern mit etruskischer Bezeichnung der zu beachtenden Stellen sind noch überliefert.

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Sigmar Salzburg
17.04.2021 08.36
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Ausverkauf Europas

Mozart wird billig nach den USA verkauft – laut Spiegel:

Ein Manuskript des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) ist in Berlin für 130.000 Euro versteigert worden. Das zweiseitige Original, das an einen privaten Bieter aus den USA ging, enthalte die vollständige erste Violinstimme für zwei Orchestertänze (Köchel-Verzeichnis 609 und 463) sowie drei Entwürfe für eines der wichtigsten Konzerte im Leben des Komponisten, wie das Auktionshaus J.A. Stargardt am Freitag mitteilte...

Neben eigenhändigen Kritzeleien und Worten («. und und und und .») hatte sich Mozart Notizen für sein Wiener Konzert vom 23. März 1783 gemacht...

In einem Brief an seinen Vater Leopold am 29. März schrieb Mozart »das theater hätte ohnmöglich völler seyn können, und alle logen waren besezt. das liebste aber war mir, daß seine Mayestätt der kayser auch zugegen war, und wie vergnügt er war, und was für lauten beyfall er mir gab...«.

spiegel.de 16.4.2021
Während die y-Schreibweise schon um 1800 mit Adelung außer Gebrauch kam, erpreßten die kulturbanausischen Kulturminister ab 1998 die deutsche Bevölkerung zum Dass-Deutsch, um uns von unserer kulturellen Vergangenheit abzuspalten.

Es ist auch ein Elend, daß Kulturgüter in Privatbesitz und sogar nach Übersee verkauft werden dürfen, wo sie nicht mehr zugänglich sind. Bachs Lautensuite „pour la Luth“ soll unzugänglich in einem Tresor in Tokio ruhen. Spiegelleser schrieben:
AITheKingBundy
Ich war gestern bei der Auktion (online) dabei. Erstaunlich, dass die Dokumente der Musikgeschichte ersteigert werden können und erstaunlich, wie „günstig“ das Exponat zu haben war...

unglaeubig
Habe ich auch beim Lesen gedacht: Irrsinn, wenn man sieht wie irgendwelche NFTs zur gleichen Zeit für Millionen und Abermillionen weggehen!
Mir als atavistischem Kulturfreund bleibt da nur, bei Wiki nachzuschlagen:
Ein Non-Fungible Token (NFT) ist ein einmaliges kryptografisches Token, das (im Vergleich zum Fungible Token wie z. B. Bitcoin) nicht austauschbar ist.
Bei NFT muß es sich wohl um eine neue kapitalistische Kunst- und Kulturform handeln, die unsereinem so fern ist wie einem Schimpansen die Musik Mozarts. Die nächste Entwicklungsstufe der Menschheit ist offensichtlich eingeleitet.

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Sigmar Salzburg
31.03.2021 09.35
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Komplott weißer Selbstzerstörer und schwarzer Wichtigtuer?

Beethoven und Mozart werden jetzt »gecancelt«

Oxford: Klassische Musik ist zu weiß


Die Oxford University will den Lehrplan »dekolonialisieren« und nennt z.B. klassische Musik »weiße Musik der Sklavenära«, wie der Telegraph enthüllt.

Der Telegraph hat interne Dokumente der ältesten englischsprachigen Universität der Welt eingesehen, nach dem Dozenten den Lehrplan kritisieren, wegen »Mittäterschaft mit weißem Nationalismus«. Die Musik von Mozart, Beethoven und anderen klassischen Komponisten sei »weiße Musik der Sklavenära« und Teil der »weißen Vorherrschaft«, kritisieren die Dozenten. Das Notensystem müsse reformiert werden, da es Teil des »kolonialistischen Repräsentationssystems« sei. Musikalische Notenschreibung, die ihre »Verbindungen zur kolonialen Vergangenheit nicht abgeschüttelt« habe, sei ein »Schlag ins Gesicht« für manche Musikstudenten.

Die klassischen musikalischen Fertigkeiten wie Klavierspielen oder Dirigieren sollten nicht mehr verpflichtend sein, da sie »weiße Musik strukturell bevorzugen« und daher »farbigen Studenten großes Leid verursachen«. Außerdem werde kritisiert, dass die »überwiegende Mehrzahl von Musiklehrern weiße Männer« seien, berichtet der Telegraph.

Dozenten beklagen, dass »die Struktur des Lehrplans weiße Überlegenheit befördert«, dass der Lehrkörper »fast rein weiß« sei, und »daher weiße Musik privilegiere«.

Zu den Reformvorschlägen gehören ein Fokus auf »die Musik Afrikas und der afrikanischen Diaspora«, »Weltmusik« und »Popmusik«, so wie Hiphop und Jazzmusik.

freiewelt.net 31.3.2021. Siehe auch JF 31.3.2021

Um 1600 waren englische Musiker noch stolz, „Bachelor of Musicke in both the Uniuersities“ zu sein. Bald reicht‘s nur bis zum Trommel-Abitur. Nach Steven Weinberg, Nobelpreis 1979, sind die moderne Naturwissenschaft und die polyphone Musik Geschenke des (weißen) Westens an die Welt. Die Schwarzen konnten mit ihrer Musikbegabung ein bis dahin unbekanntes Terrain erschließen. Aber erst die wissenschaftliche Notation Europas ermöglichte die weitere Entwicklung.

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Sigmar Salzburg
20.03.2021 04.52
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Frühlingsanfang 20. März 2021

Im alten China kam im buddhistisch missionierten Teil der Bevölkerung die Vorstellung eines vielarmigen weiblichen Bodhisattva auf. Dieses indisch inspirierte Geistwesen (Avalokiteshvara, chin. Guanyin 觀音 Reform:观音), Symbol des Mitempfindens, nahm bald den Rang einer Göttin ein, deren Fest im Frühjahr gefeiert wurde. Erst vor wenigen Jahren sollte eine 99 m hohe Statue, errichtet bis 2009 von örtlichen Vereinen in Ningxiang, Hunan, die vernichtende „Kulturrevolution“ vergessen machen.

Ab 1997 verfolgte der Choreograph Zhang Jigang den Gedanken, gehörlose Mädchen diese Figur darstellen zu lassen. Berühmt wurde die Aufführung von 21 als Tempeltänzerinnen gekleideten jungen Frauen, die ohne die Musik zu hören, nach Handzeichen eine perfekte Choreographie vollführten. Kürzlich stellte man für ein Frühlingsfestival die junge Schauspielerin Guan Xiaotong
(关晓彤 ) an die Spitze der kleinen Truppe – anstelle von Tai Lihua ( 邰丽华 *1976, ertaubt mit 2 nach einer Impfung). Auch als kurze Werbe-Show für das Vivo-Smartphone ist der Reiz noch erhalten geblieben.



Geä. 31.3.2021

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Sigmar Salzburg
20.12.2020 08.37
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Musik zum 4. Advent



John Cage – Organ2/ASLSP (As Slow As Possible) – Christoph Bossert – Orgel 4:02 min

In seinen letzten Lebensjahren schuf der Happening-Komponist John Cage (1912-1992) das Orgelstück „So langsam wie möglich“. Ob er noch selbst auf den Gedanken kam, die Dauer dieses Stücks auf die 639 Jahre auszudehnen, die im Jahre 2000 seit dem Bau der ersten europäischen Großorgel im Dom zu Halberstadt vergangen waren, weiß ich nicht.

Michael Praetorius hat diese Orgel noch gesehen und in seinem „Syntagma Musicum“ 1619 beschrieben. Zu ihrem Betrieb waren zehn Kalkanten (Orgelbalgtreter) notwendig. Sie soll als erste eine chromatische Tastatur (besser Hebelwerk) besessen haben. Das heute in Halberstadt laufende Cage-Stück wird (vielleicht) bis zum Jahre 2640 dauern. Hier kann man es auf vier Minuten zusammengedrängt hören.


https://youtu.be/lW3FP_atp1w

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Sigmar Salzburg
13.12.2020 14.30
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Musikgenuß zum 3. Advent



EARLY MUSIC MIDI

Die drei jungen Damen des Meisters der weiblichen Halbfiguren spielen gerade die Chanson von Claudin de Sermisy „Jouyssance vous donneray“ nach Worten von Clément Marot.

Der Text ist sicher weltlich gemeint; der in seiner Zeit berühmte Komponist war aber Geistlicher.

Vom namentlich unbekannten Maler sind zahlreiche ähnlich typisierte Bildnisse musizierender Frauen überliefert, deren sorgfältig abgemalte Noten lesbar und deren Lautentabulaturen spielbar sind.

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Sigmar Salzburg
17.11.2020 13.04
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Neues zur Geschichte der Newtonschen Physik

Hunderte Erstausgaben von Newtons „Principia“ aufgespürt

Mit seinem Hauptwerk „Philosophiae Naturalis Principia Mathematica“ begründete Isaac Newton im Jahr 1687 die klassische Physik. Doch bislang war unklar, wie viele Exemplare von diesem Werk damals kursierten und wie stark es gelesen wurde. Jetzt haben Historiker in zehnjähriger Suche 387 Erstausgaben der „Principia“ aufgespürt, davon rund 200 zuvor unbekannte Exemplare. Ihre Untersuchungen belegen zudem, dass keineswegs nur Mathematiker dieses Werk lasen.

Ob das Trägheitsprinzip, der Impulserhaltungssatz oder das Reaktionsprinzip: Die Gesetze von Isaac Newton bilden bis heute die Grundlage der klassischen Mechanik. Seine Forschung legte aber auch die Grundlage für das Verständnis der Schwerkraft und der Bahnen von Himmelskörpern. Veröffentlicht hat der englische Gelehrte seine Schlussfolgerungen im Jahr 1687 in seinem dreibändigen Hauptwerk „Philosophiae Naturalis Principia Mathematica“, kurz „Principia“...

wissenschaft.de 17.11.2020

Einer der Leser muß auch Voltaire gewesen sein. Mir wurde einmal ein Original seines Buches „Elemens de la Philosophie de Neuton“ angeboten, das die Schwerkrafttheorie popularisierte – leider zu stark beschädigt.

Jetzt sehe ich, daß Newtons Werk mit Imprimatur von „S. PEPYS, Reg. Sec. PRÆSES julii 5. 1686“, gedruckt wurde. Samuel Pepys, der hohe Londoner Regierungsbeamte, ist berühmt für seine intimen Tagebuchnotizen, die er jahrelang in damaliger Eilschrift verfaßt hat, lange verkannt als Geheimschrift.

Ein kürzlich verstorbener Bekannter erinnerte mich immer an ihn in seiner hedonistischen Lebenseinstellung: „Wir Juristen können alles.“

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Sigmar Salzburg
21.10.2020 05.01
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Am Tag der Deutschen Einheit

Berichte: Anschlag auf Kunstwerke und Antiken auf Berliner Museumsinsel
21.10.2020, 01:46 Uhr | dpa, aj

Sinnloser Vandalismus oder eine gezielte Tat? In den weltberühmten Museen im Herzen Berlins wurden am 3. Oktober offenbar mutwillig umfangreiche Schäden an Kunstwerken und Artefakten angerichtet.

Auf der Berliner Museumsinsel sind Dutzende Ausstellungsobjekte nach Medienberichten von Unbekannten beschädigt worden. Laut „Zeit“ handelt es sich um einen „der umfangreichsten Angriffe auf Kunstwerke und Antiken in der Geschichte Nachkriegsdeutschlands“.

Ein oder mehrere unbekannte Täter hätten mindestens 70 Objekte im Pergamonmuseum, dem Neuen Museum, der Alten Nationalgalerie und an anderen Standorten mit einer öligen Flüssigkeit bespritzt, hieß es in einem Bericht der „Zeit“ und des Deutschlandfunks. Darunter seien ägyptische Sarkophage, Steinskulpturen und Gemälde des 19. Jahrhunderts. Die Flüssigkeit habe darauf sichtbare Flecken hinterlassen.

Die Vorfälle sollen sich bereits am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, zugetragen haben und bislang nicht öffentlich gemacht worden sein. Ob der Tag absichtlich gewählt wurde, war zunächst unklar. Zu den Motiven des Täters oder der Täter war zunächst nichts bekannt...

t-online.de 21.10.2020

Als sich der Kultusminister Zehetmair anläßlich der Rechtschreib„reform“ darüber freute, daß die deutsche Sprache wieder Gesprächsstoff sei, verglich ein Leser dies mit der Freude eines Museumswärters über das Säureattentat auf Rubens‘ „Höllensturz der Verdammten“ 1959, das nun zu einer intensiveren Beschäftigung mit Rubens geführt habe.

Wer könnte sich jetzt über diesen Anschlag eines wahrscheinlich unterbelichteten Wichtigtuers freuen? Der Islamische Staat, der in Nahost so etwas sogar mörderisch betrieben hat? Sonstige Sekten? Die linke Antifa, die die Schaustellung angeblich kolonialen Erbes wittert? Oder die neudeutsche Journalistin Ferda Ataman, die meinte, die deutsche Wiedervereinigung habe für viele einen „völkischen Beigeschmack“ gehabt. Noch nie hatte Deutschland innerhalb Deutschlands so viele Feinde.

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