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Sigmar Salzburg
30.03.2021 09.46
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Wir werden verkohlt!

Hubertus Knabe@hubertus_knabe

Ein Wissenschaftler will seit mehr als 20 Jahren Millionen zerrissener #Stasi-Dokumente per Computer zusammensetzen. Doch die Bundesregierung und @BStU_Presse lassen ihn abblitzen – angeblich, weil der passende Scanner fehlt. #Grütters @BundesKultur

24. März 2021

Frau Grütters (CDU) war auch mitverantwortlich, daß der SED/PDS/Linken der Herzenswunsch erfüllt wurde, Hubertus Knabe von seinem Amt als Direktor der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen nach 18jähriger erfolgreicher Tätigkeit zu entfernen – vermutlich ein linkes Komplott.

Hier fehlt kein Scanner, sondern der Wille. – Dagegen kann die Wissenschaft sogar 2000 Jahre alte, verkohlte Papyri wieder lesen.

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Sigmar Salzburg
18.03.2021 04.58
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Ernsthafte Physik?

Aus Welt der Physik:

Aus der Science-Fiction ist er nicht wegzudenken – der „Warp-Antrieb“. Denn ohne ihn wären Reisen von Stern zu Stern mit Überlichtgeschwindigkeit nicht denkbar. Der Bau eines solchen Antriebs könnte tatsächlich möglich sein, behauptet jetzt Erik Lentz von der Universität Göttingen. Im Fachblatt „Classical and Quantum Gravity“ präsentiert der Astrophysiker theoretische Überlegungen zu einer neuen Form von Verzerrung der Raumzeit, mit der überlichtschnelle Reisen realisierbar sein könnten...

Lentz präsentiert nun eine neue Form von Verzerrungen der Raumzeit – eine spezielle Art von stehenden Wellen, sogenannte Solitonen, die sich konstant bewegen, ohne ihre Form zu ändern. Innerhalb einer solchen Verzerrung würde die Zeit genauso schnell wie außerhalb verlaufen, es gäbe also keine Zeitdilatation. „Damit liegen überlichtschnelle Phänomene im Bereich der bekannten Physik“, freut sich der Forscher. „Diese Arbeit hat das Problem des Reisens mit Überlichtgeschwindigkeit einen Schritt näher an die Technik gebracht.“ Allerdings sind die Energiemengen für den Antrieb gewaltig. Denn die Reise eines 200 Meter langen Raumschiffs nach Proxima Centauri würde etwa das Hundertfache der Masse des Planeten Jupiter erfordern. Lentz zeigt sich dennoch optimistisch, dass sich diese Energieanforderungen durch weitere Forschungsarbeiten erheblich senken lassen.

weltderphysik.de 15.3.2021

... das „Hundertfache der Masse des Planeten Jupiter“, d.h. ein Zehntel der Sonnenmasse. Erstmal käme unser Sonnensystem durcheinander. Die Schwarzschild-Grenze betrüge ein Zehntel der Größe derjenigen der Sonne, also eine hypothetische Kugel mit dem Durchmesser von 300 Metern, die infolge der Fast-Lichtgeschwindigkeit gegen die Bewegungsrichtung von außen platt wie eine Oblate erscheinen müßte... Durch die Gezeitenkräfte im Innern könnten wohl kaum Instrumente und noch weniger Lebewesen existieren – oder irre ich mich da?

PS 22.3.21: Der Standard provozierte rd. 600 Lesermeinungen zum gleichen Thema: Problem lösbar?

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Sigmar Salzburg
15.03.2021 10.22
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Der Mechanismus von Antikythera

Viel interessanter als der Sieg der Deutschland-Abschaffer-Parteien:

Der etwa 2100 Jahre alte Mechanismus von Antikythera wurde mathematisch und röntgenologisch weiter untersucht, entschlüsselt und nachgebaut. Man hat innen Texte und die poetischen Namen der fünf in der Antike bekannten Planeten gefunden: Στίλβων, Φωσφόρος, Aρης πυρόεις, Φαέθων und Φαίνων, natürlich in den damals üblichen Großbuchstaben.

Mondphasen, Planeten und Co

Die neu entzifferten Textteile bestätigen, dass es sich bei dem Mechanismus von Antikythera um eine Art mechanischem „Himmelscomputer“ handelt. Er wurde verwendet, um die Mondphasen, die Position der Sonne, der Planeten und des Tierkreises vorauszuberechnen und um Sonnenfinsternisse vorherzusagen. Wie die Forscher erklären, ist etwas vergleichbar Komplexes erst aus der Zeit rund tausend Jahre später bekannt.

Trotz dieser Komplexität handelt es sich bei den im Inneren des Mechanismus neu entzifferten Texten weniger um eine Gebrauchsanweisung als eher um eine Art Beschreibung...

scinexx.de 15.3.2021
Video (30 min.) https://vimeo.com/518734183
Die Untersuchungen zeigen, daß man erst 1500 Jahre später wieder solche komplizierten Mechanismen ersinnen und bauen konnte. Wir sollten daher auf unsere antik-abendländische Kultur stolz sein und nicht ständig das politisch korrekte „jüdisch-christliche Abendland“ in den Vordergrund schieben, das eher eine 700jährige Unterbrechung der aufgeklärten griechisch-römischen Tradition darstellte.

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Sigmar Salzburg
08.03.2021 07.02
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Sciencefiction-Idee, die letztlich zur Verantwortungslosigkeit führt ...

Leben wir in einer Simulation?

Forscher kalkulieren Wahrscheinlichkeit für ein „Matrix“-Szenario


Sind wir nur virtuelle Wesen in einer simulierten Welt? ...

Alles bloß virtuell? In Science-Fiction-Werken wie „Matrix“ oder „Simulacron“ leben wir alle nur in einer Simulation. Ob das technisch überhaupt machbar und wahrscheinlich ist, haben nun Forscher untersucht. Ihr Ergebnis: Der Aufwand, um so viele intelligente Wesen und ihre Denkleistung und Umwelt überzeugend zu simulieren, wäre selbst für eine weit fortgeschrittene Zivilisation gigantisch – und das Resultat nicht fehlerfrei...

Der Philosoph Nick Bostrom sieht es als nahezu unvermeidlich an, dass eine fortgeschrittene Zivilisation simulierte Welten erschafft – sofern sie sich nicht vor Erreichen der nötigen technologischen Fähigkeiten selbst auslöscht. Der SpaceX-Gründer Elon Musk bezifferte auf einer Konferenz im Jahr die Chance, dass wir real sind, sogar nur auf eins zu einer Milliarde.

Wie wahrscheinlich wäre ein simulierter Kosmos?

Eine neue Wahrscheinlichkeits-Abschätzung haben nun Alexandre Bibeau-Delisle und Gilles Brassard von der Universität Montreal durchgeführt...

Wenn eine Zivilisation aber eine virtuelle Welt erschaffen möchte, deren physikalische Gesetze denen in der Realität entsprechen, dann wäre der Aufwand ungleich größer: „Es wäre extrem aufwändig, diese Umwelt dann bis in das kleinste mikroskopische Niveau zu simulieren“, erklären die Forscher...

scinexx.de 8.3.2021

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Sigmar Salzburg
04.03.2021 21.30
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Noch zu Aristarch:

Johann Konrad Schaubach (Geschichte der griechischen Astronomie) meint 1802, Aristarch habe überhaupt kein heliozentrisches System im Sinn gehabt, sondern nur die Größe des Weltalls plausibel machen wollen:

2) Der ganze Miſsverstand beruht offenbar auf den zweydeutigen Ausdrücken ὑποθεσις und ὑποτιθημι. Sie können nemlich heiſsen: Aristarch nimmt zum Princip, zur Hypothese, an, er lehrt, aber auch: Er nimmt bloſs an, als einen Fall, er setzt voraus. Daſs Aristarch die Worte im letzten Sinne gebraucht habe, sieht man noch an einer Stelle des Plutarch in Questionibus Platonicis, wo es ausdrücklich heiſst: Aristarch habe den Satz bloſs angenommen (ὑποτιθημενος μονον) ...

[Frühe deutsche Antiqua legt Wert auf traditionelle ß-Setzung!]
Ich meine aber, daß er die Kreisbahn der Erde um die Sonne deutlich genug beschrieben hat. Er hat den Lauf der äußeren Planeten wohl nur nicht erwähnt, weil er die Transformation ihrer epizyklischen Bahnen noch nicht bewältigen konnte. Das blieb der Intuition des Kopernikus vorbehalten.

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Sigmar Salzburg
19.02.2021 07.36
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... America great again!

Mars-Rover Perseverance: Landung geglückt
Das Gefährt mit dem Namen Perseverance (»Beharrlichkeit«) hat sicher den Roten Planeten erreicht. Es ist die neunte Sonde, die die stolze Nation intakt auf dem Mars abgesetzt hat.
spektrum.de 18.2.2021

Analyse der Reform-Orthographie:
1047 Wörter: 1 Reform-dass; 10 weitere Reform-ss; (davon 6 „fluss“); GZS: empor fahren
Kosten der „Reform“ lt. Schätzung 1999 umgerechnet 25 Milliarden Euro.


2,5 Milliarden Dollar Kosten:
Nasa startet Donnerstag mit „Perseverance“ bislang ehrgeizigste Mars-Mission
Quelle: https://www.shz.de/29121957

Nun wollen wir aber nicht vergessen, wer als erster unser Sonnensystem und die Bewegung der Erde und der übrigen Planeten richtig erkannt und beschrieben hatte: Aristarch von Samos vor rd. 2250 Jahren. Hier noch einmal der entscheidende Text bei Archimedes (Psammites, Sandrechnung):

... Ἀρίσταρχος δὲ ὁ Σάμιος ὑποθέσιών τινῶν ἐξέδωκεν γραφάς, ἐν αἷς ἐκ τῶν ὑποκειμένων συμβαίνει τὸν κόσμον πολλαπλάσιον εἶμεν τοῦ νῦν εἰρημένου. Ὑποτίθεται γὰρ τὰ μὲν ἀπλανέα τῶν ἄστρων καὶ τὸν ἅλιον μένειν ἀκίνητον, τὰν δὲ γᾶν περιφέρεσθαι περὶ τὸν ἅλιον κατὰ κύκλου περιφέρειαν, ὅς ἐστιν ἐν μέσῳ τῷ δρόμῳ κείμενος, τὰν δὲ τῶν ἀπλανέων ἄστρων σφαῖραν περὶ τὸ αὐτὸ κέντρον τῷ ἁλίῳ κειμέναν τῷ μεγέθει τηλικαύταν εἶμεν, ὥστε τὸν κύκλον, καθ᾿ ὃν τὰν γᾶν ὑποτίθεται περιφέρεσθαι, τοιαύταν ἔχειν ἀναλογίαν ποτὶ τὰν τῶν ἀπλανέων ἀποστασίαν, οἵαν ἔχει τὸ κέντρον τᾶς σφαίρας ποτὶ τὰν ἐπιφάνειαν ...
In der erklärenden Verdeutschung von Johann Christian Sturm 1667:
Es hat aber Aristarchus von Samo / nachdem er die Schrifften derer Stern-Weisen durchſuchet und auf die Prob geſtellet / etliche Sätze in ſeinen Schriften hervorgegeben / aus welchen folget / daß die Gröſſe der Welt / die erſtbeſagte vielmal in ſich begreiffe. (c) Dann er ſetzet die Fix- oder Haft-Sterne / ſamt der Sonne als unbeweglich; die Erde aber als beweglich in einen Kreiß umb die Sonne / welche das Mittel ſolches Kreiſes beſitze. (d) Der Fix- oder Haft-Sternen aber ihren / umb der Sonnen Mittelpunct ausgespannten / Himmel beſchreibet er in ſolcher Gröſſe / daß der Erden Lauffkreiß / auf welchem ſie umb die Sonne bewegt werden solle / ſich nicht anderſt verhalte / als einer Kugel Mittel-punct gegen deroſelben Umbkreiß.
Die Sprache hat sich seither erkennbar verändert und notwendig auch die Schreibung. Seit 1901 bestand aber nicht die geringste Notwendigkeit, das Bewährte 1996 zu verändern. Heute werden wir wieder von veränderungswütigen Sekten heimgesucht – Viren eines untergangswilligen absterbenden Volkes.

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Sigmar Salzburg
17.02.2021 07.32
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Noch zu Euklid:

Goethe dichtete, ohne Darwin zu kennen:

Wär nicht das Auge sonnenhaft,
die Sonne könnt es nie erblicken...


Auf unserem halbtägig besonnten Planeten hat sich Leben entwickelt, und zwar auf der Grundlage der Kohlenstoff-Chemie. Leben heißt Stoffwechsel und Vermehrung mit Erbinformationen, zunächst von Einzellern. Schließlich bildeten sich mehrzellige Organismen, die sich bald in zwei Gruppen aufspalteten, die ortsfesten und die beweglichen. Letztere ernähren sich vorwiegend von verwertbaren Stoffen der ersteren, richteten sich aber auch gegen eigene Artgenossen. Zum Aufspüren und zur Abwehr entwickelten sich Sinnesorgane, deren Signale von einem neuronalen Rechner gedeutet werden, um die Bewegungsorgane zu steuern. Licht machte das Auge zum wichtigsten Sinnesorgan. Die Lichtausbreitung geschieht im allgemeinen geradlinig. Der Grund dafür sind nach Feynman die Überlagerungen der zeitlich verschieden eintreffenden Wellen, die den geradlinigen Eindruck erst schaffen. Diese Vorstellung ist evolutionär schon im Gehirn vorbereitet (a priori) und muß nur noch durch die Erfahrung bekräftigt werden.

Damit haben wir schon das erste Postulat oder Axiom Euklids (um -300): Es gibt gerade Linien mit einem Ausgangspunkt und einem Endpunkt. Das zweite Postulat Euklids besagt, daß die Länge der Strecke um einen beliebigen Teil verlängert oder verkürzt werden kann, was nichts anderes heißen soll, als daß eine Längeneinheit bei Verschiebung immer die gleiche Länge behält. Das dritte Postulat fordert, daß man um jeden Punkt einen Kreis (oder eine Kugel) mit einem gleichen Radius ziehen kann, also daß in der Fläche oder im Raum die Länge unabhängig von der Meßrichtung ist. Das vierte Postulat legt fest, daß Winkel im Raum, gleich in welcher Lage und Richtung, immer ihre Größe beibehalten, insbesondere, daß rechte Winkel immer gleich sind. Das sind Größen, die in anderer Form auch in der Physik die Vergleichbarkeit voneinander entfernter Größen ermöglichen und schließlich zu Erhaltungssätzen führen. Das fünfte Postulat oder Axiom besagt, daß es in der Ebene durch einen Punkt außerhalb einer Linie nur eine einzige gibt, die diese nicht schneidet, die Parallele. Läßt man dieses Postulat wegen seiner Einbeziehung der Unendlichkeit fallen, so ergibt sich eine Raumgeometrie, die lokal der euklidischen entspricht, in größerem Zusammenhang aber nicht mehr deckungsgleich ist. Das führte zur Erklärung der Schwerkraft nach Einstein, wobei die Lichtgeschwindigkeit als Konstante eine besondere Rolle spielt. Hier muß allerdings noch die Zeit einbezogen werden (zu diesem Eintrag).

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
03.02.2021 06.28
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Fressstrategien

Um an Land überleben zu können, brauchten die ersten Wirbeltiere, die aus dem Wasser kamen, nicht nur Beine statt Flossen und Lungen statt Kiemen. Auch ihre Art der Nahrungsaufnahme musste sich verändern. Fossilien des Urzeit-Fisches Tiktaalik zeigen nun, dass sich eine für das Landleben geeignete Fressstrategie schon im Wasser entwickelt hat. Statt wie die meisten Wasserbewohner die Beute nur anzusaugen – ein Vorgehen, das an Land nicht mehr funktioniert – konnte Tiktaalik auch Beiß- und Schnappbewegungen machen...

wissenschaft.de 2.2.2021

s.a. scinexx.de 14.1.2014

„Fressstrategie“ wurde der Liste der sss-Greuel hinzugefügt.

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Sigmar Salzburg
30.01.2021 11.45
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Von „behändem“ Fingerabzählen zu höherer Mathematik

1667 erschien in Nürnberg ein Werk des Archimedes (-287 bis -212) über die großen Zahlen: „Sandrechnung“ (Ψαμμίτης, Psammites) – in der deutschen Übersetzung des Mathematikers, Philologen und Pastors Johann Christian Sturm. Archimedes hatte ein System der Darstellung großer Zahlen entwickelt, das der heutigen wissenschaftlichen Anwendung von Zehnerpotenzen ähnelt. Dichterisch einleitend schwärmt Sturm, wie „behendt“ (reformdeutsch „behänd“) man damit rechnen könne. goobi.tib.eu

Archimedes gibt nun beispielhaft eine größtmögliche sinnvolle Zahl an. Dazu erwähnt er das heliozentrische System des Aristarch von Samos (-310 bis -230), das mindestens eines achtfachen Volumens bedarf, verglichen mit dem geozentrischen System, in dem man Sonne, Planeten und Fixsterne in etwa gleichem Abstand unterbringt. Kopernikus (1473-1543) soll das Werk, das 1544 in der Originalsprache gedruckt wurde, [lt. Wiki] nicht gekannt haben, obwohl er Aristarch im Autograph noch als Gewährsmann angibt. Gleichwohl dürften ihn auch die bekannten Texte bei Plutarch in die richtige Richtung gelenkt haben. Dort wird nämlich von der Hetze des Philosophen Kleanthes gegen den „Ketzer“ Aristarch berichtet, weil er die Erde nicht mehr als unbeweglichen Mittelpunkt des Weltalls ansehen wollte:

ἐπαγγείλῃς, ὥσπερ Ἀρίσταρχον ᾤετο δεῖν Κλεάνθης τὸν Σάμιον ἀσεβείας προσκαλεῖσθαι τοὺς Ἕλληνας ... Plutarch, s.a. Georg Linke 2010

Heute, 2230 Jahre nach Archimedes, wird wieder über einen großen Zahlensprung nachgedacht. Hielt man es in den fünfziger Jahren noch mit Einstein für möglich, daß das Weltall unbegrenzt, aber endlich sei (als Quartaner spekulierte ich, die gleiche Galaxie in entgegengesetzten Richtungen beobachten zu können), so machte 1963 die Entdeckung des Strahlungshintergrundes in einer Entfernung von 14 Milliarden Lichtjahren dem ein Ende. Die Analyse der minimalen Temperaturunterschiede gaben keinen Hinweis auf eine Raumkrümmung und führten zu der Vermutung, daß das Weltall gegenüber dem beobachtbaren Teil mindestens 150mal so groß sein müsse. (Prof. Dr. Gerd Ganteförs Vorlesung 14.7.2020 ab 1:20 h)

https://youtu.be/2rWiXFYqX9k
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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
27.01.2021 07.21
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Die Harmonie der Welten

Fünf Planeten in harmonischem Tanz

... Die Analysen ergaben zudem, dass sich fünf dieser Planeten in Resonanz zueinander bewegen. Ihre Umlaufzeiten bilden eine der längsten bisher von Planetensystemen bekannten Resonanzketten. Nur der innerste Planet ist nicht an diesem harmonischen Tanz der Planeten beteiligt. Die anderen fünf folgen einem Rhythmus, bei dem ihre Umlaufzeiten im Verhältnis 18:9:6:4:3 stehen: Während der vom Stern [TOI-178] aus gesehen zweite Planet 18 Umläufe vollzieht, absolviert sein äußerer Nachbar neun Umläufe...
wissenschaft.de 26.1.2021

Musikalisch gesehen wären die Intervallschritte abwärts Oktave, Quinte, Quinte, Quarte. Das erinnert an Johannes Keplers Gedanken einer Weltenharmonie und Paul Hindemiths Kepler-Sinfonie „Harmonie der Welt“, deren Eingangsfanfare und Passacaglia (20:12) ähnliche Zahlenverhältnisse verwenden. Dagegen hält man heute die Bode-Titiussche Reihe unseres Planetensystems eher für ein Zufallsprodukt. Dafür bietet die Elektronenhülle der Atome eine, wenn auch kompliziertere Harmonie.

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Sigmar Salzburg
23.01.2021 06.37
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Empfehlung: Interview mit Karin Mölling in der NZZ

Die Neue Zürcher Zeitung brachte vor zwei Monaten ein Interview mit der Virologin Karin Mölling, em. Professorin der Universität Zürich, in der sie ihre Sicht der derzeitigen Virus-Epidemie darstellte. Sie ist optimistischer als vor acht Jahren bei Alexander Kluge, als sie sagte:„Die Viren, die helfen auch bei der Überbevölkerung... Die werden uns ausrotten, wenn wir zu viele sind“ – in „Die Supermacht der Viren“ (43. Minute) bei DCTP-TV. Heute meint sie zu den Corona-Viren: „Die werden uns nicht ausrotten.“ Das Wichtigste sei Abstand.

nzz.ch 23.11.2020

Im Gegensatz zum HIV-Virus, gegen das man auch nach 40 Jahren keinen Impfstoff gefunden habe, sei das neue Virus weniger veränderlich, so daß es schon mehrere gebe. Sie betonte, Viren seien schon immer Teil unserer Lebenswelt gewesen und selbst unser Genom bestehe zu fünfzig Prozent aus Viren. Nebenbei kritisierte sie Ausgangssperren und daß die Bevölkerung anfänglich zum Nähen nutzloser Masken angehalten wurde, statt ehrlich zu sagen, wir haben keine.

Inzwischen hat meine Familie auch eigene Erfahrung mit dem Virus. Unsere behinderte Tochter war in der zweiten Dezember-Hälfte infiziert, hat es aber mit leichtem Fieber und Husten überstanden. Leider kann sie sich telefonisch nicht mitteilen, und Besuche sind unterbunden. Eine Impfung soll frühestens im Herbst zugelassen werden. – Im Bekanntenkreis wurde bereits ein junger Mann geimpft. Er litt in den ersten Tagen unter starken Kopfschmerzen.
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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
22.01.2021 11.18
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Zu: Lungenfisch-Genom: Einblicke in den Landgang

(Bild: Pixabay)
Der Australische Lungenfisch ist der nächste lebende Verwandte des Menschen bei den Fischen.

wissenschaft.de 19.1.2021

Vom griechischen Philosophen Anaximander (Milet ~-610~-547) wird überliefert (n. Hippolyt¹):

τόν δὲ ἄνθρωπον ἑτέρῳ ζῴῳ γεγονέναι, τουτέστι ἰχθύι παραπλήσιον κατ' ἀρχάς.

Der Mensch sei aus einem anderen Lebewesen entstanden, das heißt einem Fisch, und sei diesem anfänglich ähnlich gewesen.

Das rührt von seiner Vermutung her, alles Leben sei im Wasser entstanden – geniale Gedanken, 2400 Jahre vor Darwin.

¹) Refutatio omnium haeresium

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Sigmar Salzburg
19.01.2021 09.03
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SPIEGEL: Forschererfolg – in Kotzdeutsch serviert

Erbgut entschlüsselt
Das Geheimnis des Lungenfischs


Wissenschaftler sprechen von einem Durchbruch in der Evolutionsforschung: Erstmals konnten sie das Erbgut des Lungenfischs entschlüsseln. Das Wesen ist ein Verwandter der ersten Tiere, die an Land gingen.

18.01.2021, 19.16 Uhr – im Video gesprochen ab min. 1:04:

„... das Genom des Lungenfischs ist mit einer Größe von über 43 Milliarden DNA-Bausteinen 14mal größer als das des Menschen... Die Forscher^innen können nun die evolutionäre Position des Lungenfischs bestätigen: Die Lunge des Lungenfischs ist von gleicher Herkunft wie die der Landtiere, einschließlich des Menschen...

spiegel.de 18.1.2021

Das Gendergestotter einiger Grünaffen begann schon vor zehn Jahren und wird im künftig amtlichen Kiezhochdeutsch zum generischen Justizministerinnen-Femininum verschliffen sein.
Fack ju Göhte!

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Sigmar Salzburg
19.01.2021 05.32
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Selbst Google merkt etwas

1 Ergebnis (0,35 Sekunden)
Meintest du: „das Innenleben von Neutronensternen“

Helium-Klumpen im Atomkern – Experiment belegt Existenz ...
www.scinexx.de › news › technik › helium-klumpen-i...

vor 5 Stunden — Das könnte bestimmte Zerfallsformen erklären, aber auch das Innenbeben von Neutronensternen, wie die Forscher im Fachmagazin „Science“ ...

[Typischer Verständnisfehler von Sprechschreibern. Gleichzeitig garantieren diese Geräte ausnahmslos die ausschließliche Verwendung der „reformierten“ Schreibweise!]

Orig. Artikel: scinexx.de 19.1. 2021 > scinexx.de 27.5.2020

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Sigmar Salzburg
12.01.2021 11.17
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Die Messerwartung

Der Quantencomputer 900 ist auf den Messerwartungswert in Gleichung (14) (hierin) bei Block 340 konfiguriert, und gibt 〈DjPj〉 zurück, der anschließend auf dem Computer 800 angewendet wird. Ein klassischer Computer 800 stellt Eingabedaten für den Quantencomputer 900 bereit, um die Simulation durchzuführen. Der Quantencomputer 900 fragt die Messergebnisse ab, um den Erwartungswert 〈DjPj〉 zu schätzen. Das Messschema*) zum Ermitteln des Erwartungswertes wird im Folgenden im Zusammenhang mit den detaillierten Reduzierungen 3 erläutert...

https://patents.google.com/patent/DE112017002971T5/de

Bei spektrum.de 6.1.2021 sind die Konsequenzen der Erkenntnisse der Quantentheorie für Physik und Philosophie aufgeführt. Die konnte man allerdings schon vor 70 Jahren in einem Artikel „25 Jahre Quantentheorie“ im „Kosmos“ lesen – außer der damals noch umstrittenen „Verschränkung“. Demokrits geniale Atom-Idee muß nun wohl weiter auf das unmeßbare Chaos eines „ganzheitlichen“ Wellensalates zurückgeführt werden.

*) Messschema wurde der Liste der sss-Greuel hinzugefügt.

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