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Sigmar Salzburg
21.11.2018 10.28
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Wieder ein Spiegel-Demagoge, ...

... der systematisch linksextreme Volksverdummung betreibt:

Widerstand gegen Uno-Migrationspakt
Wollen wir Schwerkraft? Stimmen Sie jetzt ab!
... am Artikelende zu den substanzlosen Fragen des Zeigers? Der fragt nur, ob die Regierung den Pakt verständlich beschrieben hat! Abstimmen über ihn darf man bei Spiegels nämlich nicht mehr.
Rechtspopulisten in aller Herren Länder wettern gegen den Uno-Migrationspakt...
Ein Kommentar von Arno Frank

Migration ist eine Tatsache. Etwas, das geschehen ist und noch geschieht, jetzt im Moment, das auch weiterhin geschehen wird und sich im Geschehen selbst vollzieht. Ein gegebener Umstand. Als Sachverhalt so zwingend wie die Schwerkraft, auf deren Gesetze es keinen Einfluss hat, ob man sie für gut oder schlecht hält.
Arno Frank entstammt, wie kaum anders zu erwarten, dem Schnellen Brüter „taz“ für linke Journalisten, die mit ihrem linksgrünen Sendungsbewußtsein in fast alle Zeitungsredaktionen eingesickert sind. Als wissenschaftliche Versager bemühen sie besonders gerne die Wissenschaft, um ihre allein richtige „wissenschaftliche Weltanschauung“ durchzusetzen – wie schon 1998 die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Gabriele Behler:
„So wenig wie man über Erkenntnisse von Wissenschaft eine Volksabstimmung herbeiführen kann, so wenig kann man … in Volksabstimmungen darüber entscheiden, ob Thron mit th oder nur mit t geschrieben werden soll.“ (25.9.1998)
Ebenso wie bei der Rechtschreib„reform“ wollte man den genauen Inhalt dieser „unverbindlichen Absichtserklärung“ möglichst unbemerkt an der Öffentlichkeit vorbeischleusen, um vollendete Tatsachen zu schaffen.
Nun gibt es nicht nur in Deutschland politische Kräfte, denen gerade das Irreguläre des gegenwärtigen Zustands verunsicherte Wähler zutreibt. Kräfte, denen an einer gedeihlichen Lösung des Problems, womöglich gar „zum Nutzen aller“, nicht gelegen ist.
Da sind also einigen nazihaften Deutschen die 2 Millionen „Flüchtlinge“ schon zuviel, wo doch die UNO schon vor Jahren ausgerechnet hat, daß in Deutschland noch Platz für weitere 200 Millionen wäre, die einen geradezu unermeßlichen Wohlstand – nach den Verheißungen des Migrationspaktes – herbeiführen müßten.
Es ist keine Hymne auf die Migration, sondern ein rechtlich nicht bindender, hoffentlich aber normative Kraft entfaltender Versuch, mit weltweit etwa 260 Millionen entwurzelten Menschen umzugehen.
Sonst hieß es doch immer, es seien 60 Millionen Menschen auf der Flucht, an deren legalisierender Einbürgerung unsere Regierung seit langem in unauffälliger Bescheidenheit arbeitet.
Das Papier erkennt an, was ist, nämlich Migration ein „bestimmendes Merkmal unserer globalisierten Welt“. Es geht darum, sie „zum Nutzen aller zu gestalten“, unter Minimierung von „nachteiligen Triebkräften“ in den Herkunftsländern, unter Aufrechterhaltung rechtsstaatlicher Verhältnisse in den Transitländern sowie ausdrücklicher Wahrung nationaler Souveränitäten oder sonstiger Prioritäten in den Zielländern...
Um nochmal die „Absichtserklärung“ zur Rechtschreib„reform“zu erwähnen: Auch sie war nicht rechtsverbindlich, aber dadurch, daß die Medienmafia mitgemacht hat, wurde sie Gewohnheitsrecht.
Der Uno-Migrationspakt ist kein völkerrechtlicher Vertrag. Nach Angaben der Bundesregierung erfüllt Deutschland die darin enthaltenen politischen Vorgaben ohnehin bereits grundsätzlich. ... Der Pakt enthält keine Aufnahmezusagen. Die Bundesregierung hofft hingegen darauf, dass Herkunfts- und Transitländer politisch mehr eingebunden und bewogen werden, einen größeren Beitrag bei der Reduzierung der illegalen Migration und bei der Bekämpfung von Fluchtursachen zu leisten.

spiegel.de 20.11.2018
Mitnichten erfüllt die Bundesregierungen schon alle Vorgaben: Nach dem Vertrag sind Inhaftierungen und Abschiebungen nicht erlaubt. Wer einmal da ist, den werden wir nie wieder los! Vielleicht war dabei der Gedanke, daß „Flüchtlinge“ im Pflegekrafteinsatz dann nicht mehr schlafenden Rentnern die Kehle durchschneiden müssen, um hierbleiben zu dürfen, weil in Afghanistan die Todesstrafe droht.

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Sigmar Salzburg
16.10.2018 11.34
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Stephen Hawking

Wegen seines Schicksals neigen die Journalisten gerne zu gutmenschlich und politisch korrekten Überbewertungen:

Am Dienstag erscheint das letzte Buch des verstorbenen Astrophysikers Stephen Hawking. Bei einer Presseveranstaltung zu dem Werk mit dem Titel „Brief Answers To The Big Questions“ wurde nun die vermutlich letzte Einschätzung des Wissenschaft-Stars zur Situation der Welt bekannt. Wissenschaft und Bildung seien stärker in Gefahr als je zuvor, hatte Hawking demnach kurz vor seinem Tod im März 2018 gewarnt.

In diesem Zusammenhang sprach er auch über die Wahl von US-Präsident Donald Trump und die Entscheidung der Briten aus dem Jahr 2016, aus der Europäischen Union auszutreten. Es handele sich um „eine globale Revolte gegen Experten. Und das schließt Wissenschaftler ein“, so Hawking.
Gerade diese Beispiele sind unsinnig. Dann wäre der Volksentscheid gegen die Rechtschreib„reform“ ja auch eine „Revolte gegen die Experten“ und „die Wissenschaft“ gewesen, wie uns die SPD-KMK-Präsidentin Gabriele Behler 1998 weismachen wollte.

Die Beurteilung, ob die Kampfdrohne Hillary nicht doch vielleicht zu Recht verschmäht wurde, sollten wir den Amerikanern überlassen und nicht Leuten wie ihrem Wahlkampfhelfer Ralf Stegner – und auch nicht Hawking.

Interessant wäre, ob Hawking in seinem Buch das durch die islamische Invasion neu aufgeheizte Religiotentum gegen Vernunft und Wissenschaft erkannt hat. In anderen Dingen hat er zweifellos mehr als recht:
In diesem Zusammenhang verwies er auf die Herausforderungen und Gefahren der kommenden Jahre und Jahrzehnte: Die Erderwärmung, das Bevölkerungswachstum, das Artensterben, die Abholzung von Wäldern und die Schädigung der Ozeane...

Hawking war am 14. März 2018 im Alter von 76 Jahren gestorben. Bereits zu Lebzeiten hatte er immer wieder düstere Prognosen abgegeben. Im Mai 2017 gab er der Menschheit noch 100 Jahre auf der Erde.
Haltlose Phantasterei ist dagegen sein Vorschlag:
Damals empfahl er als Ausweg, fremde Himmelskörper zu besiedeln.
Auch in 500 Jahren werden wir keinen genügend nahen bewohnbaren Planeten im All gefunden haben, geschweige denn eine sinnvolle Auswanderung zu ihm hin organisieren können. Der liebevolle Umgang mit unserer Erde wäre deutlich vernünftiger.
Im Juni wurde Hawkings Asche in der Westminster Abbey beigesetzt, zwischen den Gräbern von Charles Darwin und Isaac Newton. Hawking gilt als der größte Wissenschaftler unserer Zeit und der letzte Popstar der Wissenschaft.
spiegel.de 16.10.2018
Größenvergleiche sind immer fragwürdig. Auf die bekannteste Idee, die vielleicht nicht einmal nachweisbare „Hawking-Strahlung“ *), hätten auch schlichtere Wissenschaftler kommen können.

*) ... aus dem Bereich des Schwarzschild-Radius eines Schwarzen Loches durch die schwerkraftbedingt bleibende Dissoziation der Quantenfluktuationen.

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Sigmar Salzburg
16.09.2018 06.27
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Menschenfischer im Unrecht

Der oberste Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen hat nach seinem Gewissen entschieden, der Bundeskanzlerin öffentlich zu widersprechen, als sie begann, die linke Propaganda von den „Menschenjagden“ in Chemnitz zu verbreiten. Ein dezenter Hinweis wäre in der Regierung unbeachtet versickert. Jetzt will die linke SPD unter der „genuin dummenAndrea Nahles seinen Kopf. Schützenhilfe erhält sie von einem Wichtigtuer, der einmal Richter am Bundesgerichtshof war, von dem sich die linke „Zeit“ trennte, und der jetzt beim „Spiegel“ weitermacht. Wir wissen ja: Juristen können alles:

Hetzjagd, Migration und Maaßen
Offenkundig außer Kontrolle

Der Wortstreit um die Hetzjagd in Chemnitz ist ein sensationeller kommunikativer Erfolg der rechtsradikal-nationalsozialistischen Minderheit*) und eine deprimierende kommunikative Insolvenz des von ihr bekämpften „Systems“ .


Eine Kolumne von Thomas Fischer

... Der Leiter einer Bundesbehörde, dem erst einfällt, die Bundeskanzlerin solle das Ausmaß rechtsradikaler Gewalt nicht übertreiben, und in der Folge dann nur die Beteuerung seiner eigenen Großartigkeit, ist offenkundig außer Kontrolle. Die Sprachkenntnisse und die Garderobe und die Examensnote von Herrn M. sind an dieser Stelle gleichgültig. Wichtig ist allein, dass er objektiv das Geschäft der Verfassungs- und Menschenfeinde betreibt und den über alle Maßen schwachen Minister, der sein Dienstvorgesetzter ist, durch die Manege führen darf zur Belustigung von Höcke und Gauland.

spiegel.de 14.9.2018
Der markierte Satz ist so eine unglaubliche Unverschämtheit, daß der Verdacht aufkommt, Fischer könnte als Richter eine völlige Fehlbesetzung gewesen sein. Er scheint einer neutralen Rechts- und Gerechtigkeitsfindung überhaupt nicht fähig zu sein. Es ist ihm ja auch vorgeworfen worden, in seiner folgenden publizistischen Tätigkeit die gebotene Mäßigung mißachtet zu haben. Wie zu erwarten, sind die schlicht- und linksgestrickten Spiegelleser begeistert. Er antwortet ihnen auch – mit bildungsprotziger Ausführlichkeit und ungebildet spaltungsdeutschem „so_genannt“.

*) Nein, es war der Erfolg der „Antifa Zeckenbiss“!

Nachtrag: Letzte Einschätzung zum beurteilten Anlaß
am 17.9. durch Dr. Curio, MdB:
https://youtu.be/cYANtYnxqgI

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Sigmar Salzburg
29.08.2018 04.44
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Spiegel- Schreiber Severin Weiland, ...

... taz-Absolvent und SpONs anti-völkischer Beobachter, wittert verdächtige Satzstellungen:

Dass sich AfD-Politiker den rechten Demonstrationen in der sächsischen Stadt verbunden fühlen, überrascht nicht. Mitunter greift mancher dabei zum Vokabular der Völkischen. Der AfD-Parlamentarier im Abgeordnetenhaus von Berlin, Thorsten Weiß, schreibt etwa: "Des Volkes Zorn bricht sich Bahn."
So etwas durfte doch nur die WELT vor der „Reformation“ über ganz ferne Länder schreiben:
Des Volkes Zorn trifft Mahathir
Malaysier fordern seinen Rücktritt – Ex-Vizepremier Anwar verhaftet
Am Schluß geschieht Unfaßbares – Weiland zitiert Björn Höcke in seiner bewährten deutschen Rechtschreibung:
... das angebliche Verschweigen der Medien gehört seit langem zum Standardrepertoire der AfD-PR. Ähnlich argumentiert denn auch der Thüringer Landes- und Fraktionschef Höcke, der Schlagzeilen von „Bild“, „Welt“ und SPIEGEL ONLINE über rechte Demonstrationen präsentiert und dazu schreibt:

„Man muß nur einmal vergleichen, wieviel Raum die Medien dem traurigen Anlaß und den Berichten über die Reaktionen einräumen.“

spiegel.de 28.8.2018
Nicht einmal die Texte des Althistorikers Christian Meier durften im „Spiegel“ traditionell erscheinen. Jetzt vertraut man wohl darauf, daß die verbildete Nation die gute alte Rechtschreibung schon als abschreckend „völkisch“ empfindet.

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Sigmar Salzburg
04.08.2018 07.40
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Lobotomie

Der SPON-Kolumnist Sascha Lobo mit seiner infantilen Wiedehopffrisur auf sorgfältig geschabter Glatze will seine Leser über „Rechts“-Sprache aufklären und garniert seinen Artikel mit dem Bild einer „rechten Glatze“ von hinten – nur ohne Wiedehopf-Auswuchs.

Hier nur einige ausgewählte Definitionen:

Sprachkritik Deutsch-Rechts/Rechts-Deutsch

Rechte und Rechtsextreme schreiben mit Zorn und Eifer das Internet voll – doch ungeübten Lesern könnte es schwerfallen, sie auch zu verstehen. Unser Kolumnist erklärt die wichtigsten Vokabeln.


Eine Kolumne von Sascha Lobo
[Bild] Neonazi bei einer Demonstration
Mittwoch, 01.08.2018 15:37 Uhr

Merkel
In der netzbasierten Subkultur der Rechten und Rechtsextremen steht Merkel für den Teufel. Sie ist zwar an allem Schuld, aber zugleich in quasigöttlicher Weise der Grund für die Existenz und das Erstarken der Rechten. Deshalb enden deren Stoßgebete meist mit „Danke Merkel!“, dem Amen der Rechten.

Linksextrem
Als linksextrem gilt man für Rechte, wenn man Anhänger der bekannten linksextremen Kampfschrift „Grundgesetz“ ist.
Nein, als linksextrem gilt auch für rechte Normalmenschen, wer Bürgerkriege wie in Frankfurt und Hamburg organisiert, das als ein Recht herausstellt oder zugelassene Parteien und ihre Vertreter mit Gewalt und Erpressung an der Wahrnehmung ihrer grundgesetzlichen Rechte hindert.
Fachkräfte
Als Fachkräfte werden Nichtweiße bezeichnet, meist im Kontext von Berichterstattung über Kriminalität. Sarkasmus und die schlichteste Form der Ironie, die Gegenteilformulierung, gehören essenziell zur rechten Sprache. Entsprechend wird hier die Formulierung verballhornt, dass Zuwanderung in Deutschland gebraucht wird, um den Fachkräftemangel auszugleichen. Ähnlich funktioniert „Kulturbereicherer“.
Zitat aus Süddeutsche Zeitung 12.10.14: „Das Auswärtige Amt plant eine grundsätzliche Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik. Anstatt Menschen in Not lebensgefährliche Überfahrten auf dem Mittelmeer zuzumuten, fordern Experten legale Wege, um Fachkräfte aus Afrika und dem Nahen Osten zu gewinnen.“

Es ist keine „rechte Sprache“, wenn der offensichtliche Volksverdummungswille der Regierenden an der Wirklichkeit gemessen und durch Betonung des mißbrauchten Wortes herausgestellt wird. Die vereinigte EU-Leyen-Marine hat nun schon 50000 „Fachkräfte“ aus Schlauchbooten „gerettet“. Es geht aufwärts mit Europa.
Goldstücke
Ebenso schlicht ironisch abwertend für Nichtweiße verwendet, meist wenn Zuwanderer im Verdacht stehen, Verbrechen verübt zu haben. Basiert wahrscheinlich auf einem verdrehten Martin-Schulz-Ausspruch von Sommer 2016: „Was die Flüchtlinge zu uns bringen, ist wertvoller als Gold.… Es ist der unbeirrbare Glaube an den Traum von Europa.“ Daraus wurde erst „Flüchtlinge sind wertvoller als Gold“ und dann Flüchtlinge als Goldstücke. Diese Form von rechtem Sarkasmus dient der Selbsterregung, weil sich eine ständige kognitive Dissonanz ergibt, die die eigene Wut viel länger trägt als echte Schimpfworte.

spiegel.de 7.8.2018
Auch der Europa-Schwafler Schulz will vorsätzlich die Deutschen übertölpeln: Das schwarze Prekariat der erfolglosen Jungmänner in ihren Failed States hat keinen „Traum von Europa“, sondern weiß nur von den sagenhaften Sozialleistungen, den „leicht fickbaren“ Frauen und daß die Zukunft Europas afrikanisch und/oder moslemisch sein wird.

Weiteres von Lobos Lobotomie ersparen wir uns. Oft haben wir zu den inkriminierten Wörtern schon genug gesagt, man muß (hier verlinkt) nur suchen ...
Lügenpresse
Umvolkung (Großer Austausch)
Political Correctness
Gutmenschen
Grenzöffnung

[besser: versäumte Grenzschließung, s. Robin Alexander]
Aus dem „Spiegel“, dem einstigen „Sturmgeschütz der Demokratie“, ist eine „Spritzpistole der linken ArschlOchlokratie“ geworden.

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Sigmar Salzburg
03.08.2018 08.53
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Auch „Spiegel“ verschweigt den Volksentscheid S-H, ...

... erwähnt ihn nur unter einem Foto und täuscht über den Dolchstoß gegen den Widerstand im eigenen Hause hinweg.

Rechtschreibreform 1998

Dann schreib doch, wie du willst
Als vor 20 Jahren die Rechtschreibung umgepflügt wurde, wehrten sich Eltern und Lehrer, Schriftsteller und Journalisten. Ein regelrechter Kulturkampf – viele pfiffen in „zivilem Ungehorsam“ auf den Neuschrieb.


Von Norbert F. Pötzl [bis 2013 Spiegel-Redakteur]

[Bild: Verkehrsschild mit Aufschrift „Reisverschluss“] Fotos

Mittwoch, 01.08.2018 15:58 Uhr

Die Empörung war enorm, der Widerstand ebenso. Profis wie Laien forderten, eine von oben herab verordnete Reform zu stoppen, die sie für so absurd wie unnötig hielten. Eine Bewegung wie ein paar Jahre zuvor gegen die Volkszählung machte gegen neue Rechtschreibregeln mobil. Meinungsumfragen ergaben stets breite Mehrheiten dagegen. Eltern, Lehrer und Schüler liefen Sturm, einige zogen sogar vor Verwaltungsgerichte, die teils für, teils gegen die Kläger entschieden.

Mehr als 100 deutsche Intellektuelle verurteilten die geplanten Schreib-Vorschriften in einer „Frankfurter Erklärung“ zur Buchmesse 1996. Diesem „Amtsfetisch“ einiger „Sesselfurzer“ sollten sich die Schriftsteller nicht beugen müssen, wetterte Hans Magnus Enzensberger. Günter Grass verfügte, dass seine Werke auch künftig nach traditionellen Regeln gedruckt werden. Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki nannte den Neuschrieb „unzweifelhaft eine Katastrophe“.

Letztlich half alles nichts. Am 1. August 1998 wurde die „neue Rechtschreibung“ für Schulen und Amtsstuben verbindlich. Das Bundesverfassungsgericht ebnete kurz zuvor den Weg, indem es eine Verfassungsbeschwerde Lübecker Eltern zurückwies: Für die neue Rechtschreibung sei kein Gesetz vonnöten, es genüge ein kultusministerieller Erlass.

Die Spracheiferer der Nazizeit

Damit war der Kulturkampf aber noch keineswegs beendet. Im Gegenteil: Jetzt ging es erst richtig los. Und selten fanden Profi-Sprachforscher wie auch Hobby-Besserwisser so viel Aufmerksamkeit wie in dieser langen Debatte, die noch deutlich hitziger verlief als etwa der Streit um die Einführung der Mengenlehre oder des Sexualkundeunterrichts in den Siebzigerjahren.

Erste Reformpläne gab es, genau genommen, schon 1944. Mitten im Krieg wollte Bernhard Rust, nationalsozialistischer Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, etliche Änderungen an der seit 1901 gültigen Orthografie durchsetzen; sie basierte auf dem „Vollständigen Wörterbuch der deutschen Sprache“, das der Gymnasiallehrer Konrad Duden 1880 veröffentlicht hatte.

Rust ließ eine Liste von teils rigorosen Vorschlägen erstellen:

• Großbuchstaben sollte es nur noch bei Eigennamen und am Satzanfang geben.
• Fremdwörter sollten generell eingedeutscht werden – wie zum Beispiel fosfor oder schofför.
• Dehnungsbuchstaben sollten entfallen – das bot, der kan, di libe.
• Ein f sollte generell das v ersetzen – das fi, der frefel.
• Statt ai sollte es nur noch ei geben – keiser.

Hitler stoppte das Vorhaben, weil eine Rechtschreibreform alles andere als kriegswichtig sei.

Später nahmen Reformer, etliche dieselben wie einst im „Dritten Reich“, einen neuen Anlauf. 1954 übergaben Sachverständige einer „Arbeitsgemeinschaft für Sprachpflege“ den westdeutschen Kultusministern einen Katalog an Empfehlungen, die bis auf wenige Retuschen denen von NS-Minister Rust glichen.

1980 wurde ein „Internationaler Arbeitskreis für Rechtschreibreform“ von Germanisten aus der Bundesrepublik, der DDR, der Schweiz und Österreich gegründet und trieb die Bemühungen wieder voran. Sieben Jahre später beauftragte die Kultusministerkonferenz das Institut für deutsche Sprache in Mannheim, ein neues Regelwerk zu entwerfen. Die Öffentlichkeit quittierte die 1988 vorgelegten Vorschläge mit Hohn – man feixte vor allem über den Keiser im Bot. Freilich war nur wenigen bewusst, dass eben solche radikalen Änderungen schon linguistische Eiferer der Nazizeit angestrebt hatten.
Was wurde nicht gegen den Althistoriker Prof. Christian Meier gegiftet, als er es wagte, die Wurzeln der „Reform“ in der Nazizeit zu verorten! – Das folgende Bekannte ist einigermaßen objektiv beschrieben, mit einer „kleinen Ungenauigkeit“:
Im Jahr 2000 kehrte die „FAZ“ zur „bewährten Rechtschreibung“ zurück. Im August 2004 schlossen sich der SPIEGEL [nur verbal, denn Stefan Austs Vorhaben wurde vom Spiegelkollektiv boykottiert!] und die Zeitungen des Axel-Springer-Verlags dem „Akt des zivilen Ungehorsams“ (so der damalige SPIEGEL-Chefredakteur Stefan Aust) an: Die Reform sei eine „zwangsneurotische Bürokratenlösung“.
[...]
... um die Reform zu retten, wurde 2004 der „Rat für deutsche Rechtschreibung“ gegründet. Vorsitzender war der langjährige Kultus- und Wissenschaftsminister Zehetmair, der an der Reform mitgewirkt hatte und nun mit seinen Kollegen Korrekturen vornahm. „Von den rund 10.000 reformierten Duden-Einträgen“, rechnete der Erlanger Germanistikprofessor und Reformgegner Theodor Ickler nach, „wurden etwa 4000 nochmals geändert.“

Der SPIEGEL folge „den bisherigen Ergebnissen der Zehetmair-Kommission, insbesondere den Änderungen in der Getrennt- und Zusammenschreibung“, verkündete Chefredakteur Aust. „Sie sind eine Rückkehr zur Vernunft.“

Ex-Minister Zehetmair zeigte sich überraschend reumütig. In einem Interview bekannte er 2003: „Wir hätten die Rechtschreibreform nicht machen sollen.“

spiegel.de 1.8.2018
In Schleswig-Holstein gelang der Volksentscheid gegen die „Reform“, weil er zusammen mit der Bundestagswahl stattfand und er von allen Hürden der Bundesländer eine der niedrigsten zu überwinden hatte – im Gegensatz zu Niedersachsen, wo sie höher waren und der Erfolg durch die perfide Nichtanerkennung von 100000 Unterschriften endgültig torpediert wurde. Dennoch wurden die Hürden in Schleswig-Holstein mit der Verfassungsreform noch einmal gesenkt, weil anders das Volk kaum an Volksentscheide käme.

1998 sammelte die Bürgerinitiative „WIR gegen die Rechtschreibreform“ im Volksbegehren die in Schleswig-Holstein nötigen 110000 Unterschriften zur Einleitung eines Volksentscheids. Sie gewann damals die Zustimmung von 885511 Bürgern oder 56,4 Prozent der gültigen Stimmen für ihr Gesetz zur Abwehr der Schreibreform-Indoktrination an den Schulen. Dies wurde allerdings nach nur einem Jahr durch die dummdreisten Parlamentarier annulliert. Trotzdem schlug den Übeltätern wohl das Gewissen, denn sie bestimmten kurze Zeit nach diesem Schurkenstreich, daß Volksentscheide künftig erst nach zwei Jahren angegriffen werden dürften.

In der neuen Verfassung von 2014 wurde dann das Quorum für ein Volksbegehren auf 80000 Unterschriften und die erforderliche Mindestzustimmung von 25 Prozent der Wahlberechtigten auf 15 Prozent gesenkt. (Daran kann man ermessen, wie demokratiefeindlich die Hürden in den Ländern der gescheiterten Volksbegehren wie Niedersachen, Bremen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern waren und teilweise noch sind.)

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Sigmar Salzburg
28.04.2018 23.14
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Widerwärtige h-Amputation am „Rauhen“ ...

... Das folgende verwandte „Rohe“ darf dagegen sein „h“ behalten. Die Verstümmelung des „Rauhen“ ist ein Sprachverbrechen:

Politisches Klima durch AfD
„Antisemitismus ist unverhohlener geworden“

Der Kampf gegen den Antisemitismus hält der neue Bundesbeauftragte für eine zentrale Aufgabe. Er wirft der AfD vor, das politische Klima rauer gemacht und den Erinnerungskonsens aufgekündigt zu haben.
Widerwärtig ist auch Kleins Verleumdung der AfD in Kumpanei mit den Deutschlandabschaffer-Parteien. Diese haben bis jetzt an die 8 Millionen Moslems importiert.
Samstag, 28.04.2018 13:17 Uhr
Bei der Erinnerung an die Ermordung der Juden in Nazi-Deutschland steht die AfD nach Einschätzung des neuen Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein, abseits. „Der Antisemitismus ist schon unverhohlener geworden“, sagte Klein. Dies habe wohl auch damit zu tun, dass das politische Klima insgesamt roher geworden sei. „Die AfD hat dazu beigetragen“, führte Klein aus.
Kein Wunder, manche Schulklassen weisen schon moslemische Mehrheiten von 80 bis 100 Prozent auf – ein Hinweis auf die uns bevorstehende Zukunft. In deren Religion ist Judenfeindschaft und Ungläubigenhaß gottgewollte Pflicht – eine Frechheit, das der AfD anzulasten. Die AfD sorgt sich daher zu Recht um den Fortbestand Deutschlands, anders als Herr Klein es zu verdrehen beliebt:
Ein Beispiel dafür sei die Erinnerungspolitik. „Wenn Björn Höcke von der AfD eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad fordert, dann kündigt diese Partei den breiten Konsens auf, den es bisher über die Parteigrenzen hinweg in dieser Frage gab“, fügte Klein hinzu. Eine große Herausforderung werde es für ihn sein, dem „Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft“ entgegenzutreten.
Immerhin sieht Klein die AfD in der Mitte der Gesellschaft. Die Kleinsche Haßorgie gegen die AfD umfaßt im „Spiegel“ 220 Wörter, während das eigentliche Problem, der islamische Judenhaß mit 48 Wörtern beiläufig bei Gruppen verortet wird, die teilweise noch gar nicht eingetroffen sind:
Die Flüchtlinge seien, was den Antisemitismus angehe, ein weiteres Problemfeld, betont Klein...
spiegel.de 28.4.2018
Und weil der „Spiegel“, dessen Gründer das Wort vom „Denkmal der Schande“ erfunden hat, unparteisch erscheinen will, haut der Schreibrevoluzzer des Jahres 2000, Borcholte, auch ein wenig gegen den linken Antizionismus, um dann doch wieder rechts zu landen:
[Bertelsmann-Studie:] 58 Prozent sehnten sich nach einem „Schlussstrich“. Gleichzeitig gaben 48 Prozent an, eine schlechte Meinung über Israel zu haben. Beide Zahlen stehen in direktem Zusammenhang, denn um sich des Holocaust-Schuldkomplexes zu entledigen, kommt der sogenannte Antizionismus, also die Kritik an einem jüdischen Nationalstaat, gerade Recht.
spiegel.de 28.4.2018
Die Blindheit des auch genannten Judenfunktionärs Schuster kann man nur als tragisch bezeichnen.

PS.: Ich bin nicht Mitglied der AfD.

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Sigmar Salzburg
11.04.2018 07.40
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Identitäre Aktivistin Caroline Sommerfeld

Auf rechts gedreht

Die Philosophin Caroline Sommerfeld gilt als Ikone der „Neuen Rechten“ und ist seit 20 Jahren mit einem prominenten Linken verheiratet. Wie kann das funktionieren? Eine Begegnung.


Von Hasnain Kazim, Wien

Dienstag, 10.04.2018 20:29 Uhr

Will man als Journalist Caroline Sommerfeld treffen, sind ihr zwei Dinge wichtig: Sie wolle den Text vor der Veröffentlichung lesen, auch die Bildunterzeilen, fordert sie per E-Mail. In der Vergangenheit sei ihr „Häßliches“ widerfahren, Sommerfeld nutzt noch die alte Rechtschreibung. Man habe sie schon als „Rechtsextreme“ und als „Nazischlampe“ bezeichnet.

spiegel.de 10.4.2018

Ungewöhnlich: Ein Spiegelschreiber erwähnt, daß es noch Leute gibt, die bewußt die von den Kultusministern und Medien mutwillig gegen den Volkswillen ausgeknipste deutsche Kulturrechtschreibung verwenden.

Die schnelle Wikipedia-Stasi hat anderes „Wichtigeres“ aus dem Artikel 189 Minuten später schon archiviert.

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Sigmar Salzburg
03.04.2018 17.50
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„Groß oder Klein” ...

... ist durchaus die Frage bei Spiegel Online- und „bento“-Lesern: Spiegels Infantil-Ableger bringt seinen Lesern nicht nur Analverkehrsregeln, sondern Analphabeten auch Schreibregeln bei. Es scheint nötig zu sein (ein Spon-Leser):

thorsten.munder 31.03.2018, 08:57
Soooo zum Lachen war der Film nicht, die dargestellten Personen wurden Karikiert also Lächerlich gemacht weil diese in der Realität damals mit Sicherheit auch so rüberkamen aber das was Gezeigt wurde war gar nicht Lustig. Alle Besserwisserischen Schreiberlinge sollten mal daran Denken das das Gezeigte auch Tatsächlich passiert ist , ob das dann so Lustig war also ich weiß nicht!
Bei „bento“ benutzt man zusätzlich zur hypertrophen Großschreibung der „Reform“ auch noch den Fettdruck zur Hervorhebung wichtiger Wörter – sozusagen Leichte Sprache nach „bento“:
Future
Beherrschst du Groß- und Kleinschreibung?
oder Eher niCht?
Dieser Moment, wenn man eine wichtige E-Mail schreibt – und auf einmal an der Groß- und Kleinschreibung einfacher Formulierungen verzweifelt. Manchmal sehen einfach mehrere Optionen richtig aus, da können selbst die absoluten Grammatik-Fans unter uns ins Grübeln kommen.

Hab ich Recht oder hab ich recht?
Beides ist richtig. Die vom Duden empfohlene Schreibung ist „recht haben“, jedoch kann man es alternativ auch groß schreiben.
[siehe hier]

Ich war vorgestern ... beim Sport
Nach der neuen Rechtschreibreform lautet die richtige Schreibweise „vorgestern Abend“.
[Reformquatsch: „gestern früh“ zeigt, daß „abend“ hier nicht dinglich gemeint ist.]
[...]
Das 14-... Mädchen kann sehr gut Fußball spielen
In diesem Fall gilt die Kleinschreibung, da es sich um ein Suffix handelt. Bei einer Substantivierung gälte jedoch die Großschreibung: „Eine 14-Jährige“.
[Reformquatsch: „Jährige“ gibt es nicht.]
[...]
bento 2.4.2018
Aber „bento” und Spon kümmern sich nicht nur um Analisten und Analfapeten, sondern auch um andere (Ex?-) Arschlöcher, sofern sie nützlich gegen die AfD sind. Einer hat begriffen, daß es einträglicher ist, die staatlichen Gelder gegen „Rechts“ abzugreifen, als sich von Antifa-Bürgerkriegern zusammenschlagen zu lassen.
Gerechtigkeit
Ein Ex-Neonazi verrät die Strategie der neuen Rechten und der AfD

Auf den ersten Blick fällt es mir schwer, zu glauben, dass Christian einmal einer der führenden Köpfe der „Autonomen Nationalisten“ war: Er trägt eine Schirmmütze und ein langärmliges T-Shirt, das die Nazi-Tattoos auf seinen Armen versteckt...
Er spricht mit ruhiger Stimme, aber sobald es um das Thema „neue Rechte“ geht, kann er sich nicht bremsen, die Worte sprudeln aus ihm heraus. Trotzdem bleibt seine Sprache stets präzise, als wolle er sicher gehen, dass er nicht falsch verstanden werden kann. Auf das generische Maskulinum verzichtet er konsequent, spricht stattdessen stets von „Bürgerinnen und Bürgern“...

Christian Ernst Weißgerber war ganz tief drin in der rechtsradikalen Szene. Im Alter von 14 bis 18 war er selbst überzeugter Neonazi, Mitglied in einer Neonazi-Band und von 2007 bis 2011 sogar einer der führenden Köpfe der „Autonomen Nationalisten“ in West- und Südthüringen. Dann stieg er aus, studierte Philosophie und Kulturwissenschaften. Heute klärt er als Bildungsreferent über Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus auf. [...]
bento.de 1.4.2018
Mit seiner Neonazi-Vergangenheit hätte er auch keine Chance bei der AfD. – Henryk M. Broder meinte kürzlich: »Die „taz“ ist und bleibt der kleine „Stürmer“« (Hetzblatt der Nazizeit). Das kann man ohne weiteres auf Spon und noch mehr auf „bento“ ausdehnen.

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Sigmar Salzburg
13.03.2018 18.18
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Johanna Wanka

Die Unbejubelte

Die scheidende Bildungsministerin Johanna Wanka hat in den vergangenen fünf Jahren keinen schlechten Job gemacht. Trotzdem ist ihr Abschied glanzlos...


Zu ihren Stärken gehörte es jedoch auch, eigene Fehleinschätzungen korrigieren zu können und dann auch dazu zu stehen – keine Selbstverständlichkeit im Politikbetrieb.

2005 etwa kämpfte Johanna Wanka als Präsidentin der Kultusministerkonferenz für die umstrittene Rechtschreibreform. Ein paar Monate später gab sie im SPIEGEL zu: „Die Kultusminister wissen längst, dass die Rechtschreibreform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden.“

spiegel.de 13.3.2018

Dieses eher versehentlich ausgeplauderte Bekenntnis ist von den – inzwischen meist still ihre unverdiente Pension verzehrenden – mindestens 63 verantwortlichen Kultusministern und Ministerpräsidenten nie wiederholt worden, Zehetmair ausgenommen.

Sie würden sich lieber die Zunge abbeißen als zuzugeben, daß sie hier aus Unfähigkeit und Ideologie sinnlos ein Stück Deutschland demontiert haben.

Leider wiederholt sich das nun zwanzig Jahre später noch einmal auf höherer Ebene. Jetzt geht es nicht mehr um die Verdrängung und Abschaffung der bewährten deutschen Rechtschreibung, sondern um die Verdrängung und Abschaffung der Deutschen selber.

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Sigmar Salzburg
01.03.2018 04.56
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Spiegel-Ableger „bento“

Spiegels Twenteenie-Magazin „bento“ für Analfabeten und Analfappetting, für Fisten und Salafisten, bringt für seine Bildungsreform- und Kiezdeutsch-Opfer „Fremdwörter“:

Es gibt eine Kategorie von Begriffen, die trägt ihr Schicksal im Namen: Fremdwörter. Vielen sind sie eher fremd... Mithilfe unserer Quiz-Reihe zu Fremdwörtern kannst du fremde Wörter zu Freunden machen oder dein Wissen unter Beweis stellen.

Weißt du, was diese Fremdwörter bedeuten?
Zwischendurch wird (von meinem Brauser?) Individual-Reklame eingeblendet – für mich maßgeschneidert. Die wissen, was ich aus unterschiedlichem Interesse zuletzt angeklickt habe.
Reminiszenz, Lapsus, Aversion, Zölibat, Ambiguität, Tirade, Chuzpe, Fertilität,

[Wachter – Relativistische Quantenmechanik (Bessel-Lösungen der Klein-Gordon-Gleichung),
Neufert Bauentwurfslehre (Fachwort „Pißstand“ immer noch mit ß?)
]

Hommage, Eremit,

[MyHeritage DNA-Test (Mit dem Programm, nicht dem Test, arbeite ich des öfteren)]

Symbiose

bento.de 28,2,2018
Im Artikel davor sehe ich gerade die Agitation einer Kathrin Weßling:
[Bild: Demonstranten, Stinkefinger]

Ich bin wütend auf die AfD – und will, dass ihr es auch seid!
Wir müssen reden. Über die Rede von Cem Özdemir. Über diesen Wutanfall des Grünen-Politikers gegen die AfD.... Ich bin wütend, weil ich nicht glauben kann, dass ein Scheißverein wie die AfD Dinge sagen kann, von denen ich dachte, dass sie nie wieder auch nur in den Köpfen von Menschen stecken sollten. Ich bin wütend, weil ich nicht verstehen kann, wie eine solche Partei Zulauf hat...
Özdemir hatte nach dem AfD-Tadelsantrag gegen den mit Waffenlieferungen freigekauften Deniz Yücel (Tadel wg. rassistischer Pamphlete gegen Deutsche wie „Völkersterben von seiner schönsten Seite“) die AfD pauschal als Rassisten bezeichnet.
Es ist an der Zeit, wie Cem Özdemir Stellung zu beziehen und sich zu wehren....Worte und Sprache sind das, was wir haben, die mächtigsten Werkzeuge einer zivilisierten Gesellschaft. Es ist Zeit, sie genau dafür einzusetzen.
bento.de 28.2.2018
Björn Höcke hatte mit dieser Sache nichts tun – eine Diskussion gibt es nicht, dafür eine Abstimmung per Zeiger:
Sollte die AfD Björn Höcke aus der Partei ausschließen?
Ja, Höcke ist nicht tragbar
Nein, ein Ausschluss wäre falsch
Das System meldete gestern abend „16.015 User haben abgestimmt“, Ja 60 Prozent, Nein 32 Prozent.

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Sigmar Salzburg
25.09.2017 04.18
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Die Spiegel-Fechter

SPIEGEL online hatte seine gesamten linken Schreiberlinge aufgeboten, um den Einzug der AfD in den Bundestag doch noch zu verhindern. Auch der „Kultur“-Redakteur Andreas Borcholte, der vor 17 Jahren das ungemein gehässige Pamphlet gegen die Rückkehr der FAZ zur traditionellen Kulturrechtschreibung abgesondert hatte, ist natürlich dabei:

In einer Demokratie ist jeder Aktivist und Bestimmer, aber niemand ein Opfer. Außer denen, die auf jene Lügen, Täuschungen und Verschwiemelungen hereinfallen, mit denen die AfD davon ablenken will, dass ihre führenden Politiker völkisches, nationalistisches und fremdenfeindliches Gedankengut vertreten und propagieren.

Wer das weiß und realisiert hat, aber trotzdem seine Stimme der AfD gibt, der steht nicht in der Mitte der Gesellschaft, der stellt sich ganz weit nach draußen in ein kaltes Abseits der Zivilgesellschaft. Rechtsextremismus, Rassismus und nationalstolzer Isolationismus, das ist eben keine Alternative für ein modernes und sich seiner geschichtlichen Verantwortung bewusstes Deutschland...

Was auch immer Sie tun, es kann (und wird) relevant dafür sein, wie groß die negative, zerstörerische und rückwärtsgewandte Macht der AfD sein wird. „Trau Dich, Deutschland“, steht auf den Plakaten dieser Protestpartei, die damit Aufbruch suggeriert, aber Rückzug meint: In Angst, Misstrauen, Skepsis, Bunkermentalität und eine kaltherzige Jeder-ist-sich-selbst-der-Nächste-Mentalität...

spiegel.de 23.9.2017
Es ist zwar Borcholte, Augstein, Stöcker, Diez & Co. nicht gelungen, die AfD vom Reichstag fernzuhalten, aber ihr verlogenes „Nazi“-Geschrei hat doch bewirkt, daß etliche verunsicherte Wähler nun zu 10 Prozent die schon abgehalfterte, nichtsnutzige FDP wieder exhumiert haben. Deren Kleindarsteller Lindner hatte plötzlich auch AfD-Punkte im Angebot.

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Sigmar Salzburg
07.07.2017 07.51
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Die zu „Aktivisten“ veredelten Chaoten und Bürgerkrieger ...

... haben Spiegel-Onlines Aktivierungswünsche aufs schönste erfüllt:

Traut euch!
Radikal denken, entschlossen handeln – nur so ist die Welt noch zu retten.

#Ein Demo-Aufruf zum G20-Gipfel.
[Spiegel-Titel]
tichyseinblick.de 2.7.2017
SPON kennt keine Demonstranten mehr, SPON kennt nur noch „Aktivisten“:
+++ G20-Newsblog +++
FC St. Pauli bietet Aktivisten 200 Schlafplätze
Laut Bundespolizei Nord haben die Aktivisten aus dem Sonderzug den Hauptbahnhof „ohne Vorkommnisse“ verlassen.

#NoG20-Sonderzug mit 700 Aktivisten aus der Schweiz in #Hamburg eingetroffen. 30 weitere durften nicht einreisen. #G20 #ZuG20 #G20HAM

Offenbar wollen die Aktivisten weiter in ein Camp ziehen. Vermutlich nach Altona, wie einige Aktivisten sagten.

Der Zug war am Mittwochabend in der Schweiz gestartet – mit diversen Stopps, um weitere Aktivisten einzuladen.

Einige Aktivisten haben vor Ort gezeltet, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Reporter Maximilian Holscher .

spiegel.de 6.7.2017
Und schon hört man, daß die falsche Fuffzigerin Ulla Jelpke (Die Linke) den Polizisten die Schuld gibt, wenn die „Aktivisten“ sich vermummen, Steine und Flaschen werfen und Brandsätze zünden. (Siehe auch dies.)


Dieser Zustand der Welt
rechtfertigt natürlich,
arglosen Kleinbürgern
ihre Autos abzufackeln.
Traut euch!





Nachtrag: Focus 16.7.2017
FOCUS: Herr Gabriel, wie würden Sie die Gewalttäter des G20-Gipfels nennen?
Sigmar Gabriel: Schwerverbrecher.
FOCUS: Manche sprechen von linken Aktivisten. Müsste man sie nicht Terroristen nennen?
Gabriel: Von mir aus auch Terroristen, denn ihr Ziel ist es ja, durch Terror Angst und Schrecken zu verbreiten. Man muss nur aufpassen, dass man diesen gewalttätigen Kriminellen nicht auch noch die Ehre gibt, ihnen politische Motive zu unterstellen. Der Begriff „linke Aktivisten“ ist eine unverantwortliche Verharmlosung. Das ist ja der erste Schritt, ihre Gewalt zu rechtfertigen.
focus.de 16.7.2017



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Sigmar Salzburg
11.05.2017 09.00
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Wie das Twen-Teenie-Magazin „bento“ versucht, Deine Sprache umzudrehen!

So lautet die Überschrift des Textes einer Hanna Zobel bei „bento“ (10.5.2017) natürlich nicht, sondern:

Wie Politiker mit Sprache versuchen, dich auf ihre Seite zu ziehen
Die Jungjournalistin versucht, die Sprachforschung der Linguistin Elisabeth Wehling den Bento-Lesern nahezubringen und sie zugleich in die gewünschte „richtige“ Richtung zu drehen. (Fett original, rot redaktionell)
Über Wortwahl nachzudenken hat nicht nur etwas mit politischer Korrektheit zu tun: Sprache verändert unser Gehirn – und damit auch unser Handeln. Das sagt Sprachforscherin Elisabeth Wehling. Sie ist Expertin auf dem Gebiet, hat Donald Trumps Wahl-Kampagne intensiv studiert ...

Dein Gegenüber versucht vermutlich, dich von seiner Meinung zu überzeugen. Da hilft es, einige Techniken zu erkennen...

1. Fakten? Sind dir doch egal!

„Wir können Fakten nicht rein rational verarbeiten“, sagt Wehling. Das Gehirn braucht eine Hilfestellung, eine Einordnung. Eine Perspektive auf den Fakt. In der Psychologie nennt sich das Framing.

Ohne die Referenzrahmen kann unser Gehirn Fakten nicht verarbeiten.
[z.B. „halb voll“/„halb leer“]
...
Warum glauben Menschen Populisten? Warum sind ihnen Fakten oft völlig egal? Und wie konnte jemand wie Donald Trump die Präsidentschaftswahl gewinnen?!
.. und schon hat Fräulein Zobel eine Gruppe abgewertet und die Bento-Leser unmerklich auf die „bessere“ Seite gezogen.
• Wörter wie „Flüchtlingswelle“, "-flut“ oder "-strom“ sind gefährlich. ... Eine Welle hat keinen offensichtlichen Ursprung. Sie ist nicht menschlich. Dadurch entsteht im Gehirn bei diesen Wörtern keine Verbindung zu den geflüchteten Menschen, es entsteht keine Empathie.

Auch der Wortteil „Flüchtling“ hilft dabei nicht. Weil es ein männliches Wort ist, löst es im Gehirn eher bedrohliche Assoziationen aus.
Warum muß für die 65 Prozent der Paßbetrüger und 75 Prozent der „minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge“ mit starkem Bartwuchs Empathie erzeugt werden? Die Wehling-Orwellsche Sprach-Weichmacherei kann nur in politischer Korrektheit enden:
Wehling erklärt: „Menschen haben mehr Angst vor einem Wirbelsturm Harry als vor Wirbelsturm Susi. Sie evakuieren schneller und mehr Menschen überleben.“
Da hilft den beiden Frauen ein ebenso schlichtes wie törichtes Rezept der Sprechreform:
Im zuerst genannten Beispiel ist es ganz einfach: Sie sagt statt Flüchtling einfach der oder die Geflüchtete. Fertig. Das Wort ist für unser Gehirn viel näher am Fakt – denn es beschreibt einen Menschen.
Nun ist es auch wichtig, die Wörter des Gegners nicht zu benutzen, also praktisch ein Wörterverbot zu beachten:
... Ganz wichtig ist dabei, die Frames nicht auch noch selbst zu verwenden. Denn auch, wenn man sie verneint, startet im Gehirn trotzdem dasselbe Programm...
Aber Fräulein Zobel führt noch weitere Punkte der Wehlingschen Sprachhygiene vor:
2. Metaphern
Eine besondere Form des Framings sind Metaphern.
... es gibt auch Metaphern, die unser Gehirn bereits lernt, wenn wir noch Kleinkinder sind...
...“Die Reformpläne von Partei X sind abstoßend“ oder „Mit der Gesellschaft geht es bergab“?
Die verwendeten Metaphern lösen intensive unbewusste Reaktionen aus. Dadurch ziehen Argumente wie diese besonders stark.
Eine besonders aparte Empfehlung ist, seinem Gehirn nie zu trauen. Das wäre mal ein Tip für alle religiösen und politischen Fanatiker, rechts wie links:
3. Traue niemals deinem Gehirn.
... Alle Wörter, die der Körper mit konkreten Handlungen oder Sinneseindrücken verknüpft, sind ähnlich intensiv wie die Metaphern. Hört Franziska also beispielsweise einen Satz wie „Kandidatin X ist einfach nur widerlich“, dann werden in ihrem Gehirn dieselben Regionen aktiv, die auch losfeuern, wenn sie echten Ekel erlebt.
Das beste Beispiel für solchen Sprachmißbrauch ist die Penetranz der Linken, alle, denen die Nation mehr ist als eine bloße Wohn- und Raffgemeinschaft, als „Nazis“ zu bezeichnen – das heißt mit der seit 70 Jahren üblichen Bezeichnung für Faschisten und potentielle Judenmörder.
„Wenn Menschen solche Aussagen hören, dann reagiert dieselbe Region im Hirnscan, die auch aktiviert ist, wenn wir ihnen Fischgeruch in die Kabine blasen oder Bilder vorlegen von Menschen, die sich übergeben, oder von eitrigen Wunden", sagt Wehling.

4. Wer sich ekelt, ist konservativ.
„Das konservative Gehirn ekelt sich stärker als das progressive Gehirn.“
Das ist allerdings eine für manche überraschende Erkenntnis. Die Konsequenz kann nur sein: Eine Erziehung zur Progressivität muß schon im Kleinkindalter beginnen mit der Gewöhnung an Ekel und Unrat und fortgesetzt werden mit der Gewöhnung an Fisten und Salafisten im „Bento“-Alter, damit die konservativen Gehirne im Ernstfall nicht noch mehr nach rechts ausflippen. Die chaotischen Kinderhorte der 68er waren danach durchweg sinnvoll:
Für eine neue, noch nicht veröffentlichte Studie, haben Wehling und ihre Kollegen in den USA sowohl eine Gruppe extrem konservativer Probanden untersucht sowie eine Gruppe extrem progressiver. Danach wurde gemessen, was in deren Köpfen passiert, wenn man sie mit den Ekelmetaphern konfrontiert. Das Ergebnis laut Wehling:

„Das konservative Gehirn flippt aus.“

Besonders erschreckend: Je mehr die Probanden mit Ekelmetaphern bombardiert wurden, desto weiter rutschten sie in folgenden Befragungen politisch nach rechts. ...

5. Denk mal über deine Familie nach.
...
In der Forschung von Wehling kam heraus:

• Je strenger die Erziehung in einer Familie war, desto konservativer sind später die politischen Positionen. ...

Puh, jetzt rattert das Gehirn ordentlich.

... Was am besten hilft? Sich das bewusst machen. Und seine Frames kennen, wie Wehling sagt.

bento.de 10.5.2017
Das hat etwas Religiöses: Eigene Erbsünden erkennen und durch Selbstverleugnung die politisch korrekte Erlösung erlangen.

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Sigmar Salzburg
29.04.2017 06.11
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Komplettversagen

Spiegel Online berichtet über das Komplettversagen unseres Staatsapparats, wie wir es (mit „gutmenschlichen“ Vorwänden) schon länger gewohnt sind:

Wie aus Franco A. ein syrischer Flüchtling wurde

Der Fall des am Mittwoch wegen Terrorverdachts festgenommenen Bundeswehrsoldaten Franco A. wird immer verworrener. Nach SPIEGEL-Informationen haben die Ermittler bei ihren Recherchen so gravierende Fehler in der Bearbeitung seines fingierten Asylantrags festgestellt, dass intern bereits von einem „Komplettversagen aller Kontrollmechanismen“ die Rede ist...
... wie bei der Rechtschreib„reform“, nur daß daran 64 Ministerpräsidenten und Kultusminister sowie Heerscharen von Beamten und „Experten“ beteiligt waren.
Die Fehler sind so massiv, dass das Innenministerium am Freitag bereits eine „Fehlentscheidung“ des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) einräumte und ankündigte, man wolle nun „jeden Stein umdrehen“ und möglichst schnell Konsequenzen aus den Fehlern ziehen.
Bei der Schreibreform waren es nur zwei Kultusminister, Zehetmair, und Olbertz, die nachträglich so etwas „nie wieder“machen wollten.
Wie also konnte Franco A. subsidiären Schutz als syrischer Flüchtling erhalten? Franco A. hatte sich zunächst Ende 2015 als syrischer Flüchtling in Bayern registrieren lassen, angeblich wollte er am 29. Dezember nach Deutschland gekommen sein. ...

Die Details der rund 90-minütigen Befragung belegen, so Ermittler, dass bei der Prüfung grundsätzliche Standards missachtet wurden. So sprach Franco A. zwar gebrochen Arabisch, nach einem Kurs bei der Bundeswehr hatte er zumindest Grundkenntnisse. Statt ihn aber wenigstens ein paar Minuten auf Arabisch zu befragen, um wenigstens den Akzent einzuordnen, wechselte die marokkanische Dolmetscherin gleich ins Französische.
Mein arabischer Dozent im Uni-Kurs bemerkte bei der Prüfung meiner Vorkenntnisse gleich nach meinen ersten Worten „ah, Nordafrika“.
... Arabisch spreche er kaum, da er nur das Gymnasium Mission Laïque Française besucht habe. Tatsächlich gibt es eine solche Schule – allerdings in Aleppo, gut 20 Kilometer entfernt vom angeblichen Wohnort.

Spätestens danach schauten die Prüfer nicht mehr genau hin. So berichtete A., er würde vom „Islamischen Staat“ (IS) wegen seines jüdisch klingenden Namens verfolgt. ...

Merkwürdig wirkt auch ein Passus in den Akten, A. habe sich vor der Einberufung als Soldat für die syrische Armee gefürchtet.
Nach der Flüchtlingskonvention kein Asylgrund.
Laut einem Insider findet sich dazu in der Befragung kein Hinweis, auf jeden Fall wurde er dazu nicht befragt, möglicherweise die Behauptung einfach als Fakt hingenommen. ...

Grundsätzlich wirkt die gesamte Befragung im Nachhinein nachlässig oder gar fahrlässig.
„Nachhinein“ – ist das der interne Name des Befragungsraumes?
Zudem weist sogar das Innenministerium darauf hin, dass der Asylantrag keineswegs in der sogenannten Chaosphase der Flüchtlingskrise, als das Bamf heillos überlastet war, stattfand. Im Sommer 2016 wurden die Vorgänge bereits wieder weitgehend normal und gründlich abgearbeitet.

Im Fall von A. ging es schnell. Bereits am 16. Dezember, gut einen Monat nach seiner Märchenstunde, entschied das Amt positiv über den Antrag auf subsidiären Schutz. Da in Syrien Bürgerkrieg herrsche, sei „generell ein Gefährdungsgrad für Zivilpersonen anzunehmen“. Bei Rückkehr bestehe für den vermeintlichen Syrer „eine erhebliche individuelle Gefahr“. Seine Tarnidentität war jetzt perfekt.
In Teilen Syriens ist das Leben, abgesehen von kriegsbedingten Einschränkungen, völlig normal.
Das Motiv bleibt rätselhaft

... Demnach könnte Franco A. mit seiner Aktion den Beweis antreten wollen, wie nachlässig die Behörden Asylbewerber prüfen, und dies möglicherweise später öffentlich machen. Er selbst hat den Ermittlern bis jetzt nicht bei der Klärung geholfen – bisher schweigt Franco A. alias David Benjamin.

spiegel.de 28.4.2017
Wie man anderweitig erfährt, bezog der Tiefstapler nach dem Antrag einen Platz im „Flüchtlings“heim und eine entsprechende finanzielle Stütze, versah aber gleichzeitig seinen Dienst bei der Bundeswehr.

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