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Sigmar Salzburg
27.06.2017 11.31
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Rechtschreibung

Die Goethe schreibt 2017: Der Text

20.06.2017 Zum dritten Mal veranstalteten die Deutschland-Stipendiaten an der Goethe-Universität zusammen mit der Polytechnischen Gesellschaft den großen Diktatwettbewerb. 120 Studierende kamen zusammen und gaben ihr Bestes. Dies ist der Diktattext, der so manch einem Kopfzerbrechen bereiten dürfte. Wir viele Fehler würden Sie machen? Foto: Dominik

Rinkart Diktatwettbewerb – Carl Jamka

Grüße aus der Ferne

Liebe Eltern,

im Nachhinein tut es mir leid, einfach Reißaus genommen und mich dünngemacht zu haben. Ebendeshalb möchte ich euch/Euch nun Bescheid geben, dass alles gut vonstattengegangen ist und ich zurzeit exzellent zurechtkomme. Ich bin in Down Under unterwegs.

Ich bin erst einmal im rauen australischen Outback hin und her gefahren. Kilometerlang zu Fuß zu gehen, wäre mir in der verwaisten Gegend nicht recht gewesen. In den Australischen Alpen konnte ich darüber hinaus zum ersten Mal eis- und Ski laufen. Ein Das-muss-man-erlebt-haben-Moment! Wenn ich wiederkehre, werde ich ein Terabyte Bildmaterial dabeihaben.

Nach tagelangem Hin-und-her-Überlegen bin ich nach Sydney weitergereist. Hier ist mir zuallererst mein Portmonee/Portemonnaie mit allem Drum und Dran abhandengekommen. Ein Schlamassel par excellence. Allerdings habe ich bereits tags darauf neue Freunde gefunden.

Ein Zufall sondergleichen: Die zwei Neunzehnjährigen hatten zum einen meinen Pass gefunden. Zum anderen hatten sie zufällig exakt den Betrag in bar, der mir flöten gegangen war. Ich habe mit meinen entgegenkommenden Freunden obendrein ausbaldowert¹, dass ich ihr Darlehen allerfrühestens Silvester zurückzahlen muss. Des Weiteren kann ich vorerst gegen einen Obolus bei ihnen unterkommen. Es geht demzufolge wieder bergauf.

Über kurz oder lang möchte ich noch anderswohin. Auf der To-do-Liste steht Bangkok weit oben.

Apropos In-der-Welt-Herumreisen: Könnt ihr/Ihr mir ein bisschen Bares transferieren?

Adieu und bis bald
Eure Penelope

fnp.de 20.6.2017

Redaktionell rot: „reformiert“, blau „traditionell“, auch solche, die als „reformbedürftig“ hätten angesehen werden können. Das ekelhafteste Schurkenstück ist die h-Kastration des „Rauhen“. Die Eisenbergsche hypertrophe Zusammenschreibung „vonstattengegangen“ wurde hauptsächlich eingeführt, um Unsinnigkeiten wie das idiotische „Leid tun“ den Kultusministern als entschärftes „leidtun“ unterjubeln zu können, ohne „leid tun“ wiederherstellen zu müssen. Mit dem Zusammenschnüren von „eis- und Ski laufen“ wollten die Schreibrätselmacher wohl andeuten, wie blöd sie die Wiederabschaffung des reformierten „Eis laufen“ seit dem 24. Duden finden.

¹) nicht so ganz passend, siehe hier.

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Sigmar Salzburg
15.06.2017 06.39
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FNP mit kleinen Fehlern

Diktatwettbewerb
Mit diesen drei Tipps werden Sie zum Rechtschreibprofi

14.06.2017 Er ist der Meister der Rechtschreibung: Theo Herterich gewinnt zu[m] zweiten Mal den Diktatwettbewerb an der Goethe-Uni. Uns verrät er exclusiv, wie auch Sie zum Rechtschreibkönig werden können.

Frankfurt. Wenn es um Rechtschreibung geht, macht niemand Theo Herterich etwas vor. Der Lehramtsstudent in den Fächern Physik, Deutsch und Informatik, war schon immer an einer ordnungsgemäßen Orthografie interessiert. Kurios dabei: Der 38-Jährige schreibt privat noch nach alter Rechtschreibung. Dank seiner Arbeit in einer Nachrichtenagentur beherrscht er allerdings auch die neue Rechtschreibung. Und wie! Zum zweitem Mal gewann er nun den Diktatwettbewerb an der Goethe-Uni.

Er nennt uns seine drei Tipps, mit denen jeder zum Rechtschreibprofi werden kann:

1. Viel lesen! Nichts sorgt so sehr für eine gute Rechtschreibung wie häufiges und intensives Lesen – egal ob Literatur oder die Tageszeitung.
2. Immer auf korrekte Rechtschreibung achten – auch auf Whats-App und Facebook. Abkürzungen und Slang sind tabu.
3. Wenn man nicht weiß, wie man ein Wort schreibt, nicht ein anderes Wort dafür verwenden, sondern das gesuchte Wort nachschlagen und merken.

(rin)
fnp.de 14.6.2017

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Sigmar Salzburg
21.08.2016 06.07
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Im Reform-Käfig großgeworden

In der Frankfurter Neuen Presse bringt der Zeitungsschreiber Dieter Hintermeier einen gewichtigen Zeugen für die Qualität der Rechtschreib„reform“ bei, den 19jährigen Kevin Bettin:

Probleme hat er mit ihr keine. „Sie ist einfach und logisch“, sagt Kevin ... Und eines hat ihm bei der neuen Rechtschreibung besonders gefallen, wie er im Gespräch verrät: „Ich fand es toll, dass alle Adjektive klein geschrieben werden. Man brauchte sich in der Schule also keine Gedanken machen, wie das Adjektiv geschrieben wird. Bei der alten Rechtschreibung war das nicht so.“

fnp.de 17.8.2016

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Sigmar Salzburg
28.02.2013 09.17
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Eine Kämpferin für die Rechtschreibung

Karin Hechler (63) ist Deutschlehrerin. Sie leitet die Schillerschule, eine von Frankfurts Schulen, die am Diktatwettbewerb teilnehmen. Mit ihr hat Thomas J. Schmidt über die Orthografie und ihre Probleme gesprochen.

Wie gut sind die Schüler heute in Rechtschreibung?

KARIN HECHLER: Gemessen an den 60er Jahren ist es deutlich schlechter geworden. Es gibt dafür klare Hinweise. Es gibt keinen fehlerfreien Aufsatz mehr, auch nicht bei den besten Schülern. Das war früher anders. Wir sind nicht zufrieden mit dem, was auch gute Schüler in Deutsch erbringen.

Was sind die Gründe für diese Schwächen?

Der Bruch kam in den 70er Jahren. Damals hieß es, Inhalte seien wichtiger als die Form. Die Rechtschreibung wurde als formale Keule angesehen. Dann kam die Verunsicherung durch die Rechtschreibreform und deren erneute Korrektur. Zuletzt senkt der informelle schriftliche Austausch via Twitter die Hemmschwelle…

fnp.de 28.2.2013

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Norbert Lindenthal
15.09.2007 12.23
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Reiner Kunze: Anmaßung sprachohnmächtiger Politiker über die Sprache

Frankfurter Neue Presse 12.09.2007

Der Schatten des Todes verdunkelt das Alter

Von Marcus Hladek

Der Glanz über den Alterswerken mancher Künstler, ihre Milde nach dem „Alles gesagt“, die aus dem Warten auf den trotz allem bekrönenden Sargdeckel resultiert – sie beschäftigten schon Gottfried Benn, der sich in Essays und seinem Gedicht „Gewisse Lebensabende“ der Rembrandt, Shakespeare & Co. annahm. Alter und der Schatten des Todes nun auch bei Reiner Kunze, der schon im Titel auf Ovids Philemon-und-Baucis-Episode in den „Metamorphosen“ anspielt (S. Fischer, 17,90 Euro).

Die ethische Entschiedenheit des Schriftstellers, der früh die DDR-Erziehung zur Anpassung anprangerte („Die wunderbaren Jahre“) und 1990 postwendend seine Opferakte publizierte („Deckname Lyrik“), scheint ihm so tief eingewurzelt, dass sie noch die Leseauftritte durchdringt. Daher die aufrechte Haltung und klare Stimme; daher die Rücksichtnahme aufs Publikum, dem er wie aus dem Ei gepellt Achtung erweist, und die Höflichkeit, vor jeder Lesung ein „Dacapo“ einzelner Gedichte anzubieten.

Götter, die aus Dank für Gastfreundschaft das Alter der Gastgeber ehren und versüßen, ja den Sterblichen sogar den Wunsch erfüllen, nie das Grab des und der anderen zu sehen, indem sie das alte Paar Philemon und Baucis in eine Linde und Eiche „auf Phrygiens Höh’n“ verwandeln (VIII, 611) – was mag sich darin alles aussprechen? Vermutlich der Gedanke ans eigene Leben, sicher auch ein Sichanfreunden mit Gevatter Tod im Geist religiöser Pietät, wenn nicht mehr. Immerhin stellt Kunze einem der Gedichte ein Wort Johannes XXIII. voran („Unsere Einfachheit“). In anderen beklagt er in bitteren Worten die in der Rechtschreibreform offenbarte Anmaßung sprachohnmächtiger Politiker über die Sprache. Eins rettet das Wort „Vaterland“ in einem Idiom wie aus dem 30-jährigen Krieg mit der Frage, warum es auch dem verpönt sein sollte, dessen Vater im NS-Regime keine „Schuld und Schand“ anhäufte („Nach alter Kinderweise“). „Die Linde blüht und es ist Nacht“ hält den Erkenntnisdrang des „Wanderimkers Mensch“, den es nach Wissens-Honig gelüstet („In ihm rumoren Evas Gene“), in ptolemäischem Bann: „Fliegen wird er immer nur entlang der Innenseite“. Ein Band, dem das jahrelange Feilen wohl anschlägt.

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Norbert Lindenthal
19.08.2004 23.29
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FNP Frankfurter Neue Presse

Printausgabe vom 14.8.2004

Hahn steht als neuer FDP-Chef bereit
Fraktionsvorsitzender im Interview


Wiesbaden. Eineinhalb Jahre nach dem Verlust der Regierungsmacht hat sich die Hessen-FDP in der Opposition eingerichtet. Sprachrohr und Aushängeschild der Liberalen ist deren Fraktionsvorsitzender im Landtag, Jörg-Uwe Hahn. Mit dem 47-Jährigen sprach FNP-Redakteur Georg Haupt

[Auszug]

. . . aber zu den ganz aktuellen Themen Rechtschreibreform und Studiengebühren nimmt die FDP derzeit auch nicht konkret Stellung.

HAHN: Bei der Rechtschreibreform gibt es noch zu unterschiedliche Auffassungen innerhalb der Partei. Ich persönlich bin für die Rückkehr zur alten Rechtschreibung, um dann eine sinnvolle Modifizierung vornehmen zu können. Auch bei den Studiengebühren sind wir noch in einem Entscheidungsprozess, der aber in die Richtung geht, dass wir uns für Studiengebühren entscheiden werden, dieses Geld aber unmittelbar den Universitäten zufließen muss, die damit ihre Autonomie vergrößern und ihre Wettbewerbssituation verbessern können.

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Dominik Schumacher
09.08.2004 13.46
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Frankfurter Neue Presse Rhein-Main.net

9.8.2004

Streit um Rechtschreibung geht weiter

(Bild)
Der Griff zum Duden ist auch für Rechtschreib-Profis häufig notwendig.

Berlin (dpa) Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Jürgen Rüttgers hat die Ministerpräsidenten aufgefordert, die endgültige Einführung der Rechtschreibreform zu stoppen. «Wenn die Ministerpräsidenten nicht handeln, tritt die Reform am 1. August 2005 für alle Ewigkeit in Kraft», sagte Rüttgers am Montag der dpa. Deshalb gebe es einen massiven politischen Handlungsdruck.

Rüttgers forderte eine einheitliche Linie bei der Rechtschreibreform. Es gehe nicht um Alleingänge einzelner Länder, sondern um die Rückkehr zur sprachlichen Einheit in Deutschland. Der CDU-Politiker hatte angekündigt, nach einem Sieg bei der NRW- Landtagswahl im Mai 2005 dafür zu sorgen, «dass man zu den bewährten Regeln zurückkehrt».

Ein Stopp der Reform würde das Chaos bei der Rechtschreibung nicht vergrößern, sagte der CDU-Politiker: «Das Chaos ist doch schon da.» Die Schüler lernten etwas anderes, als sie in den Zeitungen oder in den Büchern lesen könnten. Deshalb müsse schnell geklärt werden, wie in den Schulen weiter verfahren werden solle.

Eine sofortige gemeinsame Aktion der großen deutschen Verlage zur künftigen Rechtschreibung hat der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) gefordert. Es könne nicht sein, dass 60 Prozent der Medien zur alten Rechtschreibung zurückkehrten, während der Rest die neuen Regeln weiter anwende, erklärte der DJV- Vorsitzende Michael Konken am Montag.

«Die entsprechenden Gremien haben versagt, jetzt sind die Praktiker gefordert», sagte Konken. Die Kultusminister hätten es versäumt, die Änderungen durch eine öffentlichkeitswirksame Kampagne den Menschen nahe zu bringen. «Die Reform fand in der Schule und in der Dudenredaktion statt.» Politik und Rechtschreibkommission müssten sich nicht wundern, wenn die Praktiker dem Hickhack um die Rechtschreibung ein Ende machten, da «die Reform an der Öffentlichkeit vorbei erdacht und umgesetzt wurde».

Der Schriftstellerverband PEN plädiert für eine Rücknahme der Rechtschreibreform so schnell wie möglich. «Die Reform ist als geheime Kommandosache von der Bürokratie ausgeheckt worden», sagte PEN-Präsident Johano Strasser am Montag in einem dpa- Gespräch. «Ich finde, dass sich nicht irgendwelche Bürokraten in Hinterzimmern einfach neue Regeln ausdenken und dem staunenden Publikum aufzwingen sollten.»

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist gegen eine Rücknahme der Rechtschreibreform. «Es gibt seitens der Bundesregierung keine Überlegungen, die Rechtschreibreform rückgängig zu machen», sagte der stellvertretende Regierungssprecher Hans- Hermann Langguth. Der Kanzler habe bereits vor Wochen klar gemacht, dass er es für falsch halte, die Reform rückgängig zu machen. Langguth verwies auf die Zuständigkeit der Länder in dieser Frage. Unterdessen lösten Forderungen nach einer Volksabstimmung zur Orthografie neue Kontroversen aus.

Rund 70 Rechtsprofessoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befürworten eine Volksbefragung zur umstrittenen Rechtschreibreform. Der Sprecher der Initiative, der Münchner Rechtsanwalt Johannes Wasmuth, sagte am Montag, die Entscheidung über die Reform müsse den Kultusministern genommen und wenigstens an die Parlamente überwiesen werden. Am besten sei eine Volksabstimmung, sagte er. Das Grundgesetz sieht allerdings zu solchen Themen bisher keine bundesweiten Volksentscheide vor.

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