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Die Deutschen müssen einem Leid tun
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Sigmar Salzburg
17.06.2017 06.21
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Gedenktag

17. Juni – Tag der deutschen Einheit
1953 Aufstand gegen die Separat-Diktatur der DDR-Kommunisten.
Inzwischen durch ein Datum der Parlamentsbürokraten ersetzt.


18.1.1871 Einheit Deutschlands (kleindeutsch durch Bismarck)
17.6.1901 Einheit der deutschen Rechtschreibung (durch Konrad Duden):

Fortfall entbehrlicher Zeichen:
h nach t: Thür >Tür

1949 Teilung Deutschlands (durch die Kommunisten)
1996 Teilung der deutschen Rechtschreibung (durch die Kultusminister)
… in die klassische Kulturschreibung – und die neu erpreßte Stussschreibung:

Vermehrung überflüssiger Zeichen:
ss-Reformsignal: As > Ass ( = am.- engl. „Arsch“)
Dreifachbuchstaben: Schwimmeister > Schwimmmeister
… auch kombiniert: Flußschiffahrt > Flussschifffahrt
Stammpedanterie: Roheit > Rohheit
Ratlosigkeit: Zierat > Zierrat
„Volksetümologie“: Tolpatsch > Tollpatsch
Punktuelle Sinnfälschung: Quentchen > Quäntchen
Bindestrichfimmel: der 14jährige > der 14-Jährige
Notlösungs-Bindestrich: Brennessel > Brenn-Nessel
Lückentick: die Leidtragenden > die Leid Tragenden
Kommakrampf: „Kommst du?“ fragte er > „Kommst du?“, fragte er
„Kackofonie“ : selbständig > selbstständig

Außerdem:
Stammschreibwahn: behende Schlange > behände Schlange
Zweideutigkeiten: greulicher Hut > gräulicher Hut
Sprachverfälschung: rauher Wind > rauer Wind
Spaltungsirresein: sogenannte Reform > so genannte Reform
usw. usw.


1999 – Der Volksaufstand gegen die Rechtschreibreform vom 27.9.1998
wurde am 17. September 1999 durch das Kieler Parlament niedergeschlagen.


Millionen Bücher wurden ... „Ausgemistet, aussortiert, exiliert
Milliarden-Kosten wurden sinnlos verursacht.
Ein ganzes Volk wurde zu Rechtschreibstümpern gemacht.


Einen Tag vor dem heutigen 17. Juni verstarb Helmut Kohl. Er ergriff 1990 die Chance zur deutschen Einheit, aber ließ schon 1996 einen Staatsekretär das Wiener Spaltungsabkommen zur Rechtschreib„reform“ unterzeichnen. Seine richtigen Gedanken von 1982 wurden von seiner Nachfolgerin ins genaue Gegenteil verkehrt.

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Sigmar Salzburg
01.08.2016 13.28
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1. August – Tag der Gedenktage

Bettina Röhl schrieb gestern bei Tichys Einblick:

Auf der Sommerpressekonferenz wiederholte Merkel ihre Durchhalteparole „Wir schaffen das“. Ihr Neun-Punkte-Plan offenbarte das volle Grauen des Merkelschen Versagens.
Wir müssen dazu festhalten: Frau Merkel erhielt Anfang September 2015 nicht nur die Unterstützung des Koalitionspartners für ihre Politik, sondern auch die der gesamten sogenannten Opposition – „repräsentative Demokratie“ eben, ohne Repräsentation eines großen Teils der Bevölkerung.

Die Initiative „WIR gegen die Rechtschreibreform“ blickt in diesen Wochen gleich auf mehrere Jubiläen „gräulichen“ Staatsversagens zurück:

Am 1. Juli jährte sich zum zwanzigsten Mal der Tag der „Absichtserklärung“ zur Rechtschreibreform in Wien, 1996. Das hochgradig blödsinnige Machwerk war von einer „zwischenstaatlichen“ Kommission von Kleinschreibbastlern ausgeheckt, in Deutschland von 16 bescheuerten Kultusministern abgesegnet, von 16 kurzsichtigen Ministerpräsidenten beschlossen und in Wien mit Hilfe des Innenministeriums international wirksam bekräftigt worden.

Der Reformer Gerhard Augst ...
... erinnert sich noch, wie die [linken] Schriftsteller damals, 1973, mit der Großschreibung auch das Großkapital stürzen wollten... „Heute kann man sich nur noch wundern, dass die Kultusminister 1996 das Regelwerk überhaupt noch beschlossen haben.“ Spiegel 30/2005
Auch nach dem Scheitern ihrer Kleinschreibambitionen machten Augst und Konsorten weiter und nervten mit „gräulichem lerm“.

Am 1. August 1998, vor 18 Jahren, wurde dann die Reform gegen die Mehrheit im Volk und unter Geiselnahme der Schüler in Kraft gesetzt, obwohl in Schleswig-Holstein ein Volksentscheid schon in Sichtweite war. Am 27. September wurde die „Reform“ vom Volk gestoppt, am 16. Dezember beschloß dennoch die staatsgefällige Lügenpresse die begleitende Zwangsmissionierung der erwachsenen Bevölkerung, und am 17. September 1999 annullierten die dreisten Kieler Volks„vertreter“ den Volksentscheid.

Am 1. August 2000, vor 16 Jahren, kehrte die Frankfurter Allgemeine unter dem Beifall aller traditionsbewußten Deutschen zur bewährten Rechtschreibung zurück. Die konzernabhängigen und linken Zeitungen jedoch (außer junge Welt und konkret) setzten weiter auf die orthographische Zwangsbeglückung. Die Rechtschreibkatastrophe wurde immer offenbarer. Einige neue CDU-Ministerpräsidenten waren zur Umkehr bereit. Daher beschlossen 2004 der Springerverlagschef Dr. Matthias Döpfner und der Chefredakteur des Spiegel, Stefan Aust, die Rückkehr ihrer Blätter zur bewährten Rechtschreibung – in der Hoffnung, daß die übrigen Zeitungen folgen würden.

Am 1. August 2004, vor 12 Jahren, erschienen wieder alle Zeitungen des Axel-Springer-Verlages in der herkömmlichen Rechtschreibung. Stefan Aust allerdings hatte seine Macht über- und den Einfluß von Bertelsmann & Co. unterschätzt, so daß er bald ausgebootet wurde. Die Focus-Konkurrenz blieb demonstrativ bei der Staatsschreibe. Unter anderem von der inzwischen entpromovierten Kultusministerin Schavan kam dann die Idee des Rechtschreibrates, der die Mängel der „Reform“ ausbügeln, in Wirklichkeit aber die entlaufenen Verlage wieder einfangen sollte. Der Versager der ersten Stunde, Zehetmair, wurde erster Vorsitzender.

Am 1. August 2005, vor 11 Jahren, setzten die Kultusminister die „Reform“ in hysterischem Eifer in den Schulen in Kraft, jedoch mit Vorbehalt für einige noch zu erwartende Änderungen. Die SPD-Sekretärin Nahles verdammte dabei CDU-Länder, die noch bis zur endgültigen Klärung warten wollten. Zehetmair belaberte Springer und FAZ, die schließlich zugelassenen Korrekturen an der „Reform“ zu übernehmen, um wieder eine angebliche „Einheit“ in der deutschen Rechtschreibung herzustellen.

Mitte 2005 gestand die damalige Präsidentin der Kultusminsterkonferenz, Johanna Wanka, im Interview dem Spiegel:
„Die Kultusminister wissen längst, daß die Rechtschreibreform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden.“
Das ließ sie aber erst nach Ablauf ihrer Präsidentschaft am 2. Januar 2006 veröffentlichen. Zehn Jahre lang hatten die Versager ihre Fehler geleugnet, und außer Zehetmair und Wanka tun das alle anderen auch heute noch.

Am 1. August 2006 wurde dann die „Reform der Reform“ für die Schulen in Kraft gesetzt. Sie war nun am 2. und 30. März 2006 wiederum von 16 Kultusministern und 16 Ministerpräsidenten genehmigt und beschlossen worden. Darauf wurde der endgültige „Rechtschreibfriede“ ausgerufen, wobei Wert auf die Mitteilung gelegt wurde, daß der undemokratisch ernannte Rechtschreibrat über die Änderungen „demokratisch“ abgestimmt habe. Einige herkömmliche Schreibweisen wurden gnädig als Varianten zugelassen und erzeugten Verwirrung bei unterwürfigen Textproduzenten.

Das Gift der „Reform“, das Heysesche ss-System, das sich auf alle Texte wie Mehltau legt, das alle bewährte Literatur für die nächste Generation veraltet erscheinen läßt, das die Vernichtung aller Jugend- und Schulbücher bewirkt, das seitdem die größte Fehlerquelle ist, blieb nach Vorgabe der Versager-Politiker unantastbar, um den Anschein zu wahren, die Rechtschreib„reform“ sei nicht die größte Scharlatanerie seit dem letzten Weltkrieg, sondern das Ergebnis verantwortungsvoller, weitsichtiger Politik.

Wie wir heute sehen, ist es um den Weitblick der Politiker kläglich bestellt, denn für das Deutsch, das uns nun bevorsteht, hätte es keiner Rechtschreib„reform“ bedurft. Die Einfältigen freuen sich schon darauf, daß alles „bunter, vielfältiger und religiöser“ wird.

(PS. Der Text ist noch nicht endgültig)

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Sigmar Salzburg
17.06.2016 03.54
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Gedenktag

17. Juni – Tag der deutschen Einheit
(Inzwischen durch ein Datum der Parlamentsbürokraten ersetzt.)

18.1.1871 Einheit Deutschlands (kleindeutsch durch Bismarck)
17.6.1901 Einheit der deutschen Rechtschreibung (durch Konrad Duden):

Fortfall entbehrlicher Zeichen:
h nach t: Thür >Tür

1949 Teilung Deutschlands (durch die Kommunisten)
1996 Teilung der deutschen Rechtschreibung (durch die Kultusminister)
… in die klassische Kulturschreibung – und die neu erpreßte Stussschreibung:

Vermehrung überflüssiger Zeichen:
ss-Reformsignal: As > Ass ( = am.- engl. „Arsch“)
Dreifachbuchstaben: Schwimmeister > Schwimmmeister
… auch kombiniert: Flußschiffahrt > Flussschifffahrt
Stammpedanterie: Roheit > Rohheit
Ratlosigkeit: Zierat > Zierrat
„Volksetümologie“: Tolpatsch > Tollpatsch
Punktuelle Sinnfälschung: Quentchen > Quäntchen
Bindestrichfimmel: der 14jährige > der 14-Jährige
Notlösungs-Bindestrich: Brennessel > Brenn-Nessel
Lückentick: die Leidtragenden > die Leid Tragenden
Kommakrampf: „Kommst du?“ fragte er > „Kommst du?“, fragte er
„Kackofonie“ : selbständig > selbstständig

Außerdem:
Stammschreibwahn: behende Schlange > behände Schlange
Zweideutigkeiten: greulicher Hut > gräulicher Hut
Sprachverfälschung: rauher Wind > rauer Wind
Spaltungsirresein: sogenannte Reform > so genannte Reform
usw. usw.


1999 – Der Volksaufstand gegen die Rechtschreibreform vom 27.9.1998
wurde am 17. September 1999 durch das Kieler Parlament niedergeschlagen.


Millionen Bücher wurden ... „Ausgemistet, aussortiert, exiliert
Milliarden-Kosten wurden sinnlos verursacht.
Ein ganzes Volk wurde zu Rechtschreibstümpern gemacht.


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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
23.10.2015 15.20
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Deutsche und Flüchtlinge können einem Leid tun

Nach der Wiedervereinigung wurde Deutschland erneut gespalten und überwältigt – durch die Rechtschreib„reform“, den Euro – und jetzt die Zuwanderung. Hier muß anscheinend noch Widerstand überwunden werden, und das geschieht auch durch Appelle an das Mitleid. Selbst aus dem hartgesottenen, destruktiven „Spiegel“ tönen plötzlich nie gehörte poetische Beschwörungen:

Sachsen und Pegida ...
Ich halte es nicht aus, dieses Deutschland, dieses Sachsen, und ich habe nicht einmal mehr Erich Kästner, der mir hilft: Pegida tötet jeden Glauben an die Heimat. Eine poetische Beschwörung von Stefan Berg.


Zum ersten Mal in meinem Leben bekomme ich Angst, wenn ich an Deutschland denke, mein Land, das ich liebe stromaufwärts die Oder, das ich liebe stromabwärts den Rhein, aber das ich nicht mehr lieben kann an jedem Teil der Elbe. Deutschland spaltet sich, oder es wird gespalten, ich weiß es nicht. Ich träume davon, dass ich ein Kind schützen muss. Fast jede Nacht. Ich halte es im Arm, wie eine Mutter, die ein Kind schützt. Ich bin der Soldat aus dem sowjetischen Ehrenmal meiner Kindheit. Ich halte das Kind, gerettet aus einem brennenden Haus...

spiegel.de 23.10.2015

Auch der syrische Brückenkopf sendet mitleidheischende Poesie, dummerweise in der seit zehn Jahren wieder abgeschafften Urreformschreibung:

„Es tut mir Leid... "
Abschiedsbrief eines ertrunkenen Flüchtlings an seine Mutter

Liebe Mutter,
es tut mir Leid, dass das Schiff gesunken ist. Ich konnte mein Ziel nicht erreichen, damit ich dir das Geld schicken kann, dass du mir für meine Reise geliehen hast. Bitte sei nicht traurig, dass mein Leichnam nicht gefunden wird... Meine Träume waren nicht so groß wie die Träume der Anderen. Sie waren so groß wie eine Medikamentenpackung gegen deine Schmerzen und die Behandlungskosten für deine Zähne. Im Übrigen, meine Zähne haben jetzt durch die Algen im Meer eine grüne Farbe bekommen, aber trotzdem sind sie immer noch schöner als die Zähne des Diktators.
Es tut mir sehr Leid, dass ich dir das Holzhaus, das ich in meiner Fantasie hatte, nicht bauen konnte... Mein Dank gilt allen Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehkanälen, die meine Todesnachricht für einen Tag lang jede Stunde senden werden!
Es tut mir sehr Leid, dass ihr wegen meines Todes traurig sein werdet.
Es tut mir Leid, dass ich ertrunken bin.

Über Jamal Karsli (frei übersetzt)

islam.de 12.8.2015

Schade um den berührend erdachten Brief. Auch zehn Jahre nach dem Teilrückzug der Kultusminister aus der Urreform ist der Unsinn noch nicht aus den Köpfen heraus, den man zuvor zehn Jahre lang in sie eingebleut hatte.

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Sigmar Salzburg
30.09.2009 06.48
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Der Führer der Supermacht kann einem Leid tun

Merkel geht siegessicher in G-20-Verhandlungen
WELT ONLINE – ‎24.09.2009‎
Fast kann der Führer einer Supermacht einem Leid tun, aber man kann da gut hinter verschlossenen Türen wirken. Wo ein Wille der Kanzlerin ist bei ...

WELT.de 24.9.09

Die Schreibung „weh tun“ war mit der „Reform“ verboten worden. Das wurde notwendig, weil man sonst analog zu „Leid tun“ auch „Weh tun“ hätte verlangen müssen. Als 2006 der Zusammenbruch der falschen „Leid“-Kultur nicht mehr aufzuhalten war, versüßte Ratsmitglied Eisenberg den geprellten, aber trotzdem rechthaberischen Kultusministern den Ausstieg mit der Behauptung, „leid tun“ ließe sich grammatisch nicht deuten, weswegen man „leidtun“ zusammenziehen müsse. Damit wäre die Großschreibung kein Thema mehr. Dadurch war aber der Grund für das „wehtun“ hinfällig. Es blieb nur noch unterwürfige Dudenempfehlung und durfte wieder getrennt werden. Das konnte man nun aber beim gleichartigen „leidtun“ nicht zulassen, denn dann wäre offensichtlich geworden, daß inkompetente Kultusminister unfähigen Reformisten auf den Leim gegangen waren. Also mußte der Anschein von Reformbedarf aufrechterhalten werden, der nun mit der Alleinzulässigkeit der Zusammenschreibung gewahrt wurde.

Die Überprüfung der Anwendung dieser albernen Spitzfindigkeit mit Google News zeigt aber, daß 80 Prozent der aktuellen Online-Veröffentlichungen dennoch die getrennte Schreibung als richtiger empfinden. Da ja der tatsächliche Schreibgebrauch beobachtet und wieder Maßstab werden soll, wäre eine schnelle Zulassung auch an den Schulen notwendig. Dies dürfte aber bei der bekannten Uneinsichtigkeit der Kultusminister wieder Jahre dauern. Erschreckend ist auch, daß die falsche Leid-Substantivierung immer noch in 20 Prozent der Fälle angetroffen wird, sogar bei renommierten Zeitungen. Die Heilung der Schäden, die die Kultusminister mit ihrem Reformismus angerichtet haben, wird offensichtlich noch Jahrzehnte dauern.


Ein Monat „Leid tun“ u.ä. bis 29.9.09:
Autowelt, lifego Infotainment Magazin, WELT ONLINE, Goal.com (2x), Mitteldeutsche Zeitung (2x), Topnews, Lippische Wochenschau, ZEIT ONLINE, Fansoccer, DMM, Yucca Tree Post, Marler Zeitung, Allrad-News.de, Junge Welt, nh24.de, Kölner Stadt-Anzeiger, Computerwelt, Planet Interview, Motorsport-Total.com, kreiszeitung.de, LAOLA1.at

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Sigmar Salzburg
18.06.2009 17.19
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Jürgen Habermas [Würdigung in Focus]

Kommunikationsprobleme, überall!
Der Großkommunikator wird 80: Jürgen Habermas gilt als bedeutendster deutscher Sozialphilosoph. Warum eigentlich? Und wieso Philosoph?
Von FOCUS-Redakteur Michael Klonovsky
...
[Gegenüber den üblichen Lobreden eine bemerkenswert distanzierte Darstellung. Uns kann hier nur ein Widerspruch beschäftigen: Seine „Theorie des kommunikativen Handelns“ schließt, bei aller Wertschätzung der Bürgerinitiativen, anscheinend nicht aus, ihnen schreiblich in den Rücken zu fallen und bei Suhrkamp auf dem Neuschrieb zu bestehen. – Noch einige Sätze aus der Focus-Würdigung:]
...
Sein Werk wurde in alle Weltsprachen übersetzt außer ins Deutsche. Also muss doch etwas dran sein, ruft verzweifelt der sich mit diesen Texten herumquälende Leser. Was mag das sein? ... Zunächst einmal ist eine Demokratietheorie aus – ausgerechnet – Deutschland eine bemerkenswert solitäre Sache, zumal ihr das universell anerkannte Gütesiegel „Made by Good Will“ anhängt. Habermas profitiert von der weltweit berühmten deutschen Philosophie, als deren demokratisch geläuterter Erbe er auftreten kann. Dass er seine letztlich simplen Postulate in einem Jargon schwerstverständlicher Geschraubtheit vorträgt, geht offenbar bei vielen Studenten als gesteigerter Tiefsinn durch. …

focus.de 17.6.09

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Karl Eichholz
29.09.2005 10.56
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Politikmüdigkeit und wie weiter?

© Leipziger Volkszeitung vom Donnerstag, 29. September 2005

Politikmüdigkeit und wie weiter?

...

...

Sorgen machen sie sich dagegen um die sprachliche Kultur der politischen Klasse. „Es schmerzt“, sagt Kunze, wie Politiker oft redeten. Der Gipfel des Sprachmissbrauchs sei aber die Rechtschreibreform. Loest erweitert die Politikerschelte mit der Bemerkung, das „wunderbare Kunstwerk“ der deutschen Sprache beherrschten immer nur „10 oder 12 oder 18 Menschen“, lässt freilich im Dunkeln, ob er sich selber dazu zählt. Politiker könnten diese seltenen Wesen als Redenschreiber engagieren, siehe Helmut Schmidt und Siegfried Lenz. Womöglich war das ja ein Angebot.

http://www.lvz-online.de/lvz-heute/8633.html
__________________

mit herzlichen Grüßen
Karl Eichholz

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Karl Eichholz
19.09.2005 09.26
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vier Millionen Analphabeten

Ich will die Kulturrevolution

Jörg Immendorff über Deutschlands Zukunft und die Krankheit, die seine Malerei verändert



Kritisch, aber nicht ohne Liebe zu seinem Heimatland: „Deutschland muß sich verändern!“, findet Jörg Immendorff

...

Wenn Sie heute Ihr Café Deutschland noch einmal malen würden, wie sähe es aus?

Das Café Deutschland würde provokanter sein. Ich muß es noch einmal sagen: Die Teilung war für mich allerdings nie ein deutsches Phänomen, sondern die beiden Länder waren Frontstaaten der beiden Supermächte. Es war eine Weltfrage. Insofern hat die Kunst etwas Universelles. Heute gäbe es im Café Deutschland eine Kulturrevolution! Mit Reformen ist der allgemeinen Entwicklung nicht mehr beizukommen. Nehmen wir einmal das innerhalb Deutschland noch nicht standardisierte Abitur im globalisierten, erweiterten Europa. Oder die Rechtschreibreform, ein Moloch in Zeiten knapper Kassen, mit ungeheuerlichem ökonomischem Aufwand gegen die Betroffenen durchgezogen. Wir haben vier Millionen Analphabeten, das sage ich radikal: Diese Leute dürfen nicht wählen. Jemand, der nicht in der Lage ist, Programme zu lesen und Argumente zu entwickeln, kann nicht bewerten. Unsere Zukunft kann also nur über eine stärkere qualifizierte Bildung gehen. Unsere Jugend muß am internationalen Wettbewerb teilnehmen können. Ist der Schultypus von heute noch der Schultypus von 2050, die Kunstakademie noch die Akademie von 2050? Es muß ein Ruck durch unser Land gehen.

...

http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/09/19/feuilleton/780424.html
__________________

mit herzlichen Grüßen
Karl Eichholz

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glasreiniger
05.09.2005 12.53
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Die Deutschen müssen einem Leid tun

Heute brachte „Spiegel Online“ obige Überschrift. Wenige Minuten, nachdem ich sie in de.etc.sprache.deutsch anprangerte, wurde sie in richtiges Deutsch geändert, sogar als „leid tun“, nicht „leidtun“.

Tatsächlich handelte es sich um einen Pressespiegel, bei dem die Salzburger Nachrichten mit dieser absurden Überschrift zitiert wurden. Warum sollten wir Deutschen irgendeinem Salzburger Leid zufügen? Warum nur einem, nicht Einem?

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