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Spektrum der Wissenschaft
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Sigmar Salzburg
23.06.2017 10.33
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Quanten- und Quäntchenforschung

Die Chinesen mit ihrer Zeichenschrift, tausendfach schwieriger als die deutsche Rechtschreibung, stoßen in die Spitze der Wissenschaft vor und veröffentlichen die Ergebnisse in der zwanzigfach konfuseren englischen Orthographie:

Quantenteleportation: Verschränkte Photonen aus dem All
Chinesische Forscher stellen per Satellit einen Quantenlink zwischen 1200 Kilometer voneinander entfernten Bodenstationen her. Ein Meilenstein – der ganz nebenbei fundamentale Tests der Quantenphysik ermöglichen könnte...

Das chinesische Experiment war im Vorfeld mit großer Spannung erwartet worden. Es gilt als wichtiger Test in der Disziplin der Quantenkommunikation, die den Austausch abhörsicherer Nachrichten in Aussicht stellt. Mittels Quantenlink könnten zwei Parteien so_genannte Quantenschlüssel austauschen... Bislang funktionierte derartige Quantenkommunikation aber selbst bei optimalen Bedingungen nur über Strecken von gut 100 Kilometern. Denn sowohl in den besten verfügbaren Glasfaserkabeln als auch in Luft stoßen zur Übermittlung eingesetzte Lichtteilchen auf Atome, wodurch die Verschränkung früher oder später verloren_geht.
spektrum.de 16.6.2017... 本周Science 2017年6月16日
Während der zuletzt zwanzigjährigen Aufstiegsphase der chinesischen Wissenschaft schufen die deutschen Quäntchen-Forscher und -Politiker den Rat für Rechtschreibung, um das „Quentchen“ und „daß“ endgültig auszurotten und die Getrenntschreibung wieder einmal neu zu regeln.

Aber zum Inhalt der Meldung: Wichtiger als die Kryptographie ist die philosophische Erkenntnis, daß „Raum und Zeit Illusionen“ sind, wie Einstein es einmal ähnlich formulierte. Gerade er, der Entdecker der Lichtgeschwindigkeit als fundamentale Konstante der Wirkungsfortpflanzung, wollte nicht glauben, daß es auch den Raum mißachtende zeitlose Zusammenhänge geben könne. Der irreführend „Quantenteleportation“ genannte Effekt zeigt, daß die Natur manche Erhaltungsgesetze strenger einhält, als die Unschärferegelungen der Quantenphysik glauben machen wollen.

Der Drehimpuls muß erhalten bleiben. Wenn von einem Photonpaar eins gezwungen wird, mit einem Drehimpuls in einer bestimmten Richtung in Erscheinung zu treten, so kann das andere nur gegensätzlich gefunden werden, unabhängig von der Entfernung. Eine einsehbare, wenn auch irre Lösung bietet bisher nur die Viele-Welten-Theorie von Everett, die etwa besagt, daß alle paarweisen Ergebnisse bereits vorbestimmt sind und wir beim Messen nur in die betreffende Dimension eintauchen.

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Sigmar Salzburg
12.06.2017 04.17
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Die schönste Formel der Welt

Der Astronom Florian Freistetter schreibt in seiner mathematischen Kolumne in „Spektrum der Wissenschaft“, pflichtgemäß reformiert und gegendert:

Ich möchte mich mit einer Formel beschäftigen, die, wenn man Mathematikerinnen und Mathematiker nach der „schönsten Formel“ fragt, immer wieder auf Platz 1 landet. Und zwar völlig zu Recht. Es ist auch meine absolute Lieblingsformel:
e = – 1

Das ist die berühmte "eulersche Identität“. Sie vereint drei der wichtigsten Konstanten in Mathematik und Physik: Die Kreiszahl π, die imaginäre Einheit i und die Basis des natürlichen Logarithmus, die eulersche Zahl e. Manchmal findet man die Formel auch in der Form e + 1 = 0, um auch noch die beiden Konstanten 0 und 1 miteinzubeziehen.
spektrum.de 4.6.2017
Wenn man die veröffentlichte Literatur durchsieht, stellt man fest, daß die Schreibung „Eulersche Formel“ u.ä. immer noch bevorzugt wird und die einzig angemessene ist gegenüber der mühsam erschwitzten Darstellung „eulersche“ oder „Euler’sche“ der „Reform“. Sollte nicht anfänglich „goethesch“ bedeuten „in der Art von Goethe“? „In der Art von Euler“ wäre Quatsch. Es ist Eulers Formel.

Im übrigen bedeutet die geheimnisvolle Zahl „i“ nichts anderes als die nötige Erweiterung der reellen Zahlenreihe ins Zweidimensionale, da Erkennbarkeit in jedem Punkt unseres physikalischen Raumes nur bei Berücksichtigung des ständigen zyklischen Wandels in andere Daseinsformen möglich ist. Unter einem anderen Aspekt ist „i“ eine ganz gewöhnliche Zahl, nämlich 1.

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Sigmar Salzburg
26.05.2017 10.32
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Intelligenz:

Der Geist steckt nicht im Gen

40 neue Intelligenzgene listet eine Studie auf. Doch das Ergebnis dürfte Erbgut-Enthusiasten vor allem ernüchtern.


von Lars Fischer

Die Zahlen klingen eindrucksvoll: 40 neue Intelligenzgene und 336 Mutationen, die mit Intelligenz zusammenhängen, kamen bei einer aktuellen Studie an über 78 000 Individuen zum Vorschein. Doch was nach einem echten Durchbruch bei der Erklärung der menschlichen Geisteskräfte klingt, zerschlägt bis auf Weiteres alle Hoffnungen, mit genetischen Methoden Intelligenz zu verbessern oder auch nur vorherzusagen.

Bei näherer Betrachtung nämlich ist die Ausbeute der jetzt in „Nature Genetics“ veröffentlichten Studie mäßig: Knapp ein Zwanzigstel des Intelligenzunterschiedes zwischen zwei Individuen, so das Autorenteam um Danielle Posthuma von der Freien Universität Amsterdam, lasse sich nun auf bekannte Gene zurückführen. Immerhin doppelt so_viel wie zuvor, aber nach wie vor ein Resultat ohne klinische oder gesellschaftliche Relevanz...

… weiter bei: spektrum.de 22.5.2017

Die Intelligenz des Menschen reicht nicht aus, das vielfältige Zusammenwirken von Genen und Umwelt zu sicheren Voraussagen über die zu erwartende Intelligenz zu verrechnen. Intelligenztests können auch nur ganz grobe Werte ermitteln. Andere gesellschaftliche Verhältnisse begünstigen auch andere Formen der Intelligenz. Im heutigen chaotischen Mitteleuropa ist wissenschaftliche Intelligenz weniger gefragt als anpasserische Intelligenz.

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Sigmar Salzburg
10.02.2017 06.17
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Vermurkstes Deutsch – als Wissenschaftssprache inzwischen belanglos

Der Amsterdamer Physiktheoretiker Erik Verlinde erklärt die Gravitation zu einem Nebeneffekt der Quantenmechanik und kann die beobachtete Galaxiendynamik ohne die Dunkle-Materie-Hypothese erklären:

Die Theorie sagt korrekt die schwerkraftbedingte Verzerrung der Galaxienbilder voraus – diese Gravitationslinsen waren ein weiteres Phänomen, das bislang der Dunklen Materie zugeordnet wurde. Allerdings hatte Ähnliches auch schon der Begründer von MOND [Modifizierte Newtonsche Dynamik] gezeigt ... ...
Im orthographisch reformierten Universum stört dagegen die unterschiedliche Schwere von „dergleichen“ und „ähnlichem“. Dasselbe gilt für die konfusen Lücken- und f/ph-Theorien:
... mathematisch lassen sich ... holografische Universen ... inzwischen immer besser beschreiben – allerdings nur in solchen Universen, deren Geometrie an die Kunstwerke von M. C. Escher erinnert, den so_genannten Anti-de-Sitter-Räumen ...

spektrum.de 8.2.2017
Fast gleichzeitig mit der Rechtschreib„reform” endete auch die deutschsprachige Wissenschaftstradition.

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Sigmar Salzburg
07.02.2017 16.28
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Die Reform der Fleisch Fressenden

Fleisch fressende Pflanzen:

Wie Gene harmlose Pflanzen zu Karnivoren machen


Wenn Pflanzen sich von mehr als Licht und Luft ernähren wollen, müssen auch ihre Gene mitspielen. Was veränderte die Evolution im Erbgut Fleisch fressender Botanik? ...

Die Leistung von Fleisch fressenden Pflanzen wird oft unterschätzt, obwohl sie es doch geschafft haben, zwei grundsätzlich unterschiedliche Lebensentwürfe gleichzeitig umzusetzen: Sie betreiben Fotosynthese, schaffen es aber zugleich, Futter zu fangen und zu verdauen und so unter denkbar ungünstigen Umweltbedingungen zu überleben...

Das Genom einer karnivoren Pflanze aus Australien ist nun entziffert: Die Besonderheiten im Erbgut der Kannenpflanze Cephalotus follicularis machen deutlich, wann und wie Fleisch fressende Pflanzen zu dem wurden, was sie sind...

Tatsächlich scheint die Evolution sogar bei nur sehr weit entfernt verwandten Fleisch fressenden Pflanzen wie dem Sonnentau, der gar keine Kannenfallen besitzt, sehr ähnlich verlaufen zu sein, so die Autoren.

spektrum.de 6.2.2017

Nachtrag: Die Konkurrenz schreibt vernünftig herkömmlich:

Grüne Fleischfresser geben Geheimnisse preis
... „Offenbar gab es nur begrenzte Möglichkeiten, um zu einer fleischfressenden Pflanze zu werden“, sagt Albert.
wissenschaft.de 6.2.2017

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Sigmar Salzburg
30.11.2016 17.53
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Spektrum: Immer noch hohe Reformunfugsdichte

Perowskit-Solarzellen: Das Graphen der Fotovoltaik
In der Solarzellenbranche heißt das Wundermaterial Perowskit: viel versprechend, immer vorne dabei, aber noch kaum alltagstauglich... Wie viel Prozent der einfallenden Sonnenenergie wandelt die Solarzelle in Strom um? ... Noch sind die Zellen, an denen diese Werte gemessen werden, aufwändig konstruierte Unikate – und sehr klein... Aber auch in einigen industriellen Forschungslaboren arbeiten Wissenschaftler an diesem viel versprechenden Material ...
spektrum.de 24.11.2016

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Sigmar Salzburg
04.08.2016 04.41
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Grillen – Krebs erregend?

Evolution: Mensch genetisch quasi fürs Grillen optimiert

Neandertaler
[und Denisova-Mensch] hatten es nicht – unsere Vorfahren aber schon: ein Gen, das die schädlichen Folgen von inhaliertem Rauch extrem abmildert. Das half uns einst am Lagerfeuer...

Gerade in den kälteren Klimazonen Europas und Asiens waren alle drei Menschengruppen auf die Wärme ihres Lagerfeuers angewiesen, zudem lässt sich gekochte oder gegrillte Nahrung besser verdauen. Die beiden archaischeren Arten dürften sich diese Vorteile allerdings mit größeren gesundheitlichen Risiken erkauft haben als der moderne Mensch. Rauch wirkt Krebs erregend ...
spektrum.de 2.8.2016

Spektrum huldigt weiter der Ur-„Reform“, die das Adjektiv „krebserregend“ abschaffen wollte.

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Sigmar Salzburg
28.07.2016 07.21
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Ur-Reform

Artenschutz: Stärker als ein Stier
Auerochsen waren die mächtigsten Wildrinder Europas. Sie starben aber leider aus. Ein neues Zuchtprogramm soll sie wieder erschaffen und in die Freiheit bringen.


... Das Mammut beispielsweise soll mit extrahierter Mammut-DNA und der Hilfe von Asiatischen Elefanten in den folgenden Jahrzehnten von den Toten auferstehen. Die Wandertaube oder der Dodo sind weitere Kandidaten.

Auf den ersten Blick passt auch das Programm der niederländischen Stiftung Taurus in diese Aufzählung: In Zusammenarbeit mit der Universität Wageningen und der Naturschutzorganisation Rewilding Europe will sie in 15 Jahren mehrere hundert „Tauros-Rinder“ in die Wildnis entlassen. Das Besondere dabei: Die Tiere werden ziemlich genau wie die mythischen Auerochsen aussehen. .. „Wir brauchen Tiere, die sich auch gegen Wölfe und Bären behaupten, eisige Winter überstehen und mit karger Kost überleben können. Das schafft kein Hausrind.“ Für so etwas bräuchte es schon eher ein Tier wie den Auerochsen, auch Ur genannt. Allerdings starb das letzte Exemplar 1627 in Polen... Das Genom der Auerochsen ist mittlerweile entziffert. Rückzüchtungen können daher auf maximale Ähnlichkeit abzielen...

Große Wildnisgebiete sind bereits vorhanden. Oft karge und abgelegene Regionen, die stark unter Landflucht leiden. Einige von ihnen wie das Donaudelta in Rumänien ... Wisente wurden bis auf eine Hand voll Tiere ausgerottet und gerade noch gerettet, zudem sind sie wie der Rothirsch eher im aufgelockerten Wald zu Hause. Und so genannte Heckrinder – die ebenfalls den Auerochsen ähneln sollen – ...

Einen ersten Versuch in diese Richtung unternahmen die Brüder Lutz und Heinz Heck bereits in den 1920er und 1930er Jahren. Sie kreuzten verschiedene Rassen miteinander, bei denen sie – nicht selten zu Unrecht – Ähnlichkeiten zum Ur entdeckt zu haben glaubten ...

Im Vergleich zu den Versuchen der Heck-Brüder wurde das Tauros-Zuchtprogramm wesentlich akribischer und transparenter vorbereitet. An seinem Anfang stehen grundlegende wissenschaftliche Untersuchungen mit wichtigen Erkenntnissen, von denen die Hecks nichts wissen konnten: 2012 gelang es David MacHugh vom University College Dublin und seinem Team, das Genom eines 6750 Jahre alten englischen Auerochsen zu entziffern... Die Tauros-Zucht kann sich also auf die tatsächliche genetische Ähnlichkeit zum Wildrind stützen.

Von der Liste mit den 35 Rinderrassen haben es neun ins Zuchtprogramm geschafft: vier aus den „Top Ten“ [Urreform „Topten]... „Die Ergebnisse, die wir seit dem Start der Zucht 2009 erzielt haben, sind sehr viel versprechend", sagt Goderie... „Als Nächstes geht es darum, das Potenzial eines Tieres so früh wie möglich beurteilen zu können“, sagt Goderie...

... Falls es den Koordinatoren des Programms tatsächlich gelingt, die wilden Rinder von der EU als echte Wildtiere anerkennen zu lassen, bekommt die Natur Europas etwas zurück, was jahrhundertelang gefehlt hat – gleich, ob das nun Auerochsen oder „nur“ Tauros-Rinder sind.
spektrum.de 26.7.2016

Der Verfasser Ralf Stork führt unvorsichtigerweise die Rückzüchtungsversuche von Lutz (und Heinz) Heck an, die bereits vom Humanistischen Pressedienst als Naziblendwerk entlarvt worden sind:

Die pseudowissenschaftlichen Experimente, die er zur “Rückzüchtung” von Auerochsen und Wisenten betrieb, wurden von Göring höchstpersönlich gefördert. 1938 erhielt Heck anläßlich des “Führergeburtstages” den Titel eines Professors verliehen, zwei Jahre später wurde er zum Leiter der Obersten NS-Naturschutzbehörde ernannt. Göring sorgte auch dafür, dass Heck 1935 für seinen Zoo eine reich bemessene Geländeschenkung aus preußischem Staatsbesitz erhielt ...
hpd 5.5.2014
Naturschutz und Rückzüchtungen wären sicher bei einem Kommunisten wie Trofim Lyssenko in besseren Händen gewesen.

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Sigmar Salzburg
19.07.2016 08.18
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Spektrum, sonst vor allem wegen der „so genannten“-Reform auffällig.

Demnach könnte ein sehr dichtes Objekt, das einen Pulsar schnell und eng umkreist, dessen Radiosignale auf die beobachtete Weise verzerren. Dazu müsste das Objekt allerdings mit einem nicht geringen Anteil der Lichtgeschwindigkeit in wenigen Minuten und enger als bei allen bekannten Paarungen im Universum den Pulsar umlaufen.
spektrum.de 18.7.2016

„Dazu müßte das Objekt allerdings fast mit Lichtgeschwindigkeit“ ... oder „mit mehr als der halben Lichtgeschwindigkeit ...“

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Sigmar Salzburg
17.03.2016 07.06
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Reform und Transhumanismus

Der Chefredakteur der Zeitschrift „Bild der Wissenschaft”, Rüdiger Vaas, hat anläßlich des Sieges des Rechnerprogramms AlphaGo über den Go-Weltmeister Lee Sedol einen euphorischen Artikel verfaßt, der vom Humanistischen Pressedient verbreitet wurde:

Das Computerprogramm AlphaGo hat den Weltmeister Lee Sedong besiegt – und eine neue Epoche eingeleitet
Die Selbstüberwindung des Menschen – ein Nachruf und Kommentar


Es ist nicht das erste Mal, dass Computer über Menschen triumphieren. Schon billige Taschenrechner sind jedem Mathematiker im Multiplizieren und Wurzelziehen seit Langem überlegen... Es ist dieser holistische Zugang, eine Art von Mustererkennung, zu der biologische Systeme im Allgemeinen viel effektiver fähig sind als die pure digitale Rechenkraft... „Was groß ist am Menschen, das ist, dass er eine Brücke und kein Zweck ist: was geliebt werden kann am Menschen, das ist, dass er ein Übergang und ein Untergang ist“, schrieb Nietzsche. Wohin der Übergang führt, wenn er weitergeht, bleibt ungewiss. Doch es erscheint gut möglich, dass der Mensch jetzt, im März 2016, die Fackel weitergegeben hat. Das Schilfrohrdenken ist nicht mehr seine prominente Auszeichnung, er sollte sich nicht allzu_viel darauf einbilden. Jetzt hat das Zeitalter des Transhumanismus begonnen.
hpd.de 11.3.2016

[Dagegen ist in „Spektrum“ zu lesen:]

Sieg von AlphaGo:
Meinung: Es war nur ein Spiel

von Eva Wolfangel
Und auch unter anderen Gesichtspunkten ist Go eine der leichter zu lösenden Aufgaben für die künstliche Intelligenz: Gerade beim überwachten maschinellen Lernen sind Daten das A und O: Der Algorithmus lernt nicht aus vorgegebenen Regeln, sondern anhand von Beispielen. Sind diese so_genannten Trainingsdaten repräsentativ für die später vom Computer zu lösende Aufgabe, so lernt die Software umso präziser, je mehr Daten sie zur Verfügung hat... . In vielen Fällen können nicht einmal die Entwickler nachvollziehen, ob der Computer richtig liegt. Bei Go ist das ganz einfach: Wer gewinnt hat Recht... Das echte Leben ist viel komplexer als Go.
spektrum.de 12.3.2016

Zweifellos hätten die assholistisch denkenden Apparatschiks der Rechtschreib„reform“ auch mit transhumanen Rechnerimplantaten im Gehirn keine sinnvolle Reform zustandegebracht.

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Sigmar Salzburg
08.08.2015 03.43
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15 Jahre „so genannte“ Reform bei Spektrum

5 Manipulieren Katze[n] ihre Beute?

... zumindest Hauskatzen verfügen auch über subtile Einflussmöglichkeiten, um sich zukünftige Nahrung leichter zu sichern: Offensichtlich manipulieren sie diese schon früh im Leben mit einem besonderen Duftstoff im Urin. Mit ihrem Harn setzen die Katzen das so genannte Felinin frei, das von Nagetieren wahrgenommen wird und in derem Körper verschiedene Reaktionen bewirkt. Wachsen Jungmäuse in einem Umfeld mit Katzen auf, nehmen sie den Geruch zwar schneller auf und reagieren gestresster, dennoch verhalten sich diese Mäuse furchtloser: Sie zeigen weniger Angstreaktionen und fliehen später als Nager, die erst in höherem Alter mit Felinin in Berührung kommen – und damit werden sie leichter ein Opfer der Katze.
spektrum.de 7.8.2015

Heute wirken unsere gleichgeschalteten Medien und Zwangsgebührensender wie Katzenurin. Die Bürger sollen ihre natürliche Abneigung gegen Rechtschreib-, Währungs- und Bevölkerungsreformen verlieren. *

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Sigmar Salzburg
05.08.2015 08.11
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Spektrums Gender-Neudeutsch

Auch Hunde verfügen über eine Region im Gehirn, die auf die Verarbeitung von Gesichtern spezialisiert ist. Darauf deutet nun eine neue Studie hin, die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen um Gregory Berns von der Emory University in Atlanta im Fachmagazin „PeerJ“ veröffentlichten. Die Forschenden zeigten Hunden im Magnetresonanztomografen Bilder und Videos von Menschen- und Hundegesichtern sowie von verschiedenen Gegenständen. Dabei entdeckten sie, dass eine bestimmte Region im Schläfenlappen der Vierbeiner stärker aktiv wurde, wenn sie die tierischen und menschlichen Gesichter betrachteten, als wenn sie die neutralen Objekte ansahen.

spektrum.de 4.8.2015

Wo schon zuvor beide Geschlechter genannt wurden, käme kein Normaldenkender auf die Idee, mit „Forscher“ seien nur die Männer gemeint. Der Gleichstellungswahn zersetzt das gute Deutsch und seine Grammatik.

Die provinziell-reformierten „Tomografen“ werden in der übrigen wissenschaftlichen Welt mit „ph“ geschrieben.

Das inflationäre Auftreten der „Vierbeiner” ist eine Folge des stilistischen Wortwiederholungsverbots. In der Umgangssprache gibt es diese Journalistenerfindung nicht.

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Sigmar Salzburg
10.06.2014 20.40
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Spektrum der Wissenschaft Mai 2014

Wohlmeinende haben mir ein Exemplar des „Spektrum der Wissenschaft“ vom letzten Monat überlassen. Ich hatte die Zeitschrift ja vor 14 Jahren wegen der Umstellung auf die „Rechtschreibreform“ abbestellt.

Anscheinend benutzt der Verlag auch heute noch die Software der unverbesserten Urreform. Schon auf der Titelseite prangt dem Leser das Schlüsselwort der Reform entgegen: „Missstände in der biomedizinischen Forschung“. Das Hauptthema soll sein: „Ist die menschliche Sprache einzigartig? Der Blick ins Gehirn führt Linguisten zu einem neuen Bild unserer Kommunikation.“ Außer vagen Mutmaßungen bringt der Text aber nichts wirklich Neues. „Neutrinos. Die Geisterteilchen weisen auf eine neue Physik.“ Das gleiche auch hier.

So geht es das ganze Heft hindurch, immer begleitet von dem stotternd belehrenden

„so genannt“.
In diesem Spektrum-Heft wird es dem Leser 30mal untergeschoben. Schon um 2000 war klar, daß diese Ausgeburt der Trennschreib-Ideologie keinen Bestand haben kann. Medien, die etwas auf sich halten, wie der „Spiegel“ oder die „Zeit“, verwenden sie schon lange nicht mehr. Ansonsten gibt es außer den alles „versiffenden“ neuen ss noch eine Vielfalt von Reformmist unterschiedlicher Konsistenz:

im Wesentlichen, das 39-Fache, he-rausgefunden, als Nächstes, aufwändiger, ein viel versprechender Weg, diese Ergebnisse waren derart viel versprechend, Potenzial, rekons-truiert, geheim hält, hi-naus, aufs Neue, im Großen und Ganzen, als Erstes, eine Hand voll, im Allgemeinen, der ers-te, zu Stande, vo-rübergehen, bei Weitem, Letztere, Messergebnisse, seit Langem, seit Längerem, des Weiteren, zu Grunde, des Gleichen, schlu-cken, res-pektieren, das Kons-tanzer Konzil, von den 100.000 hergestellten Chemikalien seien maximal einige hundert Besorgnis erregend.

Nur die Seite 103 bringt historische Notizen der Jahre 1914 und 1964 – in der damaligen anständigen Rechtschreibung, z.B.:

Wissenschaftler wandern aus
»›Seit 1945 sind 4000 deutsche Wissenschaftler nach Amerika ausgewandert, 3000 davon allein seit 1952.‹ Diese Zahlen nennt der deutsche Physiker Dr. Herbert W. Franke. Die europäischen Nachbarländer wüßten ebenfalls von der Abwanderung der Wissenschaftler nach den Vereinigten Staaten zu berichten. Setze man die Ausbildungskosten für einen Naturwissenschaftler mit 40.000 DM an, dann ergebe sich bei nur 150 Auswanderern pro Jahr ein Verlust von jährlich 6 Millionen DM für die deutsche Wirtschaft.« Elektronik, 5/1964, S. A 33

Aber die deutsche Politik war da schon um einen Ausgleich bemüht, indem sie Fachkräfte aus Anatolien anwerben ließ.

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Sigmar Salzburg
31.10.2013 10.08
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Spektrum der Wissenschaft

Nach 26 Jahren

1987 las ich im „Spektrum der Wissenschaft“:

... Das Ziel der 3. Orthographischen Konferenz [1986] ist eine zwischenstaatliche Vereinbarung darüber, daß neue und einfachere „Regeln der deutschen Rechtschreibung“ anstelle der von 1901/1902 in allen betroffenen Staaten verbindlich werden und daß die so erreichte Einheitlichkeit der Rechtschreibung im deutschschreibenden Raum auch in Zukunft erhalten bleibt...

Wissenschaftlich war eine Reform der deutschen Rechtschreibung noch nie so gut vorbereitet wie heute; und zudem – wohl auch darin begründet – besteht auf politischer Ebene eine größere Bereitschaft dazu als je zuvor. Falls all dies nicht innerhalb der nächsten Jahre – sagen wir bis 1991 – eine Reform der deutschen Rechtschreibung bewirkt, wird es in absehbarer Zeit keine Reform geben.

Dr. Mentrup ist Mitglied der Kommission für Rechtschreibfragen und arbeitet am Institut für deutsche Sprache, Mannheim.

Spektrum 8/1987

Dreizehn Jahre später kündigte ich das Abonnement der Zeitschrift wegen ihres Kotaus vor der Rechtschreibreform. Weitere dreizehn Jahre später habe ich erstmals wieder ein aktuelles Exemplar des „Spektrum“ in der Hand und lese:

Es geht um die so genannte bornsche Regel, benannt nach dem deutschen Physiker Max Born (1882-1970)... Fuchs zeigte nun einen mathematischen Weg, wie sich die bornsche Regel fast vollständig in der Sprache der Wahrscheinlichkeitstheorie ausdrücken lässt... »Ich spiele mit der Idee«, gesteht er, »dass die bornsche Regel das bedeutsamste Axiom der gesamten Quantentheorie ist.«

Wir sehen hier „Reform“ auf kleinstem Raum:
– Das ss- und dass-Gift der Heyse-Regel, die kein Normalbürger gekannt oder gar verlangt hatte, die ihn aber nun täglich schurigelt, die den Kulturbruch, die Spaltung der Rechtschreibung und die Milliardenschäden bewirkt hat;
– den albernen Reformerfurz „so genannt“, der in stilbewußteren Medien schon wieder verpönt ist;
– und schließlich die dumme Eigennamen-Kleinschreibung, hier trotz der Bedeutsamkeit der Bornschen Regel.


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