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Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
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Kevin Kraus
15.08.2017 09.14
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Aus dem Saarland – Anfrage: Geplante Einführung von arabischem und türkischem Sprachunterricht


Geplante Einführung von arabischem und türkischem Sprachunterricht

An die Vorsitzende des Landesfachausschusses der CDU Saar,
Frau Abgeordnete Jutta Schmitt-Lang,
An den bildungspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion im saarländischen Landtag,
Herrn Abgeordneten Frank Wagner,

Sehr geehrte Frau Schmitt-Lang,
sehr geehrter Herr Wagner,

zu diesem Thema würde mich einmal interessieren, ob unser Bildungsminister Herr Commercon auch Deutsch als Weltsprache sieht, auch wenn Deutsch meines Wissens im Unterschied zu Arabisch nicht zu den offiziellen Sprachen der UNO zählt.

Statistiken zur arabischen Sprache (Koranarabisch, Hocharabisch und zahlreiche volkssprachliche Varianten) sind ziemlich problematisch; wenn z.B. zu lesen ist, dass 200 Millionen Arabisch und 100 Mill. Deutsch als Alltagssprache verwenden, dann entsteht ein falscher Eindruck. Wohl weniger als 90 Millionen – wie z.B. innerhalb Ägyptens – können sich wirklich mit der arabischen Volkssprache (hier die ägyptische Variante) verständigen. Nur stati[sti]sch erscheint Deutsch hier ‘unterlegen’ zu sein.

Wenn man Zahlen zwischen Arabisch und Deutsch z.B. im Hinblick auf Zahl der Bücher, Artikel auf Wikipedia, Übersetzungen in die oder aus der jeweiligen Sprache vergleichen würde, dann würde man erkennen, wie weit das Arabische hinter vielen anderen Sprachen liegt; im Hinblick auf ‘Weltsprache’ besteht auch hier eine große Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit – leider nicht untypisch für viele, in der Öffentlichkeit agierende Menschen in islamisch geprägten Ländern.

In der Hoffnung demnächst eine entsprechende Auskunft zu erhalten und die „politische Aufarbeitung“ dieses Themas pressemäßig angeregt und nachvollziehen zu können verbleibe ich

Mit den allerbesten Grüßen
Bernd Lay

Mitglied des Kreistags des Landkreises Saarlouis
-Stellvertr. Fraktionsvorsitzender-
Schulpolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion
und zugleich Mitglied im Landesfachausschuss Bildung der CDU Saar

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Kevin Kraus
07.08.2017 05.12
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Josef Kraus: Lehrergewerkschaft contra Rechtsstaat – Handlungsanleitung bei drohender Abschiebung eines Kindes ...

Lehrergewerkschaft contra Rechtsstaat

http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/lehrergewerkschaft-contra-rechtsstaat/

Getty Images // Text GEW-Info: Screenshot http://fluechtlingsrat-bw.de

Gemeinsam mit dem Flüchtlingsrat verbreitet die nach eigenen Angaben 50.000 Mitglieder starke Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württembergs (GEW) aktuell eine „Handlungsanleitung“ für Lehrer, wie Abschiebungen von jungen, abgelehnten Asylbewerbern, die eine Schule besuchen, verhindert werden können.
Die Anleitung ist alarmistisch überschrieben mit „Akute Abschiebung – Die Polizei steht vor der Tür!“ Die GEW macht sich hier propagandistisch mit dem höchst umstrittenen Flüchtlingsrat gemein, für den es de facto keine illegalen Migranten gibt und der – staatlich gefördert – Abschiebungen mit aller Macht hintertreibt.

Screenshot http://fluechtlingsrat-bw.de

Das mit „Handlungsanleitung“ überschriebene Pamphlet liest sich wie folgt (Auszüge): „Holen Sie die Presse.“ „Schalten Sie so früh wie möglich einen erfahrenen Anwalt ein …. Adressen von Anwälten in der Nähe finden Sie auf der Website des Landesflüchtlingsrates.“ „Sammeln Sie Geld für die rechtsanwaltliche Unterstützung.“ „Erörtern Sie, ob Kirchenasyl eine Option ist.“ „Die Schulleitung muss bei der Vorbereitung der Abschiebung nicht kooperieren.“ Unter der Zwischenüberschrift „Öffentlichkeit herstellen“ werden unter anderem folgende Maßnahmen empfohlen: „Resolution der SMW und der Schulkonferenz …. Kreative Protestaktionen (Lichterkette, Straßentheater, Fußgängerzonenaktionen, Demonstrationen vor dem Landtag usw.) …. Unterschriftenaktionen … Unterstützung von örtlichen Würdenträger/innen.“

Das Stuttgarter Innenministerium sieht darin völlig nachvollziehbar einen Aufruf zum Rechtsbruch. Die Stuttgarter Zeitung vom 4. August 2017 zitiert dazu ein Schreiben von Innen-Staatssekretär Martin Jäger (CDU). Dieser fordert die GEW und den Flüchtlingsrat eindringlich auf, die Aktion zu beenden. Wörtlich: „Mit Ihrer Handlungsanleitung zur Verhinderung von Abschiebungen stellen Sie sich nicht nur erkennbar außerhalb unserer Rechtsordnung. Sie reden auch dem Rechtsbruch das Wort.“ Völlig unverständlich sei es auch, so der Staatsekretär, dass die GEW Staatsdiener dazu auffordere, die Durchsetzung gerichtlich bestätigter Entscheidungen zu verhindern.

Was ist der Hintergrund? Es ist wohl der Fall eines 20jährigen afghanischen Flüchtlings, der eine Berufsschule in Nürnberg besuchte. Er war Ende Mai 2017 von der Polizei aus dem Unterricht geholt worden, um ihn abzuschieben. Berufsschüler und Passanten solidarisierten sich spontan und inszenierten Tumulte, bei denen neun Polizisten verletzt wurden. Nun, dieser Fall ist von den Behörden alles andere als klug eingefädelt worden. Sicher wäre es besser gewesen, den jungen Afghanen in seiner Unterkunft abzuholen. Dann wäre nicht auch die gesamte Schülerschaft aufgeschreckt worden.

Ob all der Solidaritätsbekundungen in der Öffentlichkeit fast völlig untergegangen ist die Trickserei des Afghanen, der 2012 illegal nach Deutschland einreiste und die Ausländerbehörden jahrelang in Sachen Pass hinters Licht geführt hatte. Sein Asylantrag war längst abgelehnt worden und er war achtmal aufgefordert worden, sich für die Rückführung einen afghanischen Pass zu beschaffen. Das hat er abgelehnt, ehe er dann urplötzlich einen bereits 2007 ausgestellten afghanischen Pass vorgelegte. Eindeutig eine Straftat, die noch getoppt wurde durch seine Drohung: „Ich bin in einem Monat wieder da. Und dann bringe ich Deutsche um.“

Gleichwohl meinte auch die bayerische GEW einen Leitfaden für Lehrer zur Verhinderung von Abschiebungen auflegen zu müssen
. Er kommt kaum weniger aktionistisch daher als derjenige der GEW-Genossen aus dem Ländle. Siehe hier.

Die GEW aber sollte sich jedenfalls mal Gedanken darüber machen, was Rechtsstaat und Gewaltmonopol sind. Sie sollte auch selbstkritisch darüber nachdenken, welch miserables Vorbild an mangelndem Rechts- und Unrechtsbewusstsein sie als sogenannte Bildungsgewerkschaft für junge Menschen abgibt. Dass sie mit ihren Aufrufen zudem so manchen Lehrer in eine disziplinarrechtliche Würdigung stolpern lässt, steht auf einem anderen Blatt. Das geschieht den Betreffenden dann zu Recht. Sie können sich am Ende ja aus der GEW-„Kriegskasse“ einen Anwalt finanzieren lassen.

--
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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Kevin Kraus
29.07.2017 06.47
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Josef Kraus über die Finanzierung von Ideologien im Bildungswesen / BERTELSMANN

Fr. 28 Jul 2017

„Unsere tägliche Gehirnwäsche gebt uns heute“

http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/unsere-taegliche-gehirnwaesche-gebt-uns-heute/

Ob der steuerzahlende und gebührenpflichtige deutsche Michel weiß, was er für seine tägliche Gehirnwäsche eigentlich zahlt? Nun, wenn er die taz oder den Freitag oder das Neue Deutschland oder das Sturmgeschütz der Demokratie (vulgo: SPIEGEL) kauft, dann weiß er es, denn dann bekommt er seine Abo-Kosten abgebucht oder er zahlt an der Theke des Kiosk. Dann kauft er seine Gehirnwäsche auch relativ bewusst. In den meisten Fällen weiß er aber gar nicht, was er da bezahlt.

Vier Beispiele (von ungezählten)

Erstens: Dem deutschen Normalo-Michel ist gar nicht bewusst, in welcher Größenordnung er seine mediale und alltägliche Gehirnwäsche zwangsfinanziert. Er zahlt nämlich Rundfunkbeiträge, die im Volksmund Rundfunkgebühren oder GEZ-Gebühren heißen. Jährlich kommen auf diese Weise rund 8 Milliarden Euro zusammen. 2014 waren es 8,32 Milliarden, 2016 – was Wunder – waren es etwas weniger, nämlich „nur“ 7,98 Milliarden. Damit werden 22 Fernseh-, 67 Radiosender und eine Menge an Online-Plattformen mit insgesamt mehr als 25.000 festen Mitarbeitern finanziert. Dafür bekommt der Michel dann tagtäglich Nachrichten und Bilder, die oft so schön sind, als stammten sie aus der Presseabteilung des Kanzleramtes. Zum Beispiel Bilder von flüchtenden Frauen und Kindern, weitaus weniger von der Tatsache, dass diese Menschen nur zehn Prozent der Flüchtlinge ausmachen. [...]

Zweitens: Der deutsche Michel finanziert mit seinen Steuern das Bildungswesen. Das ist grundsätzlich gut so, denn solange Bildung außer dem Preis der eigenen Anstrengung nichts kostet, ist Bildung für alle zugänglich. Was der deutsche Michel aber in der Regel nicht weiß, das sind die „Ideologien“, die er finanziert. Zum Beispiel gibt es in Deutschland 212 Professuren für Genderforschung. Das sind in etwa so viele Professuren, wie es in Deutschland Pharmazieprofessuren (191) gibt. Dabei kommen dann so gigantische Forschungsergebnisse zustande wie die folgende: Die AG „Feministisch Sprachhandeln“ an der Humboldt-Universität zu Berlin hat einen Leitfaden für gendergerechte Sprache herausgegeben. Wer schon immer über „LehrerInnen“, „Lehrer(innen)“, „Lehrer*innen“ oder „Lehrer_innen“ gestolpert ist, soll nun geschlechtsneutral zu „Lehra“ oder „Professix“ oder „Doktox“ greifen dürfen.


Drittens: Wenn es um politisch korrekte Belehrung geht, darf die Bertelsmann Stiftung nicht fehlen. Sie ist mit ihren „Studien“ ja längst in allen Politikbereichen Deutschlands oberste Statistikgouvernante. „Stiftung“, das klingt nach privat. Ist es offiziell auch – freilich auf Kosten der Steuerzahler. Warum? Die 1977 gegründete Bertelsmann Stiftung hält seit 1993 rund 77 Prozent der Aktien der Bertelsmann SE & Co. KGa. Das erlaubt ihr nicht nur die Beschäftigung von Hunderten Mitarbeitern, sondern größte mediale Verbreitung über die in der Hand der Mohn-Familie befindlichen Sender und Printmedien. Mit der Übertragung von mehr als Dreivierteln der Konzernaktien sparte man obendrein vermutlich gut zwei Milliarden Erbschafts- und Schenkungssteuer. Die Bertelsmann Stiftung mit ihrem Jahresetat von rund – so die Jahre 2015 und 2016 – 70 Millionen Euro und mit einem Gesamtvolumen aller ihrer Projekte von 1977 bis 2015 in der Höhe von 1,27 Mrd. Euro arbeitet also de facto mit öffentlichem Geld.


So gesehen, steht diese Stiftung in der Schuld der Allgemeinheit. Anders ausgedrückt: Verlöre die Stiftung die Gemeinnützigkeit, könnte die öffentliche Hand mit den Steuermehreinnahmen die vermeintlichen Wohltaten der Stiftung selbst finanzieren. So aber schütten die Bertelsmänner den deutschen Michel wöchentlich mit „Studien“ und „Statistiken“ zu. Zum Beispiel mit der folgenden waghalsigen Berechnung: „Wäre es im Jahr 2009 gelungen, die unzureichende Bildung um 50 Prozent zu reduzieren, hätte es in Deutschland mindestens 416 Fälle von Mord und Totschlag, 13.415 Fälle von Raub und Erpressung sowie 318.307 Fälle von Diebstahl weniger gegeben.“ Oder mit einer Prognose, die einer Pythia in Delphi zur Ehre gereicht wäre: „Würde man es schaffen, alle Schüler … mindestens auf das Basiskompetenzniveau von 400 Pisa-Punkten zu bringen, könnte Deutschland zwischen 2010 und 2090 eine zusätzliche Wirtschaftsleistung von 12.000 Milliarden Dollar zu heutigen Preisen erwarten.“ [...]

Viertens: Eine von der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), in Auftrag gegebene Studie war im Mai 2017 zu dem Schluss gekommen, dass Rechtsextremismus durch Faktoren gefördert würde, „die in Ostdeutschland stärker ausgeprägt sind“. Das 236 starke, vom Göttinger Universitätsinstitut für Demokratieforschung erarbeitete Papier ging erst einmal aufsehenerregend durch die Presse und nicht wenige Gutmenschen erhoben den Zeigefinder gen Osten. Wenig später wurden die methodischen Fehler der Studie bekannt. [...]

Man kann nur hoffen, dass dergleichen Schwindeleien öfter aufgedeckt werden und die Auftraggeber sorgfältiger hinschauen, wohin sie Steuergelder lenken.

Josef Kraus
_____________________
Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

[redaktionell gekürzt]

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Kevin Kraus
21.07.2017 05.55
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Josef Kraus: „ALLES FÜR ALLE“ – Phrase der Gleichmacherei / „Abitur für alle“

„ALLES FÜR ALLE“ – Phrase der Gleichmacherei
http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/alles-fuer-alle-phrase-der-gleichmacherei/

Wer liest und hört sie nicht tagtäglich, die Phrase mit den sieben Buchstaben „… FÜR ALLE“? Alles soll es für alle geben: „Bio für alle!“ „Golfen für alle!“ „Kunst für alle!“ „Oper für alle!“ „Grundeinkommen für alle!“ „Yoga für alle!“, „eMobilität für alle!“ „Gutes Essen für alle!“ „Gesundheit für alle!“ Werbe- und Marketing-psychologisch rechnen sich solche Sprüche, auch wenn es sich – volkswirtschaftlich betrachtet – in vielen dieser Fälle um ein knappes Gut handelt. Und eine „Ehe für alle“ inklusive „Adoptionsrecht für alle“ sowie ein „Asyl für alle“ mögen Trophäen oder zumindest Sedativa für besonders Progressive sein – für betroffene und nicht-betroffen Gutmeinende. Alles recht und schön. Alles schön und nichts recht.

Schwierig wird es, wenn „FÜR ALLE“ etwas reklamiert wird, was es nicht für alle geben kann: „Gymnasium für alle!“ „Abitur für alle!“ Denn wenn alle am Gymnasium sind, dann ist keiner mehr am Gymnasium, weil das dann keine Schule mit gymnasialem Anspruch mehr sein kann. Und wenn alle Abitur haben, dann hat keiner mehr Abitur, und dann könnte man das Abiturzeugnis zusammen mit der Geburtsurkunde ja gleich beim Standesamt mit abholen lassen. Der Staat könnte sich dann Hunderttausende an Lehrerstellen sparen; er könnte Eltern und deren womöglich weniger begabten Kindern viel Stress und viel Nachhilfekosten ersparen.

Eine angeblich international renommierte Erziehungswissenschaftlerin schlug kürzlich vor, alle Schulen in Gymnasien umzubenennen, denn dann könne jeder sagen: „Ich gehe aufs Gymnasium“. Getoppt wird das Ganze pseudo-pädagogisch und in maßloser Extrapolation mit dem Buchtitel „Jedes Kind ist hochbegabt“ eines sogenannten Hirnforschers aus Göttingen. Also auch „Hochbegabung für alle!“ und „Exzellenz für alle!“

Egalitarismus, Gleichmacherei also wohin man schaut – gefördert gerade von Geistern, die gerne „diversity“ auf den Fahnen stehen haben und die jede Ungleichheit skandalisieren: Alle Menschen, Strukturen, Werte, Inhalte, ja sogar alle Geschlechter (von denen es ja laut Genderideologie nicht nur zwei, sondern angeblich bis sechzig gibt) sollen gleich, ja gleich gültig (gleichgültig?) sein. Aber wer kennt in Zeiten der Rechtschreibreform noch den Unterschied zwischen „gleich gültig“ und „gleichgültig“? Es scheint zu gelten: Was nicht alle können, darf keiner können; was nicht alle haben, darf keiner haben; was nicht alle sind, darf keiner sein...

Weiter bei tichyseinblick.de 18.07.2017

--
Astrid Schulz-Evers
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Kevin Kraus
03.07.2017 17.14
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Der Appell eines Bestseller-Autors

Josef Kraus im Gymnasium zu Gast: „Wo Sprache verödet, da verödet das Denken“

Dieser Beitrag wurde am 27. Juni 2017 um 10:47 Uhr von Renate Drax online gestellt.

Trotz hochsommerlicher Schwüle und Biergartenwetters fanden zahlreiche Interessierte den Weg in die Aula des Luitpold-Gymnasiums in Wasserburg, um den Ausführungen des Bestseller-Autors („Helikoptereltern“) und langjährigen Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, zu folgen. In seinem neuesten Buch „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ beschäftigt sich Kraus mit den Veränderungsprozessen, die unsere Sprache durchläuft. So stand sein Vortrag unter der Überschrift „Wo Sprache verödet, da verödet das Denken“.

Bereits die Überschrift lässt erkennen, dass Kraus viele sprachliche Entwicklungen für gefährlich, mindestens aber für lächerlich hält.

Ausgehend vom Zitat des österreichisch-britischen Philosophen Wittgenstein „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“ versuchte Kraus, gelegentlich provozierend und immer sehr pointiert, Missstände und Fehlentwicklungen aufzuzeigen.

So prangerte er die „Denglischseuche“ in der Wirtschaft und auch in der Pädagogik an, die von Girls‘ Day, Soft Skills und Just-in-time Knowledge spricht. Kraus erlaubte sich die ironische Frage, ob Schüler nicht auch bereits das „Last-Minute-Learning“ erfunden hätten.

Anschließend wandte er sich dem „Academic Pidgin English zu (oder BSE: Bad Simple English?), das Deutsch als Wissenschaftssprache verdränge. Die Muttersprache Deutsch als Wissenschaftssprache diene aber –so Kraus – der Demokratisierung von Wissen.

Die „Geniestreiche“ der Gender-Ideologen standen anschließend im Mittelpunkt. Besonders emotional und ironisch kritisierte Kraus hier Auswüchse und überzogenes Gender-Denken.

Der Bestseller von Bastian Sick „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ kann als Vorlage für die Warnungen des engagierten Pädagogen vor der Entwicklung der sogenannten „leichten Sprache“ dienen, die auch vor Klassikerausgaben in leichter Sprache nicht haltmache und auf jedwede sprachliche Anforderung verzichte.

Dies führte Kraus unmittelbar zu den pädagogischen Sünden wider die Muttersprache.

Die geringe Zahl der Deutschstunden am Gymnasium und die seiner Meinung nach misslungene Rechtschreibreform waren hier zentrale Gesichtspunkte seines Vortrags.

Besonders kritisch setzte sich Kraus mit dem Verschwinden der Schreibschrift auseinander und erteilte den pädagogischen Bestrebungen, das Erlernen der Schreibschrift für Schüler abzuschaffen, wie es der Pisa-Sieger Finnland praktiziere, eine klare Absage.

Mit der Forderung, die deutsche Sprache lebendig zu halten und mit Selbstbewusstsein zu verwenden, sie auch auf politischer Ebene als offizielle Arbeitssprache der EU immer wieder einzufordern und sie als Sprache der Bundesrepublik Deutschland im Grundgesetz zu verankern, beendete Kraus seinen engagierten Vortrag, in dem er bewusst auf eine Powerpoint-Präsentation („betreutes Lesen“) verzichtet hatte.

http://www.wasserburger-stimme.de/schlagzeilen/der-appell-eines-bestseller-autors/2017/06/27/

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Astrid Schulz-Evers
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Kevin Kraus
30.06.2017 06.12
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

29.6.17
Bildungswelten

Prediger gegen Vereinfachung und allgemeine Verdummung

Zum Ende der dreißig Jahre währenden Amtszeit des Lehrerverbandspräsidenten Josef Kraus / Von Heike Schmoll


Der Deutsche Lehrerverband (DL) ist ohne seinen Präsidenten kaum vorstellbar, denn Josef Kraus, kantiger Bayer, erfahrener Lehrer und Leiter eines Gymnasiums, Wutbürger im Dienste einer anspruchsvollen Bildung, war der Lehrerverband. Nach einer dreißigjährigen Amtszeit wird er die Präsidentschaft am 1. Juli an seinen Nachfolger, den bayerischen Oberstudiendirektor und jetzigen Vorsitzenden des Deutschen Philologenverbandes Heinz-Peter Meidinger, übergeben. Meidinger, der gar nicht erst versuchen kann, die rekordverdächtige Amtszeit von Kraus zu überbieten, bezeichnet sich selbst als Übergangskandidaten, denn er wird 2020 in den Ruhestand treten. Bis dahin jedoch wird er den DL leiten, der als unabhängige Dachorganisation, der auch der Deutsche Philologenverband angehört, rund 160 000 Mitglieder vertritt.

Kraus hat fünf Bücher geschrieben, die sich glänzend verkauften, er hat 2000 Abiturienten zum Ziel gebracht und 118 Kultusminister erlebt. Geschont hat er weder die Egalisierer von links noch die von rechts. Als die CSU das achtjährige Gymnasium überstürzt einführte, bildete Kraus trotz seiner Parteimitgliedschaft von Anfang an die Speerspitze des Widerstands. [...]

Über hundert Vorträge hält er jährlich, mit Temperament und Pathos, zuweilen schlüpft er in die Rolle des Predigers gegen Vereinfachung und allgemeine Verdummung. Kraus trat immer für ein strukturiertes, gegliedertes Schulsystem ein, für die Aufrechterhaltung des altersgerechten Leistungsprinzips, zentrale Abschlussprüfungen bei allen Schulabschlüssen und ein umfassendes Bildungsverständnis mit musikalischer und kultureller Bildung. In vielen Schriften, die er für die Konrad-Adenauer-Stiftung verfasste, hat er davon ein beredtes Zeugnis abgelegt.

Von Anbeginn kämpfte er gegen die Rechtschreibreform, sprach sich schon in den neunziger Jahren für eine pädagogische Renaissance von Fleiß, Disziplin, Zuverlässigkeit, Ordnung und Pünktlichkeit sowie Leistung aus, was ihm zuweilen auch den Ruf des Reaktionärs einbrachte. Doch solches Schubladendenken war ihm fremd, er wusste, dass ihn manche schwer ertragen. Selbst seine Kritiker allerdings mussten immer zugeben, dass „der Kraus Biss hat“.

Die Spaßschule war ihm schon immer ein Greuel. 1995 war Kraus im Team des damaligen CDU-Spitzenkandidaten und ehemaligen Bundesinnenministers Manfred Kanther als dessen Schattenkultusminister. Daraus wurde durch den Ausgang der Hessenwahl nichts, was Kraus insofern entgegenkam, als er sich auch weiterhin ohne politische Rücksichten äußern konnte. Als Kultusminister hätte er nicht mehr gegen die Kultusministerkonferenz wettern können.
[...]
Kraus, der Deutsch und Sport unterrichtete und nach seinem Psychologiestudium schon früh als Schulpsychologe arbeitete, war immer beschlagen, hatte sämtliche Bildungsstudien gelesen und als geübter Psychologe auch die Hohlheit so mancher Statistik aufgespürt. Und wer meint, ihn auf den kantigen Bayern reduzieren zu können, kennt nur den halben Kraus.
[...]
Wenn er am 1. Juli nicht mehr an der Spitze des Lehrerverbandes steht, wird Kraus nicht verstummen. Ganz im Gegenteil: Mit oder ohne Amt wird er sich zu Wort melden und gehört werden. Nach der Bundestagswahl wird er eine Stiftung gründen, eine Gesellschaft für Bildungspolitik. Politikern und Vereinsmeiern will er allerdings keinen Zugang zu dem erlauchten Kreis verschaffen. An der Spitze eines unabhängigen Expertengremiums ohne Lobbyisten wird er also weiterhin bildungspolitisch mitmischen. Den langen Atem als Rufer in der Wüste hat er längst bewiesen.

http://plus.faz.net/evr-editions/2017-06-29/60naLsQaoEimQPBPZqSEcrKe?GEPC=s5

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Astrid Schulz-Evers
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Kevin Kraus
26.06.2017 13.02
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Ankaras Bildungspolitik – Die Türkei will nichts mehr von Darwin wissen

von Inga Rogg, Istanbul 26.6.2017, 06:00 Uhr

Ankara streicht die Evolutionstheorie vom Lehrplan der Neuntklässler. In allen neuen Schulen muss künftig ein Gebetsraum oder eine Moschee eingerichtet werden.

Erdogans Abkehr von der Aufklärung zeitigt bereits negative Folgen für das Bildungsniveau.

Keine Evolutionstheorie, weniger Atatürk, dafür Moscheen an Schulen und mehr religiöse Schulen: Das sehen die jüngsten Verordnungen der türkischen Regierung vor. Anfang des Jahres hatte das Bildungsministerium einen Entwurf vorgelegt, der vorsah, die Evolutionstheorie von den Lehrplänen zu streichen. Der stellvertretende Ministerpräsident Numan Kurtulmus, ein äusserst frommer Mann, nannte sie «archaisch und verrottet». Damit löste die regierende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) einen Sturm der Entrüstung aus. Bildungsexperten und Bürger machten mehr als 1 840 000 Eingaben gegen die Bildungsreform. Viele sprachen sich gegen die Abschaffung der Lehre von Charles Darwin aus.

Die Regierung hat das offenbar nicht beeindruckt. Vor wenigen Tagen kündigte ein hoher Beamter die Streichung der Evolutionstheorie von den schulischen Lehrplänen an. Sie sei zu kompliziert und zudem umstritten, sagte Alpaslan Durmus, Vorsitzender des Bildungsausschusses. Die türkischen Schülerinnen und Schüler hätten nicht das nötige Wissen, um ein solch kontroverses Thema zu verstehen. Deshalb sei es aus den Lehrbüchern der neunten Klasse gestrichen worden. Nur Schüler, die kurz vor der Matura stehen, sollen darin unterrichtet werden.

In jeder Schule eine Moschee

Laut Durmus orientiert sich der neue Lehrplan, der zum neuen Schuljahr im September in Kraft tritt, an «türkischen Werten». Dazu zählt auch eine Verringerung der Unterrichtszeit für den von Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk eingeführten Laizismus.

Noch sind die Änderungen nicht offiziell. Doch Staatspräsident Erdogan hat sie bereits unterzeichnet. Und am Wochenende gab das Bildungsministerium weitere Neuerungen bekannt. So muss in allen neu gebauten Schulen künftig eine Moschee oder ein Gebetsraum eingerichtet werden. Zudem erleichtert die am Samstag publizierte Gesetzesänderung die Gründung religiöser Schulen, der sogenannten Imam-Hatip-Schulen. Um eine solche zu eröffnen, braucht es nur noch 5000 Einwohner beziehungsweise 10 000 auf dem Land.

Erdogan selbst hat eine Imam-Hatip-Schule besucht. Weil man mit ihrem Abschluss aber nicht an einer Universität studieren konnte, musste er seine Matura an einer säkularen Schule machen. In den letzten Jahren hat er die religiösen Schulen nicht nur mit den anderen gleichgestellt, er hat sie auch sukzessive gestärkt. Ihre Zahl hat sich seit dem ersten Wahlsieg von Erdogans AK-Partei vor 14 Jahren verachtfacht, die Zahl der Schüler stieg von knapp 85 000 im Jahr 2003 auf mittlerweile 1,3 Millionen.

Absturz in Pisa-Studien

Die säkulare Opposition will gegen die Lehrplanänderungen klagen. Erdogan vertieft mit seinem Kurs nicht nur die gesellschaftliche Spaltung, er gefährdet auch die Zukunft des Landes. Konnte die Bildungspolitik der AKP zu Beginn noch Erfolge verbuchen, sank das Niveau in den letzten Jahren rapide, wie die Pisa-Erhebungen zeigen. Besonders schlecht schneiden dabei die Imam-Hatip-Schulen ab. Wie sehr die religiöse Erziehung in den Vordergrund getreten ist, zeigt sich auch an dem rapiden Anstieg von Korankursen. Entsprechende Einrichtungen hätten zwischen 2003 und 2014 um 266 Prozent zugenommen, schreibt der schwedische Wirtschaftsprofessor und Türkei-Kenner Erik Meyerson in einer Analyse. Zur Bildungsmisere tragen auch die massenhaften Entlassungen von Lehrern und Professoren seit dem gescheiterten Putsch im Juli vergangenen Jahres bei. Statt Qualifikation ist heute vor allem Loyalität gegenüber Erdogan gefordert. Damit bringt sich die Türkei um die Köpfe, die sie brauchte, um die Innovation voranzutreiben.

https://www.nzz.ch/international/erdogan-kehrt-sich-ab-ld.1302814

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Kevin Kraus
22.06.2017 04.01
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SCHLESWIG-HOLSTEINISCHE
LANDESZEITUNG


Kreis Rendsburg-Eckernförde : Flüchtling mit Tuberkulose: Weitere Kinder betroffen

vom 21. Juni 2017
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ein an Tuberkulose erkrankter Flüchtling hatte Kontakt zu rund 50 Jungen und Mädchen. Gesundheitsamt stellt Ansteckungsgefahr fest.

Bünsdorf | Die Tuberkulose-Gefahr im Bünsdorfer Kindergarten ist offenbar größer als bislang angenommen. Denn nun ist klar: Bei der Lungenkrankheit, an der ein jemenitischer Flüchtling leidet, handelt es sich um eine ansteckende Form. Das hat das Kreis-Gesundheitsamt während einer Informationsveranstaltung der Kirchengemeinde mitgeteilt. Außerdem wurde bekannt, dass viel mehr als die 18 Kita-Kinder betroffen sein könnten. Wann und wo sich der Mann aus dem Staat im Süden der arabischen Halbinsel infiziert haben könnte, kann sich auch das Landesamt für Ausländerangelegenheiten nicht erklären. Bei der Untersuchung des Flüchtlings sei keine Krankheit festgestellt worden, teilte es auf Nachfrage von shz.de mit.

Die Kirchengemeinde hatte dem Mann aus dem Jemen von Ende Januar bis Ende Mai Kirchenasyl im Gemeindehaus gewährt. Währenddessen war er häufig zu Besuch in der evangelischen Kindertagesstätte nebenan. Als Anfang Juni klar wurde, dass er an der meldepflichtigen Krankheit leidet, ordnete die Kreisverwaltung Untersuchungen der Kinder und Kita-Mitarbeiter an. Tuberkulose entsteht durch Bakterien und ist äußerst selten. Seit 2012 gab es im Kreis Rendsburg-Eckernförde lediglich 20 Fälle.

Dass die Erkrankung des Jemeniten „relevant ansteckend“ ist, wisse man seit Montag, berichtete Christin Hettich vom Gesundheitsamt den 18 Zuhörern, die zum Informationsabend gekommen waren. Kontakt zu dem Flüchtling hatten nicht nur die 18 Jungen und Mädchen des evangelischen Kindergartens, wie zunächst vom Kirchenkreis angegeben. Es kommen noch etwa 25 „Kirchenmäuse“ und zehn Kinder der „Jungschar“ sowie deren Betreuer hinzu.

Was mögliche Betroffene tun sollten ...

[Redaktionell gekürzt]

Autor: Tilmann Post/Horst Becker

https://www.shz.de/lokales/landeszeitung/fluechtling-mit-tuberkulose-weitere-kinder-betroffen-id17106596.html

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17.06.2017 19.28
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Kolumne | Barazon
Rot und Grün – die perverse Lobby der Privatschulen
„Gesamtschule“ ist ein Codewort für „Vernichtung des Gymnasiums“. Ein weltfremdes Anliegen von Ideologen.
Von Ronald Barazon / 16.06.2017 -

Rote und grüne Ideologen, unterstützt von einigen schwarzen Mitläufern, haben sich die Vernichtung des Gymnasiums zum Ziel gesetzt. Das ist an und für sich schon erstaunlich, da zahlreiche Eltern, vermutlich die Mehrheit, ihre Sprösslinge am liebsten im Gymnasium sehen. Aber Ideologen interessieren sich nie für die Wünsche der Menschen, sondern stets nur für ihre Ideologien.

Aber so weit sind auch Ideologen schon in der Realität angekommen, dass man mit dem Schlachtruf „Vernichtet die Gymnasien“ nicht öffentlich auftreten kann. Also verschleiern sie ihre wahre Absicht mit einer Bezeichnung, die niemand so genau versteht – mit dem Schlagwort „Gesamtschule“.

Mit diesem Codewort ist die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen gemeint, womit die Unterstufe des Gymnasiums beseitigt wird. Alle Kinder dieser Altersstufen sitzen in einer Klasse. Begabte und nicht begabte, fleißige und faule, interessierte und indolente, disziplinierte und störende. Dass diese Mischung nicht funktioniert, ist naheliegend: Alles muss sich nach den Schwächsten richten und die Lehrer sind damit beschäftigt, die Rabauken zu beruhigen.

Rot und Grün sind Sozialromantiker und meinen, dass, wenn alle in einer Klasse sitzen, alle profitieren. Das Gegenteil ist der Fall und so werden die Eltern sich auf die Suche nach Alternativen begeben, wo sie das geschätzte Gymnasium noch vorfinden. Diese Alternativen bieten die Privatschulen.


Also werden die Familien, die jetzt ihre Kinder ohne Kosten in den öffentlichen Gymnasien einschreiben, zu den Privatschulen pilgern und dort sehr viel Geld zahlen, um dem Nachwuchs die gewünschte Schule zu bieten.

Welch ein Triumph der Sozialpolitik! Viele Familien werden große Opfer bringen, um die Privatschule bezahlen zu können. Viele werden es sich nicht leisten können. Und die Reichen zahlen die Gebühren, ohne nachzudenken. Rot und Grün treiben die Schule in ein Zwei-Klassen-System.


Bei den Privatschulen sind Unterschiede zu beachten. Katholische, evangelische, islamische und andere konfessionelle Schulen werden vom Staat großzügig subventioniert und sind daher eher leistbar als rein privat finanzierte Einrichtungen. Somit wird sich der Tross der Eltern auf der Suche nach den verlorenen Gymnasien in diese Richtung bewegen.

Somit führt der Kampf der Roten und Grünen um die Abschaffung des Gymnasiums nicht nur zu einem die gesamte Gesellschaft belastenden Zwei-Klassen-System, sondern auch zur Förderung der Religionen. Das in einer Zeit, in der die in der Verfassung richtigerweise verankerte Trennung von Kirche und Staat von vielen infrage gestellt wird.

http://www.salzburg.com/nachrichten/meinung/kolumne/barazon/sn/artikel/rot-und-gruen-die-perverse-lobby-der-privatschulen-252173/

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Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
24306 Plön am See

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Kevin Kraus
30.05.2017 14.26
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Und wann erreicht der Genderwahn die Schulen? – Dr. Heike Schmoll: Evangelischer Kirchentag – Ändergender gegen ...

Montag, 29. Mai 2017

Evangelischer Kirchentag – Ändergender gegen Gott

Auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag musste „in gerechter Sprache“ gesungen werden. Sogar „Der Mond ist aufgegangen“ wurde durchgegendert: Dieses Liederbuch spinnt.

29.05.2017, von Heike Schmoll

Kreuz im Spiegel: Besucher des Evangelischen Kirchentages in Wittenberg.

Wer, des seichten Sakropops der Kirchentagslieder überdrüssig, die vertrauten Lieder im Liederbuch des Deutschen Evangelischen Kirchentags sucht, traut seinen Augen nicht: Unweigerlich wird er auf die „Variationen/Alternativen in gerechter Sprache“ stoßen. Nicht einmal vor Matthias Claudius’ „Der Mond ist aufgegangen“ macht der Genderwahn halt. Zwar bleiben einem die Möndin oder Mondgöttin erspart, doch „so legt euch denn, ihr Brüder“ wird in eine nichtssagendes „so legt euch Schwestern, Brüder“ umgemünzt und die Konkretheit des „und unsern kranken Nachbarn auch“ muss der Allerweltsformulierung „und alle kranken Menschen auch“ weichen, die den Geist des Gutmenschentums atmet und im Zweifel keinen Funken Mitgefühl zu wecken weiß. Das ist Kulturfrevel in einem Liederheft, das sich im Vorwort auf das Singen als Kernanliegen der Reformation (Luther: „Wer singt, betet doppelt“) beruft und die Pflege des alten Liedguts hervorhebt.

Heike Schmoll Autorin: Heike Schmoll, Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“

In der Logik der beiden Frauen, die für die sprachlichen Missgriffe verantwortlich zeichnen und der Hamburger Gruppe „Lesben und Kirche (LuK)“ angehören, darf auch „Lobet den Herren“ nicht stehen bleiben. Stattdessen soll „Lobet die Ew’ge“ gesungen werden. Dass damit der Reim „alle, die ihn ehren“ hinfällig ist, kümmert die Gesinnungstäterinnen ebenso wenig wie ein holpriges Versmaß. Und weil es so unmöglich ist, wiederholen sie ihren Eingriff gleich in der dritten Strophe noch einmal, wo nun statt „O treuer Hüter“ „O treue Hütrin“ gesungen werden soll, womit der Reim zu „Brunnen aller Güter“ aufgegeben wird. Die absurden Beispiele ließen sich fortsetzen, bei „Wer nur den lieben Gott lässt walten“. Dort bleibt zwar der „liebe Gott“, doch weiter geht es grammatikalisch falsch mit „der Allerhöchsten“ und so weiter. Und das in einer Auflage von 265 000 Exemplaren.

Diese sogenannte „gerechte Sprache“ schließt die einen aus, um die anderen einzuschließen. Sie entmündigt den Einzelnen und schreibt ihm unaufhörlich vor, wie er etwas verstehen soll.
„Das Wort sie sollen lassen stahn“ hat Luther in seinem Reformationslied „Ein feste Burg ist unser Gott“ nicht umsonst gedichtet. Sich den Sinn der Texte nach eigenem Gutdünken zurechtzulegen war für ihn das Kennzeichen von Schwärmerei, und die sah er bekanntlich nicht nur im römischen Lehramt, sondern auch in linksreformatorischen Gesinnungsbewegungen am Werk. An den seichten Texten der neueren Lieder vergriff sich die Frauengruppe wahrscheinlich nur deshalb nicht, weil sie noch urheberrechtlich geschützt sind.

Das Gegenprogramm zu dieser kollektiven Infantilisierung und Bevormundung – dem glatten Gegenteil der protestantischen Mündigkeit – war den Verantwortlichen des Kirchentags nur eine einzige Zeile im Programmheft wert, der Noonsong, eine Institution im kirchenfernen Berlin, der Woche für Woche mehr Zuhörer in die Kirche am Hohenzollernplatz zieht. Hier wird niemand belehrt, der als Liturg amtierende Pfarrer darf nur einen Bibeltext vorlesen, ansonsten spricht die Musik. Nach dem Vorbild des anglikanischen Evensongs hat vor knapp zehn Jahren der katholische Kirchenmusiker Stefan Schuck, ehemals Professor für Chorleitung und derzeit Leiter des Berliner Hugo-Distler-Chors, einen festen liturgischen Ablauf mit der A-cappella-Musik acht professioneller Sänger etabliert, die während des Kirchentags eine Psalmvertonung des in Vergessenheit geratenen Thomaskantors Ernst Friedrich Richter (1808–1879), das Magnificat peregrini toni von Siegfried Reda (1916-1968) aufführten und damit zeigten, dass protestantische Hochkultur auch außerhalb der ausgetretenen Pfade existiert. Die in Deutschland ausgestorbene Tradition der mittelalterlichen Lateinschulen und ihrer Knabenchöre ist so auf dem Umweg nach Deutschland zurückgekommen. Außer an der Thomaskirche in Leipzig hat sie nur in den anglikanischen Liturgien überlebt.

Umgeben von Marktständen, strömen Berliner unterschiedlicher Konfessionen, gläubig oder weniger, samstags um zwölf Uhr in die Kirche, zwischen 180 und 190 sind es durchschnittlich. Doch auf Unterstützung von der Evangelischen Kirche Berlin Schlesische-Oberlausitz (EKBO) kann Schuck genauso wenig hoffen wie auf Gelder des Landes Berlin. Der Bischof Markus Dröge begründete die Ablehnung damit, dass die Landeskirche nicht einen Chor in einem Kirchenkreis finanzieren kann.

Dabei geht es nicht nur um ein Provinzereignis, sondern um eines, das im digitalen Nachhörkanal (noonsong.de) längst über Berlin hinausstrahlt. Schuck macht weiter – trotz der andauernden finanziellen Durststrecke. Die Chormäntel hat er bei Ebay für ein paar Euro ersteigert, sie überstehen die dritte Wäsche nicht. Die Kosten für einen Noonsong, berichtet Schuck, der ein Idealist ist und nimmermüde nach neuen interessanten Werken fahndet, würden nicht einmal zur Hälfte von der bescheidenen Kollekte gedeckt. Die Nischenexistenz als nichtkirchlicher Kantor wird nicht honoriert, sondern so schwer wie möglich gemacht. Dabei gibt der Zustrom ihm recht. Niveauvolle musikalische Textauslegung ist gefragter, als mancher der Kirchentagsverantwortlichen meint.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/evangelischer-kirchentag-genderwahn-verunstaltet-liederbuch-15036612.html#GEPC;s2

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Astrid Schulz-Evers
Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins e.V.
Bürgermeister-Kinder-Str.9
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Kevin Kraus
24.05.2017 18.55
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

DEUTSCHER LEHRERVERBAND (DL) – PRESSEERKLÄRUNG
Berlin, 24.05.2017

Lehrerverband stellt klar:
Falschmeldung über den Nutzen des Computers in der Grundschule hat nicht dpa zu verantworten, sondern der „Aktionsrat Bildung“ selbst


Nach erneuten Recherchen und nach Rücksprache mit der Deutschen Presseagentur (dpa) stellt der Deutsche Lehrerverband klar: Die am 10. Mai veröffentlichte Falschmeldung, dass „schon Grundschüler, die einmal pro Woche am Computer arbeiten, deutlich bessere Kompetenzen im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften“ hätten, hat nicht dpa zu verantworten. Vielmehr ist diese falsche Aussage realiter in der ursprünglichen Fassung des Gutachtens enthalten. Darauf hatte sich dpa bezogen.

Nunmehr heißt es auf Seite 78 der aktuellen Fassung des Gutachtens, „dass Grundschülerinnen und Grundschüler in Deutschland, in deren Unterricht mindestens einmal wöchentlich Computer eingesetzt werden, in den Domänen Mathematik und Naturwissenschaften statistisch signifikant niedrigere Kompetenzen aufweisen als jene Grundschulkinder, die seltener als einmal pro Woche Computer am Unterricht nutzten.

Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverband (DL), forderte den „Aktionsrat“ auf, dies öffentlich klarzustellen. Andernfalls müsse man den Eindruck haben, dass bei der ursprünglichen Fassung des Gutachtens der Wunsch der Vater des Gedankens gewesen sei.
---------------
Unterstreichungen durch den DL.
Die aktuelle Fassung (vom 16.05.2017) des Gutachtens des „Aktionsrats Bildung“ kann unter
http://www.aktionsrat-bildung.de/fileadmin/Dokumente/ARB_Gutachten_gesamt_16.05.2017.pdf heruntergeladen werden.
----------------
Für Stellungnahmen erreichen Sie DL-Präsident Josef Kraus unter 0171 52 45 945.
Geschäftsstelle Deutscher Lehrerverband – Anne Schirrmacher


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Kevin Kraus
22.05.2017 11.37
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

[SHEV] Hannover kein Einzelfall – man denke an die Vorfälle an Schulen in Neumünster – auch dort gab es Protokolle...
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Eltern führen Schock-Protokoll über Gewalt an Grundschule – „Unterricht ist nicht mehr möglich!“

Die Grundschule Mühlenberg. Viele Eltern und Lehrer fühlen sich überfordert, sorgen sich um die Zukunft der Kinder

Artikel von: CORINNA PERREVOORT und HENNING SCHEFFEN veröffentlicht am
20.05.2017 – 00:03 Uhr

Mühlenberg – Offene Drohungen gegen Lehrer. „Bandenkriege“ auf dem Pausenhof. Wer nicht spurt: Tritte, Schläge, Beleidigungen. Und das alles bei den Allerkleinsten…

Aufruhr am Mühlenberg: Hier steht Hannovers schlimmste Grundschule!

Nadine (37): „Das Gebäude ist marode, da muss auch was gemacht werden“

Viele Eltern sind in Sorge: „Unsere Kinder haben Angst, zur Schule zu gehen!“ Sie protestieren gegen unhaltbare Zustände in dem sozial problematischen Viertel.

In BILD berichten aufgebrachte Mütter und Väter von Vorfällen, die u. a. in einem Schock-Protokoll zusammengefasst wurden:

► „Ich sprech’ mit dir nicht, ich stech’ dich ab“, drohte ein Vater einer Lehrerin.

► „Ein Zweitklässler wurde zu Boden geworfen, mehrfach auf den Kopf getreten.“

► „Auf eine Lehrerin warteten 15 Angehörige eines Schülers vorm Klassenzimmer, beschimpften sie.“

„Die Kinder bewegen sich durch die Klasse, sitzen mit den Füßen auf dem Tisch, es wird gebrüllt, gegessen und getrunken“, beklagt Vater Mohmamed (42).

Mutter Nadine (37, Servicekraft): „Ich helfe freiwillig in der Essensausgabe. Oft kommen kleine Geschwister und Eltern mit, essen hier. Das fehlt den anderen.“

„Gute Schüler werden nicht gefordert. Meiner Tochter bringe ich alles selbst bei“, sagt Anja (46, Buchhalterin).

Eine andere Frau: „Meine 9-jährige Tochter kam weinend nach Hause, weil ein Mitschüler sagte: ,Ich bringe deine Mutter um…‘“

Die Schule ist jetzt tagsüber verriegelt: Eltern kommen nur noch mit telefonischer Anmeldung herein.

Fördervereins-Vorsitzender Christian Schön: „Der pädagogische Zustand ist katastrophal. Sinnvoller Unterricht ist nicht mehr möglich. Die Lehrer geben sich solche Mühe – aber sie sind am Ende der Kräfte. Nicht selten wird der Unterricht abgebrochen, laufen Lehrerinnen weinend aus dem Klassenzimmer…“


Immer wieder gibt es Polizei-Einsätze an der Schule, auch zur Kontrolle. Mutter Martina (43): „Gut, dass die Beamten hier sind“

90 Prozent der 410 Schüler sind Migranten aus 30 Nationen, vor allem Bulgaren, Rumänen. Die meisten Schüler sprechen kaum Deutsch.

Eine Sprecherin der Stadt: „Wir prüfen, wie wir die personelle Ausstattung an Grundschulen mit besonderen pädagogischen Herausforderungen verändern und verbessern können.“

Buchhalterin Anja (46): „Meine Tochter wird nicht gefordert – weil viel zu viele Problemkinder in den Klassen sind“

Schulleiterin Stefanie Ramberg bestätigt: „Wir sind in positiven Verhandlungen.“

Schön: „WIR BRAUCHEN HILFE! SOFORT! MEHR PERSONAL UND GELDER!“

http://www.bild.de/regional/hannover/unterricht/unterricht-ist-nicht-mehr-moeglich-51821092.bild.html
[siehe auch:]
http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Eltern-beklagen-Verrohung-und-Gewalt-an-der-Grundschule-Muehlenberg

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Kevin Kraus
20.05.2017 04.37
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Philologen-Chef Heinz-Peter Meidinger löst nach 30 Jahren Josef Kraus als Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes ab – was das bedeutet

news4teachers.de/2017/05/philologen-chef-heinz-peter-meidinger-loest-nach-30-jahren-josef-kraus-als-praesidenten-des-deutschen-lehrerverbandes-ab-was-das-bedeutet/

BERLIN. Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbands, Heinz-Peter Meidinger, ist mit großer Mehrheit in Berlin zum neuen Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes (DL) gewählt worden. Er erhielt 81,5 Prozent der gültigen Stimmen. Damit wird Meidinger, der bei der nächsten Philologen-Vertreterversammlung im Herbst sein Amt als Vorsitzender abgeben wird, ab dem 1. Juli dem langjährigen DL-Präsidenten Josef Kraus nachfolgen.

Zwei bildungspolitische Schwergewichte: Heinz-Peter Meidinger (l.), Vorsitzender des Philologenverbands, und Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands. Fotos: Deutscher Philologenverband / Deutscher Lehrerverband

Meidinger versprach, seine ganze Kraft dafür einzusetzen, dass es mit dem DL auch weiterhin eine starke Stimme für ein differenziertes Schulwesen in Deutschland geben werde, „um die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen durch Qualität und Leistung zu sichern“. Nicht zuletzt die Abwahl von Rot-Grün in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen habe gezeigt, dass die Bürger leistungsfähige, gut ausgestattete Schulen wollten und die Nase voll hätten von einer ideologiebestimmten Schulpolitik, die alles verspreche, aber nichts einlöse. Kraus, der seit 1987 an der Spitze des Deutschen Lehrerverbandes stand, wurde einstimmig zum Ehrenpräsidenten gewählt.

Der Deutsche Lehrerverband ist nach eigenen Angaben nach der GEW der größte Zusammenschluss von Lehrkräften aller Schularten und organisiert derzeit rund 160.000 Mitglieder. Ihm gehören folgende Lehrerverbände an: Verband Deutscher Realschullehrer (VDR), Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an berufsbildenden Schulen (BLBS), Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen (VLW), Katholische Erziehergemeinschaft Deutschlands (KEG), Deutscher Philologenverband (DPhV).

Kommentar: Zwei bildungspolitische Schwergewichte

Ein Kommentar von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek

Kritiker sagen, der Deutsche Lehrerverband (DL) sei ja gar kein richtiger Lehrerverband, weil er die berufsständischen Interessen der Pädagogen nicht vertritt. Richtig daran ist: Der DL hat mit Tarifverhandlungen nichts zu tun. Es handelt sich vielmehr um einen Dachverband von fünf mehr oder weniger starken Lehrerverbänden, aus denen der Philologenverband als größter herausragt. Folgerichtig wird der bisherige Philologen-Chef Heinz-Peter Meidinger der neue Vorsitzende, und auch der bisherige Vorsitzende (und künftige Ehrenvorsitzende) Josef Kraus begann seine Verbandskarriere vor Urzeiten im bayerischen Philologenverband.

So viel zum Formalen. Viel größer als die berufsständische ist die gesellschaftliche und bildungspolitische Bedeutung des DL – die ist nämlich kaum zu unterschätzen. Und das hängt mit Josef Kraus zusammen, der 30 Jahre lang (sic!) an der Spitze des Verbands stand. Wenn eine Fernseh-Talkshow in Deutschland sich des Themas Schule annahm, konnte der Zuschauer sicher sein, den Leiter eines Gymnasiums bei Landshut (als solcher bis vergangenes Jahr aktiv) unter den Gästen ausmachen zu können.

Schon seine Stimme sticht heraus: Mit seinem markanten oberbayerischen Idiom versteht er es, auch provokante Thesen immer ein bisschen weicher wirken zu lassen, als sie eigentlich gemeint sind. Denn holzen kann er schon, der Kraus-Josef – ob gegen „Helikopter-Eltern“ (so der Titel eines von ihm geschriebenen Bestsellers), gegen den „PISA-Schwindel“ (noch ein Buch von ihm) oder, wie in seinem neuesten Werk, gegen die Schulpolitik insbesondere von Rot-Grün. Titel: „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“.

Klar, Kraus ist ein Konservativer, wie er im Buch steht. Einer allerdings, der vielen Menschen aus der Seele spricht und dem selbst Kritiker aus dem gegnerischen politischen Lager attestieren, immer auch zumindest ein bisschen Recht zu haben. Denn bei aller politischen Streitlust, die Kraus auszeichnet, wird bei ihm doch immer deutlich: Er ist ein Mann der Praxis. Ihn treibt eine ernste Sorge um die Schüler um.

Mit Meidinger folgt ihm nun ein weiteres bildungspolitisches Schwergewicht an der Verbandsspitze. Weil Kraus, das darf unterstellt werden, sich als künftiger Ehrenpräsident des DL nicht aufs stumme Repräsentieren beschränken wird, hat der Deutsche Lehrerverband bald zwei markante Köpfe, die er in die Talkshows dieser Republik entsenden kann. Seiner gesellschaftlichen Bedeutung wird das sicher nicht schaden.


„Reformen über Reformen werden in den Sand gesetzt“: Josef Kraus‘ Generalabrechnung mit der Schulpolitik
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Astrid Schulz-Evers
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Kevin Kraus
09.05.2017 15.27
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Landtagswahl 2017 Schleswig-Holstein

Interview
„Albig hat Ideologen bestimmen lassen“


Für den Kieler Politikwissenschaftler Prof. Joachim Krause ist die Sache klar: Ministerpräsident Torsten Albig ist bei dieser Wahl nicht über das umstrittene „Bunte“-Interview gestolpert, sondern über seine eigene Politik. Nicht eingelöste Wahlversprechen seien der Grund für diese Niederlage.

Von Ulrich Metschies

Artikel veröffentlicht: Dienstag, 09.05.2017 10:00 Uhr

Kiel. Inwieweit muss sich Torsten Albig persönlich die Schuld an dieser Wahl-Schlappe anlasten – Stichwort: „Bunte“-Interview?

Ich glaube die Bedeutung jenes Interviews wird überschätzt. Natürlich trägt Albig die politische Verantwortung, aber hauptsächlich, weil er Erwartungen enttäuschte, die er 2012 geweckt hatte. Damals hat er eine pragmatische Politik versprochen und in Aussicht gestellt, dass die Landesregierung in wesentlichen Fragenden erst einmal den Dialog mit den Bürgern suchen will. Diese Versprechen hat er nicht eingelöst und dies erklärt seine Niederlage.

Aber es ist doch so gewesen, dass Albig noch bis vor gar nicht so langer Zeit bei den Umfragen ganz gut dastand. Wodurch hat er auf den letzten Metern seinen Vorsprung verspielt?

Die Umfragen der letzten Monate waren sehr widersprüchlich und die Ergebnisse waren keinesfalls so aussagekräftig wie oft behauptet. Die angeblich generelle Zufriedenheit von mehr als 50 Prozent der Wählerschaft mit der Arbeit der Regierung war irreführend und spiegelte offenkundig nicht die Stimmung der Mehrheit wieder. Ich glaube auch nicht, dass die SPD deutlich mehr Stimmen bekommen hätte, wenn die Wahl vor einem oder vor zwei Monaten stattgefunden hätten. Vielleicht hätte die CDU damals etwas weniger Stimmer erhalten.

Sie haben angesprochen, dass die Regierungsbilanz und das Auseinanderklaffen von Versprechen und deren tatsächlicher Umsetzung verantwortlich sind für das Ergebnis – welche Themen fallen ihnen dazu konkret ein?

Mir fällt vor allem die Bildungspolitik ein. Hier hatte die Regierung seinerzeit angekündigt, den Dialog mit den betroffenen Bürgern, insbesondere mit Schulen, Eltern und Lehrern, zu führen. Den hat sie auch geführt, aber sie hat die wesentlichen Anregungen und Bedenken nicht aufgegriffen. Tatsächlich hat sie eine ideologisch angeleitete Bildungspolitik rücksichtslos umgesetzt, die hauptsächlich darauf abzielte, möglichst viele Abiturienten zu produzieren und Leistungsprüfungen zu relativieren. Dadurch wollte sie mehr Chancengleichheit schaffen, tatsächlich hat sie dazu beigetragen, dass sich heute Gleichheit auf niedrigem Niveau entfaltet. Die Qualität der schulischen Bildung wird schlechter, die Noten werden besser und mit den entsprechenden Abschlüssen lässt sich in der Weiterbildung oder im Arbeitsleben immer weniger anfangen. In der Hochschulpolitik lief es auch nicht besser, das Hochschulgesetz der Küstenkoalition ist voller ideologischer Schlaglöcher, gegen die die Hochschulen erfolglos angegangen sind. Ministerpräsident Albig hat sich 2012 als besonnener Pragmatiker präsentiert, in der Realität hat er die Ideologen in seiner eigenen Partei und in der SPD-Landtagsfraktion die Politik bestimmen lassen.

[...] [Redaktionell gekürzt, weiter unter URL:]

http://www.kn-online.de/News/Landtagswahl-2017-Schleswig-Holstein/Prof.-Krause-im-Interview-Albig-hat-Ideologen-bestimmen-lassen

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Astrid Schulz-Evers
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Kevin Kraus
05.05.2017 11.21
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Darf gerne weitergegeben werden !
ASE

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Rückzug aus dem Schildbürgerstreich G8 – Wie die G8 Bildungsforschung zum letzten Gefecht motiviert

von Prof.Dr.Rainer Dollase

Es gab mal eine Stadt Schilda – und die Einwohner hießen Schildbürger und von diesen sind allerlei Schwänke überliefert, die damit zu tun hatten, dass den ehrenwerten Bürgern der Durchblick fehlte. Kurz: sie waren mit dem modernen Leben intellektuell überfordert.

Wir erfinden mal eine neuen Schildbürgerstreich. In Schilda gabs aufstrebende Bildungsforscher, die stets auf der Jagd nach Drittmitteln waren. Zu diesem Zweck redeten sie der Schulministerin in Schilda ein, dass man das Abitur nach 8 Jahren machen könnte – dadurch würde man Geld sparen (bis auf die Geldmittel für entsprechende Begleitstudien). Gesagt getan. Nach einiger Zeit merkten die Bürger, dass G8 keinen Spaß macht – man lernt nicht mehr als früher, man hat weniger Freizeit, die Söhne und Töchter klagen, Eltern berichten, dass ihre Kinder Stress haben. Dutzende Umfragen der führenden Meinungsforschungsinstitute berichten übereinstimmend von dem Meinungswandel. Alle Umfragen sehen riesige Mehrheiten von fast 80% für G9. Nachbarstädte von Schilda kehrten längst wieder zu G9 zurück.

Jetzt melden sich aufrechte Stiftungen, also Drittmittelbeschaffer, und reden dem Volke ein, dass ihre Meinungen und Gefühle falsch sind. Man habe die berühmten Bildungsforscher Hinz und Kunz gebeten, mal ordentliche Untersuchungen pro G8 zu machen. Gesagt getan. Ergebnis: wenn Du sagst, Du hast Stress, ist das falsch. Du hast keinen Stress. Typisch postfaktische Ansicht. Wenn Du „ja“ sagst, ist das auch falsch – Du meinst eigentlich „nein“. Wenn Du meinst, Du möchtest für deinen Nachwuchs G9 – dann ist das falsch, in Wirklichkeit möchtest Du ein gebundenes Ganztagsgymnasium G8. Wenn Du sagst, Du möchtest ein gegliedertes Schulsystem – dann ist das falsch – in Wirklichkeit möchtest Du eine Einheitsschule. Wenn Du meinst, in einem zusätzlichen Jahr Gymnasium könnte man noch mehr lernen – dann ist das falsch, Hinz und Kunz haben nachgewiesen, dass man in einem Jahr nichts lernen kann. Und wenn Du meinst, dass deine Kinder Sommerferien brauchen – dann ist das auch falsch. Hattie (2009, S. 81, dt. Ausgabe) hatte schon Studien von Hinz und Kunz zusammengestellt (nein – es war auch Prof.Dr. Lieschen Müller dabei) – die Sommerferien machen dumm (negatives d= —0,09) – also weg damit.

Und wenn Du jetzt denkst, ich kritisiere die empirische Bildungsforschung, ist das auch falsch – ich bin selber einer dieser Disziplin.

RD3/5/17
________________________________________

Die „G-8 und mehr“ Umfrage der
Landeselternschaft der Gymnasien NRW e.V.


Abschlußbericht





von
Prof. Dr. Rainer Dollase
Uni Bielefeld Abt. Psychologie AE 12 „Bildung und Erziehung“


http://www.le-gymnasien-nrw.de/fileadmin/user_upload/Dollase_G8G9_Schlussfassung_2.pdf

--
Astrid Schulz-Evers
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