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Deutsche Sprachwelt DSW
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Sigmar Salzburg
29.03.2017 11.16
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Sprachwahrer 2016

Hamed Abdel-Samad 24. März um 08:48

... notiert bei Facebook, daß er gewählt worden sei, lt. Kulturradio des rbb:

Mi 22.03.2017 – „Sprachwahrer“ Klose und Abdel-Samad

Der Fußballspieler Miroslav Klose und der Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad sind als Sprachwahrer des Jahres 2016 auserkoren worden. Gewählt wurden sie von den Lesern der Zeitschrift „Deutsche Sprachwelt“.

Miroslav Klose kam auf den ersten Platz . Er ist Schirmherr der „Miro Deutschen Fußballschulen“ in Oberschlesien, seiner Geburtsregion. Die Schulen hätten inzwischen mehr als 300 Kinder in spielerischer Weise für Fußball und die deutsche Sprache begeistert, so die Initiatoren der Auszeichnung. Das Goethe-Institut in Krakau unterstütze dabei, heißt es.

Auf den zweiten Platz kam der aus Ägypten stammende Politikwissenschaftler und Islamkritiker Hamed Abdel-Samad. „Wegen seines Eifers im Deutschlernen ist er ein leuchtendes Vorbild. Seine klaren Gedanken spiegeln sich in klarer Sprache wider“, erklärten die Initiatoren. Sie lobten auch seine „mutige Islamkritik. Für die Freiheit des Wortes erduldet er sogar, sich unter Polizeischutz stellen lassen zu müssen“.

kulturradio.de 22.3.2017

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Sigmar Salzburg
24.07.2016 11.01
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Aus der Deutschen Sprachwelt 64 Sommer 2016

[Bild]

Die Leser der DEUTSCHEN SPRACHWELT hatten den nigerianischen Wirt Andrew Onuegbu zu einem der Sprachwahrer des Jahres 2015 gewählt. Nun konnte im Juni dieses Jahres Sprachwelt-Mitarbeiterin Ursula Bomba in Kiel die Urkunde übergeben. Onuegbu betreibt dort das beliebte Gasthaus „Zum Mohrenkopf“. Er unterwirft sich nicht den Vorgaben politisch korrekter Sprache, sondern nennt gerade deswegen sein Gasthaus so, weil er selbst schwarz ist: „Ich bin Mohr. Ich stehe zu meiner schwarzen Hautfarbe.“ Er fände es auch schade, wenn der „Negerkuß“ verschwände. Onuegbu freute sich sehr über die Auszeichnung. Er will die Urkunde gegenüber dem Eingang aufhängen. Onuegbu bezeichnet Nigeria als seine Heimat und Deutschland als sein Zuhause. Die Überschwemmung Deutschlands mit Anglizismen sieht er mit Sorge. (dsw)
http://www.zum-mohrenkopf.de
(DSW 64/Sommer 2016, S.12)

… und eine Meldung aus der Gegen-Welt
Ein langjähriger Mitarbeiter des Reiseveranstalters Thomas Cook orderte in der Kantine einen „Negerkuss“ – er meinte damit die beliebte Schaumzuckernachspeise mit dem Schokoüberzug. Die Mitarbeiterin, die er dafür angesprochen hatte, stammte aus Kamerun. Daraufhin kündigte der Reiseveranstalter dem Beschäftigten fristlos, weil das Unternehmen darin eine Diskriminierung sah...
arbeit-und-arbeitsrecht.de 22.7.2016

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Sigmar Salzburg
21.10.2011 10.29
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Die Ausgabe 3/2011 der „Deutschen Sprachwelt“ ...

... ist erschienen (in anständiger Rechtschreibung).

Bemerkenswert sind zwei Beiträge von Karin Pfeiffer-Stolz: Eine Sprachglosse „Zum Teufel mit dem Teufel“ (S. 12, mit sprachrichtiger Trennung „tük-kisch“ und „Zeigestök-ke“). Auf Seite drei zum Thema Schreibschrift „Schreiben wie in Holzpantoffeln“ – ein Aufsatz, der hier schon als Dass-Deutsch-Kurzversion der „taz“ zitiert wurde.

Auf Seite 4 ein Artikel „Das Schwedische verteidigen“ von Prof. Frank-Michael Kirsch, der im Norden ähnliche Gefährdungen für die Sprache ausmacht wie bei uns. Schwedischer Oettinger ist der Pole Marian Radetzki, der dort Englisch als Muttersprache einführen will.

Zwei Seiten nimmt die Köthener Rede des Schriftstellers Ota Filip ein „Glanz, Gloria und Elend des Exils“ (ab S.6).

Auf Seite 9 „Gering an Zahl, doch sprachbewußt – Wie das kleine Volk der Lausitzer Sorben seine Sprache bewahrt“.

Dazu kommen kleinere Beiträge und Berichte, z.B. ein Antwortschreiben der Fa. Schlecker zum Werbepruch „FOR YOU. VOR ORT“.


http://www.deutsche-sprachwelt.de

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Sigmar Salzburg
10.09.2011 08.57
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Tag der deutschen Sprache

Aktion zur „Rettung der Schreibschrift“

Erlangen (ots) – Zum … Tag der deutschen Sprache und anläßlich des Schulbeginns hat die DEUTSCHE SPRACHWELT die Aktion „Rettet die Schreibschrift!“ ausgerufen. Die Sprachzeitung ruft dazu auf, die Schreibschrift als ein „Abbild der deutschen Sprache von hoher kultureller Bedeutung“ zu erhalten und weiterhin an den Grundschulen zu lehren. Die DEUTSCHE SPRACHWELT hat daher heute gemeinsam mit anderen Vereinen wie der „Aktion Deutsche Sprache“ (Hannover) eine Unterschriftenaktion begonnen. Die Unterzeichner fordern die Kultusminister dazu auf, „dafür zu sorgen, daß an den Schulen weiterhin Schreibschrift unterrichtet wird“.

Außerdem verteilt die DEUTSCHE SPRACHWELT kostenlos Aufkleber mit der Aufschrift „Schreibschrift ist schön!“ (Aufkleberwünsche an bestellung@deutsche-sprachwelt.de). Unterstützer der Aktion können sich auf der neuen Facebook-Seite „Für Schreibschrift“ ( http://www.facebook.de/Schreibschrift ) austauschen.
Hintergrund der Aktion ist eine Neuregelung in Hamburg. Dort steht es den Grundschulen seit dem Schuljahr 2011/12 frei, ob sie die bisherige Schreibschrift oder die sogenannte „Grundschrift“ unterrichten. Auch in anderen Bundesländern wie in Baden-Württemberg und Bayern erproben einzelne Schulen die „Grundschrift“. Gegen diese Entwicklung wenden sich die Sprachschützer.

Mit Blick auf die Erfahrungen aus der Rechtschreibreform warnen sie die Kultusminister vor einem weiteren schulpolitischen Mißgriff. In einer Erklärung der DEUTSCHEN SPRACHWELT heißt es: „Die Grundschrift ist keine Schreibschrift! Wer die Schreibschrift abschafft, gibt nicht nur ein wertvolles Kulturgut auf, sondern behindert auch die geistige Entwicklung der Kinder.“ Die Schreibschrift fördere nämlich motorische Fähigkeiten, ästhetisches Bewußtsein und fließendes Denken. Wer nur eine Druckschrift lerne, schreibe in der Regel langsamer, wenig leserlich und müsse sich stärker anstrengen.

Die DEUTSCHE SPRACHWELT ließ den kostenlosen Aufkleber in fünfstelliger Auflage drucken. Den Schriftzug „Schreibschrift ist schön!“ erstellte Susanne Dorendorff, die Vorsitzende des Vereins „Lesbar schreiben e.V.“ (Hamburg).

Presseportal 9.10.2011

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Sigmar Salzburg
28.12.2010 17.06
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Zwei Leserbriefe

An der Rechtschreibreform mitschuldig
Zu den Beiträgen „Kleid oder Haut? Was ist unsere Sprache?“ von Hans Joachim Meyer und „Deshalb sollte Deutsch ins Grundgesetz“ von Peter Müller in DSW 41, Seite 3 und Seite 6 und 7

Über zwei Berichte habe ich mich sehr geärgert. Ausgerechnet Hans Joachim Meyer durfte die Köthener Rede zur deutschen Sprache 2010 halten. Er war es, der als sächsischer Staatsminister maßgeblich zur Verunstaltung unserer Sprache durch die mißlungene Rechtschreibreform beigetragen hat. Damit hat er unsere Identität beschädigt. Ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, daß dieser Mann niemals auf seine Vorredner Kunze und Kraus hätte folgen dürfen! Das zweite Ärgernis ist für mich Ministerpräsident Peter Müller, der 1995 als einer der fünf CDU-Wilden (Günther Oettinger, Christoph Böhr, Roland Koch, Christian Wulff und Müller) an Innenminister Kanther mit sehr guten Argumenten appellierte, die sogenannte Rechtschreibreform nicht einzuführen. Wir haben nicht vergessen, daß vier von ihnen (nicht Böhr) als Ministerpräsidenten gegen den Willen der großen Mehrheit der Sprachgemeinschaft die Rechtschreibreform eingeführt haben. Und jetzt diese Töne!? Warum mich das so erregt? Schließlich wurde ich 1997 mit 57 Jahren als Volksschullehrerin in den vorzeitigen Ruhestand gezwungen, als Annette Schavan Kultusministerin in Baden-Württemberg war. Ich konnte es nicht mit meinem Diensteid vereinbaren, meine Viertkläßler Fehler zu lehren. Obwohl ich meine Schüler am Ende ihrer Grundschulzeit anhand der Peilschen Wörterliste mit dem ganzen Ausmaß der Neuschreibung bekanntgemacht habe, wurde mein Rücktritt erzwungen, und das vor dem offiziellen Einführungstermin der Wiener Absichtserklärung (1998).
Hilde Barth, Eningen.

In feinster Orthographie
Zum Beitrag „Kleid oder Haut? Was ist unsere Sprache?“ von Hans Joachim Meyer DSW , Seite 6 und 7

Ich erinnere mich, daß Hans Joachim Meyer, damals noch Kultusminister, Ende der 1990er Jahre erklärte, die Rechtschreibreform sei ein Test für die Reformfähigkeit der Deutschen überhaupt. Nun sehe ich, daß seine Rede in feinster unreformierter und damit undeformierter Orthographie abgedruckt ist, und frage mich natürlich: Ist er vom seither eher größer gewordenen Chaos abgerückt, oder hat er sich nur einverstanden erklärt, daß sein Text in der schönen und bestens funktionierenden klassischen Rechtschreibung in die Öffentlichkeit kommt? So oder so – für die Überwindung, die das eine wie das andere gekostet haben muß, gebührt ihm Achtung, für den Inhalt ohnehin. Daß er mit einem klaren Wort von seiner damaligen Position abgerückt wäre, ist mir nicht bekannt, aber vielleicht wäre das auch etwas zuviel verlangt.
Dr. Wolfgang Zähle, Leipzig

Deutsche Sprachwelt 42, Winter 2010/2011

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Sigmar Salzburg
26.07.2010 10.53
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Aufopferungsvoller Zehetmair

Zehetmair will offenbar doch Vorsitzender des Rechtschreibrats bleiben

Eine öffentliche Diskussion über die Dauerreform scheint unerwünscht

Entgegen der in der Presse zu lesenden Ankündigung, Hans Zehetmair werde seine Amtszeit als Vorsitzender des Rechtschreibrats im Dezember dieses Jahres beenden, wird sich der ehemalige bayerische Kultusminister voraussichtlich nun doch der Wiederwahl stellen. Eine öffentliche Erklärung Zehetmairs wird für die kommenden Wochen erwartet. Das haben Nachforschungen der DEUTSCHEN SPRACHWELT ergeben. Demnach wird die Rechtschreibreform auch im Jahr 2011 unter der Führung von Zehetmair weiter nachgebessert.

„Zehetmair gibt Chefposten im Rechtschreibrat zum Jahresende ab“, hat die Netzausgabe des Münchner Merkurs am 12. Juli gemeldet und Zehetmair mit den Worten zitiert: „Sechs Jahre Opfer reichen.“ Bernd Ernemann, der „Chefredakteur Online“ des Merkurs, bestätigt unserer Zeitschrift: „Stand unserer Information ist und bleibt, daß Herr Zehetmair im Dezember sein Amt niederlegen wird.“

„Sechs Jahre Opfer reichen“ – doch nicht

Dieser Darstellung widersprechen jedoch die Geschäftsführerin des Rechtschreibrats, Kerstin Güthert, und der Pressesprecher der von Zehetmair ebenfalls geleiteten Hanns-Seidl-Stiftung, Hubertus Klingsbögl. Güthert betonte gegenüber der DEUTSCHEN SPRACHWELT, hierbei handele es sich „offenkundig um eine Fehlinformation.“ Klingsbögl antwortet unserer Zeitschrift, „daß Herr Dr. Zehetmair, auch wenn dies in der Presse zu lesen war, keineswegs erklärt hat, daß er für diese Aufgabe nicht mehr zur Verfügung stehen werde. Vielmehr hat er seine Entscheidung gegenüber den Ratsmitgliedern offen gelassen.“

Bessere Ausstattung des Rechtschreibrats

Vertrauenswürdige Kreise im Rechtschreibrat sind sich allerdings sicher, daß sich Zehetmair der Wiederwahl stellt. Eine überwältigende Mehrheit im Rat habe ihn zum Weitermachen aufgefordert. Daß Zehetmair die Meldung des Münchner Merkurs bislang nicht bestreitet und noch keine offizielle Erklärung über seine Zukunft abgegeben hat, erklären sich Beobachter aus dem Umfeld des Rechtschreibrats damit, daß der Ratsvorsitzende von der Kultusministerkonferenz Zugeständnisse für eine bessere Ausstattung des Rats erreichen will. Der Rechtschreibrat verfügt zum Beispiel über keinerlei finanzielle Mittel und ist auf die Zuarbeit des Instituts für deutsche Sprache und der im Rat vertretenen Wörterbuchverlage angewiesen. Zehetmair werde nach seiner Wiederwahl allerdings keine vollständige Amtsperiode mehr dem Rat vorsitzen, heißt es.

Unerwünschte öffentliche Diskussion über Reform der Reform

Über die 2011 kommende nächste Reform der Rechtschreibreform will die Geschäftsführerin des Rechtschreibrats im übrigen keine tieferen Auskünfte geben. Zur Übermittlung der Änderungsvorschläge an die Kultusminister schreibt Güthert unserer Zeitschrift: „Ein genauer Termin für die Übergabe des Berichts an die staatlichen Stellen in Deutschland und den anderen Teilnehmerstaaten steht noch nicht fest. Sie ist für Ende des Jahres anvisiert.“ Einzelheiten will sie uns jedoch nicht verraten: „Über etwaige Änderungsvorschläge, die der Rat aus seiner Beobachtung zieht, wird wie in der Vergangenheit zu gegebener Zeit und in geeigneter Form berichtet.“ Dies entspricht der seit der letzten Reform von 2006 zu beobachtenden Handhabe, keine öffentliche Diskussion zuzulassen und die Öffentlichkeit über die geplanten weiteren Änderungen an der Reform bis zuletzt nicht zu unterrichten. Die Kultusministerkonferenz, die den Rat für deutsche Rechtschreibung eingesetzt hat, äußert sich schon seit Jahren nicht mehr und verweist bei Fragen auf den Rat. Dieser verzichtet jedoch weitgehend auf Pressekonferenzen und Presseerklärungen. Das hänge „mit der Langfristigkeit der Aufgabe zusammen, die der Rat wahrnimmt“, erklärt Güthert unserer Zeitschrift.

„Vornehmer“ Rechtschreibrat

Das weitere Vorgehen stellt Güthert gegenüber der DEUTSCHEN SPRACHWELT so dar: „Der Rat für deutsche Rechtschreibung wird sich auf seiner Sitzung am 1. Oktober mit der Fertigstellung seines Berichts befassen. Inhalt des turnusmäßig zu erstellenden Berichts wird eine Darstellung über die Wahrnehmung seiner Aufgaben in den vergangenen viereinhalb Jahren sein, zu dessen vornehmsten die ständige Beobachtung der Schreibentwicklung und die wissenschaftliche Begleitung gehören.“ Wer derart vornehm ist, habe die Verbindung zum Sprachvolk längst verloren, meinen Spötter.

geschrieben von Thomas Paulwitz am 26.07.2010

Deutsche Sprachwelt 26.7.2010

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Norbert Lindenthal
08.06.2009 11.16
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Alle herkömmlichen Schreibungen müßten wieder anerkannt … werden.

Deutsche Sprachwelt 5.6.2009

SOK fordert Rechtschreibmoratorium

Die Schweizer Orthographische Konferenz (SOK) ruft die politisch Verantwortlichen in Bund und Kantonen auf, die Rechtschreibreform am 1. August 2009 in den Schulen nicht notenwirksam werden zu lassen. Am 31. Juli 2009 geht die dreijährige Übergangsfrist, während der die herkömmlichen Schreibungen noch toleriert wurden, zu Ende.

In einer an der Frühlingstagung vom 4. Juni 2009 in Zürich einstimmig gutgeheißenen Resolution fordert die SOK ein Moratorium für Schule und Verwaltung. Das amtliche Regelwerk von 2006 und die Lehrmittel seien widersprüchlich und mit Fehlern behaftet. Alle herkömmlichen Schreibungen müßten wieder anerkannt und auf die Bevorzugung von Reformschreibungen müsse verzichtet werden.

Die Unzufriedenheit mit dem mittlerweile dritten amtlichen Regelwerk sei in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Der Rat für deutsche Rechtschreibung packe die anstehenden Verbesserungen nicht zügig genug an. Zeitungen, Verlage und Verwaltungen gäben sich Hausorthographien mit ganz unterschiedlichen Schreibweisen. 2008 haben die Chefredaktorenkonferenz und der Verband Schweizer Presse beschlossen, sich die Empfehlungen der SOK (www.sok.ch) zu eigen zu machen. Die SOK sei bereit, bei einer Überarbeitung des Regelwerks 2006 für schweizerische Bedürfnisse mitzuwirken.

An der Tagung nahmen neben Sprachwissenschaftern unter anderem Chefredaktoren und Chefkorrektoren, Verleger, Lektoren und Schriftsteller, National-, Kantons- und Gemeinderäte, Mitglieder des Rats für deutsche Rechtschreibung sowie Gäste aus Deutschland und Österreich teil.

Prof. Rudolf Wachter (Universitäten Basel und Lausanne) wies in seinem Referat nach, wie die Rechtschreibreform langfristige Entwicklungstendenzen in der Groß-/Klein- und der Zusammen-/Getrenntschreibung mutwillig ignoriert oder sogar umzukehren versucht hat.

Gymnasiallehrer Stefan Stirnemann machte darauf aufmerksam, daß sich die Reformer bei ihrer Argumentation teilweise um 100 Jahre und mehr geirrt hätten. Als Beleg dafür bewies er anhand eines Wörterbuchs aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, daß der Übergang von rören zu röhren nicht, wie von den Reformern behauptet, Mitte des 20., sondern schon rund 100 Jahre früher eingesetzt hat.

In einem Podium unter der Leitung von Kantonsrätin Eva Nietlispach (SG) führte Nationalrätin Kathy Riklin aus, daß ihr 2004 eingereichtes und vom Bundesrat zustimmend beantwortetes Postulat – die Möglichkeit der Bedeutungsdifferenzierung in der Zusammen- und Getrenntschreibung wieder einzuführen – nicht wunschgemäß umgesetzt worden sei. Die Autoren Gisela Widmer und Jürg Amann erzählten von den Schwierigkeiten, die die Variantenflut und die Unsicherheit selbst bei Lektoren und Korrektoren bei der Arbeit mit verschiedenen Verlagen mit sich bringt. Alt-Chefredaktor Gottlieb F. Höpli vom St. Galler Tagblatt und Suzann-Viola Renninger von den Schweizer Monatsheften berichteten von den guten Erfahrungen bei der Umstellung ihrer Medien auf die SOK-Rechtschreibung. Peter Müller von der SDA schließlich kündigte eine Rechtschreibhilfe nach SOK-Empfehlungen für Textverarbeitungsprogramme an.

In der SOK sind Vertreter der Presse, der Literatur und der Sprachwissenschaft vereinigt. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die Sprachrichtigkeit und Einheitlichkeit der Rechtschreibung in Presse und Literatur zu fördern.

geschrieben von dsw am 05.06.2009

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Norbert Lindenthal
26.10.2008 19.12
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… und mit finanzieller Unterstützung von Wahrig.

Deutsche Sprachwelt 23.10.2008
auch veröffentlicht von lifepr 23.10.2008

Bertelsmann-Wahrig bestreitet Geldzahlungen an Sprachverein

Es sind keine Gelder von Wissen Media/Bertelsmann an den „Verein Deutsche Sprache“ (VDS) geflossen, um diesen zur Umstellung der VDS-Mitgliederzeitschrift auf die Rechtschreibreform zu bewegen. Das erklärte jetzt Sabine Krome, Leiterin der Wahrig-Redaktion und Mitglied im „Rat für deutsche Rechtschreibung“, der am Freitag eine Sitzung abhält. Der Eindruck eines solchen Geschäfts war entstanden, nachdem aus einem Vorstandsprotokoll des VDS Einzelheiten über Verhandlungen mit Wahrig bekanntgeworden waren. Der VDS ist mit etwa je 15.000 Mitgliedern in Deutschland und im Ausland der mitgliederstärkste deutsche Sprachverein. Das Wahrig-Rechtschreibwörterbuch erscheint im „Wissen Media Verlag“, der zur Bertelsmann AG gehört. Der Bertelsmann-Konzern spielt bei der Durchsetzung der Rechtschreibreform eine wichtige Rolle. In einem Schreiben an die DEUTSCHE SPRACHWELT betont Ratsmitglied Krome, daß dem VDS von Wahrig auch nicht „für die Zukunft finanzielle Zusagen irgendwelcher Art gemacht worden“ sind.

VDS erhoffte sich „handgreifliche Vorteile“ aus dem Verzicht auf die traditionelle Rechtschreibung

Entsprechende Fragen hatte das Protokoll der VDS-Vorstandssitzung vom 31. Juli dieses Jahres ausgelöst. Dort heißt es unter Punkt „4. Rechtschreibung“: „Die Gespräche mit Wahrig werden fortgeführt. Der Vorstand billigt einstimmig die bisherige Verhandlungsführung der Delegation Baer/Behland/Pogarell. Konsens, dass eine Abkehr der SN [=Sprachnachrichten, VDS-Mitgliederzeitschrift] von der traditionellen Rechtschreibung für den VDS mit handgreiflichen Vorteilen verbunden sein sollte, ansonsten bleibt alles wie es ist. Der Vorstand vertraut seiner Delegation, dass diese hier einiges herausholen wird, läßt [sic!] ihr aber ansonsten freie Hand.“ Und unter Punkt „5. Gestaltung der Sprachnachrichten“ ist zu lesen: „Eventuell Umstellung auf Magazinformat, [...] wenn, dann möglichst in einem Zug mit der Umstellung der Rechtschreibung und mit finanzieller Unterstützung von Wahrig. Dazu aber keine formelle Abstimmung. In der nächsten Nummer wird schon mal die Diskussion zur Rechtschreibung begonnen, quasi als Vorgriff auf die kommende Umstellung. Insbesondere sollen hier auch Gegenstimmen gegen den Standpunkt von Helmut Glück gewissen Raum erhalten.“ Mit Ausgabe 3/2008 stellten dann im September die „Sprachnachrichten“ von der traditionellen Rechtschreibung auf reformierte Schreibweisen um.

Wahrig erläutert die „Philosophie des VDS“ bei der Umsetzung der Rechtschreibreform

Wahrig-Redaktionsleiterin Krome erklärte, es entspreche der „Philosophie des VDS“, nach der sich „die Umsetzung der Rechtschreibregelung am allgemeinen Schreibgebrauch und an Bedeutungsdifferenzierungen orientiert, wie in der WAHRIG-Rechtschreibung“. Diese Philosophie sei „inhaltlich, nicht kommerziell begründet“. Krome zeigte Verständnis dafür, daß der VDS „es für sinnvoll hält, sich an der verbindlichen aktuellen Rechtschreibung zu orientieren“. Dabei ließ sie jedoch außer acht, daß die reformierte Rechtschreibung weder für Presseerzeugnisse noch für Sprachvereine verbindlich ist.

Wie erklärt sich der Widerspruch zwischen den Aussagen von Wahrig und den Aussagen des VDS-Protokolls, in dem die Umstellung der Rechtschreibung mit „finanzieller Unterstützung von Wahrig“ in Verbindung gebracht wird? Tatsache ist, daß es Gespräche zwischen Wahrig und dem VDS gegeben hat. Dabei hatten die Abgesandten des VDS offenbar den Eindruck gewonnen, der VDS könne von Wahrig Gelder erwarten. Vermutlich vorgreifend stellte der VDS dann auf reformierte Rechtschreibung um, ohne dafür Geld erhalten zu haben.

Rechtschreibung als Verhandlungsmasse?

Fragen bleiben also offen, und sie dürfen gestellt werden. Denn wenn sich ein Sprachverein gegenüber einem Verlag, der an der Rechtschreibreform beteiligt ist und daraus Gewinn zieht, zum Gebrauch einer bestimmten Rechtschreibung verpflichtete, womöglich gar als Gegenleistung für finanzielle Zuwendungen, gäbe er seine Unabhängigkeit auf. Zur Zeit werden die Ergebnisse der Gespräche zwischen VDS und Wahrig ausgewertet, so Krome. Es bleibt zu hoffen, daß erstens Wahrig darauf achtet, sich nicht zu fragwürdigen Geschäften verleiten zu lassen. Zweitens sollte der Vorstand des VDS eine Entscheidung treffen, die im Interesse der deutschen Sprache ist und dem Willen seiner Mitglieder entspricht. Rechtschreibung ist keine Verhandlungsmasse, sondern ein Dienst am Leser.
geschrieben von dsw am 23.10.2008

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Sigmar Salzburg
03.08.2008 09.27
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Die Deutsche Sprachwelt hat einen Offenen Brief von Zabel an Zehetmair veröffentlicht.

http://www.deutsche-sprachwelt.de/nachrichten/neues_detail.php?id=527

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Sigmar Salzburg
11.02.2008 07.19
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DSW Nachrichten

„Narrenfreiheit für die Kultusminister“

Am 6. Februar fällte das Verwaltungsgericht Schleswig ein neues Urteil zur Rechtschreibreform, wie die Initiative „WIR gegen die Rechtschreibreform“, Schleswig-Holstein, berichtet. Das Gericht wies in erster Instanz die Klage einer Schülerin ab, für Wörter in traditioneller Rechtschreibung keinen Fehler angerechnet zu erhalten. Es interpretierte das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1998 so, daß auch fehlerhafte Regelungen der Kultusminister unangreifbar seien. „Narrenfreiheit für die Kultusminister“ kommentierte der Vater der Schülerin das Urteil. Er will in die Revision gehen. (Klage Az.: 9 A 301/05)

Deutsche Sprachwelt 09.02.2008

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Detlef Lindenthal
15.01.2008 21.28
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Re: Die meisten Politiker wissen es genau

Dies Verfahren, Politiker zu befragen (seien wir ehrlich: zu verhören), halte ich für außerordentlich wichtig und richtig. Übrigens habe ich es etliche Male vorgeschlagen, und alle Drägers und Icklers und Denks haben es nachhaltig abgelehnt.

__________________
Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
15.01.2008 19.56
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Die meisten Politiker wissen es genau

Erlangen, 11. Januar 2008 – Eine große Mehrheit der Bewerber zur bevorstehenden niedersächsischen Landtagswahl will Anglizismen zurückdrängen. […]. Die ADS [Aktion Deutsche Sprache] befragte von November 2007 bis Anfang Januar 2008 insgesamt 380 Kandidaten der vier Landtagsparteien. 105 antworteten, wobei 35 Prozent der FDP-Bewerber teilnahmen. Diese waren damit auskunftsfreudiger als CDU (28%), SPD (26%) und Grüne (23%).
[Hier interessiert vor allem:] Die Rechtschreibung in der überarbeiteten Fassung von 2006 halten nur 20 Prozent der antwortenden Politiker für gelungen, eine Mehrheit lehnt sie ab, am stärksten die FDP-Bewerber (77%). Bei den SPD-Bewerbern trauen sich in dieser Frage 52 Prozent kein Urteil zu.

http://www.deutsche-sprachwelt.de/berichte/pm-2008-01-11.shtml

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Norbert Lindenthal
22.06.2007 15.01
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Bürgerinitiative appelliert an den Bundespräsidenten

Deutsche Sprachwelt, 22.6.2007

Rechtschreibreform: Bürgerinitiative appelliert an den Bundespräsidenten

Die Bürgerinitiative „Wir gegen die Rechtschreibreform“ in Schleswig-Holstein hat sich in einem Aufruf an den Bundespräsidenten gewandt und ihn gebeten, mit seinem moralischen Gewicht gegen die Folgen der „Rechtschreibreform“ einzutreten. Deren Durchsetzung über den Hebel der Schulen sei ein Skandal in Kultur, Politik, Finanzwesen, Justiz und Demokratie. Vor allem müsse die Rechtschreibung, in der die Werke der großen deutschsprachigen Schriftsteller seit hundert und mehr Jahren allgemein verbreitet werden, auch an den Schulen wieder als richtig anerkannt werden. Unterzeichner des Aufrufs (s. Anlage) sind unter anderem der Schriftsteller Günter Kunert, die Germanisten Prof. Dr. Heinz-Günter Schmitz, Prof. Dr. Hubertus Menke und der Vorsitzende des Elternvereins Schleswig-Holstein, Dr. Ulrich Kliegis.

Im folgenden geben wir diesen Brief wieder:

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
sehr geehrter Herr Dr. Köhler,

am Jahresende 2006 meldeten die Tageszeitungen:
Köhler: Bei Reformen nicht nachlassen.

Das griff Alexander Gauland im Rheinischen Merkur v. 18.1.2007 auf und verwies auf Ihr Ansehen, das Ihrer Forderung nach Reformen Gewicht verleiht, schrieb aber am Ende des Artikels:

„Kein Politiker, nicht Kohl, nicht Schröder oder Merkel, hat dem Reformbegriff mehr geschadet als die Betreiber der Rechtschreibreform. Hier fand statt, was Reformgegner überall vermuten: das sinnlose, hochmütige Beseitigen von Bewährtem ohne Not …“

Wir können nicht glauben, daß Sie mit „Reformen“ Betriebsamkeiten von einer derartigen Überflüssigkeit und Gemeinschädlichkeit gemeint haben könnten. Dennoch nehmen wir dies zum Anlaß, Sie noch einmal auf diesen unsäglichen Eingriff in die deutsche Schreibkultur hinzuweisen und Sie zu bitten, auch Ihren Einfluß geltend zu machen, um dieser sinnlosen Vernichtung des Bewährten Einhalt zu gebieten.

Die „Rechtschreibreform“ wurde nach überwiegender öffentlicher Einschätzung von den Kultusministern der Länder und ihren Zuarbeitern mit Dilettantismus, Traditions- und Demokratieverachtung betrieben, die ihresgleichen suchen.

Ihr Vorvorgänger, Bundespräsident Herzog, nannte diese Reform „überflüssig wie ein Kropf“. Dennoch hat sich der verschworene Haufen der Politiker von seinem Irrweg durch Protest und Volksentscheid nicht abbringen lassen – obwohl sich die Einsicht nach den Worten der KMK-Präsidentin von 2005, Johanna Wanka, durchgesetzt hatte:

„Die Kultusminister wissen längst, dass die Rechtschreibreform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden.“ („Spiegel“1/06)

Wir kennen die Grenzen Ihrer Einflußmöglichkeit, meinen aber doch, daß Sie das moralische Gewicht Ihres Amtes in die Waagschale werfen sollten, um die deutsche Kultur von diesem „nationalen Unglück“ (Marcel Reich-Ranicki) zu entlasten.

Der Schriftsteller Günter Kunert, der durch die harte Schule der DDR-Unterdrückungen gegangen ist, hat die „Rechtschreibreform“ „eine irrwitzige Narretei“ genannt. Daher lassen Sie uns Ihnen noch einmal die wesentlichen Einwände wiederholen:

Die „Rechtschreibreform“ ist ein Kulturskandal.
Sie besteht grob aus zwei Teilen: der exhumierten ss-Regelung nach Heyse und einem Sammelsurium von weiteren Dummheiten. Die ss-Regel zerstört eine sechshundertjährige deutsche Tradition. Der Jugend entfremdet sie alle bisherigen klassischen und neueren Texte und erzwingt demnächst Eingriffe in die Werke der Großen der Gegenwart. Sie wirkt zugleich als Einbruchwerkzeug für den zweiten Reformteil, mit dem sprachliche Fehler, hergesuchte Falschmünzereien und Albernheiten der „Reform“ in die Texte geschleust werden. Das ursprüngliche Ziel des leichteren Schreibenlernens wurde dagegen grob verfehlt – wenn dies überhaupt jemals die Absicht der literaturfremden Hauptakteure war.

Die „Rechtschreibreform“ ist ein Politikskandal.
Kein deutsches Parlament hat jemals über die „Rechtschreibreform“ entschieden – außer unqualifiziert bei der Annullierung des Volksentscheids in Schleswig-Holstein, unter Mißachtung des Bundestagsbeschlusses „Die Sprache gehört dem Volk“ (26. 3. 1998). Der sinnlose Anschlag auf die Kontinuität der deutschen Schreibweisen wurde vorgetragen von einer Institution, der Kultusministerkonferenz, die im Grundgesetz überhaupt nicht vorgesehen ist und der niemand je eine Entscheidungs- oder überhaupt Initiativbefugnis hierzu ausgestellt hat.

Die „Rechtschreibreform“ ist ein Finanzskandal.
Keine Landesregierung hat jemals eine Kosten-Nutzen-Untersuchung vorgelegt. Die tatsächlichen Milliardenkosten, gerade in einer Masterarbeit an der Fachhochschule München nachgewiesen, werden versteckt der Allgemeinheit als „kostenneutral“ untergeschoben – für eine Maßnahme ohne volkswirtschaftlichen Nutzen und einer derartigen allgemeinen und kulturellen Schädlichkeit, daß von einer Verletzung des Amtseids der Verantwortlichen gesprochen werden müßte.

Die „Rechtschreibreform“ ist ein Justizskandal.
Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes v. 14. 7.1998 unter Vorsitz von Hans-Jürgen Papier (CSU) und der Präsidentin Jutta Limbach (SPD) war nicht unparteiisch: „Nicht nur die dürftige Argumentation, sondern auch die Umstände des Verfahrens zeigen, dass es dem BVerfG nicht um unbefangene Rechtsfindung, sondern darum ging, der KMK beizuspringen“ (Dr. Wolfgang Kopke, Mainz, in Neue Juristische Wochenzeitung 49/2005). Während hier in aller Eile ein Urteil erging, das die Landesregierungen als Freibrief für ihre Rechtschreibreform ausgeben konnten, werden die Eltern von Schülern – und nur sie können klagen, obwohl das ganze Volk betroffen ist – von den Gerichten jahrelang hingehalten.

Die „Rechtschreibreform“ ist ein Demokratieskandal.
Bundesweite Volksbegehren werden den Bürgern vorenthalten – und diejenigen der Länder gewähren keine Rechtsgleichheit und waren in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Berlin begleitet von versuchten und vollendeten Tricks zur Verhinderung direkter Demokratie. Der Gipfel von Mißachtung der Demokratie war die Annullierung des Volksentscheids in Schleswig-Holstein durch den Landtag.

Daher bitten wir Sie: Setzen Sie sich dafür ein, daß auch die traditionelle Rechtschreibung, in der die Werke unserer großen Schriftsteller wie Thomas Mann, Hermann Hesse, Heinrich Böll oder Günter Grass u.a. abgefaßt sind, wieder an den Schulen anerkannt und gelehrt wird.
Zumindest dürfen die Schreibweisen der bewährten, klassischen Rechtschreibung an unseren Schulen nicht länger als „falsch“ diffamiert werden. Ein Wort von Ihnen hierzu würde sicher nicht ungehört bleiben.

Günter Kunert
Prof. Dr. Heinz-Günter Schmitz
Dr. Ulrich Kliegis
Dr. Walter T. Rix
Prof. Dr. Hubertus Menke
Dr. Horst P. Pütz
Anneliese Djalili
Ralf Joachimi
Sigmar Salzburg

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Norbert Lindenthal
09.05.2007 11.29
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Die Schweiz steigt aus der Rechtschreibreform aus

Deutsche Sprachwelt 9.5.2007
Allgemeine deutsch-schweizerische Presseagentur

Die Schweiz steigt aus der Rechtschreibreform aus

Die Schweizer Medien steigen weitgehend aus der Rechtschreibreform aus. Das hat die dritte Tagung der Schweizer Orthographischen Konferenz (SOK) gezeigt, die am 7. Mai in Zürich stattfand. Anwesend waren Vertreter der wichtigsten Schweizer Zeitungen und Presseagenturen (Teilnehmerliste siehe unten). Auffällig war, daß aus Deutschland zwar Teilnehmer von Sprachvereinen, Verlagen und weiteren Institutionen angereist waren, jedoch keine Teilnehmer von Zeitungen oder Presseagenturen.

Nationalrat Filippo Leutenegger (Medienarena) eröffnete die Konferenz und kam gleich zu den seit der letzten Reform der Rechtschreibereform weiterhin bestehenden eklatanten Mängeln. Einige Beispiele, die der Orthographie-Fachmann Stefan Stirnemann anführen werde, seien nicht nur anregend, sondern auch haarstäubend, kündigte er an. Wegen der zahlreichen verschiedenen Entscheidungsträger, welche es bei der Rechtschreibereform gebe, sei es „wichtig, daß nun alle an einem Tisch säßen“.

Anschließend übergab Leutenegger das Wort an Peter Zbinden, den Präsidenten des Sprachkreises Deutsch (SKD). Zbinden ließ zu Beginn seiner Rede ein Bild mit einem Papierkorb erscheinen, in dem ein neuer Rechtschreib-Duden lag. Inzwischen sei es der SOK gelungen, wie angekündigt Wörterlisten zu veröffentlichen, durch welche die größten Mißstände der Rechtschreibreform korrigiert werden könnten.

Stirnemann (ebenfalls Sprachkreis Deutsch, Schweiz) sagte in seinem darauffolgenden Vortrag, daß neue Widerstandsaktionen organisiert werden müßten, und an die Konferenzteilnehmer gerichtet: „Wir sind Spielleute, die versuchen, heillos verstimmte Instrumente zu stimmen, damit sie wieder zusammen spielen können.“

„Warum ist die SOK erst jetzt gegründet worden?“ frug Stirnemann und lieferte die Antwort gleich mit: Man mußte erst die Arbeit des Rechtschreibrates abwarten. Immer wieder sei versprochen worden, die Fehler und Mängel der Rechtschreibereform würden korrigiert. Noch 2005 sei der Ratsvorsitzende Hans Zehetmair vor die Presse getreten und hätte einige Änderungen und Anpassungen als große Korrektur verkaufen wollen. Er habe „der Öffentlichkeit vorgegaukelt, es wäre etwas verbessert worden, was gar nicht mehr zu verbessern war.“

Daß man die Wörter „Urinstinkt“ und „Sprecherziehung“ nicht mehr „Urin-stinkt“ und „Sprecher-ziehung“ trennen dürfe, sei nicht der angekündigte große Wurf gewesen, andere minimale Flickwerkereien auch nicht. Stirnemann führte aus, der Rechtschreiberat sei bloß eingerichtet worden, um die Öffentlichkeit etwas zu beruhigen: „Der eingesetzte Rat sollte der Öffentlichkeit vorgaukeln, die Probleme seien nun gelöst.“ Seine Rolle habe Zehetmair in Form eines heimeligen Landesvaters auch gut gespielt.

„Doch was haben wir jetzt?“ fragt Stirnemann: „Mehrere Wörterbücher mit unterschiedlichen Auslegungen und etliche sogenannte Hausorthographien. Die Rechtschreibung ist nicht mehr einheitlich.“ Anschließend erläuterte Stirnemann anhand zahlreicher Beispiele, man sei wieder in die Zeit zurückgefallen, bevor Konrad Duden eine einheitliche deutsche Rechtschreibung geschaffen hatte. Der Rechtschreibrat „habe es für gut befunden, Varianten zu häufen.“ Bei anderen neuen Schreibweisen handele es sich nicht bloß um Schreibweisen, sondern um Schreibweisen, die unterschiedliche Bedeutungen haben. So sei „handvoll“ nicht das gleiche wie „Hand voll“, „vielversprechend“ nicht gleich „viel versprechend“. Etliche Wörter, die einen Begriff darstellen, würden durch die willkürliche Getrenntschreibung nicht mehr als Begriff erfaßt werden.

Doch gerade dies sei ein ihr eigenes Merkmal der deutschen Sprache, eine Eigenart der deutschen Sprache, daß in ihr durch Zusammensetzung von Wörtern eigenständige Begriffe gebildet werden können. „Wie kommt man dazu, daß die Grundregel der Getrenntschreibung der Normalfall sein soll, wobei die deutsche Sprache von Zusammenschreibungen lebt?“ fragt Stirnemann und fügt hinzu, dies halte er für „den reinen Wahnsinn“.

Das Reformwerk „steht in Widerspruch zur Rechtschreibung und zur Entwicklung unserer Sprache. Es könne daher kein Regelwerk sein“ führte er weiter aus. Zur Eindeutschung von Fremdwörtern führte er aus: „Die Entwicklung der Eindeutschung von Wörtern ist frei nicht vorhersehbar. Man kann sie nicht regulieren.“

Dann kam Stirnemann auf die aufgrund des angeblichen „Wortstammprinzipes“ ausgetauschten Buchstaben zu sprechen und zeigte eindrücklich anhand etlicher Beispiele auf, daß es nicht sinnvoll sei, die Sprache ihrer Unterscheidungsmöglichkeiten zu berauben. „Die Reformer wollten solche Unterscheidungsmöglichkeiten offenbar aufheben.“ und: „Heutzutage muß man ständig rätseln.“

Dann kam Stirnemann auch auf die Groß- und Kleinschreibung zu sprechen. Es sei besser, jetzt zu korrigieren anstatt zu warten. Konrad Duden habe die unterschiedliche Behandlung von gleichgelagerten Fällen später zu recht kritisiert und vereinheitlicht. Nun empfehlen Wörterbücher wie Duden und Wahrig jedoch in genau gleichgelagerten Fällen etwas anderes.

Das in Kernbereichen unbrauchbare Regelwerk widerspreche der Sprache. Es könne daher nicht als Grundlage dienen. Früher habe man sich im Zweifel nach dem Sprachgefühl richten können und mußte keine willkürlichen Wörterlisten oder an den Haaren herbeigezogene „Regeln“ auswendig lernen, sagte Stirnemann sinngemäß und schloß: „Zur Rechtschreibung gehören Sprachbewußtsein und nicht das Auswendiglernen von Regeln.“

Auszug aus der Teilnehmerliste:

Prof. Dr. Aden, Verein Deutsche Sprache, Vorstandsmitglied; Dr. Max Behland, Verein Deutsche Sprache, Text & Presse; Dr. Dr. Urs Breitenstein, Schwabe AG; Remi Bütler, Schweizer Radio DRS, Journalist; Pieder Caminada, Die Südostschweiz, Stellvertretender Chefredaktor, Beauftragter Rechtschreibung; Jürg Dedial, Neue Zürcher Zeitung, Auslandsredaktor; Dr. Rainer Diedrichs, Zentralbibliothek Zürich, gew. Pressesprecher (Redaktor Librarium, Präsident Gottfried-Keller-Gesellschaft); Stephan Dové, Neue Zürcher Zeitung, Chefkorrektor, Mitglied Rat für deutsche Rechtschreibung; Helmut Eidinger, Blick, Textchef, Koordinator Rechtschreibung Blick-Familie; Inés Flück-Zaugg, Sprach-Art – Korrektorat, Lektorat, Übersetzungen; Peter A. Frei, Sportinformation Si AG, Direktor und Chefredaktor; Alois Grichting, Walliser Bote; Prof. Dr. Hans Haider, Peraugymnasium Villnach, Mitglied Rat für deutsche Rechtschreibung; Gottlieb F. Höpli, St. Galler Tagblatt, Chefredaktor; Arnold Kengelbacher, Zürcher Oberländer, Korrektorat; Walter Lachenmann, Forschungsgruppe Deutsche Sprache; Rolf Landolt, Bund für vereinfachte Rechtschreibung, Präsident, dipl. geogr., EDV UBS; Peter Lerch; Sportinformation Si SA, Stellvertr. Chefredaktor; Filippo Leutenegger, Medienarena, Verleger und Nationalrat; Reimuth Maßat, für die DEUTSCHE SPRACHWELT; Peter Müller, Schweizerische Depeschenagentur AG, Direktor; Rosmarie Neuhaus, Zürcher Oberländer, Korrektorat; Karin Pfeiffer-Stolz, Stolz-Verlag; Rolf Prévôt, Schweizer Beobachter, Leitung Korrektorat; Dr. Suzann-Viola Renninger, Schweizer Monatshefte, Ko-Herausgeberin; Dr. Kathy-Riklin, Kantonale Maturitätsschule für Erwachsene, Gymnasiallehrerin und Nationalrätin; Marco Rodehacke, Basler Zeitung, Korrektorat; Stefan Stirnemann, Sprachkreis Deutsch, Gymnasiallehrer; Peter Stolz, Stolz-Verlag; Lea von Brückner, Sprachbox; Roderick von Kauffungen, SDA – Schweizerische Depeschenagentur, Leiter Marketing; Prof. Dr. Dr. Rudolf Wachter, Universität Basel; Peter Zbinden, Sprachkreis Deutsch, Präsident, gew. Schulleiter.

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Sigmar Salzburg
07.05.2007 19.06
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Aus Deutsche Sprachwelt

FAZ: Nach dem Einknicken folgt der Sprachpreis

Frank Schirrmacher, Herausgeber und Feuilletonleiter der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), erhält den „Kulturpreis Deutsche Sprache“. Das teilte der Verein Deutsche Sprache (VDS) Anfang Mai mit. Der Verein verleiht den Preis noch zusammen mit der Eberhard-Schöck-Stiftung. Die Theo-Münch-Stiftung ist bereits vor einiger Zeit ausgestiegen. Das Preisgeld wurde in diesem Jahr von 35.000 Euro auf 30.000 Euro gesenkt.

Die Verleihung an einen FAZ-Herausgeber verblüfft Sprachfreunde, denn sie fällt ausgerechnet in das Jahr, in dem die FAZ wieder in reformierter Rechtschreibung erscheint, nachdem sie unter dem Druck der Kultusminister eingeknickt war und sich gegen die traditionelle Rechtschreibung entschieden hatte. Die Zeitung hatte damit zahlreichen sprachempfindlichen Menschen vor den Kopf gestoßen und unter ihren Lesern heftige Proteste ausgelöst. Die FAZ erwägt außerdem, in diesem Jahr auch die Frakturschrift abzuschaffen und auf der Titelseite Wort zum Teil durch Bild zu ersetzen. Sprachkritische Beiträge werden in der Zeitung im Gegensatz zu früheren Jahren nur noch selten abgedruckt. Warum also erhält ein FAZ-Herausgeber ausgerechnet jetzt diesen Sprachpreis?

Dieses zeitliche Zusammentreffen ist mit Sicherheit kein Zufall und muß im unmittelbaren Zusammenhang mit der Rechtschreibreform gesehen werden. Der Germanist Helmut Glück, der für die Preisverleihung an Schirrmacher verantwortlich ist, gehörte der „Studiengruppe Geschriebene Sprache“ an, einer Vereinigung von Sprachwissenschaftlern, die zwar einzelne Widersprüchlichkeiten der Rechtschreibreform kritisierte, die Reform insgesamt jedoch retten wollte. Neben Glück war auch der Rechtschreibreformer Peter Eisenberg Mitglied dieser Gruppe.

Der Bamberger Germanist Glück ist wahrscheinlich auch für die Verleihung der Ehrendoktorwürde der sprachwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bamberg an den Reformer Eisenberg verantwortlich. Eisenberg nahm diese Auszeichnung am 2. Mai dieses Jahres für seinen „Einsatz für eine brauchbare Rechtschreibung“ entgegen. Eisenberg, der noch heute Mitglied des von der Kultusministerkonferenz eingesetzten Rechtschreibrates ist, hatte mit einem Kompromißvorschlag geholfen, die Rechtschreibreform zu retten. „Eine Rücknahme der Reform wäre eine kulturpolitische Katastrophe“, hatte Eisenberg gewarnt.

Helmut Glück begründet die Entscheidung für die Preisverleihung an Schirrmacher folgendermaßen: „Die Beiträge von Frank Schirrmacher zeichnen sich aus durch Stilsicherheit, Eleganz und beispielhafte journalistische Qualität“. Der Kulturpreis Deutsche Sprache 2007 solle ein Zeichen dafür setzen, daß die Sprache des Journalismus eine Vorbildfunktion erfülle. Es müsse maßgebliche Zeitungen geben, die unabhängig sind von sprachlichen Moden. Die Redaktionen dieser Medien trügen deshalb eine große Verantwortung. Dieser Verantwortung werde Schirrmacher in vorbildlicher Weise gerecht.

Zumindest für die Verfechter der bewährten Rechtschreibung ist dieser Preis an Schirrmacher und noch vielmehr die Begründung ein Schlag ins Gesicht. Schirrmacher veröffentlichte sein Buch „Minimum“ bereits in einer reformierten Schreibweise, als die FAZ noch an der traditionellen Rechtschreibung festhielt. Nicht nur damit ist er dem Blatt, das er herausgibt, bei der Frage der Orthographie in den Rücken gefallen. Hatte Schirrmacher im August 2004 die Rechtschreibreform unter dem Eindruck des Ausstiegs der Springer-Presse noch als „öffentliches Unglück“ bezeichnet, war er im Februar 2006 der erste der FAZ-Herausgeber, der die geringfügigen Nachbesserungen an der Reform bejubelte und einen Kurswechsel seiner Zeitung ankündigte: „Die FAZ wird sich diesen Vorschlägen anschließen können“, sagte er damals der Frankfurter Rundschau.

Vielleicht hat für Schirrmacher – laut „tageszeitung“ (taz) dürfen ihn seine Freunde „Frankie-Boy“ nennen – bei der Annahme dieses Sprachpreises der Gedanke eine Rolle gespielt, mit diesem vom peinlichen Einknicken der FAZ bei der Rechtschreibung ablenken zu können. Dafür hat er einen bereitwilligen Partner gefunden, der sich vermutlich im Gegenzug wohlwollende Berichterstattung erhofft. Die taz hat darauf hingewiesen, daß im Feuilleton der FAZ „etwa in den Wochen vor Schirrmachers Auftritt in der Gesprächssendung ‚Beckmann‘ keine Zeile und schon gar keine kritische über die ARD-Sendung zu lesen“ war.

Ist Schirrmachers Feuilleton tatsächlich so unabhängig von Mode und Zeitgeist, wie die Begründung für die Preisverleihung vermuten läßt? In den Feuilletondebatten um Walser, Oettinger oder Grass war Schirrmacher jedenfalls immer auf der sicheren Seite. Viele Beobachter sind der Ansicht, daß der FAZ-Herausgeber den Kulturteil stärker dem Zeitgeist verpflichtet hat. Als Schirrmacher im Februar 2001 seine besten Feuilletonredakteure, darunter etwa Thomas Steinfeld oder Franziska Augstein, an die „Süddeutsche Zeitung“ verlor, bedeutete das einen herben Verlust an sprachgewandten Verfassern. Das FAZ-Feuilleton erholte sich nur schwer davon.

Schirrmacher sollte diesen Preis nur annehmen, wenn er gleichzeitig die Rückkehr der FAZ zu den bewährten Rechtschreibregeln erklärt. Alles andere wäre unglaubwürdig.

geschrieben von Thomas Paulwitz am 07.05.2007

http://www.deutsche-sprachwelt.de/nachrichten/neues_detail.php?id=440

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