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Forum > Beispielsammlung über Sinn und Unsinn
Politisch korrekte Sprache
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Sigmar Salzburg
07.12.2016 06.47
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Menschen, die schon länger/immer hier leben ...

Die neue Bezeichnung für „Deutsche“ nach Angela Merkel auf dem CDU-Parteitag am 6. Dezember 2016:

„Zur Wahrheit gehört aber auch, dass manche, die schon immer in Deutschland leben, ebenfalls dringend einen Integrationskurs benötigen.“ Es gelte noch immer, dass alle bestimmen würden, wer das Volk ist. „Nicht einige Wenige, selbst wenn sie laut sind.“

zeit.de 6.12.2016

Im inneren Zirkel gibt es die Sprachregelung schon länger:
„Man darf jetzt nicht mit Blick auf die Wahlentscheidung im März Flüchtlinge gegen Menschen, die schon länger hier leben, ausspielen. Das geht überhaupt nicht“, sagte Kauder.
n-tv.de 29.2.2016


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Sigmar Salzburg
01.12.2016 08.56
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Lügenpresse – Selbst-Gleichschaltung

Gestern abend versuchte ich, übers Internet in die Sendung von Maischberger hineinzukommen. Die Verbindung hielt nur wenige Minuten (wofür ich 900 Euro zahlen soll), war aber lang genug, um den Internet-Experten von Spiegel Online, Sascha Lobo, zu erleben. Zu dem unfertigen Mann, der immer noch mit seiner infantilen Hahnenkammfrisur als Markenzeichen herumlaufen muß, fiel mir unwillkürlich das altertümliche Wort „Hahnrei“ ein, und dann auch der angeblich zartfleischige „Kapaun“. „Von Tierschützern wird die Kastration von Hähnen zur vermeintlichen Genusssteigerung als Tierquälerei angesehen und abgelehnt.“

Lobo hatte der Sendung bei Spiegel Online schon vorgearbeitet:

„Lügenpresse“! Ein Wort, eigentlich ein Schrei, dem man wenig entgegensetzen kann, wenn man sich selbst als Teil der Medien betrachten muss. Das Wort war bereits im Ersten Weltkrieg ein zentraler Kampfbegriff. Die Nationalsozialisten brachten ihn als Propagandaschlagwort mit dem Ziel der Gleichschaltung in Umlauf. Eigentlich sollte das ausreichen, um ihn nicht bedenkenlos zu verwenden...
spiegel.de 30.11.2016
Das versuchte der eifernde Lobo dem lebensnahen Berliner Busfahrer Radke, AfD-Mitglied und Pegida-Gänger, beizubiegen – und daß er sich unberechtigt in seiner Meinung unterdrückt fühle.
„das kann doch nicht sein, daß Sie das nicht begreifen!“
Da geriet er aber an den Falschen:
„Das sollten Sie mal merken, daß Sie permanent versuchen sich intellektuell zu überhöhen... Ich denke schon, daß ich die Mitte der Gesellschaft darstelle ... ich weiß nicht, ob Sie in mir einen Rechtsextremen erkennen können.... Ich weiß [aber], daß Sie jeden Pegida-Spaziergänger ... als Latentnazi erkennen ...“ (Lobo „Latenznazi“) „Latenz- , na, um so besser ...“
Wir erkennen die Strategie der linken Volkserzieher, dem Volk die Worte zu entziehen – besonders einfach, wenn sie auch von den Nazis verwendet worden sind – so daß für wichtige Dinge einfach die Worte fehlen – Orwell 2016.

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Sigmar Salzburg
20.10.2016 05.42
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„Sinti-und-Roma-Schnitzel“ auch nicht „korrekt“

Wirt tauft Zigeunerschnitzel um

Wiesbaden streitet sich über ein Schnitzel! Zigeuner-, Paprika oder Sinti-und-Roma-Schnitzel? Die Frage nach der richtigen Beschreibung dieses Schnitzels erregt die Gemüter [der Correctness-„Aktivisten“].

Der „Wiesbadener Kurier” berichtet über den Frust des Wiesbadener Gastronomen Daniel Schwieger. Er hatte sein Zigeunerschnitzel 2014 in „Sinti-und-Roma-Schnitzel“ umbenannt – der Grund: Eine damalige Debatte um die politisch-korrekte Benennung des Gerichts.

Zwei Jahre später führte genau diese Änderung jetzt zu Ärger! Zuerst schrieb nur ein Gast dem Gastronomen einen bösen Brief.

Darin stand, dass das so „ziemlich die rassistischste Bezeichnung“ seit dem „Negerkuss“ sei, der der erboste Gast je begegnet sei.

Dann nahmen die Rassisten-Vorwürfe zu! Immer mehr [offensichtlich fremdgesteuerte] Beschimpfungen erreichten den Wirt, der an Heiligabend noch 150 Flüchtlinge zu einem kostenlosen Drei-Gänge-Menü in sein Restaurant eingeladen hatte.

Die plötzliche Wut seiner [vermeintlichen] Gäste hat Schwieger kalt erwischt. Dem „Wiesbadener Kurier” sagte er: „Wir haben sehr viele Schausteller und auch ,Zigeuner’ als Stammkunden. Ich kann mich nicht ein einziges Mal daran erinnern, dass es eine Beschwerde gab“.

Tatsächlich sei das Gegenteil der Fall. „Viele haben sogar gesagt, dass sie das lustig finden“, fügt der Restaurantleiter an.

Schwieger ist frustriert: „Wenn das unsere Integrationsprobleme sind, wie mein Schnitzel heißt, dann weiß ich auch nicht weiter.“

Er will sein Schnitzel nun erneut umbenennen: „Paprikaschnitzel – Zigeuner Art“ soll der neue Name lauten. Nun – so hofft der Restaurantbesitzer – soll es kein Schnitzel-Drama bei ihm mehr geben.

express.de 19.10.2016

Siehe auch dies und das.

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Sigmar Salzburg
17.10.2016 09.03
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Flüchtling

[Roland Tichy:]

Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und alle Dinge sind daraus gemacht. So steht es in der Bibel. Aber wenn das Wort falsch, irreführend ist? Irgendwann im Frühjahr 2015 tauchte das Wort „Flüchtling“ auf, verbreitete sich und setzte sich fest. Es fühlt sich warm und menschlich an, und ist doch vergiftet. Denn es überdeckte alle Gründe, warum Menschen den Ort wechseln...

Die organisierte Tatenlosigkeit gipfelte in dieser fatalen Twittermeldung vom 25. August 2015 des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, neudeutsch zu BAMF verkürzt: „#Dublin-Verfahren syrischer Staatsangehöriger werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt von uns weitestgehend faktisch nicht weiter verfolgt.“ ...

Ab diesem Tag begann die große Wegwerfe der Pässe: Seither haben sich Nenn-Syrer sehr schnell vermehrt. An diesem Tag und mit diesem Tweet, der sich in kürzester Zeit unter den mit Smartphones bewaffneten Wanderungsbereiten in Afrika ausbreitete, begann der riesige Treck nach Deutschland...*

tichyseinblick.de 13.10.2016

Zwei Drittel der Flüchtlinge kommen ohne Papiere nach Berlin
Seit Anfang Januar 2015 konnten lediglich 32 Prozent der in Berlin angekommenden Flüchtlinge die erforderlichen Papiere vorlegen, sagte Lageso-Sprecherin Silvia Kostner rbb online... Die Identität der anderen knapp 70 Prozent jedoch muss aufwändig geprüft werden – was die Asylverfahren oftmals verlängert. „Offenbar melden sich viele Personen bewusst ohne Papiere bei den Behörden und täuschen dabei auch über ihre Identität, um größere Chancen im Asylverfahren zu haben“, sagte der CDU-Innensenator Frank Henkel ...
rbb-online.de 2.3.2016

Zwei Drittel der „Flüchtlinge“ (schon die Anführungszeichen gelten als verwerflich) dürfte man also zu Recht als Betrüger bezeichnen – volkstümlich auch „Gelumpe“ u.ä., wie es Lutz Bachmann getan haben soll, bevor er als Pegida-Gründer eine Person öffentlichen Interesses und nachträglich dafür zu 9600 Euro Geldstrafe verurteilt wurde – offensichtlich politisch motiviert. Im November soll das Verfahren neu aufgerollt werden.

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Sigmar Salzburg
15.10.2016 04.48
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Die SPD entdeckt Gedenktage:

„Darf jeder rein?“ – eine angesichts der Masseninvasion nach Deutschland berechtigte Frage. Im Bundestag gibt es zur Zeit keine Opposition, und gegen die noch außerparlamentarische gibt es ein bewährtes Mittel:

Ralf Stegner hat retweetet
SPD Parteivorstand ‏@spdde 13.Oktober 2016

Nazi-Deutschland ermordete sechs Millionen jüdische Männer, Frauen und Kinder.
Menschen wie du und ich. Wir gedenken! #NieWieder #Holocaust

[Bild: Auschwitz-Torbau]
WO HETZE HINFÜHRT:
VOR 75 JAHREN BEGANN DIE SYSTEMATISCHE DEPORTATION DER JUDEN AUS DEUTSCHLAND
SPD
... und wer soll daran gehindert werden, wieder einen Holocaust herbeizuhetzen? Die Fährte wurde schon vorher gelegt:
VVN-BdA
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Heute hat sich das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus – deine Stimme gegen rechte Hetze!“ vorgestellt.
16. März 2016
AfD, Aufstehen gegen Rassismus

AUFRUF: Aufstehen gegen Rassismus – Deine Stimme gegen rechte Hetze!
Fast täglich greifen Rassisten und Rassistinnen Flüchtlingsheime an, islamfeindliche Übergriffe nehmen zu. Erschreckend viele Menschen nehmen an fremdenfeindlichen und rassistischen Demonstrationen teil. Pegida hetzt gegen Geflüchtete und Muslime und Musliminnen.

Währenddessen wird die „Alternative für Deutschland“ (AfD) zunehmend zum Sammelbecken für Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. An vielen Orten ist die AfD Zentrum der extremen Rechten geworden. Abgeordnete der AfD verbreiten Nazi-Parolen und hetzen gegen Andersdenkende.

ErstunterzeichnerInnen [u.a.]
Katja Kipping (Parteivorsitzende Die LINKE)
Bernd Riexinger (Parteivorsitzender Die LINKE)
Antifa Interventionistische Linke
Interventionistische Linke
Manuela Schwesig (Stellvertretende Parteivorsitzende der SPD)
Ralf Stegner (Stellvertretender Parteivorsitzender der SPD)


vvn-bda.de 16.3.2016
Der Beginn der Judendeportationen ist kein amtlicher Gedenktag, aber immer noch wichtig genug, um gegen die AfD verwendet zu werden.

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Sigmar Salzburg
12.10.2016 08.53
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Der Ritt über den Bodensee

Der Aufstieg der Bundesrepublik gelang vor allem mit karrierebewußten Fachkräften, die gemeint hatten, sich im Dritten Reich als Mitglied der Nazipartei aufs rechte Pferd zu setzen. Adenauer nahm es bewußt hin.

Heute wirkt das wie der Ritt über den Bodensee. Das deutsche Selbstbewußtsein bricht nachträglich zusammen und linke Schmeißfliegen umschwirren den Kadaver.

Heiko Maas, der entsetzt feststellt, daß sein Justizministerium die ersten Jahrzehnte mehrheitlich mit belastbaren Juristen funktioniert hat, kollabiert nun aber nicht, sondern funktioniert um.

Wie der Schüler, der in Biologie nur den Regenwurm kennt, aber über den Elefanten referieren soll: „Der Rüssel des Elefanten sieht aus wie ein Regenwurm. Der Regenwurm ....“

Maas sagt in der Tagesschau:

„Wir stellen ja fest, dass heute im 21. Jahrhundert, im Jahre 2016, Themen wie Ausgrenzung und Diskriminierung von Minderheiten auch wieder politisch salonfähig werden, indem sie auch von der AfD zum Thema gemacht werden.“
Übrigens: Henryk M. Broder spottet auch darüber – auf seine Weise.

__________________
Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
20.09.2016 10.55
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Freigeistliche Correctness

Beim „Humanistischen Pressedienst“ wurde das Buch „Hajo Funke, Von Wutbürgern und Brandstiftern. AfD – Pegida – Gewaltnetze“ besprochen. Die einzige veröffentlichte Leserzuschrift ermahnte:

Nüchtern und sachlich möchte ich zu den hier beschriebenen Mitbürgern nur sagen: fallt nicht zurück in's Mittelalter ...
hpd.de Leserkommentar 15.9.16
Mein Kommentar dazu wurde nicht veröffentlicht:

Die „hier beschriebenen Mitbürger“ werden 14mal AfD oder Pegida genannt, dazu namentlich Björn Höcke und Marc Jongen, und vom moralisch hohen Roß ermahnt, „nicht ins Mittelalter“ zu verfallen. Ist es nicht vielmehr so, daß die Genannten gerade nicht vom Mittelalter überrannt werden wollen, insbesondere dem islamischen?

Wieder war etwas nicht linkshumanistisch korrekt genug.

P.S. Prof. Ulrich Kutschera ist dort anscheinend auch immer noch persona non grata.

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Sigmar Salzburg
05.09.2016 15.56
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Correctness – nicht gegenüber Normal-Deutschen!

Spiegel – Video-Kommentar „AfD-Wähler sind Rassisten“
Frauke Petrys AfD betreibt eine zutiefst fremdenfeindliche Politik – und holt in Mecklenburg-Vorpommern 20 Prozent. Ein Kommentar von Roland Nelles über die Konsequenzen der Wahl ...
Videoanalyse zur Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: „Die AfD-Wähler sind Rassisten“

[Roland Nelles 5.9.2016] ... »Letztlich überrascht mich das Ergebnis überhaupt nicht. Ich glaube, daß wir einfach in Deutschland einen gewissen Prozentsatz an Fremdenfeinden haben, an Rassisten, das muß einmal ganz klar so sagen, die eben bei der AfD jetzt ihre Heimat gefunden haben. In der Flüchtlingskrise kommen diese Leute raus, zeigen ihr Gesicht als Wähler, machen da ihr Kreuz. Es wird immer gesagt, man müßte die Sorgen und Nöte und Ängste der Wähler ernst nehmen. Das kann vielleicht sein, ich glaube aber, das ist zu einfach. Ich glaube, man muß einmal klar benennen, daß die Wähler der AfD tatsächlich Rassisten sind und daß Frauke Petry eben hier eine Politik betreibt, die den Leuten suggeriert: „Deutschland den Deutschen.“ – „Andere sind nicht würdig, bei uns zu leben.“ – „Wir sind das überlegenere Volk.“ Und das ist letzen Endes eine zutiefst fremdenfeindliche, rassistische Politik...« [Video, nachgeschrieben.]

Diese Hetzrede mit pauschalierenden Unterstellungen erfüllt das Kriterium der neuerfundenen „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“. Die AfD hatte Zulauf von allen Parteien. – „Deutschland den Deutschen“ ist eine alte Selbstverständlichkeit. Die anderen Frauke Petry unterstellten Parolen sind üble Nachrede. – Nebenbei: Fremdenfeindlichkeit und Rassismus reduziert man, wenn man nicht jeden ins Land läßt.

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Sigmar Salzburg
05.09.2016 08.41
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Ist die AfD nicht demokratisch?

„Ich bin nun wirklich nicht jemand, der Frau Merkel immer in Schutz nimmt, aber ich finde, die Flüchtlingspolitik, die haben wir alle gemeinsam schon so gewollt und alle müssen dabei ihren Anteil der Verantwortung übernehmen“, so Özdemir. Alle demokratischen Parteien hätten verloren.
spiegel.de 5.9.2016

Roland Tichy:
Die AfD wird zum siegenden Verlierer erklärt; immer wieder wird da geredet von den „Demokraten“ und den anderen. Schlau ist das nicht; über 21 Prozent der Wähler auszugrenzen grenzt an Wahnsinn.
tichyseinblick.de 4.9.2016

DDR-Sprech: „Demokraten und Antifaschisten“.

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Sigmar Salzburg
02.09.2016 08.10
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Anpassungs-Akrobatin Angela

„Rückführung, Rückführung und nochmals Rückführung“
Kanzlerin Merkel versichert Unionspolitikern, die Aufnahme von einer Million Flüchtlingen innerhalb eines Jahres wiederhole sich nicht... Das Wichtigste sei nun, abgelehnte Asylbewerber abzuschieben... „Für die nächsten Monate ist das Wichtigste Rückführung, Rückführung und nochmals Rückführung“, wurde Merkel zitiert. Es könnten nur jene bleiben, die wirklich verfolgt sind.
welt.de 1.9.2016

„Rückführung“, ein Wort, für manche fast schon der Beweis für Rassismus und Verfassungsfeindlichkeit – wer hat es lange vor Merkel, Seehofer und Söder ausgesprochen?:
Die ablehnenden Äußerungen des WASG-Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine zum Zuzug weiterer „Fremdarbeiter“ und zu einem EU-Beitritt der Türkei wertete Voigt zudem als Indiz dafür, daß innerhalb dieser Protestklientel „die Angst vor der Überfremdung“ Deutschlands „weit verbreitet“ sei. Die "Übernahme“ von NPD-Forderungen sei ein Indiz dafür, daß „unsere Forderungen nach Rückführung aller Ausländer in Deutschland salonfähig werden“ sagte [der NPD-Vorsitzende Udo] Voigt.
JF-Archiv 1.7.2005
Helmut Kohl wollte sich 1982 mit der Hälfte begnügen, hat das Wort nicht gesagt – aber gedacht.

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Sigmar Salzburg
17.08.2016 10.23
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Stinkefinger

Spiegel online berichtet triumphierend:

SPD-Chef: Gabriel zeigt rechten Pöblern den Stinkefinger
Mit einer unmissverständlichen Geste hat Vizekanzler Gabriel auf Beleidigungen durch Demonstranten in Niedersachsen reagiert. Sie hatten den SPD-Chef als „Volksverräter“ beschimpft.
spiegel.de 17.8.2016

Das Zeigen des so genannten Stinkefingers gilt vor deutschen Gerichten immer noch als schlimmste Beleidigung und kostet je nach Verdienst zwischen 600 und 4000 Euro. [...wenn jemand aus dem Volk dergleichen wagen würde.] express.de 15.3.2016

Bedeutung und Gebrauch ist mir erst durch die Rechtschreib„reform“ bekannt geworden. Wikipedia notiert:

Der [Reform-] Duden nahm den Begriff erstmals 1996 auf ...
Bei dem Begriff Stinkefinger handelt es sich im Deutschen um ein Neulexem, das seit Mitte der 1990er Jahre in dieser Bedeutung „mit beleidigender Absicht aufgrund einer momentanen Verärgerung“ in Gebrauch ist...
Laut dem Sprachwissenschaftler Hans-Martin Gauger bezieht sich die jetzige Bezeichnung Stinkefinger weniger auf den Bereich des Sexuellen als auf den der Exkremente und Analität, aus dem die deutsche Sprache die meisten ihrer Schimpfwörter nimmt.
[Siehe auch hier und von mir.]

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Sigmar Salzburg
27.07.2016 06.13
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Korrekte Zurückhaltung

Paris/Rouen (dpa) – Nach dem offenbar islamistisch motivierten Angriff auf eine Kirche will sich die französische Regierung gegen eine Spaltung der Gesellschaft stemmen...

Gestern waren zwei mutmaßliche Terroristen während der Morgenmesse in eine Kirche in Saint-Étienne-du-Rouvray in der Normandie eingedrungen und hatten Geiseln genommen. Sie verwundeten einen 86 Jahre alten Jahre alten Priester mit dem Messer tödlich an Hals und Brustkorb, ein Gemeindemitglied wurde schwer verletzt.
faz.net 27.7.2016

Wer eine „Spaltung der Gesellschaft” vermeiden will, übt Zurückhaltung und schreibt nicht einfach: „Sie schnitten dem 86 Jahre alten Priester die Kehle durch.

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Sigmar Salzburg
24.07.2016 06.55
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Die Instrumentierer

Der Stellvertretende SPD-Vorsitzende denunziert gewohnheitsmäßig:

Ralf Stegner Verifizierter Account ‏@Ralf_Stegner
05:53 – 30. Jan. 2016
Anständige Deutsche wählen niemals rechtsextreme AFD-Bande, die politisch verantwortlich für rechte Gewalt ist! ...
Am 22. Juli instrumentierte die SPD den 5. Jahrestag der Mordaktion des irren Einzeltäters Breivik deutlich gegen die AfD (Kommentare beachten!):
Ralf Stegner hat retweetet
SPD Parteivorstand ‏@spdde
01:32 – 22. Juli 2016
5 Jahre nach dem rechtsradikalen Anschlag von #Utøya gedenken wir der Opfer und stehen zusammen gegen rechte Gewalt!
Das könnte auch den Amokschützen Ali Sonboly bestärkt haben, seinen Plan ab 16:00 Uhr in die Tat umzusetzen. Die AfD-Leute bezogen sich aber nur auf die Polizeimeldung von der „Terrorlage“. Nun instrumentiert die SPD wieder, daß die AfD den Fall instrumentiert hätte:
Ralf Stegner ‏@Ralf_Stegner 23. Juli 2016
Den rechten Hetzern ist nichts heilig. Pietätlos gegenüber Opfern und Angehörigen kochen sie ihr braunes Süppchen.
Die Anfänger von der AfD wissen solchen bezahlten Berufs-Denunzianten wenig entgegenzusetzen – nur Stegners dreiste Agitation arbeitet gegen ihn selbst.

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Sigmar Salzburg
15.07.2016 11.10
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Warum ist der Franko-Tunesier kein „Franzose“ ...

Terror in Nizza – was bisher bekannt ist
Ein Lkw rast in Nizza in eine Menschenmenge, mehr als 80 Personen sterben...

Der Fahrer des Wagens ist nach den Erkenntnissen der französischen Polizei nicht als politisch radikalisiert bekannt. Es handelt sich um einen franko-tunesischen Mann, der 1985 in Nizza geboren wurde.
spiegel.de 15.7.2016 [* Nizza > Franzose (frz. Gesetz)]

... der deutsch-iranische Syrien-Kämpfer aber penetrant ein „Deutscher“?

Syrien-Krieg: Deutscher posierte mit aufgespießten Köpfen
Er stellte sich im Syrienkrieg in Siegerpose vor zwei aufgespießte Köpfe: Jetzt hat ein Frankfurter Gericht den jungen Deutschen verurteilt... Der in Offenbach wohnende Mann mit iranischen Wurzeln [Aria L., 21] war im Frühjahr 2014 nach Syrien gereist, „ausschließlich um in den heiligen Kampf zu ziehen“, hieß es im Urteil.
spiegel.de 12.7.2016

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Sigmar Salzburg
10.07.2016 19.14
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Keine Einigkeit, kein Recht und keine Freiheit mehr?

Aus: Gunnar Schupelius – Mein Ärger

Die Preußen-Stiftung lässt den Text der Nationalhymne neu dichten


... Zum 175. Geburtstag will die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) die Hymne kritisch beleuchten. „Was besingen wir eigentlich, wenn wir an das Deutschland des Jahres 2016 denken?“, fragt die aktuelle Ausgabe des „SPK-Magazins“ grüblerisch. „Reicht ein einziges Deutschlandlied überhaupt aus, um unsere immer bunter werdende Gesellschaft zu repräsentieren?“

Und also beauftragte man drei zeitgenössische Autoren, einen neuen Text auf die alte Melodie zu verfassen. Ausgewählt wurden Tanja Dückers, Marica Bodrozic und Jan Koneffke.

„Sei in Frieden mit den Nachbarn nah und fern“, mahnt Tanja Dückers und fügt politisch korrekt hinzu: „Was du aufnimmst, verändert sich und dich, macht dich reicher.“

Ganz ähnlich politisiert auch Marica Bodrozic. Sie schreibt von „offenen Grenzen“ als „Befähigung zur Andersheit“ und stellt fest: „Es gibt ja keine deutschen Vögel.“

Jan Koneffke sieht es etwas düsterer und reimt: „Fluchtasyl brennt lichterloh, Mutterland, das wieder Pech hat, deine Lover: hohl und roh“.

Mehr muss man aus den neuen Hymnen nicht zitieren, besser werden sie dadurch nicht...

bz-berlin.de 7.7.2016

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