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Sigmar Salzburg
30.08.2016 05.37
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Michael Klonovskys „Acta diurna“

28. August 2016, Goethes Geburtstag

Das Magazin Cicero überschreibt einen Artikel mit den Worten: „Johann Sebastian Bach war bekennender Anhänger Luthers und dessen haarsträubendem Antijudaismus. Im Nationalsozialismus dienten einige seiner Werke als Hymnen für die 'Entjudung der deutschen Kultur'. Eine Ausstellung setzt sich nun damit auseinander.“

Wurde aber auch Zeit. Vielleicht bekommt man auf diese Weise endlich ein paar arabische Neumitbürger in die Konzertsäle. Ich hoffe, der haarsträubende Verzicht auf den Genitiv speist sich gleichfalls aus kultursensiblen Motiven.

http://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

Zu dem Cicero-Artikel schreibt noch …
Erna Schmidet | Mo, 29. August 2016 – 17:59
Rächtschreipung
Der Autor des Artikels ist nicht einmal in der Lage das Wort Pogrom richtig zu schreiben, will uns aber hier auf dunkle Flecken von damals und jetzt hinweisen wollen...


NB: Der Cicero-Autor war vorher 11 Jahre bei der „jungen Welt“: fau 4.2.2012

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Sigmar Salzburg
23.08.2016 20.00
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Nicolaus Fest ...

… schreibt wieder in seiner „bewährten“ gemischten Schreibweise:

Dass der Westen verkommen, dekadent und unmoralisch sei, behaupten nicht wenige Anhänger des Islam, auch solche mit deutschem Pass. Aber kann man sich irgendetwas Verkommeneres, Dekadenteres und Unmoralischeres vorstellen als den Kindesmißbrauch qua Ehe, der nun in der Türkei, aber auch in vielen anderen muslimischen Ländern erlaubt ist?
Wichtiger ist aber seine Wiederentdeckung Schelskys, wie er auch im Titel seiner neuesten Aussendung andeutet – „Priesterherrschaft durch Elendspropaganda“:
1975 veröffentlichte der Soziologe Helmut Schelsky eine prophetische Arbeit, in der er nicht nur die Überforderung des Sozialstaats, die Diskreditierung der jeweils herrschenden Verhältnisse und die Willkommenskultur vorhersagte, sondern auch den Hass auf alle, welche – wie Pegida oder AfD – die Diskurshoheit der Linken in Frage stellen... Auch der moderne Sozialstaat verspreche die irdische Beseitigung aller Mühen, Ängste und Leiden, ob Armut, Hunger, Krankheit, Ausbeutung, Wohnungsnot oder Diskriminierung. Und wie zuvor die katholische Kirche oder kommunistische Partei würde auch die soziale Heilslehre des demokratischen Staates ihr eigenes Priestertum erschaffen, nämlich an Universitäten, im Kulturbereich, in Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und Medien.

Dieses Priestertum sei ebenso auf seine Macht fixiert wie früher Pfaffen oder Kader. Und weil es in heutigen Sozialstaaten bald an existentiellen Gefahren wie Kriegen, Räubern oder Hungersnöten mangele, auch Pest und Cholera verschwunden seien, müsse die Kaste der Sozialpriester immer neue Mißstände erfinden, um die eigenen, gut alimentierten Positionen als Mahner und Warner zu erhalten... Nur diese Daueraktualisierung garantiere den Einfluß der Priesterschaft...

nicolaus-fest.de 23.8.2016
Zur Elendspropaganda zählt zweifellos auch die „Bedrückung durch das Herrschaftsinstrument Orthographie“, die der spätere Kultusminister Rolf Wernstedt im Einklang mit dem linken Lager verbreitete, die dann zur Rechtfertigung des idiotischen Angriffs auf die Schreibtradition diente.

ß/ss-Profil für diesen Teil des Fest-Beitrags:
0x daß, 5x ß-traditionell (Mißstände, Einfluß, Bewußtsein ...); – 0x dass, 2x Reform-ss (Hass)

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Sigmar Salzburg
04.08.2016 06.34
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Nicolaus Fest ...

... entwickelt in seinem neuesten Beitrag (wieder in teiltraditioneller Orthographie) unter anderem Vorstellungen, die auch ich seit langem hege:

Auch wer keinerlei juristische Kenntnisse hat, vielleicht – um nur ein Beispiel zu nennen – Theaterwissenschaften und Publizistik studierte und für die FAS arbeitet, hält eines für gewiß: Artikel 4 Grundgesetz schützt den muslimischen Glauben und seine Ausübung. Sicher ist das jedoch keineswegs, das Verfassungsgericht hat nie Gelegenheit gehabt, die Sache zu klären. Sicher ist allerdings folgendes:

– Der Islam lehnt Parlamentarismus, Gleichberechtigung, Glaubens- & Meinungsfreiheit sowie bürgerliche Autonomie ab. Daher sind diese Rechte in allen Ländern, in denen der Islam zur Verfassung gehört, nicht existent.

– Eine Trennung zwischen säkularen und religiösen Werten gibt es für den Islam nicht. „Der Islam ist politisch, oder er ist nicht Islam“ (Ayatollah Chomeini). Deshalb existiert auch kein reformierter oder Euro-Islam, der wie das Christentum eine zweite normative Ordnung neben der eigenen akzeptiert. Der Islam zielt auf geistige UND weltliche Macht, und er zielt auf die vollständige, also totalitäre Beherrschung des gesamten Lebens.

Damit ähnelt der Islam weniger anderen Religionen als politischen Ideologien wie Kommunismus oder Nationalsozialismus. Auch solche nicht-religiösen Weltanschauungen fallen zwar ausdrücklich in den Schutzbereich des Artikels 4 GG, werden aber eben dann nicht geschützt, wenn sie zentralen Verfassungswerten feindlich entgegenstehen – was beim Islam, siehe oben, unzweifelhaft der Fall ist. Die selbst von Seiten* der Regierung zuweilen vertretene Ansicht, der Schutz des Artikel 4 GG gelte absolut, ist schlichter Unfug. Anderenfalls müsste man auch Nazis und Kaderstalinisten die freie Ausübung ihrer Weltanschauung zugestehen.

Im übrigen bedeutet ein Verbot des Islam und seiner Symbole so wenig eine Vertreibung der Muslime wie das Verbot des Nationalsozialismus’ eine der Nazis. Lediglich die Ausübung dieser verfassungsfeindlichen Ideologie wird untersagt. Auch darauf muss man FAZ-Redakteure heute wohl hinweisen. Ob man den segensreichen ‚Radikalenerlaß’, einst unter Kanzler Willy Brandt formuliert, wieder reaktiviert, wäre zu überdenken.

nicolaus-fest.de 4.8.2016
Der von Fest genannte schlichte Unfug wird auch von linken Atheisten gegen Islamgegner vorgebracht. Im Rahmen der aufwendigen Kampagne des GBS-nahen „Humanistischen“ Pressedienstes gegen Pegida und AfD schrieb der Politologe Prof. Pfahl-Traughber:
Einerseits bekennt sich die AfD zur Religionsfreiheit, andererseits gehöre der Islam nicht zu Deutschland. Wie können dann aber Muslime ihre Religionsfreiheit praktizieren, wenn der Islam gar nicht zu Deutschland gehören sollte?... Im Text steht: „Das Minarett lehnt die AfD als islamisches Herrschaftssymbol ebenso ab wie den Muezzinruf …" (S. 50). Doch damit erfolgt ein verfassungswidriger Eingriff in das Grundrecht auf Religionsfreiheit, das seine Grenzen nur in allgemeinen Gesetzen findet: Das Baurecht gilt dabei für Kirchtürme wie Minarette, das Emissionsschutzgesetz für Kirchtürme wie Muezzinrufe... Bei allen guten Gründen für Protest und Unmut gegenüber der etablierten Politik stellt sich daher die Frage, ob es demokratietheoretisch wie moralisch verantwortbar ist, einer solchen Partei die Stimme bei Wahlen zu geben.
hpd 24.6.2016 – (Dazu dies.)
Geradezu dreist agitiert eine regierungsamtliche Vertreterin der irgendwie nach Deutschland eingesickerten „Friedensreligion“ im FAZ-Interview:
Sawsan Chebli ist stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Michael Müller Regierender Bürgermeister von Berlin.
Frau Chebli, Herr Müller, in Deutschland wird sehr viel über Muslime und den Islam gesprochen, aber sehr wenig über Religion. Warum?
Chebli: Wir dürfen die Integrationsdebatte nicht mit der Diskussion über Muslime und Islam oder Religion insgesamt vermengen. Mein Vater ist ein frommer Muslim, spricht kaum Deutsch, kann weder lesen noch schreiben, ist aber integrierter als viele Funktionäre der AfD, die unsere Verfassung in Frage stellen.
faz.net 3.8.2016
Frau Chebli verwendet hier anmutig den alten Trick, den Gegnern des Bösen eine gleichgeartete Bösartigkeit zu unterstellen. – Nachtrag: Siehe auch achgut.com 5.8.16 und reformfrei: der-kleine-akif.de 7.8.16

*) Der letzte Normal-Duden empfahl von seiten, die „Reform“ will von Seiten oder vonseiten. Konrad Duden verzeichnete 1880 beispielhaft von nöten und vonnöten.

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Sigmar Salzburg
30.07.2016 17.07
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Die Netzzeitung Katholisches.info ...

... für Kirche und Kultur verwendet – im Gegensatz zur Amtskirche – weiterhin die traditionelle Rechtschreibung:.

Ihnen gefällt Katholisches.info? Helfen Sie bitte mit, daß Katholisches.info auch im August erscheinen kann. Es fehlen dafür 1.474,- Euro Zuwendungen.
... und redet, anders als die FAZ, auch nicht um blutige Tatsachen herum:
Geiselnahme in Kirche – Islamisten schneiden katholischem Priester die Kehle durch
Auch verinnerlichenswert, aber unseren Rahmen überschreitend:
„Sie kommen, um Europa zu besetzen“ – Interview mit Erzbischof Gyula Marfi von Veszprém über Migration und Islamisierung
Die Zurückhaltung der Kirchen ist verständlich, solange islamische Staaten die Christen praktisch als Geiseln halten. Unannehmbar ist aber, daß die Amtskirchen hier bei uns mit ihrer derzeitigen Umarmungstaktik die gleichen Zustände herbeiführen.

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Sigmar Salzburg
12.07.2016 03.04
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Nicolaus Fest

Die bedeutende amerikanische Historikerin Barbara Tuchman hat 1984 in ihrem Buch ‚The march of folly’ die These entwickelt, dass der Mensch von Zeit zu Zeit dem Lemming ähnlich werde. Die Lust zur Selbstzerstörung gerate zum kollektiven Wahn, Verblendung übernehme die Herrschaft. Alle Vorsicht werde über Bord geworfen, Erfahrung wie Herkommen gering geachtet, Traditionen wie im Rausch geopfert, und immer gegen jedes eigene Interesse. Ob die Trojaner, als sie das Pferd in die Stadt holten ...

Ein Freund bemerkt dazu, hier eben zeige sich die törichte Perspektive einer Liberalen, geboren aus Optimismus und Mangel an Menschenkenntnis. Tatsächlich sei es genau umgekehrt. Der Wahnwitz herrsche immer, ganz unmittelbar sichtbar in der ungebrochenen Attraktivität von Horoskopen, Kartenlegerei oder Erleuchtungsliteratur. Aber auch viele andere Bereiche des Lebens würden längst von der Esoterik des Alltags bestimmt: Die Willkommenskultur gegenüber Wildfremden gehöre dazu ebenso wie eine Rentenerhöhung im klaren Bewußtsein ihrer Unfinanzierbarkeit. Eigentlich seien alle Felder der Sozialpolitik inzwischen Tummelplätze der Wirklichkeitsverweigerung ...

nicolaus-fest.de 10.7.2016

... wozu auch die „Reform“ der bis dahin bestens funktionierenden Rechtschreibung gehörte.

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Sigmar Salzburg
09.07.2016 07.37
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Nicolaus Fest

Vor rund zwei Monaten klagten Fachleute und Universitäten einmal mehr über den Stand der Bildung. Selbst die elementarsten Kenntnisse in Deutsch und Mathematik würden vielen Schulabgängern und sogar Abiturienten fehlen, nicht viel besser sehe es in den anderen naturwissenschaftlichen Fächern aus. Dass Berlin jüngst seinen Zehntklässlern (!) die Aufgabe stellte, die Zahlen 6, 3 und 2 zur höchsten natürlichen Zahl zu ordnen, gibt einen Eindruck der Zustände. Selbst die Lehrer bezeichneten die Prüfung als „Pillepalle“, einige Schüler fühlten sich veräppelt. Was ein 10-jähriger mit einem Blick schaffen sollte, ist in Berlin Prüfungsstoff für 16-jährige.
Wer sich mit Lehrern unterhält, der weiß: Noch dramatischer ist die Ignoranz in Sachen Geschichte, Musik, Wirtschaft, Soziologie oder Literatur – also in solchen Fächern, die den Menschen und seine Sicht auf die Welt viel mehr prägen als Rechnen, Schreiben, Lesen...

nicolaus-fest.de 2.7.2016

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Sigmar Salzburg
01.07.2016 05.24
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Neuer Internet-Auftritt

RECHTSCHREIBEN HEUTE

Die Rechtschreibreform von 1996 hat eine lange Vorgeschichte, die in zahlreichen Aufsätzen und Büchern beschrieben ist. Hier sollen in den nächsten Tagen und Wochen (diese Webseite wurde erst am 25. Juni eröffnet) einige Dokumente zusammengestellt werden, die in dem durchaus lesenswerten Wikipedia-Artikel „Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996“ nicht zu finden sind. Beginnen wir mit dem Flugblatt „Stoppt die überflüssige, aber milliardenteure Rechtschreibreform!“, das wir Anfang Oktober 1996 auf der Frankfurter Buchmesse verteilt haben. Welche der 10 Argumente haben sich seither bewahrheitet, welche nicht?

Arbeitskreis Lesen und Rechtschreiben heute

http://www.rechtschreibreform.de

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Sigmar Salzburg
30.06.2016 04.59
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Michael Klonovskys Acta Diurna

Abendlicher 29. Juni 2016

Der Verfassungsschutz hat die Bilanz extremistischer Straftaten für das Jahr 2015 veröffentlicht: Es gab 1408 rechtsextremistisch motivierte Gewalttaten (2014 waren es 990, was einem Anstieg von 42 Prozent entspricht) und 1608 linksextremistische (2014: 994, ein Anstieg um 62 Prozent).

Wie lauten die Schlagzeilen der deutschen Qualitätspresse? "'Exorbitanter Anstieg' rechter Gewalt“ (Die Zeit). „Rechte Szene wächst und neigt zu Gewalt“ (heute.de). „Rechtsextreme im Verfassungsschutzbericht: Immer mehr, immer brutaler“ (tagesschau.de). „Rechte Gewalt nimmt dramatisch zu“ (stern). „Drastischer Anstieg rechtsextremer Gewalttaten“ (FAZ). Die FAZ beginnt ihren Artikel mit den Worten: „Politisch motivierte extremistische Gewalt hat in Deutschland im vergangenen Jahr massiv zugenommen und neue Dimensionen im Internet erreicht.“ Extremistische Gewalt im Internet – bürgerliches Intelligenzblatt, wie?

http://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

Anmerkung S.S.: 1,1 Millionen sogenannte Flüchtlinge kamen 2015 nach Deutschland, zu den 2014 registrierten 130000, d.h. 750 Prozent mehr. Dagegen ist die Steigerung der Aktivitäten der rechtsextremen „Vaterlandsverteidiger“ um 42 Prozent auf 1408 Fälle kaum glaublich zurückhaltend.

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Sigmar Salzburg
27.06.2016 09.26
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Nicolaus Fest zu Presse und „Brexit“

... Durchaus Gründe also, diesem Club die Mitgliedschaft zu kündigen. Doch in den deutschen Medien vom Samstag finden diese Gründe kein Gehör. Statt dessen herrschen Leberwurst und üble Nachrede.
Es hätten, so ein Tweet der taz-Frauen, die „Rassisten“ gewonnen. Die halbe britische Bevölkerung nun plötzlich Rassisten, und dieser Vorwurf ausgerechnet von Deutschen? Der Tagesspiegel sieht die „Alten“ am Werk, ebenso tut es der Online-Chef der FAZ, Mathias Müller von Blumencron...

Auch die Süddeutsche beklagt den Einfluß der Älteren vom Lande, die gegen die Interessen der jüngeren Städter gestimmt hätten. Was allerdings diese Interessen sein sollten, bleibt ungesagt...

Wer den alarmistischen Ton betrachtet, mit dem viele deutsche Medien vor der Wahl den Zusammenhalt beschworen, wie auch den wütend-hysterischen nach dem Brexit, kommt kaum umhin, an eine schwere narzisstische Kränkung zu denken. Nachdem sie schon bei Islam und Flüchtlingskrise mit Bewertung und Prognosen daneben lagen, nachdem die Heilsgewißheit des Euro und der kommenden europäischen Wirtschaftsmacht in Rettungsaktionen und höchster Arbeitslosigkeit verdampfte, geht die Angst um unter Journalisten – vor dem Verlust der Deutungshoheit wie der eigenen Bedeutung...

nicolaus-fest.de 25.6.2016

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Sigmar Salzburg
23.06.2016 15.03
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Belles Lettres | Deutsch für Dichter und Denker

Im genannten Forum gibt es seit einiger Zeit ein „Video-Tutorial“ zum Buchstaben Q, der naturgemäß auch bei uns kurz gestreift wurde:

Runa Gisladottir
10. April

Neues Video-Tutorial: Warum gibt es den Buchstaben Q?
Ein Streifzug durch die Vergangenheit unserer Schrift am Beispiel des Buchstabens Q!
Vom phönizischen Kōf über das griechische und etruskische Koppa (ϙ) bis zum lateinischen und deutschen Q. Kentum- und Satem-Sprachen und wie sich lateinisch und deutsch Q aus labiovelaren Verschlußlauten des Urindogermanischen ergaben.

http://www.belleslettres.eu/artikel/buchstabe-q-kentum-satem.php

Siehe auch dies.

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Sigmar Salzburg
19.06.2016 19.52
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Aus Nicolaus Fests Blog, 19.6.2016

Hort der Freiheit: Die neuen Rechten
Juni 19, 2016 ~ Nicolaus Fest

... Der Erfolg der rechten Parteien zeigt: Die ‚Wählerbestechungsdemokratie’ (FAZ), wie sie zuletzt die Große Koalition mit Mütterrente und Mindestlohn betrieb, verfängt immer weniger. Dass sich die AfD, trotz aller Fehler, Behinderungen und ohne Betonung ihres sozialen Programms, aus dem Stand in mehreren Bundesländern als dritte Kraft etablieren konnte, ist ein Signal. Denn auch in der verbreiteten Antipathie gegen Brüssel, gegen eine erdrückende und freiheitsfeindliche Bürokratie, äußert sich ein Begehren, dass man den Deutschen nie zutraute: Nach Selbstbestimmung und politischer Freiheit.

Diese Ziele aber werden in Deutschland von keiner der Altparteien mehr vertreten. ...

Auch gegenüber den freiheitsfeindlichen Bestrebungen des Islam haben Union und FDP, nicht zuletzt korrumpiert durch ihre zahllosen Vertreter in muslimischen Organisationen, den Widerstand aufgegeben. So stellt keiner der führenden Politiker die Frage nach der Vereinbarkeit von Islam und Grundgesetz – trotz aller Anschläge, trotz aller täglich erlebten Gewalt in Ländern mit islamischer Verfassung, trotz aller Warnungen von Islamwissenschaftlern, trotz ‚Zwangsheiraten’, ‚Ehrenmorden’, Homophobie und offenem Antisemitismus. Während Frankreich die Verschleierung untersagt, Österreich den Einfluß der fundamentalistischen türkischen Religionsbehörde drastisch beschneidet, meidet die deutsche Politik bereits die bloße Debatte. Auch mit Blick auf die EU spielt die Freiheitsfrage, sieht man von Peter Gauweiler und Frank Schäffler ab, schon lange keine Rolle mehr. Und von der deutschen Sozialdemokratie ist, wie leider so oft, nichts zu erwarten...

Doch auch die GRÜNEN haben die Freiheitsfahne eingerollt und die des Multikulturalismus aufgezogen. Dafür opfern sie nun viele der Rechte, für die sie über Jahre kämpften. Daher kein Wort zur muslimischen Homophobie, zur Verschleierung und Unterdrückung von Frauen, zu den jüngsten Fällen von Zwangsverheiratungen Minderjähriger, zu der Mißhandlung von Christen und Jesiden in Aufnahmelagern. Wenn sexuelle Diskriminierung keinen katholischen oder sonst christlichen Hintergrund hat, findet sie für GRÜNE nicht statt. Nicht einmal der Massenmord von Orlando lässt die GRÜNEN fragen, ob ihre Liebe zu einer brutal-atavistischen Heilslehre nicht im Widerspruch zu ihren sonstigen Positionen steht. So gilt auch für diese Partei: Die Freiheit des Einzelnen ist hier kein Thema.

Doch eben für andere, und überall in Europa. Das Aufkommen rechter Alternativen ist daher, anders als behauptet, kein Zeichen einer Renaissance nationalistischen Gedankenguts oder einer Re-Christianisierung; es ist vielmehr ein Zeichen einer neuen Freiheitsdebatte. Sie steht hinter allen Fragen nach Nation und Identität. Wer die Freiheit der westlichen Lebensart verteidigen will, findet nur bei den neuen Rechten Antworten...

nicolaus-fest.de 19.6.016

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Sigmar Salzburg
15.06.2016 14.18
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Nicolaus Fest 14.6.2016

Das Oberlandesgericht Bamberg hat die in Syrien geschlossene Ehe zwischen einem 21jährigen Bräutigam und seiner 6 Jahre jüngeren Frau für gültig erklärt; zum Zeitpunkt der Heirat war die Frau 14. ... Wer eine Minderjährige heiratet, muss kein Islamist sein. Aber dennoch scheint eine solche Ehe und der damit verbundene sexuelle Mißbrauch Minderjähriger mit westlichen Wertvorstellungen schwer vereinbar.

Wer allerdings Religionsfreiheit absolut setzt, kann nur zur Entscheidung des OLG Bamberg kommen. Tatsächlich ist die Differenzierung schwierig: Wieso soll man die Kinderehe verbieten, wenn man Vollverschleierung, Schächtung oder getrennten Schwimmunterricht als unabweisbare Forderungen der Religionsausübung betrachtet? Auch Mohammed hatte bekanntlich minderjährige Ehefrauen. ... Und die Folge ist: Für Muslime kann Sex mit Minderjährigen in Deutschland tatsächlich zulässig sein.

nicolaus-fest.de 14.6.2016

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Sigmar Salzburg
19.04.2016 15.05
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Achse des Guten

Rainer Grell, Gastautor / 18.04.2016 / 11:00

Bildung. Alles was man nicht wissen muß in Deutschland

Die naturwissenschaftlichen Kenntnisse werden zwar in der Schule gelehrt; sie tragen auch einiges zum Verständnis der Natur, aber wenig zum Verständnis der Kultur bei. Deshalb gilt man nach wie vor als unmöglich, wenn man nicht weiß, wer Rembrandt war. Wenn man aber keinen Schimmer hat, worum es im zweiten thermodynamischen Hauptsatz geht, dann wird niemand daraus auf mangelnde Bildung schließen.

[...]
Dorothea Siems bringt es in der „Welt“ auf eine einfache Formel: „Die politisch gewollte Inflation der Abschlüsse wurde mit einer dramatischen Absenkung der Anforderungen erkauft.“ Es existiere, so die KAS-Studie, eine wachsende Gruppe von Studierenden, die den Anforderungen des gewählten Studiengangs intellektuell und von seinen fachlichen Voraussetzungen her nicht gewachsen seien.

Das bezieht sich nicht nur auf die so genannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik): „Große Schwächen bestünden selbst bei Germanistikstudenten in der Rechtschreibung und der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit.“

Bei diesem Satz klickte es in meinem Langzeitgedächtnis und das Bild eines vollen Hörsaals der Uni Freiburg im Sommersemester 1962 trat in mein Bewusstsein. Ich saß als Jurist in der Vorlesung „Grundausbildung im Sprechen (Atmung, Stimme, Lautung, Lesen)", für Germanistik-Studierende Pflicht, für mich Kür. In der (einzigen) schriftlichen Übung ging es darum, zehn vorgegebene Wörter in Lautschrift zu schreiben. [...] Völlig überraschend dürften die jetzigen Ergebnisse und Erkenntnisse nicht sein.

Doch was besagt das schon in einer akademischen Welt, deren Bildungsolymp, die „Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland“ (KMK) fast 20 Jahre brauchte (von der Auftragserteilung im Jahr 1987 bis zum Abschluss 2006), um zwei Prozent der deutschen Sprache in einer „Rechtschreibreform“ zu „vereinfachen“. Dabei erlebte die staunende Öffentlichkeit, welch ungeahnte juristische und intellektuelle Kräfte in dieser Republik schlummerten, die nur auf den geeigneten Anlass gewartet zu haben schienen, um aus ihrem Elfenbeinturm auszubrechen.

Gehören naturwissenschaftliche Kenntnisse nicht zur Bildung?

Der „Chefkritiker der deutschen Hochschulpolitik“ (Klappentext), der frühpensionierte und unter mysteriösen Umstände_ zu Tode gekommene Anglistik-Professor Dietrich Schwanitz, zeigte den Damen und Herren der KMK sowie jedem sonst Interessierten in seinem umfangreichen Bestseller „Bildung. Alles was man wissen muß" (1999), wo es bildungspolitisch langgeht in Deutschland:

„Die naturwissenschaftlichen Kenntnisse werden zwar in der Schule gelehrt; sie tragen auch einiges zum Verständnis der Natur, aber wenig zum Verständnis der Kultur bei. Deshalb gilt man nach wie vor als unmöglich, wenn man nicht weiß, wer Rembrandt war. Wenn man aber keinen Schimmer hat, worum es im zweiten thermodynamischen Hauptsatz geht oder wie es um das Verhältnis der schwachen und starken Wechselwirkung des Elektromagnetismus und der Schwerkraft bestellt ist, oder was ein Quark ist, obwohl die Bezeichnung aus einem Roman von Joyce stammt, dann wird niemand daraus auf mangelnde Bildung schließen. So bedauerlich es manchem erscheinen mag: Naturwissenschaftliche Kenntnisse müssen zwar nicht versteckt werden, aber zur Bildung gehören sie nicht.

Deshalb ist es wohl nicht verwunderlich, dass die „Bohr-Einstein debates about quantum mechanics“ von Wikipedia in acht Sprachen erläutert werden und zwar auf Englisch, Französisch und Spanisch, ja sogar auf Arabisch, Chinesisch (Zhongwén), Koreanisch, Türkisch und Vietnamesisch, nicht dagegen auf Deutsch. Ernst Peter Fischer schreibt dazu: "Der Dialog zwischen Bohr und Einstein gehört zu den philosophisch spannendsten Texten, die das 20. Jahrhundert hervorgebracht hat. Charakteristisch für die Unbildung unserer Eliten ist die Tatsache, dass die meisten nicht einmal wissen, dass es ihn gegeben hat." Demgegenüber ist der Wikipedia-Eintrag über Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro in 102 Sprachen erschienen.

Was ist die Bohr-Einstein-Debatte gegen Ronaldo?
[...]
Die Aussagen von Schwanitz haben den Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer so empört, dass er einen „Anti-Schwanitz“ geschrieben hat: „Die andere Bildung. Was man von den Naturwissenschaften wissen sollte“ (2001).

Der Streit endet wie die griechische Tragödie: tragisch. Denn die KAS-Studie „Studierfähigkeit und Ausbildungsfähigkeit“ zeigt, dass es in beiden Kulturen mau aussieht ...
[...]
Unter den Brosamen, die Hans Magnus Enzensbergers Herr Zett in seinen „Betrachtungen“ fällen lässt, befindet sich auch dieser: Ohne die Fähigkeit, ihre Vorstellungen zu überprüfen und ihre Kenntnisse zu vertiefen, „wäre eine Spezies wie der homo sapiens längst ausgestorben. Leider sind solche Gaben nur auf der Ebene des Individuums anzutreffen. Kollektive dagegen lernen äußerst ungern. Sie kapieren erst dann etwas, wenn der Druck derart zunimmt, daß ihnen kein anderer Ausweg mehr übrigbleibt.“

Parteien, Regierungen und Fraktionen sind solche Kollektive. Bleibt also nur die Hoffnung, dass der Bildungsdruck stark genug ist, den notwendigen Lernprozess bei den Verantwortlichen in Gang zu setzen und zu einem vernünftigen Ende zu führen. Zweifel sind allerdings angebracht.

achgut.com 18.4.2016

[Hervorhebungen S.S.]

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Sigmar Salzburg
03.04.2016 08.50
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Nicolaus Fest 2.4.16

Bei Nicolaus Fest fanden wir bislang Restbestände der bewährten deutschen Rechtschreibung. Diesmal finden wir die Sorge um die Erhaltung der Restbestände Deutschlands:

„Nazis wurden integriert. Warum nicht auch Flüchtlinge?“ Die Kernfrage des deutschen Selbsthasses, des linken Leidens am Fortbestand der Deutschen nach dem 3. Reich. Wenn Deutschland nicht mal mehr mit der Teilung für die nationalsozialistischen Verbrechen zahlt, soll es wenigstens an Flüchtlingen zugrundegehen, die keinerlei Recht haben, hier zu sein. Gefunden nicht in Jakob Augsteins FREITAG, sondern in der WELT.
nicolaus-fest.de 2.4.2016
Der islamkritische Fest nennt keinen Namen. Wir stoßen auf den renommierten Alan Posener:
Reeducation
Nazis wurden integriert. Warum nicht Flüchtlinge?
Thomas Mann wollte nach dem Zweiten Weltkrieg eine Millionen Nazis liquidieren lassen. Die Alliierten entschieden sich für Umerziehung. Was daraus für die Integration der Flüchtlinge zu lernen ist. [...]
„Das eigentliche Wunder“ der Nachkriegszeit war nicht das Wirtschaftswunder, behauptet der Historiker Wolfrum, geboren 1960, also fünf Jahre nach dem Tod des pessimistischen Bürgers Thomas Mann. „Das Wunder war, wie aus den ehemaligen Volksgenossen der NS-Diktatur demokratische Bürger wurden.“ ...
Was daraus für die heutige Situation und die Integration der Flüchtlinge zu lernen ist: vor allem wohl, dass wir mit ihnen mindestens so viel Geduld haben sollten, wie die westlichen Sieger – und wir selber – mit uns hatten; dass wir auf die zivilisierende Kraft der Demokratie und der Selbstverwaltung, der Schule und der Kultur – und der Arbeit – setzen sollten...
welt.de 1.4.2016
Diese Empfehlung zeigt wieder die Sehschwäche und falsche Toleranz vieler maßgeblicher Intellektueller. Sie bedeutet eine Verkehrung der Grundsätze von 1945 zu: „Ihr dürft eure Ideologie gerne beibehalten und euren Propheten weiterhin als größten Führer aller Zeiten verehren.“

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Sigmar Salzburg
22.03.2016 20.31
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Achse des Guten

Vor der Drei-Länder-Wahl hatte ich auf das Interview Imad Karims mit Frauke Petry hingewiesen, auch als Gegengewicht gegen eine gewisse Greuelpropaganda. Am Wahlabend entdeckte auch Henryk M. Broder das Interview und empfahl es mit einem passenden Text – leider etwas spät:

Henryk M. Broder / 13.03.2016 / 22:22 /

Wer hat Angst vor Frauke Petry?

Anfang Februar hat der Filmemacher Imad Karim (Achtung: Migrationshintergrund!) die AfD-Vorsitzende Frauke Petry interviewt. Eigentlich hat er nur gemacht, was auch Claus Kleber oder Karen Miosga hätten machen können – wenn sie nicht damit beschäftigt gewesen wären, vor der AfD zu warnen. Deswegen ist das Interview nur auf yotube zu sehen. Es lohnt sich.

Link zum Fundstück

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