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Kirchen und Religion
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Sigmar Salzburg
26.10.2016 16.35
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Religiöse Indoktrination an Schulen

Schüler fehlt bei Besuch in Moschee – Eltern sollen Strafe zahlen

Eltern verweigerten die Teilnahme ihres Sohnes an einer Moschee-Besichtigung – jetzt werden sie zur Kasse gebeten.

Rendsburg | Ein Streit zwischen den Eltern eines Kronwerk-Schülers und dem Rendsburger Gymnasium droht vor Gericht zu enden. Anlass ist ein Kurzbesuch der Klasse des 13-Jährigen in der benachbarten Moschee im Frühsommer. Der Siebtklässler war dem Schulausflug im Juni aus weltanschaulichen Gründen ferngeblieben. Seine Eltern gehören keiner Glaubensgemeinschaft an und befürchteten eine „religiöse Indoktrination“ ihres ebenfalls konfessionslosen Kindes. Niemand könne gegen seinen freien Willen zum Betreten eines Sakralbaus gezwungen werden, argumentieren sie...

Der Kreis Dithmarschen als für Rendsburg zuständige Bußgeldstelle leitete ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Der Vater und die Mutter des 13-Jährigen wurden aufgefordert, jeweils 150 Euro Strafe zu zahlen. Sie legten Einspruch gegen den Bußgeldbescheid ein. Jetzt liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft in Itzehoe....

„Rein informative Schulveranstaltung“?

... Unterdessen kursiert der „Rendsburger Schulschwänzer-Fall“ seit Wochenbeginn im Internet. Mit einer „Verteidigerschrift für die breite Öffentlichkeit“ macht Alexander Heumann, nach eigenen Angaben Fachanwalt für Familienrecht und Verteidiger der Eltern, auf die Position seiner Mandanten aufmerksam...

shz.de 25.10.2016

Die „Informationsveranstaltung“ zum Schulthema „Der Orient – Machtfaktoren Wasser und Erdöl“ sollte dazu benutzt werden, um den Islam von Staats wegen ins Bewußtsein der Schüler zu integrieren. Religiöse Rituale und Pracht- und Machtentfaltung ohne (in den Schulen ohnehin verbotene) kritische Auseinandersetzung können in dem Alter durchaus indoktrinierend und missionierend wirken. Unterdessen werden der Anwalt und sein Verein wegen der „von ihm behaupteten“ (Focus „angeblichen“) „schleichenden Islamisierung Europas“ als „rechts“ entlarvt.

Nachtrag 27.10.: Näheres in „Junge Freiheit“ (in traditioneller Orthographie).
Zur Darstellung im Zwangsgebührensender NDR siehe mmnews.de.
Die Links-Atheisten des hpd schweigen bisher – wegen des Rechts-Anwalts?

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Sigmar Salzburg
14.10.2016 07.50
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Verfahren gegen Hamed Abdel-Samad eingestellt

Hamed Abdel-Samad
11. Oktober um 15:53 ·

Anfang des Jahres wurde ich wegen meines Buches „Mohamed. Eine Abrechnung“* angeklagt. „Volksverhetzung“ lautete die Beschuldigung, weil ich Mohamed „Massenmörder“ und „krankhaft“ nannte *. Heute bekam ich die Nachricht, dass die Berliner Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt hat. Der Staatsanwalt las mein Buch und fand darin keine Anhaltspunkte für Volksverhetzung. Ich darf also Mohamed weiterhin so nennen! Jeder soll es eigentlich dürfen! Aber wenn jemand den Propheten kritisiert wird man von allen Seiten genötigt, von seiner Kritik abzurücken: radikale Muslime wollen einen umbringen, andere schicken Drohungen und Schmähbriefe, andere versuchen es durch die Justiz, moderate Muslime erpressen den Kritiker mit ihren verletzten Gefühlen, Linksliberale reden vom Wasser auf die Mühlen der Rechten. Andere versuchen es mit persönlichen Angriffen und Diffamierungen. Viele Kritiker werden müde und hören tatsächlich auf oder werden milder. Ich nicht!

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Sigmar Salzburg
05.10.2016 18.33
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»Lieferservice sucht Pizza-Pfarrer«

Eine Kleinanzeige auf ebay sorgt seit einigen Tagen für Erheiterung [nicht nur] unter Christen.

Berlin (kath.net/pl) „Lieferservice sucht Pizza Pfarrer oder Pizza Pfarrerin“. Diese Kleinanzeige auf ebay sorgt seit einigen Tagen für Erheiterung unter Christen und zieht humorvolle Bemerkungen nach sich, wie etwa die Frage, ob Bewerber zölibatär leben müssen.

Der Schreibfehler – gemeint war wohl ein Pizza-(Aus-)Fahrer – lässt sich allerdings kaum mehr nur durch fehlende Grundkenntnis der deutschen Rechtschreibung erklären. Vielmehr fragt man sich, ob diesem Pizza-Service in Berlin-Neuköln die Grundkenntnisse über christliche Geistliche möglicherweise schon völlig abhanden gekommen sind.

Richtig an dem Begriff „Pizza-Pfarrer oder Pizza-Pfarrerin“ (wir schreiben dies nun in korrekterer Orthographie) ist allerdings: Auch die Geistlichen haben ein bekanntes Produkt, das sie eingeladen sind, treu an die Menschen auszuliefern. Schlampiger Lieferservice oder gar eigenmächtiges Abändern des Produktes ohne Absprache mit der Ursprungspizzeria würden die eigene Trademark verfälschen und die Pizzeria womöglich in Grund und Boden wirtschaften...

kath.net 5.10.2016


Gut, daß das fromme Portal darauf hinweist. Der besondere Eifer, mit dem die kirchlichen Institutionen der Reform-Schnapsidee der Kultusminister gefolgt sind, hat nicht nur die Kirchen Millionen gekostet, und wenn sich nicht der ebenso fromme damalige Kultusminister Zehetmair todesmutig dem bösen Geist des Modernismus entgegengestellt hätte, wäre am Ende noch der Heilige Vater kleingeschrieben und seiner Trademark beraubt worden.

Dennoch sind neben den „gräulichen Götzen“ ganze ss- und sss-Regimenter ins kirchliche Leben einmarschiert: Missstände wie Messsimulationen, Messstipendien, Schlusssätze von Basssolo-Kantaten, Schlusssteine von Glaube und Kirchen, die Bissspuren des Fehlerteufels und schließlich die „Füße, die behände sind, Schaden zu tun“ (Spr 6,18)

Vergessen wir aber auch nicht, daß die Reformer noch weitergehende Pläne hatten. Sonst wären aus den Pizza-Fahrern auch noch Pitza-Pfarrer geworden.

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Sigmar Salzburg
21.09.2016 09.10
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Religionsunterricht in Luxemburg abgeschafft

Ab dem neuen Schuljahr findet an Gymnasien in Luxemburg kein Religionsunterricht mehr statt. Mit der Abschaffung des Religionsunterrichts wird die Trennung von Kirche und Staat weiter vorangetrieben.

An den luxemburgischen Gymnasien wird es im neuen Schuljahr keinen Religionsunterricht mehr geben. Das Fach wurde für die rund 40.000 Schüler der Sekundarstufe durch die Fächer Leben und Gesellschaft ersetzt. [...] Trotz Widerstand hielt Bildungsminister Claude Meisch (DP – Demokratische Partei) an den Plänen der luxemburgischen Regierungskoalition von Liberalen, Sozialdemokraten und Grünen unter Ministerpräsident Xavier Bettel (DP) fest. Die Einführung des neuen Werteunterrichtes an Gymnasien sei ein »Meilenstein in der Geschichte von Luxemburgs Schulsystem«, so Bildungsminister Meisch laut lessentiel.lu

Der Luxemburgische Erzbischof Jean-Claude Hollerich bezeichnete die Reform als »Missachtung der Demokratie«. Islamwissenschaftler Michael Kiefer monierte gegenüber der Zeit, dass die Präventionsstrategie gegen Islamismus in der Schule stattfinden müsse. Im Religionsunterricht würden die Schüler einen »vernunftbasierten Umgang mit dem Koran erlernen, eine hinterfragende Auseinandersetzung mit den Glaubensinhalten, die auf Mündigkeit zielt«. Die sein [Dies sei] eine hervorragende Immunisierung gegen Radikalität, so die Einschätzung des Islamwissenschaftlers. [...]
metropolico.org 20.9.2016

Zum letzteren: Der Islamwissenschaftler meint also, der Islam sei wie ein Virus, der den Schulkindern eingeimpft werden soll, nachdem seine gefährlichen Eigenschaften abgeschwächt worden seien. Dadurch wirke er, wie bei der Schluckimpfung gegen Kinderlähmung, immunisierend. Es gibt aber auch genügend Fehlschläge.– Polio ist zum Glück in Europa so gut wie ausgerottet.

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Sigmar Salzburg
19.09.2016 16.30
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Präsident der Internationalen Vereinigung der Exorzisten gestorben

Der ehemalige Priester und Kirchenrechtsprofessor Horst Herrmann schreibt zum Tod des bekanntesten katholischen Teufelsaustreibers:

Roms berühmtester Exorzist starb am Freitag im Alter von 91 Jahren. Pater Gabriele Amorth hat 70.000 kirchenoffizielle Teufelsaustreibungen vorgenommen. Offenbar gab es Bedarf. Er rede täglich mit dem Satan, sagte dieser Priester einmal.

Amorth wurde 1986 von Papst Johannes Paul II. zum amtlichen Exorzisten berufen. Weltweit bekannt wurde er durch zahlreiche Bücher und Interviews. Er brachte darin etwa Yoga und „Harry Potter“ mit dem Teufel in Verbindung. 1990 gründete er die internationale Vereinigung der Exorzisten, die der Vatikan offiziell anerkannte. Heute will es mal wieder keiner gewesen sein. Doch innerhalb der katholischen Kirche ist allenfalls die Praxis der Teufelsaustreibungen, nicht aber die Existenz des Teufels selbst umstritten...

Bis heute gilt intensive Abwehr und Ablehnung des Christentums oder der Kirche als ein Beweis für Besessenheit. Und eben diese muß einem politisch missliebigen Menschen ausgetrieben werden...

hpd.de 19.9.2016

Heutzutage ist der Teufel längst säkularisiert und auch im Trivialen tätig, unter anderem als Schreib- und Druckfehlerteufel. Zu seiner Bekämpfung gründeten die Kultusminister eigens eine Exorzistenkommission, später erweitert zum „Rat für Rechtschreibung“. Geschickt, wie der Teufel nun mal ist, übertölpelte er die Kultusminister, einer „Neuregelung“ der deutschen Rechtschreibung zuzustimmen. Das trieb ihm zahllose neue Opfer zu, besonders auch in der Kirche.

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Sigmar Salzburg
13.08.2016 07.58
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Keine weitere türkische Machtergreifung an deutschen Schulen!

Ein Atheistenverein hat den Mut gefunden, gegen den Islamunterricht an deutschen Schulen aufzurufen, obwohl das inzwischen mit dem künstlichen Kampfbegriff „antiislamischer Rassismus“ verfolgt wird. Der Humanistische Pressedienst schreibt:

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) fordert die Beendigung jeglicher staatlicher Zusammenarbeit und weiterer Verhandlungen mit dem Verein Ditib (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) zum Islamunterricht.

Rainer Ponitka, Sprecher der AG Schule des IBKA, sagte dazu: „Die Bundesländer haben beträchtliche Anstrengungen zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts unternommen. Über die Ditib erhält der türkische Ministerpräsident – der die Menschenrechte und Pressefreiheit mit Füßen tritt – ein Mitbestimmungsrecht über die Unterrichtsinhalte in deutschen Klassenzimmern. Dies steht exemplarisch für eine grundsätzlich verfehlte Bildungspolitik zu Religions- und Weltanschauungsfragen.“ ... „Ein vernünftiges Ziel wäre, Schülerinnen und Schüler verschiedener Herkunft gemeinsam über Religionen und nichtreligiöse Weltanschauungen zu unterrichten. Ein nach Konfessionen getrennter Unterricht konterkariert dieses Ziel.“

hpd.de 11.8.2016
Während in Schleswig-Holstein für Religionsverweigerer ein (nach meinen Beobachtungen blutarmer) „Philosophie“-Unterricht erteilt wird, sieht es in christlicheren Bundesländern fragwürdiger aus, wie ein Leser mitteilt:
Wolfgang Graff am 11. August 2016 – 16:48 Permanenter Link
Der Ethik-Unterricht ist leider auch nicht immer das, was er zu sein verspricht. In Rheinland-Pfalz wird er zum Teil von katholischen und evangelischen Religionslehrern gehalten.Wie groß dieser Teil ist, wollte mir die Landesregierung nicht verraten. Ich befürchte, das Fach Ethik ist hier nur ein Etikettenschwindel.

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Sigmar Salzburg
01.08.2016 05.56
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Ökumenische Gebete

Gottesdienst mit Merkel und Gauck: München trauert um die Opfer des Amoklaufs

Da sieben der Getöteten Muslime waren, sprach eine Vertreterin des islamischen Glaubens ein Gebet: „Allah, wir bitten Dich um Hilfe für uns, unsere Menschlichkeit nicht zu verlieren“, sagte die Muslima im Münchner Liebfrauendom. Alle Menschen seien Kinder Adams, betonte sie, unabhängig von Nationalität, Religion oder Hautfarbe. Sie erinnerte an den Koran, in dem es sinngemäß heiße: „Wer einen Menschen tötet, so ist es, als ob er alle Menschen tötet.“ ...
focus.de 31.7.2016

Der Koran kennt kein universelles Tötungsverbot. Dieses eine ist dem jüdischen Talmud entnommen, um die Juden zu disziplinieren, muß aber immer wieder als Scheinbeweis für die Friedfertigkeit des Islam herhalten. Die folgende Sure macht daraus das Gegenteil, siehe Hamed Abdel-Samad. – Gauck und Merkel spielen wieder mit. Aber die sind ja auch mit theologischen Schwindeleien groß geworden.

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Sigmar Salzburg
23.07.2016 06.06
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Zensur

Der mit seinem Gottesbezug im Landtag gescheiterte Ralf Stegner empfand den NDR-Kommentar von Stefan Böhnke als Balsam auf seine Wunden. Meine Kommentierung dazu wurde vom Zwangsgebühren-Sender unterschlagen:

Es ist nochmal gutgegangen, aber erschreckend ist: Fast zwei Drittel der Abgeordneten haben für ein beliebig definierbares Phantasiewesen in der Verfassung gestimmt. Für Christen ist das ein Gott am Kreuz, für Juden jemand, der Vorhäute abschneiden läßt und für Moslems einer, der das gleiche für ungläubige Köpfe wünscht. Alle übrigen Göttinnen und Götter der Welt wären ausgeschlossen gewesen, die Vernunft auch. Aber es ging wohl nur um die Pflege erlernter Vorurteile und Stimmenfang aus den hiesigen Religionsgemeinschaften.
Mal sehen, ob der atheistische „Humanistische Pressedienst“ so etwas bringt.
NB: Der Kommentar wurde zugelassen – kein „kultureller Rassismus“ entdeckt.

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Sigmar Salzburg
22.07.2016 10.44
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Kiel: Nur ein Drittel der Volksvertreter für die Vernunft!

Trotzdem: „Gott“ zieht knapp „den Kürzeren“.

Eine Stimme fehlt: Landesverfassung bleibt ohne Gottesbezug

Nach einer 90-minütigen, engagiert und sachlich geführten Debatte steht fest: Die schleswig-holsteinische Landesverfassung stellt auch in Zukunft keinen Bezug zu Gott her. Ein Kompromiss-Vorschlag, auf den die größten Hoffnungen für eine Zwei-Drittel-Mehrheit ruhten, erhielt 45 Stimmen. Eine Stimme zu wenig: Für eine Verfassungsänderung wären 46 Stimmen erforderlich gewesen.


landtag.ltsh.de 22.7.2016

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Sigmar Salzburg
21.07.2016 20.47
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Wird Schleswig-Holstein Gottesstaat?

Am Freitag soll die Kieler Verfassung einen neuen Bezug kriegen, keinen Schon- oder Bettbezug, sondern einen Gottesbezug. Für die Süddeutsche berichtete Herr Thomas Hahn unter anderem:

Auch Eka von Kalben, Fraktionschefin der Grünen, hat festgestellt, dass die Gottesbezug-Frage nicht so altbacken ist, wie es ihr auf den ersten Blick erschien. Das Deutschland von heute ist schließlich bunt, verschiedene Glaubensrichtungen gehören dazu, und wie man diese Vielfalt so mit den Ansprüchen universeller Menschenrechte vereint, dass sich dabei jeder aufgehoben fühlen kann – das fand sie „spannend“...

Wie Stegner hat auch Eka von Kalben den dritten Vorschlag unterzeichnet. Sie hofft, dass der Gottesbezug damit am Freitag auch wirklich in die Verfassung kommt.

Und wenn nicht? [apage satanas] Es heißt, die AfD wolle die Gottesbezug-Debatte aufgreifen, falls sich das Parlament nicht einigt. Und das hätte dann wahrscheinlich etwas weniger mit Toleranz zu tun.

sueddeutsche.de 21.7.2016
Wenn Frau Kalben der Buntheit solch eine Bedeutung einräumt, dann müßte die Formel doch lauten:

Die Verfassung ... schöpft aus den Werten, die sich aus dem Glauben oder Nichtglauben an Götter und Göttinnen ergeben.

Gleichstellung für Gott Hanuman u.v.a.m.!

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Sigmar Salzburg
13.07.2016 06.18
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Gerichtsurteil

Scientologe darf von Betriebsgeheimnissen ausgeschlossen werden
Ein Mechaniker darf nicht dabei sein, wenn seine Firma Bundeswehrhubschrauber repariert: Er ist Mitglied von Scientology. Diese Entscheidung hat nun das Berliner Verwaltungsgericht bestätigt.

... Da es Zweifel an der Verfassungstreue von Scientology gebe, hätten Angehörige der Organisation keinen Einspruch auf Einsicht in Verschlusssachen, entschied das Berliner Verwaltungsgericht. Es bestehe die Gefahr, dass ein Mitglied beim sogenannten Auditing, einer von Scientology eingesetzten Befragungsmethode, Geheimnisse verrät (Az.: VG 4 K 295.14).
spiegel.de 12.7.2016

Deutsche Politiker diskutieren immer wieder über ein Verbot von Scientology. Die Organisation ist im Unterschied zu den USA nicht als Kirche anerkannt. Die Innenminister von Bund und Ländern erklärten im Dezember vergangenen Jahres, Scientology sei eine nicht mit der Verfassung vereinbare Organisation.
spiegel.de 21.1.2008

Hieße der Erfinder der Ideologie allerdings nicht Ron Hubbard, sondern Mohammed, dessen – einem höchsten „Thetan“ zugeschriebene – 27 Tötungsbefehle systemimmanent über dem Grundgesetz stehen, dann würden unsere politischen Deutschlandabschaffer seine Anhänger beflissen in höchste Ämter hieven.

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Sigmar Salzburg
09.07.2016 14.05
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Der Muezzinruf gehört nicht zur Religionsfreiheit!

Beschluss in München
Gericht verbietet wöchentliche Pegida-Demos am Odeonsplatz
Das Verwaltungsgericht München hat entschieden: Die Pegida-Bewegung muss ihre Präsenz am Odeonsplatz künftig einschränken... Der stündliche Muezzin-Ruf, der Anwohnern und Ladenbesitzern zu schaffen macht, bleibt jedoch weiterhin erlaubt. Das Kreisverwaltungsreferat forderte, dass die Beschallung nur einmal zu Beginn der Veranstaltung stattfindet. Dies lehnte das Gericht jedoch ab.
focus.de 9.7.2016

Der Muezzin-Ruf ist eine unausweichliche religiöse Indoktrination, die dem Recht auf Freiheit von Religion (negative Religionsfreiheit) entgegensteht, und ist zu verbieten. – In meinem Prozeß gegen den Religions-Ersatzunterricht hatte das OVG Schleswig die Aufbewahrung konfessionsloser Schüler in der Religionsstunde abgelehnt, weil sie nicht hätten „weghören“ können.

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Sigmar Salzburg
08.07.2016 18.59
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Ralf Stegner hat einen Schuß (gehört) ...

... und auch orthographisch bleibt es bunt:

Ralf Stegner ‏@Ralf_Stegner 3. Juli 2016
Wer wie Herr Schäuble restriktive Rüstungsexportpraxis aufweichen will und just darin Europas Zukunft sieht, hat den Schuß nicht gehört!

Ralf Stegner ‏@Ralf_Stegner 4. Juli 2016
Ralf Stegner hat Demokratie retweetet
Sigmar Gabriel hat völlig Recht: [...]
Heute folgte eine kryptische Mitteilung ohne Quellenangabe:
Ralf Stegner ‏@Ralf_Stegner 8. Juli 2016
Faire Berichterstattung über das fraktionsübergreifende Ringen um eine Präambel für die Landesverfassung, die 2/3 Mehrheit bekommen kann.
Anderswo erfährt man: Er möchte nachträglich noch die Verfassung jemandem unterstellen, der nicht einmal imstande war, Moses einwandfreie Menschenrechte zu diktieren und der Mohammed via Erzengel Gabriel das Köpfen von Ungläubigen in den Koran schrieb:
BERLIN. (hpd) Mit aller Gewalt und gegen alle vernünftigen Argumente wollen einzelne Angeordnete aller Fraktionen einen Gottesbezug in die Landesverfassung von Schleswig-Holstein aufnehmen. Ihnen passt die erst im Dezember 2014 beschlossene „gottlose“ Präambel nicht.

Einzelne Abgeordneter aller Fraktionen des Schleswig-Holsteinischen Landtags wollen folgenden Gottesbezug in die Landesverfassung aufnehmen: „Die Verfassung schöpft aus dem kulturellen, religiösen und humanistischen Erbe Europas und aus den Werten, die sich aus dem Glauben an Gott oder aus anderen Quellen ergeben.“

Auch dieser Vorschlag der Abgeordneten Martin Habersaat und Dr. Ralf Stegner nimmt nicht zur Kenntnis, dass die überwältigende Mehrheit der Bürger des Landes Schleswig-Holstein mit der gültigen Fassung der Präambel zufrieden sind und eine Änderung nicht wünschen...

Auch nach Auffassung des Fraktionsvorsitzenden der Piratenpartei, Dr. Patrick Breyer, gibt es keine Veranlassung für eine Änderung: „Mit immer neuen Wortklaubereien versucht Herr Dr. Stegner zu verschleiern, dass er gegen den Willen der überwältigenden Mehrheit der Schleswig-Holsteiner unsere Verfassung auf eine religiöse Grundlage stellen will.“
hpd.de 8.7.2016
Welch ein Abstieg der einst laizistischen SPD! August Bebel würde sich im Grabe umdrehen, wenn er davon wüßte.

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Sigmar Salzburg
19.06.2016 15.23
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Reform der Reformbibel

„Lutherbibel 2017“ geht in den Druck
Deutsche Bibelgesellschaft startet mit 260.000 Exemplaren


Die „Lutherbibel 2017“ ist am Donnerstag in Druck gegangen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG), Christoph Rösel, starteten den Druck während eines Festakts in der Druckerei C. H. Beck, wie die Bibelgesellschaft in Stuttgart mitteilte. Die Startauflage liegt bei 260.000 Exemplaren.

Bedford-Strohm würdigte den fast zehnjährigen Arbeitsprozess und äußerte die Hoffnung, dass aus der Neuausgabe „nun ein Buch wird, das viele Menschen neu entdecken“. Zugleich verwies er auf den Zusammenhang von Buchdruck und Reformation: Die Folgen der Reformation seien ohne die technischen Fortschritte undenkbar gewesen.

Die Lutherbibel geht zurück auf die Übersetzungen Martin Luthers und seiner Mitarbeiter in den Jahren 1521 bis 1545. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man die verschiedenen Bibelübersetzungen, die auf Luther zurückgingen, kritisch durchzusehen und eine erste Revision vorzunehmen. Sie sollte einerseits den ursprünglichen Luthertext wiederherstellen und andererseits den Text dort, wo er nicht mehr verständlich oder unklar war, an den allgemeinen Sprachgebrauch angleichen.

Neue Lutherbibel einer der Höhepunkte des Reformationsjubiläums

Eine zweite Überarbeitung erfolgte 1912; die dritte wurde 1964 (Altes Testament), 1970 (Apokryphen) und 1984 (Neues Testament) abgeschlossen. Zuvor war eine 1975 vorgelegte Fassung des Neuen Testaments wegen ihrer Anpassung an modernes Deutsch auf massive Kritik gestoßen. Nach der Einführung der neuen Rechtschreibung 1999 wurde der Text noch einmal durchgesehen.

Die Veröffentlichung der nun erneut revidierten „Lutherbibel 2017“ gilt als einer der Höhepunkte des Reformationsgedenkens 2017. Sie erscheint zum Reformationstag, am 31. Oktober 2016; offizieller Verkaufsstart ist der 19. Oktober 2016. (KNA)

katholisch.de 17.6.2016

Die feinfühligen Sprachkünstler der Bibelkommission hatten 1975 das sprichwörtliche „sein Licht nicht unter einen Scheffel stellen“ modernisiert zu „sein Licht nicht unter einen Eimer stellen“. Der Bertolucci-Film „Puyi, der letzte Kaiser“ verballhornte mir den Spruch darauf in „du sollst nicht zu laut in einen Eimer pinkeln“, wegen der schlafenden Mithäftlinge – nach der angeblichen Begebenheit während Puyis Gefangenschaft.

1999 vollführten dann die Kirchen den erbärmlichen Kotau vor dem Assholissmuss der Kultusminister. Inzwischen hat man, glaube ich, die „gräulichen Götzen“ anders umschrieben, und ebenso die „Füße, die behände sind, Schaden zu tun“. Sogar die Theologie kann sich, wenn's not tut, wissenschaftlich weiterentwickeln.

Google findet diese Albernheiten aber immer noch, stellt jedoch zugleich dummduzend die Frage:


Meintest du: „Füße, die hände sind, Schaden zu tun“

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Sigmar Salzburg
26.05.2016 07.35
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Fronleichnam

Der vom Glauben abgefallene Theologieprofessor Horst Herrmann schreibt über das katholische Fest, dessen Name auch sprachlich bemerkenswert ist:

BERLIN. (hpd) ... Die gewöhnungsbedürftig klingende Bezeichnung Fronleichnam leitet sich vom mittelhochdeutschen vrône lîcham für 'des Herren Leib' ab, hat also nichts mit einem Leichnam (spöttisch: „happy cadaver“) zu tun. Es handelt sich um ein Hochfest der katholischen Kirche, das öffentlich den Leib und das Blut Christi verehren will, die im Sakrament der Eucharistie gegenwärtig sind (Dogma von der Transsubstantiation, „Wesensverwandlung“ von Brot und Wein).

... Bei so außenwirksamen Prozessionen wird von einem Geistlichen eine konsekrierte Hostie im Zentrum (Fensterbereich) einer so_genannten Monstranz (aufwendig gestaltetes „Vorzeige- und Schaugerät“) unter einem Baldachin („Himmel“) getragen. Die Bezeichnung „Gottestracht“ fasst dies prägnant zusammen: Hier wird „Gott“ sichtbar vorgezeigt und vorgetragen...

Fronleichnam wurde 1264 von Papst Urban IV. zum Fest der Gesamtkirche erhoben. Zuvor hatte eine Nonne angegeben, sie habe vom Mond geträumt, der an einer Stelle verdunkelt war, und Christus habe ihr persönlich erklärt, der Mond bedeute das Kirchenjahr, der dunkle Fleck aber das Fehlen eines eigenen Festes der Eucharistie.

Ein Beispiel für Nachhaltigkeit: Der Traum einer Nonne aus dem 13. Jahrhundert überzeugte nicht nur einen Papst, er hat, so seltsam es klingt, sogar bis heute gesetzliche Folgen...

hpd.de 25.5.2016
Auf einer Schulfahrt erlebte ich vor 60 Jahren eine prächtige Fronleichnamsprozession in Pfaffenhofen (!). Keiner der dort befragten Katholiken konnte mir sagen, was da gefeiert wird, außer daß es „ein altes katholisches Fest“ sei.

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