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Sigmar Salzburg
29.07.2015 19.13
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Manche brauchen etwas länger für die Erkenntnis

Dieser Artikel wurde Ihnen geschickt von Ulrich Kliegis mit der persönlichen Mitteilung:

Hallo, Herr Salzburg, manche brauchen etwas länger für die Erkenntnis... Gruß, UK

SPIEGEL ONLINE, 29.07.2015

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Schreibregeln: Ex-Kultusminister nennt Rechtschreibreform einen Fehler

Vor gut 20 Jahren beschlossen die Kultusminister neue Schreibregeln für Schüler. Nun bezeichnet der mitverantwortliche bayerische CSU-Politiker Zehetmair die Reform in einem Interview als überflüssig: „Das sollte nie wieder vorkommen.“


Seit zehn Jahren lernen Schüler, dass es Schifffahrt heißt und nicht Schiffahrt. Spaghetti können auch ohne h geschrieben werden und der Buchstabe ß ist seltener geworden in Büchern und Zeitungen.

Am 1. August 2005 trat auf Beschluss der Kultusministerkonferenz in zunächst 14 Bundesländern eine neue Rechtschreibung in Kraft. Mit ihr sollte die Schriftsprache logischer werden; für Schüler sollte sich das Schreibenlernen vereinfachen.

Doch nun geht der ehemalige bayerische Kultusminister Hans Zehetmair (CSU) mit den Orthografie-Regeln hart ins Gericht. Die Neuregelung sei überflüssig gewesen, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“. Den Streit um die Reform nennt er „gespenstisch“.

Auch sich selbst bezieht er in die Kritik ein: „Ich muss mir vorwerfen, dass ich als Kultusminister nicht frühzeitig die Tragweite erkannt und die Reform in geordnete Bahnen gelenkt habe.“

Im Nachhinein hält der CSU-Politiker es für einen Fehler, dass die Politik sich der Rechtschreibung angenommen hat: „Das sollte nie wieder vorkommen, die Lektion haben alle gelernt.“ Behutsame Änderungen der Schriftsprache seien nötig. „Sprache ist nicht statisch“, sagt Zehetmair, „sondern ein lebendiger Prozess. Aber ob man Friseur mit ö schreibt oder mit eu – wen sollte das aufregen?“

Bayern zeigte sich bei der Einführung der neuen Schreibregeln bereits vor zehn Jahren zögerlich. Erst 2006 trat mit einem Jahr Verspätung auch in den Schulen im Freistaat und in Nordrhein-Westfalen die Reform in Kraft und gilt seither deutschlandweit.

spiegel.de 29.7.2015

NB. War das Volk wehrlos gegen die unfähigen Politiker und willfährigen Medien, so macht es jetzt willig verdummt bei der eigenen Abschaffung mit. – Zur Reformgeschichte Spiegel 5.2.06, hier auch unter Wanka.

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Sigmar Salzburg
09.05.2015 08.35
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Der kleine Stürmer

Verschiedentlich hatten wir hier Anlaß, uns mit dem Spiegelschreiber Georg Diez zu befassen. Obwohl er der ideale „Stürmer“-Kolumnist geworden wäre, ist er zufällig als Spätgeburt auf die linke Seite der Barrikaden geraten. Der siebzigste Jahrestag des Kriegsendes gab ihm wieder die Gelegenheit, seine Brötchen durch das Anpinkeln bundesrepublikanischer Denkmäler zu verdienen. Daß man ihn keinesfalls ernst nehmen muß, hat sein ehemaliger Kollege, der frühere Kulturredakteur des Spiegel, Matthias Matussek, vor einem Jahr im European verraten:

Matthias Matussek ... Schreiben macht Spaß, Stören macht Spaß, Kämpfen für das, woran man glaubt, macht Spaß. Besonders, wenn es gerade nicht hip ist. Hip ist so dämlich. Das ist wie mit lautem Gebrüll durch sperrangelweit geöffnete Türen zu laufen und so zu tun, als kämpfe man auf der Barrikade. Die schlimmste Tröte in diesem Beritt ist wohl Georg Diez, ein Neukollege, der von mir mal NICHT eingestellt würde, weil ich ihn zu halbseiden fand.
... Ich hab ihm öfter gesagt, dass er eine Niete ist. Man nennt ihn ja den Thesen-Diez, er liest von Büchern eben meistens nur die Klappentexte und hat sofort eine angespitzte These.*
...
Stimmt das Gerücht, dass Ihr Kollege Georg Diez darauf bestanden hat, Ihren angestammten Parkplatz zu übernehmen, weil der direkt neben dem des Kulturchefs liegt?

Matussek: Jawoll. Er fährt so einen knallroten Angeber-Golf mit Heckflossen und Aufklebern von „Occupy“ und von den „Arctic Monkeys“. Der Kulturchef fährt Maserati. Ich glaube, Diez spart schon auf einen. Ich hatte ihn mal in einer nächtlichen Facebook-Notiz, nachdem er Krachts „Imperium“ auf nazinahes Gedankengut geröntgt hatte, als eifernden Denunzianten bezeichnet. Was er ja auch vom Kern her ist. Großes Aufheulen beim Kulturchef. Aber Diez ist nun mal ein Schienbeintreter ...

Gespräch von Alexander Wallasch mit Matthias Matussek 03.02.2014

theeuropean.de 3.2.2014

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Sigmar Salzburg
10.02.2015 08.56
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Spiegelschreiber Fabian Reinbold ...

... beschwört das Ende von „Pegida“, nachdem die Zahl der Teilnehmer an den Demonstrationen aus bekannten Gründen zurückgegangen ist. Er verschweigt aber den Skandal der antidemokratischen Verbote in Dresden und Leipzig:

... Pegida hat die Mischung aus Elitenverachtung, Ausländerhass und Verschwörungstheorien, die seit Langem im Netz tobt, für jedermann sichtbar auf die Straße gebracht. Verdrossenheit ist Politik- und Medienverachtung gewichen, in der links und rechts kaum noch eine Rolle spielen – keine Partei kann dieses Problem jetzt länger ignorieren...

Wer nach dem Ausbruch von Pegida fürchtete, Ausländerhass würde jetzt mehrheitsfähig, hat sich getäuscht. Die Mehrheit hat klug, geradezu entschlossen, reagiert. Pegidas Franchise-Pläne floppten, es waren die Gegendemos, die in allen Städten bis auf Dresden mehr Leute versammelten...

spiegel.de 10.2.2015

Der Autor täuscht darüber hinweg, daß in Dresden ein paar einfache Leute aus dem Volk offensichtlich ein Seelenbedürfnis der Menschen angesprochen haben und damit 25.000 Bürger auf die Straße brachten. Dagegen hatten beispielsweise (ohne Anlaß) in Kiel mehr als hundert „zivilgesellschaftliche“ Organisationen unter der Obhut von Ministerpräsident und Parteipolitikern zwar 11.000 Leute für eine staatsgefällige Demonstration zusammengetrommelt, aber nicht vermeiden können, daß das ganze doch stark an die befohlenen Massenaufmärsche der einstigen SED-Diktatur erinnert.

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Sigmar Salzburg
09.02.2015 08.07
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Lügenpresse

Am Mittwoch wollen sich Merkel, Hollande, Putin und Poroschenko in Minsk treffen, um über Frieden in der Ukraine zu verhandeln. Doch in einem Zeitungsinterview zeigt sich der russische Staatschef wenig einsichtig: Die Gewalt sei Reaktion auf einen vom Westen unterstützten Staatsstreich. (spiegel.de 9.2.15)

Putins vermutlich richtige Einsicht wird als „wenig einsichtig“ beschrieben.

Nachtrag am 11.2.15: Im Gespräch mit CNN-Moderator Fareed Zakaria über die russisch-US-amerikanischen Beziehungen sagte Obama jetzt: „Putin traf die Entscheidung in bezug auf die Krim nicht etwa aus einer großen Strategie heraus, sondern einfach, weil er von den Protesten des Maidan und der Flucht von Janukowitsch überrascht wurde, nachdem wir einen Deal zur Machtübergabe ausgehandelt hatten.“ ...
zuerst.de 11.2.15 (in bewährter Rechtschreibung)

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Sigmar Salzburg
06.02.2015 07.56
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Äffischer Anpassungseifer

Zwischen 2010 und 2013 haben Katie Slocombe von der University of York und Kollegen die Apfel-Rufe von 13 Schimpansen im Zoo von Edinburgh untersucht. Sieben von ihnen waren zuvor aus einem Safari-Park in den Niederlanden nach Schottland gezogen. Bevor die Affenbanden zusammengelegt wurden, stießen die Schimpansen aus den Niederlanden schrille Laute aus, wenn sie Äpfel entdeckten. Die Affen aus Edinburgh gaben tiefere Grunzer von sich.

Nach drei Jahren Zusammenleben sah das deutlich anders aus. Die niederländischen Schimpansen hatten den Klang ihrer Rufe an den der schottischen Affenlaute angepasst. Nun wiesen sie in deutlich tieferen Tönen auf eine Apfellieferung hin. An ihrer Vorliebe für Äpfel hatte sich dabei nichts geändert.
spiegel.de 5.2.2015

Äffischer Anpassungseifer war auch in Mitteleuropa mit Beginn der Rechtschreib„reform“ zu beobachten: Plötzlich schrieben uns altbekannte Mitschimpansen Briefe mit kleinem „du“, viel „Groß“ und skurrilen „ss“. Der Humorist Loriot hatte ja so „Recht“ mit dem Ausruf: „Wenn wir so weitermachen, grunzen wir bald!“

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Sigmar Salzburg
25.01.2015 13.09
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Kinderrechte

Fast drei Viertel der 10- bis 17-Jährigen halten es für wichtig, dass Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden. Das zeigt eine Umfrage des Kinderhilfswerks...

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) würde die Kinderrechte gerne ins Grundgesetz aufnehmen, wie der SPIEGEL bereits im August berichtete (33/2014): „Kinderrechte werden in Deutschland nicht genügend wertgeschätzt. Eine solche Ergänzung im Grundgesetz würde die Situation von Kindern und Jugendlichen in vielen Lebensbereichen wirksam verbessern.“

Doch ihr Koalitionspartner blockt, schon in der vergangenen Legislatur war ein entsprechender Gesetzesantrag der SPD-Fraktion an der schwarz-gelben Regierungsmehrheit gescheitert. Die Union argumentiert, dass die Kinderrechte bereits über die Menschenrechte abgedeckt seien, eine Grundgesetzänderung sei nur Symbolpolitik.
spiegel.de 25.1.2015

Staatspolitisch denkende Zehnjährige – aber Spott beiseite: Obenan müßte ein Gesetz stehen: „Elternlose Kinder haben das Recht auf ein natürliches Adoptivelternpaar, bestehend aus Mann und Frau.“ Ausnahmen wären nur in äußersten Notfällen zulässig.

Im übrigen wollen die „fortschrittlichen“ Parteien mit den Kinderrechten nur ihre Zugriffsrechte auf die Kinder ausbauen, wie sie sich es schon bei der Geiselnahme der Schüler zur Durchsetzung der Rechtschreib„reform“ herausgenommen haben – wohlwollend geduldet vom parteilichen Verfassungsgericht.

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Sigmar Salzburg
19.12.2014 18.02
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Die nützlichen Idioten vom Spiegel

[Pegida ist gefährlicher als der Islamische Staat!]

19. Dezember 2014, 15:37 Uhr
Rechter Opportunismus:
Erschrecken vor dem Gestapo-Schatten

Eine Kolumne von Georg Diez
Deutschland ist nationaler geworden seit der Wiedervereinigung: Das zeigt der Zulauf für Pegida – und auch die Bereitschaft der Medien, auf rechte Argumente einzugehen.
Rein sprachlich gesehen ist Pegida irgendwo zwischen Gestapo und Hanuta zu verorten – es ist, wie Hogesa auch, die Rückkehr der dreisilbigen Abkürzung in den deutschen Sprachgebrauch... Gestapo (erfunden 1933) und Hanuta (erfunden 1959) markieren auch die Koordinaten der Angst, die diese fremdenfeindliche Bewegung auslöst – zwischen Volksgemeinschaft, Verbrechen, Verdammnis und der Erlösung durch Konsum und Kapitalismus...
spiegel.de 19.12.2014

Wikipedia: Hanuta ... ist ein Süßwarenprodukt der italienischen Firma Ferrero. Es besteht aus Schokolade mit Haselnussstückchen ...

18. Dezember 2014, 17:43 Uhr
Märsche der Anti-Islamisten
Null Toleranz für Pegida

Eine Kolumne von Jakob Augstein
Ausländerfeinde und Anti-Islamisten wagen sich aus der Deckung. Das ist ein Zeichen der deutschen Krise. Es geht gar nicht um Zuwanderung – sondern um Angst und Armut in einem kälter werdenden Land.
... Die Politik sollte den Teufel tun und die Debatte mit Idioten und Rassisten suchen. Denn ein Idiot oder ein Rassist ist jeder, der an einer Demonstration gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ teilnimmt...
spiegel.de 18.12.2014


17. Dezember 2014, 15:57 Uhr
Pegida
Nichts sehen, nichts hören, viel sagen

Eine Kolumne von Sascha Lobo
Auf Facebook hat Pegida Zehntausende Anhänger. Sind die alle dumm? Sicher nicht. Aber genau das ist Teil des Problems.
... „Das Volk ist leider oft dumm“, schrieb Franz Josef Wagner im Zentralorgan der Volksdummheit... Leider ist es nicht so einfach. Denn neben den auf den ersten Blick dummen, enorm dummen und galaktisch dummen Pegida-Fans gibt es nicht wenige, die intellektuell aus der Mitte der Gesellschaft zu kommen scheinen. Die in ihren Kommentaren auf Facebook der Orthografie, der Grammatik und dem Ton nach nicht primär dumm sind...
Pegida ist ein Symptom für die jahrzehntelange Verleugnung von Ressentiments quer durch die Gesellschaft.
spiegel.de 17.12.2014

Verschwiegen wird: Auslöser für die Demonstrationen waren die beispiellosen Morde der besonders korantreuen Islamaktivisten, die diese Religion kenntlich gemacht haben. Vorbereitet wurde der Unmut durch die jahrzehntelange Volksverdummung mit der angeblich alle beglückenden „Bereicherung“.

Nachtrag am 20.12.: Wer denkt, dümmer geht's nicht, irrt:

Samstag, 20.12.2014 – 11:41 Uhr
Neuer Nationalismus:
Deutsch, deutscher, überdeutsch

Eine Kolumne von Sibylle Berg
Im fiktiven Land der Biodeutschen herrschen die Sarrazins, Steinbachs und Voigts. Und Leitkultur bis zum Abwinken. Mauer drumherum, von allen schädlichen Einflüssen fernhalten – na, wäre das was, Pegida?
Biodeutsche Gurken und biodeutsche Lieder. Endlich kein Bushido mehr. Uff...
... Eine Religion, ein Gedanke, den Armen helfen, den Führer ehren, ein Land, in dem alles gut geregelt ist. Streichen wir das mit der Kultur. Kein Westfernsehen, keine Jazzmusik, kein Badespaß, kein Getanze, nichts, was den Menschen durcheinanderbringt. Arbeiten, sich sauber halten, die Familie ehren, die Frau achten. Die Männer machen Politik (okay, Erika ist wieder draußen) ...

Ist es eine Möglichkeit, das kleine, gut geschützte Land in einer Vakuum-Glocke unterzubringen und die Luft, sagen wir mal: durch die guten Frauen eratmen zu lassen?
Wir klären das.
spiegel.de 20.12.2014

Nachtrag nach Weihnachten:
Selbst „aus Versehen konservativ“ Gewordene dreschen drauf los:


23.12.2014 – 14:48 Uhr
S.P.O.N. – Der Schwarze Kanal:
Aufmarsch der Netzverschwörer

Eine Kolumne von Jan Fleischhauer
... Die Demokratie hält auch wöchentliche Versammlungen aus, in denen die Bundeskanzlerin des Landesverrats bezichtigt wird, aber niemand, der an so etwas teilnimmt, sollte erwarten, dass man ihn noch ernst nimmt.
Für alles Weitere ist der Verfassungsschutz zuständig und, bei Zuwiderhandlung gegen das Demonstrationsrecht, der Wasserwerfer. So war es schon in den Achtzigerjahren, als in Hamburg, Berlin und Frankfurt der linke Pöbel durch die Straßen zog...
spiegel.de 23.12.2014

Fleischhauer übersieht geflissentlich, daß die Wasserwerfer schon längst gegen die gesetzwidrigen Blockierer von Links und Antifa hätten eingesetzt werden müssen.

Nachtrag am 14.1.15: Profil der „Idioten und Rassisten“.

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Sigmar Salzburg
10.12.2014 12.42
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Mit 91 Jahren: Schriftsteller Ralph Giordano ist tot

Sein Roman „Die Bertinis“ machte ihn berühmt: Der Schriftsteller und Journalist Ralph Giordano war einer der einflussreichsten Intellektuellen Deutschlands. Nun ist er im Alter von 91 Jahren in Köln gestorben.

Er galt als moralische Instanz und nutzte sowohl die Literatur als auch Reden und Zeitungsartikel, um auf Missstände hinzuweisen [deren von den Kultusministern erpreßte Mißstandsschreibung er bis zuletzt vermied]:

Seit seinem Roman „Die Bertinis“ von 1982 war Ralph Giordano einer der maßgeblichen öffentlichen Intellektuellen in Deutschland. Wie sein Verlag Kiepenheuer & Witsch bestätigte, ist Giordano am Mittwochmorgen in Köln verstorben. Er wurde 91 Jahre alt.
spiegel.de 10.12.2014

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Sigmar Salzburg
06.11.2014 05.17
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Spiegel-K(r)ampf: Was soll die AfD im Titel?

Sprache und Kulturpessimismus
Viel Glück und viel Segen mit der AfD


Von Oskar Piegsa

[Bild (5): »Christian Demand ist Herausgeber der Kulturzeitschrift "Merkur". Er hat ein Faible für Satzkonstrunktionen mit der Konjunktion "daß".«]

Von linken Globalisierungskritikern bis zu den Sprachbewahrern der neuen Rechten: In „Die Invasion der Barbaren“ widmet sich „Merkur“-Herausgeber Christian Demand Kulturpessimisten und ihrer Krisenrhetorik.

Das "ß" wankt, aber es steht noch. Seit der Rechtschreibreform von 1996 ist der Buchstabe zu einem Bekenntnissymbol geworden, das unabhängig von der politischen Gesinnung eines Autors dessen Nichteinverstandensein mit dem verordneten Sprachgebrauch anzeigt. Manchmal ist das „scharfe S“ auch eine Warnung: Wo es auftaucht, wird oft scharf gedacht und mindestens ebenso scharf polemisiert, ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Leser. In ihrer Oktoberausgabe meldete die Redaktion der Zeitschrift „konkret“, in Zukunft auf das "ß" verzichten zu wollen, „jedenfalls dort, wo der Buchstabe unter Lesern und Leserinnen zunehmend für Irritationen gesorgt hat“. Mancher wird das bedauern: Für Irritationen zu sorgen ist schließlich eine der Stärken dieser kratzbürstigen Zeitschrift.

Christian Demand, der als Herausgeber des „Merkur“ eine ebenfalls kleine und traditionsreiche Kulturzeitschrift leitet, die ihren Lesern das Fürchten und Denken lehrt, ist zu solchen Kompromissen noch nicht bereit. „Daß", so beginnen die Sätze seiner Essays immer wieder, „Daß sich die Kunstgeschichte ...“, „Daß Kultur also ...“, „Daß darin ein Problem liegen könnte …". Jedes Mal ist es wie der Peitschenschlag eines Tigerdompteurs auf den Manegenboden, mit dem er sein Publikum gemahnt: Achtung, hier passiert gleich etwas Gewagtes, vielleicht sogar etwas Gefährliches, unbedingte Aufmerksamkeit ist erforderlich! Der Buchstabe passt zum Stil. Er ist streng, altmodisch und unbedingt bereit, anzuecken.

„Die Invasion der Barbaren“ heißt Demands neues Buch. Es ist eine Sammlung von Essays, die in den vergangenen Jahren teils im „Merkur“, teils an anderer Stelle erschienen sind, und die der Kritik des Kunst- und Kulturbetriebs gewidmet sind. [...]

Rabiate Kulturbewahrer

Man darf sich vom "ß" und von der impliziten Modernekritik nicht auf die falsche Fährte locken lassen: Christian Demand fordert nicht die Rückkehr zur Akademiemalerei oder zu einer dogmatisch abgesicherten Kunstkritik. Ganz im Gegenteil gelten seine Volten den rabiaten Kulturbewahrern und Kulturverteidigern. Er wundert sich darüber, dass jeder Museumsneubau brav beklatscht und mit dem Verweis auf den Schutz „unseres“ kulturellen Erbes gelobt wird – aber nicht darüber gestritten wird, was dieses Erbe ausmacht und zu welchem Zweck es erhaltenswürdig ist.
[...]
Der Titel des Buches „Die Invasion der Barbaren“ bezieht sich auf die Krisenrhetorik, die Demand unter Verteidigern der Opernsubventionen ebenso ausmacht wie unter jenen der Volkskultur (etwa der vom Hochdeutschen und vom „Denglischen“ bedrohten Mundart). Und der sich, wie man hinzufügen könnte, manche linke Globalisierungskritiker ebenso anschließen wie Frauke Petry von der AfD, die sich grämt, wenn Kinder auf Geburtstagsfeiern „Happy Birthday“ singen statt „Viel Glück und viel Segen“.
[...]
Wenn man Kunst und Kultur bewahren will, das lernt man bei Christian Demand, dann muss man anders argumentieren als mit Untergangsszenarien durch eine Bedrohung von Außen. [...]

spiegel.de 5.11.2014

Die AfD tut doch nichts für die Erhaltung des „ß“.

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Sigmar Salzburg
24.10.2014 08.13
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Die Fragestellung beeinflußt das Ergebnis

Die Winterzeit ist die Normal-Zeit, aber statt „Zeitumstellung abschaffen ja/nein“ stellt Spiegel online Winterzeit und Sommerzeit zur Wahl, so daß die Mehrheit bis jetzt die „schönere“ Sommerzeit wählte:

Winterzeit: Zeitumstellung abschaffen? Stimmen Sie ab!

Ja, bitte, es sollte immer die Sommerzeit herrschen ... 49,27%
Ja, bitte, es sollte immer die Winterzeit herrschen ... 35,62%
Die eine Stunde immer, das ist mir doch egal ... 2,30%
Nein, was haben bloß alle gegen die Zeitumstellung? ... 12,80%
Gesamtbeteiligung ... 10637

spiegel.de 24.10.2014

Die Freunde der Vernunft hätten wieder einmal verloren.

Etwas ähnliches haben die Kieler Regierungsgsparteien beim Volksentscheid 1998 erfolglos versucht.
Daher stimmten alle Parteien ein Jahr später für das
Das-Volk-hat-hier-nichts-zu-melden-Gesetz“.

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Sigmar Salzburg
22.10.2014 14.35
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Fliegenbeinzähler untersuchen die Durchsetzung der „Reform“

Sprachwissenschaft

Wie die Rechtschreibreform in die Köpfe kommt


Von Peter Gotzner

Ist eine Idee zum Scheitern verurteilt, oder setzt sie sich durch? Forscher haben ein Rechenmodell entwickelt, das die Chancen von Neuerungen vorhersagen soll. Ausprobiert haben sie es an einem besonders umstrittenen Fall: der deutschen Rechtschreibreform.

Der Delphin musste das ph gegen ein f tauschen, der Panther verlor sein h, der Fluß heißt jetzt Fluss: Derartige Neuerungen stürzten noch vor wenigen Jahren nicht nur Grundschulklassen, sondern auch Verlage in eine Rechtschreibkrise. Medienhäuser, Schriftsteller und Wissenschaftler weigerten sich, die Reform der deutschen Rechtschreibung umzusetzen. Bürgerentscheide sollten das neue Regelwerk kippen, sogar das Bundesverfassungsgericht wurde bemüht. Heute, fast 20 Jahre später, ist die Rechtschreibreform in [den elektronischen Korrekturprogrammen] der Gesellschaft angekommen . Welche Faktoren dafür entscheidend waren, haben Forscher nun mit einem mathematischen Modell gezeigt.

Die Wissenschaftler um Fakhteh Ghanbarnejad und Martin Gerlach vom Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden werteten dazu mehrere Millionen Bücher auf Google Books aus. Mithilfe der Software „ngram“ durchsuchten sie einen Teil der digitalisierten Bücher der vergangenen 200 Jahre nach einzelnen Wörtern, aber auch bestimmten Zeichenfolgen. Das Ergebnis ist: eine S-Kurve.

Akzeptanz hat eine S-Kurvenform

Diese S-förmige Kurve sei typisch für den Anpassungsprozess, schreiben Ghanbarnejad und Gerlach im im „Journal of the Royal Society Interface“. Sie zeige, dass eine Gruppe zunächst langsam anfange, eine Veränderung wie etwa eine abgewandelte Schreibweise zu akzeptieren. Nach der Eingewöhnungsphase folge ein rascher Anstieg der Neuerung und dann die allgemeine Akzeptanz: Die Kurve flacht wieder ab...

Den Dresdner Wissenschaftlern ist es nun nach eigenen Angaben gelungen, die inneren und äußeren Faktoren zu gewichten, sagt Ghanbarenjad. Mit dem Modell lasse sich so auch ableiten, was in Deutschland maßgeblich zur Akzeptanz [richtiger: Implementierung] der neuen Rechtschreibung beigetragen hat.

Anhand der Doppel-s und ß-Schreibweise konnten die Forscher zeigen, dass die Reform klar durch die äußeren Faktoren in der Gesellschaft angekommen ist. Der Lernprozess von Mensch zu Mensch spielte demnach kaum eine Rolle: Die neue Rechtschreibung war wenig ansteckend, sondern ist dank des äußeren [nötigenden] Einflusses von Medien und Regelwerken [der Geiselnehmer] innerhalb kurzer Zeit umgesetzt worden. Die hitzige Debatte in der Bevölkerung und eine Verweigerung gegenüber der Reform hat als innerer [demokratischer] Faktor also keine entscheidende Rolle gespielt.
[...]
spiegel.de 22.10.2014

Der Autor irrt: Dieser Ansatz, der wohl annähernd auf die Gaußsche Fehlerfunktion führt, kann nicht im mindesten „die Chancen von Neuerungen vorhersagen“. Die eigentlich wirksamen Kräfte sind doch schon längst nobelpreisverdächtig präzise aufgedeckt.
geä. 12.10.14

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Sigmar Salzburg
10.10.2014 12.43
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Schädel-Scan: René Descartes hatte Tumor am Kopf

... Mit dem Tod des Philosophen, der mit dem berühmten Spruch „Ich denke, also bin ich“ zu einem der Wegbereiter des Rationalismus wurde, hatte der Tumor aber wohl nichts zu tun...
Zwar soll Descartes einen Migräne-Anfalls in der Nacht des 10. November 1619 gehabt und dabei auch Halluzinationen erlebt haben. Doch dies kann laut den Forschern vermutlich nicht auf den Tumor zurückgeführt werden, ebenso_wenig* wie der Tod des Philosophen: Descartes starb am 11. Februar 1650 im Alter von 54 Jahren in Stockholm an den Folgen einer Lungenentzündung.
spiegel.de 10.10.2014

Die Untersuchung des Erlanger Philosophieprofessors Theodor Ebert zum rätselhaften Tod des René Descartes ist beim Spiegel anscheinend unbekannt.

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Sigmar Salzburg
03.10.2014 11.34
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Noch eine Schuld, die die Deutschen zu begleichen haben!

Die weltweit häufigste Variante des HI-Virus ist wahrscheinlich um 1920 in Kinshasa entstanden. Entlang von Fährverbindungen und Bahnlinien breitete sich der Erreger aus – auch begünstigt durch die Politik der einstigen deutschen Kolonialmacht....

Die Analyse bestätigt, dass die Übertragung auf den Menschen vermutlich vor 1920 im südlichen Kamerun erfolgte. Dortige SIV-Stämme, die bei Schimpansen gefunden wurden, ähneln HIV-Erregern der Gruppe M besonders stark. „Nach dieser lokal begrenzten Übertragung, vermutlich als Ergebnis der Jagd auf Primaten, reiste das Virus wahrscheinlich per Fähre entlang des Sangha-Flusssystems nach Kinshasa“, schreiben die Autoren. Begünstigt wurde dies demnach durch den Umstand, dass die frühere deutsche Kolonialmacht in Kamerun die Flussverbindungen nach Kinshasa förderte.
spiegel.de 3.10.2014

Die deutsche Verwaltung endete bereits 1916, hatte sich aber günstig auf die Handelsbeziehungen zu den Nachbarregionen ausgewirkt. Spiegel online macht daraus, daß „die Politik der einstigen deutschen Kolonialmacht“ die Ausbreitung von HIV begünstigt habe – zur weiteren Bekräftigung aller heutigen Forderungen der Afrikaner-Lobby.

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Sigmar Salzburg
27.09.2014 05.52
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Alibaba

Bei Spiegel online hat Georg Dietz einen „Blick in die Psychopathologie des späten Kapitalismus“ geworfen:

Die Welt, zerlegt in Suchbegriffe: Von Sex-Trash bis Hightech kann man beim chinesischen Onlinehändler Alibaba alles kaufen...

Uns interessieren vor allem die Sprach-Erzeugnisse, auf die er dort mit der Google-Übersetzungsmaschine gestoßen ist:

Warum heißt diese Firma Alibaba, habe ich mich gefragt, dieses wundersame Milliardending, diese neue Gelddruckmaschine von Jack Ma. [馬雲 / 马云, Mǎ¹ Yún; * 1964]

Die Webseite selbst liefert die Antwort: Es geht bei dem Namen nicht um das „Sesam, öffne dich“ und den Schatz der 40 Räuber – es geht um die Geschichte selbst, die den Kapitalismus am Laufen hält, um Scheherazade, die sich durchs Erzählen am Leben hält.

Die Zerlegung der Welt in Suchbegriffe

Tausendundeine Nacht also: „Zusammenpressende Abnutzungsfrauen des weiten Infrarots, 3000 Stück“ zum Beispiel oder „Fashion neue frauen schwarz weiß gestreiften promi-party sexy kurzen mini nachthemd frau tragen g0334“, zehn Stück für 11 Dollar drei Cent, oder 300 Stück „2014 neuen stil islamischen tragen muslimischen abaya“.

Was Alibaba dabei auch vorführt, dieser neue Börsengigant, dieser Instant-Mythos, dieses Über-Monopol, ist die Zerlegung der Welt in Suchbegriffe. Die Gegenwart kommt einem nackt entgegen auf dieser Seite, von Google Translate entkleidet.

„Jungfrau-brasilianisches Menschenhaar“ oder „neuankömmling modische turkish sex dessous“ oder „Blies Fitness-Studio tragen Yoga verschleiß bodybuilding frauen yoga kleidung“ oder „frauen mode benutzerdefinierte Yoga fitness verschleiß"...
spiegel.de 26.9.2014

¹) Das alte Zeichen mǎ (Pferd) zeigt noch vier „Hüfe“, wie unser Chinesischlehrer sagte. Es wurde auch in der Darstellung des Namens Marx verwendet.– Die kapitalistische Umfunktionierung des Kommunismus in China ist nach wie vor umwerfend.

Zu anderen „Leistungen“ von Übersetzungsautomaten siehe dies.

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Sigmar Salzburg
10.09.2014 08.35
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10. September 2014

Kommentar zur Einwanderung
Heute ist ein Feiertag!

Ein Kommentar von Sebastian Hammelehle

Wir gedenken der Kriege, wir bejubeln den Mauerfall. Aber dass Migration seit 50 Jahren unser Land prägt, wird von der Politik nicht wirklich gewürdigt – das ist nicht nur falsch, sondern gefährlich. Wir sollten den heutigen Tag feiern.

Es mag schwerfallen. Bitte verabschieden Sie sich für einen Moment von einigen allzu gern benutzten Begriffen aus den Waffenkammern der bundesdeutschen Verbal-Auseinandersetzung: von Multikulti, von Einwanderungsland, von Gutmensch, Kopftuch und Parallelgesellschaft. Es geht an dieser Stelle nicht darum, was Sie oder der Autor dieses Textes über Migranten denken – oder gar darum, ob wir uns gegenseitig für Sozialromantiker, Herrenmenschen, verkappte Nazis oder die nützlichen Idioten muslimischer Hassprediger halten.

Es geht darum, wie kluge, zukunftsgerichtete und entsprechend langfristig gedachte Symbolpolitik aussehen könnte.

Heute ist der 10. September. Morgen erinnern wir uns an die Attentate des 11. September. Vor zehn Tagen, am 1. September, haben wir des Beginns des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren gedacht. Am 9. November werden wir des Mauerfalls vor 25 Jahren gedenken – und es gab 2014 viele weitere Gedenktage. Der 10. September ist nicht dabei.

Dabei ist dieser Tag für die Gesellschaft der Bundesrepublik von ebensolcher Bedeutung.

Heute vor 50 Jahren, am 10. September 1964, stieg auf dem Bahnhof von Köln-Deutz der Portugiese Armando Rodrigues de Sa aus dem Zug. Feierlich begrüßt und mit einem Mofa beschenkt, war er der einmillionste jener Arbeitsmigranten in die Nachkriegsrepublik, die so beschönigend wie ausgrenzend „Gastarbeiter“ genannt wurden¹ ...

spiegel.de 10.8.2014

Im September stehen noch andere viel wichtigere und weniger willkürliche Gedenktage an, die „nicht dabei sind“:

Vor 16 Jahren, am 27. September 1998, lehnten die Bürger von Schleswig-Holstein in einem Volksentscheid die „Rechtschreibreform“ ab – stellvertretend für ganz Deutschland.

Vor 15 Jahren, am 17. September 1999, annullierte das Parteienpack im Kieler Parlament, stellvertretend auch für das mit ihm verschworene Parteienpack in den anderen Länderregierungen, diese demokratische Entscheidung des Volkes.


Die Schleimpilze vom Spiegel hatten damals nur ein paar höhnische Worte für die Betrogenen übrig.


¹) Sebastian Hammelehle (*1969) ist ein Dummschwätzer ohne Ahnung von den Zeitumständen:
Man hat bewußt das vorher übliche Wort „Fremdarbeiter“ vermeiden wollen.
Oskar Lafontaine hat es kürzlich wieder aus der Mottenkiste geholt.

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