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Sigmar Salzburg
29.07.2015 16.44
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Ein Jahr nach der „Fest“-Schrift bei BILD

Politik als Theater: Die Marathonsitzung
Juli 29, 2015 ~ Nicolaus Fest

Obwohl er nur abzulesen brauchte, schreibt Nicolaus Fest das wichtigste Wort herkömmlich:

Unter der Überschrift „Ist der häßliche Deutsche zurück?“ eröffnet die Süddeutsche die Woche mit einer scharfen Kritik Joschka Fischers an der Haltung Finanzminister Schäubles gegenüber den Griechen. Am Ende des Artikels ein aktuelles Foto Fischers, dazu die Bemerkung einer Freundin: ‚Warum macht er so viele Worte, das Portrait beantwortet doch seine Frage!’[hier]

Im übrigen ist die Jeremiade nicht des Lesens, noch weniger der Rede wert: Ohne einen neuen Gedanken, das erwartbare Deutschen-Bashing unter Verweis auf die deutsche Schuld im Dritten Reich. Niemand vertritt den Gedanken der Erbsünde so konsequent wie die GRÜNEN. Daran sollten sie sich selbst einmal messen.

* * *

... Was in jedem Leistungssport üblich ist, sollte auch für Personen gelten, die über weit größeren Einfluß verfügen. Spätestens seit Michael Hartmann (SPD) des Mißbrauchs von Crystal Meth überführt wurde, müssten solche Tests obligatorisch sein, zumal sich neben der Frage nach der Zurechnungsfähigkeit von abhängigen Personen auch die nach der Erpressbarkeit durch das Rotlicht- und Drogenmilieu stelle...

nicolaus-fest.de 29.7.2015

Dreizehn Jahre lang – bis auf die bekannte Unterbrechung – hat er sich bei BILD korrigieren lassen müssen. Vielleicht soll die Mißachtung der„Norm“ etwas bedeuten.

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Sigmar Salzburg
24.07.2015 08.52
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Eine neue Netzseite

daß

Eine Netzseite für Kultur und Gemeinwesen


Die neue Netzseite ist von der hiesigen Verwaltung eingerichtet worden, um auch Inhalte bringen zu können, die der Rechtschreibreform und ihrem politischen Umfeld ferner liegen. Versuchsweise habe ich dort bereits einige Beiträge aus diesem Forum eingesetzt. Die Möglichkeiten der Formatierung scheinen etwas begrenzt zu sein. Aufrufe werden langsam beantwortet. Ansonsten ist das angeschlagene Thema weit gefaßt und vielversprechend. Dieser Netzseite ist also freundliche Aufmerksamkeit und Anteilnahme zu wünschen:

http://dasz.de (mitunter schon http://daß.de )

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Sigmar Salzburg
14.07.2015 17.54
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Nicolaus Fest ...

... schreibt in seiner Mischschreibweise Beachtenswertes:

Noch einmal zum Mißtrauen gegenüber dem Volk. Möglicherweise spiegelt sich in dieser Skepsis, die auch die Abneigung gegenüber bundesweiten Volksbegehren trägt, selbst ein degeneratives Staatsverständnis. Denn sie verkehrt das Verhältnis von Quelle und Fluß, von Erdkern und Oberfläche. „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus…“ Hier liegt der Ursprung aller Legitimität, nicht in den Abgeordneten. Dass diese oft über Jahrzehnte im Parlament und den Talkshows sitzen, mag allerdings den Irrglauben befeuern, ihre geliehene Macht stamme aus eigenem Recht...

* * *

Zur AfD. Ob Bernd Lucke geeignet war, eine Partei zu führen, oder ob nicht seine professorale Selbstgewißheit zu viele vor den Kopf stieß, sei dahingestellt. Nach dem letzten Sonntag steht fest: Am Ende des Parteitags hatte sich das Lucke’sche Thema gewissermaßen durch die Nachrichten aus Athen überlebt... Dennoch jede Wette: In 20 Jahren werden Wirtschaftswissenschaftler den Euro als verantwortungsloses Experiment beurteilen, das die Demokratien beschädigt und die Völker verarmt, gegeneinander aufgebracht und dem Europäer ein neues Antlitz gegeben hat: Das des häßlichen Deutschen, des häßlichen Franzosen, des häßlichen Italieners, Belgiers, Österreichers, etc…

nicolaus-fest.de 10.7.2015

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Sigmar Salzburg
27.06.2015 12.22
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Nicolaus Fest 27.6.2015

Fast möchte man meinen, Nicolaus Fest praktiziert seine Reform-ss-Fehler absichtlich in seine sonst lesenswerten Texte, um hier zitiert zu werden. Besonders der letzte Fehlgriff ist merkwürdig:

Schriftlichkeit und Terrorismus
Juni 27, 2015 ~ Nicolaus Fest

Viel Widerspruch kam zu meinen Überlegungen, ob die Vertreibungen und Umsiedlungen (nicht nur der Deutschen) nach den Weltkriegen eventuell zur Pazifizierung Europas beigetragen haben... Ist es wahrscheinlich, dass nach Besatzung und Krieg, nach Plünderungen, Vergewaltigungen und all dem Grauen plötzlich alles vergessen und vergeben wäre?... Und dass die Regierungen der völlig ruinierten Länder mit diesen inneren Spannungen, mit dem gegenseitigen Hass und Mißtrauen fertig geworden wären? Nein, das ist nicht wahrscheinlich, im Gegenteil...

Schon in vielen Medien: Die ernste Posse aus dem niederbayrischen Pocking. Dort hatte der Schulleiter Martin Thalhammer nach der Einquartierung von 200 Flüchtlingen in einem Rundbrief geschrieben: „Die syrischen Bürger sind mehrheitlich Muslime und sprechen arabisch. Die Asylbewerber sind von ihrer eigenen Kultur geprägt. Da unsere Schule in direkter Nachbarschaft ist, sollte eine zurückhaltende Alltagskleidung angemessen sein, um Diskrepanzen zu vermeiden. Durchsichtige Tops oder Blusen, kurze Shorts oder Miniröcke könnten zu Missverständnissen führen.“

Nicht alle fanden das gut. Nun hat Thalheimer zu den kritischen Reaktionen Stellung genommen, und wie er das macht, ist eindrucksvoll: Erstens sei er mißverstanden worden, zweitens gebe [es] keine Kleiderordnung, er wolle die Schüler nur sensibilisieren. Drittens seien die Schüler verwundert, dass sie von rechter Seite missbraucht würden. Das hätte kein Politiker besser hinbekommen. Erst ein Missverständnis postulieren, wo es nichts misszuverstehen gibt; dann offen die Unwahrheit (keine Kleiderempfehlung) behaupten, dazu den Brief als ‚Sensibilisierung‘ verkaufen – wer also weiterhin im eigenen Land an seinen Modewünschen festhält, ist unsensibel ; und schließlich den ‚Mibrauch‘ der Schüler durch rechte Gruppierungen beklagen, wo es nur um Kritik an seinem Verhalten geht, nicht um die Schüler. Man muss den Hut ziehen. Aus professioneller Sicht perfekte Krisenkommunikation!

nicolaus-fest.de 27.6.2015

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Sigmar Salzburg
20.06.2015 08.13
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Nicolaus Fest 16.6.2015

Woran scheitern Staaten, wenn sie nicht durch Naturkatastrophen oder auswärtige Feinde vernichtet werden? Das ist eine der ältesten Fragen der Geschichtswissenschaft, allein zum ‚Fall Roms’ (so das wunderbare Buch des großen Historikers und Stilisten Alexander Demandt) gibt es mehr als 600 Erklärungsversuche: Die Ausbreitung des pazifistischen Christentums, Bodenerschöpfung, Bleivergiftung, unkluge Steuern, Umweltzerstörung, überbordende Sozialleistungen, territoriale Überdehnung, etc, etc. Und am Ende natürlich auch: Dekadenz, was immer das sein mag. Sicher ist nur: Wenn die Staatsangehörigen selbst von ihrem Staat keinen Begriff mehr haben, wenn er ihnen egal ist, weil sie ihre Angelegenheiten nicht mehr vertreten sehen, wenn sie Politikern und Institutionen mißtrauen, ist das Ende nah.

Insofern ist der drohende Grexit zuallerletzt ein finanzielles Problem. Viel schwerer wirkt der Vertrauensverlust, der mit ihm einhergeht. Gescheitert sind
– die Bundeskanzlerin mit ihrer gespenstisch unpolitischen, nämlich „alternativlosen“ Politik [der beflissenen Anpassung];
– Bundesfinanzminister Schäuble mit all seinen Zusicherungen, dass die Rettung des Euro die Deutschen kein Geld kosten werde [wie die „Reform];
– der deutsche Bundestag mit seiner schafsherdenartigen Folgsamkeit;
– die EU, die die betrügerische Aufnahme Griechenlands durchgewunken und damit das Desaster überhaupt ermöglicht hat;
– die Europäische Zentralbank mit all ihren nutzlosen Zinssenkungen und Anleihekäufen;
– das Bundesverfassungsgericht mit seiner nun sehr teuren Nachsichtigkeit gegenüber Vertragsbrüchen; [siehe auch Nachsichtigkeit zugunsten des Dass-Deutschs]
– fast alle Medien aufgrund besinnungsloser, unkritischer Begeisterung für Brüssel und Euro [und idiotischem Kotau vor der Rechtschreib„reform“];
– und gescheitert ist, nach dem Bruch von Maastricht, No-Bail-out und der Staatsfinanzierung durch die EZB, auch der Gedanke der Rechtstaatlichkeit.

Worauf sollen die Deutschen also noch setzen? ...

nicolaus-fest.de 16.6.2015

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Sigmar Salzburg
11.06.2015 08.07
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Nicolaus Fest 10.6.2015:

Seit einiger Zeit bin ich auf Facebook nicht mehr Autor, sondern AutorIn, und dieser Geschlechtswechsel erfolgte – wie immer, wenn es um Umerziehung und Ideologie geht – ohne vorherige Ankündigung. Auch eine Wahl, obwohl leicht einzurichten, ist nicht mehr vorgesehen, alle Berufsbezeichnungen tragen jetzt immer das große Binnen-I. Aus Face- wird Genderbook.

[Dabei ist das Binnen-I schon längst überholt, „korrekt“ ist jetzt ...*innen.]

In einem nebulösen, selbst Fachleuten kaum durchschaubaren Verfahren wurden die Flüchtlinge, selbst wenn sie schon in den 1970er Jahren nach Westdeutschland kamen und seitdem dort arbeiteten, rentenmäßig rückwirkend als DDR-Bürger eingestuft... Dass eine Petition der Betroffenen seit 10 Jahren unbeschieden im Ausschuß liegt, wirft ebenfalls ein ungutes Licht auf die Abgeordneten des Bundestages. Viel zu viele Juristen hat der Bundestag in seinen Reihen, doch keiner fühlt sich der Rechtspflege verpflichtet, nicht einmal angesichts größter Ungerechtigkeiten? Während die Diskussion um die völlige eheliche Gleichstellung der 35.000 homosexuellen Partnerschaften viele Abgeordnete zu Stellungnahmen treibt, scheint ein offener Rechtsbruch gegenüber 360.000 verdienten Menschen niemanden zu kümmern...

Würde die AKP in Deutschland antreten, stünde sie rechts von NPD und David Irving; die Verfassungsprüfung würde sie kaum bestehen. Ihre Attraktivität bei den hier lebenden Türken mindert das nicht: 53,6 % der 1,4 Millionen Deutschtürken haben für sie gestimmt. Nach der kulturellen kommt nun die politische Bereicherung. Weitere 18,7 % gaben der HDP ihre Stimme, ein Sammelbecken verschiedener, teils linksextremer Parteien und damit demokratisch ähnlich problematisch. Aber kein Grund zur Sorge: Für die GRÜNEN Mutlu und Özdemir ist die Wahl ein „Signal für Freiheit und Demokratie“.

nicolaus-fest.de 10.6.2015

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Sigmar Salzburg
28.05.2015 13.38
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Nicolaus Fest ...

... hat wieder unauffällig erkennen lassen, daß er sich in der „neuen“ ss-Orthographie noch nicht beheimatet fühlt. Das gibt uns einen Anlaß mehr, auf seine scharfsichtigen Beobachtungen hinzuweisen:

Oblomow und der Geist des Bürgertums

Mai 28, 2015 ~ Nicolaus Fest

Vor der saudi-arabischen Botschaft in Berlin eine Demonstration für den Blogger Raif Badawi, dem Opfer des saudischen Rechtsterrorismus: Das Urteil für seinen Mut zur Meinungsäußerung lautete auf 1000 Peitschenhiebe, € 200.000 Geldbuße, 10 Jahre Haft, danach 10 Jahre Ausreiseverbot, wodurch er auch nach Haftverbüßung seine in Kanada lebende Frau und Kinder nicht besuchen kann. Aufgerufen über mehrere Tage hatte Amnesty International, gekommen waren ungefähr 80 bis 100 Leute, davon dreißig Aktivisten des Veranstalters. Zugegen war auch die Frau des Verurteilten, eine kleine, energetische, beherrschte Person, deren Stimme allein verriet, was sie seit Monaten durchmacht. Auffällig war, wer alles fehlte: Zunächst Justizminister Heiko Maas, der nach islamischen Anschlägen auf Karikaturisten zwar gern Moscheen besucht, für die Verteidigung der Meinungsfreiheit aber nicht mal einen seiner Staatssekretäre schicken kann; dann auch alle Politiker von GRÜNEN, Linke, SPD, also all die Großsprecher, die sonst bei jeder Gelegenheit Engagement und Toleranz einfordern. Natürlich abwesend waren auch die Vertreter der Muslim-Verbände, denen westliche Werte wie Religions- und Meinungsfreiheit immer nur dann wichtig sind, wenn sie sich davon einen Vorteil versprechen...

Nicht gekommen waren auch die, die gemeinhin zum Bürgertum rechnen: Anwälte, Banker, Unternehmensberater, Architekten, also salopp formuliert die Fraktion der Berufsanzugträger. ‚Bürgerlich’ sind solche Leute nur in Attitüde und Lebenswandel, in ihrer Vorliebe für Hausmusik, Sylt, englisches Schuhwerk und gesicherten Lebensstandard; doch jedes civische Bewußtsein, dass also der Staat und die Verteidigung des Rechts auch des eigenen Einsatzes bedarf, scheint zu fehlen. Im Grunde die oligarchische Haltung, die in Rußland und anderen Despotien herrscht: Lasst uns in Ruhe wirtschaften...

* * *

Drei Viertel aller Asylbewerber haben keine Papiere, und zwar nicht wenige deshalb, weil sie sie vernichtet haben; das macht die Feststellung, ob der Bewerber aus einem sicheren oder unsicheren Staat kommt, ebenso schwierig wie eine Abschiebung. All diese Probleme ließen sich lösen, indem man Leuten ohne Papiere das Asylverfahren mit Hinweis auf die genannten Schwierigkeiten und die Mißbrauchsmöglichkeiten ausnahmslos verweigert. Das mag einige wenige treffen, die einfach nur Pech hatten, aber die Verfahren bei Tausenden ohne Anspruch extrem verkürzen.

* * *

Die Gütersloher Bertelsmann-Stiftung, seit Jahren bekannt für wirtschaftsfreundliche, als angeblich wissenschaftliche ‚Studien’ getarnte Propaganda, hat ein neues Werk herausgebracht: „Die Arbeitsintegration von Flüchtlingen in Deutschland“... Aufschlußreich ist die ‚Studie’, deren zentrale Forderungen ohne weiteres auch von den GRÜNEN oder der Linkspartei stammen könnten, nur dort, wo sie unfreiwillig einen Blick auf die Realitäten gestattet. So seien „50 Prozent der Flüchtlinge erwerbsfähig“ – was im Umkehrschluß bedeutet, dass es die andere Hälfte nicht ist. Kann man wirklich von einem Gewinn für dieses Land sprechen, wenn jeder 2. Migrant für den Arbeitsmarkt ausscheidet? Vor allem liegt’s an fehlenden Sprachkenntnissen. Die seien, das wissen auch die Bertelsmänner, grundlegend für eine erfolgreiche Arbeitssuche, weshalb schon vor Abschluß des Asylverfahrens Sprachkurse belegt werden sollten... Ist Deutsch so leicht zu lernen, dass Menschen aus einem völlig anderen Sprachraum nach ein paar Monaten die Sprache so gut beherrschen, dass sie in einem qualifizierten Job arbeiten können? ...

nicolaus-fest.de 28.5.2015

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Sigmar Salzburg
21.05.2015 08.05
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Nicolaus Fest

[Auswahl:]

Die Wahl in Bremen bestätigt einmal mehr: Dumme, bildungsferne Leute wählen nicht. Das Prekariat hat kein Interesse an Wahlen und Politik. Hübsch ist, dass sich dies nun vor allem gegen die SPD richtet, die seit über 60 Jahren die legendär miserable Schulbildung der Hansestadt verantwortet. So wird die Bildungs- zur SPD-Katastrophe...

Längere Gespräche mit einem Sozialarbeiter aus Schleswig-Holstein. Früher hätten eigentlich nur Alkoholiker oder sonst Drogenabhängige ihre Kinder in Pflegefamilien gegeben; heute jedoch täten dies immer mehr Leute aus dem unteren Mittelstand. Grund sei Überforderung, Stress. Man habe sich das alles leichter vorgestellt, das Kind schränke das Leben zu sehr ein. Bei alleinerziehenden Müttern sei oft auch der neue Freund und das neue Baby der Anlass, sich von älteren Kindern zu trennen. Der eigene Nachwuchs als Gebrauchsgegenstand. Wenn er nervt oder keinen Spaß mehr macht, kommt er weg.
Auch im übrigen die Gespräche eher desillusionierend....

Die AfD zerlegt sich. Wer Hans-Olaf Henkel kennt, wird sich kaum darüber wundern. Unabhängig von persönlichen Frontstellungen hat die Partei allerdings auch mit einem grundsätzlichen Problem zu kämpfen: Dass sich die Dringlichkeit ihres Kernanliegens verschoben hat. Während die GRÜNEN in ihrer Anfangszeit mit den Themen Atomkraft und Pazifismus über Jahre Wähler suchen konnten, steht die AfD vor einem Debattenwandel: Nicht mehr der Euro wird als das dringlichste Problem gesehen, sondern Zuwanderung und Islam. Zwar betrachten viele das Wirken der Europäischen Zentralbank weiterhin mit Sorge, doch werden die Folgen der Niedrigzinspolitik erst in einigen Jahren voll durchschlagen; außerdem geht es der deutschen Wirtschaft vergleichsweise gut. Dagegen sind Flüchtlingsströme, Dschihadisten und geplante Anschläge konkrete Gefahren, auf die AfD-Chef Bernd Lucke jedoch keine Antworten zu haben scheint, so sprachlos wirkte er in den letzten Monaten. Doch als Ein-Thema-Partei wird die AfD nicht bestehen können.

nicolaus-fest.de 20.5.2015

Siehe auch „Weckruf“.

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Sigmar Salzburg
22.04.2015 05.18
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Mehr Fest

Grass als Symbol, und Noten auch
April 16, 2015

Immer noch eine der fröhlichsten Fürsprachen des Konservatismus': Wolf Jobst Siedlers Schlußsätze im Vorwort seiner legendären Architekturkritik ‚Die gemordete Stadt’ (1961): „Die Rückschrittlichkeit dieses Bandes bezieht also ihr gutes Gewissen aus den freundlichen Beziehungen, die er mit dem Fortschritt zu unterhalten glaubt. Sein Konservatismus hat die heitere Arroganz, von seiner Modernität überzeugt zu sein.“ Das Buch ist leider nur noch antiquarisch und dort zu erstaunlichen Preisen von bis zu 450.- € zu haben.

* * *

Der Aufsichtsratsvorsitzende gibt bekannt, er sei „auf Distanz zum Vorstandsvorsitzenden“. Zwischen Kontrolleur und Kontrolliertem sollte dies Verhältnis üblich sein.

* * *

Ein freundlicher Leser fragt, wie ich das Problem des Flüchtlingsstroms lösen würde. Die Antwort lautet: Arabisch, eben wie Saudi-Arabien, Katar oder die Vereinigten Arabischen Emirate es tun, oder auch fast alle Länder außerhalb Europas: Abschotten, Grenzen dichtmachen, allenfalls einzelne Personen aufnehmen. Keinem der außerordentlich reichen arabischen Länder würde es einfallen, seine Glaubensbrüder ungehindert einreisen und dort leben zu lassen. Wie bereits an anderer Stelle kürzlich gesagt: Zur Politik gehört es, Unerträglichkeiten stoisch zu ertragen. Aber noch besser wäre die Politik, wenn sie dieses Dilemma offensiv erläuterte.

* * *

Selbst erlebt: „Entschuldigung, wie schreibt man Szene?“ „S-Z-E-N-E“. „Danke. Aber wie schreibt man ein großes ‚ß’?“

* * *

Bekanntermaßen verschwieg Günter Grass jahrzehntelang seine SS-Mitgliedschaft, attackierte aber andere fehlbare Personen ohne Nachsicht. Ausgerechnet ihm meint SPD-Generalsekretärin Fahimi nachrufen zu müssen, er sei „immer ehrlich gewesen“. Was die SPD so für Ehrlichkeit hält.

Näher betrachtet scheint das Leben von Grass eher tragisch als beneidenswert. Anders als Thomas Mann oder Gottfried Benn war Günter Grass im doppelten Sinne ein früh Vollendeter: Nicht nur früh auf dem Höhepunkt seines Schaffens, sondern früh schon darüber hinaus. Eindrucksvoll bis bedeutend Katz und Maus, Blechtrommel, Hundejahre, dazu ein Gedichtband. Danach kam nichts mehr, was wirklich leuchtete, berührte, im Leser nachhallte: Butt, Rättin, Telgte, weites Feld, Krebsgang, Zwiebelhäuten muss man nicht lesen, man sollte es nicht einmal...

Mehr bei http://nicolaus-fest.de/

Zur Zeit meines Architekturstudiums vor 50 Jahren war Wolf Jobst Siedlers Buch selbstverständlicher Lesestoff. Genützt hat es der Stadtkultur wenig, wie man heute sehen kann.

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Sigmar Salzburg
11.04.2015 11.01
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Nicolaus Fest – noch ein ss-Opfer

Nicolaus Fest, bis 2014 noch stellvertretender Chefredakteur von „Bild am Sonntag“, war bei Springer 13 Jahre lang (bis auf die bekannten zwei Jahre Unterbrechung) täglich gezwungen, sich der „neuen“ Rechtschreibung zu unterwerfen. Nachdem er dort wegen eines islamkritischen Kommentars herausgedrängt wurde, macht er nun seinen eigenen „Blog“, in dem er weiterhin die nun schon „allgemein übliche“ ss-Orthographie verwendet. Die Texte, die er anscheinend ohne Korrekturautomat schreibt, zeigen, daß die gute alte Rechtschreibung trotz seines langen Entwöhnungstrainings immer wieder durchschlägt, kenntlich meist an den „ß“. Die Beispiele werden hier in ihrem ungekürzten Zusammenhang wiedergegeben, da dieser auch alle Aufmerksamkeit verdient:

Laut der österreichischen Kronenzeitung werben kosovarische Busunternehmen mit folgendem Slogan: „Zahlen Sie 30 Euro, und Sie bekommen 500 Euro zurück!“ Hintergrund: Abgelehnte Asylbewerber erhalten in der Alpenrepublik einen Zuschuß, wenn sie das Land freiwillig verlassen. Der beträgt zwar ‚nur’ 50 Euro, aber auch das lohnt sich – vor allem für die Busunternehmer...

Was manche Willkommenskultur nennen, ist oftmals die Aufgabe der eigenen Werte und damit die Absage an dieses Land. Offenbaren tut sich dies auch im „Deutschland verrecke!“, auf den Demonstrationen gegen Pegida immer wieder zu hören. Willkommenskultur als deutscher Selbsthaß...

Weniger erziehen die Eltern die Kinder als umgekehrt. So ergeht es gerade Bekannten aus Bayern. Noch vor wenigen Wochen enthusiastische Befürworter der Öffnung aller Tore, hat sich diese Sicht nun radikal geändert. Ein paar übergriffige Selbstverständlichkeiten der neu eingeschulten Migrantenkinder gegen Eigentum und Ehre der eigenen Mädchen ändert das Bewußtsein schneller als vierzig Jahre multikulturelle Indoktrination. Dabei werden die wahren Kosten der Zuwanderung erst in den nächsten zehn Jahren sichtbar...

In meiner Jugend wurden alle Hamburger Schüler damit traktiert, auch auf dem Spielplan stand das Stück oft: ‚Biedermann und die Brandstifter’ von Max Frisch. Heute scheint es weitgehend vergessen, vor allem im öffentlichen Bewußtsein. Während um den segensreichen Radikalenerlaß heftig gestritten wurde, findet sich heute niemand, der gesetzliche Maßnahmen gegen den Islam offen zu erörtern wagt...

nicolaus-fest.de

Doch ist die Frage, ob man den Fatalismus Böckenfördes akzeptieren sollte. Anders gesagt: Auch wenn der Staat die Grundlagen nicht garantieren kann, könnte er es wenigstens versuchen. Rund 2500 Jahre wird über die Voraussetzungen von Freiheit und ihrer institutionellen Verankerung nachgedacht, viele kluge Köpfe haben darüber geschrieben. Außerdem zeigen Schweiz wie USA, dass republikanische Gesinnung auch über Jahrhunderte bewahrt werden kann. An Material oder Vorbildern liegt es also nicht, wenn den Deutschen so jedes Bewusstsein für ihren Staat und seine Gefährdungen fehlt...

Verfälschung der Wirklichkeit, nächster Teil. Schon mehrfach war hier die berüchtigte Studie von Bertelsmann zur Zuwanderung ein Thema: Bewusst irreführend formuliert, wird sie immer wieder falsch zitiert, nun durch den hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in der FAS. Der Mißverständlichkeit folgt der Mißbrauch. Das war zu erwarten. Und die Verantwortlichen sitzen, vom Steuerzahler begünstigt, in Gütersloh...

Nun muss man gegenüber den Studien der Bertelsmann-Stiftung grundsätzlich mißtrauisch sein, und auch bei dieser lohnt ein näherer Blick. Denn was hier als generelle Erhebung zum Thema ‚Zuwanderung’ daherkommt, ist es mitnichten. So erfasst die Studie zunächst nur Ausländer im staatsbürgerlichen Sinn, also Personen ohne deutschen Pass...

nicolaus-fest.de 1.1.2015

Der Schweizer Publizist Frank A. Meyer hat mit Jakob Augstein Gespräche geführt, die nun unter dem hoffnungsvollen Titel „Es wird eine Revolution geben“ erschienen sind. Dabei sind vor allem die Beiträge von Augstein aufschlußreich. Er ist der typische linke Kulturrelativist, der die universelle Geltung der Menschenrechte in Frage stellt, wenn nur irgendwelche depravierten Lumpen schwerste Verstöße als ihre Kultur deklarieren. Steinigung von vergewaltigten Frauen in Saudi-Arabien wegen ‚Ehebruchs’? Muss man akzeptieren! Homophobe Gesetze in Indien? Ebenso! Beschneidung afrikanischer Frauen? Nicht unser Ding! Und wenn sie’s dann ihre Bräuche hierher mitbringen: Auch ok! Man kann nur den Kopf schütteln...

Es ist die Humanität der Verantwortungslosigkeit: Soll doch der Staat darüber kaputtgehen, so lange ich ein guter Mensch bin. Das Prinzip Käßmann, Grass, Grönemeyer, Emcke, Augstein junior. Letztlich äußert sich hier das alte linke Unbehagen gegenüber der Bundesrepublik, das auch zu all den üblen Ranschmeißereien an die DDR führte. Schon vor über 20 Jahren meinte Botho Strauß, in der linken Xenophilie äußere sich weniger Toleranz als „der verklemmte deutsche Selbsthaß, der die Fremden nur deshalb willkommen heiße, damit sich die Verhältnisse endlich in der berühmten ‚faschistoiden’ Kenntlichkeit zeigten“, die die Linke den Deutschen schon immer unterstellte. Das gilt weiterhin...

nicolaus-fest.de 1.12.2014

Die Rechtschreib„reform“ war überwiegend ein linkes „sozialistisches“ und „national-sozialistisches“ Projekt. Wenn die Politiker schon nicht den Wahn dieses Vorhabens erkennen konnten, was kann man dann von ihnen bei der Abwehr der Abschaffung Deutschlands erwarten? Nichts!

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Sigmar Salzburg
09.04.2015 08.46
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ScienceBlogs

Auch in der anpassungswilligen Wissenschaftsszene veröffentlichen einzelne Autoren immer noch in traditioneller Rechtschreibung. Cornelius Courts wurde hier schon erwähnt. Sein jüngster Artikel hat über den wissenschaftlichen Inhalt hinaus auch eine ethische Dimension:

Freispruch durch DNA-Analyse nach 48 Jahren Todeszelle

Veröffentlicht von Cornelius Courts am April 8, 2015

Die forensische Genetik in den Diensten von Gericht und Ermittlern wird oft als Instrument zur Überführung von Tatverdächtigen und zur Gründung von Verurteilungen auf harte wissenschaftliche Belege gesehen und gezeigt. Genauso wichtig aber ist ihre Funktion und Rolle als Mittel der Entlastung und des Freispruchs, mit dem die Unschuld zu Unrecht Verdächtigter oder, zum Beispiel im Rahmen des Innocence-Projekts, sogar Verurteilter nachgewiesen werden kann.

Besonders wichtig ist das natürlich in Ländern, die zivilisatorisch so weit abständig sind, daß sie noch immer nicht der barbarischen und eben im Ergebnis nicht zu korrigierenden Todesstrafe einer menschenrechtswidrigen Vergeltungsjustiz entsagen zu können glauben. Die Tatsache (!) des Justizmords, also unschuldig Hingerichteter, nehmen diese Länder dafür offenbar billigend in Kauf. Dazu gehören unter vielen anderen natürlich der Unrechtsstaat China und die USA mit ihrem bananenrepublikanischen Justizsystem, aber auch, was nicht viele wissen, Japan, wo man mit den zum Tode Verurteilten sogar ganz besonders grausam umgeht.

Ich will von einem inzwischen berühmten Fall aus Japan berichten, in dem es durch forensisch-genetische Untersuchungen gelang, nach 48 Jahren einen Freispruch zu erwirken

[...]

Am 27. März 2014 entschied das Bezirksgericht in Shizuoka schließlich und im Licht der neuen DNA-Befunde, daß die fünf Kleidungsstücke offenbar gefälscht worden waren und daß Iwao Hakamada sofort freizusprechen sei. [...]

Natürlich ist es bemerkenswert und erfreulich, daß nach so langer Zeit mit Hilfe von DNA-Beweisen ein Freispruch für Hakamada erwirkt werden konnte. Dennoch besteht auch viel Anlass zu Bitterkeit und Entsetzen: aufgrund grotesk schlecht gefälschter Beweise (was man auch damals hätte erkennen müssen) hat dieser Mann den größten Teil seines dadurch zerstörten Lebens unschuldig in einer Todeszelle verbracht, in der er jeden einzelnen Tag mit seiner Hinrichtung rechnen mußte (in Japan wird das Datum der Hinrichtung erst am Tag ihrer Ausführung bekannt gegeben) und die er erst als 78 Jahre alter Mann verlassen konnte. Wer angesichts solcher Grausamkeit noch für die Todesstrafe eintritt, möge sich gefälligst vorstellen, er selbst oder ein geliebter Mensch gerate in eine solche Lage!

Cornelius Courts ist Biologe. Er hat in Köln studiert und promoviert. Zur Zeit arbeitet er am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bonn als Forensischer Genetiker. Er befasst sich mit dem Plötzlichen Kindstod, DNA/RNA-Spuren aus dem Inneren von Schußwaffen und forensischer Micro-RNA-Analytik.

scienceblogs.de 8.4.2015


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Sigmar Salzburg
19.03.2015 21.00
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„Achse des Guten“

Burkhard Müller-Ullrich schreibt dort gewohnt klassisch und dezent auch zu heiklen Themen. Jetzt hat er das Georg-Eckert-Institut ins Visier genommen, das langjährig von unserem markantesten Schreibreformpolitiker betreut wurde:

Zuwanderung! Vielfalt! Eierkuchen!

«Migration wird in den Sozialkunde- und Geschichtsschulbüchern, teilweise auch in Geografieschulbüchern primär als konfliktträchtig und krisenhaft dargestellt», so das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung in seiner am Dienstag in Berlin vorgestellten Studie. Das ist natürlich unerhört und muß geändert werden. Migration ist ab sofort harmonisch und krisenfrei darzustellen ...

Es wird Zeit, daß die Regierung mehr Özoguze beauftragt, um das, was in Deutschland geschrieben und gedruckt wird, von Konflikten und Krisen zu reinigen. Die Migration ist dabei nur ein Thema unter vielen. Auch Beruf und Eheleben sollten grundsätzlich „auf eine gute Art und Weise abgebildet werden“, von der Regierungsarbeit ganz zu schweigen.

achgut.com 18.3.2015

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Sigmar Salzburg
04.03.2015 09.32
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Kultur! Güter! Katastrophe!

Burkhard Müller-Ullrich schreibt auf Broders „Achse des Guten“ noch so, wie wir vor der Zerstörung unserer Rechtschreibung durch die Kultusminister geschrieben haben, und zwar darüber, daß die Zerstörung von Kulturwerten mehr Beachtung finde als die Zerstörung von Menschen.

Burkhard Müller-Ullrich 02.03.2015

Die Terroraktionen des Islamischen Staats und ähnlich fanatischer Truppen wie Boko Haram sind von so exorbitanter Gräßlichkeit, daß wir uns in acht nehmen müssen, unser Gefühls- und Vernunft-Maß nicht zu verlieren. Da werden Menschen vor laufenden Kameras geköpft und bei lebendigem Leib verbrannt, halbe Dörfer werden hingemetzelt, es wird gekreuzigt und gefoltert, und es werden auch Kulturgüter zerstört. Das sagt sich so in einem Satz dahin, aber verbietet sich nicht eigentlich diese Aneinanderreihung, diese aufzählende Gleichstellung von Menschen und Material?

Kein Zweifel: die Empörung über die Zerstörung von Kulturgütern ist berechtigt, aber die Meldungen, die davon handeln, haben einen fatalen Beigeschmack. ...

Es gelingt auch ihm natürlich nicht, diese Verbrechen vergleichend zu bewerten, so daß er schließlich nur noch versucht, die in seinen Augen unausgewogene Berichterstattung zu verstehen:

Man muß nur wissen, wie frivol es ist, den Verlust von Dingen zu beklagen, solange massenhaft gestorben wird.

achgut.com 2.3.2014

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Sigmar Salzburg
18.02.2015 08.30
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Freigeist Weimar

Siegfried R. Krebs rezensiert (reformfrei) das Buch:

Hans-Werner Kubitza: Der Dogmenwahn. Scheinprobleme der Theologie – Holzwege einer angemaßten Wissenschaft. Tectum-Verlag. Marburg 2015. 19,95 Euro

WEIMAR. (fgw) Selten stand der Rezensent vor solch einem Dilemma: Wie soll er bloß Hans-Werner Kubitzas neuestes Buch „Der Dogmenwahn“ besprechen, es würdigen? Für all das, was hierüber – und natürlich lobend – gesagt werden muß, fehlt einfach der Platz...
freigeist-weimar.de 16.2.2015

Die umfangreiche Rezension kann hier nicht wiedergegeben werden. Das Buch selbst ist „reformiert“ gedruckt, anders als die Zitate es vermuten lassen. Es ist aber wichtig in der Auseinandersetzung mit dem Bestreben, die Theologie als „Wissenschaft“ an den Universitäten, besonders im Osten, fester zu verankern (jetzt auch unter Zuhilfenahme der angeblichen Notwendigkeit von Islamtheologie).

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Sigmar Salzburg
18.02.2015 07.33
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… auf „Achse“:

Burkhard Müller-Ullrich verteidigt (in bewährter Rechtschreibung) das Recht der Fernsehzuschauer auf Blödsinnssendungen:

Je suis Astro-TV
Unter den zahllosen Fremdschäm-Programmen, aus denen unser heutiges Fernsehen besteht, nimmt die astrologische Lebensberatung einen besonderen Platz ein. Nicht nur, weil die ratsuchenden Mitwirkenden offensichtlich noch dämlicher sind als alle Dschungelcamper, Frauentauscher, TV-Auswanderer und TV-WG-ler zusammen...

Doch kürzlich bekamen sie in ihrer Nische, beziehungsweise in ihrem Berliner Studio Besuch von ein paar Aktivisten, die den laufenden Nonsense empfindlich störten...

„Astro-TV sollte die Sendelizenz entzogen werden, denn was hier stattfindet, ist Betrug.“ ...

Wieder einmal beziehen die Gutmeinenden ihre moralische Ermächtigung aus einer Vertretungsphantasie: sie wollen irgendwelche Anderen vor irgendwelchen Gefahren schützen. Dieser Schutzgedanke läßt sich allerdings endlos ausdehnen und für alles mißbrauchen: Wir leben jetzt schon in einem Staat, der seinen Bürgern vor lauter Schutz wenig Entscheidungen überläßt: ob sie rauchen, was sie essen, [wie sie schreiben,] ob sie sich beim Autofahren anschnallen und was für Leuchtmittel sie benutzen. Jetzt kommt unter dem verharmlosenden Titel Aktionskünstler auch noch eine Privatpolizei hinzu, die aufpaßt, ob alles was so gesendet wird, ihnen auch genehm ist. Daß ich mich da nicht auf die Dauer auch vorsehen muß!

Achse des Guten 15.2.2015

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