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Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
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Kevin Kraus
10.03.2015 15.12
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Attacke auf das Gymnasium – Abitur für alle?

von Josef Kraus

Abiturprüfung: Vollkaskogarantie für alle Foto: picture alliance / ZB

Ewig-morgigen Linken geht alles gegen den Strich, was nicht in ihre Ideologie von der einen, gleichen, damit angeblich gerechten Welt paßt. Sie schwärmen – darin aber nichts anderes als ewig-gestrig – wie Rousseau von der „heiligen“ Gleichheit; wie die Jakobiner, denen sogar unterschiedlich hohe Kirchtürme ein Dorn im Auge waren, möchten sie alle Bereiche des Lebens quasi mit dem Rasenmäher auf Einheitsschnitt trimmen.

Besonders dort, wo man meint, am nachhaltigsten Gleichmacherei praktizieren zu können, tun sich Linke am heftigsten hervor: in der Bildungspolitik. Hier geht es um junge Menschen, über die man die Ersatzreligion des Egalitarismus so richtig schön ausleben und ganz konkret inszenieren kann.

„Verdacht“ eines bürgerlichen Wertekanons

In ein solches linkes Weltbild paßt keine Bildungseinrichtung, die keine Einrichtung für alle sein kann und die zumal im „Verdacht“ steht, einen bürgerlichen Inhalts- und Wertekanon zu vermitteln. Die Rede ist vom Gymnasium. Seit Jahrzehnten arbeitet sich eine mehr oder weniger formelle Koalition aus SPD, Grünen, Linkspartei, linken „Liberalen“ – assistiert von so manchem „Bildungsforscher“, von einer OECD und von gewissen Stiftungen – an dieser weltweit erfolgreichsten Schule ab.

In den siebziger und achtziger Jahren galt noch der Grundsatz: Wir schaffen das Gymnasium ebenso wie Haupt- und Realschule ab und beglücken Eltern, Schüler und Gesellschaft mit einer Einheitsschule – die damals Gesamtschule hieß und heute Gemeinschaftsschule heißt.

Jahrzehnte durchschlagender Erfolglosigkeit


Das Dumme für die Linken war zunächst nur: Die Gesamtschule in Deutschland hat Jahrzehnte durchschlagender Erfolglosigkeit hinter sich, und das Gymnasium entwickelte sich in Elternschaft und Gesamtgesellschaft zur beliebtesten Schulform – zu einer Beliebtheit, die freilich mehr und mehr zu einem Problem des Gymnasiums wurde.

Also mußte ein linker Strategiewechsel her: „Wenn es denn nicht gelingt, das Gymnasium zu überwinden, dann verändern wir das Gymnasium so, daß das schöne Namensschild erhalten bleibt, aber von innen entkernen wir es hin zu einem Gesamt-Gymnasium.“ Motto: „Wenn alle am Gymnasium sind, dann ist keiner mehr am Gymnasium, denn dann sind alle in einer Einheitsschule.“


Daß dies durchaus funktioniert, kann man in einigen deutschen Ländern verfolgen. Denn mittlerweile sind es mindestens fünf Trojanische Pferde, mit deren Hilfe man das Gymnasium sukzessive entkernt und aushöhlt – in einigen deutschen Ländern mehr, in anderen weniger.

Eine Abitur-Vollkaskogarantie

Trojaner 1: Es gibt keine Leistungsbedingungen mehr für den Übertritt an ein Gymnasium. In mittlerweile 14 der 16 deutschen Länder entscheiden allein die – nicht selten überehrgeizigen – Eltern, ob ihr Kind an ein Gymnasium geht. Nur noch Bayern und Sachsen verlangen, daß ein Grundschüler, soll er denn ans Gymnasium, aus der Grundschule einen Notenschnitt von 2,5 beziehungsweise 2,0 mitbringt oder sich einer Aufnahmeprüfung stellt.

Trojaner 2: Immer mehr deutsche Länder schaffen das Sitzenbleiben ab. Besonders hervorgetan hat sich hier zuletzt Niedersachsen, das mit dem Amtsantritt der neuen rot-grünen Landesregierung Anfang 2013 eben dies beschloß. Folge: Wenn man etwa am Gymnasium nicht mehr sitzenbleiben kann, dann darf man auch nicht mehr abgewiesen werden. Am Ende steht eine Abitur-Vollkaskogarantie.

Trojaner 3: Die gymnasialen Lehrpläne werden mehr und mehr entleert. Unter dem Diktat einer als zeitgemäß angesagten Pädagogik angeblich verwertbarer „Kompetenzen“ verschwinden Inhalte noch und noch, aus Lehrplänen werden Leerpläne.

Trojaner 4: Die Abiturnoten werden immer besser. Es gibt schier eine Inflation an guten und besten Abiturzeugnissen. So gibt es immer mehr 1,0-Abiturzeugnisse. Aus Nordrhein-Westfalen wird berichtet, daß sich die Zahl der Abiturienten mit der Note 1,0 von 455 im Jahr 2007 auf exakt 1.000 im Jahr 2011 mehr als verdoppelt hat. In Berlin wurden aus den 17 Abiturzeugnissen mit 1,0 des Jahres 2002 im Jahr 2012 234 solche Zeugnisse (das ist der Faktor 14!).

Trojaner 5: Mehrere deutsche Länder wollen die Ausbildung der verschiedenen Lehrämter einebnen. Siehe etwa Baden-Württemberg oder Niedersachsen. Wenn es dann eines Tages nur noch Einheitslehrer gibt, dann kann auch kein Gymnasium mehr betrieben werden.

Bis zuletzt Zugpferd des deutschen Bildungswesens

Natürlich hat das Gymnasium Wandlungen erlebt, aber alles in allem war gymnasiale Bildung mit ihrem Anspruch der Vermittlung umfassender Allgemeinbildung und der Studierbefähigung (nicht nur der Studierberechtigung) bis zuletzt Zugpferd, Leuchtturm, auch Bollwerk und soziale Steigleiter des deutschen Bildungswesens.

Nicht der Linken populistisch hinterherhecheln

Zurück zur Sage um Troja: Die Danaer (sprich die Griechen) wollten Troja stürmen. Aber es gelang ihnen trotz zehnjähriger Belagerung nicht. Schließlich bauten sie ein riesiges hölzernes Pferd als vermeintliches Geschenk an die Troer. Im Bauch des Pferdes aber sammelten sie ihre stärksten Krieger. Sobald die Troer das vermeintliche Geschenk in ihre Stadt befördert hatten, kletterten die griechischen Kämpfer aus dem Bauch des Pferdes. Die Troer waren überrumpelt.

Die Gymnasien selbst sollten daran denken, wenn es ihnen – wie in manchen Fällen – nur noch um Schülerzahlen geht. Und die noch halbwegs – dem Anschein nach – bürgerliche Volkspartei sollte endlich wieder mehr bildungspolitischen Gestaltungswillen praktizieren, statt dem Treiben der Linken nur zuzusehen oder ihm mehr oder weniger populistisch hinterherzuhecheln.

JF 11/15
http://jungefreiheit.de/.../kommentar/2015/abitur-fuer-alle/

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Kevin Kraus
04.03.2015 21.44
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Kann live verfolgt werden unter:
http://www.landtag.ltsh.de/aktuell/parlaradio/audio-b.html


Auszüge aus der Tagesordnung:

zur 58. Sitzung des Bildungsausschusses

Am Donnerstag, dem 5. März 2015, 14:00 Uhr,
im Dienstzimmer 142 des Landtages


5. Grundschulstandorte in ihrer Existenz sichern und stärken

Antrag der Fraktion der CDU
Drucksache 18/2362

(überwiesen am 10. Oktober 2014)


7. Öffentliche Petition L2121-18/880 Schulwesen; Unterrrichtsversorgung

Antrag der Fraktion der FDP
Umdruck 18/4062

http://www.landtag.ltsh.de/export/sites/landtagsh/infothek/wahl18/aussch/bildung/einladung/2015/18-058_03-15.pdf

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Kevin Kraus
01.03.2015 19.57
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Ostholsteiner Anzeiger – 27.02.2015 – Seite 15

Philologenverband: Streit um die Abiturienten-Quote

RENDSBURG
Trotz zunehmender Kritik an einer fortschreitenden „Akademisierung“ der Bildungs-Absolventen will die Küstenkoalition den Anteil der Abiturienten weiter erhöhen. Das Ziel bekräftigte der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat, gestern auf dem Jahreskongress des Philologenverbands – der Interessenvertretung der Gymnasiallehrer – in Rendsburg. Bundesweit liege die Abiturientenquote bei 46 Prozent, in Schleswig-Holstein bei 38 Prozent – da muss man feststellen, dass da noch was geht“, sagte Habersaat.

Der einstimmig im Amt bestätigte Philologenverbands-Vorsitzender Helmut Siegmon hielt der Landesregierung vor, sie betreibe die Erhöhung der Abiturientenzahl um den Preis geringerer Anforderungen an die Schüler. Insbesondere bei den neuen Kleinst-Oberstufen an Gemeinschaftsschulen müsse Bildungsministerin Britta Ernst „die Reißleine ziehen“. Es dürfe nicht allein darum gehen, jungen Menschen eine Berechtigung zum Besuch einer Hochschule zu verschaffen. Man müsse sie während der Schulzeit auch darauf vorbereiten, ein Studium tatsächlich zu Ende zu bringen, sagte Siegmon. Gerade die angeschobene Ausbildung zum „Einheitslehrer“ für alle weiterführenden Schularten werde den wissenschaftlichen Ansprüchen einer Tätigkeit am Gymnasium nicht gerecht.

Siegmon warf der Koalition vor, bei ihr verbünde sich „unbeirrbare Beratungsresistenz mit arroganter Machtausübung“.
Die SPD habe das bundesweite Scheitern ihrer einstigen Gesamtschul-Pläne nie verwunden und führe durch die Chance aufs Abitur auch an Gemeinschaftsschulen nun im Land de facto doch „eine Schule für alle“ ein. Sämtliche Weichen dazu seien gestellt, „nur die Türschilder sind zur Beruhigung der Bildungsbürger noch unterschiedlich.“
fju

Ostholsteiner Anzeiger – 27.02.2015 – Seite 15

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Kevin Kraus
20.02.2015 09.41
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Sehr geehrte Frau Schulz-Evers!

Die Volksinitiative „G9 jetzt NRW“, die sich für die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums wie in Niedersachsen oder Hessen einsetzt, steht kurz vor dem Erfolg. An diesem Samstag (21.02.) werden Bürger in vielen Innenstädten in ganz NRW Unterschriften sammeln, um der Volksinitiative gegen das Turbo-Abitur zum Durchbruch zu verhelfen.

Von den für eine Volksinitiative nötigen 66.322 Unterschriften sind bereits über 63.000 erreicht. Beim ersten landesweiten Sammeltag am 7. Februar wurden in 31 Städten und Gemeinden etwa 4000 Unterschriften gesammelt.

Aus diesem Grund gehen die Initiatoren der Volksinitiative davon aus, dass an diesem Samstag die Schwelle der notwendigen Unterschriftenzahl erreicht werden kann.

Neu gegenüber dem ersten Sammeltag werden an diesem Samstag Eltern und aktive Bürger auch in den Innenstädten von Essen und Köln sammeln.

Hintergrundinformationen:
Im Rahmen der Verkürzung der Schulzeit um ein Jahr wurden die bis zum Abitur zu leistenden Unterrichtsstunden auf acht statt neun Jahre verteilt. Dadurch stieg verglichen mit Hessen oder Niedersachsen die Anzahl der Unterrichtstunden pro Woche um 3,7 an. Dieser G8-Stress wirkt sich in NRW auch auf Haupt-, Real-, und Gesamtschulen aus, da auch dort die Zahl der Wochenstunden erhöht wurde und die 2. Fremdsprache auf die 6. Klasse vorgezogen wurden. Eine Rückkehr zu G9 wie in Niedersachsen würde in NRW in sechs Jahren über 900 Millionen Euro Steuergelder einsparen.

Nähere Informationen zur Volksinitiative finden sich auf der Webseite
http://www.g9-jetzt-nrw.de, für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Marcus Hohenstein

Vertrauensperson der Volksinitiative
„Abitur nach 13 Jahren an Gymnasien“
Kohlbettstraße 6
57072 Siegen
Tel: 0271-2378500
hohenstein@g9-jetzt-nrw.de

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Kevin Kraus
14.02.2015 03.54
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Kommentar von Peter Höver
Universität in Not

Eine Kommission soll es also richten. Eine Hochschulkommission. „Perspektiven des schleswig-holsteinischen Hochschulsystems“ soll der Arbeitskreis ausleuchten. Wenn das die Antwort der Küstenkoalition auf die litanaihaft vorgetragenen Hilferufe der Hochschulen ist – dann ist das wenig.

In 18 Monaten steht ein doppelter Abiturjahrgang vor der Tür. Die Uni Kiel ruft seit langem nach zusätzlichem Personal. Nur so könnten die künftigen Studierenden angemessen betreut werden. Irgendwie scheint der Ruf bisher an der Koalition abgeprallt zu sein. Aber immerhin gibt es jetzt ja eine Kommission. Deren tieferer Sinn erschließt sich allerdings nicht.

Dabei hätte die Koalition längst liefern können. Als der Bund die Komplettfinanzierung des Bafög übernahm, wären Millionen flüssig gewesen. Mit dem Geld hätte die Regierung die anerkannt unterfinanzierten Grundhaushalte der Hochschulen stärken können. Hat sie aber nicht. Das Geld floss komplett in die Finanzierung von Schulreformen, die stets auch mit der Absicht begründet worden sind, die Studierendenquote zu heben. Dumm nur, dass die Hochschulen kaum in der Lage sein werden, den Ansturm angemessen zu bewältigen.
[...]
Gut möglich, dass SPD, Grünen und SSW ihre eigene Politik in den nächsten Monaten noch auf die Füße fällt. Mit Kommissionen lässt sich Zeit gewinnen. Probleme lösen solche Arbeitskreise selten.
Bericht: S-H
http://epaper.shz.de/shz/2015/02/11/oa/23/art-0239.html

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Kevin Kraus
11.02.2015 06.47
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Schüler sollen keine Karikaturen sehen: Moscheenverband protestiert gegen Kölner Gymnasium
KÖLN. Der Dachverband der türkisch-islamischen Moscheegemeinden in Deutschland, DITIB, hat eine schulinterne Karikaturen-Ausstellung in einem Kölner Gymnasium, bei der auch ein umstrittenes Titelbild der französischen Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ gezeigt wurde, scharf kritisiert. Die Präsentation sei „nicht förderlich für Menschen, die ihre geistige Reife noch nicht erreicht haben“, sagte DITIP-Vorsitzender Nevzat Yasar Asikoglu...
[...]
Die DITIB untersteht dem staatlichen Präsidium für Religiöse Angelegenheiten der Türkei in Ankara, welches dem türkischen Ministerpräsidentenamt angegliedert ist.

news4teachers.de 08.02.2015

Auf der anderen Seite gibt es genügend Berichte, wonach genau Jugendliche in diesem Alter angeworben werden....Und die Ministerien deshalb Programme entwickeln, die die Lehrkräfte für dieses Thema sensibilisieren sollen....

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Kevin Kraus
09.02.2015 19.45
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

WWL-Info-Mail Nr. 13/2015

Hamburg, 9. Februar 2015 – Verletzung der Neutralität: Schulbehörde wirbt mit Schulzeugnissen für Gewerkschafts- und eine FKK-Jugendorganisation

Wer den Newsletter aus der Hamburger Schulbehörde vom 6. Februar 2015 (siehe Anlage) liest, verbindet zunächst mit dessen Überschrift: „Zeugnisbeiblatt: Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement im Schulzeugnis“ auf den ersten Blick nichts Fragwürdiges. Tatsächlich verbirgt sich dahinter jedoch nicht etwa eine Möglichkeit, unpolitisches ehrenamtliches soziales Engagement von Schülerinnen und Schülern z. B. als Vorleser in einem Seniorenheim oder ähnliche soziale Aktivitäten anzuerkennen (so etwas ist seitens der Schulbehörde tatsächlich nicht vorgesehen). Den Verantwortlichen in der Schulbehörde geht es statt dessen bei dieser Aktion ganz konkret darum, jugendliche Schülerinnen und Schüler mit einer Reihe von teils religiösen, teils politisch oder in anderen Umfeldern tätigen privaten Vereinen in Verbindung zu bringen, in welche die Jugendlichen eintreten sollen („Von deinem Verband/Verein unterschreiben lassen“) und mit denen die Jugendlichen Verträge zum Abschluss einer „Jugendleiter-Ausbildung“ schließen sollen. Wörtlich heißt es im Kleingedruckten des Newsletters:

„Neu ist, dass künftig das Engagement von Jugendlichen, die eine Jugendgruppenleiterausbildung absolviert haben – eine sogenannte Juleica-Qualifizierung –, ebenfalls im Rahmen der Zeugnisse besonders gewürdigt werden kann. Dafür stellen der Landesjugendring Hamburg und die Schulbehörde eine zentrale Formatvorlage zur Verfügung, die – vom jeweiligen Jugendverband und der Schulleitung ausgefüllt – dem Zeugnis beigelegt werden kann. Die Vorlage ‚Beiblatt zum Zeugnis zur Bestätigung des ehrenamtlichen Engagements‘ als Download sowie weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Homepage des Landesjugendrings Hamburg.“

Das für die Vergabe mit dem Schulzeugnis vorgesehene „Beiblatt für Schulzeugnisse“ trägt sodann gemeinsam das Logo der Schulbehörde und des privaten Vereins „Landesjugendring Hamburg e.V.“: [Bild: Logo]

In diesem Dachverein ist seinerseits eine bunte Zusammenstellung teils religiöser oder anders ausgerichteter Vereine und Jugendorganisationen Mitglied:

Liste der Jugendverbände im Landesjugendring Hamburg e.V.
http://www.ljr-hh.de/Hamburger-Jugendverbaende.396.0.html

die allerdings durchaus nicht alle rein sozialer Natur sind. So sind beispielsweise auch klar politisch ausgerichtete Vereine, wie die DGB-Jugend Hamburg oder die ver.di Jugend Hamburg Mitglied im „Landesjugendring Hamburg e.V.“, aber auch beispielsweise ein Verein fkk-jugend e.V. Landesverband Hamburg. Wer sich auf der Webseite des Vereins im „Landesjugendring Hamburg e.V.“ umsieht, ist deshalb auch kaum überrascht, dass sich der Dach-Verein auch ein allgemeinpolitisches Mandat anmaßt und allgemeinpolitische Stellungnahme abgibt, die auf der Webseite in einer Rubrik: „Politisches und Rechtliches“ aufgeführt sind. Dort zu finden sind dann u. a. folgende Stellungnahmen des Vereins:

Solidarität mit der Gruppe »Lampedusa in Hamburg«Beschluss der LJR-Vollversammlung vom 31. Oktober 2013

GAL-Initiative zur Senkung des Wahlalters: Erster Schritt in die richtige Richtung LJR-Pressemitteilung vom 11. Mai 2011

Die Verantwortlichen in der Schulbehörde und der für ihre Aktion verantwortliche Dienstherr, Schulsenator Ties Rabe, haben mit dieser Aktion das Gebot der schulische Neutralität grob verletzt. Die schulische Neutralität ist die zwingende Konsequenz aus der gesetzlichen Schulpflicht. Gerade der Hoheitsakt der Vergabe von Schulzeugnissen ist deshalb besonderer Neutralität verpflichtet. Es spricht überhaupt nichts dagegen, dass Schulleitungen ehrenamtliches Engagement von Schülerinnen und Schülern in sozialen Bereichen z. B. in kurzen Schreiben bestätigen. Solche Bestätigungen dürfen aber nicht den Anschein erwecken, Teil eines staatlich verliehenen Schulzeugnisses zu sein, wie das bei dem „Beiblatt“ der Fall wäre, und sie dürfen sich vor allem nicht als staatlicher Akt mit dem Logo der Schulbehörde auf politische, religiöse oder sonstige Aktivitäten in Vereinen wie z. B. der DGB-Jugend, der ver.di-Jugend oder der FKK-Jugend beziehen, die mit sozialem Engagement tatsächlich wenig zu tun haben.

Schulsenator Rabe muss deshalb die ausgelobte Aktion umgehend stoppen und das „Beiblatt für Schulzeugnisse“ sofort zurückrufen.

Herzliche Grüße,
Ihr Team „Wir wollen lernen!“


Immer aktuell: FORUM BILDUNG HAMBURG
Diskutieren Sie bildungspolitische Themen im Live-Chat
Facebook: https://www.facebook.com/groups/forum.bildung.hamburg/
_________________________________
„Wir wollen lernen!“
Förderverein für bessere Bildung in Hamburg e. V.

Dr. Walter Scheuerl (Sprecher)
Tel.: +49 (0)40 359 22-270
Mobil: +49 (0)172 43 53 741
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Kevin Kraus
07.02.2015 07.14
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

55.000 Unterschriften für Rückkehr zum G9 in NRW: (12.15 Uhr)

Die Elterninitiative „G9 jetzt NRW“ hat bereits 55.000 Unterschriften für die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium gesammelt. Für die entsprechende Volksinitiative werden nach Angaben der Initiatoren vom Freitag (06.02.2015) bis Mitte März 66.322 Unterschriften benötigt. Hierfür werde am Samstag in zig NRW-Städten geworben.

Im Rahmen der Schulzeitverkürzung um ein Jahr wurden die bis zum Abitur vorgeschriebenen Unterrichtsstunden auf acht statt neun Jahre verteilt, wie die Initiatoren kritisierten. Dadurch sei die Wochenstundenzahl in NRW im Vergleich zu Hessen oder Niedersachsen um 3,7 angestiegen. Der G8-Stress wirke sich auch auf Haupt-, Real- und Gesamtschulen aus. Dort sei ebenfalls die Zahl der Wochenstunden erhöht worden.


http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/nachrichten/nrwkompakt/nrwkompakt36632.html

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Kevin Kraus
26.01.2015 21.35
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Facebook-Kommentare enthüllten:
Skandal: 1000 Lübecker Schüler mussten gegen Pegida demonstrieren


Epoch Times, Sonntag, 25. Januar 2015 13:30

„Wir wurden von der Schule zum Demonstrieren gezwungen“. Diesen Vorwurf erhoben einige Lübecker Schüler am Donnerstag auf der Facebook-Seite der Lübecker Nachrichten. Die Zeitung hatte von einer Veranstaltung berichtet, die offenbar eine staatlich erdachte Gegenveranstaltung im Fahrwasser der Pegida-Demonstrationen war:
„1000 Schüler der fünf Lübecker Europaschulen haben am Mittwoch auf dem Klingenberg friedlich mit bunten Plakaten für die Werte Freiheit, Vielfalt, Weltoffenheit, Respekt, Toleranz, Meinungs- und Religionsfreiheit, Menschenwürde und Pressefreiheit demonstriert. Die Schulen sowie die Polizei zogen eine positive Bilanz“, so die LN.

Einige Schüler und Eltern übten jedoch im Nachhinein Kritik an der Veranstaltung. Auf dem Facebook der LN wurden Vorwürfe laut, das ganze sei eine „Zwangsveranstaltung“ gewesen.

Schüler berichten von „Anwesenheitsplicht“


Die Schüler seien sehr spät informiert worden, dass sie in der 7. und 8. Stunde am Mittwoch an „einer Art Demo“ teilnehmen sollten. Einige erfuhren es Dienstags, andere gar erst am Tag der Veranstaltung. „Freiwillig war das gar nicht“, schreibt Marco Xu: „Wer nicht mitgegangen wäre, hätte dann einen „Strich“ in der Anwesenheit bekommen und warum? Genau, [das] war eine Schulveranstaltung. Im Klartext: Wenn Schüler gegen diese Aktion waren (jetzt nicht, weil sie gegen die Werte sind), wurden sie gezwungen hinzugehen. 'Ein Hoch auf die Freiheit!'“

„Das war eine Zwangsveranstaltung für uns Schüler. Ich musste da sein und meine Anwesenheit wurde überprüft“, schrieb ein anderer Schüler auf Facebook. „Das hat die Schulleitung so entschieden. Es wurde keine Möglichkeit organisiert, Unterricht zu machen“, so ein weiterer.

Janin Christin Weiss schrieb: „Uns wurde erst am Tag der Veranstaltung morgens gesagt, dass wir da zu erscheinen haben! Sonst sind es zwei unentschuldigte Fehlstunden auf unserem Bewerbungszeugnis, da geht man natürlich hin. Hätte man das uns früher gesagt, wären wir natürlich gerne hingegangen … so wurden wir aber einfach vor vollendete Tatsachen gesetzt, was ich nicht ok finde!!!“

Die Leiter der fünf Europaschulen versuchten die Situation mit folgender Erklärung gerade zu biegen. „Die Demonstration wurde als Schulveranstaltung ausgewiesen, damit die Beteiligten auf dem Weg versichert sind“, so Stephan Cosmos, Leiter der Friedrich-List-Schule. Ohnehin seien nur die Schüler betroffen gewesen, die in der siebten und achten Stunde Unterricht gehabt hätten. Allen anderen habe die Teilnahme frei gestanden.

Betroffen waren die Emil-Possehl-, Baltic- , Ernestinen- und Friedrich-List-Schule, sowie die TMS Lübeck.

Alle Schulen wiesen laut Lübecker Nachrichten darauf hin, dass es „keine politische Veranstaltung“ gewesen sei und es auch „nicht um Meinungen“ ging. Es sollte lediglich an „die selbstverständlichen Grundwerte“ erinnert werden.

Hunderte Kommentare auf Facebook

Auf dem Facebook der LN hagelte es mittlerweile hunderte Kommentare, die meisten verurteilten die Aktion der Schule als undemokratisch. Manche sehr kurz und bündig: „Pädagogisch wertvoller Unterricht, da lerns´t was für´s Leben -> DDR 2.0“

„Wenn man Schüler/Kinder Zwangsverpflichtet eine Demo zu Veranstalten, hat das mit Demokratie rein gar nichts mehr zu tun. Liebe Schulverwaltung, was immer Sie auch öffentlich, dazu sagen und gesagt haben, es ist ZWANG, wenn man Menschen (Kinder) zwingt dort hinzugehen, ohne Sie zu fragen ob sie es denn auch selber wollen, die Diktatur lässt Grüßen, denn das hat mit Schulunterricht nichts zu tun“, schrieb Michael Zimmer.

„Ich kann den Kindern von heute nur raten: Macht Augen und Ohren auf! Lasst euch von niemandem eine Meinung diktieren. Seid schlau! Denn aus dummen Schülern werden dumme Erwachsene, die ganz leicht zu regieren sind. Solche Bürger wollen die Regierenden. Kinder, stellt euch dagegen! NOCH HABT IHR DIE WAHL!“
, schrieb Stefan Fuchs.


Amtlicher Aufruf aus Mecklenburg-Vorpommern, Pegida-Demos zu meiden
Foto: Internet

Meinungsmanipulation von oben

Hinweise, dass viele der Demonstrationen gegen die Pegida-Bewegung von staatlicher Seite organisiert sind und vielfältige Mittel zur Meinungsmanipulation eingesetzt werden, geistern seit Wochen durch die deutsche Socialmedia
– manchmal auch mit Beweismaterial versehen: Hier kann man das Foto eines internen Schreibens sehen, wie es in Mecklenburg-Vorpommern vom Landratsamt an die Jobcenter verschickt wurde: Deren Mitarbeiter wurden darin bezüglich Pegida „sensibilisiert“ und aufgefordert, „Abstand von der Teilnahme an diesen Veranstaltungen zu nehmen und auch Ihre Familien sowie Freunde hingehend zu unterrichten“.
(rf)

epochtimes.de 25.01.2015

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Kevin Kraus
24.01.2015 06.28
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shz.de

Gegen Diskriminierung Homosexueller : Unterricht in „Sexueller Vielfalt“: Neues Konzept an Grundschulen in SH

vom 20. Januar 2015

Ein neues Bildungskonzept soll in SH Diskriminierung von Homosexuellen vorbeugen. Zielgruppe sind Kinder bis zehn Jahre.

Kiel | Grundschüler in Schleswig-Holstein sollen in Zukunft mehr als bisher „zur Akzeptanz sexueller Vielfalt“ erzogen werden. Entsprechende Unterrichtsmaterialien für Lehrer will das Sozialministerium im Frühjahr vorlegen, bestätigte ein Sprecher am Montag in Kiel. Adressat des Lehrmaterials sind Schüler im Alter bis zehn Jahre.

Die Überlegungen sind Teil eines unter Federführung des Lesben- und Schwulenverbandes Schleswig-Holstein laufenden Aktionsplans „für Akzeptanz vielfältiger sexueller Identitäten – Echte Vielfalt“. Das Land unterstützt die Aktion mit 50.000 Euro. Grundlage ist ein Landtagsbeschluss mit dem Titel „Miteinander stärken, Homophobie und Diskriminierung bekämpfen“.

Eine erste Fassung des vom „Petze-Institut für Gewaltprävention“ entwickelten „Methodenschatzes“ für Grundschulen ist allerdings durchgefallen. In dem unserer Zeitung vorliegenden Papier mit dem Titel „Echte Vielfalt unterm Regenbogen“ geht es um Homosexualität ebenso wie um Leihmutterschaft, Geschlechtsumwandlung oder Polygamie.

In einer Passage waren Familien aus Vater und Mutter und Kind gleichsam als Randerscheinung dargestellt worden. „Hin und wieder gibt es einen Papa und eine Mama“, heißt in dem Diktattext. Und an anderer Stelle: „Meine Mama Loris kommt aus Dänemark und hat dort Samenzellen von einem netten Mann bekommen. Dann bin ich in ihrem Bauch aufgewachsen. In Deutschland hat mich dann meine Mama Dani adoptiert“. Und weiter: „Bei lesbischen Mamas, schwulen Papas oder Eltern, die ihr Geschlecht ändern, sprechen wir von einer Regenbogenfamilie“.

Auf welcher Grundlage das Unterrichtsmaterial aktuell diskutiert wird, wollte der Sprecher des Ministeriums nicht mitteilen. Der Prozess sei „in Arbeit“. Das Sozialministerium prüfe die Unterlagen und werde die Materialien mit dem Bildungsministerium abstimmen.

Die CDU mahnte eine breite Diskussion über die Pläne an. „Wir müssen darauf achten, Grundschüler nicht zu überfordern“, sagte Bildungsexpertin Heike Franzen. Kein Verständnis zeigt Franzen dafür, dass der Plan noch in diesem Jahr in den Grundschulen umgesetzt werden soll.

Autor: Peter Höver

shz.de 20.01.2015
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Einige Kommentare zum SHZ-Bericht (auch auf FB gab es zu diesem Bericht eine Flut an Kommentaren!):

01. | Hans-Ulrich Post | 21.01.2015 | 14:24 Uhr
...Hin und wieder gibt es einen Papa und eine Mama...

Jetzt soll es also in Schleswig-Holstein genauso los gehen wie in Baden-Württemberg und in Niedersachsen! Einführung neuer „Bildungspläne“ durch die kalte Küche. Hier geht es um die Abschaffung der Familie als Keimzelle der Gesellschaft!
Kaum ist ein ganz bisschen Gras über die Pädophilen-Geschichte der Grünen-Partei gewachsen, da geht es schon wieder los! Warum muss ein Schwulen- und Lesbenverband (die vertreten 1 – 2 % der Bevölkerung!) die „Federführung“ über einen Aktionsplan an allgemein bildenden Schulen haben? Das ist ein interessenverband! Hier geht es um Ideologie und nicht das Interesse der Kinder!
Der entscheidende Satz in dem Artikel:

Auf welcher Grundlage das Unterrichtsmaterial aktuell diskutiert wird, wollte der Sprecher des Ministeriums nicht mitteilen. Der Prozess sei „in Arbeit“.

Transparenz: Fehlanzeige! In Baden-Württemberg lief es genauso. Großdemonstrationen und Online-Petionen mit 200.000(!) Unterschriften wurden einfach vom Tisch gewischt!

Das Ziel der rot-rot-grünen Ideologen: Das (durch Abschaffung der Familie) bindungslose Individuum ist besser form- und lenkbar! So entsteht eine neue Gesellschaft. Und wo fängt man mit dem Formen und Lenken am besten an ...?
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Wenn das nicht geradezu nach direkter Demokratie ruft! Nur durch Volksentscheide können wir so etwas verhindern!
02. | Eric Leifson | 21.01.2015 | 00:28 Uhr
@D. Nerdler | 20.01.2015 | 19:21 Uhr

„Gibt es eine Pädophilenlobby?“

Ja, und zwar mehr als Sie denken können (und üblicherweise wollen) wollen!
Die zuletzt hochgespielten, dann allseits abgewiegelten „Fälle“ -jenseits der gern vergessenen St.-Pöltener-Schule (ach Du lieber Katholizismus) – sind derzeit, last but not least: Prince Andrew, Bill Clinton, nicht zu vergessen Monsignore Berlusconi...

Sagt Ihnen das etwas?
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05. | D. Nerdler | 20.01.2015 | 19:21 Uhr
die im Dunkeln sieht man nicht...

Gibt es eine Pädofilen-Lobby? Nur dann wäre die ersehnte sexuelle Vielfalt komplett erreichbar sein.
Bei soviel Unterrichtsausfall gibt es wichtigere Lernziele.

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Kevin Kraus
19.01.2015 21.42
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

„In Schulen ist unter jungen Menschen muslimischen Glaubens eine nennenswerte Bereitschaft vorhanden, terroristische Gewalttaten im Namen des Islam zu verteidigen“, warnt Gronau.

Schleswig-Holstein
Fahnder nehmen Salafisten ins Visier
Von Bastian Modrow |
19.01.2015 07:00 Uhr

Nach dem Terror in Paris sind die Sicherheitsvorkehrungen auch in Schleswig-Holstein deutlich verschärft worden. Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen gibt es im Norden laut Verfassungsschutz-Chef Dieter Büddefeld nicht. Große Sorgen bereitet der Polizei aber, dass radikale Islamisten gezielt an sozialen Brennpunkten im Land versuchen, Nachwuchs zu rekrutieren.
[...]

Kiel. Vereitelte Anschläge in Belgien, Razzien und Festnahmen mutmaßlicher Terroristen in Niedersachsen und Berlin: Die Szene radikaler Salafisten ist in Aufruhr. Polizei und Verfassungsschutz rüsten international auf – auch in Schleswig-Holstein. Lücken bei der Überwachung wie in Frankreich soll es nicht geben. „Wir haben im Zusammenhang mit Ausreisefällen und deren Gefährdungspotenzial intern Personal verschoben“, sagt Büddefeld – und meint die verschärfte Beobachtung radikaler Islamisten, die bereit wären, sich am „militärischen Dschihad in Syrien zu beteiligen oder sich bereits dort befinden“.

230 Männer und Frauen gehören in Schleswig-Holstein zur salafistischen Szene. 50 bis 60 davon werden dem dschihadistischen Spektrum zugerechnet – sie nimmt der Verfassungsschutz besonders ins Visier. Dies werde „mit großer Sorgfalt“ betrieben, sagt Büddefeld. Er betont aber auch: „Wir müssen uns bewusst machen, dass Anschläge wie in Paris nicht eine neue Qualität der Bedrohung darstellen, sondern eine Realisierung einer bestehenden Gefahrenlage sind, die schon seit Jahren besteht.“

Salafisten-Schwerpunkte sind Kiel, Neumünster, Lübeck und Pinneberg. Hier beobachten die Ermittler eine besorgniserregende Entwicklung bei der Radikalisierung junger Menschen. Anwerbeversuche fänden nicht mehr nur in Internetforen oder in von Salafisten dominierten Moscheen statt, radikale Islamisten seien gezielt an sozialen Brennpunkten unterwegs. „Bevorzugtes Klientel sind junge Männer aus sozial prekären Verhältnissen“, sagt Torsten Gronau, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. Es handele sich um junge Menschen, „die bisher wenig Anerkennung erhalten haben, über einen eher geringen Bildungsstand verfügen und entsprechend besonders empfänglich für Salafisten sind“. Ein Wachstum dieser Szene muss nach Ansicht von Polizei und Verfassungsschutz durch Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen verhindert werden. Islamische Gemeinden und Moscheevereine hätten dabei eine zentrale Rolle zu spielen. „In Schulen ist unter jungen Menschen muslimischen Glaubens eine nennenswerte Bereitschaft vorhanden, terroristische Gewalttaten im Namen des Islam zu verteidigen“, warnt Gronau.

Kurzfristig sei die Polizei in der Lage, auf die Terrorbedrohung zu reagieren, sagt Karl-Hermann Rehr von der Gewerkschaft der Polizei. Mittel- und langfristige Aufträge könnten aber nur erledigt werden, wenn andere Aufgaben vernachlässigt würden.

kn-online 19.01.2015

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Kevin Kraus
15.01.2015 01.17
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

14. Januar 2015, 19:23 Uhr

„Charlie Hebdo“-Anschlag
Schüler stören Gedenkveranstaltungen

17 Tote in Paris? Etliche Schüler in Frankreich geben sich unbeeindruckt. Sie stören Schweigeminuten an ihren Schulen und verherrlichen Terrorismus – Lehrer meldeten mehr als 200 Vorfälle. Auch deutsche Schüler benehmen sich daneben.


Mit Gedenkveranstaltungen und Schweigeminuten haben auch die französischen Schulen auf den Terror reagiert. Bei der Anschlagsserie von drei Islamisten waren in der vergangenen Woche in und um Paris 17 Menschen getötet worden. Doch statt der Opfer zu gedenken, provozierten zahlreiche Schüler lieber: Sie störten die Gedenkminuten, machten sich durch lautes Summen bemerkbar oder bekundeten offen Sympathie mit den Terroranschlägen.

Seit der Anschlagsserie gab es in den Schulen des Landes 200 solcher Vorfälle, teilte die französische Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem am Mittwoch im Parlament mit. 40-mal sei dabei auch die Polizei oder die Justiz eingeschaltet worden; zum Teil habe es sich, so die Ministerin, um „Verherrlichung des Terrorismus“ gehandelt. Eines der erschreckendsten Beispiele: „Ich lege dich mit der Kalaschnikow um“, soll ein Schüler in Lille während der Schweigeminute zu seiner Lehrerin gesagt haben.

Gemeldet wurden nach Angaben des Bildungsministeriums nur die Vorfälle, die nicht in der Klasse selbst geregelt werden konnten. Die Zahlen seien daher nur die Spitze des Eisbergs: Lehrer und Schulleiter hätten in vielen Klassen seit den Anschlägen mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Renitente Schüler, resignierte Lehrer

So hatten sich in einer Schule in Seine Saint Denis vier Fünftel der Schüler schlicht geweigert, an der schulischen Gedenkveranstaltung teilzunehmen, berichtet der „Figaro“. In einer anderen Schule in Roubaix störten die 400 Schüler die Stille mit lautem Summen. Betroffen seien vor allem Schulen in Gebieten mit starken sozialen Spannungen, berichten Lehrer. Manche von ihnen wollten deshalb die Schweigeminuten von vornherein ausfallen lassen, gibt ein Ethik-Lehrer in Essonne zu: „Es ist hier unmöglich, eine Debatte darüber anzufangen.“

Die französische Regierung dagegen will die Schulen stärker in die Pflicht nehmen, um Grundwerte des französischen Staates wie Meinungsfreiheit und die Trennung von Staat und Kirche zu vermitteln. Die Bildungsministerin empfing deshalb Lehrer, Schüler und Elternvertreter, um die Störungen zu thematisieren.

Probleme auch an deutschen Schulen

Auch in Deutschland gab es offenbar harsche Äußerungen von Schülern. Eine Lehrerin aus Bremen berichtete SPIEGEL ONLINE über das Gespräch mit ihrer 10. Klasse zu den Attentaten in Frankreich: „Ich war entsetzt, erschrocken, echt erschüttert, niemals in meinem langen Lehrerleben habe ich derartiges erlebt.“ Mehrfach hätten Schüler Sätze gesagt wie: „Die haben unseren Propheten beleidigt!“ Arme seien hochgeworfen worden, es sei laut geworden in der Klasse, eine Schülerin hätte gerufen: „Sie (die Ermordeten) haben es nicht anders verdient!“

Die Lehrerin zeigt sich ob dieser Reaktionen ratlos: „Ich frage mich“, schreibt sie, „wie kann ein/e junge/r Kollegin/Kollege mit solch einer Situation fertig werden? Hier ist neues, anderes Wissen erforderlich, auch Wissen über den Islam und demokratisches, politisches Bewusstsein und schließlich auch und vielleicht vor allem Training der eigenen Persönlichkeit in Richtung besonderer Besonnenheit, Klarheit, aber auch Mut und Stärke.“


vgu/him/lgr/afp

http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/charlie-hebdo-anschlaege-schueler-in-frankreich-stoeren-gedenkminuten-a-1013015.html

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Kevin Kraus
09.01.2015 16.14
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

http://www.tagesspiegel.de/politik/familienpolitik-krippenwahn/11192946.html

Familienpolitik – Krippenwahn
07.01.2015 00:00 Uhr

von Christine Brinck

Der Staat, schreibt Rainer Stadler in seinem Buch über das "Märchen vom Segen der Ganztagsbetreuung", maßt sich an, der bessere Erzieher unserer Kinder zu sein. Eine Rezension

Ab dem 1. August 2013 haben Eltern erstmals einen Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung für ihre ein- bis dreijährigen Kinder. – Foto: dpa

Im Jahre 2002 sorgte der gerade zum Generalsekretär der SPD gewählte Olaf Scholz mit seiner Einlassung für einen Eklat, die SPD müsse durch entsprechende Kinder- und Familienpolitik „die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern“. Ein Aufschrei ging durch die Republik, Bischof Karl Lehmann nannte das „zynisch und rücksichtslos“ gegenüber den Familien. Verstörte Eltern fragten: Aber Überflugrechte haben wir schon noch, oder? Zwölf Jahre später ist die Verstaatlichung der Kindheit, insbesondere der Kleinkindheit, gut vorangekommen und Ideologen, Feministen und Familien- und Wirtschaftspolitiker sind einträchtig der Meinung, dass Ganztagsbetreuung eine fabelhafte Sache ist. Wer anderes formuliert oder gar fordert, gilt als hoffnungslos rückwärtsgewandt.

Das Kind als Hindernis

Nun hat sich aber doch mal wieder einer gefunden, Rainer Stadler. Ein Mann, ein Vater zweier Kinder, ein Journalist der „SZ“, der kaum als Rechtsausleger bekannt ist, entlarvt „das Märchen vom Segen der Ganztagsbetreuung“ erfrischend und faktenstark als ein solches. Kinderärzte, Bindungsforscher, Psychiater und Kinderpsychologen wissen es längst, aber Personalvorstände, Politiker jeder Couleur und Verbandsmenschen wissen es besser. Für sie ist klar: Je früher in die Krippe, desto besser. Rainer Stadler schreibt in seiner Streitschrift, „dass die Bedürfnisse des Marktes höher bewertet werden als die der Familien“, die der Kinder erst gar nicht angesprochen werden.

Was ist in diesen zwölf Jahren passiert, dass der zügige Ausbau der Ganztagsbetreuung als das Nonplusultra der Kindererziehung betrachtet wird? Zuallererst haben die Fans der Ganztagsbetreuung eine grandiose Informationspolitik betrieben, die eine schlichte Kosten-Nutzen-Idee „der Öffentlichkeit als modern, sozial und gerecht“ verkauft hat und „als Meilenstein auf dem Weg zur echten Gleichberechtigung“. Nur klingen die frühen Einlassungen etwa Bert Rürups von einer „Notwendigkeit der Mobilisierung der sogenannten stillen Reserve, Frauen mit kleinen Kindern“ oder aus dem Koalitionsvertrag von 2005 „Kinder dürfen nicht länger ein Hindernis für Beruf und Karriere sein“ weniger sozial und mitmenschlich als eben kosten-nutzen-orientiert.

Das Kind als Hindernis auch noch schriftlich festzuhalten – nichts könnte das Zerstörerische an der neuen Familienpolitik, das Stadler im Untertitel brandmarkt, besser vorführen. Es geht um die Ökonomie, die Kinder sind da im Wege, und die Familie, die sich um diese kleine Menschen selber kümmern will, ist nicht mehr als eine brachliegende Reserve für den Arbeitsmarkt. „Der Staat maßt sich an“, schreibt Stadler, „der bessere Erzieher unserer Kinder zu sein.“

Er belegt das mit Ursula von der Leyens Aufforderung, „Kinder so früh wie möglich in die Welt zu schicken, denn ein Kind brauche mehr Anregungen und Impulse, als die Mutter allein ihnen geben kann“. Abgesehen davon, dass Leyens viele Kinder auf einem Gehöft mit Ponys und Kindermädchen groß wurden, ist die Unfähigkeit der Mütter, ihren Kindern Anregungen zu vermitteln, historisch großer Unfug. Wie es überhaupt ein beliebtes Spiel der Krippenbefürworter ist, die Unfähigkeit von Müttern durch die alkoholisierte, fernsehende Prekariatsmutter mit vier Kindern von vier Vätern zu belegen. Stadler hält ihnen Howard Gardners Verdikt vor, „dass ein Kind in den ersten vier Jahren beiläufig von seinen Eltern mehr lernt als in der gesamten Schulzeit“.

„Bindung kommt vor Bildung“


Wenn wir von Krippen reden, reden wir von Aufbewahrungs- und Betreuungsorten für sehr kleine Kinder, heute durchaus auch schon halbjährigen Kindern. Die gehören nicht „in die Welt“, sondern auf den Schoß ihrer Mutter. Babys brauchen zunächst nur die vertrauten Allernächsten, um sicher gebunden zu sein und sich dann mit etwa zwei oder drei Jahren auf in die Welt zu machen. „Bindung kommt vor Bildung“, notiert der Bindungsforscher Karl-Heinz Brisch.

Man sollte Stadlers Streitschrift jedem Politiker und jedem Personaler, der die „stille Reserve“ von Müttern mit kleinen Kindern in die Arbeit zurücklocken will, zur Pflichtlektüre geben. Vielleicht würde dann mancher nicht von hoher Warte die Segnungen der Ganztagsbetreuung besingen, sondern nach dem Wohlbefinden der kleinsten Kinder fragen. Schließlich sollen weder die Mütter noch die Familienpolitiker in die Krippe, sondern Babys, Krabbel- und Kleinkinder. Von den Bedürfnissen dieser „unproduktiven“ Gruppe der Gesellschaft wird noch weniger geredet als von denen der Alten.

Nun ist es nicht so, dass Stadler sich hier irgendein Unbehagen von der Seele schreibt. Es gibt handfeste (meist staatlich geförderte) Forschung bereits aus den 80er Jahren – oft aus den USA, mit Titeln wie „Infant Day Care: Cause for Concern?“ von Jay Belsky oder die Stanford-Studie „How much is too much?“, die sich mit der Dauer des Aufenthalts in Krippen auseinandersetzt. Auch die berühmte NICHD-Studie zur Betreuung kleiner Kinder förderte zutage, dass Kinder unter 15 Monaten durchaus Schaden durch Ganztagsbetreuung nehmen können. Die Quebec-Studie bestätigte, dass „bei Krippenkindern in Kanada vermehrt Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit und Aggressivität diagnostiziert“ wurde.

Rainer Stadler: Vater Mutter Staat. Das Märchen vom Segen der Ganztagsbetreuung – Wie Politik und Wirtschaft die Familie zerstören. Ludwig Verlag, München 2014. 272 Seiten, 19,99... – Ludwig

Kinder sind unsere Zukunft, heißt es wohlfeil. Auch sind sie kostbar, so kostbar freilich, dass der Staat sie nicht allein den Eltern überlassen mag. Aus der Krippennotwendigkeit für einen kleinen Teil der Kleinkinder ist schnell ein Krippenwahn geworden. Freilich ziehen immer noch viele uneinsichtige Eltern ihre Kleinsten am liebsten zu Hause groß. „Ein Kleinkind darf – außer in außergewöhnlichen Umständen – nicht von seiner Mutter getrennt werden“, zitiert Stadler aus der „UN-Erklärung der Rechte des Kindes“. Kleine Kinder brauchen Zeit, Familien brauchen Zeit. Stadler schreibt: „Kinder dürfen kein Hindernis für Beruf und Karriere sein, sagt die Bundesregierung.“ Umgekehrt wird für ihn ein Schuh draus:

„Beruf und Karriere dürfen kein Hindernis für Kinder sein.“

Die Autorin ist Erziehungswissenschaftlerin und Autorin von „Mütterkriege – Werden unsere Kinder verstaatlicht?“ (Herder, 2007).

Rainer Stadler: Vater Mutter Staat. Das Märchen vom Segen der Ganztagsbetreuung – Wie Politik und Wirtschaft die Familie zerstören.

Ludwig Verlag, München 2014. 272 Seiten, 19,99 Euro.

http://www.tagesspiegel.de/politik/familienpolitik-krippenwahn/11192946.html

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Kevin Kraus
01.01.2015 22.02
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http://www.derwesten.de/politik/deutsche-geschichte-macht-im-unterricht-probleme-id10178427.html

Schule und Zuwanderung
Deutsche Geschichte macht im Unterricht Probleme

26.12.2014 | 17:01 Uhr

[Foto] Mitten in der Geschichte: Schüler besichtigen das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin. Foto: dpa

Geschichtslehrer in NRW müssen sich stärker als früher auf ethnisch gemischte Klassen einstellen und ihren Unterricht auf die Einwandererkinder abstimmen.

„Wir können Klassen, in denen jedes dritte Kind aus einer Zuwanderer-Familie stammt, nicht die deutsche Geschichte als gemeinsame Identität aufdrücken.“ Das sagte Peter Johannes Droste vom Landesverband der Geschichtslehrer.
Und auch NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) appelliert im WAZ-Interview an die Lehrer, die „Vielfalt in der Klasse“ als „wichtige Erfahrung“ zu vermitteln.

In vielen Schulen sitzen bereits heute türkische Kinder der dritten Generation neben Kindern von EU-Einwanderern und Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem Nahen Osten: Während die Deutschen im kommenden Jahr an den 25. Jahrestag der Wiedervereinigung und den 70. Jahrestag des Kriegsendes erinnern, sitzen in manchen Klassen Flüchtlingskinder, die frische eigene Kriegserlebnisse zu verarbeiten haben.

„Kein Thema darf grundsätzlich tabuisiert werden“

Das neue interkulturelle Lernen gelingt vielen Schulen bereits gut – auch wegen der wachsenden Zahl von Lehrern, die selbst aus Zuwandererfamilien stammen. „Wir dürfen aber auch nicht verschweigen“, räumt Droste ein, „dass es an einigen Stellen Probleme gibt: Es gibt Schulen, die das Thema ,Israel und Palästina’ weitgehend ausblenden, weil sie keine Konflikte schüren wollen mit Kindern, die im Elternhaus mit Sympathie für fundamentalistische Positionen aufwachsen.“ Löhrmann mahnt deshalb: Natürlich könnten Lehrer ihren Unterricht an die Zusammensetzung der Klasse anpassen – „aber kein Thema darf grundsätzlich tabuisiert werden“.

Die jüngste Initiative der Kultusminister für eine lebendige, vielfältige Erinnerungskultur, für den Besuch von Gedenkstätten und Erinnerungsorten, begrüßen die Geschichtslehrer in NRW – warnen aber vor falschen Hoffnungen: „Es reicht nicht, ab und zu Schock-Tourismus zu betreiben und zum Beispiel ein Konzentrationslager zu besuchen, wenn Geschichte im Alltag kaum noch eine Rolle spielt“, so Droste. „In vielen Familien wird zu Hause darüber einfach nicht mehr gesprochen.“ Junge Menschen schauten in die Zukunft. Es sei die Aufgabe der Geschichtslehrer, aber auch der Eltern, ihnen den Zugang zur Geschichte und zur eigenen Kultur nahezubringen.

Julia Emmrich

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Kevin Kraus
16.12.2014 11.48
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Kommentar
Ulf B. Christen zur 100-Tage-Bilanz von Britta Ernst
Von Ulf B. Christen |
15.12.2014 20:58 Uhr

Schulministerin Britta Ernst hat einen Fehlstart hingelegt. Ihre 100-Tage-Bilanz wäre der richtige Anlass gewesen, um einige Fehler ihrer Vorgängerin Waltraud Wende zu korrigieren. Ernst hat die Chance zu einer solchen Kehrt-Wende vertan. Sie ist damit ab sofort mitverantwortlich für einige der überzogenen Bildungsreformen, die nachhaltig Schul-Unfrieden stiften.

Ein Beispiel ist die Anti-Noten-Verordnung. Natürlich gibt es auch Argumente dafür, Grundschüler nicht in die Schubladen eins bis sechs zu stecken. Wenn aber fast 90 Prozent der Grundschulen auf eine Kombination aus Noten- und Berichtszeugnis setzen, helfen pädagogische Durchhalteparolen nicht weiter. Dass die Ministerin die geplante Pro-Noten-Volksinitiative auch „mit Humor“ nimmt, könnte sich als schwere Fehlentscheidung erweisen. Womöglich bleibt Ernst das Lachen im Hals stecken.
Noch offenkundiger ist Korrekturbedarf bei der Inklusion,
insbesondere bei den von Wende & Co erfundenen Schulassistenten. Gut sieben Monate vor dem ersten Arbeitstag der Hilfskräfte ist unklar, wo die „helfenden Hände“ zupacken sollen. Ernst sollte das zeitnah klären oder das Millionen-Vorhaben abblasen. Das Geld ließe sich sinnvoller verwenden.
Überdenken sollte die Ministerin auch ihr erstes eigenes Projekt, den Schul-Tüv. Seine Beerdigung vor fünf Jahren glich einem Freudenfest. Einzige Trauergäste waren die Reformtheoretiker des IQSH, also just des Instituts, das jetzt mit der Wiederbelebung des totgeglaubten Kontrollsystems betraut ist.

http://www.kn-online.de/Lokales/Meinung/Ulf-B.-Christen-zur-100-Tage-Bilanz-von-Britta-Ernst


http://lists.elternverein-sh.de/mailman/listinfo/eltern_in_sh
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