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Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.
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Kevin Kraus
11.02.2015 06.47
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Schüler sollen keine Karikaturen sehen: Moscheenverband protestiert gegen Kölner Gymnasium
KÖLN. Der Dachverband der türkisch-islamischen Moscheegemeinden in Deutschland, DITIB, hat eine schulinterne Karikaturen-Ausstellung in einem Kölner Gymnasium, bei der auch ein umstrittenes Titelbild der französischen Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ gezeigt wurde, scharf kritisiert. Die Präsentation sei „nicht förderlich für Menschen, die ihre geistige Reife noch nicht erreicht haben“, sagte DITIP-Vorsitzender Nevzat Yasar Asikoglu...
[...]
Die DITIB untersteht dem staatlichen Präsidium für Religiöse Angelegenheiten der Türkei in Ankara, welches dem türkischen Ministerpräsidentenamt angegliedert ist.

news4teachers.de 08.02.2015

Auf der anderen Seite gibt es genügend Berichte, wonach genau Jugendliche in diesem Alter angeworben werden....Und die Ministerien deshalb Programme entwickeln, die die Lehrkräfte für dieses Thema sensibilisieren sollen....

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Kevin Kraus
09.02.2015 19.45
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

WWL-Info-Mail Nr. 13/2015

Hamburg, 9. Februar 2015 – Verletzung der Neutralität: Schulbehörde wirbt mit Schulzeugnissen für Gewerkschafts- und eine FKK-Jugendorganisation

Wer den Newsletter aus der Hamburger Schulbehörde vom 6. Februar 2015 (siehe Anlage) liest, verbindet zunächst mit dessen Überschrift: „Zeugnisbeiblatt: Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement im Schulzeugnis“ auf den ersten Blick nichts Fragwürdiges. Tatsächlich verbirgt sich dahinter jedoch nicht etwa eine Möglichkeit, unpolitisches ehrenamtliches soziales Engagement von Schülerinnen und Schülern z. B. als Vorleser in einem Seniorenheim oder ähnliche soziale Aktivitäten anzuerkennen (so etwas ist seitens der Schulbehörde tatsächlich nicht vorgesehen). Den Verantwortlichen in der Schulbehörde geht es statt dessen bei dieser Aktion ganz konkret darum, jugendliche Schülerinnen und Schüler mit einer Reihe von teils religiösen, teils politisch oder in anderen Umfeldern tätigen privaten Vereinen in Verbindung zu bringen, in welche die Jugendlichen eintreten sollen („Von deinem Verband/Verein unterschreiben lassen“) und mit denen die Jugendlichen Verträge zum Abschluss einer „Jugendleiter-Ausbildung“ schließen sollen. Wörtlich heißt es im Kleingedruckten des Newsletters:

„Neu ist, dass künftig das Engagement von Jugendlichen, die eine Jugendgruppenleiterausbildung absolviert haben – eine sogenannte Juleica-Qualifizierung –, ebenfalls im Rahmen der Zeugnisse besonders gewürdigt werden kann. Dafür stellen der Landesjugendring Hamburg und die Schulbehörde eine zentrale Formatvorlage zur Verfügung, die – vom jeweiligen Jugendverband und der Schulleitung ausgefüllt – dem Zeugnis beigelegt werden kann. Die Vorlage ‚Beiblatt zum Zeugnis zur Bestätigung des ehrenamtlichen Engagements‘ als Download sowie weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Homepage des Landesjugendrings Hamburg.“

Das für die Vergabe mit dem Schulzeugnis vorgesehene „Beiblatt für Schulzeugnisse“ trägt sodann gemeinsam das Logo der Schulbehörde und des privaten Vereins „Landesjugendring Hamburg e.V.“: [Bild: Logo]

In diesem Dachverein ist seinerseits eine bunte Zusammenstellung teils religiöser oder anders ausgerichteter Vereine und Jugendorganisationen Mitglied:

Liste der Jugendverbände im Landesjugendring Hamburg e.V.
http://www.ljr-hh.de/Hamburger-Jugendverbaende.396.0.html

die allerdings durchaus nicht alle rein sozialer Natur sind. So sind beispielsweise auch klar politisch ausgerichtete Vereine, wie die DGB-Jugend Hamburg oder die ver.di Jugend Hamburg Mitglied im „Landesjugendring Hamburg e.V.“, aber auch beispielsweise ein Verein fkk-jugend e.V. Landesverband Hamburg. Wer sich auf der Webseite des Vereins im „Landesjugendring Hamburg e.V.“ umsieht, ist deshalb auch kaum überrascht, dass sich der Dach-Verein auch ein allgemeinpolitisches Mandat anmaßt und allgemeinpolitische Stellungnahme abgibt, die auf der Webseite in einer Rubrik: „Politisches und Rechtliches“ aufgeführt sind. Dort zu finden sind dann u. a. folgende Stellungnahmen des Vereins:

Solidarität mit der Gruppe »Lampedusa in Hamburg«Beschluss der LJR-Vollversammlung vom 31. Oktober 2013

GAL-Initiative zur Senkung des Wahlalters: Erster Schritt in die richtige Richtung LJR-Pressemitteilung vom 11. Mai 2011

Die Verantwortlichen in der Schulbehörde und der für ihre Aktion verantwortliche Dienstherr, Schulsenator Ties Rabe, haben mit dieser Aktion das Gebot der schulische Neutralität grob verletzt. Die schulische Neutralität ist die zwingende Konsequenz aus der gesetzlichen Schulpflicht. Gerade der Hoheitsakt der Vergabe von Schulzeugnissen ist deshalb besonderer Neutralität verpflichtet. Es spricht überhaupt nichts dagegen, dass Schulleitungen ehrenamtliches Engagement von Schülerinnen und Schülern in sozialen Bereichen z. B. in kurzen Schreiben bestätigen. Solche Bestätigungen dürfen aber nicht den Anschein erwecken, Teil eines staatlich verliehenen Schulzeugnisses zu sein, wie das bei dem „Beiblatt“ der Fall wäre, und sie dürfen sich vor allem nicht als staatlicher Akt mit dem Logo der Schulbehörde auf politische, religiöse oder sonstige Aktivitäten in Vereinen wie z. B. der DGB-Jugend, der ver.di-Jugend oder der FKK-Jugend beziehen, die mit sozialem Engagement tatsächlich wenig zu tun haben.

Schulsenator Rabe muss deshalb die ausgelobte Aktion umgehend stoppen und das „Beiblatt für Schulzeugnisse“ sofort zurückrufen.

Herzliche Grüße,
Ihr Team „Wir wollen lernen!“


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„Wir wollen lernen!“
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Dr. Walter Scheuerl (Sprecher)
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Kevin Kraus
07.02.2015 07.14
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

55.000 Unterschriften für Rückkehr zum G9 in NRW: (12.15 Uhr)

Die Elterninitiative „G9 jetzt NRW“ hat bereits 55.000 Unterschriften für die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium gesammelt. Für die entsprechende Volksinitiative werden nach Angaben der Initiatoren vom Freitag (06.02.2015) bis Mitte März 66.322 Unterschriften benötigt. Hierfür werde am Samstag in zig NRW-Städten geworben.

Im Rahmen der Schulzeitverkürzung um ein Jahr wurden die bis zum Abitur vorgeschriebenen Unterrichtsstunden auf acht statt neun Jahre verteilt, wie die Initiatoren kritisierten. Dadurch sei die Wochenstundenzahl in NRW im Vergleich zu Hessen oder Niedersachsen um 3,7 angestiegen. Der G8-Stress wirke sich auch auf Haupt-, Real- und Gesamtschulen aus. Dort sei ebenfalls die Zahl der Wochenstunden erhöht worden.


http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/nachrichten/nrwkompakt/nrwkompakt36632.html

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Kevin Kraus
26.01.2015 21.35
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Facebook-Kommentare enthüllten:
Skandal: 1000 Lübecker Schüler mussten gegen Pegida demonstrieren


Epoch Times, Sonntag, 25. Januar 2015 13:30

„Wir wurden von der Schule zum Demonstrieren gezwungen“. Diesen Vorwurf erhoben einige Lübecker Schüler am Donnerstag auf der Facebook-Seite der Lübecker Nachrichten. Die Zeitung hatte von einer Veranstaltung berichtet, die offenbar eine staatlich erdachte Gegenveranstaltung im Fahrwasser der Pegida-Demonstrationen war:
„1000 Schüler der fünf Lübecker Europaschulen haben am Mittwoch auf dem Klingenberg friedlich mit bunten Plakaten für die Werte Freiheit, Vielfalt, Weltoffenheit, Respekt, Toleranz, Meinungs- und Religionsfreiheit, Menschenwürde und Pressefreiheit demonstriert. Die Schulen sowie die Polizei zogen eine positive Bilanz“, so die LN.

Einige Schüler und Eltern übten jedoch im Nachhinein Kritik an der Veranstaltung. Auf dem Facebook der LN wurden Vorwürfe laut, das ganze sei eine „Zwangsveranstaltung“ gewesen.

Schüler berichten von „Anwesenheitsplicht“


Die Schüler seien sehr spät informiert worden, dass sie in der 7. und 8. Stunde am Mittwoch an „einer Art Demo“ teilnehmen sollten. Einige erfuhren es Dienstags, andere gar erst am Tag der Veranstaltung. „Freiwillig war das gar nicht“, schreibt Marco Xu: „Wer nicht mitgegangen wäre, hätte dann einen „Strich“ in der Anwesenheit bekommen und warum? Genau, [das] war eine Schulveranstaltung. Im Klartext: Wenn Schüler gegen diese Aktion waren (jetzt nicht, weil sie gegen die Werte sind), wurden sie gezwungen hinzugehen. 'Ein Hoch auf die Freiheit!'“

„Das war eine Zwangsveranstaltung für uns Schüler. Ich musste da sein und meine Anwesenheit wurde überprüft“, schrieb ein anderer Schüler auf Facebook. „Das hat die Schulleitung so entschieden. Es wurde keine Möglichkeit organisiert, Unterricht zu machen“, so ein weiterer.

Janin Christin Weiss schrieb: „Uns wurde erst am Tag der Veranstaltung morgens gesagt, dass wir da zu erscheinen haben! Sonst sind es zwei unentschuldigte Fehlstunden auf unserem Bewerbungszeugnis, da geht man natürlich hin. Hätte man das uns früher gesagt, wären wir natürlich gerne hingegangen … so wurden wir aber einfach vor vollendete Tatsachen gesetzt, was ich nicht ok finde!!!“

Die Leiter der fünf Europaschulen versuchten die Situation mit folgender Erklärung gerade zu biegen. „Die Demonstration wurde als Schulveranstaltung ausgewiesen, damit die Beteiligten auf dem Weg versichert sind“, so Stephan Cosmos, Leiter der Friedrich-List-Schule. Ohnehin seien nur die Schüler betroffen gewesen, die in der siebten und achten Stunde Unterricht gehabt hätten. Allen anderen habe die Teilnahme frei gestanden.

Betroffen waren die Emil-Possehl-, Baltic- , Ernestinen- und Friedrich-List-Schule, sowie die TMS Lübeck.

Alle Schulen wiesen laut Lübecker Nachrichten darauf hin, dass es „keine politische Veranstaltung“ gewesen sei und es auch „nicht um Meinungen“ ging. Es sollte lediglich an „die selbstverständlichen Grundwerte“ erinnert werden.

Hunderte Kommentare auf Facebook

Auf dem Facebook der LN hagelte es mittlerweile hunderte Kommentare, die meisten verurteilten die Aktion der Schule als undemokratisch. Manche sehr kurz und bündig: „Pädagogisch wertvoller Unterricht, da lerns´t was für´s Leben -> DDR 2.0“

„Wenn man Schüler/Kinder Zwangsverpflichtet eine Demo zu Veranstalten, hat das mit Demokratie rein gar nichts mehr zu tun. Liebe Schulverwaltung, was immer Sie auch öffentlich, dazu sagen und gesagt haben, es ist ZWANG, wenn man Menschen (Kinder) zwingt dort hinzugehen, ohne Sie zu fragen ob sie es denn auch selber wollen, die Diktatur lässt Grüßen, denn das hat mit Schulunterricht nichts zu tun“, schrieb Michael Zimmer.

„Ich kann den Kindern von heute nur raten: Macht Augen und Ohren auf! Lasst euch von niemandem eine Meinung diktieren. Seid schlau! Denn aus dummen Schülern werden dumme Erwachsene, die ganz leicht zu regieren sind. Solche Bürger wollen die Regierenden. Kinder, stellt euch dagegen! NOCH HABT IHR DIE WAHL!“
, schrieb Stefan Fuchs.


Amtlicher Aufruf aus Mecklenburg-Vorpommern, Pegida-Demos zu meiden
Foto: Internet

Meinungsmanipulation von oben

Hinweise, dass viele der Demonstrationen gegen die Pegida-Bewegung von staatlicher Seite organisiert sind und vielfältige Mittel zur Meinungsmanipulation eingesetzt werden, geistern seit Wochen durch die deutsche Socialmedia
– manchmal auch mit Beweismaterial versehen: Hier kann man das Foto eines internen Schreibens sehen, wie es in Mecklenburg-Vorpommern vom Landratsamt an die Jobcenter verschickt wurde: Deren Mitarbeiter wurden darin bezüglich Pegida „sensibilisiert“ und aufgefordert, „Abstand von der Teilnahme an diesen Veranstaltungen zu nehmen und auch Ihre Familien sowie Freunde hingehend zu unterrichten“.
(rf)

epochtimes.de 25.01.2015

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Kevin Kraus
24.01.2015 06.28
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

shz.de

Gegen Diskriminierung Homosexueller : Unterricht in „Sexueller Vielfalt“: Neues Konzept an Grundschulen in SH

vom 20. Januar 2015

Ein neues Bildungskonzept soll in SH Diskriminierung von Homosexuellen vorbeugen. Zielgruppe sind Kinder bis zehn Jahre.

Kiel | Grundschüler in Schleswig-Holstein sollen in Zukunft mehr als bisher „zur Akzeptanz sexueller Vielfalt“ erzogen werden. Entsprechende Unterrichtsmaterialien für Lehrer will das Sozialministerium im Frühjahr vorlegen, bestätigte ein Sprecher am Montag in Kiel. Adressat des Lehrmaterials sind Schüler im Alter bis zehn Jahre.

Die Überlegungen sind Teil eines unter Federführung des Lesben- und Schwulenverbandes Schleswig-Holstein laufenden Aktionsplans „für Akzeptanz vielfältiger sexueller Identitäten – Echte Vielfalt“. Das Land unterstützt die Aktion mit 50.000 Euro. Grundlage ist ein Landtagsbeschluss mit dem Titel „Miteinander stärken, Homophobie und Diskriminierung bekämpfen“.

Eine erste Fassung des vom „Petze-Institut für Gewaltprävention“ entwickelten „Methodenschatzes“ für Grundschulen ist allerdings durchgefallen. In dem unserer Zeitung vorliegenden Papier mit dem Titel „Echte Vielfalt unterm Regenbogen“ geht es um Homosexualität ebenso wie um Leihmutterschaft, Geschlechtsumwandlung oder Polygamie.

In einer Passage waren Familien aus Vater und Mutter und Kind gleichsam als Randerscheinung dargestellt worden. „Hin und wieder gibt es einen Papa und eine Mama“, heißt in dem Diktattext. Und an anderer Stelle: „Meine Mama Loris kommt aus Dänemark und hat dort Samenzellen von einem netten Mann bekommen. Dann bin ich in ihrem Bauch aufgewachsen. In Deutschland hat mich dann meine Mama Dani adoptiert“. Und weiter: „Bei lesbischen Mamas, schwulen Papas oder Eltern, die ihr Geschlecht ändern, sprechen wir von einer Regenbogenfamilie“.

Auf welcher Grundlage das Unterrichtsmaterial aktuell diskutiert wird, wollte der Sprecher des Ministeriums nicht mitteilen. Der Prozess sei „in Arbeit“. Das Sozialministerium prüfe die Unterlagen und werde die Materialien mit dem Bildungsministerium abstimmen.

Die CDU mahnte eine breite Diskussion über die Pläne an. „Wir müssen darauf achten, Grundschüler nicht zu überfordern“, sagte Bildungsexpertin Heike Franzen. Kein Verständnis zeigt Franzen dafür, dass der Plan noch in diesem Jahr in den Grundschulen umgesetzt werden soll.

Autor: Peter Höver

shz.de 20.01.2015
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Einige Kommentare zum SHZ-Bericht (auch auf FB gab es zu diesem Bericht eine Flut an Kommentaren!):

01. | Hans-Ulrich Post | 21.01.2015 | 14:24 Uhr
...Hin und wieder gibt es einen Papa und eine Mama...

Jetzt soll es also in Schleswig-Holstein genauso los gehen wie in Baden-Württemberg und in Niedersachsen! Einführung neuer „Bildungspläne“ durch die kalte Küche. Hier geht es um die Abschaffung der Familie als Keimzelle der Gesellschaft!
Kaum ist ein ganz bisschen Gras über die Pädophilen-Geschichte der Grünen-Partei gewachsen, da geht es schon wieder los! Warum muss ein Schwulen- und Lesbenverband (die vertreten 1 – 2 % der Bevölkerung!) die „Federführung“ über einen Aktionsplan an allgemein bildenden Schulen haben? Das ist ein interessenverband! Hier geht es um Ideologie und nicht das Interesse der Kinder!
Der entscheidende Satz in dem Artikel:

Auf welcher Grundlage das Unterrichtsmaterial aktuell diskutiert wird, wollte der Sprecher des Ministeriums nicht mitteilen. Der Prozess sei „in Arbeit“.

Transparenz: Fehlanzeige! In Baden-Württemberg lief es genauso. Großdemonstrationen und Online-Petionen mit 200.000(!) Unterschriften wurden einfach vom Tisch gewischt!

Das Ziel der rot-rot-grünen Ideologen: Das (durch Abschaffung der Familie) bindungslose Individuum ist besser form- und lenkbar! So entsteht eine neue Gesellschaft. Und wo fängt man mit dem Formen und Lenken am besten an ...?
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Wenn das nicht geradezu nach direkter Demokratie ruft! Nur durch Volksentscheide können wir so etwas verhindern!
02. | Eric Leifson | 21.01.2015 | 00:28 Uhr
@D. Nerdler | 20.01.2015 | 19:21 Uhr

„Gibt es eine Pädophilenlobby?“

Ja, und zwar mehr als Sie denken können (und üblicherweise wollen) wollen!
Die zuletzt hochgespielten, dann allseits abgewiegelten „Fälle“ -jenseits der gern vergessenen St.-Pöltener-Schule (ach Du lieber Katholizismus) – sind derzeit, last but not least: Prince Andrew, Bill Clinton, nicht zu vergessen Monsignore Berlusconi...

Sagt Ihnen das etwas?
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05. | D. Nerdler | 20.01.2015 | 19:21 Uhr
die im Dunkeln sieht man nicht...

Gibt es eine Pädofilen-Lobby? Nur dann wäre die ersehnte sexuelle Vielfalt komplett erreichbar sein.
Bei soviel Unterrichtsausfall gibt es wichtigere Lernziele.

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Kevin Kraus
19.01.2015 21.42
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

„In Schulen ist unter jungen Menschen muslimischen Glaubens eine nennenswerte Bereitschaft vorhanden, terroristische Gewalttaten im Namen des Islam zu verteidigen“, warnt Gronau.

Schleswig-Holstein
Fahnder nehmen Salafisten ins Visier
Von Bastian Modrow |
19.01.2015 07:00 Uhr

Nach dem Terror in Paris sind die Sicherheitsvorkehrungen auch in Schleswig-Holstein deutlich verschärft worden. Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen gibt es im Norden laut Verfassungsschutz-Chef Dieter Büddefeld nicht. Große Sorgen bereitet der Polizei aber, dass radikale Islamisten gezielt an sozialen Brennpunkten im Land versuchen, Nachwuchs zu rekrutieren.
[...]

Kiel. Vereitelte Anschläge in Belgien, Razzien und Festnahmen mutmaßlicher Terroristen in Niedersachsen und Berlin: Die Szene radikaler Salafisten ist in Aufruhr. Polizei und Verfassungsschutz rüsten international auf – auch in Schleswig-Holstein. Lücken bei der Überwachung wie in Frankreich soll es nicht geben. „Wir haben im Zusammenhang mit Ausreisefällen und deren Gefährdungspotenzial intern Personal verschoben“, sagt Büddefeld – und meint die verschärfte Beobachtung radikaler Islamisten, die bereit wären, sich am „militärischen Dschihad in Syrien zu beteiligen oder sich bereits dort befinden“.

230 Männer und Frauen gehören in Schleswig-Holstein zur salafistischen Szene. 50 bis 60 davon werden dem dschihadistischen Spektrum zugerechnet – sie nimmt der Verfassungsschutz besonders ins Visier. Dies werde „mit großer Sorgfalt“ betrieben, sagt Büddefeld. Er betont aber auch: „Wir müssen uns bewusst machen, dass Anschläge wie in Paris nicht eine neue Qualität der Bedrohung darstellen, sondern eine Realisierung einer bestehenden Gefahrenlage sind, die schon seit Jahren besteht.“

Salafisten-Schwerpunkte sind Kiel, Neumünster, Lübeck und Pinneberg. Hier beobachten die Ermittler eine besorgniserregende Entwicklung bei der Radikalisierung junger Menschen. Anwerbeversuche fänden nicht mehr nur in Internetforen oder in von Salafisten dominierten Moscheen statt, radikale Islamisten seien gezielt an sozialen Brennpunkten unterwegs. „Bevorzugtes Klientel sind junge Männer aus sozial prekären Verhältnissen“, sagt Torsten Gronau, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. Es handele sich um junge Menschen, „die bisher wenig Anerkennung erhalten haben, über einen eher geringen Bildungsstand verfügen und entsprechend besonders empfänglich für Salafisten sind“. Ein Wachstum dieser Szene muss nach Ansicht von Polizei und Verfassungsschutz durch Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen verhindert werden. Islamische Gemeinden und Moscheevereine hätten dabei eine zentrale Rolle zu spielen. „In Schulen ist unter jungen Menschen muslimischen Glaubens eine nennenswerte Bereitschaft vorhanden, terroristische Gewalttaten im Namen des Islam zu verteidigen“, warnt Gronau.

Kurzfristig sei die Polizei in der Lage, auf die Terrorbedrohung zu reagieren, sagt Karl-Hermann Rehr von der Gewerkschaft der Polizei. Mittel- und langfristige Aufträge könnten aber nur erledigt werden, wenn andere Aufgaben vernachlässigt würden.

kn-online 19.01.2015

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Kevin Kraus
15.01.2015 01.17
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

14. Januar 2015, 19:23 Uhr

„Charlie Hebdo“-Anschlag
Schüler stören Gedenkveranstaltungen

17 Tote in Paris? Etliche Schüler in Frankreich geben sich unbeeindruckt. Sie stören Schweigeminuten an ihren Schulen und verherrlichen Terrorismus – Lehrer meldeten mehr als 200 Vorfälle. Auch deutsche Schüler benehmen sich daneben.


Mit Gedenkveranstaltungen und Schweigeminuten haben auch die französischen Schulen auf den Terror reagiert. Bei der Anschlagsserie von drei Islamisten waren in der vergangenen Woche in und um Paris 17 Menschen getötet worden. Doch statt der Opfer zu gedenken, provozierten zahlreiche Schüler lieber: Sie störten die Gedenkminuten, machten sich durch lautes Summen bemerkbar oder bekundeten offen Sympathie mit den Terroranschlägen.

Seit der Anschlagsserie gab es in den Schulen des Landes 200 solcher Vorfälle, teilte die französische Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem am Mittwoch im Parlament mit. 40-mal sei dabei auch die Polizei oder die Justiz eingeschaltet worden; zum Teil habe es sich, so die Ministerin, um „Verherrlichung des Terrorismus“ gehandelt. Eines der erschreckendsten Beispiele: „Ich lege dich mit der Kalaschnikow um“, soll ein Schüler in Lille während der Schweigeminute zu seiner Lehrerin gesagt haben.

Gemeldet wurden nach Angaben des Bildungsministeriums nur die Vorfälle, die nicht in der Klasse selbst geregelt werden konnten. Die Zahlen seien daher nur die Spitze des Eisbergs: Lehrer und Schulleiter hätten in vielen Klassen seit den Anschlägen mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Renitente Schüler, resignierte Lehrer

So hatten sich in einer Schule in Seine Saint Denis vier Fünftel der Schüler schlicht geweigert, an der schulischen Gedenkveranstaltung teilzunehmen, berichtet der „Figaro“. In einer anderen Schule in Roubaix störten die 400 Schüler die Stille mit lautem Summen. Betroffen seien vor allem Schulen in Gebieten mit starken sozialen Spannungen, berichten Lehrer. Manche von ihnen wollten deshalb die Schweigeminuten von vornherein ausfallen lassen, gibt ein Ethik-Lehrer in Essonne zu: „Es ist hier unmöglich, eine Debatte darüber anzufangen.“

Die französische Regierung dagegen will die Schulen stärker in die Pflicht nehmen, um Grundwerte des französischen Staates wie Meinungsfreiheit und die Trennung von Staat und Kirche zu vermitteln. Die Bildungsministerin empfing deshalb Lehrer, Schüler und Elternvertreter, um die Störungen zu thematisieren.

Probleme auch an deutschen Schulen

Auch in Deutschland gab es offenbar harsche Äußerungen von Schülern. Eine Lehrerin aus Bremen berichtete SPIEGEL ONLINE über das Gespräch mit ihrer 10. Klasse zu den Attentaten in Frankreich: „Ich war entsetzt, erschrocken, echt erschüttert, niemals in meinem langen Lehrerleben habe ich derartiges erlebt.“ Mehrfach hätten Schüler Sätze gesagt wie: „Die haben unseren Propheten beleidigt!“ Arme seien hochgeworfen worden, es sei laut geworden in der Klasse, eine Schülerin hätte gerufen: „Sie (die Ermordeten) haben es nicht anders verdient!“

Die Lehrerin zeigt sich ob dieser Reaktionen ratlos: „Ich frage mich“, schreibt sie, „wie kann ein/e junge/r Kollegin/Kollege mit solch einer Situation fertig werden? Hier ist neues, anderes Wissen erforderlich, auch Wissen über den Islam und demokratisches, politisches Bewusstsein und schließlich auch und vielleicht vor allem Training der eigenen Persönlichkeit in Richtung besonderer Besonnenheit, Klarheit, aber auch Mut und Stärke.“


vgu/him/lgr/afp

http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/charlie-hebdo-anschlaege-schueler-in-frankreich-stoeren-gedenkminuten-a-1013015.html

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Kevin Kraus
09.01.2015 16.14
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http://www.tagesspiegel.de/politik/familienpolitik-krippenwahn/11192946.html

Familienpolitik – Krippenwahn
07.01.2015 00:00 Uhr

von Christine Brinck

Der Staat, schreibt Rainer Stadler in seinem Buch über das "Märchen vom Segen der Ganztagsbetreuung", maßt sich an, der bessere Erzieher unserer Kinder zu sein. Eine Rezension

Ab dem 1. August 2013 haben Eltern erstmals einen Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung für ihre ein- bis dreijährigen Kinder. – Foto: dpa

Im Jahre 2002 sorgte der gerade zum Generalsekretär der SPD gewählte Olaf Scholz mit seiner Einlassung für einen Eklat, die SPD müsse durch entsprechende Kinder- und Familienpolitik „die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern“. Ein Aufschrei ging durch die Republik, Bischof Karl Lehmann nannte das „zynisch und rücksichtslos“ gegenüber den Familien. Verstörte Eltern fragten: Aber Überflugrechte haben wir schon noch, oder? Zwölf Jahre später ist die Verstaatlichung der Kindheit, insbesondere der Kleinkindheit, gut vorangekommen und Ideologen, Feministen und Familien- und Wirtschaftspolitiker sind einträchtig der Meinung, dass Ganztagsbetreuung eine fabelhafte Sache ist. Wer anderes formuliert oder gar fordert, gilt als hoffnungslos rückwärtsgewandt.

Das Kind als Hindernis

Nun hat sich aber doch mal wieder einer gefunden, Rainer Stadler. Ein Mann, ein Vater zweier Kinder, ein Journalist der „SZ“, der kaum als Rechtsausleger bekannt ist, entlarvt „das Märchen vom Segen der Ganztagsbetreuung“ erfrischend und faktenstark als ein solches. Kinderärzte, Bindungsforscher, Psychiater und Kinderpsychologen wissen es längst, aber Personalvorstände, Politiker jeder Couleur und Verbandsmenschen wissen es besser. Für sie ist klar: Je früher in die Krippe, desto besser. Rainer Stadler schreibt in seiner Streitschrift, „dass die Bedürfnisse des Marktes höher bewertet werden als die der Familien“, die der Kinder erst gar nicht angesprochen werden.

Was ist in diesen zwölf Jahren passiert, dass der zügige Ausbau der Ganztagsbetreuung als das Nonplusultra der Kindererziehung betrachtet wird? Zuallererst haben die Fans der Ganztagsbetreuung eine grandiose Informationspolitik betrieben, die eine schlichte Kosten-Nutzen-Idee „der Öffentlichkeit als modern, sozial und gerecht“ verkauft hat und „als Meilenstein auf dem Weg zur echten Gleichberechtigung“. Nur klingen die frühen Einlassungen etwa Bert Rürups von einer „Notwendigkeit der Mobilisierung der sogenannten stillen Reserve, Frauen mit kleinen Kindern“ oder aus dem Koalitionsvertrag von 2005 „Kinder dürfen nicht länger ein Hindernis für Beruf und Karriere sein“ weniger sozial und mitmenschlich als eben kosten-nutzen-orientiert.

Das Kind als Hindernis auch noch schriftlich festzuhalten – nichts könnte das Zerstörerische an der neuen Familienpolitik, das Stadler im Untertitel brandmarkt, besser vorführen. Es geht um die Ökonomie, die Kinder sind da im Wege, und die Familie, die sich um diese kleine Menschen selber kümmern will, ist nicht mehr als eine brachliegende Reserve für den Arbeitsmarkt. „Der Staat maßt sich an“, schreibt Stadler, „der bessere Erzieher unserer Kinder zu sein.“

Er belegt das mit Ursula von der Leyens Aufforderung, „Kinder so früh wie möglich in die Welt zu schicken, denn ein Kind brauche mehr Anregungen und Impulse, als die Mutter allein ihnen geben kann“. Abgesehen davon, dass Leyens viele Kinder auf einem Gehöft mit Ponys und Kindermädchen groß wurden, ist die Unfähigkeit der Mütter, ihren Kindern Anregungen zu vermitteln, historisch großer Unfug. Wie es überhaupt ein beliebtes Spiel der Krippenbefürworter ist, die Unfähigkeit von Müttern durch die alkoholisierte, fernsehende Prekariatsmutter mit vier Kindern von vier Vätern zu belegen. Stadler hält ihnen Howard Gardners Verdikt vor, „dass ein Kind in den ersten vier Jahren beiläufig von seinen Eltern mehr lernt als in der gesamten Schulzeit“.

„Bindung kommt vor Bildung“


Wenn wir von Krippen reden, reden wir von Aufbewahrungs- und Betreuungsorten für sehr kleine Kinder, heute durchaus auch schon halbjährigen Kindern. Die gehören nicht „in die Welt“, sondern auf den Schoß ihrer Mutter. Babys brauchen zunächst nur die vertrauten Allernächsten, um sicher gebunden zu sein und sich dann mit etwa zwei oder drei Jahren auf in die Welt zu machen. „Bindung kommt vor Bildung“, notiert der Bindungsforscher Karl-Heinz Brisch.

Man sollte Stadlers Streitschrift jedem Politiker und jedem Personaler, der die „stille Reserve“ von Müttern mit kleinen Kindern in die Arbeit zurücklocken will, zur Pflichtlektüre geben. Vielleicht würde dann mancher nicht von hoher Warte die Segnungen der Ganztagsbetreuung besingen, sondern nach dem Wohlbefinden der kleinsten Kinder fragen. Schließlich sollen weder die Mütter noch die Familienpolitiker in die Krippe, sondern Babys, Krabbel- und Kleinkinder. Von den Bedürfnissen dieser „unproduktiven“ Gruppe der Gesellschaft wird noch weniger geredet als von denen der Alten.

Nun ist es nicht so, dass Stadler sich hier irgendein Unbehagen von der Seele schreibt. Es gibt handfeste (meist staatlich geförderte) Forschung bereits aus den 80er Jahren – oft aus den USA, mit Titeln wie „Infant Day Care: Cause for Concern?“ von Jay Belsky oder die Stanford-Studie „How much is too much?“, die sich mit der Dauer des Aufenthalts in Krippen auseinandersetzt. Auch die berühmte NICHD-Studie zur Betreuung kleiner Kinder förderte zutage, dass Kinder unter 15 Monaten durchaus Schaden durch Ganztagsbetreuung nehmen können. Die Quebec-Studie bestätigte, dass „bei Krippenkindern in Kanada vermehrt Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit und Aggressivität diagnostiziert“ wurde.

Rainer Stadler: Vater Mutter Staat. Das Märchen vom Segen der Ganztagsbetreuung – Wie Politik und Wirtschaft die Familie zerstören. Ludwig Verlag, München 2014. 272 Seiten, 19,99... – Ludwig

Kinder sind unsere Zukunft, heißt es wohlfeil. Auch sind sie kostbar, so kostbar freilich, dass der Staat sie nicht allein den Eltern überlassen mag. Aus der Krippennotwendigkeit für einen kleinen Teil der Kleinkinder ist schnell ein Krippenwahn geworden. Freilich ziehen immer noch viele uneinsichtige Eltern ihre Kleinsten am liebsten zu Hause groß. „Ein Kleinkind darf – außer in außergewöhnlichen Umständen – nicht von seiner Mutter getrennt werden“, zitiert Stadler aus der „UN-Erklärung der Rechte des Kindes“. Kleine Kinder brauchen Zeit, Familien brauchen Zeit. Stadler schreibt: „Kinder dürfen kein Hindernis für Beruf und Karriere sein, sagt die Bundesregierung.“ Umgekehrt wird für ihn ein Schuh draus:

„Beruf und Karriere dürfen kein Hindernis für Kinder sein.“

Die Autorin ist Erziehungswissenschaftlerin und Autorin von „Mütterkriege – Werden unsere Kinder verstaatlicht?“ (Herder, 2007).

Rainer Stadler: Vater Mutter Staat. Das Märchen vom Segen der Ganztagsbetreuung – Wie Politik und Wirtschaft die Familie zerstören.

Ludwig Verlag, München 2014. 272 Seiten, 19,99 Euro.

http://www.tagesspiegel.de/politik/familienpolitik-krippenwahn/11192946.html

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Kevin Kraus
01.01.2015 22.02
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http://www.derwesten.de/politik/deutsche-geschichte-macht-im-unterricht-probleme-id10178427.html

Schule und Zuwanderung
Deutsche Geschichte macht im Unterricht Probleme

26.12.2014 | 17:01 Uhr

[Foto] Mitten in der Geschichte: Schüler besichtigen das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin. Foto: dpa

Geschichtslehrer in NRW müssen sich stärker als früher auf ethnisch gemischte Klassen einstellen und ihren Unterricht auf die Einwandererkinder abstimmen.

„Wir können Klassen, in denen jedes dritte Kind aus einer Zuwanderer-Familie stammt, nicht die deutsche Geschichte als gemeinsame Identität aufdrücken.“ Das sagte Peter Johannes Droste vom Landesverband der Geschichtslehrer.
Und auch NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) appelliert im WAZ-Interview an die Lehrer, die „Vielfalt in der Klasse“ als „wichtige Erfahrung“ zu vermitteln.

In vielen Schulen sitzen bereits heute türkische Kinder der dritten Generation neben Kindern von EU-Einwanderern und Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem Nahen Osten: Während die Deutschen im kommenden Jahr an den 25. Jahrestag der Wiedervereinigung und den 70. Jahrestag des Kriegsendes erinnern, sitzen in manchen Klassen Flüchtlingskinder, die frische eigene Kriegserlebnisse zu verarbeiten haben.

„Kein Thema darf grundsätzlich tabuisiert werden“

Das neue interkulturelle Lernen gelingt vielen Schulen bereits gut – auch wegen der wachsenden Zahl von Lehrern, die selbst aus Zuwandererfamilien stammen. „Wir dürfen aber auch nicht verschweigen“, räumt Droste ein, „dass es an einigen Stellen Probleme gibt: Es gibt Schulen, die das Thema ,Israel und Palästina’ weitgehend ausblenden, weil sie keine Konflikte schüren wollen mit Kindern, die im Elternhaus mit Sympathie für fundamentalistische Positionen aufwachsen.“ Löhrmann mahnt deshalb: Natürlich könnten Lehrer ihren Unterricht an die Zusammensetzung der Klasse anpassen – „aber kein Thema darf grundsätzlich tabuisiert werden“.

Die jüngste Initiative der Kultusminister für eine lebendige, vielfältige Erinnerungskultur, für den Besuch von Gedenkstätten und Erinnerungsorten, begrüßen die Geschichtslehrer in NRW – warnen aber vor falschen Hoffnungen: „Es reicht nicht, ab und zu Schock-Tourismus zu betreiben und zum Beispiel ein Konzentrationslager zu besuchen, wenn Geschichte im Alltag kaum noch eine Rolle spielt“, so Droste. „In vielen Familien wird zu Hause darüber einfach nicht mehr gesprochen.“ Junge Menschen schauten in die Zukunft. Es sei die Aufgabe der Geschichtslehrer, aber auch der Eltern, ihnen den Zugang zur Geschichte und zur eigenen Kultur nahezubringen.

Julia Emmrich

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Kevin Kraus
16.12.2014 11.48
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Kommentar
Ulf B. Christen zur 100-Tage-Bilanz von Britta Ernst
Von Ulf B. Christen |
15.12.2014 20:58 Uhr

Schulministerin Britta Ernst hat einen Fehlstart hingelegt. Ihre 100-Tage-Bilanz wäre der richtige Anlass gewesen, um einige Fehler ihrer Vorgängerin Waltraud Wende zu korrigieren. Ernst hat die Chance zu einer solchen Kehrt-Wende vertan. Sie ist damit ab sofort mitverantwortlich für einige der überzogenen Bildungsreformen, die nachhaltig Schul-Unfrieden stiften.

Ein Beispiel ist die Anti-Noten-Verordnung. Natürlich gibt es auch Argumente dafür, Grundschüler nicht in die Schubladen eins bis sechs zu stecken. Wenn aber fast 90 Prozent der Grundschulen auf eine Kombination aus Noten- und Berichtszeugnis setzen, helfen pädagogische Durchhalteparolen nicht weiter. Dass die Ministerin die geplante Pro-Noten-Volksinitiative auch „mit Humor“ nimmt, könnte sich als schwere Fehlentscheidung erweisen. Womöglich bleibt Ernst das Lachen im Hals stecken.
Noch offenkundiger ist Korrekturbedarf bei der Inklusion,
insbesondere bei den von Wende & Co erfundenen Schulassistenten. Gut sieben Monate vor dem ersten Arbeitstag der Hilfskräfte ist unklar, wo die „helfenden Hände“ zupacken sollen. Ernst sollte das zeitnah klären oder das Millionen-Vorhaben abblasen. Das Geld ließe sich sinnvoller verwenden.
Überdenken sollte die Ministerin auch ihr erstes eigenes Projekt, den Schul-Tüv. Seine Beerdigung vor fünf Jahren glich einem Freudenfest. Einzige Trauergäste waren die Reformtheoretiker des IQSH, also just des Instituts, das jetzt mit der Wiederbelebung des totgeglaubten Kontrollsystems betraut ist.

http://www.kn-online.de/Lokales/Meinung/Ulf-B.-Christen-zur-100-Tage-Bilanz-von-Britta-Ernst


http://lists.elternverein-sh.de/mailman/listinfo/eltern_in_sh
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Kevin Kraus
11.12.2014 13.54
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

URL: http://bildungsklick.de/pm/92812/das-ist-alarmismus-auf-der-basis-unzureichender-datensaetze/
Pressemeldung von: Deutscher Lehrerverband (DL)

„Das ist Alarmismus auf der Basis unzureichender Datensätze“

Lehrerverband zum neuen Chancenspiegel der Bertelsmann Stiftung:


Berlin, 11.12.2014

Der Deutsche Lehrerverband hat die jüngste Bildungsstudie der Bertelsmann Stiftung kritisiert.

Wörtlich sagte Verbandspräsident Josef Kraus dazu: „Was die Bertelsmann Stiftung hier publiziert, ist teilweise nicht seriös. Zum Beispiel wärmt diese Studie zu erheblichen Teilen Daten auf, die längst diskutiert wurden. Außerdem erfasst die Bertelsmann-Studie bei der Analyse der sozialen Hintergründe von Schülern nicht, dass sich das deutsche Bildungswesen durch eine ausgesprochene vertikale Durchlässigkeit auszeichnet. Auf jeden Abschluss gibt es einen Anschluss. Die Studie dagegen legt Schulleistungsstudien zugrunde, in denen sich die ausgeprägte vertikale Durchlässigkeit des deutschen Schulsystems z.B. über die zweiten Bildungswege nicht abbildet.

Die tatsächlichen Bildungsbiographien erheblicher Schüleranteile kommen somit nicht zum Tragen. Rund die Hälfte aller Studierberechtigten hat kein Gymnasium besucht, sondern den Weg zur Studierberechtigung auf anderen Wegen erworben. Unter diesen jungen Leuten sind Kinder aus nicht akademischen Haushalten sogar stark vertreten.

Man kann der Bertelsmann Stiftung den Vorwurf nicht ersparen, dass sie die Karte der Bildungsgerechtigkeit spielt, im Endeffekt mit ihrem Alarmismus aber Bildungswege außerhalb des Gymnasiums und den ganzen Bereich anspruchsvoller beruflicher Bildung implizit als minderwertig diskreditiert.“



URL: http://bildungsklick.de/pm/92805/informationswert-des-chancenspiegels-sehr-gering/

Pressemeldung von: Deutscher Philologenverband (DPhV)

„Informationswert des Chancenspiegels sehr gering“

Chancenspiegel nicht geeignet, Qualitätsaussagen über Bildungssysteme der Länder zu treffen!


Berlin, 11.12.2014

Anlässlich der Vorstellung des neuen Chancenspiegels der Bertelsmann-Stiftung bezweifelte der DPhV-Bundesvorsitzende Heinz-Peter Meidinger erneut die Aussagekraft und die Konzeption der Studie. Kriterien und Methodik seien höchst umstritten, so der Verbandschef in Berlin. Insbesondere sei der Versuch, regionale Unterschiede bei der Bildungsbeteiligung und bei Drop-out-Quoten direkt dem jeweiligen Schulangebot zuzuschreiben, unsinnig.
„Der Chancenspiegel spiegelt nicht die Chancengerechtigkeit bzw. Chancenungerechtigkeit wider, sondern er spiegelt nur etwas vor, nämlich einen objektiven Bewertungsmaßstab für die Bildungssysteme der Länder zu haben. Das ist aber trotz eines beeindruckenden Tabellen- und Diagrammaufwands nicht der Fall!“, ergänzte der Verbandschef.

B>Meidinger verwies darauf, dass beispielsweise Abiturquoten nichts über die jeweilige Studierfähigkeit aussagten. Beispielsweise unterschlage die Bertelsmann-Stiftung, dass Abiturienten aus verschiedenen Bundesländern sehr unterschiedliche Erfolgsquoten bei Studienabschlüssen aufwiesen. Auch sage die Höhe der Inklusionsquote gar nichts darüber aus, wie intensiv und erfolgreich Kinder mit Behinderungen in den jeweiligen Bundesländern gefördert würden. .

Deshalb, so der Verbandsvorsitzende, sei der tatsächliche Informationswert der jeweils neuen Auflage des Chancenspiegels sehr gering.

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Kevin Kraus
05.12.2014 18.53
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Schleswig-Holstein
Notenfreie Grundschule gescheitert
Von Ulf B. Christen |
05.12.2014 07:00 Uhr

Die Einführung der notenfreien Grundschule in Schleswig-Holstein ist gescheitert. Nach einer Umfrage des Bildungsministeriums haben fast 90 Prozent der Grundschulen beschlossen, ihre Schüler weiter zu benoten. Nur gut zehn Prozent der Schulen setzen auf Berichtszeugnisse. Die CDU forderte Schulministerin Britta Ernst (SPD) auf, die Anti-Noten-Verordnung ihrer Vorgängerin Waltraud Wende aufzuheben.

Kiel
. „Die Schulen haben die Möglichkeit der eigenverantwortlichen Entscheidung genutzt“, sagte die Sprecherin des Bildungsministeriums, Patricia Zimnik. Befragt wurden in den vergangenen Wochen alle 482 Grundschulen oder Grundschulteile. Nur 65 Schulen (13,5 Prozent) folgten der Anti-Noten-Verordnung und stiegen auf Berichtszeugnisse (Kompetenzraster) um. In den anderen 417 Grundschulen beschloss die Schulkonferenz, in der Klasse vier und teils auch Klasse drei weiterhin Noten zu geben.
„Klarer kann die Ablehnung nicht ausfallen“, sagte die CDU-Bildungspolitikerin Heike Franzen. „Schulministerin Ernst muss die Anti-Noten-Verordnung umgehend aufheben“, forderte Franzen. „Ich kann SPD, Grüne und SSW nur davor warnen, ihren Kurs gegen den Willen von Eltern, Schülern und Lehrkräften weiter fortzusetzen.“

Von dem klaren Pro-Noten-Ergebnis wurde auch das Ministerium überrascht. Ex-Ministerin Waltraud Wende hatte stets darauf verwiesen, dass eine Mehrheit der Bildungswissenschaftler Noten als demotivierend ablehnt. [...]

http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Landespolitik/Schleswig-Holstein-Notenfreie-Grundschule-gescheitert
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Kommentar
Ulf B. Christen zu Notenzeugnissen in Grundschulen
Von Ulf B. Christen |
05.12.2014 07:14 Uhr

Der Kampf um die Schulnoten ist entschieden. Die übergroße Mehrheit der Grundschulen hält an Ziffernzeugnissen fest und das gegen den ausdrücklichen Wunsch des Bildungsministeriums. Dieses klare Ergebnis ist eine schallende Ohrfeige für die frühere Schulministerin Waltraud Wende und für die Kuschelpädagogen von SPD, Grünen und SSW.

Die Reformtheoretiker wollten Schleswig-Holstein über Nacht zum Anti-Noten-Land Nummer eins in Deutschland machen und sind damit in der Schulpraxis zu Recht kläglich gescheitert.


Diese Botschaft ist bei Wendes Nachfolgerin Britta Ernst offenbar noch nicht angekommen. Die neue Ministerin lehnt eine Kurskorrektur bisher ab. Sie verschenkt damit leichtfertig die Chance, Wendes Irrweg zu beenden, zu einer mehrheitsfähigen Bildungspolitik zurückzukehren und so zumindest ein bisschen Schulfrieden zu stiften.
Dabei liegt der Kompromiss im Notenkampf auf dem Tisch. Viele Grundschulen favorisieren eine Kombination aus Noten und Kompetenzraster. Noten, damit die Eltern wissen, wo ihr Kind steht. Und Raster, um Stärken und Schwächen eines Schülers deutlich zu machen.

Britta Ernst sollte sich an die Spitze dieser Bewegung setzen. Tut sie es nicht, droht ihr wie Wende ein Desaster. CDU und FDP wollen ab Januar fleißig Stimmen für verbindliche Kombi-Zeugnisse sammeln und dürften dafür eine klare Mehrheit erhalten. Es ist also höchste Zeit, den verlorenen Kampf gegen Noten zu beenden und das rot-grüne-blaue Reformhandtuch zu werfen.


http://www.kn-online.de/Lokales/Meinung/Kommentar-von-Ulf-B.-Christen-zu-Notenzeugnissen-in-Grundschulen

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Kevin Kraus
01.12.2014 09.17
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

Philosoph über das Bildungssystem

„Wissenschaft ist nicht das Einzige“

Wir sind dem „Akademisierungswahn“ erlegen, sagt der Philosoph Julian Nida-Rümelin. Er warnt davor, Abitur und Studium allein als Statussymbole zu sehen.

taz: Herr Nida-Rümelin, warum haben Sie sich 1975 für ein Studium entschieden?

Julian Nida-Rümelin:
Wenn es mir jedenfalls ums Geldverdienen gegangen wäre, dann hätte ich einen anderen Beruf gewählt als Philosophieprofessor. Wir hatten vor Kurzem ein Treffen unseres Abiturjahrgangs. Und stellten fest, dass die beiden, die das Abitur nicht geschafft haben, unterdessen am meisten verdienen.

Warum wollten Sie studieren?

Ich habe auch andere Dinge erwogen. Ich wollte ursprünglich, wie mein Vater und Großvater Künstler werden. Für ein Studium habe ich mich dann entschieden, weil ich glaubte, das entspricht meinen Begabungen und meinen Interessen am besten. Meine Hauptbegabung, Mathematik, habe ich gar nicht studiert.

Weshalb nicht?

Weil man nicht unbedingt das machen muss, was einem am leichtesten fällt, sondern das, was einen am meisten interessiert.

Und der halben Million, die in diesem Jahr ihr Studium angefangen haben, sprechen Sie diese Vernunft ab?

Keineswegs, aber unter den 500.000 Studienanfängern sind viele, deren Interessen und Begabungen nicht auf Wissenschaft gerichtet sind. Wir haben jetzt einige Jahrzehnte der Bildungspropaganda gehabt nach dem Motto: Jeder, der irgend kann, sollte das Abitur machen und danach studieren. Das hat zur Folge, dass die Eltern inzwischen stärker massiven Druck ausüben, dass ihren Kindern das Abitur ermöglicht wird.
 
Und?

Viele Kinder haben offensichtlich große Probleme, diesen Schulabschluss zu schaffen, und geraten am Ende auf einen Bildungsweg, der ihnen nicht liegt.

Haben Sie einen Beleg aus Ihrem universitären Alltag?

Die Qualität der Hausarbeiten hat sich geändert in den vergangenen Jahren. Manche Studierende kommen zu mir in die Sprechstunde und sagen: Ich habe nicht gewusst, dass Wissenschaft so eine große Rolle spielt im Studium.

Wovor haben Sie wirklich Angst? Dass das universitäre Niveau sinkt?

Der gegenwärtige Akademisierungstrend droht in der Tat sowohl die berufliche als auch die akademische Bildung zu beschädigen. Die berufliche, weil diese nur dann eine Zukunft hat, wenn in ihr das gesamte Begabungsspektrum vertreten ist und nicht nur die, die anderweitig gescheitert sind; und die akademische, weil sie ihren Wissenschaftsbezug verliert.

Sie aber fordern, dass weniger Menschen studieren. Sie sprechen sogar vom Akademisierungswahn.

Meine Kritik des Akademisierungswahns ist auch eine Kritik am akademischen Bildungsdünkel. Ich kann nicht erkennen, warum eine besondere Begabung, nämlich die der kognitiven Intelligenz, das Maß aller Dinge sein soll. Warum nicht genauso technische, handwerkliche, kaufmännische, soziale und ästhetische Kompetenzen wertgeschätzt werden. Das sollten wir ändern, und zwar schon in den allgemein bildenden Schulen.

Sollten die Hochschulen nicht vielmehr noch stärker geöffnet werden für Menschen, die den üblichen Qualifikationsweg über das Abitur nicht gehen?

In der Tat, die Hochschulen sollten allen, die die entsprechenden Fähigkeiten und Interessen mitbringen, offen stehen. Ich bin für ein durchlässigeres Bildungssystem, als das, das wir gegenwärtig haben, ich bin gegen Sortierung von Neunjährigen, ich habe mich in dem vorausgegangenen Buch zur Philosophie einer humanen Bildung sogar zum Erschrecken mancher gegen ein selektives Bildungssystem ausgesprochen.

Was ich aber kritisiere, ist die irrige Vorstellung, dass die Erhöhung der Akademikerquote ein Beitrag zu sozialer Mobilität ist. Großbritannien etwa hat eine doppelt so hohe Akademikerquote wie Deutschland. Nun raten Sie mal, welches Land ein deutlich höheres Maß an sozialer Mobilität aufweist?

Sagen Sie es uns!

Natürlich ist es Deutschland. Weil man hier bislang zur Mittelschicht gehören kann, ohne studiert zu haben. Das ändert sich gerade durch das, was ich Akademisierungswahn nenne.

Sie könnten ebenso gut fordern: Gleicher Lohn für alle.

Das tue ich. Ich finde es schlicht erschreckend, dass eine Erzieherin in einer Krippe die Stadt München als Wohnort sich de facto nicht leisten kann. Die Vergütung des öffentlichen Dienstes ist ein Skandal. Ich kann nicht einsehen, weshalb eine Altenpflegerin mit einer fünfjährigen Ausbildung nicht genauso viel verdienen kann wie ein Akademiker.

Weil sich dann niemand mehr die Altenpflege leisten kann?

Unsere Gesellschaft kann sich vor allem den Pflege- und Betreuungsnotstand nicht leisten, der sich abzeichnet.

Ist es nicht vielmehr so, dass das Abitur ein Kernbestand der Mittelschichtsreligion geworden ist?

Das ist genau das, was ich kritisiere. Eine verfestigte Bildungsideologie, bei der man sagt, das Statussymbol meiner Schicht ist nicht mehr der Stern auf der Autohaube, sondern dass alle meine Kinder Abitur haben. Das ist eine Fehlentwicklung und geht im Übrigen an den sozialen Realitäten völlig vorbei. Absolventen der Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften in Deutschland haben im Schnitt ein niedrigeres Monatseinkommen als Handwerker und Techniker.

Müsste man nicht Elektriker mit Elektroingenieur vergleichen? Der verdient besser.

Sie glauben, Jugendliche sind immer schon auf einen Weg festgelegt? Viele schwanken, was ihr Berufs- und Lebensweg sein soll, ob sie Schreiner oder Kunsthistoriker werden wollen. Und da geht es nicht nur um Verdienstmöglichkeiten.

Das Thema des Verdienstes haben Sie ins Spiel gebracht.

Weil das ein wichtiger Teil der Propaganda ist. Studiert nur, dann verdient ihr eine Million mehr im Leben. Eine gefährliche und nachweislich falsche Botschaft.

Akademiker haben ja ihre Kinder, zumindest in der Bundesrepublik, schon immer überwiegend auf die Uni geschickt.

Zutreffend ist, dass der Anteil von Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund an den Universitäten, aber auch in den Vorständen von Unternehmen viel zu niedrig ist. Da ist auch das Bildungssystem gefordert. Integration wird man aber nicht dadurch fördern, dass man das duale System der beruflichen Bildung abwrackt – im Gegenteil, das hat eine stärkere Integrationswirkung als eine Universität.

So argumentieren auch Konservative: Das Bildungsniveau ist runtergegangen, die Leute sind kaum in der Lage, Proseminare zu bestehen. Eigentlich ist der Bachelor kaum mehr als ein klassisches Abitur von früher. Worauf wollen Sie hinaus?

Ich denke, die verschiedenen Studiengänge an den Universitäten sollten ihre eigenen Aufnahmeprüfungen etablieren, um zu verhindern, dass Menschen, die für dieses Studium nicht das Engagement, die Interessen und die Begabungen mitbringen, diesen falschen Weg gehen. Und warum gehen die Kinder in den Gymnasien nicht in Handwerksbetriebe und schauen sich das mal an. Ein wachsender Teil will mit dem Abitur nicht unbedingt studieren. Die Folge des aktuellen Akademisierungswahns sind steigende Abbrecherquoten. 48 Prozent der Studienanfänger in den Ingenieurwissenschaften brechen unterdessen ab.

Man könnte aber auch sagen: Nicht die Leute sind falsch – wenn die Hälfte es nicht schafft, machen die Universitären vieles falsch.

Sicher ist das auch richtig, aber die beliebte Methode „Senkt weiter die Standards“ geht nicht auf. Ich sage: Lasst die Qualitätsstandards bestehen und sorgt dafür, dass nicht ein wachsender Anteil von Studierenden die für sie offenkundig falsche Entscheidung trifft. Wer sich mit höherer Mathematik schwertut, aber ein Gespür für technische Vorgänge und ein Interesse daran hat, der ist im Ingenieurstudium an einer TU nicht gut aufgehoben. Dem ginge es an einer Fachhochschule oder auch im dualen System besser, und wenn dann auch eine Meisterprüfung avisiert wird, sind die beruflichen Perspektiven vergleichbar gut.

Also wenn der Schreiner partout studieren will?

Kann er – nach der Meisterprüfung – und soll er, wenn er das Interesse und die Fähigkeiten dazu mitbringt.

Als Philosoph müssten es Sie doch freuen, wenn auch der Schreiner in seinem Werkstoffstudium mal was über Hegel oder Nussbaum gehört hat.

Ja, klar, deshalb soll es meines Erachtens ja mehr Allgemeinbildung geben – auch in der beruflichen Bildung. Da muss man die Berufsschulen stärken. Aber die Vorstellung, die müssten alle ein wissenschaftliches Studium absolvieren, ist grotesk. Das ist auch eine massive Überschätzung der Rolle von Wissenschaft. Sie ist wichtig, aber nicht das Einzige auf der Welt.

http://www.taz.de/!150331/

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Kevin Kraus
21.11.2014 15.23
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

German.CHINA.ORG.CN
Britischer Bildungsbeamter plädiert für chinesische Unterrichtsmethode

Ein britischer Bildungsbeamter hat die Grundschulen in seinem Land aufgerufen, zur traditionellen Methode des „Frontalunterrichts“. zurückzukehren, um den Erfolg in China zu reproduzieren, wie die Daily Mail am Sonntag berichtete.

Die Methode, bei der ein Lehrer frontal die Klasse als Ganze unterrichtet, sei viel effektiver als das moderne Schüler-zentrierte Lernen, wie der Staatsminister für Schulen im britischen Bildungsamt, Nick Gibb, sagte. Er plädierte dafür, dass Schulen in ganz England die Methode des „Frontalunterrichts“ übernehmen, insbesondere im Fach Mathematik und in den Naturwissenschaften.

Die Methode des „Frontalunterrichts“ wurde hauptsächlich in Großbritannien bis zu den 1950er Jahren angewendet. Danach galt die Methode als autoritär und wurde durch den Schüler-zentrierten Ansatz ersetzt. Unter dem neuen System wurden Schüler motiviert, Erkenntnisse in ihrem eigenen Tempo zu „entdecken“, häufig in Kleingruppen, wobei der Lehrer ihnen Unterstützung anbietet.

Die Methode des „Frontalunterrichts“ hat sich in China als populär und effektiv erwiesen. In den chinesischen Grundschulen sitzen die Schüler in Tischreihen vor dem Lehrer und der Tafel. Videos haben gezeigt, dass der Lehrer mit der gesamten Klasse 72 Prozent der Zeit in chinesischen Klassen interagiert, verglichen mit nur 25 Prozent in England. Forschungen zeigen, dass Kinder in China bis zu 30 Prozent höhere Punkte in Mathe als britische Schüler in demselben Alter erzielen.

Da Shanghais Schüler die besten Leistungen im Programm für Internationale Schülerbewertung, veranstaltet von der Organisation für Wirtschaftskooperation und -entwicklung, zeigten, wurden im September sechzig von Chinas besten Mathelehrern aus Shanghai an ausgewählte britische Schulen eingeladen, um ihre Fähigkeiten weiterzugeben, in dem Bestreben, den Standard in Großbritannien zu heben, während einige britische Lehrer nach Shanghai flogen, um über Lehrmethoden in China zu lernen.

http://german.china.org.cn/culture/txt/2014-11/18/content_34080736.htm

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Kevin Kraus
14.11.2014 05.42
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Astrid Schulz an Eltern im SHEV

shz.de
Pädophilie-Debatte : Nord-Grüne haben Vergangenheit aufgearbeitet


Grünen-Forderungen nach Straffreiheit für pädophile Handlungen gab es auch in Schleswig-Holstein. Einen entsprechenden Beschluss auf Landesebene gab es aber nicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Arbeitsgruppe.

Kiel | Pädophile Forderungen hat es in der Vergangenheit auch bei den Grünen in Schleswig-Holstein gegeben. Nach Erkenntnissen einer Arbeitsgruppe des Landesverbands spielte das Thema Pädosexualität in den Debatten und archivierten Dokumenten aber allenfalls eine marginale Rolle. „Die Forderungen nach Straffreiheit für pädophile Handlungen, wie sie nach unserem jetzigen Kenntnisstand gelegentlich auch in unserem Landesverband formuliert wurden, sind völlig indiskutabel“, sagte die zur Arbeitsgruppe gehörende Landesvorsitzende Ruth Kastner am Dienstag bei der Vorstellung der Ergebnisse. Die Grünen lehnten derlei Forderungen entschieden ab und distanzierten sich davon, sagte Kastner.

Weil die Partei wegen ihres früheren Umgangs mit Pädophilen-Gruppen in der Kritik stand, hatten die Nord-Grünen bereits Ende vergangenen Jahres die Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit zu diesem Thema angeschoben. Am Mittwoch wollen die Grünen-Bundesvorsitzende Simone Peter und der Leiter des Instituts für Demokratieforschung der Uni Göttingen in Berlin die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe vorstellen. Sie ging Vorwürfen nach, die Partei habe in den 1980er Jahren pädophile Aktivisten unterstützt.

Auf Landesebene gab es nach derzeitigem Kenntnisstand keinen Beschluss, der die Forderung nach Straffreiheit für einvernehmlichen Sex mit Schutzbefohlenen und Kindern unterstützte. Allerdings stießen die Grünen bei ihren Recherchen auf ein Diskussionspapier der Arbeitsgruppe Schwule und Lesben, das an das gedruckte Landtagswahlprogramm 1987 angehängt worden war. Titel: „Schwule und Lesben – für sexuelle Gleichberechtigung“.

Darin wurde nach Kastners Angaben mit verschleiernden und nebulösen Formulierungen für eine Abschaffung der Altersschutzgrenzen im Sexualstrafrecht plädiert. Demnach sollte einvernehmlich alles erlaubt sein, da auch das Kind und der Jugendliche das Recht auf Verwirklichung ihrer Sexualität mit einem Erwachsenen hätten. Nach Angaben der Grünen waren diese eindeutig der pädosexuellen-Szene zuzuordnende Formulierungen aber ausdrücklich nicht Bestandteil des verabschiedeten Programms.

Warum das gedruckte Programm das Diskussionspapier enthielt, können sich die Grünen noch nicht erklären. „Das ist ein dubioser Vorgang“, sagte Grünensprecherin Claudia Jacob. Der Verfasser des Textes war später Geschäftsführer der Grünen-Landtagsfraktion. 2002 wurden auf seinem Dienstcomputer kinderpornografische Bilder gefunden. Er wurde danach umgehend entlassen und verließ die Partei.
[...]
Der Aufarbeitungsprozess der Partei gehe weiter.
shz.de 11.11.2014

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