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Sigmar Salzburg
17.01.2015 07.29
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Kirchenvater-Kritik: O du lieber Augustin, (fast) alles ist hin!

Siegfried R. Krebs rezensiert im Forum „Freigeist Weimar“ (anscheinend als erster) das neuerschienene Buch:

Hermann Detering: O du lieber Augustin. Falsche „Bekenntnisse“?. 312 S. brosch. Alibri-Verlag. Aschaffenburg 2015. 22 Euro. ISBN 978-3-86569-181

WEIMAR. (fgw) Die Überschrift zu dieser Rezension nimmt mit Bedacht Bezug auf ein seit etwa 1800 in Wien nachgewiesenes volkstümliches, galgenhumoriges Spottlied. Denn hiermit kann durchaus das Fazit des jüngsten kirchenkritischen Buches des promovierten Theologen Hermann Detering („O du lieber Augustin“) in der Kürze, in der die Würze liegt, auf den Punkt gebracht werden.

Augustinus (354 – 430) gilt auch heute noch als der bedeutendste Kirchenlehrer und wichtigster katholischer Philosoph in der römischen Spätantike. Ihm werden unzählige Schriften unterschiedlichster Genres zugeschrieben; diese gelten Theologen und klerusfreundlichen Wissenschaftlern als absolut sakrosankt. Eine der wichtigsten Schriften des Augustinus sind die „Confessiones“ (Bekenntnisse), die als Autobiographie gelten und allgemein hochgeschätzt zur Weltliteratur gerechnet werden.

Und nun kommt Hermann Detering und stellt ausgerechnet die Echtheit der augustinischen Bekenntnisse, dessen Autobiographie in Frage. [...]

Krebs schreibt in bewährter Weise:

Detering läßt seine Leser detailliert an der eigenen Spurensuche, an den begründet stärker werdenden Zweifeln, an seinen eigenen Fragestellungen teilhaben. Eine der gewonnenen Erkenntnisse aus dem Studium diverser Augustin-Schriften faßt er so zusammen und diese Erkenntnis deutet auch bereits das schließlich gewonnene Ergebnis an:

[Allerdings rekonvertiert der Rezensent auch die reformiert gedruckten Texte des Buches:]

„Wer, von der antiken Literatur kommend, zum ersten Mal die 'Confessiones' in die Hand nimmt, muß sich auf einen Kulturschock vorbereiten. Schon bei der Lektüre der einleitenden Abschnitte erhält er den Eindruck, als würde die Tür der Antike hinter ihm zufallen und als würde er hart und unvorbereitet in eine andere Welt gestoßen – in die des Mittelalters.“ (S. 57)

freigeist-weimar.de 16.1.2015

Die umfangreiche Rezension kann hier nicht annähernd wiedergegeben werden. Die vom Verlag gegebene Leseprobe liest sich so:

Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass die Mehrheit der Augustin-Forscher die literarische Leistung des Verfassers maßlos überschätzte und dabei die literarischen Absurditäten, Trivialitäten und Hohlheiten, die sich dieser bisweilen leistete, ganz übersah....

Einen Gesinnungsgenossen fand ich damals nur außerhalb des theologischen Lagers: Friedrich Nietzsche, dessen Position in Sachen Theologie ja hinlänglich bekannt ist: „Ich las jetzt zur Erholung die Konfessionen des h. Augustinus (…). Oh dieser alte Rhetor! Wie falsch und augenverdreherisch! Wie habe ich gelacht! (z. B. über den Diebstahl seiner Jugend, im Grunde eine Studenten-Geschichte).“

Während der Verfasser der Confessiones einerseits Namen erwähnt, die nur hier vorkommen, scheint es auf der anderen Seite, als würde er uns andere bewusst vorenthalten. Wir erfahren nicht, wie Augustins Konkubine hieß oder der geliebte Freund, dessen Tod Augustinus erschütterte...

Deterings Erkenntnisse sind für mich deswegen besonders interessant, weil wir seit fast einem Jahr in unserem Antiken-Gesprächskreis genau diese „Confessiones“ lesen als Beispiel für antike Schulerziehung – im Vergleich zu Quintilian (35 – 96), der im Gegensatz dazu eine auffällig kindgerechte Erziehung vertritt. Ich bin gespannt.

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Sigmar Salzburg
13.12.2014 15.03
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Conservo schreibt noch richtiges Deutsch

Unfaßbar: Kurt Beck wieder Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung

Veröffentlicht am 10. Dezember 2014 von conservo

Der Mann mit den dicksten Pleiten am Bein, der gescheiterte ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, ist soeben in seinem Amt als Vorsitzender der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung wiedergewählt worden – ein pikfeines Austragspöstchen notabene! Beck trägt die Verantwortung für unglaubliche Investitionsskandale in seinem Land, darunter die Pleite am Nürburgring, ein pleitegegangenes, aber von Beck gefördertes Luxushotel in Bad Bergzabern, der Niedergang des Flughafens Hahn, der Matchboxflughafen Zweibrücken, und, und, und ...

Zur Friedrich-Ebert-Stiftung, Endlager für ausgemusterte SPD-Politiker, hatten wir hier schon etwas gesagt; Kurt Becks „Reform“leistung wurde dort erwähnt.

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Sigmar Salzburg
20.11.2014 08.25
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Konferenz zum Transhumanismus: „Hirnchips für alle?“


Der Kulturwissenschaftler Siegfried R. Krebs berichtet bei „Freigeist Weimar“ über eine interessante Tagung:

BERLIN. (fgw) Um „Humanistische Kritik am Transhumanismus“ ging es am 15. November auf einer gut besuchten wissenschaftlichen Tagung der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg (HABB)...

Vielleicht hätte man sogar besser und provokanter titeln sollen mit „Hirnchips für alle?“, meinte Akademie-Direktor Dr. Ralf Schöppner in seiner Anmoderation. Diese Frage trat übrigens später, teilweise etwas anders formuliert, in weiteren Debattenbeiträgen auf. Schöppner spitzte aber noch selbst weiter zu, indem er die Frage in den Raum stellte, ob denn Transhumanisten Bösewichter seien.

Was soll man eigentlich unter dem Begriff „Transhumanismus“ verstehen? In einer ersten knappen Antwort bezog er sich auf den Biologen und Eugeniker Julian Huxley, der 1957 in seinem Buch „New Bottles for New Wine“ erstmalig diesen Begriff formulierte und postuliert habe:

Ein Transhumanist sei ein „Mensch, der Mensch bleibt, aber sich selbst, durch Verwirklichung neuer Möglichkeiten von seiner und für seine menschliche Natur, überwindet.“ Es gehe also Transhumanisten um die physische Verbesserung des menschlichen Körpers durch technische Mittel und um die Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns ins Unendliche, z.B. durch den berühmten Chip im Kopf.

Dieses angeblich hehre Ziel der Transhumanisten veranlaßte Schöppner zu den Fragen: „Welche technischen Möglichkeiten sind wünschenswert und vor allem, welche humanistischen Kriterien sollten hier gelten?“ ...

freigeist-weimar.de 18.11.2014

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Sigmar Salzburg
29.10.2014 12.07
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Freigeist Weimar

Siegfried R. Krebs rezensiert (unreformiert) das Buch von Albert Ettinger:
„Freies Tibet? Staat, Gesellschaft und Ideologie im real existierenden Lamaismus“.


WEIMAR. (fgw) Dieses Buch aus dem Frankfurter Zambon-Verlag wird die eifernden „Free-Tibet-Aktivisten“, die Dalai-Lama-Fans und die Esoteriker aus „dem Westen“ nicht erfreuen. Denn nicht zu Unrecht hat sein Autor, der Luxemburger Albert Ettinger, die Worte Freies Tibet mit einem Fragezeichen versehen. Denn das Tibet, das bis 1959 in feudaltheokratischen Verhältnissen gefangen war, war alles andere als das hierzulande besungene Shangri-La, das Land in dem die Menschen frei und glücklich waren...

Sehr informativ und höchst aufschlußreich dürfte für den deutschen Leser das Kapitel 21 „Mit Schwert, Dolch und Gift: Kurze Kriminalgeschichte des Lamaismus“ sein. Hier wird in einem kurzen historischen Überblick u.a. beschrieben, wie sich im früheren Königreich Tibet eine lamaistische Sekte, die Gelugpa, selbst an die Macht bringen konnte und wie diese mit Intrigen und Bürgerkriegen gegen andere lamaistische Sekten alles für den Erhalt ihrer Macht tat. So daß Ettinger schlußfolgert, daß sich der Lamaismus „in keiner Weise vorteilhaft von anderen Religionen abhebt“...

Nicht zuletzt „grüne“ Weltverbesserer sind zu Jüngern des Dalai-Lama geworden und preisen das alte Tibet und seinen letzten feudaltheokratischen Herrscher als Vorbilder ... für Ökologie und Nachhaltigkeit...

Ettinger geht der unausgesprochenen Frage nach, warum sogar bei ansonsten religionsfreien und sich selbst als Linke verstehenden Menschen in Europa der Verstand aussetzt, wenn es um Tibet oder den 14. Dalai Lama geht...

Ettingers knappes Fazit lautet, daß das alte Tibet unter der Herrschaft des Lama-Adels eine zutiefst inhumane, grausame, tyrannische und korrupte Feudalgesellschaft war und daß dieses Tibet auch absolut nicht als medizinisch oder ökologisch vorbildlich gelten kann.

Definiert man Freiheit nicht als Freiheit der Klöster (...) und der großen Landbesitzer, von der Arbeit ihrer Leibeigenen zu leben, oder als Freiheit geistig versklavter und in völliger Unwissenheit gehaltener Menschen, sich vor einem angeblichen Gottkönig in den Staub zu werfen (...), dann waren die meisten Tibeter – bei allen verbleibenden, zweifellos schwerwiegenden Problemen in Tibet und in ganz China – zu keiner Zeit in ihrer Geschichte freier als heute.“ (S. 260-261) ...

Diese Streitschrift, die das Zeug zum Standardwerk hat, besticht nicht nur durch wissenschaftliche Akribie und Stil, sondern auch durch seine buchkünstlerische Gestaltung, die Fabio Biasio besorgte.

Albert Ettinger: Freies Tibet? Staat, Gesellschaft und Ideologie im real existierenden Lamaismus.
292 S. Zambon-Verlag. Frankfurt 2014. 15,00 Euro

freigeist-weimar.de 28.10.2014

Die angedeuteten „verbleibenden, zweifellos schwerwiegenden Probleme“bestehen darin, daß die Chinesen Tibet nun als ihr Siedlungsgebiet betrachten, so daß den Tibetern, die ja ein besonderes Volk sind, das Schicksal der Indianerstämme Amerikas nicht erspart bleiben wird.

Die Rezension wurde auch im Humanistischen Pressedienst hpd wiedergegeben, deren Lesern die traditionelle Rechtschreibung anscheinend nicht zuzumuten ist.

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Sigmar Salzburg
22.10.2014 11.28
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Das entschärfte „kreuz-net.at“

Claudia Bandion-Ortner ...
... ist eine österreichische Juristin, Richterin und war von 2009 bis 2011 österreichische Justizministerin. Zur Zeit ist sie Generalsekretärin des Ende 2012 eröffneten „König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog“.

Weiterer Text von kreuz-net.at (in traditioneller Rechtschreibung):

In der „Profil“-Ausgabe 43/2014, Seite 28–30, ist ein bezeichnendes Interview mit Claudia Bandion-Ortner abgedruckt, dem auch die nachfolgenden Bandion-Zitate entnommen sind...

Daß saudische Gelder die IS-Terrormilizen lange finanzierten, wisse sie nicht, die Rechtslage in Saudi-Arabien kenne sie nicht.

Nicht jeden Freitag wird geköpft!

Damit konfrontiert, daß an Freitagen nach dem Gebet öffentlich geköpft und ausgepeitscht wird, antwortet Bandion nur lapidar: „Das ist nicht jeden Freitag.“ Der Westen dürfe sich nicht in eine „Islamophobie hineinbegeben“. Denn nach Bandion sei der Islam eine „friedliebende Religion“.

kreuz-net.at 21.10.2014

Über das gleiche Thema wird ausführlich auch im Humanistischen Pressedienst hpd.de 22.10.14 berichtet.

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Sigmar Salzburg
20.10.2014 08.52
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Achse des Guten

Tapfer schreibt Burkhard Müller-Ullrich seine „daß“ inmitten „angepasster“ Umgebung. Man sieht es allerdings erst nach dem Aufklappen des Textes:

Menschen sind mehr als Maschinen! Wow!

Wenn es keinen Jaron Lanier gäbe, hätten ihn Frank Schirrmacher selig, die FAZ, der Börsenverein des deutschen Buchhandels und der ganze deutsche Medien- und Kulturbetrieb erfinden müssen. Und das haben sie ja auch getan. Denn dieser Preisträger, dieser massige Dreizentnermann mit Rastalocken, bunter Brille und türkisem Amulett, der da am Rednerpult der Frankfurter Paulskirche stand und für eine Tätigkeit namens Digitalaktivismus geehrt wurde, ist keineswegs der Miterfinder des Internets ...

Daß dieser Mann den antiamerikanischen Angstapparat der deutschen Kulturszene bedient, ist ein riesiges rührendes und zugleich rabiates Mißverständnis. Natürlich müssen die von der technischen Entwicklung längst abgehängten alteuropäischen Bedenkenträger unendlich dankbar sein, daß ein scheinbar vom Saulus zum Paulus gewandelter Insider sich ihnen als Verbündeter im Kampf gegen Google und Amazon anschließt. Vom Friedenspreispodium ruft er ihnen zu, daß „Menschen mehr als Maschinen und Algorithmen“ seien, und darüber klatschen sie sich die Hände wund...

Eigentlich hat also die FAZ den Friedenpreis bekommen.

achgut.com 12.10.2014

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Sigmar Salzburg
01.10.2014 08.47
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Kropotkins evolutionäre Ethik der sozialen Verantwortung

„Freigeist Weimar“: Siegfried R. Krebs rezensiert (unreformiert) die Neuveröffentlichung von Kropotkins unvollendet nachgelassenem Werk zur Ethik:

WEIMAR. (fgw) Fürst Pjotr Kropotkin (1842 – 1921) ist den Nachgeborenen eigentlich nur noch als einer geistigen Köpfe des politischen Anarchismus bekannt. Daß der an Darwin geschulte Geograph auch Evolutionstheoretiker war, dürfte nur noch wenigen bewußt sein. Völlig unbekannt aber ist wohl heute und hierzulande, daß sich Kropotkin aufgrund seiner wissenschaftlichen Forschungen immer stärker ethischen Fragen zugewandt hatte.

... was die Anmaßung angeht, allein das Christentum sei die Quelle von Nächstenliebe, Barmherzigkeit oder Tötungsverbot, dazu wird Kropotkin erneut sehr deutlich: „Wenn wir vorurteilslos nicht nur die früheren Religionen, sondern sogar die Sitten und Gebräuche der primitivsten Wilden betrachten, finden wir tatsächlich, daß in allen primitiven Religionen und in den primitivsten Gemeinschaften bereits die noch heutige gültige Regel bestand, seinem Nächsten, d.h. DEM STAMMESGENOSSEN, nicht das zuzufügen, was man sich selbst nicht wünscht. Auf dieser Regel fußten seit Jahrtausenden ALLE menschlichen Gemeinschaften, so daß das Christentum mit seiner Predigt der Gleichheit INNERHALB des Stammes selbst NICHTS Neues geschaffen hat. (...)"

freigeist-weimar.de 29.9.2014

(Die Rezension ist auch bei hpd erschienen, allerdings, dem dortigen Glauben angepaßt, ss-reformiert, ausgenommen Kropotkins Text. Es besteht also Hoffnung, daß dies auch im Original so sein könnte.)

Zu Kropotkins These auch dies.

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Sigmar Salzburg
11.09.2014 07.33
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Die Freie Welt

In der AfD-nahen „Freien Welt“ schreibt man meistens „angepasst“, jedoch mit Ausnahmen: Der Katholik Peter Winnemöller polemisiert gegen die staatlichen Rundfunkbeitrags-Raubzüge:

Wo kann man eigentlich aus der ARD austreten?
Antwort: Nirgendwo! Als Katholik, dessen Kirche regelmäßig von den öffentlich-schlechtlichen Rundfunkanstalten geschmäht wird, kann ich aus diesen nicht autreten.
Die ARD ist ebenso wie die katholische Kirche in Deutschland ein Zusammenschluß mehrerer Körperschaften öffentlichen Rechts. Finanziert wird die ARD und ihre Anstalten durch eine Zwangsabgabe, die vom Staat erhoben wird, um die sogenannte Grundversorgung der Bevölkerung mit Fernsehen und Radio sicherzustellen. Ein Anachronismus und nebenbei eine enorme Geldvernichtungsmaschine...
freiewelt.net 10.9.2014

(Winnemöller schreibt in seinem Blog Katholon traditionell, muß aber für das Vatican Magazin reformierte Texte liefern.)

Am gleichen Tag gibt es auch eine Meldung von „Redaktion (josch)“:

Berliner Antifa vermeldet Auflösung
Die einflußreiche Antifa-Gruppe »Antifaschistische Linke Berlin« gab jetzt ihre Auflösung bekannt. Grund: Zu viel interne Streitigkeiten, insbesondere beim Umgang mit erstarkenden »Rechtspopulisten«, und stark sinkende Mitgliederzahlen. ... Die vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppe bedauert, daß in zentralen Fragen keine Einigkeit mehr bestand, hier insbesondere im Umgang mit immer erfolgreicher auftretenden »rechtspopulistischen Parteien« und einem »Rassismus der Mitte« seien keine Antworten mehr gefunden. Nach der früheren »Fokussierung auf den Kameradschafts- und NPD-Nazi« sei eine Neuorientierung auf nunmehr erfolgreichere politische Strömungen im rechten Spektrum nicht gelungen...
freiewelt.net 10.9.2014

Da hat das Fehlen von 0,05 Prozent NPD-Wählerstimmen bei der Sachsen-Wahl direkt mal positive Auswirkungen.

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Sigmar Salzburg
10.09.2014 05.12
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Immerhin

Auf Henryk M. Broders „Achse des Guten“ pflegen einzelne noch den richtigen Gebrauch des „ß“:

Fred Viebahn
Ein Gedicht für James Foley
Ergreifender poetischer Nachruf eines Dichters auf seinen Jugendfreund, den von der ISIS ermordeten Journalisten James Foley.
Daniel Johnson veröffentlichte diese Woche auf der Website der amerikanischen Dichterakademie (“Academy of American Poets”) ein Gedicht für seinen am 19. August in Syrien von IS-Islamisten abgeschlachteten Jugendfreund, den Journalisten James Foley. Als Johnson es nach Foleys Verschwinden in Geiselhaft vor fast zwei Jahren zu schreiben begann, konnte er nicht wissen, daß es ein Nachruf werden würde...
achgut.com 7.9.2014

Burkhard Müller-Ullrich
Scheidung auf Schottisch
Angesichts der heutigen Scheidungsraten ist es kein Wunder, daß inzwischen auch immer mehr Landesteile, Volksstämme und Regionen an Trennung denken. Engländer und Schotten haben es zwar schon mehr als 300 Jahre miteinander ausgehalten, aber es war nicht gerade eine Liebesheirat, sondern da ist richtig Blut geflossen. Und gerade die Tatsache, daß man schon lange zusammen ist, bietet keinerlei Gewähr dafür, daß man es bleibt, sondern im Gegenteil: das Risiko steigt mit der Dauer der Beziehung...
Die süße Lust, sich als Schotte sozusagen in der ganzen Vollständigkeit eines eigenen Staates zu erschaffen, überwiegt sämtliche Bedenken. Solche Trennungen bieten immerhin die Chance, daß es am Ende heißt: Wir wollen aber Freunde bleiben.
achgut.com 7.9.2014

Der Leser Franz Roth korrigiert die Zwangsehe allerdings auf eine Dauer 258 Jahren herunter – seit der Schlacht bei Culloden 1746.

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Sigmar Salzburg
17.08.2014 15.14
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Freigeist Weimar

Bei „Freigeist Weimar“ ist von Siegfried R. Krebs eine umfangreiche Rezension des Buches von Kurt Flasch „Warum ich kein Christ bin“ erschienen, beide in traditioneller Rechtschreibung. Das Buch wurde bei uns hier schon erwähnt:

Kurt Flasch argumentiert: „Denn Gott hat niemand je gesehen.“

WEIMAR. (fgw) Kurt Flasch (geb. 1930 in Mainz) ist emeritierter Philosophiehistoriker mit Spezialisierung auf Spätantike und Mittelalter. Als Lehrstuhlinhaber in Bochum oder als Gastprofessor an der Pariser Sorbonne befaßte er sich eingehend u.a. mit den Werken des Augustinus von Hippo. Seine Sicht der intellektuellen Entwicklungen in der europäischen Philosophie faßte er 1994/95 in seinen Abschiedsvorlesungen „Warum ich nicht mehr Christ sein kann“ zusammen. Diese bilden die Grundlage für sein 2013 vorgelegtes Buch „Warum ich kein Christ bin“ – das mittlerweile bereits in fünfter Auflage vorliegt. Dennoch richtet sich dieses Buch nicht an die Fachwelt, sondern an breiteste Leserschichten. [...]

Ein Leben ohne „Gott“ fühlt sich gut an
„Wie es sich anfühlt, kein Christ zu sein“, darüber berichtet Kurt Flasch im abschließenden Kapitel IX: „Wie fühlt es sich an, wenn man kein Christ mehr ist? Jedenfalls anders als Prediger behaupten. Sie sagen gern, ein Leben ohne Gott und ohne glauben sei sinnlos. (...) Ich habe Gott gesucht und habe ihn nicht gefunden. Ich habe dabei meine rheinische Fröhlichkeit nicht eingebüßt; ich lebe und arbeite in Heiterkeit. (...) Ich habe nichts fortgeworfen außer Formeln; mir fehlt nichts.“ (S. 254 – 255) [...]

Kurt Flasch: Warum ich kein Christ bin. Bericht und Argumentation. 280 S. Hardcover m.Schutzumschl. Verlag C.H. Beck. München 2013. 19,95 Euro. ISBN 978-3-406-65284-4

freigeist-weimar.de 15.8.2014

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Sigmar Salzburg
30.06.2014 07.44
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freiewelt.net

Erzbischof Zollitsch beteiligte sich früh an der Kampagne gegen die AfD. Am 9. August des letzten Jahres antwortete die AfD-Politikerin Beatrix von Storch in dem von ihr mitbetriebenen Portal „freiewelt.net“. Obwohl man dort meist „reformiert“ schreibt, wird vereinzelt doch traditionell veröffentlicht – oder, wie durch Frau von Storch, auch chaotisch:

Sehr geehrter Herr Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz,

von Ihnen hätten die deutschen Bürger eine Verteidigung christlicher Werte erwartet. Nun sehen sie mit Erstaunen einen katholischen Bischof, der das Einführen eines Machtstrukturprojektes dem Schutz christlicher Werte vorzieht. Sie warnen vor der Wahl der Alternative für Deutschland (AfD), nicht vor der der Piraten oder der Grünen, die – anders als die AfD – klar unchristliche Werte vertreten.

Herr Erzbischof Zollitsch, was vertritt die AfD, daß Sie so unkontrolliert gegen sie vorgehen? Für die AfD ist z.B. Familie die Keimzelle der Gesellschaft, also Vater, Mutter Kind. Die Piraten werben mit „Vater, Vater, Kind“- und sie wollen – als katholischer Bischof – daß wir scheitern? Sie missbrauchen Ihr Amt, um vor uns zu warnen?
[...]
Die Bürger sind müde ob der Lügen, des Betruges und des Machtmissbrauches der Politik zu Lasten ihrer Freiheit und ihrer Ersparnisse. Wir, die Alternative für Deutschland, treten am 22. September 2013 dagegen zur Wahl an. Sie wollen, daß wir scheitern?
Erzbischof Zollitsch- wir werden Sie enttäuschen.

Mit freundlichen Grüßen,
Beatrix von Storch

freiewelt.net 9.8.2013

Die Kirchen sind heutzutage mit politischen Parteinahmen sonst eher zurückhaltend. Das war zu meiner Schulzeit noch anders. Damals wurden vor Wahlen regelmäßig von den Kanzeln Hirtenworte verlesen mit der Aufforderung, einer „christlichen Partei“ die Stimme zu geben.

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Sigmar Salzburg
14.04.2014 07.59
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Belles Lettres

Belles Lettres, das Webmagazin für Dichter und Denker,
bietet Artikel und Videotutorials zur deutschen Sprache, Grammatik und Stilistik.



Häufige Fragen

Seit wann gibt es Belles Lettres?

Seit dem 1. Januar 2010.

Wie viele Zuschauer und Leser hat Belles Lettres?

Der Podcast hat etwa 15000 Abonnenten in den drei großen deutschsprachigen Ländern und etwa 10000 im Ausland auf allen Kontinenten der Welt. Die Zahl der Besuche von echten Menschen beträgt zur Zeit 50000 im Monat. Die Zahlen stammen vom Oktober 2011; wir führen aus Datenschutzgründen nur einmal im Jahr eine Stichprobe durch.

Warum schreiben Sie daß mit Eszett?

Wir schreiben klassische Rechtschreibung, und jede Diskussion darüber ist sinnlos. Es hat nichts mit Überzeugung zu tun, sondern gründet allein darauf, daß wir selbst so schreiben und Belles Lettres in klassischer Rechtschreibung begonnen haben. Die Rechtschreibung in erschienenen Videos läßt sich nicht einfach konvertieren, deshalb ist ein konsequenter Wechsel ohnehin nicht möglich.

Da wir ein Sprachpodcast sind, können wir nicht einfach schreiben, wie es uns gefällt. Würden wir statt daß fortan dass schreiben, müßten wir die Amtsschreibung konsequent einhalten und würden damit wiederum anders als die meisten Deutschsprecher schreiben, die sich in der Mehrheit an den Duden halten. Dessen Empfehlungen weichen aber häufig von der amtlichen Rechtschreibung ab oder schlagen die schlechtere und amtlich nur geduldete Variante vor. Allein die Kommasetzung nach der amtlichen Rechtschreibung bei Belles Lettres würde zu einer Flut an Beschwerden führen.

Wir ziehen es vor, uns durch klassische Rechtschreibung deutlich im Schriftbild abzuheben als uneindeutig durch strenge amtliche Rechtschreibung. Darin gibt es außerdem Einzelregeln, die unter keinen Umständen stimmen und von einem Sprachpodcast nicht wider besseres Wissen angewandt werden dürfen.

Unser Schriftbild beeinflußt jedoch nicht die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Rechtschreibung. Wir beurteilen die beiden Rechtschreibsysteme sowie die Fantasy- und Underachieverorthografie von Duden mit derselben kritischen Distanz.

Impressum
Redaktion: Daniel Scholten (Podcast und Inhalt), Rúna Gísladóttir (Schreibfee).
Verantwortlich für Inhalt und Podcast: Daniel Scholten
mail@belleslettres.eu OpenPGP-Zertifikat.
℅ Verlagsagentur Lianne Kolf
Tengstraße 8, D–80798 München
Telefon: +49 89 39 90 59, Fax: +49 89 39 68 63

http://www.belleslettres.eu/about.php

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Sigmar Salzburg
12.03.2014 10.35
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Humanismus & Humanisierung als praktizierte Menschenwürde

Siegfried R. Krebs bespricht bei Freigeist-Weimar.de den von Horst Groschopp herausgegebenen Band:

WEIMAR. (fgw) „Eine humane Gesellschaft, die diesen Namen verdient, kann nur eine herrschaftsfreie Gesellschaft sein, in der nicht einige wenige sich auf Kosten der vielen bereichern. Nur in einer solchen Gesellschaft gäbe es keine soziale Armut.“ (S. 94) Mit dieser Schlußfolgerung faßt der Jurist und Philosoph Thomas Heinrichs seine Betrachtungen über die Humanisierung des Staates zusammen...
Horst Groschopp (Hrsg.): Humanismus und Humanisierung... Alibri-Verlag. Aschaffenburg 2014.
freigeist-weimar.de 12.3.2014

Die Rezension wurde auch von hpd.de (mit leichter lesbaren ss!) übernommen.

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Sigmar Salzburg
02.03.2014 09.46
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Hinweise auf Beiträge, ...

... die in bekannten Foren in traditioneller Rechtschreibung erschienen sind:

Im Forum „Freigeist Weimar“ bespricht Siegfried R. Krebs das Buch von
Gerhard Czermak: Problemfall Religion. Ein Kompendium der Religions- und Kirchenkritik. Marburg 2014
(26.2.2014) Das Buch selbst ist vermutlich in der „reformierten“ Rechtschreibung erschienen.

Auf der Achse des Guten stellt Burkhard Müller-Ullrich angesichts der Leistungen unseres Staatsapparates die Frage „Extremblödheit oder Hochintelligenz?“ und kommt zum Schluß: „Wir haben eine unfähige Regierung, eine unfähige Polizei und unfähige Geheimdienste. Und das ist auch gut so.“
(26.2.2014)

Bei FreieWelt.net verhackstückt Andreas Lombard die antideutsche Professorin Ute Sacksofsky unter dem Titel „Arschtritt aus dem Führerbunker“.¹
(24.2.2014)

¹) Der Titel bezieht sich vermutlich auf Hitlers Äußerungen v. 18. März 1945 (nach Speer): ... Es sei nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen... Denn das Volk hätte sich als das schwächere erwiesen und dem stärkeren Ostvolk gehöre dann ausschliesslich die Zukunft.

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Sigmar Salzburg
21.01.2014 12.30
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hpd erinnert an die 64. Wiederkehr von George Orwells Todestag

Orwell äußerte sich des Öfteren kritisch über das Christentum, bestand in seinem Testament aber auf einem Begräbnis nach dem Ritus der Church of England. Er gehört wohl zu den Vielen, auf die das Zitat von Lessing zutrifft:
„Der Aberglaub’, in dem wir aufgewachsen, verliert, auch wenn wir ihn erkennen, darum doch seine Macht nicht über uns.“
hpd.de 21.1.2014

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