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Schwarzer Humor, Satire
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Sigmar Salzburg
25.02.2015 07.56
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„Pardon“-Erfinder Nikel 85

„Was für eine unsagbar spießige Zeit!“
Als Teenager kritisierte er den NS-Staat, später geißelte er DDR-Zwang und BRD-Muff: Satiriker Johannes Nikel hat alle Facetten deutscher Politik aufs Korn genommen. Jetzt ist er 85 – und noch immer mit dem Teufel im Bund. Besuch bei Deutschlands oberstem Piesacker.
Von Christoph Gunkel

LSD-Junkie war er mal. Und „Bild“-Verkäufer, Tarzan und Arzt, der eine barbusige Schönheit auf den Schultern trug. Verkleidet im Dienste des legendären Satiremagazins „Pardon“, das als Markenzeichen den Teufel trug, der freundlich grüßend seine Melone lupft.

Ebenso charmant, aber ohne Melone, grüßt nun Johannes Nikel, „Pardon“-Erfinder, Philosoph und Künstler. Der alte Herr führt durch seine Bad Homburger Wohnung ...

Nur eine Schreibmaschine und 600 Mark zur Hand? Kein Problem! Nikel gründete mit Erich Bärmeier 1954 trotzdem einen eigenen Verlag...

Der Erfolg lieferte das Grundkapital zur „Pardon“-Gründung 1962. Und wieder landete Nikel mit seiner Beharrlichkeit einen Coup. Er wollte unbedingt Erich Kästner für das erste Heft gewinnen. Also fuhr er nach München und recherchierte mit der Akribie eines Stalkers, welche Cafés Kästner aufsuchte. Nach ein paar Tagen hatte er ihn. „Er war äußerst unfreundlich“, erinnert sich Nikel. „Ich habe dann gesagt: 'Herr Kästner, ich habe mir Sie wirklich anders vorgestellt!'" Sympathischer. „Dann erzählte ich ihm, wie ich im Krieg heimlich einen Band von 'Emil und die Detektive' rettete, den die Nazis eigentlich verbrennen wollten.“ *

Kästner war berührt und sagte zu. Damit hat Nikel einen ersten Prominenten, mit dem es ihm künftig leichter fiel, andere Autoren zu locken. ...

Unter anderem einen anderen großen Kabarettisten der Umbruchszeit um 1933:

Atomstaat? Ja, bitte! Für „Pardon“ verkleidete sich der Kabarettist Werner Finck Anfang der Siebzigerjahre in Frankfurt als gläubige Anhängerin des Regierungsprogramms zum Bau von Atomkraftwerken. Symbolisch nahm die „Nonne“ der Bundesregierung gleich ein ganzes Atommüllfaß ab, um sie von den Sorgen um die Endlagerung zu befreien. (Bild Werner Finck)
spiegel.de 23.2.2015

Man muß sich das einmal vorstellen: 18 Jahre Satire und niemand vermißte dabei eine Rechtschreib„reform“, die selbst Spiegel-Autor Gunkel immer noch nicht ganz verinnerlicht hat. Ich habe damals keine Ausgabe verpaßt. 1962 begann das Zweite Vatikanische Konzil, und in Pardon verabschiedete sich in einem Cartoon ein Konzilsteilnehmer am Flughafen von seiner Konkubine und einer vielköpfigen Kinderschar: „Wenn ich wiederkomme, können wir vielleicht heiraten!“.

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Sigmar Salzburg
09.12.2014 08.39
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Die Sch[r]eibe für die Doofen

Wegen einer angeblichen Vergewaltigung beginnt am Dienstag in Zürich der Gerichtsprozess gegen den Entertainer Karl Dall. Der 73-Jährige soll 2013 eine Journalistin zum Sex gezwungen haben. Die Frau ist Medienberichten zufolge bereits mehrfach als Stalkerin in Erscheinung getreten...

Dall war 1967 Gründungsmitglied der humoristisch-anarchistischen Gruppe „Insterburg & Co.“ („Ich liebte ein Mädchen“), die sich schnell zu einem Geheimtipp [damals noch „...tip“] mauserte. Mit "Diese Scheibe ist ein Hit" [heute immer noch nicht „Hitt“] oder „Heute schütte ich mich zu“ hatte er als Sänger Erfolge – und trägt seitdem das Etikett Blödelbarde.

So richtig ins Rollen kam Dalls Karriere, als er 1985 beim frisch gegründeten Privatsender RTL auf Sendung ging. In seiner Show „Dall-As“ [heute „Ass“=„Dall-Arsch“] und später bei „Jux und Dallerei“ (1992-1994/Sat.1) teilte er ungehemmt gegen seine Gäste aus. Dalls große Klappe wurde legendär – ebenso wie seine Herrenwitze.

focus.de/kultur 9.12.2014

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Sigmar Salzburg
01.08.2014 07.31
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Skandal!

Ramona Leiß hat ihre Freundin geheiratet,
wie die Augsburger Allgemeine lt. Spiegel-Spam berichtete.

Und ich darf meine Ziege nicht heiraten ...



... weil Mehrehen in der Bundesrepublik verboten sind!


(In der AA wurde das Bild mit Pferd inzwischen ausgetauscht.)

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Sigmar Salzburg
30.07.2014 05.53
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Dieter Hildebrandt: 0

0 Jahre lang war Dieter Hildebrandt Mitglied der SPD. Also: nie. Er sei zwar ein Sympathisant, erklärte der Kabarettist in einem Interview 1986, sei aber nicht in die Partei eingetreten, weil er „schnell wieder rausgeflogen“ wäre. Doch die Parteizeitschrift „Vorwärts“ kann sich damit einfach nicht abfinden. In einem Porträt stand dort 2007, Hildebrandt sei „seit Jahrzehnten Mitglied der SPD“, und jetzt bat der „Vorwärts“ ihn zum Sommerfest. Die Einladung beantwortete seine Frau Renate Küster. Sie kreuzte auf dem Faxvordruck das Feld „Nein, ich kann leider nicht kommen“ an und setzte handschriftlich dazu, „weil ich, Dieter Hildebrandt, am 20. Nov. 2013 leider verstorben bin. Herzlichen Gruß, die Witwe“.

welt.de 30.7.2014

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Sigmar Salzburg
22.07.2014 09.08
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Monty Python:

Zum Abschied ein „Piss off“

Mit einer fulminanten Best-of-Show in London hat sich die britische Komikergruppe endgültig aufgelöst.


... Mit einem Grinsen im Gesicht und vermutlich einer unsichtbaren Träne verabschiedeten sich die fünf lebenden Mitglieder der britischen Komikertruppe Monty Python am Sonntag von der Bühne...

Von Grabesstimmung konnte in der netto etwa zweieinhalb Stunden langen Show aber keine Rede sein. Der Tod wurde auf absurde und herrlich unpassende Weise thematisiert: Etwa durch den Kopf des verstorbenen Chapman, der zu Beginn der Show durch ein videoanimiertes Weltall flog, oder den „Dead Parrot Sketch“, in dem sich ein Mann in einer Tierhandlung über den toten Papagei beschwert, den er soeben dort gekauft hat. Während der Mann in allen erdenklichen Formulierungen erklärt, wie tot der Papagei ist („Er ist nicht mehr. Das ist ein Ex-Papagei“), will der Verkäufer ihm weismachen, dass der Vogel doch nur schlafe.

Der Tanz der albernen Gänge
Das Programm war eine Revue der beliebtesten Sketche, die teils auf der Bühne vorgeführt, teils auf der Leinwand gezeigt wurden. Dazwischen gab es Sing- und Tanzeinlagen. Der Sketch vom Ministerium der albernen Gänge, in dem ein Mann um eine staatliche Förderung ansucht, um seinen albernen Gang weiterzuentwickeln, fand etwa in Form einer Tanznummer ins Programm...
diepresse.com 22.07.2014

John Cleese hatte schon vorher angekündigt, altersbedingt auf eine persönliche Darstellung des Beamten im „Ministry of Silly Walks“ verzichten zu müssen. Dieses Ministerium, dessen 16faches Gegenstück in Deutschland zur Kultusministerkonferenz (KMK) kondensiert wurde, die dann mit ihrem Spitzenprodukt „Rechtschreibreform“ Furore machte, ist ein unsterbliches Symbol für staatsbürokratische Nichtsnutzigkeit geworden.

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Sigmar Salzburg
06.07.2014 13.58
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Ingeborg-Bachmann-Preis

Der Cartoonist und Schriftsteller Tex Rubinowitz hat den 38. Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Der Autor wurde am Sonntag im österreichischen Klagenfurt für den Text „Wir waren niemals hier“ ausgezeichnet. Insgesamt 13 Teilnehmer hatten vor einer Jury um den Preis gelesen. Texte von Rubinowitz sind auch auf SPIEGEL ONLINE erschienen.
spiegel.de 6.7.2014

Wir hatten hier auf den Cartoon hingewiesen: „Der Gegenwind wird rauher“. Ansonsten schreibt er wohl „angepasst“. Wir kennen ihn noch aus der Zusammenarbeit mit Jörg Metes.

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Sigmar Salzburg
05.07.2014 14.00
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Wahre Wende-Politik

Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin und Schulreformerin „Wara“ Wende hat einen Brief voller Fehler geschrieben, Flüchtigkeitsfehler. Außerdem sicherte sie sich in ihrer Bäuerinnenschläue die Rückkehr an die Flensburger Uni, falls sie in der Politik scheitert, verzichtete aber darauf, als darüber gelästert wurde. Das inspirierte den Flensburger Zeichner Götz Wiedenroth zu einer treffenden Karikatur.

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Sigmar Salzburg
26.06.2014 18.02
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Titanic: Traditions- und Zukunftsdeutsch

Der Basiswortschatz kommt

Nach dem Vorbild des Hamburger Schulsenats führen immer mehr Schulbehörden in Deutschland "Basiswortschätze" ein: Listen mit Wörtern, die ab sofort jedes Kind beherrschen muß. So sollen etwa die Schüler in Berlin-Neukölln bis zu ihrem Abschluß die Wörter „Guckstu“, „Ischwör!“, „Alde“, „Aldi“, „Allah“, „Penny“ und „Muddah“ lesen und schreiben können. „Schließlich müssen wir den Anforderungen und Vorstellungen der Gesellschaft gerecht werden“, erklärte stellvertretend der Schulleiter der Rütli-Schule.

titanic-magazin.de 24.6.2014

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Sigmar Salzburg
02.04.2014 23.00
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Eine Zensur findet nicht statt

Akif Pirinçci zensiert

Im Mittagsmagazin wurde er zu seinem Buch befragt, dem „unkorrektesten des Jahres“ („Deutschland von Sinnen“), und was er damit bezwecke. „Ich will mein altes Deutschland wiederhaben!“ Hier käme man sich ja schon wie im Iran vor. Das wäre eine Folge der „grün-rot versifften“ Politik. Dann erwähnte er sein ZDF-Kapitel „Mit dem Arschloch sieht man besser“ (im Buch ein Witz, bei dem ein Säufer sein Glasauge verschluckt, das dann dem Arzt von hinten entgegenstarrt). Dies wurde gestoppt und in der Mediathek herausgeschnitten, die Zwangsgebührenzahler gefoppt. Das Interview sollte ursprünglich 15 Minuten dauern. Pirinçci schreibt bei Facebook:

Wie ihr wißt, war ich heute zum ZDF MITTAGSMAGAZIN eingeladen. Man empfing mich mit herzlicher Gastfreundschaft und verköstigte mich fabelhaft. Die Moderatorin Frau Susanne Conrad kannte ich von früher, denn ich war in der Sendung vor etwa acht Jahren schon einmal eingeladen...

Ich wunderte mich, weshalb das Interview so schnell vorüber war, da beugte sich Frau Conrad zu mir und sagte, daß sie währendessen über den Mann in ihrem Ohr von der Regie ständig die Aufforderung bekam: „Abwürgen! Abwürgen! Abwürgen! …“ Wenn es je eines Beweises bedurft hätte, wie sehr das Staatsfernsehen von diesen grün-rot versifften Wichsern beherrscht wird, hier wäre er!

Auch wir haben Frau Conrad vor acht Jahren kennen und schätzen gelernt, im Mittagsmagazin vom 2. März 2006. Damals ging es um die zehnjährige Dauerindoktrination: „Mit den 16 Arschlöchern schreibt man besser.“

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Sigmar Salzburg
01.01.2014 10.57
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Big Ass


DVD-Forum.at 27.12.2013

... Sprint-Ass für Sotschi
Tour de Ski Denise Herrmann als deutsche Langlauf-Olympiahoffnung ...
Oberbayerisches Volksblatt 30.12.2013

In Rom ist Hagener bestes Bayern-Ass
Mit den Toten Hosen hält es [Jung-Basketballer] Marcel Keßen ganz offensichtlich nicht...
derwesten.de 31.12.2013

Richtig geschrieben müßte es „Bayern-As“ heißen. Das gibt Gelegenheit, eines anderen Bayern zu gedenken, der die Arschwerdung des Wortes direkt zu verantworten hat. Er ist seit fast dreißig Jahren ein As der Kulturpolitik und gibt nun als ,Ass’ hohle Esels-Weisheiten von sich.



Wer andern eine Grube gräbt ...
„Ass” ist ein vielseitiges neudenglisches Wort mit der Bedeutung „As“, „Arsch“ und „Esel“.

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Sigmar Salzburg
13.12.2013 15.37
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Das Letzte vom GroKo-Deal

Alle haben auf die Geburt des niedlichen Tierchens gewartet.
Nun ist es endlich da:


frisch, fromm, fröhlich, frei!

BAYERN 3 vor 5 Minuten – Google+
+++ GroKo +++ erste Entscheidungen aus Berlin sickern durch +++ Frank-Walter Steinmeier: Außenminister – Sigmar Gabriel: Wirtschafts- und Energieminister – Andrea Nahles¹: Arbeits- und Sozialministerin ...


Nachtrag:
[Die nichtnutzige] Gesellschaft für deutsche Sprache:
„GroKo“ ist Wort des Jahres
... und habe die Presse bereits zu neuen Bildungen wie „GroKo-Deal“ animiert.
faz.net 13.12.13

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Sigmar Salzburg
12.12.2013 20.23
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Wissenschaftliche Sensation:

Schimpansen fähig, „Bild“-Zeitung zu lesen

Leipzig (dpo) – Sind unsere tierischen Verwandten doch klüger als bisher angenommen? Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie ist es gelungen, einem 15-jährigen Schimpansen beizubringen, die „Bild“-Zeitung zu lesen und zu verstehen. Nach der Lektüre kann Coco, der für eine vollständige Ausgabe rund 30 Minuten braucht, den Inhalt jeder einzelnen Meldung korrekt wiedergeben. PETA-Aktivisten kritisieren das Experiment als Tierquälerei.

„Bislang waren wir überzeugt, dass Schimpansen nicht lesen können“, erklärt der anerkannte Primatologe Professor Franz Wächter. „Sämtliche Versuche mit Kinderbüchern, Texten in Leichter Sprache oder gar anderen Zeitungen sind gescheitert. Doch die einzigartige Kombination aus kurzen Worten und emotionaler Bildsprache, die wir in 'Bild' vorfinden, ermöglicht es selbst dem im Vergleich zu dem des Menschen deutlich simpler gestrickten Schimpansengehirn, das Gelesene zu erfassen.“ ...

der-postillon.com 10.12.2013

Die AG „Schimpansen in der CDU“ möchte daher das Parteiprogramm statt in Leichter Sprache lieber in BILD-Sprache lesen, während die „Zwergschimpansen in der SPD“ diese Hilfe beim Mitgliederpfotum brauchen, damit ihre Pfoten nicht ungültig werden. Einfaches Handaufheben genügt heute nicht mehr.

Siehe auch Nim Chimpsky und Washoe.

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Sigmar Salzburg
21.11.2013 19.11
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Unter anderem die Prinzipien der Rechtschreib- und Genderreform vorausgeahnt:

Monty Python in London: Der Zirkus fliegt wieder

Bei einer Pressekonferenz in London machten Monty Python Werbung für ihre Comeback-Show – der berühmte tote Papagei soll auch wieder dabei sein...


Einen albernen Gang werde er allerdings nicht hinlegen, sagte Cleese, und meinte damit den Monty-Python-Sketch „Ministry of Silly Walks“. Er habe schließlich ein künstliches Knie und eine künstliche Hüfte.

spiegel.de 21.11.2013

Siehe Ministry of Silly Walks und Gender-Mainstreaming

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Sigmar Salzburg
19.11.2013 15.45
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Theaterstück „Sie können das alles senden“ in Hannover

Ein Theaterstück bringt Reden von Politikern wie Wulff und Wowereit auf die Bühne – und zeigt, mit welchen Phrasen sie das Publikum quälen. Darunter begeistern auch Glanzlichter der politischen Rhetorik, die schon etwas länger zurückliegen. Vorhang auf für eine „bittere Erkenntnis“. Win-Win-Situation, German Mittelstand, Migrantenselbstorganisation: Das sind einige der Sprachungeheuer, die deutsche Politiker hervorgebracht haben...

Getragen wird das Stück von sieben Darstellern, die alle glänzen, wenn sie in ihre Mikrofone brüllen, bedeutungsschwer gestikulierend und schwitzend um ihre Deutungshoheit ringen. Besonders stark ist die Szene, in der verschiedene Rücktritte nachgespielt werden – etwa der von Ex-Bundespräsident Christian Wulff, Ex-FDP-Generalsekretär Christian Lindner oder Ex-Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Das Muster ist dabei stets gleich: die eigene Arbeit loben; betonen, dass man nichts falsch gemacht hat; erklären, dass man unter diesem Druck aber nicht weiterarbeiten kann und – natürlich – Dank an Mitarbeiter und Familie aussprechen. Oder wie Frick sagt: „Sie könnten die Rücktrittsreden von Schavan und Lindner mixen – Sie würden keinen Unterschied merken.“

focus.de 18.11.2013

Die ganze Reform-Kultusminister-Bande hätte zurücktreten müssen. Darum und um ihre Rücktrittsreden sind wir betrogen worden!

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Sigmar Salzburg
04.11.2013 08.00
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Boshaftes über Juristen

zitieren heute Christian Lauenstein und Jochen Leffers bei Spiegel online, erstaunlicherweise oft in der traditionellen Rechtschreibung, deren Ausschaltung auch von den Juristen der höchsten Gerichte gefördert wurde:

„Bratenwender der Gesetze“
...
Dichter Heinrich Heine plante einst, sich in Hamburg als Rechtsanwalt niederzulassen. Doch vor allem das römische Recht ließ ihn in einen Abgrund der Verzweiflung blicken, während er von 1819 bis 1825 Jura studierte und in Göttingen promovierte. Als Jurist trat er später nie in Erscheinung:

„Ich brachte jenes gottverfluchte Studium zu Ende, aber ich konnte mich nimmer entschließen, von solcher Errungenschaft Gebrauch zu machen, und vielleicht auch, weil ich fühlte, daß andere mich in der Advokasserie und Rabulisterei leicht überflügeln würden, hing ich meinen juristischen Doktorhut an den Nagel. Meine Mutter machte eine noch ernstere Miene als gewöhnlich. Aber ich war ein sehr erwachsener Mensch geworden, der in dem Alter stand, wo er der mütterlichen Obhut entbehren muß.“

In den „Memoiren des Herren von Schnabelewopski“ spottete Heine:

„Die Advokaten, die Bratenwender der Gesetze, die so lange die Gesetze wenden und anwenden bis ein Braten für sie dabei abfällt (...)"
...

Selbst deutsche Gerichte sind sich bewusst, was man über den Stand der Juristen so denkt. In einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg von 2007 steht zu lesen:

„Jedenfalls ist es uns Juristen im Allgemeinen bekannt, dass wir ob unseres gewählten Berufes und einer damit verbundenen geistigen Prägung gelegentlich als Objekt des Spottes herhalten müssen.“
...
spiegel.de 4.11.2013

Über Spott kann sich das höchste deutsche Gericht eigentlich kaum beschweren. Aber die nicht selten berechtigte Kritik, insbesondere am Vorgehen in der Sache der „Rechtschreibreform“, sollte doch zur inneren Einkehr führen.

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