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Kirchen und Religion
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Sigmar Salzburg
04.08.2014 06.54
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Zu Wendes Religions-Reform

(Siehe dazu die Meldung des Schleswig-Holsteinischen Elternvereins)

Das Vernünftigste wäre es, das in Schleswig Holstein hochtrabend „Philosophie“ genannte Religionsersatzfach als einziges Fach für alle Schüler gemeinsam verbindlich zu unterrichten und den Religionsunterricht wahlfrei, meinetwegen auch an den Schulen, von den Vertretern dieser Religionen erteilen zu lassen. Im Fach Philosophie könnten Fragen der Erkenntnis, der Entstehung der Welt, der Evolution, der Zivilisation, der Kultur und der Ethik besprochen werden. Zugleich könnte auch das kritische Denken gefördert werden, denn Kritik an religiösen Glaubenssätzen ist bekanntlich im Religionsunterricht nicht erlaubt.

Die angestrebte synkretistische Religionsunterweisung der Frau Wende kann für die Schüler nur nachteilig sein. Die sich widersprechenden Lehren der Religionen werden, ohne die Möglichkeit einer kritischen Aufarbeitung, in den Köpfen der Schüler vor allem für Verwirrung und intellektuelle Abstumpfung sorgen. Es geht aber wohl hauptsächlich darum, die moslemischen Schüler mit „ins Boot“ zu holen, um auch nach dem Aussterben der Deutschen willfährige Wähler heranziehen zu können.

Es war das Ziel der abgehalfterten Bundesbildungsministerin Schavan, die Stellung der Religion an den Schulen und Hochschulen durch Hereinnahme des Islams zu sichern. Dieses Kuckucksei werden wir nun so schnell nicht wieder los. Genauso, wie wir die „Rechtschreibreform“ nicht wieder los werden. Deren Zusammenbruch hatte die umtriebige Politikerin schon durch die Gründung des Rates für Rechtschreibung verhindert.

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Sigmar Salzburg
30.07.2014 06.34
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Kulturkreise

Eben sehe ich eine Notiz von Theodor Ickler:
50 Jahre in Ketten – Elefant weint bei seiner Befreiung
Diese Meldung geht in verschiedener Fassung alle zwei bis drei Jahre durch die Medien. Bei uns weinen Madonnenbilder, in Indien eben Elefanten.

Ähnliches fiel mir schon als Zehnjährigem auf: Damals schickte uns ein Großonkel bisweilen abgelegte Exemplare der esoterischen Zeitschrift „Die Weiße Fahne“. Darin wurde häufig von Leuten aus Indien berichtet, die sich an ein früheres Leben erinnerten. In Europa gab es dafür Menschen, die die Wundmale Christi trugen, zum Beispiel die Stigmatisierte Therese von Konnersreuth, an der auch Konrad Adenauer Anteil nahm.

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Sigmar Salzburg
24.07.2014 08.22
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Gaza

Der UN-Menschenrechtsrat prangert die israelische Militäroffensive im Gazastreifen an: In einer Resolution verurteilt der Rat in „schärfster Form die weitverbreiteten, systematischen und schwerwiegenden Verletzungen der Menschenrechte“ durch die israelische Armee. Die Angriffe auf Ziele im Gazastreifen seien willkürlich und kämen einer kollektiven Bestrafung der Palästinenser gleich. Deutsche Welle 23.7.2014

Die letzte Ursache für den Konflikt ist ein begriffliches und sprachliches Phänomen, „Gott“.

Am 3. Januar 1954 schrieb Albert Einstein dem Philosophen (lt. dt. Wikipedia nur „esoterischer Mystiker“) Eric Gutkind einen Brief, in dem es hieß:

Lieber Herr Gutkind!

... Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger aber reichlich primitiver Legenden. Keine noch so feinsinnige Auslegung kann (für mich) etwas daran ändern...

Für mich ist die unverfälschte jüdische Religion wie alle anderen Religionen eine Incarnation des primitiven Aberglaubens. Und das jüdische Volk, zu dem ich gerne gehöre und mit dessen Mentalität ich tief verwachsen bin, hat für mich doch keine andersartige Dignität als alle anderen Völker. Soweit meine Erfahrung reicht ist es auch um nichts besser als andere menschliche Gruppen, wenn es auch durch Mangel an Macht gegen die schlimmsten Auswüchse gesichert ist. Sonst kann ich nichts „Auserwähltes“ an ihm wahrnehmen.

Der vorletzte Satz trifft heute, wie die Ereignisse in Gaza zeigen, nicht mehr zu. Jede Parteinahme übersieht, daß eine gerechte Lösung des Konfliktes unmöglich ist. Einstein sympathisierte zwar mit dem Zionismus, wünschte aber keine Benachteiligung der „Araber“ (Brief v. 1932). Die ist jedoch eingetreten, beginnend mit den Vertreibungen und Zwangsbesiedlungen.

Die tiefere Ursache solcher Konflikte ist die altjüdische Erfindung des eifersüchtigen, gewaltbereiten „einen Gottes für alles“. Sie war es, die dem kleinen Volk das Überleben ermöglichte, sogar in der Zerstreuung, es aber auch von seiner Umgebung trennte. Die wurde inzwischen von einer missionarischen, absurd veränderten Ablegerreligion bestimmt, dem Christentum. Die ursprünglich pazifistische Kleine-Leute-Sekte vertrat als Staatsreligion immer auch die alttestamentarische Unduldsamkeit. Genau diese trieb in gesteigerter Form schließlich die Anhänger der dritten Version „Gottes“ dazu, ab 622 die halbe damals bekannte Welt gewaltsam zu erobern. Mohammed trat dabei als Bauchredner „Gottes“ auf, der nun auch Juden und Christen über ihre eigene Religion belehrte. Das Zusammentreffen dieser drei Gottesversionen erzeugte die hochexplosive Mischung im Nahen Osten, besonders, als viele verfolgte Juden sich nach zweitausend Jahren daran erinnerten, daß ihnen „Gott“ doch dieses Land verheißen habe.

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Sigmar Salzburg
11.07.2014 04.09
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Google News
Wie Salafisten unsere Schulen unterwandern
Tagesspiegel-07.07.2014
Der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad weist diese Woche in der „Zeit“ mit Recht darauf hin, wie viel attraktiver und cooler ein Angebot der Welteroberung wirkt ...


Tagesspiegel
Islamismus
Wie Salafisten Schule machen

07.07.2014 20:18 Uhr von Caroline Fetscher

Salafistische „Gebetsflashmobs“, massive Einschüchterungen: Von Hamburg bis Berlin gewinnen radikale Islamisten an Einfluss in den Schulen – vor allem an Brennpunkten. Die Politik muss jetzt entschlossen handeln.

Allah ist groß, wie groß allerdings, das kommt drauf an. Es kommt darauf an, wer, wie und warum den Islam politisiert, missbraucht [?], zur Parole, zur erwünschten Norm und Lebensform erklärt. Derzeit beobachten mehr und mehr Lehrer im Land, was ein Hamburger Schulleiter im Mai „konfrontative Religionsausübung“ nennt. Auch aus Berliner Schulen ist zu hören, dass pseudoreligiös [?] motiviertes Mobbing zunimmt, dass etwa salafistische „Gebetsflashmobs“ organisiert und Mitschüler drangsaliert werden, die sich scheuen, dabei mitzumachen, oder Mädchen bedrängt werden, die ihr Haar nicht mit einem Tuch verhüllen.
Das Phänomen reicht von Hamburg und Berlin über Bonn bis Konstanz, und es ist nicht auf die Bundesrepublik beschränkt.
[...]
43 000 Einwohner der Republik rechnen Verfassungsschützer dem Islamismus zu, und direkt oder indirekt strahlt das auf die Schulen aus, insbesondere an sogenannten Brennpunkten. Meist geht es dabei weiterhin um bekannte Konfliktfelder, um die Teilnahme von Mädchen an Klassenreisen, Sport- und Schwimmunterricht, um die verpönte Sexualkunde, Kleidungsnormen, Speisetabus, aber zunehmend auch um massive Einschüchterung und Forderungen, etwa nach Gebetsräumen.

Aktuell liefert der Hype um die Gruppe Isis in Syrien und im Irak den Salafisten Zulauf. Unlängst haben Isis-Terroristen das Kalifat ausgerufen, sie verheißen ein von Ungläubigen gereinigtes Paradies auf Erden. Der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad weist diese Woche in der „Zeit“ mit Recht darauf hin, wie viel attraktiver und cooler ein Angebot der Welteroberung wirkt als Al Qaidas Strategie der Opferung als Selbstmordattentäter. Faszination verbreiten die Tatortfilme jugendlicher Allah-Partisanen: War einer gestern ein Underdog ohne Schulabschluss, entscheidet er heute über Folter oder Hinrichtung. Eben noch ein virtueller Videospieler, ein zweidimensionaler Comicheld in der Fantasie, ist er jetzt dreidimensional, real, ein gefürchteter Dschihadist*. Bei alledem bieten simple Muster von „rein“ und „unrein“, halal und haram, unreifen, unaufgeräumten Pubertierenden Struktur und Geltung. „Allah sagt uns immer, was zu tun ist.“

In der totalen Konvention liegt das reizvoll Unkonventionelle, das eine Gesellschaft provoziert, die auf Diskurs, Demokratie und freie Individuen setzt. Nun wird im Zuge solcher Provokation an einigen Schulen der Rechtsstaat unterlaufen, und nur wenige Schulleiter und Lehrer sprechen offen. Zu stark ist die Furcht, als „Rassist“ oder „islamophob“ denunziert zu werden, zu groß die Angst um den Ruf der Schule – und die Angst vor der Gewalt der jungen Akteure. Das ist fatal.
[...]
Liebe Leserinnen und Leser, in einer früheren Ausgabe hieß der Artikel „Wie Salafisten unsere Schulen unterwandern“. Nach Leserhinweisen haben wir die Überschrift in der Redaktion diskutiert und geändert.
tagesspiegel.de 7.7.2014

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat den 1. Juli zum Tag gegen antimuslimischen Rassismus erklärt... Damit macht der Rat muslimischer Studierender und Akademiker den Angaben zufolge auf einen spezifisch auf die religiöse Identität von Muslimen ausgerichteten Rassismus in Deutschland aufmerksam.
focus.de 27.06.2014


Der Landtag [d.h. SPD, Grüne, Piraten] in Düsseldorf hat die Regierung aufgefordert, künftig Straftaten, die sich gegen Muslime richten, gesondert in der Polizeistatistik auszuweisen... Dass sich Straftaten gegen Muslime immer noch unter der Rubrik „Fremdenfeindlichkeit“ versteckten, mache die Betroffenen zu Fremden.
tagesspiegel.de 9.7.2014



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Sigmar Salzburg
10.07.2014 15.19
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„Einfluss der Islamverbände stoppen“

Diskussion mit Abdel-Samad unter Polizeischutz

Osnabrück. Der Deutsch-Ägypter Hamed Abdel-Samad hat Islamkritiker ermutigt, ihre Meinung noch deutlicher zu sagen. Der Autor des umstrittenen Bestsellers „Der islamische Faschismus“ * forderte in Osnabrück, den Einfluss der Islamverbände in Deutschland zu stoppen... Die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung und die Rudolf-von-Benningsen-Stiftung hatten Abdel-Samad eingeladen. Sie und wollten, dass Islamwissenschaftler der Universität Osnabrück zu seinen Thesen Stellung bezogen. Nach Auskunft der Veranstalter lehnten sie aber eine Diskussion mit Abdel-Samad ab.
[...]
Abdel-Samad forderte ein Recht auf Beleidigung von Religionen. Sie müssten zurückgedrängt werden und gehörten ins Private. Die politische Aufwertung der Islamverbände müsse gestoppt werden. Auch einen islamischen Religionsunterricht in der Schule lehnte Abdel-Samad ab. Stattdessen müsse es Religionskunde geben.

Kritik übte der Deutsch-Ägypter an den Politikern, so am früheren Bundespräsidenten Christian Wulff. Nachdem dieser behauptet habe, der Islam gehöre zu Deutschland, ... habe es nicht weniger Probleme mit Islamisten gegeben. Generell könnten die Politiker nicht alles sagen, was sie dächten, um Geschäfte mit Saudi-Arabien und Katar nicht zu gefährden.
noz.de 3.7.2014

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Sigmar Salzburg
04.07.2014 14.05
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Ob das Leid Tragenden gegen den Druckfehlerteufel hilft?

Rom – Die Internationale Vereinigung der Exorzisten gilt nun offiziell als private rechtsfähige Gesellschaft. Der Vatikan erkannte die Gruppierung an ...

Papst Franziskus hat mehrfach erklärt, es sei notwendig, den „Satan“ und „Dämonen“ zu bekämpfen. Die erste Vereinigung der Teufelsaustreiber wurde von Gabriele Amorth in Italien gegründet. Amorth war 30 Jahre lang der Chefexorzist des Vatikan und beschrieb intensive Sitzungen, in denen „Besessene“ geschrien, Gott gelästert und Glasscherben gespuckt haben sollen...

1991 gründete er zunächst eine Exorzistenvereinigung in Italien. Es folgten Treffen mit Priestern aus anderen Ländern, schließlich entstand die AIE. Deren Leiter, Francesco Bamonte, zeigte sich in der Vatikan-Zeitung „L'Osservatore Romano“ erfreut über die päpstliche Anerkennung: „Das ist ein Grund zur Freunde für die ganze Kirche. Exorzismus ist eine Form der Nächstenliebe, die den Leidenden hilft.“
spiegel.de 3.7.2014

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Sigmar Salzburg
03.07.2014 09.34
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SPD-Chef Gabriel will mehr Muslime in öffentlichen Ämtern

Sigmar Gabriel schleimt sich wieder bei den Moslems ein:

Köln. Vize-Bundeskanzler Sigmar Gabriel hat sich beim Fastenbrechen in einer Kölner Moschee dafür ausgesprochen, dass Muslime in Deutschland mehr öffentliche Ämter übernehmen... Er kritisierte Vorurteile * gegenüber Muslimen.

In Deutschland müssten nach Meinung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wesentlich mehr Muslime öffentliche Funktionen bekleiden. Es fehlten muslimische Richter *, Staatsanwälte, Polizisten, Schulleiter. „Ich glaube, dass wir daran arbeiten müssen, Menschen Mut zu machen, sich sozusagen auch diesen Teil der deutschen Gesellschaft zu erobern", sagte Gabriel am Mittwochabend beim Fastenbrechen in einer Kölner Moschee.

derwesten.de 2.7.2014

Ich fordere mehr Atheisten und Konfessionslose in der Regierung. Das Drittel der deutschen Bevölkerung, das nicht auf „Gott“ schwört, ist in dieser Koalition überhaupt nicht vertreten.

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Sigmar Salzburg
28.06.2014 10.25
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Evolution statt Revolution!

[Die wenig einsichtsfähigen Nachfahren der Urzeitaffen in den 16 Kultusministerien haben zehn Milliarden Euro der Volkswirtschaft zur Durchsetzung der „Rechtschreibreform“ verbuddelt und in zehn Jahren ein ss-Chaos herbeigeführt. Die wichtige Einführung von Wissen über die Evolution schon in der Grundschule haben sie verschlafen oder, nicht zuletzt aus religiösen Gründen, bewußt unterdrückt.]

Interview zum Unterricht in der Grundschule
Warum die Evolution schon Kindern erklärt werden sollte

In der Grundschule hören die Schüler von der Erschaffung der Welt durch Gott. Von der Evolution erfahren sie noch nichts. Das möchte die Initiative „Evokids“ ändern. Die frühe Beschäftigung mit dem Thema sei notwendig, um ein fundiertes Menschenbild zu entwickeln, sagt Dittmar Graf, Professor für Biodidaktik an der Uni Gießen.
[...]

SZ.de: Die Evolutionstheorie wird auf den weiterführenden Schulen behandelt. Ist das nicht früh genug?

Dittmar Graf: Normalerweise wird die Evolution erst in der siebten, achten oder sogar erst in der zehnten Klasse gelehrt, weil sie sich angeblich erst verstehen lässt, wenn auch Grundkenntnisse in Genetik vorhanden sind. Für Grundschüler soll es deshalb zu früh sein. Das ist das Standardargument gegen Evolution in der Grundschule.

Wieso sehen Sie das anders?

Natürlich gibt es bestimmte Evolutionsmechanismen, die sich ohne Genetik nicht verstehen lassen. Aber die Tatsache, dass sich Organismen im Laufe der Erdgeschichte verändert haben, dass sie sich an die Umwelt angepasst haben, und dass so verschiedene Arten entstanden und auch wieder ausgestorben sind, das können Kinder in der Grundschule natürlich begreifen. Mit altersgerechten Materialien lässt sich dort das Verständnis der Evolution vorbereiten.

In den Grundschulen gibt es den Sachunterricht, in dem auch Arten und ihre Anpassungen an die Umwelt angesprochen werden. Reicht das nicht?

Den Kindern wird dort Detailwissen über einzelne Tier- und Pflanzenarten, über Frühblüher oder die Bedeutung von Hecken beigebracht. Aber die historisch-evolutive Perspektive fehlt komplett, obwohl sie viel wichtiger ist. [...]

Die Kinder lernen im Religionsunterricht ein Bild von der Entstehung der Welt und der Arten kennen, das auf der Bibel oder auf dem Koran beruht. Dieser Unterricht soll auch ausdrücklich im Sinne der Glaubensgemeinschaften stattfinden. Wie finden Sie das?

Religion ist ein Phänomen, das unsere Gesellschaft durchzieht. Darüber sollten Kinder natürlich etwas erfahren...

[Unglaublich, daß heute sogar der dritte Aufguß unwissender Religionsphantasten bis in deutsche Klassenzimmer vordringt!]

Selbst im Ethikunterricht wird den Kindern manchmal die Schöpfungsgeschichte als Wahrheit vermittelt, und nicht nur als etwas, das religiöse Menschen glauben.
[...]

Wen müssen Sie eigentlich überzeugen, damit Evolution in die Lehrpläne einziehen kann?

Diese Pläne entwickeln Kommissionen, die von den Kultusministerien der Bundesländer eingesetzt werden. In den allermeisten Fällen sitzen darin Sachunterrichtslehrerinnen und -lehrer sowie Leute aus den Ministerien. Diese Kommissionen orientieren sich in der Regel am sogenannten „Perspektivrahmen Sachunterricht“. Der enthält Leitideen und auch relativ konkrete Angaben dazu, was im Sachunterricht gemacht werden sollte.

Dieser Perspektivrahmen wird alle paar Jahre von der Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts herausgegeben. In dieser Fachgesellschaft sind diejenigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vertreten, die an den Universitäten die Lehrerausbildung für den Sachunterricht gestalten und in diesem Bereich auch forschen. Diese politischen und wissenschaftlichen Kreise müssen wir überzeugen.

Das klingt nach einem langen Weg.

Wir müssen da dicke Bretter bohren...

Das Video zeigt ein Projekt an der Theodor-Heuss-Grundschule in Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem Künstler Jacques Tilly. ... youtube

sueddeutsche.de 26.6.2014

Siehe auch Evolution und 'Reform'.

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Sigmar Salzburg
23.06.2014 13.03
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Gebrauchsmusterschutz für „Allah“

Nur Muslime dürfen in Malaysia ihren Gott „Allah“ nennen. Dieses Urteil hat das Oberste Gericht des Landes gefällt. Christen sind empört: Sie benutzen das Wort seit Jahrhunderten.

Kuala Lumpur – Eigentlich ist die Sache ganz einfach: „Allah“ ist ein arabisches Wort, entstanden aus dem Artikel „al“ und dem Wort „ilah“ – Gott. Zusammen also „der Gott“. Die Muslime nennen ihren Gott Allah, die arabischen Christen auch, übrigens schon lange bevor überhaupt der Prophet Mohammed in der arabischen Wüste auftauchte und den Siegeszug des Islams begründete.

Doch in Malaysia soll Nichtmuslimen die Verwendung des Worts „Allah“ künftig verboten werden. Ein entsprechendes Urteil hat das oberste Gericht des Landes in Putrajaya mit knapper Mehrheit von vier zu drei Richterstimmen in letzter Instanz bestätigt.Die Richter haben damit eine Klage der katholischen Kirche abgewiesen, die sich seit 2007 dafür eingesetzt hat, das Verbot des Wortes „Allah“ für Nichtmuslime aufzuheben, das damals von den Behörden verfügt worden war.

spiegel.de 23.6.2014

Damit ist der hier schon erwähnte Fall zum staatsgefälligen Ende gekommen – durch ein oberstes Gericht, zielstrebig fast wie bei uns in Bezug auf Religion und Rechtschreibreform.

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Sigmar Salzburg
26.04.2014 06.44
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Religiöse SPD-Diktatur in NRW

Bochum. Bereits 2013 hatten die Bochumer Atheisten an Karfreitag dem Monty-Python-Film „Das Leben des Brian“ gezeigt. Auch in diesem Jahr kam es zu einer Vorführung der Filmsatire. Den Verantwortlichen der Initiative erwartet nun erneut ein Bußgeldverfahren. Ob es anders ausgeht als 2013? ...

Bewusst setzten sich die Mitglieder mit der Kultkomödie über das Landesgesetz hinweg. An dem hohen Feiertag ist die Aufführung von Filmen untersagt, die das NRW-Kultusministerium als „ungeeignet“ ansieht. Brian steht auf diesem Index...

Ein Außenmitarbeiter (den im Sozialen Zentrum keiner bemerkt haben will) [AM oder IM?] habe den Gesetzesverstoß „im Rahmen seiner üblichen Karfreitags-Kontrolle zur Kenntnis genommen“. Nun werde ordnungsgemäß ein Verfahren eingeleitet.
Genau darauf haben es die Atheisten abgesehen. 2013 war das Verfahren eingestellt worden.

derwesten.de 22.4.2014

Wieso kann in der „freiheitlich-demokratischen“ Bundesrepublik die Aufführung eines Films, der zum vertieften Nachdenken über die Entstehung einer Weltreligion anregt, einfach per Gesetz verboten werden?

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Sigmar Salzburg
11.04.2014 04.36
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Zum Tod von Karlheinz Deschner

Am vergangenen Montag ist der Schriftsteller, Moralist und Kirchenkritiker Karlheinz Deschner im 89. Lebensjahr verstorben. Von seinem ersten kritischen Werk „Kitsch, Konvention und Kunst“ hatte ich zu meiner Schulzeit 1957 nur gehört, aber sein Buch „Und abermals krähte der Hahn“ von 1962 bestärkte mich darin, niemals einer Religion näherzutreten. Von den folgenden Werken habe ich das meiste wohl gelesen.

Als er 1986 die ersten beiden Bände seiner „Kriminalgeschichte“ in Kiel vorstellte, rechnete er vor, daß es so gut wie unmöglich sei, die auf elf Bände berechnete Reihe zu vollenden. Im vergangenen Jahr erschien Band 10, aber er hatte sicherheitshalber schon 1983 den letzten Band „Ein Jahrhundert Heilsgeschichte“ vorbereitet.

Als ich seine letzte Lesung in Kiel besuchte, die der mit ihm befreundete Buchhändler Eckart Cordes veranstaltete, lästerte ich, ich wolle nur sehen, ob er noch bei Verstand sei. Er erkannte dies sogleich als Zitat aus einer Kritik der FAZ , der inoffiziellen „größten Kirchenzeitung Deutschlands“, die ihn mit Argwohn und Häme verfolgte. Dort fiel auch jetzt der Nachruf recht grob und dürftig aus. Ein „glühender Atheist“ war Deschner gewiß nicht, sondern Agnostiker, wenn auch Cordes meinte, „wir sind doch alle Atheisten“.

Es ist eine Tragik, daß die Kirchen nun – nicht zuletzt dank Deschners Wirken – auf ein Maß zurückschrumpfen, das einem naturwissenschaftlichen Zeitalter angemessen ist, daß sich aber eine andere irrationale Macht anschickt, ihren Platz einzunehmen. Mein Arabischlehrer sagte einmal: „Wir brauchen im Islam einen Martin Luther.“ Nein, der Islam braucht einen Deschner!

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Sigmar Salzburg
27.03.2014 14.26
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Linke Lernschwäche

Hamed Abdel-Samad, Sohn eines ägyptischen Imams, stellte vorgestern sein neues Buch vor und diskutierte im Gorki-Theater mit Jakob Augstein, lt. FAZ:

Ob das mit der Weltherrschaft eigentlich im Koran stehe, will Augstein wissen und meint es gar nicht mal ironisch, und da legt Abdel-Samad richtig los. Er habe gedacht, Augstein habe den Koran gelesen? Dieser hatte zuvor eine religionsfreiheitsfreundliche Sure zitiert, aber nie behauptet, in Islamkunde bewandert zu sein.

Das sei so typisch; man versuche sofort, das Ganze zu einer deutschen Debatte zu machen, Augstein sitze wie der Schiedsrichter vor der Dönerbude, der sich einen Islam bestelle, aber „bitte ohne Zwiebeln, ohne Tomaten und ohne scharf“. Das Publikum jault fast vor kontroverser Zustimmungslust, immer wieder wird die Diskussion von Zurufen unterbrochen...
faz.net 26.3.2014

Da Augstein aber voreingenommen und wenig lernwillig ist, ließ er heute auf der Internetseite seines Blättchens „Freitag“ eine Daniela Waldmann zitieren:

In Sure 5,32 im Koran heißt es, wer auch nur einen tötet, * tötet gleichsam die ganze Menschheit, wer einem, dessen Leben vom Tod bedroht ist, das Leben rettet, so sei es als hätte er der gesamten Menschheit Leben geschenkt.

D. h. das Leben jedes einzelnen bedeutet so viel wie das Leben der gesamten Menschheit, ist unendlich wertvoll.
freitag.de 27.3.2014

Es fehlt an dieser * Stelle: „ohne daß dieser jemanden getötet oder Schlechtigkeit (fasad: Fäulnis, Verderben, Korruption, Unmoral) über die Erde gebracht hat,...“

Was mit denen, die das vermeintlich getan haben, geschehen soll, sagt die folgende Sure: Sie sollen getötet, gekreuzigt, ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden...

Nach dem 11. September 2001 drückten einem, in Kiel und sicher auch anderswo, beschwichtigende Moslem-Aktivisten Handzettel mit der verkürzten Sure in die Hand, ohne dazu zu sagen, daß sich Mohammed Atta und seine Mittäter genau auch auf diese Texte hätten berufen können.

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Sigmar Salzburg
16.03.2014 07.08
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Päpstliche Versprechungen

Man muß doch ab und zu „Bild“ lesen, denn nur dort wurde die richtige Übersetzung der kürzlichen Papstansprache angedeutet. Die seriösere „Welt“ u.a. begnügten sich mit einem verdrucksten „Sch....“:

Papst Franziskus gilt als volksnah, doch soooo volksnah wie am Montag will der Nachfolger von Benedikt dann doch nicht sein.

Während einer Ansprache auf Italienisch auf dem Petersplatz zu Gläubigen rutschte ihm ein „Cazzo“ raus. Dafür gibt es im Deutschen gleich mehrere Übersetzungen. Keine ist an sich druckreif. „Scheiße“ oder „Dreck“ ist eine Deutung, „Schwanz“ die andere.

Zur Aufklärung: Selbstredend hat Franziskus nicht geflucht. Es handelte sich um einen Versprecher, den der Papst auch schnell korrigierte. „Caso“ mit weichem s steht für „Fall“. Und darum ging es dem Papst. „In diesem Fall würde sich Gottes Fürsorge in dieser Geste der Solidarität manifestieren.“

bild.de 3.3.2014

Aber auch Päpsten und Potentaten ist der absichtsvolle Gebrauch derartiger Kraftausdrücke nicht fremd.

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Sigmar Salzburg
21.02.2014 09.34
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Darwins Zweifel

Gefunden bei „Bach und Baum Obersülzen e.V.“

Und Darwin haderte mit Gott

„Ich kann nicht so einfach wie Andere¹ die Beweise für eine gezielte Erschaffung und allseitiges Wohlwollen erkennen, auch wenn ich es mir wünschen sollte. Es erscheint mir zu viel Elend in der Welt. Ich kann mich nicht davon überzeugen, dass ein wohlwollender und allmächtiger Gott die Ichneumonidae mit der Absicht erschaffen haben sollte, dass sie sich vom Inneren von Raupen ernähren, …“

So schrieb Darwin 1860 in einem Brief an den amerikanischen Naturalisten Asa Gray.

Ichneumonidae – Darwin meint die gemütliche und auch sehr nützliche Familie der Schlupfwespen, deren es allein in Deutschland 10000fach geben soll. Bei den Schlupfwespen haben sich sehr mannigfaltige Methoden entwickelt, ein Wirtstier zu finden und auszubeuten. Einige Mitglieder dieser liebenswürdigen Familie, die sich auch nicht scheuen, die Nebenlarven – ihre Geschwister also – zu fressen, zu kanibalisieren, haben die raffinierte Eigenschaft entwickelt, den Stoffwechsel des Wirtstieres so zu „impfen“, dass dessen Immunsystem ausgeschaltet² und es somit dem langsamen Tode ausgeliefert ist.
Bach und Baum 18.11.2013

¹) Darwin selbst brauchte die hypertrophe Großschreibung nicht:
I had no intention to write atheistically. But I own that I cannot see, as plainly as others do, & as I shd wish to do, evidence of design & beneficence on all sides of us. There seems to me too much misery in the world. I cannot persuade myself that a beneficent & omnipotent God would have designedly created the Ichneumonidæ with the express intention of their feeding within the living bodies of caterpillars, or that a cat should play with mice.
darwinproject.ac.uk 22.5.1860

²) Die neuen Gender- und Correctness-Theorien haben vermutlich eine ähnliche Wirkung auf Europa.

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Sigmar Salzburg
13.02.2014 07.31
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Deutsche Bildung zwischen Skylla und Charybdis ...

... zwischen Genderesoterik und Altreligionswahn

Im Humanistischen Pressedienst wurde über einen Vortrag des Historikers Rolf Bergmeier berichtet, der am 2. Februar in Oberwesel gehalten wurde. Hier soll nur seine Einschätzung der aktuellen Vereinnahmung des Bildungswesens durch „unsere“ Politiker hervorgehoben werden – diesmal für religiöse Ziele:

Viele Politiker predigen gebetsmühlenartig, wir lebten in einer Welt, die von der “christlich-abendländischen Kultur” geprägt sei. Deren Existenz stellt der Historiker Rolf Bergmeier ohne Wenn und Aber infrage...

Dabei sieht Bergmeier die wahren Wurzeln westlicher Demokratien neben einer geglückten Aufklärung der Europäer gegen das Christentum eben in antiker Denkarbeit, die in der Renaissance wiederentdeckt wurde, sowie in der arabisch-islamischen Erhaltung und Vermehrung dieses Kulturerbes ...

“Heute haben wir eine neue Bundesregierung”, wurde Rolf Bergmeier zum Ende seines Vortrages tagespolitisch, “in der alle Mitglieder sich in irgendeiner Form aktiv für die christlichen Kurskirchen ins Zeug legen, vorgeblich, weil letztere für die Gemeinschaft unentbehrlich seien; tatsächlich, weil den Politikern aber der Bildungshorizont fehlt, sich vorzustellen, dass Europa mit Sokrates und Cicero, David Hume und Kant, mit Philosophie und religiöser Toleranz, mit Freiheit und Demokratie, ohne Sachsenkriege, Kreuzzüge, Inquisition, Judenverfolgung, Hexenhammer, ohne Religionskriege und Holocaust, und ohne Indices verbotener Bücher heute wohl auf einer höheren Kulturebene leben würde.

Stattdessen ziehen weitere Gesinnungsfakultäten in die deutschen Schulen und Hochschulen ein – die muslimischen. Und auch ihre Lehrstühle werden auf Staatskosten betrieben. Da ist es nur konsequent, dass der Zentralrat der Muslime auch noch einen religiösen Feiertag und eine eigene Militärseelsorge verlangt. […] Diese Mischung aus Missionierungswahn, einem Mangel an Kompetenz und Nachdenklichkeit, aus dienender Parteiloyalität und Pöstchenschieberei ist eine Kriegserklärung an eine rationale Politik, an den innenpolitischen Frieden und fördert die Erodierung des Vertrauens in die etablierten Parteien und damit in die Demokratie. Wir haben ein deutsches Problem. […] Deutschland, das Land der Dichter und Denker, das Land von Kant und Nietzsche, Goethe und Schiller, Lessing und Heine, Hegel und Fichte, was haben sie aus dir gemacht?”

hpd.de 7.2.2014

Siehe auch hier.

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