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Unwichtige Geschichtsfälschungen
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Sigmar Salzburg
04.08.2015 07.05
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Robert Havemann

Vera Lengsfeld hatte 2004 die Parlaments-Initiative gegen die Rechtschreibreform unterstützt. Jetzt schreibt sie reformiert, um nicht aufzufallen und noch abgedruckt zu werden. Auf der „Achse“ hätte sie Robert Havemann originalgetreu und fachlich richtig zitieren können, aber sie hat es unterlassen. So schreibt Havemann 1977 das Dass-Deutsch von 1996:

Vera Lengsfeld 28.07.2015
Kein Sozialismus ohne Freiheit?

Robert Havemann, Physiker, von den Nazis zum Tode verurteilter Kommunist, bekanntester Regimekritiker der DDR, gab mit seinem „Berliner Appell“ den entscheidenden Anstoß zur Entstehung der „Unabhängigen Friedens- Umwelt und Menschenrechtsbewegung“ der DDR der achtziger Jahre... Anlässlich einer Generalrevision meiner Bücherregale, beschloss ich, „Fragen, Antworten, Fragen- Aus der Biographie eines Deutschen Marxisten“ nach über dreißig Jahren noch einmal zu lesen. Mit großem Gewinn. Manche Sätze scheinen für die heutige Situation geschrieben zu sein: „Unsere Verfassung garantiert ja das Recht der freien Meinungsäußerung. Das Unglück ist nur, dass es so wenige in Anspruch nehmen.“ Gemeint ist die DDR-Verfassung, nicht das Grundgesetz, dessen Wortlaut heute weitgehend unbekannt zu sein scheint.

Was Havemann zur Meinungsbildung in der sozialistischen DDR analysierte, ist von beklemmender Aktualität: „Eine demokratische Meinungsbildung von unten ist absolut ausgeschlossen. Zwar bilden sich zu allen wichtigen Fragen die verschiedenartigsten Meinungen innerhalb der Bevölkerung. Aber diese Meinungen des Mannes auf der Straße sind fast immer gegen die offizielle Meinung, die von oben dekretiert wird, gerichtet. In der Presse, im Rundfunk und Fernsehen wird diese offizielle Meinung zwar unaufhörlich und unisono verkündet, aber trotzdem gelingt es nicht, die Ansichten und das Denken der Volksmassen mit Hilfe dieses staatlichen Informationsmonopols zu manipulieren. Auch innerhalb der strukturellen Fasern des Machtapparats bleibt das Denken der Staats- und Parteifunktionäre völlig schizophren. Sie wissen, was sie zu denken haben. Die wahren Ansichten dieser Leute kann man nur unter vier Augen erfahren….

[Wir nähern uns offensichtlich wieder diesem Zustand.]

Interessant ist Havemanns Analyse, wie es zum Stalinismus in Deutschland kam:„.... in diesem elenden, zerrissenen, militärisch besetzten , hungernden Land war Demokratie nicht nur eine lächerliche Illusion, sie war einfach unangebracht. Was hätte schon dabei herauskommen können, wenn diese Leute das Recht gehabt hätten, frei für sich selbst zu entscheiden. Nein, sie mussten geleitet werden, ohne gefragt zu werden, von klugen, fortschrittlichen und selbstlosen Leuten. Erfüllt von unserem Sendungsbewusstsein hielten wir uns für die einzigen historisch Berufenen. Wir wurden zu Stalinisten, ohne es zu merken.“ Auch heute wimmelt es um uns herum von Leuten, die erfüllt von Sendungsbewusstsein sind und sich für berechtigt halten, um der edlen Sache willen, das dumme Volk zu erziehen.
[...]
Eine andere Beobachtung Havemanns ist noch interessant: „Innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft entwickeln sich auf allen Gebieten des Lebens neue Ideen, während die Ideen der Herrschenden mehr und mehr erstarren und verkalken. Es zeigt sich, dass Form und Inhalt der parlamentarischen Demokratie sich immer weniger entsprechen. Der progressive freiheitliche Charakter der Form gerät in wachsenden Widerspruch zum zunehmend reaktionären Inhalt des Systems.

[Hier rutscht Frau Lengsfeld noch etwas Bewährtes in ihren eigenen Text:]

Man muß wahrscheinlich die Erfahrung zweier Diktaturen hinter sich haben, um so genau die Gefährdungen der Demokratie beschreiben zu können. [...]

achgut.com 28.7.2015

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Sigmar Salzburg
06.07.2015 17.38
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Ein WKII-Marinesoldat verwendete ab 1941 die Reformschreibung ...

... natürlich nicht, sondern die Focus-Redaktion schrieb sein Tagbuch um, damit die Leser nicht an das antidemokratische Schurkenstück „Rechtschreibreform“ 1996-2006 erinnert werden. Natürlich ist es wieder ausschließlich die „neue“ ss-ß-Regel, die den Änderungbedarf künstlich erzeugt, ohne daß zuvor jemand danach verlangt hatte:

... „Diese Nacht wurden wir das erste Mal von den Tommies hier im Hoplafjord angegriffen. Sie kamen ganz plötzlich, Welle auf Welle, große 4motorige Langstreckenbomber….“

Am 29. April 1942 schrieb der deutsche Marinesoldat Karl Heinrich Josten diese Zeilen in sein Tagebuch. An Bord eines Zerstörers, der gerade an der norwegischen Küste nahe Trondheim lag und dort von britischen Bombern angegriffen wurde.... Ein spannendes und historisch aufschlussreiches Dokument, das Tochter Marion nach seinem Tod im Jahr 2001 in einer Schublade entdeckte...

Am 20. März 1942 notierte er auf der Überfahrt nach Norwegen über seine vorangegangene Nachtwache:
„Der Sturm wütete mit einer Heftigkeit, die kaum zu beschreiben war. Bereits nach fünf Minuten war ich nass bis auf die Haut, ein Brecher nach dem anderen rollte über Deck... Mir war zu Mute, als ob ich sterben müsste.“

Doch schon am Morgen nach dem Sturm begeisterte sich Josten für die norwegische Fjordlandschaft:

„Die Welt und Natur ist plötzlich wie umgewandelt. Klarer Himmel, sogar die Sonne spendet wohltuende Wärme ... Alles was eben Freiwoche hat kommt an Deck und genießt den herrlichen Anblick...“

Ein wenig klang es fast nach Urlaub, wenn Josten im Frühjahr 1942 schrieb: „Eigentlich müsste man Gott und der Marine dankbar sein, dass man so viel Schönes zu sehen bekommt und obendrein noch bezahlt wird.“

... Im Dezember notierte er: „Habe auch ein Mädel kennengelernt, Fridel heißt sie. Sie hat mir die Schönheiten ihrer Heimat gezeigt, Danzig, Neufahrwasser, Zoppot und Umgebung.“ ...

Am 19. April 1945 schrieb er: „Heute wünsche ich mir mehr denn je, dass dieser Krieg recht bald zu Ende geht und die Menschen Europas sich einig sind und ein Krieg nie mehr möglich ist.“ ... „Der Krieg ist nun endlich aus ... Ich kann das alles nur in dem einen Wörtchen „Unfassbar“ ausdrücken.“... [usw.]

focus.de 1; focus.de 2; focus.de 3

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Sigmar Salzburg
13.05.2015 14.45
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Kleine Korrektur

Weltkriegs-Ende: Gedenken mit argen Webfehlern

10. Mai 2015 00:30 | Autor: Andreas Unterberger

... Der Fehler im deutschen Bundestag passierte dem – sonst sehr klug gedenkredenden – Bundestagspräsidenten Lammert. Sein Fehler war wenigstens nicht böse gemeint. Er leitete eine Aufführung des Kaiserquartetts – also der musikalischen Grundlage mehrerer späterer deutscher und österreichischer Hymnen – mit dem Hinweis ein, dass diese 1797 von Haydn dem österreichischen Kaiser gewidmet worden sei.

Nur: Damals gab es noch gar keinen österreichischen Kaiser (sondern erst ab 1804). Der „gute Kaiser Franz“ war damals noch deutscher Kaiser, oder genauer Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, also auch Kaiser ganz Deutschlands.

In einem weniger formellen Sinn hatte Lammert freilich wieder Recht. Denn damals hatte der in Wien residierende Habsburger-Kaiser schon lange keine gesamtdeutsche Macht mehr...

andreas-unterberger.at 10.5.2015

Siehe auch Leibniz und Unterrichtssprache.

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Sigmar Salzburg
22.04.2015 21.16
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Der „Spiegel“ druckt gefälschte Lübke-Rede

Das Nachrichtenmagazin läßt Heinrich Lübke oder sein Presseamt im Jahr 1966 hellseherisch in der „Reform“ von 1996 schreiben:

Vorbereitete Lübke-Rede im Kalten Krieg: „Einheiten der sowjetzonalen Volksarmee haben die Demarkationslinie überschritten“

Was hätte der Bundespräsident gesagt, wenn die Sowjetunion und ihre Verbündeten die Bundesrepublik angegriffen hätten? Dem SPIEGEL liegt eine vorbereitete Rede von Heinrich Lübke aus dem Jahr 1966 vor.


So was nennt man wohl gute Vorbereitung: Die Bundesregierung hatte 1966 für den Fall eines Angriffs der UdSSR und ihrer Verbündeten auf die Bundesrepublik eine Ansprache von Bundespräsident Heinrich Lübke (CDU) an die Bevölkerung vorbereitet. Sie liegt dem SPIEGEL vor.
Jörg Diester und Johannes Jung von der „Dokumentationsstätte Regierungsbunker“ sind im Bundesarchiv fündig geworden. Das Bundespresseamt hatte diesen Text für Lübke anlässlich der Nato-Übung „Fallex 66“ entworfen. Hier der Wortlaut:

[Nach seiner orthographischen Sozialisation von 1900 bis 1945 hätte Lübke auch ß-los „äusserster“ schreiben können. Das „ß“ erweist das Dokument als Fälschung nach 1996:]

„Meine lieben deutschen Landsleute diesseits und jenseits der Demarkationslinie, Soldaten der Bundeswehr. Der Friede ist in äußerster Gefahr. Heute früh haben Einheiten der sowjetzonalen Volksarmee die Demarkationslinie überschritten und erste Kampfhandlungen ausgelöst. Das ist ein Bruch des Völkerrechts. Die Aggression richtet sich nicht nur gegen uns, sondern gegen alle mit dem deutschen Volk verbündeten Mächte der Welt. Nichts haben wir in den letzten Wochen unversucht gelassen, um den Frieden zu sichern ... In dieser schweren Stunde stehen wir alle zusammen.

Die Kraft, dem Unrecht und der Gewalt zu widerstehen, erwächst aus unserer Gewissheit, den Frieden leidenschaftlich gewollt und den Ausgleich gesucht zu haben. Wir sind den Weg der Verständigung bis zuletzt gegangen, dafür ist die Welt unser Zeuge. Nun, da die Waffen sprechen, ist es auch dem letzten Zweifler offenbar, wer den Krieg will. Noch haben wir aber nicht die letzte Hoffnung aufgegeben, dass die Vernunft doch noch Oberhand behält ...

Wir stehen in einem weltweiten Bündnis. Unsere Freunde sind an unserer Seite. Das muss dem ganzen deutschen Volk bewusst sein, vor allem auch Ihnen, meine lieben Landsleute jenseits der Elbe. Wir wissen, dass Sie zu Freiheit und Recht stehen. Wir wissen, dass die Mehrheit unserer mitteldeutschen Jugend die Uniform Ulbrichts nicht aus Überzeugung trägt.

Lasst uns in dieser Stunde der Gefahr zusammenstehen, dass der Friede doch noch gerettet, dass die gemeinsame Freiheit doch noch errungen werden kann. Nicht nur wir, Europa darf diesem schändlichen Anschlag nicht unterliegen. Das Recht ist auf der Seite der freien Welt. Zusammen mit unseren Verbündeten sind wir stark. Jeder kann sich auf den Schutz der Bundeswehr und aller öffentlichen Organe verlassen.

Wir werden im Kampf um das Leben und die Freiheit unserer Kinder ein Beispiel jenes Mutes und jener Tapferkeit geben, die unserem Volke eigen sind. Es lebe Deutschland, es lebe Europa, es lebe die Freiheit.“

(Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Die neue Ausgabe finden Sie hier.)

spiegel.de 19.04.2015

Die Fälscher hatten offensichtlich Sorge, das Dokument könnte von der jüngeren Generation nicht mehr sicher gelesen werden. Das ist ein Hinweis mehr, daß man der Einschätzung des Bundesverfassungsgerichts nicht traut, nach der Nachteile durch die Reform „nicht zu besorgen“ seien.

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Sigmar Salzburg
24.03.2015 05.42
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Auf Zitate ist kein Verlaß mehr!

Alte „daß“ werden „korrigiert“ – aber Schreibfehler bewußt zitiert:

Als Armstrong am 19. März 1965 in Berlin-Schönefeld landete ...

Der Chef der DDR-Künstleragentur, Ernst Zielke, hielt zum Empfang eine ellenlange Rede. Auf Deutsch, politisch gefärbt, Frieden, Sozialismus, Arbeiterklasse, Völkerfreundschaft, und so weiter und so fort. Für den Kulturfunktionär bedeutete der Besuch eine Aufwertung der DDR. Seht her – so die Botschaft – einer der größten Stars der Welt kommt in unser schönes Land.

So las sich das später auch in der „Schweriner Volkszeitung“: "Dass Armstrong (...) in die DDR kam, ist auch mit ein Beweis unseres wachsenden politischen und wirtschaftlichen Ansehens in der Welt.“ ...

Vor dem Konzert in Leipzig wies Stasi-Major Peterhänsel seine Leute in einem Schreiben an, „das gesamte Netz der inoffiziellen Mitarbeiter auf diese Veranstaltungen hinzuweisen...“. Darin schrieb er den Namen Armstrong gleichgültig immer wieder ohne r. Es sei damit zu rechnen, "dass der Auftritt Louis Amstrongs durch Jugendliche zu Provokationen ausgenutzt wird.“ ...

spiegel.de/einestages 23.3.2015

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Sigmar Salzburg
13.03.2015 06.45
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Hoffmann und Campe fälscht Loriot

Querköpfe / Beitrag vom 11.03.2015

Neuerscheinungen
Liiies doch mal was! Kabarett und Chanson zwischen Buchdeckeln


Von Stephan Göritz

„Liiies doch mal was!“ – diesen Rat, den einst eine von Loriots Knollennasenfiguren gab, sollten auch Kabarett- und Chansonfreunde beherzigen, erschienen doch wieder viele Bücher rund um die sogenannte Brettlkunst.

So findet man Loriots humoristische Leserbriefe über die bundesdeutsche Wirklichkeit zwischen Waschmittelwerbung und Lügendetektor, die er vor über einem halben Jahrhundert für eine Illustrierte schrieb, unter dem Titel 'Der ganz offene Brief' jetzt endlich auch zwischen Buchdeckeln.
deutschlandfunk.de 11.3.2015

Bernhard Strowitzki, sprachforschung.org, hat die Sendung gehört:
In der DLF-Sendung „Querköpfe“ wurde gestern abend eine Sammlung von Loriot-Texten vorgestellt. (Vicco von Bülow: Loriot – Der ganz offene Brief – 115 ungewöhnliche Mitteilungen; Hoffmann und Campe). Autor Stephan Göritz vermerkte dazu ungefähr: "Was würde Loriot dazu sagen, daß der Verlag seine Texte in die ihm so verhaßte Reformierte Schreibweise umgeschrieben hat?"

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Sigmar Salzburg
02.03.2015 11.43
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FAZkes & Co. fälschen wieder

Die FAZ bringt einen Vorabdruck aus dem Briefwechsel zwischen Marcel Reich-Ranicki und Peter Rühmkorf.
spiegel.de 2.3.2015

Theodor Ickler
Heute druckt die FAZ eine Seite Briefwechsel Rühmkorf/Reich-Ranicki ab, alles auf Reformschreibung umgestellt. „Frankfurt schreibt...“
sprachforschung.org 2.3.2015

Marcel Reich-Ranicki und Peter Rühmkorf zur Rechtschreibreform.

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Sigmar Salzburg
30.01.2015 10.44
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Bundesbehörde fälscht die Fälscher

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen
des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen
Deutschen Demokratischen Republik


Die Methoden der Stasi
Vertiefung


Einführung zu den Methoden der Stasi
Die Methoden des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) zur Überführung von „Straftätern“, d.h. in der Regel von politisch Andersdenkenden und Handelnden, reichten von polizeilichen Methoden (Spurensicherung, Handschriftanalyse, Beweissicherung) über geheimpolizeiliche Methoden (Beobachtung, Überwachung, Befragung des Umfelds) bis zur Anwendung von Staatsgewalt (Ermittlung, Verhaftung, Verhör ). Alle diese Methoden konnte die Stasi ausdehnen, die Grenzen des rechtlichen Rahmens überschreiten oder zur Konstruktion von Fällen, Schuld und Geständnis nutzen. Auch Entführung, Erpressung, Drohung und Fälschung gehörten zum Arsenal der Stasi-Methoden...

1. Richtlinien der Stasi
Richtlinie der Stasi über „Zersetzung“, 1976 (Blatt 1/2)

2.6. Die Anwendung von Maßnahmen der Zersetzung

2.6.1. Zielstellung und Anwendungsbereiche von Maßnahmen der Zersetzung


Maßnahmen der Zersetzung sind auf das Hervorrufen sowie die Ausnutzung und Verstärkung solcher Widersprüche bzw. Differenzen zwischen feindlich-negativen Kräften zu richten, durch die sie zersplittert, gelähmt, desorganisiert und isoliert und ihre feindlich-negativen Handlungen einschließlich deren Auswirkungen vorbeugend verhindert, wesentlich eingeschränkt oder gänzlich unterbunden werden.

In Abhängigkeit von der konkreten Lage unter feindlich-negativen Kräften ist auf die Einstellung bestimmter Personen, bei denen entsprechende Anknüpfungspunkte vorhanden sind, dahingehend einzuwirken, dass sie ihre feindlich-negativen Positionen aufgeben und eine weitere positive Beeinflussung möglich ist.

[...] Bewährte anzuwendende Formen der Zersetzung sind:
• systematische Diskreditierung des öffentlichen Rufes, des Ansehens und des Prestiges auf der Grundlage miteinander verbundener wahrer, überprüfbarer und diskreditierender sowie unwahrer, glaubhafter, nicht widerlegbarer und damit ebenfalls diskreditierender Angaben;
• systematische Organisierung beruflicher und gesellschaftlicher Misserfolge zur Untergrabung des Selbstvertrauens einzelner Personen;
• zielstrebige Untergrabung von Überzeugungen im Zusammenhang mit bestimmten Idealen, Vorbildern usw. und die Erzeugung von Zweifeln an der persönlichen Perspektive;
• Erzeugen von Misstrauen und gegenseitigen Verdächtigungen innerhalb von Gruppen, Gruppierungen und Organisationen;

bstu.bund.de/schulausstellung

Die hier hervorgehobenen „ss“ zeigen, daß auch die Unterlagenbehörde fälscht – um den Schülern vorzugaukeln, daß es selbst in der DDR von 1976 nie eine andere Rechtschreibung als die „reformierte“ von 1996 gegeben habe.

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Sigmar Salzburg
28.10.2014 12.29
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Zeitenwende beim „Bayernkurier“

Die einstige CSU-Kampfpostille soll aus Kostengründen künftig online erscheinen. Grund genug, sich an die übelsten Tiraden gegen „APO-Gammler“ und die „Brutstätten des Verfalls“ zu erinnern... Der politische Gegner wurde in einer Tonlage attackiert, wie sie heute kaum noch vorstellbar ist.
spiegel.de 28.10.2014

Die Textschnipsel sind so gewählt, daß die neuen „ss“ der 96er-Reform-Hunnen möglichst außen vor bleiben. Wenn's nicht anders geht, wird einfach gefälscht. Nur das neue „so viel“ ist noch nicht präsent:

Die Studentenbewegung wurde zum Lieblingsgegner der CSU-Propagandisten. Über einen Protest auf der Frankfurter Buchmesse (hier im Oktober 1967) hieß es: „Es war, als ob die Hunnen in eine Kulturlandschaft eingebrochen wären. Selten war soviel Ignoranz auf einem Haufen…Einmal mehr hat sich gezeigt, dass diese ganze angebliche Protestwelle nichts weiter ist als ein Polizeiproblem.“ [Bildtext]

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Sigmar Salzburg
02.07.2014 08.34
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Unkritische Skeptiker

Auf einer Skeptiker-Konferenz berichtete ein Teilnehmer eines Forschungsprojekts über die nicht ganz gelungene Ausrottung des Aberglaubens in der DDR:

Zu den Erscheinungen, die “im sozialistischen System nichts mehr zu suchen hatten”, zählte aber nicht nur die Religion – vielmehr subsumierte die Staatsführung darunter sämtliche esoterische, paranormale, okkulte und alternativ-religiöse Themen, sagte Anton.

Als Beispiel führte der SkepKon-Referent ein Astronomie-Schulbuch für die zehnte Klasse an, das “Astrologie” wie folgt abhandelte:

“Die Astrologie [...] wird auch heute noch in der historisch überholten Ausbeutergesellschaft, zum Beispiel von der herrschenden Klassse in der BRD, zur betrügerischen Beeinflussung leichtgläubiger und abergläubischer Menschen genutzt.

In der DDR und anderen sozialistischen Ländern wird dem Aberglauben durch die Verbreitung wissenschaftlichr Kenntnisse über Natur und Gesellschaft und die Erfahrung, dass es möglich ist, das Leben bewusst zu gestalten, der Boden entzogen.” ...

Die vorläufigen Befunde des Forschungsprojekts “Zum Umgang mit dem Paranormalen in der DDR” deuteten durchaus auf eine Art “okkulten Untergrund” in dem damaligen sozialistischen Bruderstaat hin, erklärte Anton.
blog.gwup.net 27.6.2014

Seltsamerweise kommen die Skeptiker nicht auf den Gedanken, daß etwas mit dem Zitat aus dem Schulbuch nicht stimmen kann.
Zur Astrologie siehe auch dies.

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Sigmar Salzburg
02.02.2014 08.29
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Himmlers Briefe 2

Er organisierte den Massenmord der Nazis: 700 Privatbriefe des Reichsführers SS wurden als Paket überliefert. Nun erscheinen sie als Buch. Und offenbaren so gut wie nichts Politisches, sondern solche Erkenntnisse, dass Himmlers Kinder „Pappi“ sagten und er „Ich fahr nach Auschwitz. Küsse. Dein Heini“ schrieb.
Westdeutsche Allgemeine 26.1.2014

Die „Welt“ hat gerade ihre Serie über die Privatbriefe Heinrich Himmlers mit der achten Folge beendet, die allerdings nur den Film zum Buch behandelt. Wie zu erwarten, hat man die Umfälschung der Briefzitate in die 1996er ss-Schreibung fortgeführt. Ein Blick in beigegebene Faksimiles zeigt, daß die Himmlers meist in Sütterlin schrieben. Offensichtlich hatten sie es weniger eilig, sich dem Normalschrifterlaß des „Führers“ von 1941 anzupassen als Angela Merkel, sich dem Reform-Erlaß der Kultusminister zu unterwerfen.

Mitunter wurde Lateinschrift verwendet, aber auch dort mit traditionellem ß, obwohl ß-loses Schreiben damals nicht ungewöhnlich war. Eine Bildunterschrift wird falsch gefälscht als:

»„Püppi wird immer niedlicher und auch fleissiger“ Marga Himmler im „Babyjournal“ über Tochter Gudrun 1932«,
obwohl darüber das richtige „fleißiger “ erkennbar ist.

Die Bildunterschrift
„Gruß und Kuss unter der deutlich lesbaren Handschrift „Gruß und Kuß“ auf einer Postkarte zeigt die Dreistigkeit der zeitgemäßen Anpassungen.

Andere orthographische Verfälschungen in dieser Serie sind ohne bildliches Vergleichsmaterial weniger nachweisbar, insbesondere bei der Groß- und Kleinschreibung, weil auch damals eine gewisse Freiheit oder Unsicherheit herrschte:


[Margarete Siegroth ].... „Weißt Du Liebchen, manchmal graut mir doch vor Allem“, schrieb sie am 13. März 1928 ihrem Verlobten Heinrich Himmler... „Liebchen, dann habe ich nur Dich. Gestern Abend dachte ich so daran, und mir wurde ganz Angst.“

[ Sekretärin Hedwig Potthast ] „Dass er sich ohne Weiteres scheiden lässt, kommt zunächst nicht in Frage.“ ... „Die Frau aber kann nichts dafür, dass sie ihm nicht mehr Kinder schenken konnte, ist im übrigen mit 48 Jahren über das Alter hinaus, in dem es auf normale Weise möglich wäre. "

http://www.welt.de/himmler/

Man fragt sich, wozu die unwissenschaftliche Anpassung der originalen Brieftexte gut sein soll. Soll das Buch vor allem für Schulkinder verwendet werden? Damit sie lernen, daß auch hinter Pappis harmlosen Zeilen ein Massenmörder stecken könnte? Oder sollen die Bürger nur nicht an die Machtergreifung der 96er-Schreibreformer erinnert werden?

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Sigmar Salzburg
26.01.2014 17.17
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Himmlers Briefe verfälscht

Briefe von Heinrich Himmler sind aufgefunden worden, angeblich 1945 aus seinem Haus gestohlen und jetzt in Israel aufgetaucht. Die „Welt“ will sie anscheinend in einer längeren Serie verwursten. Uns interessiert hier nur, wie sehr man den Texten vertrauen kann. Schon die ersten Proben, die aber noch aus der Zeit vor der Naziherrschaft stammen, zeigen, daß Himmler hellseherisch bereits 1927 die ss/ß-Schreibung nach Heyse verwendet haben soll, die erst ab 1996 in Deutschland durchgesetzt wurde, nachdem sie 1944 vom damaligen Nazi-Erziehungsminister Rust bis nach dem „Endsieg“ zurückgestellt werden mußte. Auch die Streichung Buchstabens „h“ in „rauh“ ist unglaubwürdig. Das Durcheinander in der Schreibung der Anrede „du“ ähnelt der heutigen Rechtschreibung, wäre aber nicht gänzlich unmöglich:

„Aber ich bin das nicht geblieben und weiß nun, weil ich mir das Grausige der Zukunft etwas denken kann, dass ich dem Liebsten, was ich hier auf Erden habe, früher oder später Sorge und Leid bereiten werde.“ (30. Dezember 1927)

Wie Heinrich hatte Marga durchaus spezielle Vorstellungen von einer Beziehung. Schon im Januar 1928 bezeichnete sie ihren Geliebten als „bösen Mann mit dem harten und rauen Herzen“ – eine Bemerkung, die postwendend Himmlers Protest hervorrief: „Glaub mir's, Dein Landsknecht hat kein raues und hartes Herz. Das weißt du übrigens selbst am besten, ,kleine' Frau.“ (3. Januar 1928).
http://www.welt.de/himmler/

Diese Orthographie-Verfälschung ist ja nun alles andere als eine vertrauenbildende Maßnahme. Kurz nach Übernahme der Reform hatte die „Welt“ noch Wert darauf gelegt, Texte aus dieser Zeit in der originalen Rechtschreibung vorzulegen. Will man nur die Schüler vor „Verunsicherung“ schützen?

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Sigmar Salzburg
19.01.2014 16.36
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Scharlatanerien

Spiegel EinesTages
TV-Magier Uri Geller
Seine Kräfte? Angeblich von Aliens. 1974 verbog Uri Geller im deutschen Fernsehen Besteck – und die Republik spielte verrückt. TV-Zuschauer, Wissenschaftler, ja sogar Politiker glaubten plötzlich an Zauberei.

25 Jahre später spielte die Republik wieder verrückt. Diesmal verbogen die Politiker die deutsche Rechtschreibung. Da glaubten die Bürger allerdings weniger an Zauberei, als vielmehr an eine Schmierenkomödie.

Am 17. Januar 1974 ging ein Knick durch Deutschland. An jenem Donnerstagabend trat in der ZDF-Show „Drei mal Neun“ ein 27-jähriger Israeli mit dichten dunklen Locken auf. Der Mann behauptete, Gabeln allein mit der Kraft seiner Gedanken verbiegen oder zerbrechen zu können und stehengebliebene Uhren wieder zum Laufen zu bringen... „Uri Geller verbiegt ganz Deutschland“ titelte die „Bild“ daraufhin ...

Sogar der SPIEGEL reagierte. Er hob Geller kurz nach der Sendung auf seinen Titel und fragte: „Gibt es den Faktor Psi? Uri Gellers rätselhafte Kraft“...

Hier zitiert die Spiegel-Berichterstatterin ausnahmsweise korrekt:

"... In München, 'plötzlich hat's puff gemacht', versagte ein Fernsehgerät, bei Adelheid Senning in Augsburg zerknackte ein Nußknacker.“

Scharlatanerie, fanden die Kritiker. Der SPIEGEL beauftragte Wissenschaftler mit der Untersuchung einer von Geller zerbrochenen Gabel, die herausfanden, dass Chemikalien im Spiel waren. „Der Fall Uri Geller“, schrieb die „Zeit“ im Februar 1974, habe „die Dimension einer gigantischen Volksverdummung angenommen“...

Bei der nächsten gigantischen Volksverdummung machten allerdings ab 1999 auch „Zeit“ und „Spiegel“ bereitwillig mit – bei der „alles erleichternden“ Rechtschreibreform.

Sogar im Deutschen Bundestag wurden Uri Geller und das verbogene Besteck zum Thema. Der Hamburger SPD-Abgeordnete Rolf Meinecke wandte sich am 14. Februar 1974 an das Forschungsministerium und fragte:

„Teilt die Bundesregierung meine Meinung und Befürchtung, dass parapsychische Epidemien, wie sie z.B. durch einen 'gewissen Menschen' in den Massenmedien ausgelöst wurden, wissenschaftlich untersucht und gesellschaftspolitisch erforscht werden müssten, insbesondere im Hinblick auf Massenbeeinflussungen durch Phänomene oder auch durch Tricks?“

Wie man leicht nachprüfen kann, sprachen weder der Abgeordnete noch der Staatssekretär mit dem 1996 beschlossenen Doppel-s:

Die Antwort des zuständigen Staatssekretärs Volker Hauff fiel eher humorig aus: Er nehme die Frage „gern zum Anlass, um zu erklären, dass die von Ihnen angesprochenen Ereignisse sehr genau untersucht werden müssen“....

Einer Überprüfung unter streng wissenschaftlichen Bedingungen hat sich Geller stets verweigert. Während eines Auftritts im amerikanischen Fernsehen bei der „Tonight“-Show mit Johnny Carson, wo strikt darauf geachtet wurde, dass Geller vorher keinen Zugang zum Besteck hatte, versagten seine psychokinetischen Fähigkeiten... Als sich auf dem Tisch auch nach längerer Zeit nichts verbiegt, ist Gellers Erklärung dafür, dass er sich gerade nicht stark genug fühle ...

einestages.spiegel.de 19.1.2014

Da ging es Geller wie seinem frühen Landsmann Jesus, dessen Kräfte auch versagten, als er seine Heimat Galiläa aufsuchte und bei seinen Nachbarn keine gläubige Trübung der Urteilsfähigkeit eintreten wollte:

Mk 6,4 ... Ein Prophet gilt nirgend weniger, denn in seinem Vaterlande und daheim bei den Seinen. 5 Und er konnte da nicht eine einige That thun; (peinlich, deshalb ergänzte wohl jemand:) ohne wenigen Siechen legte er die Hände auf, und heilete sie.

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Sigmar Salzburg
02.01.2014 11.10
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Wortgeschichtsfälschung

Nach der Bezeichnung „Neger“ haben nun die Sprachgutmenschen das veraltende Wort „Mohr“ als Daumenschraube für die Sprach-Inquisition entdeckt. Thomas Paulwitz spießt in der „Jungen Freiheit“ die neuen Anwendungsgebiete auf, unter anderem in der einschlägigen Arbeit einer dilettierenden Quoten-Wissenschaftlerin:

Gern von den Medien zitiert wird Susan Arndt, Literaturprofessorin in Bayreuth mit den Arbeitsgebieten „Kritische Weißseinsforschung“ und „Rassismus“. Sie hat im Unrast-Verlag, der ein linksextremes Themenspektrum bedient, ein Buch über „Afrika und die deutsche Sprache“ veröffentlicht.

Darin behauptet Arndt allen Ernstes: „In dem Wort [Mohr] steckt das griechische ‚moros‘, das ‚töricht‘, ‚einfältig‘, ‚dumm‘ und auch ‚gottlos‘ bedeutet, und das lateinische maurus, welches für ‚schwarz‘, ‚dunkel‘, bzw. ‚afrikanisch‘ steht.“ Leider hat Arndt offenkundig weder von Griechisch noch von Latein eine Ahnung. Das hier gemeinte griechische Wort „μωρός“ spielt für die Geschichte des Wortes „Mohr“ überhaupt keine Rolle. Hier soll offenbar künstlich ein Rassismushintergrund aufgebaut werden.

Und das lateinische Wort für dunkel oder schwarz lautet nicht „maurus“, sondern „niger“ (daher die Bezeichnung „Neger“ = „Schwarzer“). „Maurus“ bedeutet im Lateinischen lediglich „maurisch“ oder „afrikanisch“ als geographische Bezeichnung für Nordafrika (Mauretanien) und hat wiederum griechische Wurzeln („ἀμαυρός“ = dunkel). Als die arabisch-islamischen Mauren im 8. Jahrhundert in Spanien einfielen, nannten die Spanier sie „los moros“. So gelangte das Wort „moro“ letztlich auch als „Mohr“ ins Deutsche...

jungefreiheit.de 28.12.2013

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Sigmar Salzburg
18.12.2013 13.21
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Nochmals Nordkorea

Onkel von Kim Jong Un aus Archiven gelöscht
Nach der Hinrichtung von Jang Song Thaek, dem Onkel von Machthaber Kim Jong Un, betreibt Nordkorea Geschichtsfälschung im großen Stil. Zehntausende Artikel wurden aus Online-Archiven gelöscht.


Nach der Exekution des Onkels von Machthaber Kim Jong Un, Jang Song Thaek, haben die Staatsmedien in Nordkorea beinahe ihre gesamten Online-Nachrichtenarchive gelöscht. Mehrere zehntausend Artikel seien von den Webseiten der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA und der Parteizeitung „Rodong Sinmun“ entfernt worden, berichtet das Nachrichtenportal „NK News“. Zuvor sei der Name des hingerichteten Jang bereits aus zahlreichen archivierten Artikeln gestrichen und der in Ungnade Gefallene aus Fotos und Videos herausgeschnitten worden, hieß es. Am Wochenende seien dann jedoch alle Artikel von der KCNA-Webseite verschwunden, die vor Oktober 2013 publiziert worden waren.

„Es gab zuvor auf der Webseite 35.000 Artikel auf Koreanisch mit einem früheren Datum als Oktober 2013“, zitierte „NK News“ den neuseeländischen Programmierer Frank Feinstein. „Selbst wenn sie den einen oder anderen Text übrig gelassen haben, sind doch 98 bis 99 Prozent aller Inhalte entfernt worden.“ Auch die Übersetzungen der Artikel ins Englische, Spanische, Chinesische und Japanische seien verschwunden. Aus dem Archiv von „Rodong Sinmun“ wurden rund 20.000 Artikel entfernt.

Nach Angabe von „NK News“ habe es noch nie zuvor eine Löschaktion dieser Größenordnung bei nordkoreanischen Medien gegeben. Die Archive der Webseiten richten sich vor allem an Nutzer aus dem Ausland: In Nordkorea selbst haben nur sehr wenige Menschen Zugang zum Internet, alle Informationen werden von den Staatsmedien kontrolliert.
n24.de 17.12.2013

Wenn das nicht an Winston Smith' Arbeit im „Ministerium für Wahrheit“ erinnert...(hpd.de)

... und an die „Rechtschreibreform“. In Korea geht es um die Vernichtung der Erinnerung an eine Person, in Deutschland hauptsächlich um die Beseitigung der Erinnerung an den 600jährigen Gebrauch des „ß“ als Silbenschlußzeichen – in Aufwand und Kosten sicher vergleichbar.

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