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Sigmar Salzburg
27.05.2015 12.34
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Es geht um Macht und Geld

Rechtschreibreform in Portugal: “Correto” ist korrekt

“Schifffahrt” mit drei “f”? Ja. Seit 1996, seit der umstrittenen Rechtschreibreform in Deutschland. Vereinfachen sollte sie. Und vereinheitlichen. Doch längst haben Studien gezeigt: Die Fehlerquote in Diktaten und Aufsätzen an allen Schulformen hat sich seither verdoppelt. Die Rechtschreibfreform ein Desaster?

Den Portugiesischsprachigen auf der ganzen Welt droht nun dasselbe, mehr als 220 Millionen Menschen sind davon betroffen. In Portugal gelten seit diesem Mittwoch (13.05.2015) neue Rechtschreibregeln...

Und warum das Ganze?

Es geht um Politik, und es geht um Märkte. Sollte es gelingen, die portugiesische Sprache zu vereinheitlichen, dann würde sie in den Kreis der offiziellen UN-Sprachen aufgenommen. Mit einer einheitlichen Schreibweise könnte das Portugiesische also seine Rolle als bedeutende Weltsprache weiter ausbauen, derzeit ist es bereits die weltweit sechsthäufigst gesprochene Sprache. Und: Portugiesische Verlage verfügen jetzt zwar über den riesigen brasilianischen Markt. Allerdings müssen sie ihre Bücher in der neuen offiziellen Rechtschreibung neu drucken. Ihren brasilianischen Kollegen wiederum stehen ebenfalls neue Märkte zur Verfügung – in ihrer gewohnten Rechtschreibung.

de.euronews.com 14.5.2015

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Sigmar Salzburg
23.03.2015 16.28
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Aus Alexander Demandt:

Der Baum, eine Kulturgeschichte“, S. 109

Die Eiche galt den meisten Griechen als der älteste und vornehmste aller Bäume. Theophrast (XXX 7, 4ff; 8, 2ff) betont, kein anderer Baum besitze so viele Varianten, bringe so viele Dinge hervor wie die Eiche, rechnete man doch auch die Bienen und den Honig zu ihren Erzeugnissen. Kränze aus goldenen Eichenblättern wurden verdienten Bürgern verliehen und Toten beigegeben. Das kostbarste Exemplar lag als Zeichen der königlichen Würde in dem größeren Goldkasten aus dem Herrschergrab in Vergina auf der Asche des Toten, der nicht Philipp II, der Vater Alexanders, sondern dessen Halbbruder Philipp III Arrhidaios war. Ein ähnlicher Eichenlaubkranz stammt aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., er wurde bei Armento in Unteritalien, der Magna Graecia, geborgen und befindet sich in der Münchener Antikensammlungen (Lullies 1982).

Die Eiche ist der Baum schlechthin, ihr griechischer Name drys, abgeleitet aus indogermanisch deru, meinte ursprünglich jeden Baum. Die Wortwurzel bezeichnet die Eigenschaft des Festen; sie steckt auch in dem klassischen Wort für Baum dendron, das mit altindisch dru, altpersisch dauru, gotisch triu, keltisch derva, irisch dair und englisch tree verwandt ist. Im Deutschen lebt sie fort in den Endungen der Baumnamen Rüs-ter und Flie-der; Hei-ster und Gaman-der, Holun-der und Wachol-der, Ligus-ter und Olean-der. Auf dieselbe Wurzel werden lateinisch durus – „hart“ und deutsch „derb“ und „treu“ zurückgeführt, das demgemäß als „kernhart“ oder „verholzt“ verstanden werden kann. Der Wortstamm findet sich in zahlreichen Ortsnamen zwischen Dry-nemeton in Kleinasien und Kil-dare in Irland. Die Eiche von Dodona heißt bei Sophokles auch phēgos, verwandt mit lateinisch fagus und deutsch Buche, eines von mehreren Beispielen dafür, daß Baumbezeichnungen springen können.

Germanisten und Sprachwissenschaftlern ist dies alles natürlich nichts Neues, aber es ist ja auch nur eine halbe Seite aus dem 472 Seiten starken, äußerst reichhaltigen Buch, das selbstverständlich in der bewährten Kulturrechtschreibung gedruckt ist – wie auch alle anderen Werke desselben Autors.

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Sigmar Salzburg
21.02.2015 08.38
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Queen

Versuch einer allgemeinen teutschen Idiotikensammlung 1788
Friedrich Carl Fulda
quine Sächs. junge Kuhe
Ulfil. [got.] Weibsperson

gehört von meiner Tochter an der Nordseeküste:
„Quinnen“, junge Kühe.
Johannes Saß 1956:
„Queen“ junges weibl. Rind, pl. -s

Holthusen (1927) führt an:
queen Königin (ae. cwēn, as. quān, go. qēn-s, ai. janiṣ);
quean Vettel (ae. cwene, go. qino, air. ben, gr. gynē)

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Sigmar Salzburg
10.02.2015 11.53
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Ein wichtiges Problem der Sprachwissenschaft gelöst:

Haben Sprachen eher positiven oder negativen Grundcharakter?

... Bereits 1969 vermuteten Forscher erstmals, dass die menschliche Sprache generell eine Tendenz zum Positiven haben könnte. Bislang blieb dies allerdings weitgehend Spekulation. Nun haben die Forscher um Peter Dodds von der University of Veermont in Burlington handfeste Beweise für diese These geliefert. Für ihre Studie werteten sie systematisch Texte aus zehn Sprachen aus ...

Bei den Analysen kristallisierten sich etwa Zehntausend der am häufigsten verwendeten Begriffe in der jeweiligen Sprache heraus. Diese Wörter legten die Forscher dann rund 1.900 Muttersprachlern zur Beurteilung vor: Sie sollten auf einer Skala von eins bis neun den Begriffen einen Grad der Positivität zuordnen...

Die Auswertungen der Wissenschaftler zeigten: Bei allen 24 Quellen von Wörtern und in allen analysierten Sprachen gab es mehr Begriffe, die über dem neutralen Bereich lagen – mit anderen Worten: Die Stimmung der Sprache ist im Durchschnitt eher positiv geladen... Auch wenn sich Texte beispielsweise mit der Berichterstattung über Unglücke befassen, kann der Wortwert unterm Strich positiv sein.

... Diesen Zusammenhang haben sie für die Entwicklung eines Werkzeugs zur automatischen Analyse von Stimmungen in Texten genutzt. Sie nannten es Hedonometer ...
wissenschaft.de 9.2.2015

Das Ergebnis erinnert an den ontologischen Gottesbeweis: Die Existenz ist etwas Positives, also muß zu „Gottes“ Vollkommenheit auch die Existenz gehören. In der „hedonometrischen“ Sprachwissenschaft genügt anscheinend schon die Existenz eines Wortes, um ihm etwas Positives nachzusagen.

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Sigmar Salzburg
21.01.2015 10.36
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Tonsprachen

Formt Luftfeuchtigkeit die Sprachen der Welt?

Ein bestimmter Typus von Sprache ist in manchen Weltgegenden häufiger als anderswo. Zufall, sagten Linguisten bislang. Keineswegs, entgegnet nun ein Forscherteam.


Einer „feuchten Aussprache“ der ganz besonderen Art ist jetzt ein dreiköpfiges Forscherteam um Caleb Everett von der University of Miami auf der Spur: Seinen Untersuchungen zufolge ist in bestimmten Weltgegenden ein bestimmter Sprachtypus besonders häufig, weil dort eine angenehme Luftfeuchte den Sprechern hilft, die hohen Ausspracheanforderungen dieser Sprachen besser zu meistern. Ein kurioses Ergebnis, das die Forscher allerdings mit statistischen Beobachtungen untermauern können.

In den Blick haben sie konkret so_genannte [kotz!] Tonsprachen genommen, zu denen beispielsweise das Hochchinesische zählt. Diese offenbaren ein für mitteleuropäische Ohren ungewohntes Phänomen: Wörter unterscheiden sich dort mitunter einzig und allein in der Intonationskurve, mit der sie ausgesprochen werden...

Ob sie ... die Kritiker, die sie mit ihrer Veröffentlichung unweigerlich auf den Plan rufen werden, überzeugen können, ist derzeit noch offen. ...

spektrum.de 19.1.2015

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Sigmar Salzburg
09.12.2014 11.10
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Ein Weihnachtsgruß aus Herne auf Chinesisch

[Bild: An der Tafel die Zeichen für „guo“ (Land) – alt: im Quadrat eingegrenzt das Zeichen für Lanze „ge“(altchin. kwa), – reformiert: stattdessen das Zeichen für „yüe“ (Edelstein, kostbar).]
Sie führte in die chinesische Schrift sowie Land und Leute ein: Hua Pan-Witzel. Foto: Rainer Raffalski

Herne. In der Adventszeit bietet die VHS Herne den Kursus „Chinesische Zeichen schreiben“ an. Dabei wurden auch Weihnachtskarten gestaltet...

Bevor es ans Schreiben der Zeichen ging, stand kurz die Geschichte der Schrift auf dem Plan. „Chinesische Zeichen gibt es seit etwa 4000 Jahren“, berichtet Pan-Witzel sichtlich stolz auf die lange Tradition ihrer Heimat, „vereinheitlicht wurden sie vor ca. 2000 Jahren, als China das erste Mal vereinigt war“. Die Zeichen hätten sich aus Zeichnungen entwickelt, was sie am Zeichen für „Sonne“ zeigte: Aus dem Kreis mit einem Punkt in der Mitte entwickelte sich im Laufe der Jahre ein Rechteck mit einem Querstrich. „Die chinesische Schrift ist nicht geschwungen, sondern eckig“, erklärt die Chinesin, die seit 25 Jahren in Deutschland lebt, als ein Teilnehmer sich an den Zeichen versuchte und sie, typisch deutsch, etwas zu geschwungen an die Tafel brachte.

Niemand kennt alle Zeichen

Etwa 30 Grundstriche gibt es im Chinesischen, aus denen sich die etwa 50 000 Zeichen zusammensetzen. Alle beherrsche aber keiner, in der Schule lerne man um die 2000, so Pan-Witzel – und das durch üben, üben, üben. Ein Akademiker beherrsche vielleicht 5000.

Interessant ist auch, dass nicht nur die Deutschen Rechtschreibreformen über sich ergehen lassen mussten, sondern auch die chinesische Regierung der 50er Jahre ihre Zeichen veränderte. „Die Politik wollte unsere Schrift vereinfachen, indem sie bei manchen Zeichen einfach ein paar Striche wegließ“, berichtet Pan-Witzel. „Das galt aber nur für die Volksrepublik China, nicht etwa für Taiwan. Dort schreibt man immer noch traditionell.“

In der Schreibkunst sind es noch immer die traditionellen Zeichen, die genutzt werden. „In China ist ein Bild eines schön geschriebenen Schriftzeichens so teuer wie hier ein Monet oder Picasso“, sagt die Expertin.
...

derwesten.de 8.12.2014

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Sigmar Salzburg
09.12.2014 07.15
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Erdogans Bildungspolitik:

Zurück ins Osmanische Reich

Schüler sollen Osmanisch lernen, die Vorgängersprache des modernen Türkisch – ohne lateinische Buchstaben.

Rückbesinnung auf alte Größe und alte Werte – das ist der Kurs des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Schüler in der Türkei sollen künftig wissen, wie groß und mächtig das Osmanische Reich einmal war. Dazu sollen sie erst einmal wieder das osmanische Türkisch lernen, das einst gesprochen und mit arabischen Schriftzeichen geschrieben wurde.
spiegel.de 8.12.2014

Da die Türken durch Atatürks Sprach- und Schreibreform von ihrer Geschichte abgeschnitten wurden, ist das zunächst einmal grundsätzlich richtig. Der Wunsch nach alter Größe scheitert aber daran, daß die arabischen Staaten Nordafrikas bis zum Iraq gewiß nicht wieder türkische Vasallen werden wollen. Dann würde sich anbieten, irgendwann die wachsend türkisch besiedelten Gebiete in Deutschland und Umgebung einzugemeinden. Die Assimilierung hat Erdogan dort ja schon vor längerer Zeit verboten...

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Sigmar Salzburg
17.09.2014 03.00
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Mit dem FOXP2 lernt maus besser

Menschliches Sprach-Gen lässt Mäuse schneller lernen
Das Gen FOXP2 steht im Verdacht, eine wesentliche Rolle bei der menschlichen Sprachfähigkeit zu spielen. Versuche an Mäusen stärken diese These.


Mäuse, die die menschliche Version des Gens FOXP2 tragen, lernen schneller als Wildtyp-Mäuse. Das Genprodukt Foxp2 ist ein Transkriptionsfaktor, der im Gehirn von Säugetieren aktiv ist und beim Menschen eine wesentliche Rolle bei der Sprachentwicklung spielt. Ein Team um Christiane Schreiweis vom MPI für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig hat das Verhalten von Mäusen untersucht, die das menschliche FOXP2-Gen tragen – dabei erwiesen sich die genetisch veränderten Tiere in den Versuchen mit Labyrinthen als wesentlich lernfähiger.

Lediglich in zwei Positionen unterscheidet sich das Menschen-Gen vom Mäuse-Gen, doch das scheint einen Unterschied zu machen. Bekannt war bereits, dass in den veränderten Mäusen die Neuronen längere Dendriten haben. In der aktuellen Studie zeigte sich, dass sich auch ihre Funktionsweise verändert hat – sie bleiben nach längerer Aktivierung eine Weile inaktiv, ein wesentlicher neuronaler Lernmechanismus. All das hat, wie die Labyrinth-Experimente zeigen, Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten. Die Forscherinnen [und Forscher?¹] kommen deswegen zu dem Schluss, dass die Veränderung beim menschlichen FOXP2-Gen dazu dienen könnte, die mentale Verbindung zwischen Wort und Bedeutung schneller zu festigen – eine wesentliche Voraussetzung für Sprache.
spektrum.de 16.9.2014

¹) Nicht wenige! Die neue, irritierende Marotte der politisch korrekten Wissenschaft.

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Sigmar Salzburg
20.08.2014 13.40
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Tierisch komplexe Grammatik

Sprachen von Tieren sind der menschlichen Sprache ähnlicher in ihrer Struktur als vermutet

Weniger Zufall, mehr Grammatik: Tierische Sprachen ähneln der menschlichen offenbar mehr als bisher angenommen...

Ob singende Wale, pfeifende Murmeltiere oder zwitschernde Vögel: Viele Tiere produzieren komplexe Laute, um zu kommunizieren. Bei vielen Arten deuten die geäußerten Laute sprach-ähnliche Strukturen an. Dennoch ist es für Wissenschaftler schwierig, diese Tiersprachen zu enträtseln oder auch nur deren Struktur zu definieren. Gängigen Annahmen nach folgt die Struktur tierischer Sprache dem statistischen Markov-Prozess: Dabei hängt ein bestimmtes sprachliches Element, ein spezifischer Laut also, lediglich von einer relativ begrenzten Anzahl vorheriger Elemente ab. Die entstehende Lautfolge, eine Markov-Kette, basiert daher noch zum großen Teil auf der zufälligen Abfolge einzelner Laute.

Ganz anders erscheinen dagegen die menschlichen Sprachen: Deren Abfolgen von Lauten sind von deutlich strikteren grammatischen Regeln geprägt. Wissenschaftler sprechen von „Kontext-freier Grammatik“, deren Regeln unabhängig vom Inhalt des Gesagten greifen. Die Sprache ist dadurch viel komplexer, weniger zufällig und wesentlich ausdrucksstärker als durch den Markov-Prozess.

Dieser sprachliche Unterschied galt lange als entscheidender Unterschied zwischen Mensch und Tier...

Wie sich jetzt zeigt, folgt offenbar eine ganze Reihe tierischer Lautäußerungen wesentlich komplizierteren Modellen als dem Markov-Prozess. Die Lautfolgen von so unterschiedlichen Tieren wie Meisen, Finken, Fledermäusen, Orang-Utans, Orcas Grindwalen und Klippschliefern haben Forscher um Arik Kershenbaum vom National Institute for Mathematical and Biological Synthesis im US-Bundesstaat Tennessee überprüft.

Mit mathematischen Analysen bestätigten sie zum ersten Mal, dass der Markov-Prozess allein als statistische Grundlage von Tiersprachen nicht ausreicht. Damit rückten die tierischen Sprachen ein großes Stück näher an die menschliche Sprachstruktur heran...

scinexx.de 20.8.2014

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Sigmar Salzburg
07.02.2014 09.36
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Fuck the EU u.ä.

In einem Tonbandmitschnitt, den Unbekannte auf das Internetportal YouTube stellten, sagte die im US-Außenministerium für Europafragen zuständige Abteilungsleiterin Victoria Nuland abfällig über die Europäische Union: „Fuck the EU“...
Das „F-Wort“ ist in den USA tabu. Menschen mit Kinderstube meiden es füglich.
n-tv.de 5.2.14

Tonbandmitschnitte sind eben gefährlich. Das mußte schon Präsident Nixon erkennen, als er nach der Watergate-Affäre gezwungen wurde, seine heimlich gemachten Gesprächsmitschnitte zu veröffentlichen. Er konnte durchsetzen, daß alle seine Kraftausdrücke gestrichen wurden. Die häufigen Hinweise darauf gaben dem Ganzen eine skurrile Note:

PRÄSIDENT: ... Machen Sie ihn auch auf das aufmerksam, was wir schon haben. (Schimpfwort gestrichen) Colson hat (Charakterisierung gestrichen), aber wirklich, wirklich, -- dieses Zeug hier –, vergessen wir's. Aber denken Sie immer daran, daß dies nicht vom Weißen Haus gemacht wurde. spiegel.de 13.5.1974

Die Original-Mitschrift lautete:

PRESIDENT: … Also point out to him that the fish they're really after -- Tell him, look, for Christ sakes, Colson's got brass balls and so forth, but … [DEAN: A11 right.] ... I'd really, really be slugged here is -- let's forget this, remember, this was not done by the White House.

Colson werden hier wohl Unverschämtheit und Dreistigkeit („Messing-Hoden“) zugeschrieben.

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Sigmar Salzburg
25.01.2014 09.22
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Passend zur neuen „Ass“-Kultur

Thomas Paulwitz schreibt in der Jungen Freiheit
(in undeformierter Rechtschreibung):


Schimpfwort „Goethe“
„Fragen Sie in der Türkei niemals nach dem Goethe-Institut!“ Türkischkenner erbauen sich gelegentlich an einem solchen Rat. Sie wissen nämlich, daß es im Türkischen ein Wort gibt, das so ähnlich klingt wie „Goethe“: Das türkische „göt“ ist, ins Deutsche übersetzt, ein derber Ausdruck für das Gesäß...
Wahrscheinlich ist es lediglich einigen eingeweihten „Kiezdeutsch“-Kennern bewußt, daß auch der Kassenschlager „Fack ju Göhte“ in seinem Titel ein Wortspiel mit „Goethe“ und „göt“ treibt. So fiel der Schauspielerin Collien Ulmen-Fernandes unlängst auf: „Ich habe von meiner Nichte neulich gehört, daß ‚Goethe‘ auf Schulhöfen als abwertendes Wort benutzt wird. Das hätte ich auf Anhieb nicht mit einem Schimpfwort in Verbindung gebracht.“ Ulmen-Fernandes führt diese Entwicklung auf den großen Erfolg des Films „Fack ju Göhte“ in den Lichtspielhäusern zurück...
jungefreiheit.de 24.1.2014

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Sigmar Salzburg
10.01.2014 11.00
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Sprechen ohne Mythen

Die Pirahā am Amazonas zählen nur bis zwei und bilden keine Verben in der Vergangenheitsform, auch nicht in der Zukunftsform.

Simone Guski bespricht im Humanistischen Pressedienst das Buch ...

Daniel Everett: „Die größte Erfindung der Menschheit. Was mich meine Jahre am Amazonas über das Wesen der Sprache lehrten“. Deutsche Verlagsanstalt München 2013, 463 Seiten 24,99 Euro

Daniel Everett und die Pirahā wurden auch hier und da schon bei uns erwähnt.

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Sigmar Salzburg
21.11.2013 16.11
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USA ehren ihre „Codetalker“ unter den Ureinwohnern

Indigene Sprachen versetzt mit Codewörtern erwiesen sich während des Zweiten Weltkriegs als nicht entschlüsselbar

Washington – Regisseur John Woo setzte ihnen 2002 mit dem Film „Windtalkers“ ein Denkmal: Amerikanischen Ureinwohnern, die während des Zweiten Weltkriegs militärische Botschaften mit einem unknackbaren Code versahen – ihren Muttersprachen. Offizielle Ehren folgten ebenfalls spät, und eine letzte Gruppe ist erst jetzt ausgezeichnet worden. 250 Menschen erhielten für ihre Verdienste während des Kriegs die Ehrenmedaille des Kongresses. Für fast alle von ihnen war es eine posthume Ehrung...

Im 19. Jahrhundert verfolgte die US-Regierung noch das Ziel, die Kulturen der nordamerikanischen Ureinwohner zu beseitigen. Viele von ihnen wurden erst während des Ersten Weltkrieges US-Staatsbürger, oft im Gegenzug für einen Militärdienst. Zu dieser Zeit wurden ihre zuvor missachteten Sprachen plötzlich als wertvoll erkannt ...

Dem 58-jährigen John Parker kommen die Tränen, wenn er über seinen Vater Simmons Parker spricht. „Mein Vater konnte nicht stolzer sein, seinem Land auf diese Weise gedient zu haben“, sagte er...
derstandard.at 21.11.2013

Sehr selbstlos, denn die Interessen der Amerikaner in Europa waren nicht im mindestens die seines fast beseitigten Volkes.

Wikipedia: Den Comanche gehörten somit auf dem Höhepunkt ihrer Macht gegen 1830 ca. 40.000 Menschen an... 1866 schätzte man die Population der Comanche auf ca. 4.700, im Jahr 1884 gab es nur noch 1.382. 1910 lebten nur noch 1.171. Heute leben wieder über 14.000 Comanche, von welchen aber nur noch wenige die eigene Sprache sprechen.

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Sigmar Salzburg
18.06.2013 13.54
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Blockierte Fremdsprache

Bereits der Anblick von Objekten oder Gesichtern aus der eigenen Kultur können beim Sprechen der Zweitsprache stören
… Schon der Anblick eines aus der eigenen Kultur gewohnten Gegenstands oder eines typisch heimatlichen Gesichts kann die neue Sprache regelrecht blockieren. Unser Gehirn hat dann Probleme damit, die korrekten Wörter zu finden und wir sprechen unsere Zweitsprache plötzlich weitaus weniger flüssig als sonst. Diese Störeffekt liefert nach Ansicht der Forscher auch ein starkes Argument für Stadtviertel und Schulen mit gemischter Bevölkerung – und gegen Chinatowns und andere „Ghettos“ von Migranten...

wissenschaft.de 17.6.2013

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Sigmar Salzburg
20.04.2013 08.42
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Ärger mit Souvenirverkäufern:

Ägypten schließt Tal der Könige für Touristen

Die Geschäfte laufen schlecht, Urlauber bleiben aus. Für Souvenirverkäufer im ägyptischen Tal der Könige sind schwierige Zeiten angebrochen. Jetzt haben einige von ihnen sich auch noch eine handfeste Auseinandersetzung mit der Polizei geliefert – das historische Areal wurde geschlossen… In den vergangenen Tagen waren wegen einer Protestaktion zwischenzeitlich auch das nahe_gelegene Tal der Königinnen und die Ruinen von Deir al-Madina geschlossen gewesen.
spiegel.de 16.4.2013

Vor Jahren reiste ich nach Luxor und übernachtete im viktorianischen Hotel Winterpalace. Als ich am folgenden Vormittag die Stadt erkunden wollte, schoß aus den vorgelagerten Ladenarkaden ein junger Mann heraus und sprach mich in einer fremden Sprache an. Ich verstand ihn zuerst nicht, bis ich merkte, daß es Englisch sein sollte. Er bat mich, ihm noch etwas Englisch beizubringen. Ich sagte ihm, ich sei Deutscher, er solle sich doch lieber an einen Muttersprachler wenden. Deutsch sei auch okay, meinte er und bat mich in seinen Laden. Nachdem er mich überzeugt hatte, daß er mir nichts verkaufen wollte, folgte ich ihm, bestand aber darauf, daß er mir dafür Arabisch beibringen müsse. – Deutschland wäre gut, meinte er. Ein Freund habe dort jede Nacht eine andere Frau. Er wolle auch nach Deutschland. „Heirat no problem, ich auch Christ!“. Dann holte er eine große Kladde heraus, in der er in arabischer Schrift (mit nur drei Vokalen) deutsche Vokabeln gesammelt hatte. Er fragte eine ganze Reihe von Wörtern nach Bedeutung und Aussprache ab. Zum Schluß brachte er mir einen arabischen Satz bei: Atamanna anta sadiqi (Ich möchte, daß du mein Freund bist). Aber den kannte ich schon.

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