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Forum > Beispielsammlung über Sinn und Unsinn
Politisch korrekte Sprache
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Sigmar Salzburg
18.02.2014 18.38
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Kein „Sinti- und Roma-Schnitzel“

Sinti und Roma ist keine Eigenbezeichnung der Deutschen Sinti

Der Dachverband der deutschen Minderheit der Sinti, die Sinti Allianz Deutschland äußert ihre tiefe Verärgerung über das immer wieder stereotyp verwendete „Sinti-und-Roma’. Dieses Konstrukt wird von der Mehrheit der Sinti in Deutschland vehement abgelehnt...

Sinti und Roma ist die Erfindung des Zentralrat Deutscher Sinti und Roma e.V.. Diese Bezeichnung hat der Verband Zentralrat damals in der 80er Jahren eingeführt und nicht die Sinti-Bevölkerung. Deshalb kann hier nicht von Eigenbezeichnung die Rede sein...

Die Gruppen haben eine jeweils unterschiedliche geschichtliche und linguistische Entwicklung genommen und unterscheiden sich darüber hinaus in ihren Werten, Normen und Verhaltensweisen voneinander. Die Bezeichnung ‘Sinti und Roma’ eine irreführende Gleichsetzung zwischen den Ethnien produziert ...

02elf.net 17.2.2014

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Sigmar Salzburg
04.02.2014 20.48
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Ein Meister in Deutschland

Die bevorstehenden Wahlen in der Türkei sind der eigentliche Grund für Erdogans Besuch: Er ist auf Wahlkampftour... Entsprechend euphorisch wurde der Titel einer Veranstaltung mit 3000 Besuchern im Berliner Tempodrom am Abend gewählt. „Berlin trifft den großen Meister“, so wurde sie in den deutschen Medien angekündigt. Diese Übersetzung des türkischen „büyük Lider“ ist allerdings „politisch korrekt“ ausgefallen. Verständlich. Denn eigentlich müsste es heißen: "Berlin trifft den großen Führer.“
welt.de 4.2.14

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Sigmar Salzburg
29.01.2014 12.14
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Feridun Zaimoglu im Interview

Lieber Feridun, Du bist ja ein Freund der klaren, rauen Sprache. Gerade in Deinen ersten Büchern ging es oft heiß her. Gab es damals Beschwerden über Deine Sprache?

Zaimoglu:
Erst sah man in mir den Rüpel aus der Abseite, dann den Salonartisten. Ich scheue nicht das offen Wort; ich bin, wenn es denn die Geschichte mir abverlangt, nicht verlegen, eine Figur in Nachahmung ihrer Wirklichkeit sprechen zu lassen. Lehrer und Kulturkonservative waren entsetzt. Manch ein Buchhändler lud mich als die Attraktion der Saison ein. Nach der Lesung wurde ich aber kühl entlassen. Mein Fehler: Ich nannte den Deutschländer beim Namen. Sehr schnell, schneller als erwartet, wurde aus der Verdammungsvokabel ‘Kanake’ das Modewort der Salonlinken....

Mekonnen Meshgena vom Referat „Migration & Diversity“ der Heinrich-Böll-Stiftung fand die „Kleine Hexe“ beim Vorlesen so „rassistisch“, dass er den Verlag alarmierte. Nun hat der Verlag angekündigt Otfried Preußlers Buch sprachlich zu modernisieren. Wie bewertest Du als Autor diesen aktuellen Sprachstreit?

Zaimoglu:
Das politisch korrekte Sprechen ist eine Sprachstellung der bürgerlichen Verklemmungen. Das ersetzte Unwort erzeugt eine Leerstelle. Das ‘richtige’ Ersatzwort besteht aus Pappe, Hirn und Spucke. Es stammt aus dem Fachjargon der Gebildeten und Gelehrten: kein Feuer, keine Entflammungsgefahr, ödes Zeug. Die dunklen Worte – gekappt, verboten, verfemt – setzen sich im Gedächtnis der unteren Volksmassen fest. Ein Dicker heißt nunmehr Bürger mit molligem Hintergrund – man darf ihn nicht mehr als Fettsack bezeichnen. Der von Bildungsingrimm befeuerte Ausländer tilgt das Rauhe und Ruppige. Alle wollen alles verbieten – was soll der Blödsinn? Ich fange gleich mal mit einem kleinen Regelverstoß an: Ficken ist schön...

Sie bezeichnen sich als Deutscher und Kiel als Ihre Heimat. Vor kurzem wurden Sie von einem Schriftstellerkollegen als “Ärmelschonerliterat” bezeichnet: Sie würden sogar Gartenzwerge sammeln, damit man bloß nicht auf die Idee komme, dass Sie kein Deutscher sind.

Als ich das las, war ich sehr erschrocken, weil bei mir in der Küche ein Mehlsack umfiel...

Eren Güvercin 20.1.13/ 13.11.10

2006, als die „Rechtschreibreform“ auf der Kippe stand, hat er seinen Roman „Leyla“ noch in der traditionellen Rechtschreibung erscheinen lassen, vielleicht in der Hoffnung, als deutscher Klassiker anerkannt zu werden. Aber warum sollte er nun standhafter sein als Martin Walser?

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Sigmar Salzburg
28.01.2014 19.50
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Neues Etikett

Osnabrück.- Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, hat Diskothekenbetreiber dazu aufgerufen, ihr Personal zu größerer Sensibilität anzuhalten...
28.1.2014

Strebte man nicht bis vor kurzem „Integration“ an? Jetzt hat man das auf „kommt und nehmt“ reduziert.
Frau Schröder-Köpf versuchte sich 2001 auch an der neuen Rechtschreibung und kann jetzt ihre damalige Unfähigkeit als Willen zur Reform der Reform verkaufen.

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Sigmar Salzburg
27.01.2014 09.33
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Politisch korrektes Gedenken

Jan Fleischhauer schrieb in Spiegel.de 10.1.2011:

Zu den Meinungen, mit denen man sich in Deutschland aus gutem Grund unmöglich macht, gehört die Verharmlosung der Nazi-Diktatur. Wer heute von den Opfern sprechen würde, die „im Namen des Nationalsozialismus“ ihr Leben ließen, hätte sich diskursmoralisch zu Recht disqualifiziert. Wenn umgekehrt die Abgeordnete Sahra Wagenknecht angesichts der 90 Millionen Toten, die auf das Konto des praktischen Marxismus gehen, von den Verbrechen spricht, „die im Namen des Kommunismus begangen wurden“, findet komischerweise niemand etwas dabei.
Spiegel.de 10.1.2011

Bei der Vergangenheitsbewältigung ähneln sich die politischen Kräfte:

Beim politischen Jahresauftakt der Linken hat Fraktionsvize Sahra Wagenknecht das Gedenken an die Stalinismusopfer verweigert... Nachdem sie an der Gedenkstätte der Sozialisten gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Oskar Lafontaine einen Kranz niedergelegt hatte, machte sie um den Gedenkstein für die Stalinismusopfer einen großen Bogen – im Gegensatz zu den beiden Linke-Chefs Bernd Riexinger und Katja Kipping sowie Fraktionschef Gregor Gysi.
welt.de 13.1.14

Die rechtsextreme NPD hat am Freitag im sächsischen Landtag einen Eklat verursacht... Die NPD-Abgeordneten verließen den Plenarsaal, als sich die anderen Parlamentarier zum Gedenken für die Opfer des Nazi-Regimes und des Zweiten Weltkrieges erhoben. Die NPD wollte nur der Opfer der Bombardierungen deutscher Städte durch alliierte Luftangriffe gedenken.
welt.de 22.01.05

(Man beachte nebenbei das obligatorische Kombinations-Gedenken, um die Luftkriegsverbrechen der Alliierten mit den Naziverbrechen zu überdecken.)

Die zahlreichen Verbrechen, die im Namen des „Kommunismus“ begangen wurden, sollen ... nicht verschwiegen werden, vielmehr muss das Nachdenken über die Gründe des Scheiterns dieses humanistischen Versuchs integraler Bestandteil der Diskussion um zukünftige Alternativen sein.
trend.infopartisan 10/03

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Sigmar Salzburg
18.01.2014 14.49
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Behördensport Nazi-Scrabble

Wolfratshausen – Die Zulassungsstelle verweigerte dem Spediteur Heinrich Hasch Kennzeichen HH...
20 Jahre lang fährt die Fahrzeugflotte des Wolfratshauser Spediteurs Heinrich Hasch mit dem Kennzeichen TÖL-HH durch die Lande. Es sind die Initialen des Unternehmers, sie erleichtern die Zuordnung, sind den Kunden bekannt – und neuerdings verboten. Zumindest in der Kfz-Zulassungsstelle von Wolfratshausen. Der Grund: Die Buchstabenkombination könnte als NS-Ideologie verstanden werden. „Heinrich Himmler“ und „Heil Hitler“ grüßen vom Kennzeichen, sozusagen...
merkur-online.de 15.1.14

Vielleicht sollte Herr Hasch in die Hansestadt Hamburg (HH) umziehen:

Verstößt das HH-Kennzeichen gegen die guten Sitten?

In vielen Regionen wird HH für Nummernschilder seit einiger Zeit nicht mehr vergeben, weil es als politische Bedeutung missbraucht werden könnte. Auch in Hamburg sind gewisse Kombinationen verboten...

Das Abendblatt fragte beim zuständigen Hamburger Landesbetrieb Verkehr nach. Tatsächlich sind auch in der Hansestadt zahlreiche Buchstabenkombinationen verboten. So dürfen aufgrund eines Senatsbeschlusses vom 5. Juli 1985 nach dem HH die Buchstabenkombinationen HJ (Hitlerjugend), KZ (Konzentrationslager), NS (Nationalsozialismus), SA (Sturmabteilung), SS (Schutzstaffel) und SD (Sicherheitsdienst) nicht mehr zugeteilt werden. Die Abkürzung HH ist hingegen weiterhin erlaubt, Änderungen diesbezüglich sind auch nicht geplant.

Für einige Regionen in Norddeutschland gelten darüber hinaus weitere Verbote: So wird im Kreis Steinburg die Kombination IZ-AN nicht vergeben, weil es das Wort Nazi rückwärts darstellt. Im Kreis Dithmarschen ist die Kombination aus HEI-L untersagt.

abendblatt.de 16.1.2014

Mit diesen Albernheiten wurde ich bereits vor achtzehn Jahren behördlich belemmert, nebenbei aber auch schon mit dem „amtlichen“ ss-Diktat.

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Sigmar Salzburg
18.01.2014 11.19
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Correctness-Terroristen wieder erfolgreich

Der Bonbonhersteller Haribo reagiert auf Rassismusvorwürfe von Kunden – und nimmt seinen „Skipper Mix“ nach Angaben eines Konzernsprechers in Schweden und Dänemark vom Markt. Dort war schon seit Wochen vor allem im Netz über die salzigen Lakritzfiguren diskutiert worden. Die Süßigkeiten haben die Form von Masken und Gesichtern, die an afrikanische, asiatische oder indianische Kunst erinnern...

spiegel.de 17.1.14

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Sigmar Salzburg
14.01.2014 17.47
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Linker Löscheifer

In Korea wurde Jang Song Thaek aus den Archiven gelöscht,
in Kiel wird Paul von Hindenburg aus dem Straßennamen gelöscht:


Nach monatelanger Debatte ist das Aus für das Hindenburgufer in Kiel jetzt beschlossene Sache. Die schönste Promenade der Landeshauptstadt wird in Kiellinie umbenannt. SPD, Grüne und Linke haben im Bauausschuss gegen die Stimmen der CDU für die Umbenennung der Flaniermeile votiert. Einig waren sich die Mitglieder, den Namen des ehemaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg aus der Liste der Ehrenbürger zu streichen.
kn-online.de 11.1.2014

Jang Song Thaek wurde angeblich von Hunden gefressen,
Paul von Hindenburg haben die Linken gefressen,
weil er noch als nationales Symbol der Deutschen gilt.

Welch eine schäbige Entehrung nach einem 86jährigen tadellosen Leben!
Als Vorwand wird genommen, daß er Hitler zum Reichskanzler ernannte,
aber verschwiegen wird, daß er angesichts der Mehrheiten im Parlament
und der Unfähigkeit der übrigen Parteien kaum eine andere Wahl hatte.

Und – hätte er dem Volk diesen „großen Deutschen“ vorenthalten dürfen?


John Toland 1979 „Wenn Hitler 1937 am vierten Jahrestag seiner Machtergreifung gestorben wäre,
dann wäre er ... als einer der größten Deutschen in die Geschichte eingegangen“.

Joachim Fest 1973: „Wenn Hitler Ende 1938 einem Attentat zum Opfer gefallen wäre,
würden nur wenige zögern, ihn einen der größten Staatsmänner der Deutschen,
vielleicht den Vollender ihrer Geschichte, zu nennen.“

Es haben ja doch einige versucht, diese Größe tatsächlich herbeizuführen.

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Sigmar Salzburg
23.12.2013 08.57
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Assassinen im Migazin

„MiGAZIN“, das Fachblatt für die Vervielfältigung der Kultur in Deutschland, kann sich anscheinend nur in bemühtem Spott dem traditionell beliebtesten Fest der Deutschen nähern. Alles andere wäre „Ausgrenzung“ der Klientel. Soviel Tiefstsinn kann natürlich nur die Frucht ausgiebiger philosophischer, historischer und ethnologischer Studien sein:

Ho, Ho, Ho! Es weihnachtet sehr in diesem Lande, und für all die Ungläubigen da draußen, die nicht so ganz genau wissen, worum es bei diesem Fest geht, will ich heute mal eine Auszeit von den Hitlervergleichen nehmen und mich stattdessen als kultureller Vermittler anbieten ...

Erst vor rund hundert Jahren erfand ein us-amerikanischer Brausehersteller Weihnachten, kleidete verlauste, unrasierte Penner in die Firmenfarben, die, einem Zufall sei Dank, auch die Firmenfarben der Deutschen Bahn waren, und schickte sie mit ebendieser durchs Land...

Weitgehend geklärt scheint inzwischen auch die Herkunft der Begriffe Heiligabend und Weihnachten. So gehen Forscher davon aus, dass sich der Begriff des „Heiligabend“ erst in den Fünfziger Jahren allmählich durchsetzte, als es schon üblich geworden war, den Kindern selbst kleine Geschenke zu machen. Das oft minderwertige Spielzeug war schlicht nur am ersten Abend noch „heilig“ (neudeutsch: funktionstüchtig, heil, intakt), wanderte deshalb schon am nächsten Tag direkt in den Müll.

„Weihnachten“ hingegen entstammt bereits den frühesten Erfahrungen mit Familienfesten, die, wie bereits beschrieben, zumeist im „Weyhnkrampfe“ (Weinkrampf) gipfelten und bis heute traditionell darin gipfeln, die vormoderne Rechtschreibung „Weihnachten“ blieb bis heute erhalten und hat sämtliche Rechtschreibreformen überlebt...

Der Verfasser (geb. 1983 ... ), hat Philosophie, mittlere und neuere Geschichte, sowie europäische Ethnologie in Kiel studiert ...

migazin.de 17.12.2013

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Sigmar Salzburg
18.12.2013 12.05
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Politisch korrekte Taschendiebe

Die Berliner Polizei hatte ein Video mit Originalaufnahmen von Taschendiebstählen zusammengestellt zur Warnung der Bevölkerung in der Vorweihnachtszeit. Nach Protest der einschlägigen „zivilgesellschaftlichen“ Kräfte wurde es zurückgezogen. Es wurde ein neues erstellt, in dem nun deutlich deutsch aussehende Polizisten die Taschendiebe spielen. Nun fragt Gunnar Schupelius in der Berliner BZ zu Recht:

Polizeivideo
Warum müssen Taschendiebe blond sein?

... Ich als dunkelblonder Mann deutscher Herkunft empfinde diese Einseitigkeit der Darstellung als diskriminierend und verlange vom Innensenator eine Erklärung dafür. Ich bin kein Krimineller und möchte nicht, dass der Eindruck erweckt wird, dass alle Taschendiebe so aussehen wie ich.
bz-berlin.de 16.12.2013

Wirklichkeitsnah und unsere Erfahrungen korrigierend werden uns sicher demnächst auch politisch korrekte Warnungen vor KO-Tropfen vorgeführt werden: Blonde Polizisten spielen deutsche Gewalttäter, die schwarze Kopftuchmädchen betäuben, verschleppen und mißbrauchen.

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Sigmar Salzburg
17.12.2013 21.11
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„Niemand kann nur Opfer sein“

Gespräch mit der Dokumentarfilmerin Lidija Mirkovic zum Festival-Fokus, der sich den Sinti und Roma widmet
Cottbus Lidija Mirkovic ist die Tochter einer Roma und eines Serben. Die Dokumentarfilmerin porträtiert Sinti und Roma in unterschiedlichen Lebenssituationen.
[...]
Sie sprechen von sich stets selbstbewusst als „Zigeunerin“.
Ich selbst entstamme der Gruppe der Vlach-Zigeuner, die bis 1865 in Rumänien als Sklaven gehalten worden sind. Also bin ich eine Vlach. Mit dem Begriff Zigeuner bin ich aufgewachsen und habe ein tiefe, positive Bindung zu diesem Wort. Ich identifiziere mich mit dieser Bezeichnung, auch weil sie mich mit anderen Zigeuner-Gruppen auf anderen Kontinenten und in Europa verbindet, etwa mit den Manush in Frankreich oder den Kale in Spanien. [...]

Lausitzer Rundschau 5.11.2013
(Nach Hinweis bei Sprachforschung.org)

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Sigmar Salzburg
10.12.2013 09.24
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Brasiliens indigene Völker: Blutiger Kampf um den Urwald

Das Asháninka-Gebiet ist – wie die Territorien vieler Ureinwohner – zwar geschützt. 305 Stämme gibt es in Brasilien, sie sprechen 274 Sprachen. Ihre Schutzräume werden aber immer stärker bedroht,...

Rücksichtslos zerstören Farmer und Holzfäller in Brasilien das Land der Ureinwohner...
spiegel.de 10.12.2013

Sollen [die] nicht mehr in das Gebiet ziehen dürfen, damit es als romantischer Ethnozoo für die westliche Bourgeoisie erhalten bleibt?
(Jörg Kronauer in „junge Welt5.12.13)

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Sigmar Salzburg
10.12.2013 05.09
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Geboren aus dem Geist der Lüge

Bei der Suche nach Texten von Jörg Kronauer, der in den linken Medien gut vertreten ist, stieß ich auf den folgenden aus dem Jahre 2005. Er ist ein Beispiel dafür, daß stalinistische Sprachregelungen, Vorbild für Orwells Newspeak in „1984“, den kommunistischen Zusammenbruch von 1989 überdauert haben:

Die deutsche Karte gespielt
Geschichtspolitische Entwicklungen im Bund der Vertriebenen

Ein Gastbeitrag von Jörg Kronauer

Das Gedenkjahr bringt den deutschen Umgesiedelten Erinnerungs-Anlässe zur Genüge. »60 Jahre Kriegsende, 60 Jahre Verlust der Deutschen Ostgebiete, 60 Jahre Beginn der Vertreibung der Deutschen«: Prägnant fasst der »Glatzer Gebirgs-Verein« aus Braunschweig die Ereignisse zusammen, die ein »Feierlicher Ostdeutscher Gottesdienst im Dom zu Fulda« am 3. Oktober ins Gedächtnis rufen soll. Daneben wird, so verkündet der von »Vertriebenen« aus dem polnischen Klodzko im Jahr 1951 gegründete Wanderclub, ein weiteres Datum besonders beachtet werden: »55 Jahre Unterzeichnung der Charta der Heimatvertriebenen«.
antifainfoblatt.de 25.05.2005

Kronauer schreibt „Vertriebene“ in Anführungszeichen, gewiß um anzudeuten, daß die Betroffenen diese Bezeichnung zu Unrecht für sich in Anspruch nehmen, betrügerisch oder gar kriminell. Er spricht von „Umgesiedelten“, was natürlich angesichts der Umstände Hohn ist. Umsiedlungen sind Aktionen, die lange vorher geplant und möglichst schonend und mit Zustimmung der Betroffenen durchgeführt werden; bei denen der Zeitpunkt, die Abwicklung, die Entschädigungen, der Zielort und die gleichwertige Unterbringung genauestens ausgearbeitet sind. Nichts davon trifft auf diese zur „Umsiedlung“ verharmloste Vertreibung zu.

Eine linke Ferkelei leistet sich Kronauer noch, indem er von
„»Vertriebenen« aus dem polnischen Klodzkospricht. Sie hatten aber das deutsche Glatz verlassen. – Wie der neue Koalitionsvertrag zeigt, meidet inzwischen auch die CDU das Thema, wenn irgend möglich. Das gehört auch dort schon zur Political Correctness.

Auf der gleichen Antifa-Seite steht ein Text gegen die Bundeswehr unter der Überschrift: „Geboren aus dem Geist der Lüge“. Das hätte besser zu Kronauers Artikel gepaßt.


Siehe auch dies.

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Sigmar Salzburg
14.11.2013 08.21
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Malaysia reserviert das Wort „Allah“ für Muslime

Kein Wort für Gott mehr: Ein Urteil verbietet malaysischen Christen den Gebrauch des Wortes „Allah“. Das Gericht bricht damit eine jahrhundertealte Tradition.

In Malaysia dürfen Christen ihren Gott nicht mehr beim Namen nennen. Ein Berufungsgericht hat die Rechtmäßigkeit einer Anordnung bestätigt, die es zum Beispiel Katholiken verbietet, in Broschüren das arabische Wort „Allah“ für Gott zu verwenden. Neben den Muslimen, die etwa zwei Drittel der malaysischen Bevölkerung ausmachen, nennen dort auch Christen ihren Gott „Allah“.
sueddeutsche.de 14.10.2013

Der jetzige Papst riskiert, daß seine Worte in Malaysia nicht veröffentlicht werden dürfen:

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS
Petersplatz Samstag, 12. Oktober 2013

Aber für Gottes Barmherzigkeit – das wissen wir – ist nichts unmöglich!
vatican.va ge

!لكنَّ أمام رحمة الله – كما نعرف – ما من شيء مستحيل
vatican.va ar

… und die damalige niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan hätte ihren Amtseid mit Gottesbezug gar nicht aufsagen können.

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Sigmar Salzburg
05.11.2013 12.56
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Knollenfäule fürs ganze Leben

In England werden schon über Drei- bis Zehnjährige, die „Haßverbrechen“ begangen haben, Listen geführt und nach Vorschrift den Bildungsbehörden übermittelt. Anlaß kann die Verwendung „rassistischer“ oder „homophober“ Schimpfwörter sein, etwa „gaylord“ (eigentlich ein alter, unbelasteter Name), aber auch der Widerwille von Kindern gegen fremdländische Schulspeisung (siehe Spiegel 8.7.08). Folgemeldungen tauchten am 18.1. und 14.9.11 in der Daily Mail auf. Dort ist ein Bericht überschrieben:

'Racists' aged THREE: Toddlers among thousands of children accused of bigotry after name-calling
[„Rassisten” im Alter von drei: Tausende von Kindern bis zum Kleinkind der Bigotterie beschuldigt wegen (abwertender) Benennungen.]

Gegenüber der Duden-Definition „engherzig fromm; scheinheilig“ ist die englische Bedeutung „bigotry“ offensichtlich erheblich erweitert. Der Artikel warnt nun davor, daß die weitergegebenen Daten für das betreffende Kind eine Belastung für das ganze Leben sein könnten:

“And if schools are asked for a pupil reference by a future employer or a university, the record could be used as the basis for it, meaning the pettiest of incidents has the potential to blight a child for life.”
dailymail.co.uk

Und den Satz habe ich mir vom Übersetzungsautomaten verdeutschen lassen:
Und wenn die Schulen für Schüler Referenz von einem zukünftigen Arbeitgeber oder einer Universität werden gebeten, konnte der Datensatz als Grundlage für die sie verwendet werden, dh die kleinlichsten der Vorfälle hat das Potenzial, Knollenfäule ein Kind für das Leben.

Siehe auch dies.

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