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Kirchen und Religion
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Sigmar Salzburg
03.07.2013 07.31
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Gert Scobel

Buchautor und Philosoph Gert Scobel besucht die Hochschule Rheinbach

RHEINBACH. Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst. Ganz so leicht, wie es Juliane Werding Mitte der 70er Jahre gesungen hat, lässt sich der Vorgang im Kopf wohl doch nicht erklären. Jedenfalls nähert sich Gert Scobel in seinem 2012 erschienenen Buch „Warum wir philosophieren müssen. Die Erfahrung des Denkens“ dem Begriff und der Tätigkeit des Denkens auf rund 536 Seiten – ohne Anhang.

Dabei missachtet er direkt zu Beginn eine grammatikalische Regel und stellt eine These auf. Und zwar, dass substantivierte Verben wie „das Denken“ groß geschrieben werden. Er schreibt die Nominalisierung konsequent klein. Seine Erklärung: "... weil es das Denken nicht gibt. Was es gibt, ist denken als Vorgang, als Tätigkeit, als Erfahrung, die sich in der Zeit entwickelt.“ Aber woher nimmt der Autor die Gewissheit, dass es das Denken nicht gibt? Von Ally? Der Golden-Retriever-Hundedame, der Scobel das Buch widmet?
General-Anzeiger Bonn 26.06.2013

Mehr über „das denken“ Gert Scobels konnte man schon in einer Rezension seines Buches „Ausweg aus dem Fliegenglas“ im Humanistischen Pressedienst vor zweieinhalb Jahren erfahren:

Christlicher Glaube als Weisheitslehre?

(hpd) Der studierte Philosoph und Theologe Gert Scobel, einem weiterem Publikum durch seine TV-Sendungen „Kulturzeit“ und „scobel“ bekannt geworden, hat sich auf die schwierige Suche nach einem „Ausweg aus dem Fliegenglas“ begeben. Aber, um es vorweg zu nehmen: Auch er hat ihn, trotz großer Anstrengung und Ausdauer, nicht finden können.

Es gibt noch Überraschungen. Nachdem uns der Autor 398 Seiten lang neugierig gemacht hat, „wie wir Glauben und Vernunft in Einklang bringen können“ – so der Untertitel seines Buches – , nachdem wir also die Hoffnung fast schon aufgegeben haben, dass wir das noch erfahren, was wir immer schon wissen wollten, da lüftet er auf Seite 399 unten das Geheimnis: „Mein Rat: Statt auf dogmatische Lehrsätze und die Lehren der Religion zu starren wie das Kaninchen, das vor der teuflischen Schlange der Unorthodoxie Angst hat, ist es befreiender und vor allem auch lohnender, sich mit den Weisheitstraditionen in Verbindung zu setzen.“ [...]

... Scobel selbst steht in manchen seiner Formulierungen den eben zitierten Theologen-Tautologien in nichts nach:

„Die Bedingung für die Vernünftigkeit des Glaubens besteht, so paradox es auch klingen mag, gerade darin, dass man sich ihm als Phänomen nur so nähern, ihm nur so gerecht werden kann, dass man glaubt. Die Vernünftigkeit des christlichen Glaubens besteht in dem (mittels Vernunft und Empirie überprüfbaren) Sachverhalt, dass es nicht gelingt, dem Glauben anders (auf andere Weise) als im Glauben gerecht zu werden“ (S. 388).

Müssen solche Sätze sein? Ich denke nicht. Sie sind es, die das Buch als ganzes in seiner Aussage zwiespältig machen. Die Verschraubtheit dieser Sätze ist nur die Kehrseite der offenkundigen Unmöglichkeit, christlichen Glauben in einer nachvollziehbaren, von Wahn und Aberglaube unterscheidbaren Weise zu begründen...
hpd.de 20.12.2010

Wie wäre es, wenn Scobel auch mal „den Glauben“ klein schreiben würde? Aber dann wäre ihm vermutlich nicht so leicht der Einstieg in den CDU/SPD/EKD/RKK-kontrollierten und jetzt zwangsgebührenpflichtigen öffentlich-rechtlichen Fernsehbetrieb gelungen.

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Sigmar Salzburg
26.06.2013 06.51
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Nichtreligiöse Spiritualität

Der Philosoph Joachim Kahl wird im Humanistischen Pressedienst unreformiert mit bemerkenswerten Gedanken zitiert:

Hatte Dr. Kahl in diesem Jahr bereits auf dem Humanistentag in Hamburg seine Auffassungen zur nichtreligiösen Spiritualität einem größeren (humanistischen) Publikum vorgestellt, so hat er am vergangenen Sonntag in Berlin in der URANIA seine Ansichten gegen andere Vorstellungen von Spiritualität abgegrenzt.

Verschränkung von Rationalität und Emotionalität

Hierbei definierte er den Begriff einer atheistischen Spiritualität, wobei er zunächst darauf hinwies, dass heute Spiritualität „ein verbreiteter und schillernder Modebegriff (sei), meist gleichgesetzt mit vager Religiösität. In dieser gegenwärtigen Konjunktur spiegelt sich – entgegen einem ersten Anschein – der historische Niedergang der Religion. Sie getraut sich nicht mehr – selbstbewußt wie einst – im eigenen Namen und mit eigenem Wahrheitsanspruch, meist einem Offenbarungsanspruch, aufzutreten.“ Man solle aber nicht Spiritualität widerstandslos einer religiösen Interpretation überlassen, denn „Spiritualität bezeichnet eine wichtige allgemein menschliche Ebene des Bewußtseins,die religiös oder nichtreligiös, eben weltlich-humanistisch, gefüllt werden kann. Zwei Hauptmerkmale definieren Spiritualität: formal ist Spiritualität die Verschränkung von Verstand und Gefühl, von Rationalität und Emotionalität – inhaltlich ist sie die Verschränkung von Relativem und Absolutem. Anders gesagt: spirituelle Bedürfnisse und Fragestellungen beziehen sich – in gemüthaft vertiefter Form – inhaltlich auf die metaphysische Ebene der Wirklichkeit.“

Wobei Dr. Kahl erläuternd darauf hinweist, dass er nicht auf die „theologisch aufgeladene Spielart von Metaphysik“ Bezug nehme, sondern auf den „ontologischen Metaphysikbegriff, der, angelehnt an Parmenides und Aristoteles, die unveränderlichen, absoluten Strukturen des Seins“ bezeichne.

Die wörtlichen Zitate sind dem Redemanuskript von Dr. Kahl vom 23.06.2013 entnommen.
hpd.de 25.6.2013

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Sigmar Salzburg
23.06.2013 18.22
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Die Fruchtbarkeit der Evolution

Siegfried R. Krebs (Freigeist Weimar) bespricht Beiträge einer Tagung:

Evolution und Humanismus zwischen Zufall und Notwendigkeit

WEIMAR. (fgw) Der (leider erst) jetzt vorliegende Band 5 der Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Bayern versammelt 13 Beiträge der Tagung „Die Fruchtbarkeit der Evolution, die vom 20. bis zum 22. Mai 2009 in Nürnberg stattgefunden hatte. Anlaß für diese Tagung war das „Darwin-Jahr“, das sowohl dem 200. Geburtstag des Naturforschers Charles Darwin als auch dem 150. Jahrestag der Erstausgabe seines Hauptwerkes „On the Origin of Species by Means of Natural Selection“ gewidmet war...

[Anscheinend immer noch gültig ist die Feststellung:]

Um „Darwins umkämpftes Erbe“ geht es im Beitrag des Philosophen Michael Schmidt-Salomon mit dem Untertitel „Die Evolutionstheorie im weltanschaulichen Widerstreit“. Seine Aussagen kann man in zwei Thesen zusammenfassen: „Wissen statt Glauben – Warum sich die Evolutionstheorie nicht mit traditionellen Glaubensformen vereinbaren lässt“ und „Darwins humanistisches Erbe – Die Graswurzelrevolution des evolutionären Humanismus“. Schmidt-Salomon beklagt den deutschen Bildungsnotstand, wo die „Evolutionstheorie in den Schulen, wenn überhaupt, nur am Rande behandelt wird.“ (S. 34) Einwurf: Diese Aussage gilt allerdings nicht für die Schulen in der weiland der DDR, da war man seinerzeit doch bedeutend weiter...

freigeist-weimar.de 23.6.2013

[Seit meiner Schulzeit hat sich also nicht viel geändert. Ich habe nur von der Evolution erfahren, weil ich neunjährig schon die populärwissenschaftlichen Zeitschriften „Orion“ und „Kosmos“ bezog.]

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Sigmar Salzburg
18.06.2013 05.00
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Die neue Zeitgeistlichkeit

Kirche stellt Homo-Ehe vor Altar gleich
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat die Segnung homosexueller Paare weitgehend mit der Trauung gleichgestellt...
Im mit großer Mehrheit beschlossenen Regelwerk heißt es unter anderem: „Heute wird davon ausgegangen, dass die gleichgeschlechtliche Orientierung zu den natürlichen Lebensbedingungen gehört. Homosexualität kann als Teil der Schöpfung gesehen werden.“
Hessischer Rundfunk 16.6.2013

Christliche Theologen denken bekanntlich mit Logikdefekten – sonst wären sie keine. Mit dem gleichen Wahrheitsanspruch könnten sie auch behaupten, Pädophilie sei ein Teil der „Schöpfung“. Einen Außenstehenden braucht die kirchliche Fürsorge nicht zu berühren, vor allem, wenn dadurch der Druck vom Staat genommen würde, als Ersatzkirche für skurrile Paarungen zu fungieren. Allerdings muß man fragen, warum die Kirchen das Wort „Gottes“, die Grundlage ihres Glaubens, offensichtlich nach Laune außer Kraft setzen dürfen.

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Sigmar Salzburg
30.05.2013 08.41
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Auch eine Zwangsmissionierung

OLG zwingt Konfessionslose in Religionsunterricht

(hpd/MIZ) Seit dem Schuljahresbeginn 2012/13 in Nordrhein-Westfalen streiten sich konfessionslose und gemeinsam sorgeberechtigte Eltern gerichtlich um die Teilnahme ihrer Zwillinge am schulischen Religionsunterricht und Schulgottesdiensten. Nun hat das Oberlandesgericht Köln entschieden, dass die konfessionslosen Kinder den Religionsunterricht besuchen sollen...

hpd.de 0.5.2013

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Sigmar Salzburg
15.05.2013 11.40
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Mangelhafte Trennung von Staat und Kirche

Treffen von Wowereit und Woelki
Kirchenaustritte in Berlin sollen künftig Geld kosten
Mehr Geld für den Religionsunterricht, das will die Kirche. Geld für den Kirchenaustritt, das will der Berliner Senat…


… am Dienstag beschloss der rot-schwarze Senat, einen Gesetzesentwurf für eine Kirchenaustritts-Gebühr ins Parlament einzubringen. Wer künftig in Berlin aus der Kirche austreten will, soll dafür 30 Euro bezahlen.

Begründet wurde das Vorhaben mit den Kosten für die Amtsgerichte, die die Austrittserklärungen bearbeiten...

Über die Höhe der Gebühr hat laut Senat bereits 2008 das [christlich dominierte] Bundesverfassungsgericht entschieden. Das Gericht habe sowohl das staatliche Verwaltungsverfahren zum Kirchenaustritt als auch die Gebühr von 30 Euro in Nordrhein-Westfalen für verfassungsgemäß erklärt. Vergleichbare Regelungen gebe es in allen Bundesländern außer in Berlin, Brandenburg und Bremen.

rbb-online.de 14.5.2013

Mit Recht fragten die Jusos in Münster am 19.11.2011:
Warum ist eine Kirchenaustrittsgebühr zu leisten, aber keine Kircheneintrittsgebühr? Bei beiden Maßnahmen entsteht Verwaltungsaufwand, doch nur einer wird mit einer Gebühr belegt.
jusos-muenster.de

Will der Senat sich bei den Frommen anbiedern, wo nun schon 60 Prozent der Berliner konfessionslos sind?

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Sigmar Salzburg
20.04.2013 05.46
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Sechzehn Jahre Aussitzen und Durchsetzen

Welch ein Erfolg für unsere sechzehn obersten Kultursesselfurzer, daß sechzehneinhalb Jahre nach ihrem unheilvollen Beschluß zur „Reform“ nun auch der Papst seinen Kotau vor dem neuen Rechtschreibglauben macht:

Heute Abend möchte ich, dass eine Frage im Herzen eines jeden von uns aufsteige und dass wir sie ehrlich beantworten: Habe ich darüber nachgedacht, welchen verborgenen Götzen ich in meinem Leben habe …

vatican.va 14.4.2013

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Sigmar Salzburg
20.04.2013 04.19
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Unfehlbarkeit: Auch im Vatikan ist jetzt falsch richtig

Vatikan vereinheitlicht deutsche Rechtschreibung
Bislang galt im großen Sekretariat des Papstes die alte Schreibnorm


Vatikanstadt, 22.03.2013 (KAP) Der Pontifikatswechsel hat im Vatikan auch eine orthografische Neuerung gebracht. Seit dem 14. März benutzt das vatikanische Staatssekretariat in offiziellen deutschsprachigen Papsttexten die neue Rechtschreibung. Bislang galt im großen Sekretariat des Papstes die alte Schreibnorm.

Die bisherige Praxis hatte im Vatikan zu einer orthografischen Doppelgleisigkeit geführt. Die meisten Kongregationen und Räte richteten sich in ihrer deutschsprachigen Korrespondenz und Dokumentationen nach der 1996 eingeführten und 2004 und 2006 modifizierten modernen Fassung. In der deutschen Ausgabe des „Osservatore Romano“ fanden sich daher beide Schreibweisen nebeneinander – je nachdem, ob es sich um Dokumente des Papstes oder um Schreiben aus der Kurie oder um journalistische Texte handelte.

kathweb.at 22.3.2013

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Sigmar Salzburg
19.04.2013 05.45
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„Fortschritt“ auch bei den Konservativen

Zwischen Jubelstimmung und Verriß
Fairneß für Papst Franziskus.

Erstellt von Felizitas Küble am 14. April 2013 um 21:39 Uhr

kathnews.de 14.4.2013

Konservative Katholiken haben bislang gezögert, ihren bischöflichen Vorbetern im Kotau vor der reformierten Kultusministerschreibe zu folgen. Vorbild war ihnen dazu der deutsche Papst. Nachdem mit dem neuen Oberhirten der „Fortschritt“ Einzug im Vatikan gehalten hat, wankt auch diese Abwehrlinie.

Frau Felizitas Küble vom Christoferuswerk hat gerade für kathnews einen Artikel verfaßt, der sie völlig orientierungslos zeigt. Unter der obigen Überschrift verwendet sie, oft nahe beieinander, 16mal die neuen „ss“, 13mal die herkömmlichen „ß“ und einmal schweizerisch „ss“.

Weitere Fehler habe ich nicht analysiert, da mir theologische Texte Beschwerden verursachen. Mir fiel nur noch die „Mutige Erwähnung des Teufels“ auf. Der wird sich in der Gestalt des Druckfehlerteufels die Hände reiben.

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Sigmar Salzburg
15.04.2013 12.11
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Nachtrag zu Fazil Say

„Ist das Paradies ein Bordell?“ Wegen religions- und regierungskritischer Twitter-Mitteilungen wurde der türkische Starpianist Fazil Say wegen Blasphemie angeklagt. Jetzt hat ihn ein Gericht in Istanbul zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. spiegel.de 15.4.13

Dazu siehe hier. Aber auch in Deutschland wird die Bestrafung respektloser Behauptungen über irreale Dinge und Wesen angestrebt, u.a. von Spaemann und Mosebach.

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Sigmar Salzburg
04.04.2013 06.36
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Weitere Bibelverfälschung

Wolfgang Wrase hat bei FDS gerade diese Beobachtung mitgeteilt:

In neueren Bibelausgaben wurde laut bibleserver.com so daß nicht durch so dass ersetzt, sondern gleich durch sodass… Früher stand [an] einer sodass-Stelle oft eine andere Konjunktion (und, auf daß oder einfach daß). Vergleiche zum Beispiel 2. Mose 10,27:

Vulgata
induravit autem Dominus cor Pharaonis et noluit dimittere eos

Luther 1545 (Ausgabe letzter Hand)
Aber der HERR verstockt das hertz Pharao / das er sie nicht lassen wolt.


Einheitsübersetzung
Der Herr verhärtete das Herz des Pharao, sodass er sie nicht ziehen lassen wollte.

English Standard Version
But the Lord hardened Pharaoh’s heart, and he would not let them go.

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Sigmar Salzburg
04.04.2013 06.30
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Vatikan: Erste Armutsdemonstration in neuer deutscher Rechtschreibung

PAPST FRANZISKUS
GENERALAUDIENZ
Petersplatz
Mittwoch, 3. April 2013


Speaker [!] … Daneben gab es von Beginn an auch Berichte, die auf Beobachtungen von Augenzeugen beruhten und die in den Evangelien aufgeschrieben worden sind. Dazu zählen als erstes die Erlebnisse der Frauen, die das Grab leer vorfinden (vgl. Mk 16,1). Ihre Liebe lässt sie hinausgehen.
vatican.va 3.4.13

Der Vatikan gefährdet Schulkinder!

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Sigmar Salzburg
28.03.2013 11.52
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Franziskus und die Folgen…

Anders als das päpstliche Schreibbüro übt Radio Vatikan das „leichtere Schreiben“ der deutschen Reform schon seit längerem:

Kardinal Jorge Bergoglios Beitrag beim Vorkonklave ist präzise und schonungslos.
Sein erster Punkt: Um den Glauben zu verbreiten, also das der Kirche ureigenste zu tun, muss die Kirche aus sich herausgehen… Dann sprach er die um sich selbst kreisende Kirche an …
Von dieser Selbstbezogenheit weg_ zu_ kommen sei der Grundimpuls für jede Reform in der Kirche, so Bergoglio weiter… Dies muss ein Licht auf die möglichen Veränderungen und Reformen werfen, die notwendig sind für die Rettung der Seelen.“
de.radiovaticana.va 27.3.2013

Der vorlesende Pater mogelt sich in der Hörfassung bei „wegzukommen“ mit einer unsicheren Betonung durch.– Nach der Anmahnung notwendiger Reformen fiel nun auch dem päpstlichen Schreibbüro nur das neuschreibliche Zeichensetzen zur Rettung deutscher Seelen ein.

Die einleitende Frauenstimme zeigt übrigens schon die nächste Reform an: Statt „Kirche“ sollte nur noch „Kieche“ erlaubt sein (vergl. das „Raue“ anstelle des „Rauhen“). Sprache verändert sich schließlich.

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Sigmar Salzburg
22.03.2013 08.31
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„Hallo Benedikt? Hier spricht Franziskus“

Heiliger Vater mit Benedikt XVI. zum Mittagessen verabredet.
Vatikan (kathnews/RV). Papst Franziskus hat am Dienstag, dem Tag seiner Amtseinführung, den emeritierten Papst Benedikt XVI. angerufen. Das hat der Vatikan am Dienstagabend bestätigt. kathnews 20.3.13

Inzwischen hat auch Deutschlands reformunterwürfige Kirchenzeitung FAZ befriedigt vermerkt, daß die „Eremitierung“ Benedikts von vatikanischen Reformierern zum Rechtschreibputsch ausgenutzt wurde, um dort die Prost-ration vor der deutschen Kultusministerkonferenz und ihren Regeln durchzusetzen. Konservative Katholiken zögern aber noch, dem zu folgen, z.B. Felizitas Küble vom Christoferuswerk:

Rottenburger Bischofs-Lob für Irrlehrer Hans Küng
Aus dem Text geht freilich eindeutig hervor, daß es dem Rottenburger Oberhirten sehr wohl darum geht, den Irrlehrer und erbitterten Papst-Benedikt-Gegner auf das freundlichste zu würdigen … kathnews 19.3.13

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Sigmar Salzburg
16.03.2013 13.28
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Das Wehen des heiligen Anpassungsgeistes im Vatikan

AUDIENZ FÜR DIE KARDINÄLE
ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS
Sala Clementina
Freitag,15. März 2013


Wir haben die feste Gewissheit, dass der Heilige Geist mit seinem mächtigen Wehen der Kirche den Mut schenkt, fortzufahren und auch nach neuen Wegen der Evangelisierung zu suchen, um das Evangelium bis an die Grenzen der Erde zu bringen (vgl. Apg 1,8). Die christliche Wahrheit ist anziehend und gewinnend, denn sie antwortet auf die tiefen Bedürfnisse des menschlichen Daseins, wenn sie auf überzeugende Weise verkündet, dass Christus der einzige Retter des ganzen Menschen und aller Menschen ist.

vatican.va 16.3.2013

Da hat also die fromme Fortschrittsmafia im Vatikan die ganze Zeit auf Benedikts Abgang gelauert, um schreiblich vom Alten abrücken zu können – und anderes dafür beim alten lassen zu dürfen.

In einem Interview mit dem FOCUS ging Lehmann deutlich auf Distanz zum emeritierten Papst Benedikt XVI. focus.de 16.3.2013

Unser alter Bekannter Kardinal Lehmann...

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