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Kirchen und Religion
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Sigmar Salzburg
31.01.2013 11.41
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Rundfunk-Zwangsbeitrag

Aus einem Kommentar der Humanisten:

Rundfunkbeitragsstaatsvertrag und Religion

MÜNCHEN. (hpd) Das Grundgesetz ist eine große Quelle der Freude. Es schützt – siehe vor allem Artikel 3 und 4 – die Freiheit des Glaubens, der Weltanschauung und die freie Religionsausübung. Und so steht im Rundfunkbeitragsstaatsvertrag, dass „gottesdienstliche“ Betriebsstätten nichts zu zahlen haben. Und weil niemand benachteiligt werden darf, gilt das sogar für Agnostiker und Atheisten.

Das ist schön, vor allem da Politiker sehr gerne Sonderregelungen für Religionsausübende beschließen. Davon kann jeder profitieren, der sich auf die oben genannten Grundrechte beruft…

Viele Religionen kennen keine höheren Wesen, die sie anbeten und halten dennoch anerkanntermaßen Gottesdienste ab…

In letzter Konsequenz bedeutet das, dass man jede Sonderregelung, die sich auf die Religionsfreiheit bezieht, jedem Menschen zugestehen muss, der sich darauf beruft.

Pasta Fari 66

Weitere Tipps, Links zum Abmeldeformular für die Rundfunkabgabe und die Aufzeichnung einer Radiosendung mit einer einschlägigen Weihe des Senders durch einen ordinierten Priester des Fliegenden Spaghettimonsters findet man hier.

hpd.de 31.1.2013

Zur Kirche der Pastafaris siehe auch hier.

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Sigmar Salzburg
22.01.2013 09.47
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Kirchliche Erfolgsgarantie für Vergewaltiger – staatlich finanziert

Kölner Klinik-Skandal:
Publizist kritisiert „rechtseigenen Raum Kirche“
Zwei katholische Kliniken in Köln weisen eine offenbar vergewaltigte Frau ab.


Timm: Das ist ja widersinnig: Ein katholisches Krankenhaus darf eine Vergewaltigung feststellen, und wenn die Frau dann auf dem Tisch liegt und diese Pille danach möchte, darf sie das nicht mehr. Ist das tatsächlich die Norm?

Frerk: Das ist die Norm und das ist auch in Deutschland akzeptierte Norm im staatlichen Gesundheitssystem, und das Eigentliche, ganz Problematische daran ist, dass Krankenhäuser, wenn sie im Krankenhausplan des Landes vorhanden sind, und das darf man bei diesen Krankenhäusern annehmen generell, zu 100 Prozent öffentlich finanziert werden.

Timm: 100 Prozent?

Frerk: Da geht kein Cent Kirchensteuer oder Kirchengeld hinein.

Deutschlandfunk 18.1.2013

Die katholische Seite veröffentlichte dagegen den Dank einer Frau, deren Mutter gezwungen wurde, sie als Kind eines Vergewaltigers auszutragen: „Ich wurde durch staatliches Gesetz beschützt“. kath.net 18.1.2013

Wir erinnern uns noch an die zigtausend Frauen, die 1945 von unseren russischen Befreiern vergewaltigt wurden. Für sie konnte es wenig Hilfe geben, aber der Spiegel brachte 1995 ein Beispiel für politisch korrekte Einstellung: „Jetzt hat mir Rußland ein Kind geschenkt!“

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Sigmar Salzburg
18.01.2013 09.08
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Ein trojanisches Pferd für die religiöse Reconquista!

Brandenburg
Nur Rabbiner, keine Pastoren
Ist das Fach jüdische Theologie ein Einfallstor für Protestanten und Katholiken?


Ein mehr oder weniger großes Lob gab es gestern für das Bestreben der rot-roten Landesregierung, die Rabbinerausbildung in Potsdam wissenschaftlich zu institutionalisieren. Vor allem der Chef des Abraham-Geiger-Kollegs, Professor Walter Homolka, freute sich über diesen »wichtigen Schritt bei der Gleichstellung mit den christlichen Kirchen auf diesem Gebiet« …

Das nunmehrige Ziel der Landesregierung, diese Ausbildung in den Rahmen der universitären Ausbildung an der Potsdamer Universität aufzunehmen, stelle eine wichtige Funktion beim Wiedererstehen des jüdischen Lebens in Deutschland dar, unterstrich der Professor und Rabbiner. Ausdrücklich begrüße er diesen vorgesehenen neuen Rahmen, obwohl faktisch die Einflussrechte der jüdischen Vertreter dadurch geringer werden, als sie bislang im Geiger Kolleg waren. Denn der Gesetzentwurf sieht in einigen Punkten die Mitentscheidung der staatlichen Stellen vor, was bislang nicht so war.

Wichtiger aber sei, dass auf diese Weise der langgehegte Wunsch in Erfüllung gehe, die jüdische Theologie in die deutsche Universitätslandschaft zu integrieren, meinte Homolka. Mit der Änderung des Hochschulgesetzes werde »einer der letzten Meilensteine« auf diesem Weg erreicht. Er dankte der katholischen und der evangelischen Kirche für die »konstruktive Begleitung« des Vorhabens.

Im Januar 2010 hatte der Wissenschaftsrat der Bundesregierung die Weiterentwicklung von Theologien und religionsbezogenen Wissenschaften an deutschen Hochschulen empfohlen.

neues-deutschland.de 17.1.2013

Theologien sind Behauptungstraditionen und keine Wissenschaft, die allgemein anerkannt ist. Daher gehören sie nicht an wissenschaftliche Hochschulen, die von der Allgemeinheit finanziert werden. Eine „Weiterentwicklung“ von Theologien ist nicht die Aufgabe des Staates. Es kann also nur die politisch gewollte Ausbreitung und festere Verankerung an den Universitäten gemeint sein. Dazu soll jetzt die jüdische Theologie als trojanisches Pferd in die Universitäten geschleust werden – mit Unterstützung der christlichen Interessenten, die aber gleichwohl Desinteresse heucheln.

Obwohl die Zahl der gläubigen Juden sie nicht unter die ersten Zehn der Weltanschauungsgruppen bringt (die größte sind die Konfessionslosen), wird es heute niemand wagen, etwas gegen die Bevorzugung der Juden zu sagen. Die Rede vom „Wiedererstehen des jüdischen Lebens in Deutschland“ ist eine euphemistische Umschreibung für die Remissionierung glaubensschwacher Juden. Atheistische Juden, wie Marcel Reich-Ranicki, Ralph Giordano oder Henryk M. Broder leben seit Jahrzehnten recht gut in Deutschland.

Bemerkenswert ist, daß die einst laizistischen Sozialdemokraten und Linken sich nun aus durchsichtigen Gründen als Dienstmagd für die Theologie hergeben.


Siehe auch hier und da.

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Sigmar Salzburg
15.01.2013 14.03
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Radio Vatikan ohne Durchblick nach der Reformiererei:

Papst Johannes Paul II. wird heilig_gesprochen
Erstellt von Radio Vatikan am 10. Januar 2013 um 17:38 Uhr
Vatikan (kathnews/RV). „Johannes Paul II. wird sehr bald heilig_gesprochen – wenn nicht noch in diesem Jahr, dann sicher im kommenden.“ Das sagte Kurienkardinal Giovanni Battista Re an diesem Mittwoch einer italienischen Nachrichtenagentur. Benedikt XVI. hatte seinen unmittelbaren Vorgänger auf dem Stuhl Petri im Mai 2011 auf dem Petersplatz selig_gesprochen.
kathnews.de

Radio Vatikan schreibt veraltet reformiert. Jetzt ist wieder Zusammenschreibung alleinseligmachend. Benedikt blieb klugerweise beim alten:

Liebe Brüder und Schwestern, heute erstrahlt vor unseren Augen im vollen geistlichen Licht des auferstandenen Christus die Gestalt des geliebten und verehrten Johannes Paul II. Heute wird sein Name der Schar der Heiligen und Seligen hinzugefügt, die er während der fast 27 Jahre seines Pontifikates heilig- und seliggesprochen hatte.
vatican.va 1. Mai 2011

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Sigmar Salzburg
14.01.2013 20.23
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»Glaubenssätze als Wahrheit dargestellt«

Die „junge Welt“ bringt (in traditionell richtiger Rechtschreibung) ein Interview mit Rainer Ponitka:

Atheisten-Bund startet Kampagne gegen den Religionsunterricht an Schulen…

Religion darf also nicht in die Schule hineinwirken?

Nein, das sogenannte Ethikurteil (1998) des Bundesverwaltungsgerichtes besagt: Nur ausnahmsweise ist es zulässig, Religionsunterricht an staatlichen Schulen zuzulassen. Im Wortlaut: »Die Ausübung der Religionsfreiheit wird ausnahmsweise auch innerhalb einer staatlichen Institution – hier der staatlichen Schule – ermöglicht.« Grundsätzlich ist also staatliche Neutralität an Schulen zu gewährleisten. Wir kritisieren, daß der Religionsunterricht an deutschen Schulen jedoch eine Sonderstellung einnimmt. Wobei dort keineswegs die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse über Religionen stattfindet, sondern Glaubenssätze einer bestimmten Religionsgemeinschaft als »Wahrheit« propagiert werden. Die Kirchen genießen sozusagen staatlich finanzierte Mitgliederschulung.

[Seinerzeit hatte ich während meiner Auseinandersetzung mit dem Kieler Bildungsministerium dieses Urteil auch eingehend studiert: Der Religionsunterricht ist sozusagen nur als kulante Ausnahmeregelung zulässig. Tatsächlich aber wurden weithin die Kinder, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, als lästige Abweichler behandelt.

Anscheinend urteilt das Bundesverwaltungsgericht neutraler und sachlicher als das Bundesverfassungsgericht, dessen Personal die Parteipolitik besonders auswählt, kenntlich u.a. an der Nichtentscheidung zum brandenburgischen Lebenskundeunterricht.

Ähnliches war auch bei der „Rechtschreibreform“ zu beobachten. Während das Bundesverwaltungsgericht ein vernichtendes Urteil dazu vorbereitet hatte, kam das Bundesverfassungsgericht dem zuvor und erteilte den Kultusministern einen Freibrief. Als Folge muß man heute schon ein richtig geschriebenes „rauh“ in der jW als Akt revolutionären Widerstandes empfinden:
]


Mit 14 Jahren ist jede Schülerin und jeder Schüler religionsmündig – d. h. sie oder er kann ohne Erlaubnis der Eltern aus der Kirche austreten. Gilt das nicht auch für die Abmeldung vom Religionsunterricht?

... Die Regelungen dazu sind in den Bundesländern unterschiedlich. In Nordrhein-Westfalen (NRW) kann man sich mit Erreichen der Religionsmündigkeit, mit 14 Jahren, formlos schriftlich bei der Schulleitung abmelden: Ich reiße ein Stück Rauhfasertapete von der Wand und schreibe darauf »Ich habe keine Lust mehr auf Religion« – das gilt! In Saarland und Bayern ist das Abmelden hingegen erst mit Erreichen der Volljährigkeit, mit 18 Jahren, möglich …

jungewelt.de 14.1.2013

Der Zufall wollte es, daß soeben mein hier bereits erwähnter Erlebnisbericht zum Thema von Freigeist Weimar aufgegriffen wurde, in dem das Verwaltungsgerichtsurteil von 1998 ebenfalls eine Rolle spielt.

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Sigmar Salzburg
09.01.2013 07.54
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Kultusministerium zur Gleichbehandlung gezwungen

Am 28.11.2012 hat das BVerwG (Az. 6 C 8.12) entschieden, dass der Religionsgemeinschaft der Bahá´i in Hessen die Rechte einer Körperschaft des Öffentlichen Rechts verliehen werden müssen. Das hatte das hessische Kultusministerium in der Vergangenheit abgelehnt…
hpd.de 8.1.2013

Müssen an den Universitäten nun nicht auch Lehrstühle für Bahá´i-Wissenschaften eingerichtet werden? Die Zeugen Jehovas hätten schon diesen Anspruch.

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Sigmar Salzburg
08.01.2013 08.37
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Ein Grund mehr, staatlichen Islamunterricht einzuführen?

Mother jailed for beating son to death for failing to memorise Qur'an
Mother jailed for beating son to death for failing to memorise Qur'an ... they wanted him to become Hafiz – someone who memorises the Qur'an ...
guardian.co.uk 7.1.2013

Mutter prügelt Sohn tot, weil er Koran nicht auswendig kann
In Großbritannien ist eine Mutter zu mindestens 17 Jahren Haft verurteilt worden: Sie wollte ihren Sohn [7] zu einem Hafis machen – einem, der frei aus dem Koran zitieren kann. Weil er nicht schnell genug lernte, schlug sie ihn tot.
spiegel.de 7.1.2013

PS.: In England (alte Kolonialmacht) wird „Qur’an“ vernünftig geschrieben, bei uns schon vorreformatorisch „germanisiert“ – obwohl wir das Qaf noch im Alphabet haben. Das richtigere „Hafiz“ ist im Deutschen unmöglich, weil weder z noch s in Endstellung ein stimmhaftes s darstellen.

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Sigmar Salzburg
02.01.2013 10.06
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Mangelnde Trennung von Staat und Kirchen

Aus „Freigeist Weimar“:

... Den Kirchen weitgehend ergebene Politiker in fast allen Parteien schaffen – an der tatsächlichen Einstellung der Menschen vorbei – Gesetze, die den Kirchen immer mehr Rechte einräumen, obwohl deren Mitgliederzahlen immer mehr schrumpfen.

Mittels geschickt getrickster Gesetze und Verordnungen ist es den Kirchen möglich gemacht worden, über die Institution des sog. freien Trägers (siehe Wikipedia!) nach und nach Kindertagesstätten, Schulen, Krankenhäuser, Sozialeinrichtungen sich einzuverleiben und nach ihren – nur undemokratisch zu nennenden – Regeln zu betreiben. Bezahlt wird dagegen alles aus öffentlichen Mitteln!

Besonders drastisch ist diese Vereinnahmung nach kirchlichem Arbeits»recht« in Ostdeutschland zu beobachten, wo z.B. bislang öffentliche Krankenhäuser von der Kirche übernommen werden, umgehend weniger Gehalt bezahlt und nicht kirchlich gebundenen Mitarbeitern gekündigt wird. Wahrhaft christlich!

Und wir regen uns auf über undemokratische Zustände in Russland oder in Ägypten, wo die Religion sich immer enger mit der politischen Macht verbündet.

Prof. Dr. Uwe Lehnert

freigeist-weimar.de 28.12.2012

Dazu paßt dieses Gerichtsurteil und SPD-Thierses Grundeinstellung.

In ähnlichem Zusammenhang erreichte mich gerade von einem Beteiligten folgende Mitteilung:

Apropos: Wussten Sie, dass „bei uns“ die „Körperschaften des öffentl. Rechts“ keine Gerichtskosten bezahlen müssen? Da kann man als Kirche natürlich immer sehr gut prozessieren, wenn man nie die Kosten tragen muss. Denn die zahlt – „wenn´s mal schief geht“ – immer der Steuerzahler! Ist doch toll!?

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Sigmar Salzburg
21.12.2012 11.59
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Nochmal: Schrödersche Theologie

Ach, du großes Gott!
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hatte in einem Interview mit der Wochenzeitung „Zeit“ erklärt, der bestimmte Artikel bei der Redewendung „der liebe Gott“ sei eigentlich egal, man könne genauso gut auch „das Gott“ sagen. Diesen Vorstoß finden zahlreiche Unions-Kollegen offenbar überhaupt nicht komisch. Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer reagierte empört. „Dieser verkopfte Quatsch macht mich sprachlos“, sagte die CSU-Politikerin der „Bild“-Zeitung. „Ich finde es traurig, wenn unseren Kindern aus lauter Unsicherheit und Political Correctness die starken Bilder genommen werden, die für ihre Phantasie so wichtig sind.“
spiegel.de 21.12.2012

Eine meiner Frauen hat mal gebeichtet, daß sie sich „Gott“ in ihrer kindlichen Phantasie immer wie Hindenburg auf den alten Briefmarken vorgestellt habe. – Siehe auch hier.



Nachtrag: Unter Pastorentöchtern ist klar:
Gott ist nach Einschätzung der Bundesregierung nicht beleidigt, wenn er als „das Gott” angesprochen wird.- bild.de 21.12.2012

„Gott“ war im Germanischen ein Neutrum. Es sei notwendig gewesen, erklärte einmal ein Theologe, das Wort abweichend von seiner ursprünglichen Wortbedeutung, in etwa „das Gespenst“, für die christliche Verkündigung nutzbar zu machen.

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Sigmar Salzburg
15.12.2012 21.46
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Eiertanz ums ‚daß‘

Kat.net veröffentlicht die Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag 2013 in seiner klassisch normaldeutschen Rechtschreibung. Die „daß“ aber werden, wo möglich, abgeschnitten und in den reformierten Zwischentext hineingenommen. Das gelingt nicht immer und zeigt um so deutlicher die Willkür der deutschen orthographischen Teilung, wie sie von den Kultusministern erpreßt wurde:

14. Dezember 2012, 19:40
'Wer den Frieden will, kann keine Angriffe gegen das Leben dulden'

… Friedensstifter sind diejenigen, die das Leben in seiner Ganzheit lieben, verteidigen und fördern


Vatikanstadt (kath.net) „Der Friede ist kein Traum, keine Utopie: Er ist möglich.“ Dies schreibt Papst Benedikt XVI. in seiner diesjährigen Botschaft „Selig, die Frieden stiften“ zur Feier des Weltfriedenstages am 1.1. 2013. Der Papst betont, dass „jeder Mensch und jede Gemeinschaft – religiösen wie zivilen Charakters, im Erziehungswesen wie in der Kultur – berufen ist, den Frieden zu bewirken“.

[Original: Aus dieser Lehre kann man entnehmen, daß jeder Mensch und jede Gemeinschaft – religiösen wie zivilen Charakters, im Erziehungswesen wie in der Kultur – berufen ist, den Frieden zu bewirken.]

In seiner Botschaft mahnt der Papst außerdem, dass „in wachsenden Teilen der öffentlichen Meinung die Ideologien des radikalen Wirtschaftsliberalismus und der Technokratie die Überzeugung erwecken, daß das Wirtschaftswachstum auch um den Preis eines Schwunds der sozialen Funktion des Staates und der Netze der Solidarität der Zivilgesellschaft sowie der sozialen Rechte und Pflichten zu verfolgen sei“.

[Original: Der Friedensstifter muß sich auch vor Augen halten, daß in wachsenden Teilen der öffentlichen Meinung die Ideologien des radikalen Wirtschaftsliberalismus und der Technokratie die Überzeugung erwecken, daß …]

kath.net 14.12.2012 ... vatican.va 8.12.2012

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Sigmar Salzburg
10.12.2012 09.19
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Belgischer Verfassungsgerichtshof:

„Burka-Verbot verfassungsgemäß“

Der Verfassungsgerichtshof hat am Donnerstag das umstrittene Verbot der Vollverschleierung in Belgien als verfassungsgemäß erklärt. Das entsprechende Gesetz ist damit rechtens

Eine Anzahl von Frauen, die Vereinigung „Justice and Democracy“ und die Liga der Menschenrechte hatten gegen den Gesetzestext geklagt, den die Kammer im April 2011 mit breiter Mehrheit verabschiedet hatte.

Diese Klage wurde gestern zurückgewiesen. Das Gericht stellte fest, dass die Religionsfreiheit durch ein Verbot der Vollverschleierung nicht beeinträchtigt wird. Die Religionsfreiheit sei nämlich „nicht absolut“, und die Gründe der Parlamentarier für ein solches Verbot erschienen „legitim“.

Das Parlament hatte im Wesentlichen drei Gründe vorgebracht: die öffentliche Sicherheit, die Gleichheit zwischen Mann und Frau und das Miteinander in der Gesellschaft.

Wie das Verfassungsgericht weiter urteilte, sei das Burka-Verbot auch kein Verstoß gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung. Es sei im Sinne der „Individualität“ eines jeden in einer demokratischen Gesellschaft wichtig, dass man das Gesicht des Anderen erkennen könne.

Und selbst wenn das Burka-Tragen nur Ausdruck eines individuellen Wunsches sei, verstoße eine Vollverschleierung gegen die Gleichheit von Mann und Frau. „Das Tragen einer Vollverschleierung raubt der Frau ein fundamentales Element ihrer Individualität“, so der Gerichtshof. (sc)

grenzecho.net 7.12.2012

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Sigmar Salzburg
02.12.2012 20.24
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Unreformiertes Wort zum Sonntag

Benedikt XVI.

GENERALAUDIENZ
Aula Paolo VI
Mittwoch, 28. November 2012

Liebe Brüder und Schwestern!

In der heutigen Katechese möchte ich mich der Frage widmen, wie wir heute zu unseren Mitmenschen von Gott sprechen können. Wir können davon ausgehen, daß es bei den meisten Zeitgenossen irgendwie ein Wissen um Gott gibt. Aber es besteht doch ein Dilemma zwischen diesem stillen Anspruch der göttlichen Wahrheit, der in uns da ist, und den vielfältigen Stimmen, die unsere Gesellschaft und unser tägliches Leben prägen. Von Gott sprechen heißt zunächst sich darüber im klaren sein, was wir den Menschen bringen, nämlich die Antwort auf die grundsätzliche Frage, auf das Warum und auf das Wie unseres Lebens. Deswegen brauchen wir einen vertrauten Umgang mit Gott im Gebet und durch das Betrachten der Heiligen Schrift. Es braucht eine Leidenschaft für die Sache des Herrn und zugleich die Demut der kleinen Schritte. Eine Rückkehr zur Einfachheit, zum Wesentlichen der Frohen Botschaft ist notwendig; zur Tatsache, daß der Gott der Liebe uns in Jesus Christus nahe kommt, sich für uns hingibt am Kreuz und daß er uns in seiner Auferstehung Hoffnung schenkt auf ein Leben in Fülle, das kein Ende hat. Um von Gott sprechen zu können, müssen wir selbst ihm Raum geben und ihm Vertrauen schenken, daß Er da ist, daß Er wirkt, daß Er unserer Schwachheit zur Hilfe kommt. Aus dem Evangelium lernen wir, daß Christus aus dem unmittelbaren Kontakt zum Vater spricht und handelt…
vatican.va 28.11.2012

NB: rd. 400 Wörter gesamt; mögliche „Erleichterung“ durch die Reform: „0“.

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Sigmar Salzburg
30.11.2012 17.37
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Habt keine Angst vor der Scharia!

«In der Scharia haben wir die perfekten Menschenrechte»

Strafen im Islam seien gerecht und fair, sagt der Islam-Gelehrte Samir al-Sheik. Die Scharia müsse die Basis der neuen ägyptischen Verfassung bilden...

Bevor man die Hand eines Diebes abhackt, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein: Das gestohlene Ding muss an einem verschlossenen Ort gewesen sein. Der Wert der Sache muss mehr sein als ein Viertel Dinar. Wegen einer Orange wird man also nicht bestraft. Auch wer aus Not und Hunger stiehlt, dem wird die Hand niemals amputiert.

Die Scharia empfiehlt als Strafe auch das Steinigen.

Ja, das wird aber kaum je praktiziert. Die Strafe des Steinigens droht bei Ehebruch. Um aber die Strafe anzuwenden, muss der Kläger vier Zeugen beibringen, die den ehebrecherischen Geschlechtsverkehr gesehen haben. Ist das je zu beweisen? Nein. Darum frage ich mich, warum man im Westen derart Angst hat vor der Scharia. Die Strafen im Islam sind gerecht, praktikabel und fair.

tagesanzeiger.ch 30.11.2012

Das Unbeweisbare war aber im Iran und anderswo des öfteren Beweis genug.
Auch in Deutschland propagieren SPD-Politiker schon die Scharia.

Apropos: In NRW begann gerade der Islamunterricht an den Schulen.

Zum vollständigen Islamunterricht gehört selbstverständlich das Vertrautmachen mit dem Steinigen und Handabhacken. Man kann sich nämlich nicht wie im Christentum damit herausreden, daß Jesus (angeblich) alle biblischen Gebote aufgehoben hätte. In Österreich durfte der vom Islam-Gelehrten als vorbildlich genannte Handabhacker-Staat schon ein „interreligiöses“ König-Abdullah-Zentrum errichten. (derstandard.at 29.11.2012)

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Sigmar Salzburg
25.11.2012 20.40
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Wiener Kardinal …

Schönborn zum Protestantismus konvertiert?

… „Liebe Amanda“, schreibt er in seiner Kolumne im Gratisblatt „heute“ an die Siegerin des Christkindl-Castings des Blatts, „Ich wünsche dir dazu alles Gute und viel Erfolg. Ich freue mich, dass du als Christkindl am Weihnachtsmarkt im Mittelpunkt stehst und nicht der plumpe Weihnachtsmann. Denn das macht für mich schon einen großen Unterschied aus: den Weihnachtsmann hat es nie gegeben“.

Ein katholischer Kardinal, der höchste Würdenträger seiner Kirche im Land, stellt einen katholischen Heiligen infrage? Zugunsten seines protestantischen Gegenentwurfs? Gibt es eindeutigere Anzeichen, dass Christoph Schönborn zu den Lutherischen übergegangen ist? Auf Unwissenheit wird er sich nicht berufen können. Er ist Theologe. Er muss wissen, dass es Martin Luther war, der während der Reformation das Christkind gegen den Kult um den Heiligen Nikolaus ins Rennen schickte. Das war 1531 und seitdem ist der Heilige Nikolaus etwas dicker geworden und nennt sich Weihnachtsmann. Aber der Heilige Nikolaus ist er geblieben! … DIESES Christkind ist ein Mädchen! Das geht gar nicht mehr.

hpd.de 16.11.2012

Es weihnachtet wieder, die alljährliche Weihnachtsmannvermehrung setzt ein. Der Kardinal und der Humanitäre Pressedienst haben da ein Thema angesprochen, das mich seit meiner Kindheit bewegt: Ich erinnere mich an die Aufführung eines Weihnachtsmärchens im Oppelner Theater 1944. Nichts davon hatte ich begriffen – unvergeßlich ist mir nur die strahlende Erscheinung eines in Tüll gekleideten Mädchens am Schluß des Stückes.

Eine Zeitlang dachte ich, es solle wohl im Vorgriff das etwas gealterte Jesuskind symbolisieren, über dessen Leben man eigentlich nichts weiß, worüber man aber als Papst ein ganzes Buch¹ schreiben kann. Dann aber habe ich diesen Gedanken wieder verworfen, denn das üblicherweise vorgeführte Geschlecht war damit nicht in Einklang zu bringen.

Beim nächsten Weihnachtsfest, das wir in einer Bauernfamilie auf der Insel Fehmarn feierten, wurde die Frage verdrängt, denn hier trat der Weihnachtsmann höchstpersönlich auf. Der zwei Jahre ältere Bauernjunge schlotterte vor Angst. Ich nicht, denn ich hatte schon die Bindfäden entdeckt, mit denen die Maske vor dem Gesicht gehalten wurde.

Sehr viel später habe ich mich dann zwar mit der Möglichkeit philosophischer Weihnachtsmannbeweise auseinandergesetzt, die Christkindlfrage aber blieb weiter ungelöst. Nun bin ich beruhigt, daß auch in der höchst berufenen christlichen Hierarchie offensichtlich keine Klarheit herrscht.


¹) Bei Herder in KMK/DBK-Unterwerfungsorthographie erschienen, s. kath.net 25.11.2012.

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Sigmar Salzburg
12.11.2012 10.27
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Alhamdulillahi: Halleluja ¹

Beschwingt-überschwengliche Debatte bei den Grünen:

BERLIN. (hpd) In die grüne Debatte um die Legalisierung von religiös motivierten Knabenbeschneidungen ist seit einiger Zeit Bewegung gekommen. Nachdem sich zunächst führende Parteimitglieder überschwänglich für die Beibehaltung der bisherigen Beschneidungspraktiken ausgesprochen hatten, hat sich nun gezeigt, dass diese Äußerungen Schnellschüsse waren, die innerhalb der Grünen keineswegs gebilligt werden…

Dem gegenüber steht allerdings ein Vorstoß religiöser Kreise innerhalb der Grünen, die das Thema durch Vertagung in eine Kommission auf der BDK undiskutiert unter den Tisch kehren wollen…

In ihrer Broschüre haben die ChristInnen der Grünen erfreut konstatiert, dass Religion „in den öffentlichen Raum zurückgekehrt“ sei, „mit der Folge, dass es einen allenthalben sichtbaren, zunehmenden Einfluss von Religion auf die zivilgesellschaftlichen Debatten gibt.“

hpd.de 12.11.2012

Dazu auch:
Der Grüne Volker Beck erntet für seinen vehementen Einsatz für die Beschneidung hasserfüllte Reaktionen... zeit.de 20.7.2012

¹) Nachtrag für die deutschen Kaffern (Ungläubigen): Beider Preis ist identisch.

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